Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
25.02.2006. Die Welt staunt, wie Günter Grass vom einstigen Opfer sittenstrenger Normalbürger zu ihrem Verteidiger werden konnte. In der NZZ erinnert Drago Jancar an die Massaker, die Titos Partisanen nach Kriegsende in Slowenien verübten. In der SZ beklagt Karen Greenberg die amerikanische Politik der Folter. In der FAZ liefert Rechtschreibreform-Gegner Theodor Ickler eine Chronik "fortlaufenden Schwachsinns". Die Berliner Zeitung blättert durch das virtuelle Poesiealbum Myspace.com. Und die FR bewundert die Schauspielerin Astrid Meyerfeldt in goldglitzernden Stilettos.

Welt, 25.02.2006

In der Literarischen Welt erinnert Michael Rutschky daran, dass Günter Grass, der jüngst Verständnis für die muslimischen Proteste gegen die Mohammed-Karikaturen aufbrachte, vom konservativen Kurt Ziesel 1967 selbst als "Verfasser übelster pornografischer Ferkeleien und Verunglimpfungen der katholischen Kirche" bezeichnet wurde. "Heute kennt sich Grass mit den Gefühlen der islamischen Massen so gut aus wie seinerzeit Ziesel mit denen der sittentreuen Normalbürger. Mit dem wesentlichen Unterschied: dass damals jene Normalbürger auf Demonstrationen gegen Grass verzichteten und sich mit dem Nichtlesen seiner Bücher begnügten."

Der Schriftsteller Robert Schindel erzählt das Leben des Kollegen Manes Sperber im 20. Jahrhundert nach. In der "Klartext"-Kolumne fordert Tilman Krause, sich der im Westen verbreiteten "areligiösen Arroganz" entgegenzustellen.

Reinhard Wengierek schmeckt die Bitterkeit, mit der Frank Castorf Bertolt Brechts "Im Dickicht der Städte" an der Volksbühne Berlin inszeniert. "Brecht mit Beckett versetzt. Der soziale, politische, sexuelle Lebenskampf als grelles Trauerstück. Immer wieder spielt die Regie mit ruppiger Melancholie: 'Das Leben ist so arm, die Milch so schlecht, von der man lebt', sagt Brecht. Castorf hat das inszeniert. Trotz aller Lust mit tiefer Traurigkeit. Schön, hässlich, wahrhaftig. Ein Glück für den ollen armen B.B. und für die bei aller Deftigkeit doch hoch artifizielle Volksbühne, diesem feinen Tollhaus für Kenner und Liebhaber."

Weiteres: Reinhard Wengierek schreibt zum Tod des Theaterregisseurs Benno Besson. Gerhard Charles Rump zieht eine zufriedene Bilanz der ersten Cologne Fine Art, die mehr als 30 000 Besucher verzeichnen konnte.

Besprochen werden Andreas Dresens "gelungenes" Operndebüt mit Mozarts "Don Giovanni" in Basel ("Als nächsten 'Don Giovanni'-Triebtäter vom Film wünschen wir uns Oskar Roehler", schreibt Manuel Brug) und das neue Soloalbum "Other People's Lives" des ehemaligen Kinks-Mitglieds Ray Davies.

NZZ, 25.02.2006

Martin Meyer erinnert an den XX. Parteitag der KPdSU vor genau fünfzig Jahren, auf dem Nikita Chruschtschow mit Stalins Verbrechen abrechnete. "Chruschtschow war seinerseits kein Inkarnat von Humanität, und seine Mischung aus derber Schläue und Kaltblütigkeit hatte sich schon unter Stalin bewährt. Auch ließ das Schlusswort als kräftiges Vivat auf den Leninismus keinerlei Spielraum für eine denkbare Abkehr von der Ideologie in ihren Grundfesten. Aber Reformen sollten nun möglich werden, weil sie notwendig waren. Stalins Politik eines Isolationismus, der stets nur zwischen Freund und Feind unterschied und dabei den allgemeinen Verdacht zur obersten Handlungsmaxime erhob, war sowohl verderblich wie unzeitgemäß geworden."

