Magazinrundschau
Die Ordnung des Sternenhimmels
Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag
21.10.2025. Atlantic sah in der Ukraine auch ein paar fröhliche Kindergesichter: in einer unterirdischen Schule. Die London Review berichtet über den Bürgerkrieg im Sudan. Elet es Irodalom feiert László Krasznahorkai. In Itvar liefert die Schriftstellerin Ljuba Arnautović die bis dato einleuchtendste Erklärung für die Putintreue der Russen. Pitchfork wundert sich über die Zeitschleife, in der die Elektro-Szene feststeckt. Die New York Times blickt auf die Ultraorthodoxen, die in Israel den Wehrdienst verweigern.
The Atlantic (USA), 21.10.2025
Robert F. Worth berichtet über die "Generation Untergrund" in der Ukraine: Weil russische Bomben gezielt Schulen treffen (in knapp vier Jahren hat Russland rund 3.500 Schulen beschädigt oder zerstört), baut man diese unterirdisch wieder auf, so Worth: "Charkiw, die größte Stadt im Nordosten, verfügt über sieben große unterirdische Schulen, und weitere sind im Bau. Die dafür aufgewendeten Mittel zeugen von der düsteren Erwartung, dass diese Einrichtungen noch viele Jahre in Betrieb sein werden. Ein Besuch ist ein unheimliches Erlebnis: Oberirdisch sind Schulhöfe und Klettergerüste leer und still. Erst wenn man zwei oder drei Stockwerke in den Bunker hinabsteigt, hört man das vertraute Kreischen und Lachen von Kindern." Die unterirdischen Schulen sind eine wichtige Maßnahme gegen die Isolation der Kinder, die über lange Zeiträume nur online unterrichtet werden konnten, wenn es denn überhaupt möglich war, Unterricht abzuhalten, erklärt Worth: "Die Jugendlichen der Ukraine werden bald erwachsen und müssen die fragile gesellschaftliche Einheit ihres Landes verteidigen. Möglicherweise müssen sie auch in einem Krieg kämpfen, der noch viele Jahre andauern könnte; mit etwas Glück werden sie dann die noch größere Last des Wiederaufbaus all dessen tragen, was Russland zerstört hat. 'Die Lichttemperatur wird so angepasst, dass sie die Qualität von natürlichem Licht nachbildet', erzählte mir Julia Baschkirowa, die Bezirksbildungsdirektorin der Stadt, als wir ein makelloses Treppenhaus hinabstiegen, um die Schule 105 in Charkiw zu besuchen. 'Die technischen Voraussetzungen wurden vom Rathaus entwickelt.' Sie öffnete eine schwere Tür zum Hauptkorridor der Schule, und plötzlich waren wir von Scharen von Schulkindern umringt. Es war wie in einem U-Boot. Jeder Quadratzentimeter Platz wurde für etwas anderes genutzt: Bücherregale, Projektoren, Wandkalender. Die Kinder essen ihr Mittagessen (das von der Schule bereitgestellt wird) an ihren Schreibtischen, da kein Platz für eine Cafeteria ist. Bunte Wandmalereien ersetzen Fenster. Kinder, die früher auf neun verschiedene Schulen verteilt waren, besuchen jetzt die Schule 105 im Schichtdienst, weil sich so viele Familien nach einem Offline-Schulerlebnis sehnen. Vielleicht wirkten deshalb alle, die ich sah, fröhlich."London Review of Books (UK), 21.10.2025
Jérôme Tubiana berichtet aus dem nach wie vor im Bürgerkrieg befindlichen Sudan. Konkret geht es um die Belagerung von El-Fashir durch die Rapid Support Forces (RSF), einer paramilitärischen Gruppierung, die einst dem inzwischen gestürzten Präsident Umar al-Baschir unterstand. Die Lage in der Stadt ist katastrophal, internationale Hilfe oder auch nur Aufmerksamkeit nicht in Sicht, westliche Helfer ziehen sich zunehmend zurück. Als die Milizen der RSF das Flüchtlingslager Zamzam überfielen, "richteten sie neun Mitarbeiter von Relief International - der letzten noch im Lager verbliebenen NGO - hin. Als die RSF Nadas Familie entdeckte, töteten sie ihren Mann, ihren Onkel und ihren fünfjährigen Sohn. Nada wurde in das Bein und die Hand geschossen. 