Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
22.06.2006. Das neue Pariser Museum für die Arts premiers ist für die SZ schlicht eine Weltsensation. Die Welt vernimmt ebendort den Ruf der Wildnis. Die Zeit hat den Beweis: Das einzige, was Feridun Zaimoglu abgeschrieben hat, sind die Tonbänder, auf denen seine Mutter ihre Geschichte erzählt. Die FAZ berichtet über neue Initiativen der Länder zu einer Fusion der Kulturstiftungen der Länder und des Bundes. In der taz freut sich sogar Gregor Gysi über den neuen Patriotismus. Alle erinnern an Billy Wilder, der heute hundert Jahre alt geworden wäre. Zum Beispiel Volker Schlöndorff im Tagesspiegel.

Zeit, 22.06.2006

Hilal Sezgin hat sich die Tonbänder von Feridun Zaimoglu angehört, auf denen seine Mutter von ihrer Kindheit erzählt. Sezgin spricht ihn nun von jedem Verdacht frei, er hätte sich für seinen Roman "Leyla" auch aus anderen Quellen - etwa Emine Özdamars "Das Leben ist eine Karawanserei..." - bedient: "Es kann kein vernünftiger Zweifel bestehen, dass hier Mutter Zaimoglu ihrem Sohn aus ihrem gesamten Leben erzählt - ziemlich ungefiltert, und langsam wird das für mich zur eigentlichen Überraschung. 'Deine Mutter redet mit dir über solche Dinge?' - 'O ja, sie hat mir auch noch ganz anderes erzählt. Weißt du, ich musste ihr das gar nicht sagen, sie wusste auch so: Ich brauchte Geschichten. Und sie sagte, ich werde dir alles erzählen. Und das hat mich auch ganz schön durchgeschüttelt, weil sie die Schamgrenzen, die sonst zwischen Mutter und Sohn sind, eingerissen hat, wir wussten es beide, und das ist ganz schön eigenartig. Wir saßen dabei in Ankara im Wohnzimmer, die Tür war zu, mein Vater hat manchmal angeklopft und gesagt, wollt ihr Tee? Und ich habe geraucht, und damit ich sie nicht voll qualme, wollte ich das Fenster öffnen. Aber da hat sie gesagt, mach das Fenster wieder zu, die Nachbarn dürfen es nicht hören. Mutter, habe ich gesagt, das werden später tausend Leute lesen!'"

Auch wenn Michael Mönniger einiges an Jean Nouvels Bau für das Pariser Musee du quai Branly auszusetzen hat - seiner Ansicht nach verbreitet er "primitivistischen Nebel" -, preist er das Völkerkunde-Museum als eine der wenigen Glanzleistungen der ruhmlosen Ära Chirac: "Das ist das Revolutionäre des Branly-Museums, dass es traditionale Gesellschaften nicht mehr als Verbindungsglied zwischen Affen und Menschen sieht, sondern von einer radikalen Diversität ausgeht, in der Kulturen prinzipielle Gleichwertigkeit genießen."

Im Aufmacher erinnert Gunter Hofmann angesichts des allenthalben beschworenen neuen freundlichen Patriotismus an die noch nicht weit zurückliegende Integrationsdebatte, die seiner Meinung nach "mit seltener Wucht" die Bringschuld den Ausländern auflud: "Nein, gar so entspannt, wie die 'entspannten Patrioten' gerne behaupten, und gar so anerkennend für andere Kulturwelten war diese Debatte bis dato nicht. Vielleicht, wenn es so weitergeht, gibt ja die Gute-Laune-WM doch noch endlich den Kick in die richtige Richtung?"

