Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
10.08.2006. Welt und FAZ beruhigen ihre Leser über Wesen und Wirkung des Web 2.0 und des Laienjournalismus. Die Berliner Zeitung überträgt einen Auszug aus Jostein Gaarders Anklage gegen Israel. In der taz charakterisiert der Soziologe Jean-Claude Kaufmann den "armen Esser". In der FAZ erklärt der Theologe Klaus Berger, wer im Nahostkonflikt der Sack ist und wer der Esel. Die SZ befasst sich mit neuen Moscheebauten in Deutschland.

Zeit, 10.08.2006

In ihrer Dossier-Reportage aus der Türkei berichtet Charlotte Wiedemann von wachsenden Spannungen zwischen staatlichen Religionswächtern und den Gläubigen. Sie plädiert für eine tolerantere Auslegung des Laizismus. Denn der bedeutet in der Türkei "keinesfalls die Trennung von Staat und Religion. Die Religion darf nicht auf die Politik einwirken, aber der Staat sehr wohl auf die Religion. Und während der Staat nicht einmal das Zipfelchen eines Kopftuchs in der Pförtnerloge duldet, unterwarf er den Islam seiner Kontrolle, hat ihn mal gestutzt, mal gefördert und instrumentalisiert, etwa im Kampf gegen Linke und Kurden."

Die Zeit ist heute sehr geizig mit freien Artikeln. Lesen dürfen wir im Feuilleton nur einen Text des Kulturwissenschaftlers Hartmut Böhme, der zum bevorstehenden Start der Bundesliga hemmungslos die freudianischen Tiefen des Fußballs auslotet. "Das begründet auch die archaische Sonderstellung des Torwarts, des Hüters von was auch immer: dem Heiligen, dem Schatz oder der Weiblichkeit, die in diesem Spiel der Männer eine Art abwesende Anwesenheit darstellt, das Unberührbare, das zu berühren der einen Seite orgiastische Triumphe und der anderen Demütigung und Schmach einbringt. Von diesem Taburaum aus erklären sich die erotischen Rhythmen des Spiels, das Eindringen und Zurückziehen, das Verlangsamen und Beschleunigen des Tempos, das Überwinden der Abwehr und die verbissene Verteidigung der Reinheit dieses seltsamen Torraums."

Weiteres: Der irischstämmige Romancier Colum McCann kann Oliver Stones sich auf Details konzentrierenden Film "World Trade Center" trotz aller Voreingenommenheit nicht schlecht finden. In der Leitglosse vergleicht Peter Kümmel die Reaktionen der Deutschen auf die WM und auf den Libanonkrieg. Israel, so scheint es ihm, interessiert uns viel weniger als Fußball. Der in Bagdad geborene israelische Schriftsteller Sami Michael ist im Interview mit Gisela Dachs vor allem wütend, auf den "Abenteurer" Nasrallah, der die Friedensbewegung um Jahre zurückgeworfen habe: "Wir hatten jahrzehntelang dafür gekämpft, dass sich das Heer aus dem Südlibanon und aus Gaza zurückzieht, dass Siedlungen abgebaut werden. Und gerade als wir das geschafft hatten, brach der Feuersturm aus. Auf der einen Seite die Kassam-Raketen, auf der anderen Hisbolla... Wer wird uns hören wollen, wenn wir uns zurückmelden?" Die Autorin Sibylle Berg beschreibt ihre Stippvisite auf dem Grünen Hügel. "Das vorherrschende Gefühl am ersten Abend meines Bayreuth-Aufenthaltes ist Angst. Umzingelt von Männern, die im besten Falle Stoiber, bei ungünstiger Ausleuchtung Mengele sein könnten." Katja Nicodemus schreibt den Nachruf auf den Filmregisseur Daniel Schmid, Mirko Weber würdigt die verstorbene Sopranistin Elisabeth Schwarzkopf. In der Kunstmarktkolumne informiert Claudia Herstatt alle solventen Leser, dass bei Christie's wieder vier Klimt-Gemälde angeboten werden.