'Deine Männer', sagten sie zu ihr, 'sind Falangayat' - ein Begriff, der im vorkolonialen Darfur für Sklaven verwendet wurde, die mit niederen Arbeiten betraut waren, und der heute von der RSF verwendet wird, um Nicht-Araber zu verunglimpfen, denen vorgeworfen wird, die Armee zu unterstützen. ... Es ist nun fast eineinhalb Jahre her, seit der UN-Sicherheitsrat die Resolution 2736 verabschiedet hat, die fordert, dass die RSF ihre Belagerung von El-Fashir beendet. Nach Jahrzehnten ineffektiver westlicher Einmischung herrscht nun Einigkeit unter den internationalen Akteuren, dass nur die Sudanesen selbst ihr Land retten können." Tatsächlich gibt es lokale Akteure wie die Emergency Response Rooms (ERR), die Flüchtlingen sehr effektiv helfen - aber sie können es eben nur mit Lebensmitteln, die der Westen liefert. "Die ERRs wurden im vergangenen und in diesem Jahr für den Friedensnobelpreis nominiert. 'Der Nobelpreis interessiert mich nicht', sagte mir einer der Gründer der ERR in Zamzam. 'Das Wichtigste ist, den Krieg zu stoppen.' Er befindet sich nun in einem Flüchtlingslager im Tschad und ist auf unzuverlässige westliche Hilfslieferungen angewiesen."
Elet es Irodalom (Ungarn), 21.10.2025

Elet es Irodalom feiert László Krasznahorkai. Der Literaturwissenschaftler István Margócsy singt ein Loblied auf den neuen Literaturnobelpreisträger: "László Krasznahorkai ist der authentischste und sympathischste Prophet der heutigen Zeit - sofern die Kategorie 'Prophetentum' überhaupt noch relevant ist. Er erschafft (in seinen Werken) die Figur des Propheten und spielt (in der Öffentlichkeit) seine Rolle so, als wäre die Zeit des archaischen Prophetentums noch nicht vorbei - für ihn scheint es ganz natürlich, die Wahrheit zu vertreten und zu verkünden: Ich glaube. Er selbst ist in seiner Person, seiner Rolle und seinen Werken das, was man früher als 'überspannten Essenzerkenner' bezeichnet hat. Für ihn hat die Literatur, die Kunst keine andere Funktion als die Wahrheit aufzuzeigen (das war so und wird so sein) - beziehungsweise darzustellen, welch schreckliches und wechselhaftes Schicksal denjenigen erwartet, der bis zum Äußersten ernst nimmt, dass es außer der Erkenntnis, der Suche, der Akzeptanz - und der Ausübung - der Wahrheit nichts anderes gibt und geben kann, was dem Leben, das selbst keinen Sinn und keine Transzendenz hat, einen Sinn geben könnte."
Der Literaturhistoriker und Ästhet Sándor Bazsányi würdigt Krasznahorkai als "einen der wenigen sprachschöpferischen Schriftsteller auf der Landkarte der ungarischen Literatur der Jahrtausendwende verehrt werden (und ich möchte hier nur drei Namen aus diesem kleinen Kreis nennen, die vor ihm damit begonnen haben: Miklós Mészöly, Imre Kertész und Péter Nádas). Und das nicht nur, weil er meist ungewöhnlich lange Sätze formuliert oder weil diese langen Sätze äußerst ausgefeilt sind. Vielmehr können wir Krasznahorkai als einen Sprachschöpfer und damit als einen Weltenschöpfer bezeichnen, weil er die Wörter nicht in ihrer üblichen oder ausgehöhlten Bedeutung verwendet, sondern ihnen eine völlig neue Bedeutung gibt, unter anderem dank der Sprachspiele, die in seinen langen, langen Sätzen toben. Die Sprachschöpfung geht notwendigerweise mit der Weltschöpfung einher - wie wir auch nach dem berühmten Satz von Wittgenstein denken können: 'Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.' Bei Krasznahorkai geht es jedoch, wie bei allen bedeutenden Schriftstellern, um die ständige Erweiterung und Überschreitung der Grenzen der sprachlich geschaffenen Welt. Sowohl in thematischer als auch in poetischer Hinsicht."