Weiteres: In der Randglosse zeigt Autor Ze do Rock Alternativen zu Flaggen und bunten Trikots auf. Er hat sich ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift bedrucken lassen: "Hab kein grüngelbes Trico, bin trotzdem Brasilianer". An Armin Holz' Inszenierung von Federico Garcia Lorcas "Dona Rosita" am Bochumer Schauspielhaus preist Peter Kümmel vor allem die Schauspielerin Ilse Ritter: "Versüßende Wirkung hatte ihr Spiel schon immer: Was sie erleidet, ist auch schon verschmerzt; die frische Wunde bildet Honigkrusten." Konrad Heidkamp erkennt in dem Konzeptkünstler und Musikdenker Ekkehard Ehlers Deutschlands Antwort auf Brian Eno (hier Ehlers sehr avantgardistische Website). Claus Spahn informiert, dass Daniel Barenboim nach 36 Jahren seine Arbeit für das Chicago Symphony Orchestra beendet, weil er keine Lust mehr zu Fundraising-Dinner, Abonnentenpflege und Lobbyarbeit hatte. Im Briefe-Match gegen Elena Lappin entschuldigt sich Harald Martenstein heute für Achern: Hier sind britische Fans in einem "umzäunten, sandigen und heißen Zeltlager" untergebracht. Claudia Herstatt berichtet von der Londoner Antiquitätenmesse Olympia.

Besprochen werden Jafar Panahis bärenprämierter Film über weibliche Fußballfans im Iran "Offside", die Ausstellung "Berlin - Tokio" in der Berliner Neuen Nationalgalerie, Justine Electras "wunderbares" Debüt "Soft Rock", Fontanes "Stechlin" als Hörbuch und als Klassiker der Moderne Duke Ellintons Album "The Duke at Fargo".

Im Aufmacher des Literaturteils stellt Ulrich Greiner Bücher über das Leben in Ozeanen vor. Das Dossier widmet sich Johann Sebastian Bach.

SZ, 22.06.2006

Kunsthungrige Paris-Besucher werden künftig um ein paar Stunden am Quai Branly nicht mehr herumkommen, prophezeit Gottfried Knapp, für den das neue Museum der Künste und der Zivilisationen schlicht eine "Weltsensation" ist. Und zwar nicht nur wegen der wunderbaren Architektur von Jean Nouvel, sondern auch wegen der "unfassbaren Gestaltenfülle" der Objekte aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika. "...dass Frankreich mit seinen afrikanischen Beständen den Rest der Welt spielend schlägt, hätte allein schon die aus der Überfülle herausgezogene Sonderausstellung 'Afrikanische Chimären' zeigen können. Da sind Helmmasken der Bamana-Kultur aus Mali zu sehen: aus Holz geschnitzte tiergestaltige Gebilde von höchster Leichtigkeit und Eleganz. Meist erhebt sich über einem geduckten Fabeltier die S-Form eines schlanken Antilopenhalses mit hoch in den Himmel geschwungenem Gehörn. Man kann sich gut vorstellen, wie der Vortänzer mit diesem filigran-animalischen Gebilde auf dem Kopf neue Formen der Leichtigkeit fand."

Weitere Artikel: Renate Klett schickt einen Bericht vom größten türkischen Theaterfestival aus Istanbul. Frank Thinius spricht mit dem Architektenduo Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton, dem die Münchner Pinakothek der Moderne zur Zeit eine Ausstellung widmet. Gustav Seibt gratuliert dem Historiker Horst Fuhrmann zum achtzigsten Geburtstag. Fritz Göttler verabschiedet mit dem jetzt neunundneunzigjährig verstorbenen Vincent Sherman einen der letzten Regisseure des alten Studiosystems. Außerdem stimmt er uns auf den neuen, von der amerikanischen Kritik gefeierten "Superman"-Film und seinen Hauptdarsteller ein, "Brandon Routh, der den einfachen Erlöser-Boy aus dem Mittelwesten so stark verkörpert wie Reeve es einst tat."