Der italienische Schriftsteller und Verleger Roberto Calasso widmet sich dem oft vernachlässigten Genre des Klappentexts: "Sein edler Vorfahre war die Zueignung: ein anderes literarisches Genre, das aufblühte seit dem sechzehnten Jahrhundert, als der Autor (oder der Drucker) sich an den Fürsten wandte, der das Werk protegierte. Ein Genre, nicht weniger heikel als der Klappentext, hatte es doch die Funktion, durch Schmeichelei zum Kauf zu verlocken."

Weiteres: Christoph Funke schreibt zum Tod des Schweizer Theaterregisseurs Benno Besson. Franz Schuh schildert die Schrecken, die einem Schauspieler auf Lesetour durch die Provinz widerfahren.

In der Beilage Literatur und Kunst warnt der slowenische Schriftsteller Drago Jancar davor, leichtfertig über die Verbrechen hinwegzugehen, die Titos Partisanen nach Kriegsende an Faschisten, Italienern und Missliebigen begangen haben: "Es ist heute bewiesen, dass es zu schrecklichen Massakern an unbewaffneten Kriegsgefangenen und aus den Wohnungen verschleppten Zivilisten kam und dass ihre Leichen in die Panzergräben rings um Celje und Maribor, in die Karsthöhlen (foibe) in Istrien und in die schrecklichen Abgründe des Kocevski rog (Gottscheer Wald) geworfen wurden. Bauern, Schüler, Intellektuelle, Frauen und Kinder. Jeder ein Einzelner mit seinem Vor- und Nachnamen, jeder mit seinen Hoffnungen und Träumen. Das Rad der Gewalt kam im Jahre 1945 nicht zum Stehen."

Uwe Stolzmann stattet dem Kärntner Schriftsteller Fabjan Hafner einen Werkstattbesuch ab. Christoph Landerer schreibt über die Bedeutung der Musik bei Friedrich Nietzsche. Alexandra Stäheli sieht sich nach Lektüre von Nietzsches "Also sprach Zarathustra" noch einmal Stanley Kubricks "2001 - Odysse im Weltraum" an.

Besprochen werden Andreas Dresens Operndebüt mit Mozarts "Don Giovanni" im Theater Basel und Bücher, darunter Matthias Zschokkes "berückender" Roman "Maurice mit Huhn", Dzevad Karahasans "aufwühlender" Roman "Der nächtliche Rat" (hier eine Leseprobe) und Neuerscheinungen zu Stanley Kubrick (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

Berliner Zeitung, 25.02.2006

Als Blick in die Zukunft menschlicher Kommunikation stellt Harald Jähner die Website myspace.com vor, die es seit zwei Jahren gibt und auf der sich im Februar der fünfzigmillionste Nutzer angemeldet hat. "Mit den Profilen kann man auf sich aufmerksam machen wie die Nachtigall mit ihrem Gesang und der Pudel mit seinem Gestank. Und wie im klassischen Poesiealbum sind Freunde die Währung von myspace. Man kann sich und sein Profil per Mausclick einem anderen Profil hinzugesellen und gilt, sofern akzeptiert, dann als Freund. 'Danke, dass Du Dich geaddet hast', heißt es. Madonna hat geprüfte 42 578 Freunde. Dominiert wird myspace vom Ton und Lebensgefühl amerikanischer Highschool-Teenager. Wer will, kann sich aber weiter um den Globus clicken, und ist plötzlich tief drin im komplizierten Leben: in der Teheraner Lesbenszene beispielsweise, die in ihrer Freizügigkeit mit unserem Iran-Bild heftig kollidiert."
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Stichwörter: Kommunikation, Zukunft

