Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
08.11.2003. In der SZ schreibt Andrzej Stasiuk (wie immer wie ein Gott) über seine Reise durch Siebenbürgen. In der Welt hegt Michael Maar einen furchtbaren Verdacht: Und wenn es Dumbledore...? In der NZZ meint Rolf Hochhuth: Oswald Spengler hatte recht, das Abendland geht unter. In der FR analysiert György Dalos die Yukos-Oil-Affäre als russische Dreigroschenoper. Die taz beschleicht beim nächtlichen Flanieren durch die Plattenbau-Areale von Berlin-Marzahn ein Gefühl des Erhabenen. Die FAZ porträtiert den kongenialen Erfinder des "Irrwicht".

SZ, 08.11.2003

Der polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk erzählt in der SZ am Wochenende von seiner langsamen Reise durch Siebenbürgen. Hier der Anfang: "Dieses Mal mußte ich meine Karte von dieser Gegend mit Pflaster zusammenkleben. Sie war vom ständigen Auseinanderfalten und Zusammenlegen - im Wind, auf den Knien, auf der Kühlerhaube - abgenutzt und eingerissen. Ich habe sie in Miercurea-Ciuc gekauft, 150 Kilometer östlich von hier. Hier kann man keine Karten kaufen, obwohl das Land zwischen Sachsenbach, Magyarcserged und Rosia de Secas der ältesten Vorstellung von Geografie entspricht. Es ist nackt, baumlos, gefaltet. Die Hügel zerfallen unter ihrem eigenen Gewicht. Der riesige Himmel drückt sie nieder. In der einförmigen Endlosigkeit der Landschaft sind die Schafherden fast unsichtbar. Die Tiere haben die Farbe des von der Sonne ausgebrannten Grases."

Kein guter Tag für die Gegner des Klonens war der 6. September, an dem sich die internationale Gemeinschaft mit deutscher Hilfe dazu durchrang, sich zu nichts durchzuringen und die Entscheidung über ein Verbot um zwei Jahre zu vertagen. Nicht ohne Sarkasmus resümiert Alexander Kissler im Feuilleton: "'Vorhersehbar' nannte jüngst der Wiener Humangenetiker Markus Hengstschläger die Geburt des ersten geklonten Menschen und ergänzte: 'Diese Vorstellung bereitet mir sehr viel Angst.' Gewiss ließen zwielichtige Forscher sich von keiner Konvention umstimmen. Nun jedoch setzt ihnen die UN nichts weiter entgegen als ein vielstimmiges Schweigen, ein tief empfundenes Achselzucken."

Zweimal Berliner Architektur: Lothar Müller hört den Wind schon pfeifen durch den Park, der vorerst an die Stelle des Palasts der Republik treten wird. Und Gerwin Zohlen entfährt beim Anblick der neuen Bertelsmann-Kommandantur im alten Gewand der Stoßseufzer: "Ach, Berlin." In Hamburg war dagegen Werner Burckhardt unterwegs, und zwar auf der Reeperbahn, morgens um halb neun.

Weitere Artikel: Anlässlich der morgigen Grundsteinlegung für das neue jüdische Gemeindezentrum in München unternimmt Michael Brenner einen Gang durch die Münchner Geschichte der 9. November. An den 9. November 1923 als Tag des Hitlerputsches wiederum erinnert der Historiker Gerd Krumeich. Von Theaterkämpfen in Wien berichtet Uwe Mattheis. Über den friedlichen Beginn der Wiener Opernsaison informiert dagegen Gerhard Persche. Wolfgang Schieder stellt einen Brief Adolf Butenandts an seine Eltern vor. Eher lustlos glossiert "hera" die musiklastige ZDF-Liste der 100 Besten (von Küblböck bis Beethoven, von Mozart bis Bohlen). Apropos: Oliver Fuchs hat tags darauf fast schon wieder vergessen, wie das war bei der Verleihung der MTV Europe Awards. Höchst angetan zeigt sich Rainer Gansera von Raymond Depardons Sahara-Film "Vom Westen unberührt". Besprochen werden u.a. eine Studie zur Ethik der Embryonenforschung, ein Band zu Nahostpolitischem und das neue Buch von Durs Grünbein (siehe auch unsere Bücherschau heute ab 14 Uhr).

In der SZ am Wochenende macht sich Sven Siedenberg Gedanken zum gerade wieder aktuell gewordenen zeitlosen Thema Manieren und klärt schon mal auf: "Falsch ist, in der Oper laut mitzusingen und dabei brennende Feuerzeuge und Wunderkerzen zu schwenken. Falsch ist, einen adeligen Herrn mit Handkuss und eine bürgerliche Dame per Hofknicks zu begrüßen. Falsch ist, zuerst das Dessert zu essen, dann das Hauptgericht und zum Schluss die Suppe."