Die Seite 2 des Politikteils ist vor allem Billy Wilder gewidmet. Tobias Kniebe erklärt, warum er für junge Filmemacher kaum ein Vorbild ist: "Das liegt daran, dass seine Filme nach strengen Regeln komponiert sind, die unendlich schwer mit Originalität und Leben zu füllen sind. Vielen Regisseuren fehlen heute Handwerk, Humor und Ideen, um sich mit solchen Meisterwerken zu messen. Hinzu kommt, dass in der Billy-Wilder-Schule einzig und allein das Publikum über einen Film entscheidet. Eine brillante Idee, die niemand versteht, ist in Wilders Welt eine schlechte Idee."

Besprochen werden Robert Lepages Film "Die andere Seite des Mondes", Jessica Hausners Film "Hotel", Stephen Frears Film "Lady Henderson präsentiert", den Susan Vahabzadeh für sein Einfühlungsvermögen lobt, und Bücher, darunter Kurt Flaschs Studie "Meister Eckhart. Die Geburt der 'Deutschen Mystik' aus dem Geist der arabischen Philosophie" (mehr in unserer Bücherschau des Tages heute ab 14 Uhr).

TAZ, 22.06.2006

Der neue Patriotismus bekommt eine Segnung von unerwarteter Seite: "Ein solches Fest hätte ich nicht für möglich gehalten," staunt Gregor Gysi in der WM-Beilage im Interview mit Jens König und Peter Unfried. "In den Gesichtern der jungen Deutschen sieht man, dass sie sich anderen Nationen gegenüber weder überlegen noch unterlegen fühlen, sondern sehr gleich berechtigt. Hier entsteht im Verhältnis zur eigenen Nation zum ersten Mal etwas Normales, Unverkrampftes, Souveränes. Das ist ein richtiges Erlebnis für mich. Das beruhigt mich." (Und uns beruhigt soviel tiefenpsychologische Oberflächendiagnostik natürlich auch.)

Weiteres: Christoph Schröder hat Andreas Maiers fünfter Poetikvorlesung zugehört, die sich mit den Betriebsgeräuschen des Literaturbetriebs befasste. Niklaus Hablützel erklärt die Berliner Opernstiftung zur Placebo-Organisation, weil sie aus seiner Sicht von Anfang an nur als Wall gegen die Einsicht gedacht gewesen sei, dass auf Dauer alle drei Opernhäuser in Berlin nicht zu halten sind.

Besprochen werden zwei Theateraufführungen der ungarischen Theatergruppe Kretakör bei der Wiesbadener Theaterbiennale, "Schwarzland" und "Nibelungen-Wohnpark" und Jessica Hausners zweiter Spielfilm "Hotel" (mehr hier).

Und Tom.
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FR, 22.06.2006

Zum hundertsten Geburtstag von Billy Wilder erzählt Daniel Kothenschulte, wie er den Meister 1990 einmal persönlich in Babelsberg traf. Der Rest ist Verbeugung. "Während man Hitchcocks Genie in einer endlosen Serie technischer Kunstgriffe nachspüren kann, ist Wilder kaum zu entschlüsseln. Sprachlos steht man vor der Kunst, die Lebenserfahrung in immer neue Geschichten zu verwandeln. Wir sehen uns selbst in dieser einzigartigen Comedie Humaine, als die sich Wilders Werk in all seinen Schattierungen präsentiert. Zwischen dem Strahlen der Monroe in 'Das verflixte siebte Jahr' und dem Unglück der MacLaine in 'Das Appartement'."

Elke Buhr stellt die Daros-Services-AG des Schweizer Milliardärs Stephan Schmidheiny vor, die zwei Kunstsammlungen unterhält und nächstes Jahr ein Museum in Rio de Janeiro eröffnen will. "Schmidheiny hat sein Vermögen unter anderem beim Handel mit Holz aus Lateinamerika vermehrt und inzwischen immerhin ein Fünftel davon wieder in eine Stiftung eingebracht, die dort Entwicklungshilfe betreibt. Nebenbei hat seine Daros-Latinamerica im Laufe von sechs Jahren die europaweit größte Sammlung zentral- und südamerikanischer Kunst aufgebaut, zeigt sie regelmäßig in kleineren Ausstellungen im eigenen Haus in Zürich oder schickt sie auf Reisen." Die aktuelle Ausstellung "Seducoes" (Verführungen) präsentiert gerade in Zürich Kunst aus Brasilien.