Tagesspiegel, 25.02.2006

Die Affäre um Gerhard Stadelmaier und Thomas Lawinky verebbt nach und nach. Nur Rainer Witzenbacher, der Verlagsverwalter der Ionesco-Rechte, sorgte bei einer Frankfurter Diskussion mit Regisseur und Intendantin für Aufregung, als er Hartmann verbot, für das sehr veränderte Stück weiter den Originaltitel zu benutzen, berichtet Karin Ceballos Betancur. "Das Stück wird ab sofort unter dem Titel 'Being Lawinky' aufgeführt. Schauspielerkollegen aus anderen Theatern erklärten sich aus Solidarität mit Lawinky bereit, die Rolle des Darstellers jeweils für einen Abend zu übernehmen. Bei der nächsten Vorstellung heute Abend übernimmt Peter Kurth vom Hamburger Thalia Theater Lawinkys Rolle."

SZ, 25.02.2006

Im Kulturteil ist ein Gespräch mit der amerikanischen Juristin Karen Greenberg zu lesen, die im vergangenen Jahr die über 1200 Seiten schwere Studie "The Torture Papers" vorgelegt hat, die belegt, dass es eine bewusste amerikanische "Politik der Folter" gibt. Über heutige Zustände in Guantanamo sagt sie: "Ob wir wissen, dass das alles so weitergeht? Es macht jedenfalls ganz den Eindruck. [...] Vielleicht foltern sie nicht mehr so direkt wie früher. Aber wir wissen es nicht. Es gibt keinerlei Garantien, dass damit aufgehört wurde."

Weiteres: "tomo" informiert über eine wahrlich bizarre Website, auf der amerikanische Kinder vom Ministerium für Heimatschutz fit für Terror und Katastrophen gemacht werden sollen. Clemens Pornschlegel denkt über die Notwendigkeit theologischer Fragen nach. "Nihilismus und blasierte Gleichgültigkeit werden nicht ausreichen in den Konflikten, die sich abzeichnen." Der Berliner Schriftsteller Bruno Preisendörfer, der derzeit als Baldreit-Stipendiat in Baden-Baden lebt, resümiert sein fast volles Jahr in der Kurstadt ("In Baden-Baden ist es nachts immer sehr still"). Im Kontext der Diskussion um "Hassfilme" wie "Tal der Wölfe" zeigt Fritz Göttler, dass das Kino schon immer von Feindbildern lebte. Jens Bisky hält den Vorschlag, wenigstens die Untergeschosse des im Abriss befindlichen Berliner Palastes der Republik zu nutzen, bis 2012 mit dem Neubau begonnen wird, für pragmatisch und sinnvoll. .Jens-Christian Rabe resümiert die Bildungsmesse Didactica in Hannover. Lothar Müller berichtet von der Eröffnung der Berliner Suhrkamp-Repräsentanz. skoh mokiert sich über Sponsorenmacht im Essener Folkwang-Museum. Zu lesen ist ein Nachruf auf den Theaterregisseur Benno Besson.

Im SZ-Wochenendmagazin erzählt Dirk Peitz einen Wirtschaftskrimi, in dem es um die sagenhafte Preissteigerung von Konzertkarten für Stones, Robin Williams und Co. geht. Cathrin Kahlweit plädiert für mehr Kinderfreundlichkeit. Klaus Podak weist darauf hin, dass dem Vordenker des freien Markts, Adam Smith, der Altruismus und das Mitleid nicht fremd war. Harald Hordych erfährt vom Psychiater Franz Joseph Freisleder im Interview, dass bis zu acht Prozent der Jugendlichen depressiv sind. Und Jan Brandt denkt über die literarische und journalistische Tradition der Berlin-Beschimpfung nach.