"Ein Satz von Krasznahorkai ist die Ordnung des Sternenhimmels", schreibt die Literaturwissenschaftlerin und Philosophin Sarolta Deczki. "So wie Valuska, der einfältige Junge, die Leute in der Kneipe herumkommandiert, die ihm ehrfürchtig gehorchen, als würde die eisige Kälte für kurze Zeit die verrauchte, alkoholgetrunkene Luft und die Köpfe reinigen. Sie schauen staunend zu und spüren die Gegenwart einer unbekannten Kraft. Die Gewissheit, dass etwas Ordnung in das Chaos bringt und man nichts anderes tun kann als zu gehorchen. Diese Kraft ist der unendlich lange Satz von Krasznahorkai, der wie ein Strudel den Menschen herumwirbelt und dann in die Tiefe reißt. Es gibt kein Entkommen. Er umschlingt einen, packt einen und lässt einen nicht mehr los. Er lässt dem Chaos, der Anarchie freien Lauf, aber manchmal blitzt die Ordnung auf, die Ordnung des Sternenhimmels. Jeder Text ist wie ein Labor, in dem der Autor mit einer dichten, harten, dunklen Substanz experimentiert."
Nicht alle jedoch fanden, dass Krasznahorkai den Nobelpreis verdient hat. Der Kritiker und Literaturhistoriker Dávid Szolláth kann sie nicht ganz ernst nehmen: "Ich bin noch ganz begeistert, da kommen schon die Stolzen, die das Gefühl haben, dass nicht nur er, sondern wir alle den Preis bekommen haben. Und dann kommen auch die Nörgler, die Spielverderber, die die üblichen Sprüche klopfen. Dass der Nobelpreis dazu diene, das Gewissen des Dynamitfabrikanten reinzuwaschen, dass er nicht den wahren literarischen Wert messe, dass er voreingenommen sei, Schriftsteller mit dieser oder jener Weltanschauung bevorzuge, dass andere ihn mehr verdient hätten, dass die sich gut vermarktenden Modeschriftsteller im Vorteil seien. Sie sagen ihre Meinung, tippen in schlaflosen Nächten ihre Facebook-Beiträge, sind gekränkt und hoffnungsvoll, warten auf das Wunder, aber sie sehen das Wunderbare nicht, sie sind wie einige Nebenfiguren des Preisträgers, die sich gewohnheitsmäßig in einem Labyrinth der Frustration eingeschlossen haben. Wenn ich ihnen zuhöre, fühle ich mich, als wären wir in der gut beheizten Kneipe von Sátántangó und würden auf Irimias warten oder auf dem eisigen Platz der Kleinstadt nach dem klappernden Wagen des berühmten Wals Ausschau halten. So kam Krasznahorkai letzten Donnerstag von seiner Weltreise nach Hause."
iTvar (Tschechien), 20.10.2025
Le Grand Continent (Frankreich), 20.10.2025

Guernica (USA), 17.09.2025

Zur Zeit ist der Roman nur auf Englisch lieferbar, die deutsche Ausgabe gibt's nur noch antiquarisch. Es sollte Ouologuems Debüt- und einziger Roman bleiben. Der Autor, der 1968 mit dem Prix Renaudot ausgezeichnet worden war, verstummte, nachdem ihm Plagiat vorgeworfen worden war. Wer mehr über afrikanische Literatur und Kunst sucht, wird diese Woche bei Africa is a Country fündig, wo es um die südafrikanische Autorin Zoë Wicomb geht, um Simbabwes nationalistischen Denker Edson Sithole, Riason Naidoo interviewt den kongolesischen Maler Chéri Samba und Laura Burocco unterhält sich mit dem südafrikanischen Künstlerduo Nare Mokgotho und Molemo Moiloa, die unter dem Namen "Madeyoulook" kollaborieren.