Weiteres: Peter Michalzik bescheinigt dem neuen deutschen Fußballpatriotismus, als "Teil eines wogenden Zeichenmeers" Pop zu sein, dazu "schön, sexy, lebendig, lebensfroh, weltoffen und unbestimmt". Harry Nutt bekennt in der Kolumne Times Mager, dass ihm die neue deutsche Dauerparty langsam unheimlich wird.

Besprochen werden Jessica Hausners Film "Hotel", Stephen Frears neuer Film "Lady Henderson präsentiert" und James Gunns Debütfilm "Slither".

Welt, 22.06.2006

Originell, gelungen, verblüffend findet Jörg von Uthmann Jean Nouvels Musee du Quai Branly. "Sogar die Fassade des Bürotrakts für die 200 Angestellten folgt dem Ruf der Wildnis: Sie ist vollständig bepflanzt." Allerdings gehe es Jacques Chirac mit seinem Museum für die "arts premier" (Urkunst) weniger um Architektur oder eine Erweiterung des Kunstbegriffs, als um Politik. "Das neue Museum ist ein erstklassiges Aushängeschild für seine - auch von der Linken geteilte - Überzeugung, dass die Dritte Welt keinen ehrlicheren Anwalt besitzt als Frankreich."

Weitere Artikel: Thomas Brussig wundert sich, dass seine Überlegungen zum neuen Patriotismus von den Medien aufgegriffen wurden. Konrad Adam hat einer argumentativ dürftigen Debatte über No-go-Areas in Deutschland zugehört. DW meldet, dass die BBC nach 42 Jahren ihre Sendung Top of the Pops wegen Zuschauerschwund einstellt. Im Magazin erzählt Hellmuth Karasek von seiner letzten Begegnung mit Billy Wilder.

Besprochen werden Stephen Frears Film "Lady Henderson präsentiert", der Film "Shaggy Dog", Jessica Hausners Horrorfilm "Hotel" und James Gunns Horrorfilm "Slither".

FAZ, 22.06.2006

Heinrich Wefing berichtet über einen neuen Anlauf der Länder zu einer Fusion der Kulturstiftungen der Länder und des Bundes: "Für die Ministerpräsidentenkonferenz heute in Berlin haben die Staatskanzleien der Länder ein Papier vorbereitet, das nicht nur ein sorgsam ausgearbeitetes Fusionsmodell anbietet, sondern nach Informationen dieser Zeitung auch eine Verdoppelung des Länderbeitrags von derzeit acht auf sechzehn Millionen Euro. Das wäre zwar immer noch deutlich weniger als die 38 Millionen Euro, die der Bund seiner Kulturstiftung spendiert, aber doch ein Durchbruch." Allerdings soll der Staatsminister für Kultur seine Förderungsinitiativen dann stets von der länderüberwachten Stiftung absegnen lassen.

Weitere Artikel: Verena Lueken meditiert im Aufmacher über den fürs Kino starken Geburtenjahrgang 1906. Nur einer - Billy Wilder - bekommt dann auf der Filmseite eine Extrawürdigung zum Hundertsten von Michael Althen. In der Leitglosse mag es Hubert Spiegel nicht goutieren, dass Andreas Maier in einer Poetik-Vorlesung ausplauderte, warum er den Suhrkamp-Verlag einst verließ und dann wieder zurückkehrte. Lisa Zeitz konnte mit Ronald Lauder sprechen, der erklärt, warum Klimts "Gold-Adele" ein Traum für ihn ist, den er sich unbedingt zulegen musste. Edo Reents gratuliert Kris Kristofferson zum Sechzigsten. Tilmann Lahme erklärt, warum Thomas Mann eine Illustration, die ihn mit seiner Tochter Elisabeth zeigt, aus einer frühen Ausgabe von "Unordnung und frühes Leid " entfernen ließ. Patrick Bahners gratuliert dem Historiker Horst Fuhrmann zum Achtzigsten. Auf der Medienseite porträtiert Paul Ingendaay den spanischen Fußballexperten Julio Maldonado.

