Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
17.06.2006. Die NZZ nimmt in einem ausführlichen Gespräch Peter Handke in die Zange, der aber immer noch keinen Zusammenhang zwischen Milosevic und dem Massaker von Srebrenica sehen will. In der Berliner Zeitung beneidet der Schriftsteller Laszlo Darvasi den Fußball um seine klaren Gewinner. Die taz feiert Frank Schulz' neuen Roman "Das Ouzo-Orakel" mit echten Menschen. Die FAZ beklagt die erbärmliche Jugendliteratur zur Jugendgewalt. FR und Welt tummeln sich auf der Art Basel.

NZZ, 17.06.2006

In einem zweiseitigen Interview spricht Peter Handke mit den ordentlich nachhakenden Redakteuren Martin Meyer und Andreas Breitenstein über seine unabänderliche Haltung zu Serbien, das Jugoslawien der Partisanen, Srebrenica und Milosevic: "Wo gibt es einen Befehl von Milosevic? Wie kann man ihn mit Srebrenica zusammenbringen? Ich weiß es nicht. Im Übrigen war Milosevic kein Diktator, sondern ein Autokrat, der ein semi- autoritäres Regime ausübte. Die Presse war frei, aber das Fernsehen war staatlich. Ich habe keine Meinung zu Milosevic. Keine. Ich kann ihn weder gut noch schlecht finden. Ich möchte ihn nicht mit Hitler oder Ceausescu oder Saddam Hussein vergleichen, ich finde das falsch. Milosevic als den großen Bösewicht der Kriege auf dem Balkan hinzustellen, verkürzt die Sache."

In einem begleitenden Text kommentiert Martin Meyer Handkes Haltung: "Es trifft zu, dass vom Beginn der Zerfallskriege bis auf unsere Tage die Rolle der Serben im Kampf um das Erbe von Jugoslawien nicht selten allzu einseitig kritisch wahrgenommen wurde. Insofern ist Handkes Anliegen einer 'Gerechtigkeit für Serbien' verständlich und legitim. Es trifft nicht zu, dass die Serben vor allem bloß Opfer des gewalttätigen Chauvinismus ihrer Nachbarn, insbesondere der Kroaten und Muslime, gewesen wären."

Zum hundertsten Geburtstag von Billy Wilder erinnert sich Michael Wenk an einen Besuch bei dem Regisseur im Jahr 1999. Andreas Hutter besucht in Polen Wilders Geburtsort Sucha. Jakob Knaus stellt Karel Capeks "Geschichte des Dirigenten Kalina" vor, hinter der sich ein Porträt des Komponisten Leos Janacek verbirgt.

Für das Feuilleton begleitet Peter Hagmann das Tonhalle-Orchester Zürich auf eine Reise durch Japan."ujw" glossiert die päpstliche Haltung zum Gott des Fußballs. Besprochen werden die Ausstellung "The Expanded Eye" im Kunsthaus Zürich, neueste Ausgaben von Literaturzeitschriften und Bücher, darunter Siegfried Kracauers Band "Marseiller Hefte" (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Welt, 17.06.2006

Die New York Times nennt sie "Olympische Spiele der Kunst", die Welt sieht die enorm gewachsene 37. Art Basel (mehr) als "Raumschiff". Gerhard Charles Rump erkennt in dem ganzen Rummel auch ein paar Trends. "Es gibt zunehmend Text-Bilder, Künstler nehmen sich wieder des Themas der Jagd an, man macht Stellschirme (Paravants), und nach den großen Farbfotos der Becher-Schüler ('Struffsky') gibt es jetzt zunehmend auch große Foto-Formate in Schwarzweiß (etwa von Alberto Garcia Alix bei Aizpuru aus Madrid), und allenthalben tauchen Motive mit Mensch und Tier auf: Frauen mit Hunden, Männer mit Hunden (etwa Lucian Freuds 'David und Eli' von 2004 bei Acquavella aus New York), Frauen mit Fischen und so fort."

