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Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
15.07.2006. In der Berliner Zeitung unterhält sich Arno Widmann mit der Autorin Elif Shafak über ihren Roman "Vater und Bastard", der in der Türkei schon den Staatsanwalt auf den Plan gerufen hat. Die SZ verlässt alptraumatisiert vom völligen Desinteresse am Werden die Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Die taz ängstigt sich vor dem neuen Roman Martin Walsers sowie dem aufziehenden Bücherherbst überhaupt. Die FAZ glaubt an keine schnelle Lösung der festgefahrenen Debatte über den Terror der Eta in Spanien. Und Welt und NZZ gedenken des vor 400 Jahren geborenen Rembrandts.

Berliner Zeitung, 15.07.2006

Im Magazin unterhält sich Arno Widmann in einem sehr lesenswerten Gespräch mit der türkischen Autorin Elif Shafak, der jetzt auch wegen ihres Romans "Vater und Bastard" in der Türkei der Prozess gemacht werden soll: "In dem Buch werden zwei Tabus unserer Gesellschaft thematisiert: das politische Tabu der Armenierfrage und das gesellschaftliche des Inzests, der sexuellen Gewalt. Das ist natürlich für viele nicht leicht zu verdauen." Aber als Argument gegen einen EU-Beitritt will Shafak die Anklage nicht sehen: "Es gibt viele Kräfte in der türkischen Zivilgesellschaft, die den Weg zur Europäischen Union unterstützen. Die Mehrheit der Bevölkerung glaubt noch an diesen Weg. Gerade darum greifen die Gegner dieser Option zu immer verrückteren Maßnahmen. Sie versuchen, mein Buch zu verbieten, nicht weil sie wirklich der Auffassung sind, es schade dem Ansehen der Türkei. Sie wollen es verbieten lassen, damit man in Europa sich an den Kopf fasst und sagt: 'Seht euch mal an, was die in der Türkei machen, die bestrafen Autoren für Äußerungen ihrer Romanfiguren! Solche Barbaren haben in der Europäischen Union nichts verloren!' Diese Leute haben Angst vor der EU. Sie wissen, wenn die Grenzen fallen, haben sie nichts mehr zu sagen."

Anke Westphal hätte sich bei dem privaten Museum über den Alltag in der DDR, das heute in Berlin eröffnet, mehr Tiefgang gewünscht. "Das DDR-Museum der Alltagskultur will zwar das erste umfassende Museum dieser Art in der früheren Hauptstadt der DDR sein. Doch umfassend kann es schon wegen des knappen Raumes nicht sein, und auch aus konzeptionellen Gründen nicht - denn es präsentiert Embleme, Symbole, aber wenig Zusammenhänge."

Andreas Förster widmet sich in einem langen Artikel der 1942 jäh abgebrochenen Banker-Karriere von George W. Bushs Großvater Prescott Sheldon Bush und seiner Verbindung zu den Thyssens.

TAZ, 15.07.2006

Gerrit Bartels hat sich eingelesen in die Herbstprogramme deutscher Verlage und fürchtet: "Es könnte ein problematischer Bücherherbst werden, nimmt man die neuen Bücher unserer Vorzeigeessayisten und Großschriftsteller zum Maßstab." Der neue Roman von Martin Walser zum Beispiel: "Martin Walsers nächste Woche erscheinender neuer Roman 'Angstblüte' befeuert die Schweißdrüsen, nämlich zur Produktion von Angstschweiß, so zäh lässt der sich an, so ausufernd wird der erzählt, so irrlichternd soll der von Täuschung und Geld handeln, von Freundschaft und von Scheinheiligkeit und vor allem von dem über 70-jährigen Anlageberater Karl von Kahn."

Weitere Artikel: Harald Fricke porträtiert den chinesischen Künstler Cai Guo-Qiang. Detlef Kuhlbrodt meditiert über Zidane, Materazzi und die Folgen im Internet. Isolde Charim erzählt das Märchen vom Kanadier Kyle McDonald nach, der als umgekehrter Hans im Glück eine Büroklammer schlussendlich für ein Haus eintauschte. Besprochen werden Dominik Molls Film "Lemming" und Greg McLeans Horrorthriller "Wolf Creek".

Das Dossier des taz mag widmet sich heute ganz und gar der K(wie Kinder)-Frage. In Susanne Langs Text zum Beispiel geht es um schwul-lesbische Perspektiven. Judith Luig stellt ein Alternativmodell konkret vor: "Zwei lesbische Frauen, ein schwuler Vater, ein Kind. Fertig". Sämtliche Artikel zum Thema hier.

