Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
04.10.2006. Die taz hofft, dass sich auch ein paar Bischöfe den "Idomeneo" in Berlin ansehen. Die NZZ berichtet über eine Frankfurter Diskussion zur digitalen Zukunft der Buchbranche. In der FR beschreibt Kiran Desai Indien als rasenden Mischmasch. Die Berliner Zeitung hält nichts von weiblichen Formen der Deeskalierung. In der FAZ stellt sich Ayaan Hirsi Ali die Reformation des Islam vor. Die SZ kritisiert die Literaturkritik.

Berliner Zeitung, 04.10.2006

Harald Jähner berichtet von der gestrigen Diskussion um die Absetzung des "Idomeneo" in der Deutschen Oper, die unter anderem mit Innensenator Ehrhart Körting, Kultursenator Thomas Flierl und Intendantin Kirsten Harms besetzt war. "Sie setzt auf weibliche Formen der Deeskalierung: Muss denn alles immer in Form des Kampfes ausgetragen werden?, rief sie. Wenn ja, werde es immer Sieger und Besiegte geben. Was daran so schlimm wäre, sagte sie nicht... Körting und Flierl sagen zu ihrer Verantwortung nur das Allernotwendigste und das schmallippig. Aber man sieht doch, die Sache bedrückt sie. Diese Gesellschaft dort auf dem Podium, stellvertretend bestückt für die ganze Gesellschaft, ist sich bei allen Unterschieden der Bedeutung der Freiheitswerte lebhaft bewusst. Jenseits der Schuldfrage weiß hier nun jeder, dass die Absetzung des Stücks falsch war."

Im Interview mit Arno Widmann spricht der Nobelpreisträger V.S. Naipaul wie immer hübsch boshaft über die indische Literatur: "Indien kommt auf die Beine. Langsam. Aber vielleicht wird es nie ein literarisch wirklich großes Land werden. Es ist zu abhängig vom Ausland, von der Meinung, die das Ausland über die literarische Produktion des Landes hegt. Die Bücher werden für den Weltmarkt und für die ausländischen Kritiker geschrieben. Außerdem haben die Autoren die verschiedensten Stile vor Augen, und sie denken, sie könnten die kopieren. Sie glauben, sie könnten Lateinamerika sein, Günter Grass oder James Joyce. Wo ist die eigene Sicht der Dinge, die eigene Empfindung? Das gilt aber nicht nur für die indischen Autoren. Da sind diese chinesischen Schriftsteller, die über die Schrecknisse der Kulturrevolution schrieben und inzwischen sind sie alle durch die amerikanischen 'Kreatives Schreiben'-Kurse gegangen, und jetzt schreiben sie alle gleich."

FR, 04.10.2006

Zum Beginn der Buchmesse beschreibt die indische Autorin Kiran Desai Indien als ein Land zwischen "Vormoderne und Globalisierung". "In Indien, einer Nation, in der es notorisch von allem zu viel gibt, wird dem Mischmasch in rasendem Tempo noch mehr hinzugefügt: Computer und Handys, Tiramisu und Tacos, Schönheitswettbewerbe, Aerobics, die Wiederkehr von Coca-Cola, französische Cognacschwenker, thailändische Weingläser, amerikanische Touristen, Fettsucht, Magersucht, blond gefärbtes Haar, verführerische neue Werbeslogans: 'Peter England, das ehrliche Hemd.' Peter England, das ehrliche Hemd??"

Im Feuilleton Christoph Schröder bezeichnet die Vergabe des Deutschen Buchpreises an Katharina Hacker uncharmant als "annehmbaren Kompromiss". Christian Schlüter gratuliert dem amerikanischen Philosophen Richard Rorty zum 75. Geburtstag und lobt die "philosophische Skepsis gegen die Philosophie" des "bekennenden Quertreibers und -denkers". Astrid Hölscher resümiert die Rede von Ralf Dahrendorf zum Tag der deutschen Einheit in der Paulskirche. "Unbeugsamkeit, Integrität und Rechtschaffenheit" bescheinigt Daniel Kothenschulte im Nachruf dem Regisseur Frank Beyer.

