Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
28.02.2002. In der Zeit schreibt Gerd Koenen über den Antizionismus des Westens. Die NZZ meditiert über Pop als Begleitmusik der Globalisierung. Die taz besucht die Afghanische Nationalgalerie in Kabul, die FAZ will in der deutschen Rechtschreibung keine Metatoleranzregel gelten lassen und in der FR kritisiert Jürgen Todenhöfer die Irak-Politik der USA.

NZZ, 28.02.2002

Einen kleinen Essay über Pop in Zeiten der Globalisierung legt Ueli Bernays vor: "Was den Musikmarkt betrifft, so ist im letzten Jahrzehnt der Anteil des nationalen Repertoires am Binnenverkaufserlös in den meisten Ländern gestiegen. Man könnte meinen, dies sei ein Erfolg traditioneller Musik über den Sound der Globalisierung. Allein, das Gegenteil ist der Fall: Der globalisierte Pop hat sich tief eingefressen in die Strukturen lokaler Musikproduktion, das spiegelt sich allenthalben in der Präsenz multinationaler Unterhaltungsfirmen."

Besprochen werden eine Camille-Claudel-Ausstellung in der Villa dei Cedri in Bellinzona, die CD "Laundry Service" der Kolumbianerin Shakira, Puccinis "Manon Lescaut" in Genf, Igor Bauersimas Stück "Futur de luxe" in Hannover und einige Bücher, darunter Anne Chaplets Kriminalroman "Die Fotografin" und Per Olov Enquists Roman "Der fünfte Winter des Magnetiseurs" (siehe unsere Bücherschau ab 14 Uhr).

SZ, 28.02.2002

Burkhardt Spinnen hat sich noch einmal äußerst lesenswerte, aber unpopuläre Gedanken über die miserablen Ergebnisse der Pisa-Studie gemacht. Der Kern des Problems mangelnder oder misslingender Bildung in Deutschland liegt für ihn in der Abschaffung der Kopfnoten: "Ordnung, Fleiß, gutes Betragen ... Die Kopfnoten verschwanden, als die Akzeptanz der bis dahin überall gültigen Vorstellung, man könnte sich auf stoff- und fachübergreifende Qualitäten und Verhaltensformen einigen, beerdigt wurde. Doch wohlgemerkt, es verschwanden nur die Kopfnoten. Das Ideal einer gelingenden Ausbildung blieb; es blieb auch das Ideal einer gelingenden Gesellschaft. Allerdings taten sich die neuen demokratischen Ideale unendlich schwer, an die Stelle der alten Sekundärtugenden ihre eigenen zu setzen."

Petra Steinberger liefert Innenansichten aus der kalifornischen Rand Corporation. Was das ist? "Einer jener Organismen, die so wohl nur in Amerika entstehen konnten: ein Hybride aus zeitferner Universität und privater Consulting Agency für Tagespolitik, tief verbunden dem Pentagon, doch zugleich selbstständig; finanziert durch Auftragsstudien von Regierung und Wirtschaft, aber stolz darauf, dabei stets bipartisan, unabhängig zu bleiben und den Auftraggebern, wenn es sein muss, ins Gesicht zu sagen, dass sie die falschen Fragen stellten; verdächtig jeder vorstellbaren Verschwörung und angeklagt der Megalomanie."

Weitere Artikel: Fritz Göttler schreibt zum vierzigsten Jubiläum über das Oberhausener Manifest und seine Folgen für das deutsche Kino. Jubiläum feiert auch Steven Spielbergs "E.T", der als "digitale Nachbearbeitung" wieder in die Kinos kommt. Doch hier ist die SZ weniger euphorisch:"Es könnte sein, dass just jenes junge Publikum, dem der extraterrestrische Held ans Herz gelegt werden soll, total potterisiert ist, und die Special Effects aus dem Achtzigerjahre-Baukasten eher lachhaft findet: E.T., degradiert zu einem Muppet." Auch Milos Formans "Amadeus" kommt wieder ins Kino, jedenfalls in München, weshalb sich H.G. Pflaum mit dem Regisseur über Unterdrückung und Pragmatismus, Chaplin und eben "Amadeus" unterhalten hat. Und auf der Medienseite finden wir ein Interview mit der WDR-Journalistin Luc Jochimsen, die für die PDS in den Bundestag gehen will.

Besprochen werden Thomas Langhoffs Iphigenie-Inszenierung am Berliner Maxim-Gorki-Theater ("ein Gewinn!"), Gavin Bryars' Gutenberg-Oper 'G' in Mainz ("hat einen längeren Bart als das Gutenberg-Denkmal auf dem Vorplatz"), das Kölner Konzert von Jason Pierce alias "Spiritualized" ("der letzte Schönheitssucher der Popmusik") und Bücher, darunter Christa Wolfs Erzählung "Leibhaftig" (siehe auch unsere Bücherschau ab 14 Uhr).