Und: drei Seiten über Brecht! Zum fünfzigsten Todestag des Dichters bricht Evelyn Finger eine Lanze für den "bestgehassten Klassiker der Literaturgeschichte". Der Autor Hartmut Lange lobt sich den frühen Brecht, noch unverdorben vom Unfehlbarkeitsanspruch des Marxismus. Und Peter Kümmel trifft George Tabori, der Brecht und Beckett für die größten Dramatiker des 20. Jahrhunderts hält.

Aufmacher des Literaturteils ist ein Buch über die ritalinlose Behandlung des Attention Deficit Hyperactivity Syndroms bei Kindern. Desweiteren gibt es Robert Gernhardts Gedichtband "Später Spagat", eine Geschichte der bildenden Kunst in Deutschland sowie Philip Kerrs Krimi "Der Pakt" (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr). Anderweitig besprochen wird nur Gregg Arakis Album "Mysterious Skin".

Berliner Zeitung, 10.08.2006

Gabriele Haefs, Jostein Gaarders Übersetzerin, überträgt einen Teil von Gaarders umstrittenen Artikel gegen Israel, in dem der Autor den biblischen Propheten Amos parodiert - und das liest sich so: "Wir lachen betreten über die, die noch immer glauben, der Gott der Flora, der Fauna und der Galaxien habe sich ein bestimmtes Volk zu seinen Lieblingen erwählt und ihm lustige Steintafeln, brennende Büsche und die license to kill geschenkt. - Wir nennen Kindermörder Kindermörder und werden niemals akzeptieren, dass sie ein göttliches oder historisches Mandat haben, das ihre Schandtaten rechtfertigen könnte. Wir sagen nur: Schande über alle Apartheid, Schande über ethnische Säuberungen, Schande über alle Terroranschläge gegen die Zivilbevölkerung, ob die nun von Hamas, Hisbollah oder dem Staat Israel begangen werden."

In der Berliner Zeitung findet sich auch bereits ein Nachruf auf die Schauspielerin Jenny Gröllmann.

NZZ, 10.08.2006

Beat Stauffer berichtet von einer Studie über die Einstellung marokkanischer Jugendlicher, die im Frühjahr in einer Sondernummer der marokkanischen Wochenzeitschrift L'Economiste publiziert wurde. Bei der Befragung der Jugendlichen kam heraus, dass diese immer unpolitischer und religiöser werden: "57 Prozent der Befragten äußern sich in zustimmendem Sinn zum Kopftuch, und 49 Prozent der männlichen Jugendlichen wünschen sich, dass ihre zukünftige Frau den Schleier trägt. Knapp drei Viertel der Befragten beiderlei Geschlechts sind prinzipiell gegen eine Ehe mit einem nichtmuslimischen Partner, und 99 Prozent geben zu Protokoll, sie hielten den Fastenmonat Ramadan ein. Unübersehbar ist auch, dass der Islam für den Aufbau der eigenen Identität eine zunehmend wichtige Rolle spielt. So fühlen sich 49 Prozent der Befragten in erster Linie als Muslime bzw. als Musliminnen und erst in zweiter Linie als Marokkaner."

Weiteres: Roman Hollenstein schwärmt von den "Architekturwundern" und Weinkeltereien des Südtiroler Ferienorts Kaltern. Besprochen werden die Memoiren des Musik-Managers Joe Boyd, ein Buch, das den Briefwechsel von Sigmund Freud und seiner Tochter Anna dokumentiert, und das Comic-Tagebuch "Shenzhen" des Trickfilm-Zeichners Guy Delisle, in dem er auf ungewöhnliche Weise seinem China-Aufenthalt schildert (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
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Welt, 10.08.2006