Außerdem berichten Nicole Büsing und Heiko Klaas von den Nebenmessen Liste und VOLTAshow, und der scheidende Leiter der Art Basel Samuel Keller spricht über seine Zukunft nebenan in der Fondation Beyeler.

Weitere Artikel: Der englische Filmregisseur Ken Loach erregt sich im Interview mit Peter Beddeis über die Verdrängung der brutalen Geschichte des Empire. Brigitte und Claudia Preissler stellen den italienischen Comiczeichner Gian Alfonso Pacinotti vor, der als "Gipi" ein heißer Favorit für den heute zu vergebenden Max und Moritz-Preis ist. Der russische Autor Viktor Jerofejew kann sich nicht mit dem Aktivurlaub anfreunden. Und wieder wird eine Liste gemeldet: Das American Film Institute hat die 100 inspirierendsten Filme gewählt (pdf).

Besprochen werden die Ausstellung "Raffaello - da Firenze a Roma" zur Entwicklung Raffaels von 1505 bis 1508 in Rom und die letzte Choreografie der Compagnie Rosas im Brüsseler Opernhaus Theatre de la Monnaie.

Im Gespräch über den vor hundert Jahren geborenen Schriftsteller Wolfgang Koeppen erzählt Marcel Reich-Ranicki in Literatur und Kunst Uwe Wittstock von seinen Versuchen, Koeppen zum Schreiben zu animieren. "Und es ist mir auch gelungen, in sehr bescheidenen Grenzen. Also habe ich ihm immer wieder Aufträge gegeben, Bücher des 19. Jahrhunderts für die FAZ zu rezensieren. Manche dieser Bücher habe ich überhaupt nur besprechen lassen, damit er Aufträge erhielt. Aus diesen Artikeln ist dann Koeppens Buch "Die elenden Skribenten" entstanden. Ich glaube, es ist ein wichtiges Buch, aber natürlich kein Ersatz für den Roman, den ich von ihm zu bekommen hoffte." (die Rezensionen von Koeppens Nachfolgern lesen sie in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr)

Außerdem gibt es einen Auszug aus dem neuen Buch "Kultur und Politik" des diesjährigen Friedenspreisträgers Wolf Lepenies, in dem er die obesessive Beziehung der Deutschen zu ihrer Kultur untersucht.

TAZ, 17.06.2006

Hin und weg, und zwar restlos, zeigt sich Frank Schäfer nach der Lektüre von Frank Schulz' neuem Roman "Das Ouzo-Orakel", dem Abschluss von dessen Hagener Trilogie: "Wie Schulz diesen Roman ästhetisch organisiert, wie er den Plot mit Vorausdeutungen und langen Rückblenden subtil unter Spannung hält, wie er stimmige, nie gesucht wirkende Leitmotive setzt und schlüssig verzahnt, das zeigt sein Stilgefühl und seine stupende formale Begabung. Nicht minder virtuos, wie gewohnt, sind die Dialoge. Sie sprühen nicht nur vor burleskem Witz, sie erfüllen auch eine narrative Funktion. Indem er Akzente, dialektale Verfärbungen und sprachliche Marotten seiner Protagonisten protokolliert, verleiht er ihnen einen Körper, mit ganz individueller Physiognomie. Hier sprechen keine Pappkameraden, sondern echte Menschen. Frank Schulz nimmt sich mit so viel Wärme, Empathie und Humanität ihrer Passionen und Verhängnisse an, dass sie einem schlicht zu Herzen gehen."

Weitere Artikel: Rene Hamann stellt die Berliner Band Super 700 (Website mit Video-Stream) vor und preist ihr erstes Album. Von der Wiesbadener Theaterbiennale berichtet Kristin Becker. Anne Kraume stellt das neue Literaturportal vor. Detlef Kuhlbrodt denkt über Rauchen und Rauchverbote im Kontext der Fußball-WM nach.

