Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
27.04.2002. Eine höchst vitale Leni Riefenstahl verteidigt in der FR ihre Vergangenheit: Nein, "Triumpf des Willens" war kein Propagandafilm! Die taz räumt mit der Legende von der Isolationshaft der RAF-Terroristen in Stammheim auf.. Die SZ bringt ein Manifest Antonio Tabucchis gegen Silivo Berlusconi. Die NZZ denkt über die Rückkehr der DDR in der Literatur nach. Die FAZ macht sich Sorgen um die Konzentration im Buchhandel.

FR, 27.04.2002

Im Magazin verrät eine sehr müde und sehr lebendige 100-jährige Leni Riefenstahl (mehr hier, hier und hier) ihre Zukunftspläne (mit Reinhold Messner in den Dolomiten fliegen gehen) und verteidigt einmal mehr ihre Vergangenheit: "'Triumph des Willens' ist ein Dokumentarfilm von einem Parteitag, mehr nicht. Das hat nichts zu tun mit Politik. Denn ich habe aufgenommen, was sich wirklich abgespielt hat und habe es insofern überhöht, als dass ich keinen Kommentar dazu gemacht habe. Ich habe versucht, die Atmosphäre, die da war, durch Bilder auszudrücken und nicht durch einen gesprochenen Kommentar. Und um das ohne Text verständlich zu machen, musste die Bildsprache sehr gut, sehr deutlich sein. Die Bilder mussten das sagen können, was man sonst spricht. Aber deswegen ist das doch keine Propaganda."

Außerdem erklärt im Magazin der ehemalige Kunstlehrer Bryan Ferry, was ein Mann braucht (ein Ziel, die Taschen voller Geld und Vertrauen in sich selbst) und was ein Mann ganz und gar nicht braucht (Klassenbewusstsein).

Im Feuilleton denkt Rudolf Walther über den Pazifismus nach und erläutert das regelmäßige Verstummen von Pazifisten in Kriegszeiten: "Es ist das Eingeständnis, dass die pazifistische Option (einmal mehr) gescheitert ist, politisch, ökonomisch sozial und moralisch präventiv in Konflikte einzugreifen. Das Eingeständnis solchen Scheiterns gehört zum Wesen des Pazifismus, der außer der moralischen und politischen Aufklärung, der intellektuellen Redlichkeit seiner Anhänger und deren Protestfähigkeit über keine Ressourcen verfügt, um den Bund von Realpolitik und Krieg zu entlegitimieren. Regierende Pazifisten, falls es solche gäbe, hätten mehr und andere Mittel zu Hand. Die Realpolitik gibt Konzepten des aufgeklärten Pazifismus keine Chance, aber diese werden dadurch weder falsch, noch moralisch verwerflich, noch irrational."

Botho Strauß bekräftigt (in einem dem Band "Luc Bondy - Erfinder, Spieler, Liebhaber" entnommenen Text) seine Verbundenheit mit dem Regisseur Luc Bondy: "Wir waren einmal: die Sensibilisten. Waren die Nacht- und Traumseite dieses amusischen Achtundsechzigertums, gehörten zu einer Jugend-, einer ersten Pop-Bewegung, die vieles erfand und eröffnete ... Gemeinsam besitzen wir jene Begierde, das höhere Richtige zu erleben, das unauflösbar Richtige, das allein der Schauspieler hervorbringt, sobald er leicht und unvorhersehbar aus seinem Schwerpunkt agiert; das ihn umgibt, sobald sein Spiel bis zu jenem Grad reine Wahrscheinlichkeit gewinnt, bei dem es zugleich unbegreiflich wird."