Der boomende Laienjournalismus macht professionelle Journalisten nicht überflüssig, beruhigt Marlis Prinzing die Redakteure. Denn Journalismus funktioniere nicht wie Wikipedia. "Nachrichten überholen sich weit rascher als Lexikoninhalte; Selbstkontrollmechanismen, über die Fehler oder Manipulationen entdeckt und korrigiert werden, greifen zu spät. Nachrichtenproduktion ist relevant und sie ist Arbeit, ein Diskurs - ob über den Irakkrieg oder das Liebesleben - auf Bürgerportalen wie Opinio, dem Online-Platz der Rheinischen Post, ist hingegen letztlich eine Freizeitbeschäftigung. Journalismus bedeutet mehr, als bloß etwas zu veröffentlichen. Jeder kann beitragen, dass Medien ihre Kontrollfunktion besser wahrnehmen - und ihre seismografische: In Blogs und Communities sowie durch Bürgerreporter finden professionell recherchierende Journalisten Argumente und Informationen aus erster Hand, können Veränderungen und Gefahren rechtzeitiger aufspüren."

Weiteres: Unter dem alles erklärenden Titel "Houli Mousis!" schildert Gerhard Charles Rump den Rückgang des Standard English in Großbritannien. Kai Luehrs-Kaiser porträtiert den Schweizer Theaterproduzenten Lukas Leuenberger, der morgen im noch halbfertigen Berliner Admiralspalast die "Dreigroschenoper" stemmen will. Das Schweizer Kino hat seinen Marktanteil im Land auf sagenhafte 5,9 Prozent verdoppelt, meldet Veronika Rall, die den Erfolg auf einen neuen Realismus zurückführt.

Auf der Kinoseite erklärt sich Uwe Schmitt den überraschend patriotischen Ton in Oliver Stones Film "World Trade Center" mit dem Trauma des 11. September sowie simpler Karriere-Arithmetik. Und Rüdiger Sturm illustriert anhand von Hans Horns Thriller "Open Water 2", wie auch deutsche Filme international reüssieren können.

Besprochen wird eine Ausstellung mit Werken des italienischen Bildhauers Giambologna im Kunsthistorischen Museum Wien.

FAZ, 10.08.2006

Im Aufmacher beruhigt Andreas Rosenfelder die Leser dieser Zeitung über Wesen und Wirkung des Web 2.0: "Wenn Lehrer sich jetzt in der Blogosphäre und nicht nur im Lehrerzimmer über ihre Klassenfahrten ausbreiten und gleich noch die Google-Earth-Koordinaten der Jugendherberge verlinken können, wenn jeder Witzbold seine tagesaktuelle Nachrichtenparodie zum Nahostkonflikt als Video ins Netz stellen kann, wenn also das unplanbare Leben das Internet revolutioniert - dann bietet das keinen Anlass, ein weiteres Mal die völlige Revolutionierung des Lebens durch das Internet zu erwarten."

Der Theologe Klaus Berger betrachtet den neuerlichen Nahostkonflikt aus katholisch-protestantischer Sicht: "Israel erträgt an der Stelle Gottes die Summe des Hasses gegen seinen Gott und damit übrigens auch den Hass gegen seinen, wie wir Christen glauben, jüdischen Sohn und Messias. Im Bild: Man schlägt den Sack, aber man meint den Esel." (Mehr zum Jerusalem-Snydrom in der Interpretation der Ereignisse von Andre Glucksmann im Perlentaucher).

Weitere Artikel: Lorenz Jäger verteidigt Autonome und Naive wie Fatih Akin, die durchgestrichene Hakenkreuze oder den mit Hakenkreuz verzierten Namen Bush in harmlos volksaufklärerischer Absicht auf dem T-Shirt tragen und nun der Verbreitung rechtsextremer Symbole verdächtigt werden. In der Leitglosse beklagt sich Eberhard Rathgeb über quietschfröhliche Moderatorenstimmen aus Radioweckern. Martin Kämpchen meldet, dass Indien nun ein allgemeines Verbot von Kinderarbeit erlassen hat. Wolfgang Günter Lerch gratuliert der türkischen Autorin Emine Sevgi Özdamar zum Sechzigsten. Gerhard Rohde hat sich bei den Bregenzer Festspielen eine komplettierte Version von Debussys Fragment "Der Untergang des Hauses Usher" nach Poe angehört.