Pitchfork (USA), 14.10.2025
HVG (Ungarn), 16.10.2025
Die Soziologin Ráchel Surányi hat Ende August einen Offenen Brief mitunterschrieben, in dem hunderte ungarische Juden gegen die israelische Regierung, die Kriegsführung in Gaza und die Unterstützung Netanjahus durch offizielle jüdische Organisationen in Ungarn protestierten (mehr dazu in einem Bericht von Haaretz, den Dolores Peers auf Facebook gepostet hat, und - zu Surányis Engagement - in diesem Substack-Interview, das Marc Roscoe Loustau mit ihr geführt hat). Heute sieht Surányi mit der Freilassung der jüdischen Geiseln aus der Gefangenschaft der Hamas und dem vorläufigen Ende der Kampfhandlungen eine Chance, die Risse innerhalb der jüdischen Gemeinden überall und auch in Ungarn durch Trauerarbeit und Selbstreflexion zu heilen. "Heutzutage spricht nur selten jemand davon, ein Humanist zu sein. Es erfordert Mut, laut zu sagen, dass uns das Leiden anderer Menschen - egal wessen - berührt. Das führt zu Stigmatisierung, Ausgrenzung und Beschämung. Dabei ist diese Art der Ausgrenzung in keiner Weise mit den jüdischen religiösen Traditionen oder der jüdischen Kultur vereinbar. Es stimmt, dass dies der allgemeinen Stimmung und dem Tonfall sehr ähnlich ist, den die Regierungspolitik hier in Ungarn in der Regel in allen anderen Fragen praktiziert und unterstützt. Ich bin nicht naiv, wie man mir oft vorwirft, sondern ich stehe für die Werte ein, die mir vermittelt wurden und die uns auch die jüdische Religion lehrt. Ich möchte daran glauben, dass wir eines Tages in einer Gemeinschaft leben werden, in der - auch wenn nicht alle dasselbe denken - diejenigen, die andere Ansichten vertreten, nebeneinander existieren können. Und diejenigen, die mir nicht zustimmen, werden mich nicht als selbsthassenden Juden, Antisemiten oder Terroristenfreundin bezeichnen, weil ich kritische Gedanken äußere."New Lines Magazine (USA), 20.10.2025
Yashica Dutt schildert die Spaltung in der amerikanischen Hindu-Community angesichts der Bürgermeister-Kandidatur von Zoran Mamdani in New York. Mamdani, indischer Abstammung und selbst Muslim, positionierte sich dezidiert gegen den Premierminister Narendra Modi und bezeichnete ihn als "Kriegsverbrecher". Das veranlasste die eher konservativ bis rechtsgerichtete Hindu-Gemeinschaft, vertreten unter anderem von Organisationen wie der "American Hindu Coalition", Mamdani als "anti-hinduistisch" oder "hindu-feindlich" zu bezeichnen. Interessant ist, wie die anderen beiden Kandidaten aus dem demokratischen Lager, Andrew Cuomo und der amtierende Eric Adams sowie der Republikaner Curtis Silva, versuchen, sich die Spaltung zu Nutze zu machen: "Adams, bevor er aus dem Rennen ausstieg, und sogar der republikanische Kandidat Curtis Sliwa haben in den letzten Wochen in der Gemeinde ihre Runden gedreht, um die 'hinduistischen Stimmen' zu gewinnen. All dies macht die Hindu-Gemeinde zu einem besonders interessanten Element - ein kleiner, aber zunehmend sichtbarer Wählerblock, dessen Einfluss auf die New Yorker Politik für eine Diaspora-Gruppe ungewöhnlich ausgeprägt ist. Seit den Vorwahlen haben alle Kandidaten Hindu-Tempel in der ganzen Stadt besucht und an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen, darunter Navratri - ein neuntägiges Fest, das zu den wichtigsten Ereignissen im hinduistischen Kalender zählt. Cuomo trifft sich regelmäßig mit Mitgliedern der Hindu-Gemeinde in und um New York. Seit Juli besuchte er mindestens fünf Hindu-Tempel und nahm an einer privaten Spendenaktion der Gruppe 'Hindus for Cuomo' teil. Er nahm auch an einer Navratri-Veranstaltung teil, die vom Bangladesh Puja Samiti of New York, einer hinduistischen Organisation aus Bangladesch, ausgerichtet wurde."Diana Kruzman beschreibt das Sterben des Aralsees in Kasachstan und warnt: "Die Tragödie des verschwundenen Meeres ist real. Aber katastrophale Szenarien haben dazu geführt, dass die lebendige und sich ständig verändernde Natur des Sees und seiner Umgebung oft übersehen wird. Der Aralsee gehört nicht der fernen Vergangenheit an, sondern ist Schauplatz unzähliger Entscheidungen in unserer Gegenwart: Welche Wirtschaftszweige wir priorisieren, welche Formen der Natur wir schätzen und wie unsere Zukunft aussehen soll. Ähnliche Schrumpfungs- und Zerstörungsprozesse finden derzeit am Salton Sea und am Great Salt Lake in den USA, am Tschadsee in der Sahelzone Afrikas, am Urmia-See im Iran und am Toten Meer an der Grenze zwischen Jordanien, Israel und dem von Israel besetzten Westjordanland statt. Die Menschen, die sich heute für die Wiederherstellung einsetzen - und das sind viele -, sind der Meinung, dass wir daraus eine Lehre ziehen müssen: Die Menschheit muss aus der Vergangenheit des Aralsees lernen, um ähnliche Fehler in der Gegenwart und Zukunft zu vermeiden."
New York Times (USA), 18.10.2025
Der schärfste innerisraelische Konflikt betrifft den Gegensatz der Mehrheitsgesellschaft und der Ultraorthodoxen oder Haredim, die einen immer größeren Zorn auf sich ziehen, weil sie sich dem Wehrdienst verweigern, schreibt Joshua Leifer in einer ausführlichen Reportage: "Die Angst, dass Israel in seiner Existenz bedroht sei, hatte zu einem neuen Ethos der Aufopferung geführt. Fast alle israelischen Juden haben die Belastungen der letzten zwei Jahre persönlich zu spüren bekommen - mit Ausnahme der Haredim. 'Eine Haredi-Mutter wacht nicht um 2 Uhr morgens auf und macht sich Sorgen um ihren Sohn in Gaza oder an der Grenze zum Libanon', sagt Assaf Malchi, Senior Researcher am Israel Democracy Institute, als wir im Juli mit ihm sprechen. 'Solange die Haredim eine kleine Bevölkerungsgruppe waren, war das kein so großes Problem.' Aber da die Haredim mittlerweile etwa 18 Prozent aller 18-Jährigen ausmachen, ist die Situation unhaltbar und für viele unerträglich geworden, erklärte Malchi mir. 'Dies Modell ist nicht gerecht.' Offiziell müssen inzwischen auch die Ultraorthodoxen Wehrdienst leisten - aber die meisten kommen nicht. Und die wenigen, die kommen, sind meist keine wirkliche Ultraorthodoxen, sondern religiöse Zionisten und extreme Nationalisten - das bringt wiederum die israelische Armee in Verruf. "In den letzten fünf Jahren waren einige dieser Einheiten an schweren Übergriffen gegen Palästinenser beteiligt... Im Frühjahr 2024 erwog die Biden-Regierung, das Netzah-Yehuda-Bataillon wegen 'schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen' mit Sanktionen zu belegen."
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