Magazinrundschau - Archiv

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Technik der Angsterzeugung

14.02.2017. Unter Trump werden Homosexuelle auf der ganzen Welt zu leiden haben, fürchtet Foreign Affairs. Wie man soziale Identität in eine Waffe umschmiedet, kann man von Trump gut lernen, meint die Columbia Journalism Review. Hier ein Deal, da eine Fassbombe - Assad ist sehr flexibel, konstatiert die NYRB. Magyar Narancs untersucht die Hintergründe des neuen Imre-Kertesz-Instituts in Ungarn. Das Bookforum denkt über Geld und gute Literatur nach. Roads & Kingdoms reist ins georgische Poti, wo einst Herodot die Grenze zwischen Europa und Asien zog.

Bild zu Klang

07.02.2017. Im New Republic freuen sich Jedediah Purdy und die Gewerkschaften über Donald Trumps Wahlsieg. Der Merkur hat keine berechnenden Freunde. Der Guardian porträtiert Florian Philippot, Chef-Stratege des Front National und schwul. Orban mag NGOs genauso wenig wie Putin, weiß Magyar Narancs. Die LARB singt ein Loblied auf die Münchener Post, die bis zu ihrer Schließung 1933 gegen Hitler recherchierte. Hospodarske noviny sucht das Ideal der Batamanen.

Ein Neuntel eines Weißen

31.01.2017. The Atlantic sagt eine populistische Koalition in den USA voraus. Argentinien wählt seinen ersten "normalen" Präsidenten, da spielt der Rest der Welt verrückt, klagt Ideas. Outlook erzählt, wie gut indische Politiker und Polizisten mit Prostitution verdienen. Neon reist mit pi-news nach Israel. Der New Yorker stellt im Laufe des Prozesses gegen Dylan Roof eine absurde Mathematik der Rasse auf.  Alle reden wieder von Gramsci, bemerkt Slate.fr. Die New York Times begutachtet das Ende des Rechts-Links-Denkens in Frankreich.

Lob der Obszönität

24.01.2017. Bloß keine Statistiken, warnt der Guardian. Flüche dagegen funktionieren immer, freut sich die New York Review of Books. Aktualne bringt ein Lehrstück zum offiziellen deutschen Umgang mit diktatorischen Regimen. Außerdem: Camus, BHL, Andrew Sullivan und der Stamm der Nooksack erleuchten uns in Sachen Identitätspolitik.

Schmerzhaftes Quietschen

17.01.2017. Im Jacobin fordert der syrische Autor Yasser Munif die westliche Linke auf, endlich die Anatomie des syrischen Regimes anzuerkennen. Im CulturMag analysiert Dominik Graf liebevoll die erstaunlichen Sonderwege des deutschen Films. Es war Frauenverachtung, die Donald Trump nach oben gebracht hat, hält die LRB fest. In HVG erklärt Verleger Sándor Mészáros, warum der slowakisch-ungarische Verlag Kalligram nach 25 Jahren aufgeteilt wird. London ist der sichere Hafen für korruptes Kapital, lernt der Guardian.

Auf der Höhe eines Tatami

10.01.2017. Vergesst Amerikaner und Briten, die Schweden sind die wahren Feldherren im Cyberkrieg, berichtet die New York Review of Books. Il Post weiß, warum Heroin ein Comeback feiert. Film Comment grübelt über die traurigen Filme des Trump-Beraters Steve Bannon. Das New York Magazine grübelt über die fehlenden politischen Ansichten des Trump-Beraters Jared Kushner. Slate.fr erklärt den Unterschied zwischen einem Hollywoodfilm und einem IS-Film.

Eine Erfindung des modernen Lebens

03.01.2017. Wer eine Wirtschaft ohne Markt ersehnt, lese Karl Polanyi, empfiehlt The Nation. Nichtwestliche Länder hatten ein tolles 2016, dank der Globalisierung, freut sich Novinky. Im Merkur erinnert sich Ahmet Cavuldak an seine Kindheit in deutschen Asylunterkünften. Die wirklich großen Soziologen sind auch große Schriftsteller, behauptet La vie des idees. Die NZZ würdigt Imre Kertesz. In der NYRB stellt J.M. Coetzee den argentinischen Autor Antonio Di Benedetto vor. In der New York Times freut sich Woody Allen über eine saftige Mary-Astor-Biografie.

Goldmine im eigenen Garten

20.12.2016. Die London Review erklärt, warum man in Manchester besser nicht aufs Klo muss. In Ideas denkt Pablo Stefanoni über die Abwahl der Linken in Lateinamerika nach. Der Guardian wüsste gern, warum der NSU-Prozess kein Ende findet. Hlidaci pes erinnert sich an Zeiten, als die Zigarette noch Freiheitsfackel hieß. Die New York Times sucht Künstliche Intelligenz und findet Google Brain.

Außerhalb des Sechsecks

13.12.2016. Die New York Review of Books lässt aus den Datenkraken im Netz die Luft raus. Der New Yorker sucht einen Job. La vie des idees hofft für Amerika auf eine neue Oppositionsbewegung ohne weiße Männer. Novinky diagnostiziert einen Machtkampf zwischen Milliardären und traditionellen Eliten. Gentlemen's Quarterly besucht die Republik Liberland an der Donau. Die New York Times porträtiert die Astrophysikerin Sara Seager.

Wenn Trump und Farage übernehmen

06.12.2016. Die NYRB steht noch unter Trump-Schock. Den hält einfach niemand für echt, meint Martin Amis in live mint. Die NYT blickt verzweifelt nach Deutschland. Der Merkur und Osteuropa entdecken den russischen Autor Andrej Platonow wieder, der den Aufstand der "Übrigen" schon erlebt hat. In 168 óra erinnert sich der ungarische Autor György Spiró, dass er schon 1995 wusste, dass die Vergangenheit auslöschbar ist. Tablet porträtiert den Alt-right-Vordenker Paul Gottfried.