FR, 28.02.2002

"Verhängnisvoll" nennt Jürgen Todenhöfer, bis 1990 entwicklungs- und rüstungspolitischer Sprecher der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, die Entwicklung der USA, seit sie über ein uneingeschränktes Weltmachtmonopol verfügen, den Krieg immer mehr zur Prima Ratio ihrer Außenpolitik zu machen. Beispiel Irak: Zwar hält Todenhöfer Saddam Hussein für einen der brutalsten Despoten dieser Welt. Doch er plädiert für Politik und Diplomatie. Denn Saddam Hussein sei als säkularer sozialistischer Nationalist das Gegenteil eines muslimischen Fundamentalisten. Die muslimischen Extremisten seines Landes habe er stets gnadenlos verfolgt. Bis heute gebe es keine ernst zu nehmenden Beweise über eine Förderung des muslimischen Terrorismus durch Irak.

Weitere Artikel: Robin Celikates diskutiert Argumente der Intellektuellen-Kritik (u.a. von Judith Butler und Edward Said) am Intellektuellen-Aufruf zum "war against terror". Peter W. Jansen erinnert an die Unterzeichnung des Oberhausener Manifests vor vierzig Jahren. Roman Luckscheiter berichtet vom französischen Überschwang des zweihundertsten Victor-Hugo-Geburtstags (mehr hier), und Robert Kaltenbrunner denkt über Zusammenhänge von Landschaft und Stadtplanung nach.

Besprochen werden: der 2. und 3. Teil von Tomaz Pandurs wasserreicher "Göttlicher Komödie" am Thalia-Theater in Hamburg, Johannes Schaafs Inszenierung der Strauss-Oper "Ariadne auf Naxos" in Essen, eine Ausstellung mit Bildern des Architekturfotografen Lucien Herve im Pariser Hotel de Sully in Paris, Allen und Albert Hughes' Jack-the-Ripper Film "From Hell" und das neue Album von Lambchop "Is A Woman" und Bücher, darunter Ingomar von Kieseritzkys Familienroman "Da kann man nichts machen" (siehe auch unsere Bücherschau heute ab 14 Uhr).
Anzeige

TAZ, 28.02.2002

Dietrich Kuhlbrodt entzaubert den Mythos des Oberhausener Manifest, das vor vierzig Jahren unterschrieben wurde: "War das aufmüpfige Pamphlet von 1962 eine Prä-68er-Aktion? Es juckt einen in den Fingern, die Geschichte des Manifests so zu schreiben. Aber wir müssen dabei stehen bleiben, dass es um Reformen der staatlichen Filmpolitik ging, genauer um die Gründung neuer Institutionen, und zwar um drei. Enno Patalas nannte sie 1962 in der Zeitschrift Filmkritik: eine Stiftung 'Junger Deutscher Film', eine zentrale deutsche Cinemathek und eine Filmakademie. Der erste Schritt, der dem Manifest folgen sollte, war die Institutionalisierung der Manifestanten im Kampf gegen die Pfründenpolitik der erstarrten Filmwirtschaft - mit Hilfe des Staates. Das erschien im Oberhausener Moment möglich. Denn die Adenauer-Regierung hatte ihrerseits vom wirtschaftlichen Misserfolg der Branche genug."

Sven Hansen hat in Kabul die wiedereröffnete Afghanische Nationalgalerie besucht, wo von 650 Gemälden 160 Krieg und Taliban überstanden haben. Hansen sah politische Führer, Gebirgspanoramen und afghanische Basar- und Alltagsszenen. Die Galerie wurde vom Chef der Interimsregierung Hamid Karsai höchstpersönlich wieder eröffnet. "Damit wollte er deren bisher noch nicht bezahlte Mitarbeiter ermuntern, sich weiter für die Bewahrung, vor allem aber Förderung afghanischer Kunst einzusetzen. Das ist auch nötig. Denn die meisten Bilder, die die Zerstörungen der Taliban überlebten, sind Kitsch. Der Vertreter des Kulturinstituts eines europäischen Landes, der sich in Kabul nach Wirkungsmöglichkeiten umsah, war darüber doch recht erschrocken. Kabuls kleine Kunstszene ist hingegen froh, dass sie wenigstens noch diese Bilder hat."

Außerdem: Michael Bartsch schreibt über die Probleme bei der aktuellen Suche nach einem neuen Direktor für das Dresdner Hannah-Arendt-Institut für Totalitarimus-Forschung. Besprochen werden: John Howards Film "A Beautiful Mind" sowie Allen und Albert Hughes "Jack the Ripper"-Adaption "From Hell".

Schließlich Tom.