Ferner: In einem elaborierten Text rollt Diedrich Diederichsen die Pop-Debatte von hinten auf und erklärt das Prinzip Subkultur für abgesoffen: "Vernutzt sind aber nicht die Gegenstände, sondern die Methode, das Prinzip, ihnen einen eigenen elitären und dennoch nicht hochkulturellen Rahmen zu geben." Ina Hartwig berichtet von der Jahrestagung des P.E.N. unter dem mottenverdächtigen Motto "Macht der Medien - Freiheit der Sprache". Eva Schweitzer begutachtet Raimund Abrahams aufsehenerregendes Österreichisches Kulturforum in New York. Martina Meister blickt zurück auf 100 Tage Berlin-Kultur mit Flierl ("ein Kalendarium der Widersprüche") und voraus auf die Akademie der Künste, die Günter Behnisch am Pariser Platz in Berlin baut. Navid Kermani staunt nicht schlecht über eine Jesus-Epiphanie auf einer Vernissage in Köln-Deutz, und Johannes Wendland lauschte einer Podiumsdiskussion in Potsdam, bei der das Thema Vertreibung aus ostdeutscher Perspektive beäugt wurde.

Besprechungen widmen sich Pina Bauschs neuen Körper-Bildern "Für die Kinder von gestern, heute und morgen" im Wuppertaler Schauspielhaus, und Lektüre: System-Betrachtungen von Dirk Baecker, Robert Schneiders Kitschkisten-Erzählung "Der Papst und das Mädchen" sowie der Neuauflage eines Klassikers der Industriefotografie von Lewis Baltz (siehe auch unsere Bücherschau Sonntag um 11 Uhr).

TAZ, 27.04.2002

2.177 Zeilen widmet der Autor Kurt Oesterle dem Knast von Stammheim, denn morgen vor 25 Jahren wurden die Urteile über die erste RAF-Generation verkündet. Oesterle bedauert zunächst, dass der dritte Teil von Heinrich Breloers Dokudrama über die RAF nicht gedreht worden ist, denn dort, so meint er, wäre es auch um die Haftbedingungen in Stammheim gegangen. Nun hat er den Kronzeugen Horst Bubeck getroffen, der in Stammheim stellvertretender Vollzugsleiter war. "Unüberhörbar hätte Bubeck die Mär von der Isolationshaft, gar der Isolationsfolter zum Verpuffen bringen, das System von Vergünstigungen belegen können, die den RAF-Gefangenen von der Justiz gewährt wurden und, so Bubeck, 'in der ganzen deutschen Knastgeschichte einmalig sind'."

In der nächsten Woche wird wie jedes Jahr am 1. Mai der Berliner Krawallkarneval stattfinden. Der Schriftsteller Ulrich Woelk blickt auf die bisherigen traurigen Vorstellungen zurück: "Die spektakuläre Szenerie hat bei mir zumeist einen Eindruck von Fremdheit und Kuriosität hinterlassen, nie aber von ernsthafter oder gar notwendiger gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Der Kern der Gewalt ist keine Verzweiflung über die Missstände in der Welt, sondern - so kam es mir immer vor - eine untergründige Lust am zerstörerischen Verhalten. Das vermeintliche Aufs-Spiel-Setzen der eigenen Existenz im (Straßen-)Kampf wirkte auf mich wie ein narzisstischer Akt, von dem die Allgemeinheit überhaupt nichts hat. Und so konnte ich in den Gewalteruptionen am 1. Mai in der Regel kaum etwas anderes sehen als das Schaulaufen einer dunklen destruktiven Form von Extremsportart."

Besprochen werden das neue Stück der Choreografin Pina Bausch "Für die Kinder von gestern, heute und morgen" sowie Chuck Russells Barbarenfilm "The Skorpion King".

Und Tom.