Auf der Filmseite resümiert Rüdiger Suchsland das Filmfestival von Locarno. Und Andreas Platthaus glossiert den Kassenerfolg der "Fluch der Karibik"-Serie. Auf der Medienseite ermittelt Peer Schader, was es den Zuschauer nach all dem komplizierten Hickhack um die Ausstrahlungsrechte nun eigentlich kostet, Bundesliga zu gucken. Gemeldet wird, dass Reuters einen libanesischen Fotografen, der ein Kriegsbild manipulierte, entlassen hat. Auf der letzten Seite schreibt Frank-Rutger Hausmann über die Nazis und ihr Verhältnis zu den okkulten Wissenschaften. Paul Ingendaay beschreibt, wie sich die Konservativen Spaniens mit dem Gesetz zur Homosexuellenehe arrangieren oder auch nicht. Und Robert von Lucius resümiert erbitterte Diskussionen um einen Debattenbeitrag Jostein Gaarders in Aftenposten - Gaarder schreibt darin, Israel habe mit seinem Vorgehen im Libanon "die Anerkennung der Welt geschändet" (hier der Beitrag auf norwegisch, hier auf Englisch, hier eine neue Erklärung Gaarders auf Englisch).

Besprochen wird die Ausstellung "Saladin und die Kreuzfahrer" in Mannheim.

TAZ, 10.08.2006

Monika Goetsch unterhält sich mit dem Alltagssoziologen Jean-Claude Kaufmann, der ein Buch über die Soziologie des Essens und des Kochens im Zeitalter der Individualisierung geschrieben hat: "Erst am Esstisch entsteht die Familie. Das war schon immer so. Auch in früheren Gesellschaften entstand Verwandtschaft durch das gemeinsame Verspeisen von Haferbrei."

Weitere Artikel: Sebastian Moll meldet, dass Oliver Stones Film über den 11. September auf die Begeisterung rechter Kreise in Amerika stieß. Besprochen werden Jacques Rivettes Film "Die schöne Querulantin" von 1991, der wieder in die Kinos kommt und Michelangelo Antonionis ökologischer Klassiker "Die rote Wüste" auf DVD.

Auf der Meinungsseite fordert die Islamwissenschaftlerin Kirsten Maas die Einbindung Syriens, des Iran und der Hisbollah in die internationalen Friedensbemühungen im Nahen Osten. Und in tazzwei wendet sich Daniel Bax gegen Verschwörungstheorien im Internet über die Hisbollah.

Schließlich Tom.

FR, 10.08.2006

Martina Meister berichtet von den Schwierigkeiten, die Frankreich mit der Erinnerung an die Affäre Dreyfus immer noch hat. In Times mager kommentiert Harry Nutt die Turbulenzen um den Berliner Admiralspalast. Roland Mische zitiert aus einer Studie, nach der Kultureinrichtungen sich zwar durchaus privat finanzieren lassen können, aber zu nicht mehr als einem Drittel. Und Arne Löffel besucht die Proben zum von der EU geförderten Theaterprojekt "Nachtasyl - Treffpunkt der Träume" in Frankfurt, bei dem Schauspieler aus Polen, Slowenien und Deutschland zusammenarbeiten.

Besprochen wird eine "aufregende" Ausstellung zur Allgegenwart der Technik im Neuen Aschaffenburger Kunstverein.

Perlentaucher, 10.08.2006

Andre Glucksmann wendet sich gegen das Jerusalem-Syndrom in der Betrachtung des Nahostkonflikts: "Ein immer gleiches Drehbuch geistert durch die Hirne des 21. Jahrhunderts. Es behauptet, dass alles sich an den Ufern des Jordan entscheidet. In seiner harten Version liest es sich so: Solange sich vier Millionen Israelis und genauso viele Palästinenser gegenüberstehen, sind 300 Millionen Araber und anderthalb Milliarden Muslime dazu verdammt, in Hass, Blut und Verzweiflung zu leben. Und die rosige Fassung: Wir brauchen nur einen Frieden in Jerusalem, schon erlöschen die Feuer in Teheran, Karachi, Khartoum und Bagdad und weichen universeller Eintracht."