FAZ, 28.02.2002

Ein kleines Dossier legt diese Zeitung zur Rechtschreibreform vor - natürlich in alter Rechtschreibung. Hubert Spiegel beschreibt die Lage: "Mit dem dritten Bericht der 'Zwischenstaatlichen Kommission für Rechtschreibung', der jetzt der Kultusministerkonferenz zugestellt wurde, ist das Debakel der Reformer evidenter denn je: Die Regeln des Reformwerks haben sich drei Jahre nach ihrer Einführung in der deutschen Schriftsprache nicht durchgesetzt. Dies ist das Fazit des Kommissionsberichts, der zwar als vertraulich gilt, aber aus dem bereits vor der Veröffentlichung munter zitiert wird."

Vorerst soll eine "Metatoleranzregel" gelten, die verschiedene Schreibweisen zulässt. "In der Schule soll einem der Rechtschreibfehler Leid tun, draußen aber bloß leid", kommentiert Jürgen Kaube. Und Henning Ritter vermutet, dass die Reformer das deutsche Schriftbild nur dem englischen annähern wollten: "Stellt man sich die Rechtschreibregler vor, wie sie nach Argumenten und Regeln fahnden, um sich diesen einfachen Wunsch der Anähnlichung ans Englische und die meisten anderen zivilisierten Sprachen mit vorgeschobenen Gründen zu erfüllen, statt ihn als bloße Empfehlung auszusprechen, dann dürfte man der Erklärung für das seltsame Schauspiel, das die Kommission seit Jahren bietet, wohl um einiges nähergekommen sein." Übersetzen Sie diesen Satz mal ins Englische!

Martin Kämpchen resümiert das indische Literaturfestival in Neu Delhi und erklärt, warum der Streit zwischen regional- und englischsprachigen Autoren an sich überflüssig ist: "Im Grunde könnte die englischsprachige Literatur als eine indische Literatur wie alle anderen gehandelt werden. Immerhin gibt es inzwischen Millionen von städtischen Indern sowie Auslandsindern, die von Geburt an nur noch ein indisches Englisch sprechen. Allenfalls kennen sie eine indische Sprache für die Bediensteten, die Gemüsefrau und den Taxifahrer." (Mehr zum Festival finden Sie in unserer Magazinrundschau zu Outlook India.)

Weitere Artikel: Zhou Derong setzt sich mit dem chinesisch-amerikanischen Verhältnis auseinander. Achim Bahnen kommentiert weitere Reaktionen auf die Bundestagsentscheidung zum Stammzellimport. Eleonore Büning findet Christof Nels' "Fidelio"-Inszenierung an der Deuschen Oper Berlin zwar misslungen (eine "slapstickhafte Struwwelpeter-Vorlesung"), verteidigt aber ihren neuen Intendanten Udo Zimmermann: Immerhin habe er dafür gesorgt, "dass sein Haus bereits in dieser Saison mit den meisten Premieren und den riskantesten Projekten die anderen Berliner Opernhäuser in den Schatten stellt." In Dirk Schümers Kolumne um sein "Leben in Venedig" geht es diesmal um die venezianische Tierwelt. Auf der letzten Seite stellt Ilona Lehnart den Briten Graham Jefcoate vor, der morgen die Leitung der Berliner Staatsbibliothek übernimmt. Thomas Will meldet, dass nun auch die Dresdner Kreuzkirche modernisiert werden soll. Und Regina Mönch beschreibt in einer Reportage die Arbeit der Heinrich-von-Stephan-Oberschule in Berlin-Moabit, die sich besonders um Kinder mit Lernschwierigkeiten verdient macht.

Auf der Medienseite spekuliert Souad Mekhennet über die Zukunft der Woche, die ab heute in neuem Layout erscheint - wird sie von der WAZ-Gruppe gekauft und zur Wochenendbeilage umfunktioniert? Jörg Thomas porträtiert den Fernsehmoderator Thomas Koschwitz. Und Gina Thomas erfüllt trauriger Chronistenpflichten und schreibt zum Tod des britischen Fernsehkomikers Spike Milligan sowie zum Tod des BBC-Redakteurs und Literaturwissenschaftlers Martin Esslin.

Auf der Filmseite wird des Oberhausener Manifests ("Papas Kino ist tot") gedacht, das vor 40 Jahren die Gemüter in Wallung brachte. Die meisten der Unterzeichner haben sich nicht durchgesetzt, konstatiert Peter Körte. Andreas Kilb fragt nach dem "tiefsten Grund der deutschen Kinomisere", dem "Geheimnis ihrer Dauer und ihrer Unheilbarkeit". Während Claudius Seidl, der "Papas Kino" durchaus einige Qualitäten zubilligt, kommentiert: "Es war eine typisch deutsche Revolution: Sie kam zu spät, sie wurde viel zu zaghaft betrieben - und wie so häufig betrieben die Revolutionäre im Grunde das Geschäft jenes Establishments, welches sie eigentlich hatten stürzen wollen."