Im Dossier des taz mag schreibt 844F170606 (alias Horst Freund) über den Weg zu und das Leben mit Hartz IV (eine Geschichte mit Happy End): "Ich brunche für 2,90 Euro im Landgasthof Hasenheide. Das kann ich mir leisten. Mit dabei ein ehemaliger Hartz-IV-Empfänger, jetzt wieder Student. Er erzählt mir, dass er nach zwei Monaten einfach dreimal die Woche zum Amt lief, direkt in den obersten Stock, direkt ins Büro des Direktors, all seine Unterlagen unterm Arm, und fragte, wieso er kein Geld bekäme. Auf diese Weise habe er es geschafft, schlussendlich unterstützt zu werden. Ich denke, wow, dann kriege ich ja nie Geld, ich war bisher nur ein paar Mal auf dem Amt."

Weitere Artikel: Abgedruckt wird eine Erzählung von Luis Fernando Verissimo mit dem Titel "Der Mittelstürmer und die Linienrichterin". Anja Maier erkundet unter der Führung von Beate Harembski, in der DDR "Schwimmmeisterin, Gärtnerin und Bürgerrechtlerin", unbekannte Gärten.

Rezensionen gibt es zu dem Band "Und morgen gibt es Hitlerwetter!", der Alltägliches und Kurioses aus dem Dritten Reich vorstellt, zu Thomas Heckens Studie "Avantgarde und Terrorismus" und - in der Belletristik - zu Doris Lessings Roman "Die Geschichte von General Dann und Maras Tochter, von Griot und dem Schneehund", Ludwig Fels' neuer Roman "Reise zum Mittelpunkt des Herzens" und in der Reihe "Bücher für Randgruppen" stellt Wolfgang Müller zwei Bildbände vor, die sich mit der Welt des Fußballs auf der einen und der Welt von Transvestiten und Transsexuellen auf der anderen Seite befassen (mehr zu alledem in der Bücherschau ab 14 Uhr).

Und Tom.
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FAZ, 17.06.2006

Monika Osberghaus hat sich durch durch die neuesten Jugendbücher zum Thema Schülergewalt gekämpft und stellt erschüttert fest, dass die Situation auf dem Buchmarkt ähnlich fatal ist wie auf manchen Schulhöfen: "Es sind lauter Elendstexte, sie erzählen auf erbärmliche Weise von erbärmlichen Zuständen... Jugendliche spüren die gönnerhafte und zum Teil auch herablassende Haltung, die hinter der Verabreichung der Gewalttherapie-Literatur steht. Wer solche Bücher mag, braucht starke Reize, ekelt sich gerne, mag Obszönitäten und merkt es nicht, wenn man ihm mit Klischees und Banalitäten kommt. "

Weiteres: Joseph Hanimann berichtet von den heftigen Diskussionen, die der anstehenden Eröffnung von Jean Nouvels völkerkundlichem Musee du Quai Branly vorausgegangen sind. Jürgen Dollase weckt Gelüste mit einem Ausblick auf die FAZ-Dessertvision in den Baiersbronner "Schwarzwaldstuben". Andreas Kilb gratuliert dem Regisseur Ken Loach zum Siebzigsten, Florian Borchmeyer der portugiesischen Autorin Lidia Jorge zum Sechzigsten.

Auf den Seiten der ehemaligen Tiefdruckbeilage eruiert Wolfgang Sandner noch einmal die bleibende Bedeutung des verstorbenen Komponisten György Ligeti. Stefan Steil analysiert die prekäre Lage Polens in der Zwischenkriegszeit.

Auf der Medienseite berichtet Jürg Altwegg von den Verwerfungen bei Liberation, die laut Geldgeber Edouard de Rothschild praktisch bankrott sei - bei stetig sinkender Auflage. Andreas Platthaus unterhält sich mit Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, der es wagte, in der letzten Ausgabe einen nackten Mann auf der Titelseite zu bringen.