SZ, 27.04.2002

Die SZ wartet heute mit einem wahrlich politischem Feuilleton auf. Zunächst gibt Kurt Kister angesichts des bevorstehenden Fernsehduells zwischen Schröder und Stoiber seine Tipps ab. Zu Schröder meint er, die einzige Waffe, die dieser zu führen verstehe, sei der Zigarrenabschneider; zu Stoiber schreibt er, dieser "würde wohl eher beleidigen und schießen lassen als sich selbst in Gefahr zu bringen". Mit einem Malus werde aber vor allem Stoiber in die beiden TV-Duelle gehen: "Kaum einer zweifelt an seiner politischen Kompetenz, viele aber halten ihn für hölzern, gehemmt und für irgendwie unsympathisch. Stoiber braucht das Duell, weil er kurz vor der Wahl einen guten Eindruck machen muss. Er ist der Nixon, der zumindest zum Ersatz-Kennedy werden will. Oder, um eine literarische Anleihe zu nehmen: Er wird als Käfer ins Studio staksen und hofft darauf, als Gregor Samsa herauszukommen."

Außerdem druckt die SZ heute Antonio Tabucchis Aufruf gegen die Diktatur des Wortes aus der italienischen Zeitschrift MicroMega nach: "1. Es gibt verschiedene Formen der Diktatur. In Italien wird derzeit eine Diktatur des Wortes begründet. 2. Denn das Wort ist aus Gold. Besessen wird es von einer einzigen Person, einem Politiker, der gleichzeitig Regierungschef ist und Besitzer aller Medien, die das Wort transportieren. 3. Italien gehört nur scheinbar den europäischen Demokratien an. In Wirklichkeit ist es eine orientalische Form der Despotie nach Art jener, die der Sonnenkaiser Heliogabal über Rom errichtet hatte."

Weitere Artikel: Die Schriftstellerin Tina Dückers bemerkt, dass auch ihre Generation - also die der Enkel - noch nicht zum entspannten Umgang mit der Vergangenheit geneigt sei. Jeanne Rubner weist darauf hin, dass die Halbtagsschule - und die Trennung von Bildung und Erziehung - nur auf Kosten der Frauen funktioniert. Petra Steinberger befasst sich mit dem vermeintlichen Einfluss der vermeintlichen "jüdischen Lobby" in den USA. Reinhard Brembeck erhofft sich von der diesjährigen Münchner Musiktheater-Biennale, nicht weniger als eine Revolution der gesamten Operwelt. Christoph Biermann staunt, wie Bayer Leverkusen von einer gesichtslosen Werksmannschaft zum Robbie-Williams-Team avancierte.

Jörg Häntzschel bedauert, dass das amerikanische National Public Radio für die Spaßgesellschaft fit gemacht werden soll. In der von britischen Kritikern neu entfachten Debatten um Bernhard Schlinks "Vorleser" erklärt heute Lawrence Norfolk, warum der Roman ein so schlechtes Buch sei und allein der Erfolg einen tieferen Sinn habe. Uwe Mattheis berichtet über neue Erkenntnisse in Österreich über den "Raub der Bücher" in der NS-Zeit. Fritz Göttler gratuliert dem Zauberwesen Anouk Aimee zum 70. Geburtstag. Cbs schreibt zum Tod des Theaterkritikers Otto F. Beer, und Christian Jooss schreibt zum Tod der TLC-Sängerin Lisa "Left Eye" Lopes.

Besprochen werden: Achim Freyers und Thomas Hengelbrocks Inszenierung der "Zauberflöte" in Schwetzingen, Pina Bauschs neues Stück "Für die Kinder von gestern, heute und morgen" in Wuppertal, Julian Benedikts Film über den Jazz-Fotografen William Claxton "Jazz Seen", die Ausstellung zum Werk von Richard Prince in Wolfsburg und Bücher, darunter Jan Kjaerstads Roman "Der Eroberer" Lars F. H. Svendsens "Kleine Philosophie der Langeweile" und ein Band über den Magus (siehe auch unsere Bücherschau Sonntag ab 11 Uhr).