Besprochen werden in der Rubrik "Politisches Buch" eine ganze Reihe Bücher über den Spanischen Bürgerkrieg und Eric Freys Studie "Das Hitler-Syndrom. Über den Umgang mit dem Bösen in der Weltpolitik". In der Belletristik-Abteilung gibt es Rezensionen zu Peter Stamms Roman "An einem Tag wie diesem", Hans Magnus Enzensbergers Erzählung "Josefine und ich" und Jules A. Barbey d'Aurevillys Invektive "Gegen Goethe" (mehr dazu in der Bücherschau ab 14 Uhr).

Und Tom.

SZ, 15.07.2006

Kein gutes Haar lässt Jens Bisky an der Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums: "Die Ausstellung verbindet gnadenlose Ehrfurcht vor dem Gewesenen mit völligem Desinteresse am Werden. Was immer aus dem Schutt der Zeiten auf uns gekommen ist, erfährt Pflege und Kommentar, was es bedeutet, was es über Taten, Leiden und Glauben der Vorfahren erzählen könnte, bleibt weitgehend im Dunkeln. " Böser noch: "Den obszönen Appell zum Nacherleben, den im Fernsehen Guido Knopp inszeniert, setzt die Dauerausstellung mit Möbeln und Nippes in Szene." Kurz gesagt: "Ein Alptraum!"

Weitere Artikel: Karl Bruckmaier bereitet die Nation auf die "A Bigger Bang"-Tour der Stones vor und prophezeit "ein verdammtes Weltwunder". Im Interview spricht Klaus Schaefer, Geschäftsführer des FilmFernsehFonds, zum zehnjährigen Jubiläum dieser Institution über Erfolge und Misserfolge. In einem weiteren Interview erzählt der Galerist Otto van de Loo von seinen Bemühungen um Kunstvermittlung in Nachkriegsdeutschland. Angela Köckritz hat sich mit den Mitgliedern der kubanischen HipHop-Band Orishas getroffen. Lothar Müller gratuliert dem Modefotografen F.C. Gundlach zum achtzigsten Geburtstag. Wolfgang Luef befasst sich recht eingehend mit Mozarts Po. Nachrufe gibt es auf den Aktionisten Otto Dressler und des amerikanischen Architekten Hugh Stubbins. Eine Extra-Seite ist im Jubiläumsjahr Rembrandt gewidmet. Willibald Sauerländer schreibt über eine Kasseler Ausstellung seiner Landschaftsmalerei. Manfred Schwarz fragt nach dem Menschen Rembrandt.

Zum Start des Münchner Filmfests werden zwei Musikdokumentationen besprochen, eine über Neil Young, eine über The Police. Erwähnt wird ein Film, den seine Tochter über SZ-Kritiker Joachim Kaiser gedreht hat. Kurz porträtiert wird, als Beginn einer Serie mit dem Titel "Die Unbeugsamen", der Regisseur Rudolf Thome.

Auf der Literaturseite macht Markus Bennemann auf einen neuen Trend der Verlagswerbung aufmerksam: Kurzfilmtrailer für einzelne Bücher (auf dieser Seite zum Beispiel). Kurz gemeldet wird, dass ein lange vermisster poetischer Essay des englischen Dichters Percy Bysshe Shelley wieder aufgetaucht ist. Besprochen werden John Updikes bisher nur auf Englisch erschienener neuer Roman "Terrorist", eine ebenfalls nur englisch erhältliche "Brief History of the Human Race" des Orientalisten Michael Cook und - auf Deutsch - ein Drehbuch zu Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften" (zu letzterem dann mehr in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Im Aufmacher der SZ am Wochenende schreibt Alexander Gorkow nach dem Besuch des New Yorker Konzerts eine Hommage an Madonna: "Obwohl Madonna vieles nicht konnte, wurde sie als Stilikone und sagenhaft ehrgeiziges Biest zum größten Popstar der Welt. Nicht einmal der Discostrampelanzug vom letzten Jahr killte die Künstlerin, denn die Künstlerin ist inzwischen größer als der Trash, den sie liebt."

Im Interview spricht der Maler Georg Baselitz über "Deutschsein": "Das Deutsche an der deutschen Malerei ist im Gegensatz zur italienischen Malerei ihre auffällige Hässlichkeit."
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NZZ, 15.07.2006

Im Feuilleton begeht Rudolf Hermann den Federation Square in Melbourne, der mit seiner Unaufgeräumtheit die unterschiedlichen Facetten Australiens darstellen soll. Lilo Weber kolportiert die Pläne für Londons größtes Kulturzentrum, das South Bank Centre London. Joachim Güntner kommt auf den Dresdener Welterbe-Streit zu sprechen. Uwe Justus Wenzel kann der "Kulturzone 06", bei der fünf Themen in Frankfurt am Main rhetorisch bis tänzerisch aufgearbeitet wurden, nicht den den Hauch einer Existenzberechtigung zubilligen. Besprochen wird eine Retrospektive zu Cindy Sherman im Jeu de Paume in Paris.