Auf der letzten Seite bringt Eberhard Rathgeb eine atmosphärische Reportage von der Berliner Fanmeile. Christian Schwägerl zeichnet Diskussionen um eine neue Volkszählung nach. Und Alexander Jürgs porträtiert den Schweizer Modeschöpfer Christian Peter, der zu wohltätigen Zwecken Einzelstücke aus indischen Schuluniformen schneidert.

Besprochen werden die Ausstellung "Eroberung der Städte" in der Schirn, Glucks "Iphigenie" in Paris und Jessica Hussners Horrorfilm "Hotel".

Tagesspiegel, 22.06.2006

Über all Billy-Wilder-Hommagen heute. Der Tagesspiegel konnte Volker Schlöndorff als Autor gewinnen: "The show never stops, außer bei Sportübertragungen - und auch da ist er noch am Telefon mit Walter Matthau oder seinem Bookie, um Wetten abzuschließen. Jeden Ernst pariert er mit einem Witz. Das hat ihm den Ruf eingetragen, ein Zyniker zu sein. Für ihn war das aber eine Frage der Würde. Was wirklich ernst ist, behält man für sich. Seine Moral verkauft er nur in Schokolade verpackt."

NZZ, 22.06.2006

Das Hauptwerk des wichtigsten japanischen Mangazeichners heißt ausgerechnet "Adolf". In seiner Besprechung des nun auf Deutsch erscheinenden, fünfbändigen Comicromans stellt Christian Gasser den "Gott des Manga" Osamu Tezuka vor, der 600 Geschichten auf 150.000 Seiten hinterlassen hat. "In den Jahren nach dem Krieg schuf der 1928 geborene Tezuka den Manga, wie wir ihn heute kennen. Im Gegensatz zu seinen Vorläufern setzte er, unter dem Einfluss des amerikanischen Kinos, filmische Erzähltechniken in seinen Bildgeschichten um. Mit unterschiedlichen Blickwinkeln und Bildausschnitten, mit Speedlines und Soundeffekten und mit einer bewegten Seitengestaltung definierte er die dynamische Bildsprache, die bis heute zu den Eigenheiten des Mangas gehören. Wichtiger noch waren Tezukas inhaltliche Neuerungen: Nur ein Jahr nach seinen Anfängen als Gag-Comicstrip-Zeichner, 1947, legte er mit dem 200 Seiten dicken Buch 'Die neue Schatzinsel' den ersten epischen Manga vor, der sich sensationelle 400.000 Mal verkaufte."

Weitere Artikel: Jan-Werner Müller präsentiert das neue, bisher nur auf Englisch erschienene Buch "Identity and Violence" von Amartya Sen, in dem der Wirtschaftsnobelpreisträger gegen kulturellen Determinismus wettert, zur Lösung der konkreten Probleme aber offenbar wenig Konstruktives beizutragen hat. Der Mensch mit seinen 3,2 Milliarden Gen-Buchstaben und 10.000 Milliarden vernetzten Zellen ist so komplex, dass man seine Handlungen vielleicht niemals steuern oder vorhersagen kann, meint der Zellbiologe Gottfried Schatz.

Besprochen werden die "angenehme" Ausstellung "Monet - Felder im Frühling" in der Staatsgalerie Stuttgart und Bücher, darunter Jorge Edwards Kubaroman "Persona non grata" (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).