Tobias Kniebe berichtet von der jüngsten Konjunktur, die der nun auch zum Ehrensenator der Hochschule für Musik & Theater ernannte Filmkomponist Ennio Morricone erlebt. Gänzlich unschockiert zeigt sich Holger Liebs von der turnerpreisverdächtigen Schockkunst von Jake und Dinos Chapman.(Hier gibt's ein paar Bilder.) Und Willi Winkler erklärt in einem 7-Punkte-Programm, warum wir den Teufel dringend brauchen.

FR, 08.11.2003

Als "russische Dreigroschenoper" bezeichnet der ungarische Schriftsteller György Dalos die Vorgänge rund um die Verhaftung des Öl-Magnaten Michail Chodorkowskij und muss feststellen, dass die Verhältnisse nicht so sind wie sie sein sollten, auf der einen wie der anderen Seite: "Selbstverständlich konnte man im Russland der neunziger Jahre mit ehrlicher Arbeit kaum zum Krösus werden. Was die Mittel anlangt, waren die Oligarchen niemals wählerisch. Die Art und Weise, wie sie ihr Kapital in Steueroasen (Gibraltar, Zypern) akkumulierten, lieferte ihren Gegnern nicht nur einen juristischen, sondern auch politischen Grund, sie als Landesverräter abzustempeln. Und in dieser Kampagne für eine 'nationale'und gegen 'fremde'Bourgeoisie mischen sich mitunter antisemitische Töne schon deshalb, weil einige von den 'neuen Russen' bekennende Juden sind."

Von einer großen Jean-Cocteau-Renaissance in Frankreich weiß Martina Meister zu berichten, die auf einer großen Ausstellung im Centre Pompidou (hier der Trailer) unterwegs war: "Fast tausend Exponate von und über ihn sind versammelt, 300 Fotos, über 300 Zeichnungen, Manuskripte, Briefe, Installationen, Filme, selbstentworfene Kostüme, die wie die Teile eines großen Puzzels vom Betrachter zusammengefügt werden dürfen zum Bild eines Genies, das ein Leben lang dem Verlust der kindlichen Verwandlungsfähigkeit nachtrauerte und mit jeder Metamorphose sich selbst mehr entglitt."

Weitere Artikel: Nichts anderes als eine "politisierende Informationsveranstaltung" zum Thema Globalisierung hat Petra Kohse in den Berliner Sophiensälen gesehen - und fand sie dann doch nicht uninteressant. (Es gibt auch eine zur Inszenierung gehörige Website.) In sieben Punkten schreibt Harry Nutt über den Besuch des jüngsten Dylan-Konzerts in Frankfurt - Wolf Biermann kommt neben der Augsburger Puppenkiste auch drin vor. Von der 2. Kunstfilmbiennale in Köln ist Peter Abs mit gemischten Gefühlen zurückgekehrt. In Renee Zuckers Zimt-Kolumne geht's um nichts Besonderes und dabei auch um "Michel '-die-Welt-ist-eine-Bühne-und-ich-zieh-mich-zwischendurch-mal-um'-Friedman".

Dem wiederum der Aufmacher im Medien-Teil gewidmet ist. Nicht nur eitel Freude herrscht darüber, stellt Oliver Gehrs fest, dass Friedman jetzt wieder da ist, wenn auch nichts ist wie früher: "Es ist nicht das alte Leben, sagt Friedman, es ist nichts dagegen. Er schlafe jetzt sieben Stunden statt wie früher vier. Er verbringe zehn Tage pro Monat in Frankreich (er hat ein fantastisches Appartement in Cannes). Er fliege morgen zu seiner Freundin Bärbel, er werde einen Abend mit ihr verbringen. Er sagt das, als müsse man ihm dazu gratulieren." Für alle, die vergessen haben sollten, wer das nochmal war, gibt's übrigens ein fettes Friedman-Dossier mit allen seinen Fehlern.

Zu erfahren ist zuletzt in einer kurzen Meldung, dass Hans Küng in Barcelona keinesfalls in einer Kirche sprechen darf, weil er es "an Respekt und Objektivität gegenüber dem Papst" hat fehlen lassen.

TAZ, 08.11.2003

Bevor der Osten ostalgisch wurde, war's der Westen: Eva Berendt erinnert an die seltsame Faszination, die Ostdeutschland nach der Wende für manchen jungen Wessi besaß: "Etwas Erhabenes habe man außerdem gespürt, wenn man nachts durch die Plattenbauareale von Marzahn oder durch die Leipziger Straße Richtung Alex gefahren sei, durch eine Architektur, die die darin wohnenden Menschen so anonym und ameisenfleißig erscheinen ließ. Genau dort habe man sich hineinfantasiert, in die schöne Unbekannte DDR, in eine retrospektiv merkwürdig anheimelnde Diktatur, in der man angeblich der Kälte wegen dicht hätte zusammenrücken müssen." Die taz erinnert heute auf mehreren Seiten an 14 Jahre Mauerfall.