Vor 400 Jahren wurde Rembrandt Harmensz van Rijn geboren, was der Beilage Literatur und Kunst natürlich einen Schwerpunkt wert ist. Gernot Böhme zitiert den Archäologen August Julius Langbehn, wie der in seinem Bestseller von 1890 Rembrandt im Handstreich zum Vorzeigedeutschen macht. "Musik und Ehrlichkeit, Barbarei und Frömmigkeit, Kindersinn und Selbständigkeit sind die hervorragenden Züge des deutschen Charakters; indem Rembrandt ihnen auf künstlerischem Gebiet gerecht wird, zeigt er sich vorzugsweise als einen echten Deutschen."

Weieteres: Birgit Sonna sucht nach Rembrandts Einflüssen bei heutigen Kollegen, wird aber nicht außerordentlich fündig. Jürgen Müller schildert die erstaunliche Karriere, die Rembrandts Biografen dem noch im 17. Jahrhundert als "kulturlosen Rabauken" verschrieenen Maler spendierten. Ekkehard Mai befürchtet, der anhaltende Rummel - zu dem er nur einen bescheidenen Teil beiträgt - könnte Werk und Künstler abnutzen. Ursula Seibold-Bultmann schildert, wie der Installationskünstler Ilya Kabakov in einer Ausstellung mit Ironie die wenigen Landschaftsbilder Rembrandts kommentiert. Gian Casper Bott analysiert ein Bild von 1627, das David bei der Übergabe des Kopfes von Goliath an Saul zeigt.

Welt, 15.07.2006

Zum vierhundersten Geburtstag von Rembrandt druckt das Feuilleton einen Text von Jacob Burckhardt, den der Historiker 1877 als Vortrag gehalten hat: "Wodurch unterschied er sich von allen Malern, die vor ihm in der Welt gewesen? Durch die Unterordnung des Gegenstandes, welcher es auch sei, unter zwei elementare Großmächte: Luft und Licht. Diese sind bei ihm die wahren Weltherrscher geworden, sie sind das Ideale bei ihm. Die wirkliche Gestalt der Dinge ist dem Rembrandt gleichgültig, ihre Erscheinung ist ihm alles."

Weiteres: Zum G8-Gipfel erinnert Gerhard Gnauck daran, dass Deutschland noch nie besonders zimperlich war, wenn es um seine Rohstofflieferungen ging. Schon der Bau der Erdgasleitung von Sibirien nach Europa in den achtziger Jahren war politisch höchst fragwürdig: Westdeutsche Banken gaben Geld, ostdeutsche FDJ-ler bewiesen "Freundschaft in Aktion" und russische Zwangsarbeiter schufteten. Und Gernot Facius entnimmt dem pompösen Kommunique, das Religionsführer aus aller Welt heute dem G8-Gipfel präsentieren wollen, dass sich die russische Orthodoxie noch immer nicht die Menschenrechte anerkennt. Klaus Honnef gratuliert dem Fotografen und Sammler F. C. Gundlach zum 80. Geburtstag. Gerhard Charles Rump kündigt Veränderungen bei der Art Cologne im November an.

Zum siebzigsten Jahrestags des Spanischen Bürgerkriegs hat die Literarische Welt Schilderungen von Ernest Hemingway, George Orwell ("Das ganze Erlebnis, von einer Kugel getroffen zu werden, ist sehr interessant.") und Arthur Koestler zusammengetragen: "Besuch mit G. G. beim englischen Konsul in Almeria. Bot uns keine Stühle an - nicht aus Unhöflichkeit, sondern weil er sich offenbar an die spanische Sitte der Steh-Palaver gewöhnt hat. Wir wollten hauptsächlich herausfinden, ob es noch britische Kriegsschiffe im Hafen von Malaga gibt, um, falls wir abgeschnitten werden, auf dem Seeweg zu flüchten. Er sagte, seines Wissens läge noch ein Panzerkreuzer im Hafen, aber alle ausländischen Konsuln, den englischen mit inbegriffen, haben Malaga bereits verlassen. Er meint, es werde ein furchtbares Gemetzel geben; das Proletariat von Malaga - er benützte den Ausdruck 'Proletariat' - werde sich bis zum letzten Mann verteidigen. Er war nett und hilfsbereit - diese englischen Konsuln in gottverlassenen spanischen Nestern ragen wie Säulen in einer Sintflut: trocken und solide."