Besprochen werden Sönke Wortmanns WM-Doku "Deutschland. Ein Sommermärchen" (das Daniel Kothenschulte "erstaunlich leicht" findet), Inszenierungen von Shakespeare, Jonigk, Röggla und Canetti, mit denen Amelie Niermeyer ihre Düsseldorfer Intendanz startet, und Bücher, darunter ein Sammelband von Norbert Lammert über "Verfassung, Patriotismus, Leitkultur" und die Autobiografie "Mein Leben, meine Freiheit" der somalischen Autorin Ayaan Hirsi Ali (mehr dazu in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr)

Außerdem präsentiert die FR heute ihre Literaturbeilage. Den Aufmacher widmet Ina Harwig Imre Kertesz "Dossier K." (Wir werten die Beilage in den nächsten Tagen aus.)

TAZ, 04.10.2006

Wolfgang Schäuble sollte zur Gala-Vorstellung des "Idomeneo" in Berlin auch noch die Bischöfe beider Konfessionen und den päpstlichen Nuntius einladen, schlägt Matthias Greffrath auf der Meinungsseite vor. Denn letztlich gehe es nicht um Kunstfreiheit oder Moslems. "Sondern um das riesengroße Folgeproblem der Aufklärung. Das Abschlagen von Götterköpfen war nämlich nur der erste Teil der Aufgabe, und es hat ein riesengroßes Loch in der Seele der Menschen hinterlassen. Der Glaube an die Unsterblichkeit (der Seele) ist der Untergrund nicht nur der westlichen Zivilisation gewesen. Wo er verblasst, stellt sich das schlimme Gefühl ein, dass das Leben hier und jetzt das einzige ist, das es gibt. 'Wenn der Tod allem ein Ende setzt', schrieb George Orwell l944, mit Weltkrieg, Gulag und KZ vor Augen, 'wird es viel schwieriger zu glauben, dass man auch dann im Recht sein kann, wenn man besiegt worden ist. Staatsmänner, Nationen, Theorien, Aktionen werden dann fast zwangsläufig nach ihrem materiellen Erfolg beurteilt.' Es zählt nur die Gegenwart und das Volk, befreit vom Dienst und Tod für falsche Götter, gibt sich dem Hedonismus hin, nach der Parole 'What has posterity done for me?'."

Auf den Kulturseiten würdigt Claus Löser in seinem Nachruf auf Frank Beyer den "dialektisch geschulten Humor" des Regisseurs. Der habe ihm 1999 in New York geholfen, auf die Frage zu antworten, wie sich die Arbeit als Filmemacher im Sozialismus von der im Kapitalismus denn unterscheiden würde: "Former we had censorship, now we have sponsorship." Dirk Knipphals findet die Vergabe des Deutschen Buchpreises an Katharina Hacker zwar nicht gerade "mutig", freut sich aber "dass eine überzeugende Autorin gefunden wurde, um zu demonstrieren, dass es bei dem als Marketinginstrument eingeführten Preis nicht darum zu tun ist, literarische Maßstäbe zu senken." Besprochen wird der Science-Fiction-Klassiker "Fahrenheit 451", mit dessen Inszenierung Florian Fiedler am Frankfurter Schauspiel seinen Einstand als Nachfolger von Armin Petras gibt.

Auf den Tagesthemenseiten zeigt sich Barbara Schweizerhof ein bisschen enttäuscht über Sönke Wortmanns WM-Doku "Deutschland. Ein Sommermärchen". Und Andreas Rüttenauer kritisiert, mit Wortmann habe sich "kein Neugieriger auf Spurensuche begeben, um etwas herauszufinden, da wurde ein Fan der Nationalmannschaft vom DFB in die Kabine gesetzt und durfte seine Handycam laufen lassen".

