Magazinrundschau - Archiv

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Das Kühne und das Delikate

20.06.2017. Hlidaci pes lässt sich erklären, warum in China so viele Menschen hingerichtet werden, die vorher gesundheitlich bestens betreut wurden. The New Republic würdigt das souverän entworfene Selbstbild Georgia O'Keefes. Der Spectator stellt drei weitere Genies weiblicher Selbstdarstellung vor. Der Guardian plaudert mit dem Propheten des Anthropozän, dem britischen Philosophen Timothy Morton. Das New York Magazine erkundet die neuen Datenbanken der Gelüste. Die LRB sucht nach Gründen für den erstmals wieder steigenden Hunger in der Welt. Feminismus als derber Slapstick - ein Fortschritt, findet der New Yorker.

Bevorzugung des Fragments

13.06.2017. Islam und Vernunft fanden schon mal im 19. Jahrhundert zusammen, dank Napoleon, erklärt Kenan Malik im New Statesman. Novinky unterscheidet zwischen post-truth, postfaktisch und bullshit. Die New York Review of Books lässt sich von Marjorie Perloff die posthabsburgische Moderne erklären. Der New Yorker erzählt, wie Augustinus den Sex erfand. Die New York Times unterhält sich mit muslimischen Le-Pen- und Sarkozy-Wählern in der Pariser Banlieue.
Der Balkan ist wieder bereit zum Krieg, warnt Miljenko Jergovic in New Eastern Europe.

Inhalte frei Haus

06.06.2017. Die New York Review of Books begibt sich auf das Schlachtfeld Abtreibung. Der Guardian ruft: Smart Cities sind undemokratisch. Der Merkur attackiert die feudale Pfründewirtschaft der akademischen Buchverlage. La vie des idees stellt fest, dass nach den Attentaten auf Charlie Hebdo die Toleranz in Frankreich gewachsen ist. Magyar Naracz beklagt das Verschwinden guter Chöre. Und Wired begegnet in Cupertino dem Architektur gewordenen Steve Jobs.

Die Demo ist das neue Tinder

30.05.2017. Die LRB lädt Nina Simone und die Black Panther zum Panafrikanischen Kulturfestival ins spießige Algier von 1967. In Ceska pozice erkundet Luciano Floridi unser Dasein als Inforgs. In 168 ora sieht István Kemeny Pathos und Erhabenheit in die ungarische Literatur zurückkehren. Wired empfiehlt Start-ups, nach Nashville zu gehen. Mother Jones graut es allerdings vor dem Südstaaten-Geist, der mit Jeff Sessions jetzt im Justizministerium in Washington weht. Und die New York Times beginnt, sich mit Assad zu arrangieren.

Komm schon, das ist dein Vorsprechen

23.05.2017. In Atlantic verfolgt Alex Tizon die Geschichte der Sklaverei auf den Philippinen bis in seine eigene Familie. Linkiesta erzählt, wie die Mafia im Flüchtlingsbusiness mit Kirchenleuten paktiert. In The Point lernt Andrew Kay, dass Partnersuche und Bewerbungen viel Ähnlichkeit haben.  Bloomberg porträtiert die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. In ihrem Porträt Ivanka Trumps ahnt Caitlin Flanagan, warum die "einfachen Leute" die goldenen Trumps verehren. In Eurozine ahnt David Graeber es auch.

Spaltung der Sprache

16.05.2017. Die LRB erinnert an den heldenhaften Kampf des großen Führers Kim Il-sung gegen Japaner und Amerikaner. Der Spectator erinnert an den großen Emil Gilels, der sich vom Violinisten seines Trios bespitzeln lassen musste. Walrus erinnert daran, dass man als Autor herausstechen, nicht hineinpassen muss. Elle porträtiert Missy Elliott. Der New Yorker feiert das Understatement des Verlegers Gerhard Steidl.

Der Ort der Meisterschaft

09.05.2017. Der New Yorker misstraut dem Freiberufler. Der Merkur sucht nach einem Halt in der Digitalfotografie. Novinky drängt die Ukraine in die Rolle des Subjekts. Dem Guardian graust's vor den militärischen Strategien der Agentur Cambridge Analytica. Wired sucht Wasser in Bangalore. Liberation besucht das magische Dreieck Macrons.

Die Rolle des talentierten Dichters

02.05.2017. In El Pais Semanal erklärt der Autor Dany Laferrière, warum Rassisten nicht gern verstanden werden. In Nautilus erklärt der Hillbilly und Investmentbanker Christian H. Cooper, warum Armut nur selten individuell überwunden werden kann. In En attendant Nadeau denkt Mircea Cartarescu über das Problem des Realen in der Literatur nach. In Magyar Narcancs erklärt Krisztián Peer, warum er so lange kein Dichter mehr war.

Was mit Migranten

25.04.2017. n+1 ergibt sich dem Transhumanismus. Atlantic sucht 25 Millionen eingescannte Bücher. Der New Yorker besucht die FARC, der Guardian die innerirische Grenze. Die LA Review verteidigt die ägyptischen Surrealisten gegen arabisches Geld.

Austern, Weintrauben und Amphetamine

18.04.2017. Die Paris Review grübelt beim Anblick von Carson McCullers, Marilyn Monroe und Isak Dinesen beim Lunch über das Wesen weiblichen Heldentums. Der New Yorker schildert den Zusammenhang zwischen bürgerlichen Werten und Barbecue. Was Demokraten von Berlusconi lernen können, weiß Linkiesta.