Besprochen werden unter anderem Gary Schwartz' Rembrandt-Porträt, György Dalos' neuer Roman "Balaton Brigade" (hier eine Leseprobe) und Arne Roß' Roman "Pauls Fall".

FR, 15.07.2006

In einem kleinen Schwerpunkt zu Rembrandt Harmenszoon van Rijns vierhundertsten Geburtstag äußern sich der Künstler Jonathan Meese, der Ausstellungsmacher Max Hollein und der Kunsttheoretiker Bazon Brock zur Aktualität von Rembrandts Kunst. In einem längeren Interview spricht die Kunsthistorikerin Svetlana Alpers über Rembrandt, den Unternehmer. Harry Nutt kommentiert den gestrigen Integrationsgipfel und stellt einige grundsätzliche Fragen. Christian Thomas berichtet von seinen Erlebnissen und Ansichten auf einer Fahrt mit dem Schiff auf dem Main, entlang der "Route der Industriekultur". Den Streit um die Arno-Breker-Ausstellung in Schwerin kommentiert Andrea Jeska. Martina Meister schreibt in ihrer Plat-du-Jour-Kolumne über zauberhafte Confiseriekünste in Paris. Im Interview spricht der erste CDU-Kulturdezernent der Stadt Frankfurt Felix Semmelroth über seine Pläne. Kurz gemeldet wird, dass man beim umstrittenen Marbacher Internet-Literaturportal nun Nachbesserungen verspricht.

Besprochen werden eine Schau der Städel-Architekturklasse im Deutschen Architektur Museum und eine Ausstellung zu Design-Ideen der Moderne im Londoner Victoria & Albert Museum.

FAZ, 15.07.2006

Mehr als drei Jahre sind seit dem letzten Attentat der Eta vergangen, Frieden gibt es aber nach dem Gefühl von Paul Ingendaay noch lange nicht. Die Fronten der Debatte über ein Ende des Terrorismus in Spanien haben sich eher verhärtet. "Während die eher links angesiedelte Gruppe - nennen wir sie 'Pragmatiker' - dafür plädiert, mit den Terroristen Kontakt aufzunehmen, um ihnen den Weg zurück in die zivile Gesellschaft zu erleichtern und vierzig Jahre Terrorismus zu beenden, findet die rechte Gruppe - die 'Prinzipiellen' -, mit Mördern und Bombenlegern dürfe man nicht verhandeln, es sei denn, über die Modalitäten ihrer bedingungslosen Kapitulation. In dieser moralischen Zwickmühle, so scheint es, gibt es keinen Mittelweg."

Richard Kämmerlings stöhnt über den Kongress-Festival-Zwitter "Kulturzone 06" in Frankfurt, wo der Pop den akademischen Betrieb erobert. Gerhard Rohde stellt den neuen Frankfurter Kulturdezernenten Felix Semmelroth vor. In der Leitglosse will Christian Geyer die Reimkunst als Schlüsselkompetenz etablieren. Britta Richter resümiert das Klangkunst-Festival "sonambiente 2006", Regina Mönch eine Tagung über die Integration von Einwanderern in die deutsche Nachkriegsgesellschaft, beides in Berlin. Julia Spinola besichtigt die vermutlich einzige Fotografie von Constanze Mozart im Altöttinger Rathaus. In einem vorgezogenen Wort zum Sonntag rät Eberhard Rathgeb, in der Hitze lieber Kirchen als Badestrände aufzusuchen. Oliver Jungen meldet die Gründung des Mittelalter-Zentrums an der Freiburger Universität. Freddy Langer schreibt zum Achtzigsten des Fotografen F.C. Gundlach.

Auf den beiden Wochenendseiten schreibt Wilfried Wiegand über Rembrandt und präsentiert einen recht profanen Grund für die vielen Selbstporträts, die offenbar als Studien für Schüler oder kleine Souvenirs für Atelierbesucher gedacht waren. Der Pädagoge Hartmut von Hentig fordert praktische Gemeinschaftsübungen außerhalb der Schule und einen allgemeinen einjährigen Dienst an der Gesellschaft danach.

Auf der Schallplattenseite findet Eric Pfeil das neue Album von Peaches "Impeach My Bush" manchmal "saublöd", aber immerhin provokativ. Vorgestellt werden auch Thom Yorkes neues Album "The Eraser" und Stücke von Anton Bruckner und Orlando di Lasso unter der Leitung von Philippe Herreweghe.

Weiter besprochen werden eine Ausstellung über "Ingres und die Antike" im Musee Ingres in Montauban, drei Hörversionen des sechsten Harry Potter-Bandes und Bücher, darunter Burkhard Müllers "fulminanter" Essay "Die Tränen des Xerxes" sowie Tomas Gonzalez' Kolumbienroman "Am Anfang war das Meer" (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).