In tazzwei dekliniert Natalie Tenberg Klischees des Gastland der Frankfurter Buchmesse Indien von Mahatma Gandhi bis Bollywood durch. Zum Messebeginn liegt heute außerdem die Literataz mit Besprechungen neuer Bücher vor, unter anderem von Noam Chomsky, Annette Pehnt und Tim Parks, der Erinnerungen von Joachim Fest und einer Autobiografie von Claudia Roth. (Wir werten die Beilage in den nächsten Tagen aus.)

Schließlich Tom.
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NZZ, 04.10.2006

Joachim Güntner berichtet von der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse, auf der er wenig Glamour, aber eine Debatte zur digitalen Zukunft der Buchbranche erlebt hat: "Dass zahlreiche Verlage 'in Agonie' fallen würden, sollte ein novelliertes Urheberrecht es den deutschen Bibliotheken erlauben, an beliebig vielen Bildschirmplätzen digitale Buchkopien zugänglich zu machen, behauptete gestern Vormittag Gottfried Honnefelder, der Vorsteher des Börsenvereins. Schließlich genüge es dann den Bibliotheken, von jedem Buch nur noch ein einziges Exemplar zu erwerben, das sie scannen und vervielfältigen könnten. Dramatischer noch nehmen sich die mit der Digitalisierung verbundenen Gefahren in Ländern ohne eine reiche und fest verankerte Buchbranche aus. 'We don't want free foreign content', rief die mit Honnefelder auf dem Podium sitzende Ana Maria Cabanellas, Präsidentin der Internationalen Verleger-Union und Eignerin eines Kleinverlages in Argentinien."

Weiteres: Thomas Fechner-Smarsly berichtet aus Oslo über das neue Holocaust-Museum in Quislings ehemaliger Residenz. Besprochen werden eine Schau der Basler Architekten Miller und Maranta im Adambräu in Innsbruck und Bücher, darunter der Band "Erinnerungsorte der Antike", Klaus Kordons Jugendroman "Fünf Finger hat die Hand" (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Welt, 04.10.2006

Gerhard Gnauck besuchte eine deutsch-polnische Historiker-Tagung in Warschau und stellt fest: "Wie man es dreht und wendet: In beiden Ländern wird heute, vor allem in der Öffentlichkeit, die sich im Besitz des 'Gedächtnisses' wähnt, neu justiert, und auf beiden Seiten spricht man mehr als noch vor Jahren vom eigenen Leid und eigenen Opfern. Eine merkwürdige, fast groteske Parallelität, die die künftige Verständigung nicht leichter macht."

Shirin Sojitrawalla schreibt zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse und stellt die wichtigsten Autoren des Gastlandes Indien vor. Eckhard Fuhr gerät im Frankfurter Kaisersaal ins Grübeln über westliche Werte. Konrad Adam schreibt zum 25. Geburtstag des Wissenschaftskollegs. Johanna Di Blasi denkt anlässlich des im November verliehenen Nam-June-Paik-Award über den Stellenwert der Medienkunst angesichts des Malereibooms nach. Ein dpa-Artikel informiert über die Podiumsdiskussion über die Absetzung des "Idomeneo".

Besprochen werden die Aufführung von Daphne du Mauriers "Rebecca" als Musical auf den Vereinigten Bühnen Wiens und die Aufführung von Busonis "Doktor Faust" und Mozarts "La finta semplice" im Opernhaus Zürich.