Besprochen werden die Ausstellung "Was ist deutsch?" im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (mit einer bemerkenswerten "Fallhöhe zwischen dem Erhabenen und Banalen, Grotesken und Grandiosen", wie Hans-Joachim Müller findet), die Uraufführung von Tom Stoppards neuem Stück "Rock'n'Roll" am Londoner Royal Court Theatre, Baldasare Galuppis Oper "Le nozze di Dorina" in Potsdam, neue Aufnahmen vom exklusiven Kammermusikfestival "Spannungen" in Heimbach, das neue Album "Superbeautifulmonster" von Bif Naked (über deren Coverversion von Metallicas "Nothing else matters" Dietmar Dath nur "Pfui Spinne" ausrufen kann) sowie das Album "Näher am Menschen" der Mediengruppe Telekommander. Und Bücher, darunter Frank Schulz' Abschluss seiner Hagener Trilogie "Das Ouzo-Debakel", Jonathan Coes Roman "Klassentreffen" und Benno Hurts Roman "Eine deutsche Meisterschaft" (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

In der Frankfurter Anthologie rühmt Robert Gernhardt Christian Morgensterns Gedicht "Der Gaul":

"Es läutet beim Professor Stein.
Die Köchin rupft die Hühner.
Die Minna geht: Wer kann das sein? -
Ein Gaul steht vor der Türe..."

Berliner Zeitung, 17.06.2006

Der in Berlin lebende ungarische Schriftsteller Laszlo Darvasi sinniert über die Liebe der Brasilianer, das Irrationale im Fußball und den Zusammenhang mit dem Schreiben. "Wenn es zwischen der Literatur und dem Fußball einen Unterschied gibt, so jenen, dass es beim Fußball völlig klar ist, wer gewonnen hat, und auf welche Weise. Mitunter begreifen wir zwar nicht, wie es zu dem Sieg kam, aber zur Orientierung leuchtet ja die Anzeigetafel. In der Literatur spielst du bisweilen auch dann noch weiter, wenn das Spiel längst vorbei ist, du merkst nicht einmal, dass die Tribüne leer geworden ist wie ein großes verlassenes Herz - du spielst weiter, obwohl du schon längst verloren hast. Oder gewonnen. Ein solcher Spieler in Deutschland ist der Romancier Sandor Marai. Bei Salman Rushdie bemerkt einmal ein Akteur, dass die wichtigsten Ereignisse unseres Lebens stets in unserer Abwesenheit stattfinden. Versuche mal, dir das im Zusammenhang mit dem Fußball vorzustellen."

FR, 17.06.2006

Mirja Rosenau hat sich auf der Art Basel umgesehen: "Der Markt boomt noch immer, die Geschäfte laufen, diesseits wie jenseits des Atlantiks, wobei unter anderem die Einführung der Schwestermesse Art Basel Miami Beach im Jahr 2002 überaus reiche Früchte trägt. Und während sich in Basel die Großmoguln unter den Galeristen mit Altbewährtem präsentieren (Eigen & Art mit Leipziger Malern, White Cube noch immer mit Damien Hirst, Gagosian mit dem zumindest bei amerikanischen Sammlern gefragten John Currin), hat die Messe ihre Ränder zur Aufnahme von Nachschub und Nachwuchs aufgeweicht."

Weitere Artikel: In ihrer Plat-du-jour-Kolumne schreibt Martina Meister über Sprays, die Speisegeschmack produzieren, ganz ohne Kalorien. Peter Michalzik stellt die serbische Dramatikerin Biljana Srbljanovic und ihr in Wiesbaden aufgeführtes neues Stück "Heuschrecken" vor. Auf der Medienseite kommentiert Rudolf Walther den Abgang von Gründervater Serge July bei der in heftige Turbulenzen geratenen französischen Tageszeitung Liberation.

Besprochen werden Dominique Horwitz' Inszenierung der "Dreigroschenoper" in Bad Hersfeld, eine Aufführung von Einaktern des Autors Peter Maxwell Davis in Gießen und eine Ausstellung mit Bildern der Fotografin Lynne Cohen. Rezensiert wird Hans-Magnus Enzensbergers Erzählung "Josefine und ich" (mehr in der Bücherschau ab 14 Uhr).