Weitere Artikel: Ein heikles Thema spricht Jan Feddersen an: Manches deutet darauf hin, dass die Gewalt gegen Schwule in Berlin zugenommen hat - und zwar ausgeübt von "Menschen aus dem islamischen Kulturkreis". Der Frage "Was bleibt vom Kommunismus?" stellt sich Micha Brumlik im Interview anlässlich des Frankfurter Kommunismus-Kongresses (mehr dazu hier). Dann noch zweimal Film: Wie ein "begehbares Fotoalbum" funktioniert die Kurosawa-Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum, stellt Shirin Sojitrawalla durchaus angetan fest. Manfred Hermes erlebt den Regisseur Raymond Depardon in seinem jüngsten, in der Sahara angesiedelten Film als "souveränen Organisator von Zeit" (Website).

Im taz mag gibt's ein ganz langes Interview mit Gabi Delgado-Lopez, einem der beiden Köpfe der einstigen Pop-Avantgarde-Band DAF, die jetzt wieder da ist, irgendwie. Ganz einfach war das damals, meint Delgado: "DAF, das war ein Zeitgimmick, das war ein Style, der total passte, wie das Neondreieck. Er passte, aber er entstand automatisch. Und entgegen dem, was die Musikhistorie sagt, haben den nicht irgendwelche genialen Leute erfunden. Nein, die Musikgerätehersteller Yamaha, Corg und so weiter haben ein Angebot gemacht, und wer mutig genug war, dann zu sagen, das ist aber Kunst, so wie es da rauskommt, der war der Gewinner."

Weiteres:Burkhard Brunn bietet eine kleine "Kulturgeschichte der Fäkalienentsorgung", die enthüllt, wie verbreitet einst das öffentliche Kacken war. Dazu passen die Geschichte einer Klofrau, die jetzt ihre Memoiren schreibt - und eine ganz schön lange Liste von Klosprüchen. Besprochen werden Kinderbücher und zwei Bücher zur Rolle der Frau in Europa und Amerika. Und Detlef Kuhlbrodt freut sich über den neuen Erzählungsband von Haruki Murakami (siehe auch unsere Bücherschau heute ab 14 Uhr).
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Welt, 08.11.2003

In der Literarischen Welt bespricht Michael Maar, der größte literarische Verschwörungstheoretiker seiner Generation, den neuen Potter-Band: "Wenn jetzt der Phönix-Orden auffliegt, dann kann es nur... ja, dann kann es nur Dumbledore?! Bleiche Leser, wohin man blickt."

NZZ, 08.11.2003

Rolf Hochhuth erinnert in Literatur und Kunst an Oswald Spengler, den Ansager des "Untergangs des Abendlands" und seinen Vorläufer Ulrich von Wilamowitz-Moellendorf. Und Donald Rumsfelds Spruch vom "alten Europa" lässt Hochhuth denken, dass Spengler womöglich doch recht hatte mit seiner Ansage: "Tatsächlich setzt ja Spengler die Jahrtausendwende und die ihr folgenden zwei ersten Jahrhunderte als Zeitpunkt für das an, was so beängstigend wie unwiderleglich jede Tagesschau uns Europäern schon heute belegt: dass dann die immer bedeutungsvollste Frage überhaupt, ob Krieg oder Frieden, ohne das Abendland entschieden werde."

Auch sonst explodiert diese Beilage mal wieder vor Inhalt. Zwei große Artikel widmen sich Robert Musil. Franz Haas bespricht Karl Corinos zweitausendseitige Biografie des Autors. Karl Corino selbst schreibt über die schwere zeit von Musils Exil in der Schweiz. Ramin Schor legt einen Essay über "Francis Bacon und die Bildtradition" anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Wiener Kunsthistorischen Museum vor. Marguerite Menz erinnert an die schweizer Reiseschriftstellerin Ella Maillart, die vor hundert Jahren geboren wurde. Jürgen Bräunlein erinnert an die Dadaistin Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven.

Im Feuilleton macht Joachim Güntner anhand von Artikeln von Autoren wie Bernd Ulrich und Ulrich Raulff ein neues deutsches Geschichtsgefühl der "Selbstversöhnung", aber auch ein neues Postulat der "Emotionalisierung" von Geschichte aus. Beatritz Langner besucht Magdeburg, das mit der größten Sammlung sozralistischer Bildhauerkunst geschlagen ist: "Ihre schrundigen Oberflächen sind vom Wetter lasiert, ihre steilen Vertikalen recken sich rätselhaften Verheißungen entgegen." Zugleich ist im Magdeburger Kunstmuseum zum Glück auch eine Ausstellung über die Arte Povera zu sehen.