SZ, 04.10.2006

Mit gleich zwei Texten begleitet Thomas Steinfeld im Feuilleton die heute beginnende Frankfurter Buchmesse: Auf der Aufmacherseite räsoniert er über die "Buchmesse und ihre gewöhnlichen Verdächtigungen", beziehungsweise das Verhältnis von Literaturkritik, Gerücht und Kolportage. "Je hingebungsvoller der Literaturbetrieb den Gerüchten vertraut, desto weniger traut er sich selbst. Je mehr Kolportage, desto weniger Literatur ... Wenn bei jedem Argument, das einer in der Diskussion um ein literarisches Werk äußert, sofort nach seinen persönlichen und pragmatischen Beziehungen gefragt wird, schwindet die Fähigkeit der Literaturkritik, tatsächlich ästhetische Kontroversen auszutragen." Außerdem resümiert er Presskonferenz und Eröffnungsveranstaltungen.

Weiteres: Volker Breidecker lobt die Vergabe des Deutschen Buchpreises an Katharina Hacker als Juryentscheidung "wider alle saisonlüsternen Branchengesetze". Alexander Menden informiert über die Nominierungen zum diesjährigen Turner-Preis; auf der Liste stehen Tomma Abts, Phil Collins, Mark Titchner und Rebecca Warren. Johan Schloemann berichtet über die Feier zum 25. Geburtstag des Wissenschaftskollegs Berlin. Oliver G. Hamm erklärt, warum die Landschaftsarchitektur am Berliner Schlossplatz mit ihren Planungen versagt. Fritz Göttler würdigt in seinem Nachruf auf den Regisseur Frank Beyer ("Spur der Steine") dessen "aufrechte Haltung", zu der auch eine "Naivität" gehört habe, die diese Haltung vielleicht "überhaupt möglich" gemacht habe.

Zu lesen ist außerdem eine Solidaritätsaufruf für den unter Todesdrohungen fanatischer Islamisten stehenden französischen Gymnasiallehrer für Philosophie Robert Redeker (mehr zum Fall aus der SZ vom 2.10. hier), den französische Intellektuelle, darunter Elisabeth Badinter, Alain Finkielkraut und Andre Glucksmann in Le Monde veröffentlicht haben.

Auf Seite drei porträtiert Karin Steinberger die indische Autorin Baby Halder, der es gelungen ist, aus ihrem Leben als Dienstmädchen Literatur und einen Beststeller zu machen ("A life less ordinary"). Ijoma Mangold lässt zwei Literaturkritiker über Wolf Haas? Roman "Das Wetter vor 15 Jahren" plaudern. Besprochen werden außerdem Sönke Wortmanns WM-Doku "Deutschland. Ein Sommermärchen", eine Inszenierung von Bizets "Carmen" in Graz, Robert Wilsons Inszenierung von Heiner Müllers Stück "Quartett" auf dem Pariser Herbstfestival, die Premiere von Katharina Schmidts Stück "Maxi Singles" und eine Aufführung von Hans Zenders Indianeroper "Chief Joseph" am Heidelberger Theater.

Auch die SZ hat heute eine dicke Literaturbeilage mit Rezensionen unter anderem zu Botho Strauß, John Banville, Richard Powers und Peter Sloterdijk. Wir werden sie in den nächsten Tage auswerten.

FAZ, 04.10.2006

In einem sehr lesenswerten Interview spricht die Menschenrechtlerin und Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali ("Mein Leben, meine Freiheit") über die "schleichende Scharia", den einseitigen Tariq Ramadan und die nötige Reform des Islam. "Der Ausgangspunkt muss der Prophet sein. Er hat sich selbst als 'Bote Gottes' bezeichnet. Er ist nicht gottgleich, sondern fehlbar, eben ein Mensch, der Gottes Wort verkündet. Wir sollten also alle mit den Menschenrechten vereinbaren Bestandteile seiner Lehre behalten, aber den Rest eben in seinem historischen Kontext, der arabischen Halbinsel des siebten Jahrhunderts belassen. Der zweite Schritt wäre festzustellen, dass auch der Koran nicht von Gott stammt, sondern 150 Jahre nach dem Tod Mohammeds von Menschen verfasst wurde. Darin stehen viele Dinge, die wir heute überwinden sollten. Die Menschheit hat sich schließlich seitdem enorm entwickelt. Und der dritte Punkt ist die Sexualdoktrin. Ich spreche vom Dogma der Jungfräulichkeit vor der Ehe. Wenn wir das überwinden, werden die Frauen frei sein."