Besprochen werden ein Konzert von Anne-Sophie Mutter und Lambert Orkis mit 15 Violinsonaten von Mozart in München, Andreas Dresens Inszenierung von "Don Giovanni" in Basel, eine Präsentation der Werkbundsiedlung Wiesenfeld in der Architekturgalerie München, und das Buch "Die Lebenspraktikanten" von Nikola Richter. (siehe hierzu unsere Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

TAZ, 25.02.2006

Auf der Meinungsseite kommentiert Rudolf Walther das Urteil gegen den Holocaust-Leugner David Irving und das problematische Verbotsgesetz. "In einem demokratischen Rechtsstaat gibt es keine Instanz, die legitimerweise per Dekret verordnen könnte, welche historischen Tatsachen staatlich geschützt und zu Stoffen der Erinnerung erklärt werden sollten und welche nicht. Mit Meinungsverboten maßt sich der Staat jedoch ein Richteramt über historisches Wissen, erinnerungswürdige Geschichte und öffentliche Moral an. Damit manövriert er sich aber, wenn auch mit guten Absichten, in eine Sackgasse."

Auf den Kulturseiten enthüllt Philipp Blohm in der Rubrik "Kleine Heinekunde" die finanziellen Verhältnisse des Dichters. Gerrit Bartels war bei der Eröffnung der Berliner Suhrkamp-Repräsentanz. Und Kirsten Riesselmann berichtet über neue Zwischennutzungspläne des Architekten Philipp Oswalt und der Theatermacherin Amelie Deuflhard für den Keller des Palasts der Republik. In tazzwei porträtiert Peter Unfried den Sänger und Lyriker Markus Berges von der Gruppe Erdmöbel.

Im tazmag besucht Falko Hennig den Schriftsteller Walter Kempowski, den "Ehrenritter der Archive", in seinem in ein weltliches Kloster umgebauten Haus in Nartum bei Bremen. Außerdem gibt es eine Art Vorabdruck aus Micha Brumliks dieser Tage erscheinenden Buch "Sigmund Freud. Der Denker des 20. Jahrhunderts". In seinem Text geht es um die Frage, wie viel an Freuds Religionsanalyse spezifisch jüdisch, was universalistisch ist.

Besprochen werden Frank Castorfs Inszenierung des frühen Brecht-Stückes "Im Dickicht der Städte" an der Berliner Volksbühne, das als Super-Indie gefeierte Spielfilmdebüt "Ich und Du und alle, die wir kennen" von Miranda July und Bücher, darunter der dritte Band der Tagebücher von Walter Kempowski "Hamit", die Studie "Im Rosengarten der Märtyrer" des ehemaligen Economist-Korrespondenten im Iran Christopher de Bellaigue, und zwei neue Beuys-Dokumentationen (mehr dazu in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Und hier TOM.

FR, 25.02.2006

Petra Kohse wundert sich über die "Interesselosigkeit", die Frank Castorfs Inszenierung des Brecht-Stückes "Im Dickicht der Städte" an der Berliner Volksbühne verströmt. Das müsse daran liegen, "dass schauspielerisch zu viele Leerstellen bleiben. Ausgerechnet. Nur Astrid Meyerfeldt hält diese Grandezza hoch, die man sonst kennt von dieser Bühne, dieses Ausstellen des Textes in großer Deutlichkeit bei voller persönlicher Beglaubigung und körperlicher Präsenz. Eine Fahnenträgerin. In goldglitzernden Stilettos vorm Brecht-Lametta. Geht doch. Und sieht gut aus."

Weiteres: Christian Schlüter weiß aus einem Frankfurter Gespräch zur Affäre um Gerhard Stadelmaier und Thomas Lawinky zu berichten, dass der FAZ-Kritiker die Entschuldigung des Schauspielers mittlerweile angenommen hat. Gemeldet wird schließlich der Tod des Regisseurs und ehemaligen Intendanten der Berliner Volksbühne Benno Besson.

Besprochen werden zudem eine Ausstellung über den Amsterdamer Architekten Ben van Berkel im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt und die Schau "Eine andere DDR" mit 180 Grafiken aus der Kollektion des Erfurter Sammlers Rudolf Franke in den Opelvillen Rüsselsheim.