Besprochen werden die Ausstellung "Nackt" im Frankfurter Städel und ein neues Stück von Mats Ek beim Holland Dance Festival.

FAZ, 08.11.2003

Heute ist nun mal Harry-Potter-Tag. Monika Osberghaus porträtiert jemanden, den keiner kennt, und dessen Sprachschöpfungen ("Irrwicht", "Trolltreppe") wir doch alle im Kopf haben. Er heißt Klaus Fritz, und er hatte viel Glück, als er mit der Übersetzung von HP 1 beauftragt wurde ("Von den üblichen unter den Kinderbuchübersetzern hatte gerade niemand Zeit"), aber auch wir hatten Glück, meint Osberghaus: "Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie hatte er in Berlin studiert, bevor er anfing, Sachbücher zu übersetzen, etwa Werke des Mathematikers Simon Singh. Mit dessen 'Fermats letzter Satz' war er gerade fertig, als die Bitte um ein 'Potter'-Probekapitel kam ... Es hätte nicht besser kommen können. 'Harry Potter' braucht jemanden, der einen sachlichen Sinn für die vielen Einzelheiten der Zauberwelt hat, der es gewohnt ist, bis in Details hinein präzise mitzudenken; jemanden außerdem, der von dem leider oft allzu lieben Kinderbuch-Jargon unbeleckt ist." Bitte bestellen Sie hier.

Weitere Artikel: Adolf Muschg nimmt Stellung zu einem in der Presse zirkulierenden Gutachten über die Organisationsmängel der von ihm geleiteten Berliner Akademie der Künste, bringt aber außer hübschen Formulierungen wie "es ist eine Kunst, zwischen Reibungen zu unterscheiden, die Energie erzeugen, und solchen, die Energie blockieren" nicht viel Konkretes. "Rh" fürchtet eine trübe Berliner Mitte, wenn die hässliche Ruine des Palastes der Republik endlich abgerissen wird und statt des prächtigen Stadtschlosses ein platter Rollrasen an dessen Stelle gelegt wird.

Dieter Bartetzko zeigt sich nicht völlig begeistert von dem Nachbau der Berliner Kommandantur Unter den Linden, der jetzt die Berliner Residenz des Bertelsmann-Konzerns beherbergt. Jordan Mejias liest amerikanische Zeitschriften, die sich mit Bushs Irak-Krieg auseinandersetzen und verweist unter anderem auf den Weekly Standard, den American Conservative, und David Rieffs Reportage aus den schiitischen Milieus im Irak im NY Times Magazine. Martin Kämpchen berichtet, dass Kalkutta, das immer schon vor Demonstrationen barst, nach einem Urteil, das die Demonstrationen einschränken sollte, nun in Demonstrationen für das Demonstrationsrecht unterzugehen droht. Außerdem wird gemeldet, dass Rainer Moritz den Hoffmann-und-Campe-Verlag verlässt.

Besprochen werden eine bedeutsame Delacroix-Schau in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, Hans Steinbichlers Debütfilm "Hierankl" (links), Mozarts "Figaro" in Leipzig und eine Ausstellung über das Thema Aids in der neuesten afrikanischen Kunst im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum (mehr hier).

Auf der Schallplatten-und-Phono-Seite bespricht Eleonore Büning eine Neueinspielung von Vivaldis "Vier Jahreszeiten" durch Nigel Kennedy ("Bogenführung und Intonation lassen immer noch zu wünschen übrig"). Ferner geht's um die neue CD von Sting, eine von Andreas Scholl besungene CD mit Arien aus dem italienischen Arcadia-Kreis des 18. Jahrhunderts und eine CD von Belle and Sebastian. Und Dietmar Dath interpretiert den Song "I'm German, You're Jewish" vom Album "Mad Brilliant" der Band Ghost of the Robot.

Auf der Literaturseite bespricht Ernst Osterkamp neue Romane von Ernst Augustin. Außerdem geht's um Iwan Bunins "Unbekannten Freund" (siehe auch unsere Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Die ehemalige Tiefdruckbeilage bringt einen Vorabdruck aus Anton Tschechows Theatersatiren, die demnächst im Verlag der Autoren erscheinen. Damian Dombrowski erinnert daran, dass Tiepolo vor 200 Jahren die Fresken in der Würzburger Residenz vollendete.

Für die Frankfurter Anthologie interpretiert Wulf Segebrecht ein Gedicht von Günter Grass - "Der Neubau":

Beim Ausschachten,
im März,
stießen wir auf Scherben,
die vom Museum abgeholt wurden.
Das Fernsehen drehte die Übergabe..."