SZ, 10.08.2006

Zwei Seiten des SZ-Feuilletons sind neuen Moscheen in Deutschland gewidmet. Die Frage ist: Sind das Orte der Integration oder islamische Parallelwelten? Die Anwohner und viele Politiker glauben meistens an letzteres, wie Gottfried Knapp am Beispiel der neuen Moschee in München-Sendling erzählt, die von Stoiber bekämpft wird. Nur der Münchner Weihbischof Siebler interpretiert die architektonische Konfrontation von Christentum und Islam am Gotzinger Platz als "positiven Spannungsbogen zwischen zwei Weltreligionen". Tanja Rest beschreibt die unfreundlichen Reaktionen der Anwohner auf den dreistöckigen Kuppelbau in München. Alexander Kissler informiert uns über Unterschiede in der liturgischen Bedeutung von Synagoge, Kirche und Moschee.

In Duisburg ist alles ganz anders: Sonja Zekri erzählt, wie hier "eine überraschend große Allianz aus Kirchen, Parteien, Bürgern und Gemeinde" dafür gesorgt hat, dass die größte Moschee in Deutschland gebaut werden kann. "Der Bau in Marxloh gilt als großer Erfolg. Aber wann ist ein Moscheebau überhaupt ein Erfolg? 'Wenn eine Atmosphäre herrscht, in der sich jeder wohlfühlt', sagt Leyla Özmal von der Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EGDU). 'Wenn wir ein würdiges Haus haben', sagt Mehmet Özay, Vorsteher des Moscheevereins. 'Wenn sie halten, was sie versprochen haben, wenn sie so offen bleiben wie bis jetzt', sagt Christina Becker, Stellvertretende Bezirksvorsteherin. 'Wenn es weniger Hinterhofmoscheen gibt', sagt Adolf Sauerland, der Oberbürgermeister."

Andrian Kreye berichtet über eine Artikelserie in der Los Angeles Times, die Geschichten von Vietnamsoldaten wie James D. Henry aufgreift, der im Alter von 20 Jahren das Massaker in Quang Nam erlebt hatte. Henry hatte das alles schon 1968 einem Armeeanwalt erzählt. Diese und andere Akten mit Aussagen von Kriegsveteranen fand der unabhängige Journalist Nick Turse jetzt zufällig bei der Forschung für seine Doktorarbeit. Die "neuntausend Seiten" zeigen vor allem eins, meint Kreye: Das Massaker von My Lai war kein Einzelfall, Kriegsverbrechen gehörten in Vietnam zum Alltag.

Weitere Artikel: Fritz Göttler berichtet über das Filmfest in Locarno. Susan Vahabzadeh stellt ein in den USA erschienenes Buch mit den Briefen von Sam Goldwyns Sekretärin vor. Robert Menasse erklärt, warum er als Pazifist für den Krieg Israels gegen die Hisbollah ist. Der Bildhauer Tony Cragg hat in Wuppertal das "Haus Waldfrieden" gekauft, um einen Skulpturenpark zu errichten, erzählt Anne Linsel. Jens-Christian Rabe berichtet von einer Tagung in Augsburg, wo überlegt wurde, auf welche Tradition sich Araber und Israelis berufen könnten, um ins Gespräch zu kommen. Sarah Elsing stellt das Magazin des Grafikdesign-Studenten Manuel Buerger vor, word:mag.

Besprochen werden der Film "Trennung mit Hindernissen" mit Jennifer Aniston und Vince Vaughn (Vaughn spricht außerdem im Interview über die "Logik der Improvisation") und Bücher, darunter Paul Bourgets "Ein Frauenherz" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).