FAZ, 25.02.2006

Reformgegner Theodor Ickler verlässt den Rat für deutsche Rechtschreibung und liefert zur Begründung ein Protokoll seiner Leiden - oder wie er es selbst nennt: eine "Chronik fortlaufenden Schwachsinns": "Der Altreformer Horst Sitta beantragt die Streichung des Tagesordnungspunktes 'Getrennt- und Zusammenschreibung', da zu wenig Zeit zur Vorbereitung gewesen sei. Verblüfftes Schweigen, denn nur wegen dieses Punktes ist der Rat heute zusammengekommen. Der Vorsitzende Zehetmair versucht die Lage zu retten, die durch Sittas scharfen Ton noch peinlicher geworden ist. Weitere Wortmeldungen in diesem Sinne. Ich selbst weise darauf hin, dass die Zeit zwar knapp, für Fachleute, die sich jahrzehntelang mit der Sache beschäftigt haben, aber ausreichend gewesen sei, außerdem darauf, dass ich für diejenigen, die nicht so mit der Materie vertraut sind, einen Kommentar versandt habe, der die Grundzüge und Hauptfolgen leicht erkennen lässt. Sitta stellt fest, dass bei ihm 'Post vom P.E.N. ungelesen in den Papierkorb wandert'. Der Antrag wird abgewiesen, bei einer Gegenstimme."

Weiteres: Jürgen Kaube bilanziert die zu Ende gehenden Olympischen Winterspiele mit gemischten Gefühlen: "Immer mehr Werbeträger aus nach wie vor ganz wenigen Regionen gewinnen also in immer mehr vom Material abhängigen Disziplinen sowie ihren immer mehr werdenden Unterarten und oft aufgrund immer unsichtbarer werdender Unterschiede." Gemeldet wird, dass die Rechteinhaber des Ionesco-Stückes "Großes Massakerspiel" offenbar eine Anregung von Kritiker Gerhard Stadelmaier aufgegriffen haben und gedroht haben, der Skandal-umwitterten Frankfurtert Aufführung die Nutzung des Titels zu untersagen. Es heißt jetzt "Being Lawinky". Jürgen Dollase blickt auf Erfolge und Niederlagen der Generation der 73er-Köche zurück, also denen der Nouvelle Cuisine. Hannes Hintermeier gratuliert Franz Xaver Kroetz zum Sechzigsten, dem "Kraftkerl, Champagnerprolet, Bürgerschreck, Selbstzerfleischer, Tarzan, wildes Genie, Powermann, Dreckschleuder, Dandy, Grantler, Stardramatiker, Musenficker". Patrick Bahners war bei einer Sitzung des Ersten Freien Kritischen Karnevalsvereins Rhenania zu Bonn.

Auf den Seiten der ehemaligen Tiefdruckbeilage rekapituliert Henning Ritter eine schreckliche Begegnung Harry Graf Kesslers mit Edgar Degas und Ambroise Vollard. Zu lesen ist auch Michael Krügers Rede zur Verleihung des Mörike-Preises der Stadt Fellbach.

Auf der Medienseite schildert Erna Lackner die Verwerfungen bei der "Wintersportgroßmacht Österreich" im Rahmen der Doping-Affäre: "Die österreichische Welt ist klein, alles liegt eng beieinander. Die Verkettung zwischen Skisport und ORF ist nicht nur eine patriotische, sondern auch eine handfester Verträge."

Besprochen werden ein Konzert der schwedische Folkpop-Sängerin Sophie Zelmani in Heidelberg, Frank Castorfs "uninspirierte" Brecht-Inszenierung "Im Dickicht der Städte" an der Berliner Volksbühne, David Pountneys Aufführung des "Fliegenden Holländers" mit Bryn Terfel in Wales, das Debütalbum der Metal-Band Benedictum sowie neue CDs des Elektropoppers Matias Aguayos und des Tenors Rolando Villazon. Und Bücher, darunter Joseph Roths Briefwechsel mit Exilverlagen "Geschäft ist Geschäft", Salman Rushdies "Shalimar der Narr" sowie das Hörwerk von Elias Canetti (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

In der Frankfurter Anthologie stellt Franz Josef Görtz ein Maßstäbe setzendes Gedicht von Ernst Jandl vor:

"Spruch mit kurzem o

Ssso."