Schon die neue Leuchtschrift am Düsseldorfer Schauspielhaus missfällt Andreas Rossmann, und dann durchzieht die ersten vier Premieren unter der Intendantin Amelie Niermeyer eine "unverbindliche Lustigkeit", die er nicht gutheißen kann. Etwa in "Othello, der Neger": "Der Himmel strahlt blau und weiß, bunte Luftballons hüpfen zwischen Biertisch und Grill, der Alkohol fließt in Strömen und, wenn's grob zugeht, fliegt auch mal ein Eimer Wasser ins Gesicht. Othello und Desdemona, Felix Klare und Kathleen Morgeneyer, sind frisch verliebt, hopsend winkt sie ihm zu, springt an ihm hoch und verschlingt sich mit ihm, und die kesse Emilia der Doreen Nixdorf plappert klischeeselig über Muslime, Mafia und Migranten."

Weitere Artikel: Günter Paul erklärt, für welche Abweichungen welcher Hintergrundstrahlung John Mather und George Smoot den Physik-Nobelpreis bekommen haben. Andreas Kilb resümiert eine offenbar wenig ergiebige Podiumsdiskussion zur "Idomeneo"-Absetzung in der Deutschen Oper. "till" fasst die Eröffnungspressekonferenz der Frankfurter Buchmesse zusammen, auf der es um steigende Ausstellerzahlen und Indien ging. "Malt" schreibt zum Tod des Filmregisseurs Frank Beyer. Eine Meldung fasst die Kritikerbestenlisten aus dem Jahrbuch der Zeitschrift Opernwelt zusammen. Matthias Grünzig freut sich über die Sanierung der Baumwollspinnerei im sächsischen Flöha. Eine Doppelseite zeigt Bilder von Kalkutta, die Barbara Klemm fotografiert hat.

Auf der Medienseite berichtet Gina Thomas über die die Zukunftspläne des Telegraph, der mit einem Umzug in die Innenstadt, einem "integrierten" Zeitungsprodukt" und "Antastpunkten" im Online-Auftritt seine Leserschaft verjüngen will.

Auf der letzten Seite hält Patrick Bahners dem Beck-Verlag noch einmal vor, die "Kurze Geschichte der Demokratie" des italienischen Historikers Luciano Canfora nicht veröffentlicht zu haben: "Ihnen war die Richtung suspekt, da wollten sie im Autor einen Stümper sehen." Joachim Müller-Jung weiß von wissenschaftlicher Seite, dass Italiens Anti-Rauch-Politik tatsächlich gesund für die Bevölkerung ist. Und Alexandra Kemmerer porträtiert den Jesuiten und Islamexperten Christian Troll.

Besprochen werden eine Ausstellung von Klaus Rinkes überdimensionalen Graphitbildern in der Hagia Sophia, Meg Stuarts Tanzchoreografie "It's not funny" an der Berliner Volksbühne und ein Sammelband mit Aufsätzen des Germanisten Bernhard Böschenstein, "Von Morgen nach Abend".

Auch der FAZ liegt heute die Buchmessenbeilage bei. Im Aufmacher bespricht Hubert Spiegel zwei Bücher über Terroristen: Kiran Nagarkars Roman "Gottes kleiner Krieger" und Christoph Peters' Roman "Ein Zimmer im Haus des Krieges". Und schließlich schmückt sich die Beilage mit einem Text von Jonathan Franzen über den "größten Künstler auf diesem Planeten": Charles M. Schulz, den Vater der Peanuts. (Wir werten die Beilage in den nächsten Tagen aus.).