Auch in der SZ am Wochenende sind einige schöne Texte zu finden: Klaus Podak etwa begibt sich auf eine Reise durch die Höhen und Tiefen des Bildungsbegriffes. Otto Krätz feiert die Revolution der Malerei im 19. Jahrhundert ("Kunst aus der Tube"). Eva Tenzer erklärt die Vorteile weiblicher Bodyguards, und Gerhard Waldherr hat sich auf ein Grundstück der Universität Knoxville in Tennessee gewagt, auf dem William Bass seit mehr als zwanzig Jahren das Mysterium der Verwesung erforscht wird.
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NZZ, 27.04.2002

Steffen Richter denkt über die Rückkehr der DDR in der jüngsten Literatursaison nach. Es geht um die Novitäten von Herrmann Kant und Christa Wolf, aber auch um die Jüngeren wie Falko Hennig und Andre Kubiczek, "die sich im Fahrwasser von Thomas Brussigs Erfolgen tummeln. Begünstigt durch eine andere 'Gnade der späten Geburt' waren sie zur Zeit der Wende um die zwanzig Jahre alt. Zu jung, um ernsthaft Schuld angehäuft zu haben, doch alt genug, eine halbwegs zuverlässige Erfahrung von spätsozialistischen Realitäten ins neue Leben hinüberzuretten. Oft ist nicht leicht zu unterscheiden, was schlichtes Kindheitsidyll war und was politisch organisiertes Glück. Da öffnet der Projektionsraum DDR weit seine Pforten für flott erzählte Anekdoten in skurrilem Lokalkolorit mit einem Hauch von Bedrohung. So gerinnt ein Staat zum Abenteuerspielplatz und gut verkäuflichen Label."

Weiteres: Marion Löhndorf meldet, dass der Direktor der Royal Shakespeare Company, Adrian Noble, zurückgetreten ist. Besprochen werden der Film " 8 femmes" von François Ozon, eine Bruno-Goller-Retrospektive im Kunstmuseum Winterthur und einige Bücher, darunter poetologische Essays und Prosa von Brigitte Oleschinski, eine Neuausgabe von Voltaires "Candide" und Franz-Maria Sonners Romandebut "Die Bibliothek des Attentäters" (siehe unsere Bücherschau morgen ab 11 Uhr.)

Viel Material in Literatur und Kunst.

Bora Cosic (mehr hier) beschreibt, wie es ihm geht, wenn er ein Manuskript, mit dem er nicht zufrieden ist, zum Copyshop um die Ecke bringen soll, um ihn abschicken zu können: wie Achill mit der Schildkröte: "Der Achill aus der Berliner Droysenstrasse, ein somatisch gesundes, ja relativ jung aussehendes Subjekt, hat jedoch häufig leicht hypochondrische Krisen, gerät ohne Grund ausser Atem, bekommt kurzzeitig Herzklopfen, ist empfindlich für Kritik, obwohl trotzig in seinen Standpunkten. Dieser Mensch kämpft mit den hundert Metern seiner alltäglichen Strecke, als wäre dieser Rahmen seines Gehwettbewerbs nur eine gemäßigte Form des Laufens, und es bleibt die Frage, wie dieser Herr die Schildkröte seiner schriftstellerischen Profession ein- und überholt.

Ferner unterhält sich Uwe Stolzmann mit dem chilenischen Schriftsteller Roberto Bolano, dessen Roman "Die wilden Detektive" von Andreas Breitenstein besprochen wird. Robert Heim fragt, ob die Raumerfahrung des Cyberspace unserer Seele nicht schadet. Emil Maurer plädiert für eine integrierte Kunstgeschichte des Quattrocento, die die Beziehungen zwischen Architektur, Skulptur und Malerei in den Mittelpunkt stellt. Claudia Bertling Biaggini denkt über ein jüngst entdecktes Gemälde aus dem Italien des 16. Jahrhunderts nach, das eine "unglückliche Braut" zeigt (und zu dem man sich auch im Netz eine Illustration wünschte). Besprochen werden ferner Israel Rosenfields Roman "Freuds Megalomanie", Giorgio Agambens philosophisches Hauptwerk "Homo sacer" und Carlos Fuentes' Roman "Das gläserne Siegel".