SZ, 17.06.2006

Eine ganze Seite wird dem Ende der Ära Klaus Zehelein an der Staatsoper Stuttgart gewidmet. In einem Interview erklärt der an die Bayerische Theaterakademie wechselnde Zehelein, warum Oper notwendiger Luxus ist. "Uns wird durch alles, was uns umgibt, gesagt, dass wir nur leben, um zu konsumieren, zu verbrauchen. Was wir durch die Werke erfahren, ist, dass es etwas jenseits des Verbrauchens gibt, was uns tiefer trifft, dass etwas Unverbrauchtes spricht, das bis heute Ausdruck einer tiefen Verletzung ist und uns diese Verletzung in einer wunderbar formalisierten Weise verständlich macht. Es ist dieser formale Vorgang der Fassung von Emotionen, der Kunst grundsätzlich von dem unterscheidet, was sonst Welt heißt." Wolfgang Schreiber versucht zu erklären, wie Operndirektor Zehelein die Staatsoper zu internationaler Bedeutung führte, es folgt ein Porträt des Generalmusikdirektors Lothar Zagrosek.

Weitere Artikel: Der Religionswissenschaftler Hans G. Kippenberg deutet die religiösen Belastungen des Nahostkonflikt. Matthias Reischke zeigt anhand von aktuellen Beispielen, wie sich die Demografie-Debatte jetzt auch auf Deutschlands Bühnen breit macht. Tobias Moorstedt informiert über das Eindringen von Sex und Romantik in die Videospiel-Welt. Gemeldet werden Pläne zur Umgestaltung des Royal Shakespeare Theatre in Stratford.

Auf der Literaturseite abgedruckt wird Rüdiger Safranskis Dankesrede zur Verleihung des Friedrich-Hölderlin-Preises. Er spricht über Hölderlin und die Götter. Kurz und recht hymnisch vorgestellt wird das neue, staatlich finanzierte Literaturportal.

Besprochen werden die Ausstellung "Die Eroberung der Straße" in der Frankfurter Schirn, Barbara Freys Inszenierung von "Arsen und Spitzenhäubchen" am Wiener Burgtheater ("runde Pointen trafen ins Eckige"), Clark Johnsons Film "The Sentinel", Sören Senns Abschiebekomödie "KussKuss" und ein Konzert der Sängerin "Cat Power" in der New Yorker Townhall. Rezensiert wird eine Hörbuchversion von Jules Vernes "Reise zum Mittelpunkt der Erde" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Im Aufmacher der SZ am Wochenende untersucht Evelyn Finger Angela Merkels Verhältnis zum Fußball: "Sie hat keine Ahnung. Sie war, wie sie es selbst einmal ausgedrückt hat, schon als Kind eher ein 'kleiner Bewegungsidiot' und deswegen auch nie so etwas wie 'Acker' oder auch nur eine mittelmäßige Mittelstürmerin beim TUS Templin. (...) Es ist eine Übung in Äquilibristik, eine Gratwanderung zwischen Nähe zum Fußball und Distanz."

Weitere Artikel: Birk Meinhardt berichtet vom Konflikt zwischen Nord- und Südkorea und seinem Fortleben in Berlin. Über den Aufstieg von Mexico City zur Kunstmetropole informiert Sven Siedenberg. Peter Bäldle porträtiert den schwedischen Modemacher Lars Nilsson von Nina Ricci. Auf der Historienseite erinnert Manfred Schwarz an den "Märchenprinzen" und "Schürzenjäger" Philipp den Schönen. In "Es war einmal" informiert Joachim Käppner über Vergangenheit und Gegenwart der Burg Keppenbach (mehr) nordöstlich von Freiberg. Im Interview spricht die Schauspielerin Amira Casar ("Malen oder Lieben") über "Europa" und erklärt, warum sie sich für Hollywood-Blockbuster zu schade ist: "Irgendwann ist das Leben zu Ende, und dann hat man diese große Scheiße gemacht. Ich habe nur ein Leben, da will ich mit guten Menschen zusammen arbeiten."