Besprochen werden der "Jack the Ripper"-Film "From Hell" mit Johnny Depp, eine Ausstellung der Brauttruhen der Paola Gonzaga in Wien und Molieres "Amphitryon" in einer Inszenierung durch Anatoli Wassiliew in Paris.

Zeit, 28.02.2002

Weil sich die Europäer jetzt an vorderster Stelle im israelisch-palästinensischen Konflikt als Vermittler engagieren, hält Gerd Koenen im Aufmacher des Feuilletons einen Rückblick auf den Antizionismus des Westens und plädiert dafür, den Konflikt "endlich aus der babylonischen Gefangenschaft der ihm aufgepfropften Bedeutungen zu entlassen": Antisemitismus, Imperialismus, Kolonialismus und wogegen die 68er noch so alles in jungen Jahren angetreten sind, als sie die PLO unterstützt haben. Joschka Fischer und seinen Kollegen möchte Koenen raten, sich bei ihrer Vermittlerrolle "historisch-moralisch überfrachteter Reminiszenzen nach Möglichkeit zu enthalten" und statt dessen "anzuerkennen, was Israelis und Palästinenser ... heute sind: zwei auf dem gleichen, schmalen Territorium lebende Teilnationen, die um den Preis ihrer Selbstzerstörung dazu verurteilt sind, einen Modus von Abgrenzung und Kooperation zu finden."

Die palästinensische Schriftstellerin Sahar Khalifa begnügt sich im Interview nicht mit Ermahnungen an eine Gruppe, sondern teilt nach allen Seiten kräftig aus. In Richtung Israel erklärt sie: "Man kann die Besatzung nicht beenden, indem man jahrelang, ja über mehrere Generationen hinweg einfach nur dasitzt und redet und redet und redet, ohne dass etwas dabei herauskommt. Das ist einfach nur dumm. Wir haben es versucht, es hat nicht funktioniert. Jetzt wollen wir kämpfen ..." Dem Westen hält sie vor, dass er ein "rückschrittliches System wie Saudi-Arabien unterstützt. Und dann wollen Sie immer jemanden wie mich einladen zu Ihren ewigen Konferenzen mit dem Thema: 'Frauen und Islam', 'Islam und Menschenrechte', immer Islam, Islam, Islam." Ihren eigenen Leuten wirft sie vor, dass die Frauen in der Intifada keine Stimme haben. "Wo hat die Frau bei uns überhaupt eine Stimme? In der Regierung? In den Parteien? Nirgendwo hat sie wirklich eine Stimme."

Weitere Artikel: Wolfgang Kemp porträtiert den 1987 gestorbenen, "höchst zwielichtigen Geheimagenten und Kunstsammler" Ante Topic Mimara aus Kroatien (mehr dazu hier). Thomas Assheuer, genervt vom "unverhohlenem Triumph" der Naturwissenschaften, zerrt das Banner der "Lebenswissenschaften", unter dem sich die Biologen aller Länder versammelt haben, in den Staub. Claudia Herstett erklärt, warum Streit zwischen Galeristen und Künstler-Erben sinnlos und teuer ist. Und Michael Naumann stellt am Fall des bayerischen Wissenschaftsministers Hans Zehetmair, der einem 60jährigen, wenig qualifizierten Parteifreund eine Professorenstelle zugeschanzt hat, eine "Amigo-Systemtheorie in parlamentarischen Demokratien" auf: "unter besonderer Berücksichtigung von Dickfelligkeit und amtlicher Ignoranz."

Besprochen werden Choreografien von Jo Fabian ("Idioten") und Sasha Waltz ("no Body") in Berlin. "From hell", die Verfilmung eines preisgekrönten Comics über Jack the Ripper. Wagners "Rheingold" in München, eine repräsentative CD-Box zum 60. Geburtstag von Maurizio Pollini. Schließlich bewundert Katja Nicodemus Russell Crowes Darstellung des schizophrenen Mathematikers John Nash in dem Film "A Beautiful Mind": "Vom allerersten, motorisch leicht unkontrollierten Kopfkratzen über den zunehmend unsicher schlurfenden Gang bis zum orientierungslos flackernden Blick verwandelt sich hier ein realiter recht unattraktiver psychischer Defekt in brillanzentschlossenen Symptomreichtum."

Im Aufmacher des Literaturteils bespricht Rolf Michaelis "Leibhaftig", die neue Erzählung von Christa Wolf (siehe auch unsere Bücherschau heute ab 14 Uhr). Hinzuweisen ist außerdem auf einen Essay des amerikanischen Juristen Jedediah Purdy im Politikteil über George Bushs Kampf gegen "das Böse" und auf ein Gespräch mit Gerhard Schröder über seine Europapläne und die Sicherheitspolitik.