FAZ, 27.04.2002

Buchbranchenthemen werden in letzter Zeit von der FAZ mit großer Aufmerksamkeit behandelt. Hannes Hintermeier begab sich nach Bielefeld, sah sich eine neuartige Bertelsmann-Clubfiliale an (der Konzern kooperiert hier mit mittelständischen Buchhändlern) und meditiert über den Einfluss der stark wachsenden Filialbuchhandlungen wie Hugendubel oder Phönix-Thalia: "Wie in der Modebranche arbeitet der Buchhandel unter tätiger Mithilfe der großen Verlagsgruppen an den ständig wechselnden Kollektionen. Wo soviel gedreht und mcdonaldisiert wird, bleibt das bildungsbürgerliche Ideal auf der Strecke: Auch Hugendubel hat sich längst von Sentimentalitäten wie der Pflege kleinerer Verlage und entlegener Bücher verabschiedet. Das hat natürlich damit zu tun, dass die (umsatzmäßig unbedeutende) Belletristik mit dem Ausgang des Wettrennens nichts zu tun hat."

Weiteres: Eva Menasse berichtet aus Wien, wo die letzten Präparate von Euthanasie-Opfern aus der Nazizeit endlich bestattet werden. Christian Schwägerl beschwört den "Geist des neuen Stammzellgesetzes". Wilfried Wiegand gratuliert der Schauspielerin Anouk Aimee zum Siebzigsten. Klaus Ungerer resümiert einen Vortrag des Kunstwissenschaftlers Hans Belting vor der Hans-Burda-Stiftung. Niklas Maak feierte mit der Berliner Akademie der Künste Richtfest - nun ist die Frage, ob genug Geld da ist um weiterzubauen. Verena Lueken liest amerikanische Zeitschriften, die sich mit dem religiösen Rechten (und Justizminister) John Ashcroft auseiandersetzen. Dietmar Polaczek schildert neue Schachzüge von Berlusconis Personalpolitik in der Justiz und im Staatsfernsehen. Dietmar Dath schrebit zum Tod der Rapperin Lisa "Left Eye" Lopes von der Gruppe TLC.

Auf der Medienseite erfahren wir von Michael Hanfeld, dass ARD und RTL mit den Schröder-Stoiberschen Fernsehduellen glücklicher seien als ZDF und Sat 1. Hans-Dieter Seidel bespricht einen "Tatort" mit Eva Mattes. Und Sandra Kegel meldet, dass der Sender Tele 5 wiederbelebt wird.

Besprochen werden eine neue Choreografie von Pina Bausch, eine Ausstellung flämischer Stillebenmalerei im Kunsthistorischen Museum von Wien, eine "Zauberflöte" bei den Schwetzinger Festspielen, James Mangolds Film "Kate und Leopold" (mehr hier), und, auf der Literaturseite, Benns Briefe an Astrid Claes (mehr hier) und ein neuer Band der Werkausgabe von Benn (mehr hier).

Auf den Überresten von Bildern und Zeiten klagt Erwin Wickert, dass aus den "biederen Deutschen" mit seinen Tugenden Pflicht und Fleiß ein Volk von Versicherungsschwindlern geworden sei. Frank Fehrenbach schreibt über die Vogelstudien und Flugversuche Leonardo da Vincis.

In der Frankfurter Anthologie stellt Albert von Schirnding ein Gedicht von Thomas Mann vor - "Liebesleid":

"Der Liebesleib, von bitterer Lust betaut,
gleitendes Gliedwerk unter fettiger Seidenhaut,
der Schultern holdes Kuppelrund,
schnüffelnde Nas' irrender Mund,
die süße Brust, geschmückt mit Sternen zart,
der schweißgetränkte Achselbart..."