Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
29.12.2005. In der Zeit erklärt Peter Greenaway, wie die "Nachtwache" Rembrandt ruinierte. In der SZ versucht der Altorientalist Walter Sommerfeld seine Kollegin Susanne Osthoff zu verstehen. Die FAZ besucht das germanistische Institut der Universität Bagdad. In der Berliner Zeitung erklärt Helga M. Novak, wie sie schreiben lernte, als sie häkeln sollte. Woody Allens neuer Film "Match Point" trifft auf die Begeisterung der Kritik.

Zeit, 29.12.2005

Der Regisseur Peter Greenaway spricht im Interview mit Hanno Rauterberg über Rembrandt, das Gemälde "Die Nachtwache" und den Film, den er daraus machen will. Das Bild, so Greenaway, habe Rembrandt ruiniert, weil er darin einflussreiche Größen der Amsterdamer Gesellschaft des Mordes bezichtigte. Es "wimmelt vor lauter Hinweisen auf Mord. Sie müssen sich nur den Soldaten in der weißen Uniform ansehen, und Sie werden links neben seinem Hut das Ende eines Gewehrs sehen. Aus diesem Gewehr wird ein Schuss abgegeben. Es wird jemand ermordet, und alle, die auf dem Bild zu sehen sind, wissen davon. Sie decken den Mord, es sind lauter Verschwörer."

"Dieser Film handelt vom großen Tennis des Lebens", schwärmt Katja Nicodemus über Woody Allens neuen Film. "Matchpoint" sei nicht nur sein bestes, sondern zum Glück auch sein zynischstes Werk seit Jahren. "Woody Allen, der kleine jüdische Junge aus New York, dieser großartige Verfasser von Holocaust- und Naziwitzen, hat noch nie an die moralische Kraft der Kunst geglaubt. Andererseits hat er uns auch noch nie so klar und so ernüchternd ihre absolute Wirkungslosigkeit vor Augen geführt. Womöglich musste er einfach einmal auf den Tisch hauen."

Weitere Artikel: Der eigentliche Grund für die Krise der UN ist die schwelende Frage der Rechtmäßigkeit von Präventivschlägen, weiß Thomas Assheuer. Alexander Bürgin sieht den Prozess gegen einen Hochschulrektor in der Osttürkei als neuen Höhepunkt in der Auseinandersetzung zwischen säkularen Hochschulen und religiöser Regierung. Zehn Jahre nach Heiner Müllers Tod ist vor allem der "undramatische Rest", die Person des Dramatikers, in Erinnerung geblieben, meint Peter Kümmel. Reiner Luyken berichtet von zehn Tagen mit Johann Sebastian Bachs Gesamtwerk, gespendet vom BBC Klassiksender Radio 3. Michael Naumann gratuliert Michael Blumenthal, dem ehemaligen US-Botschafter, Finanzminister und derzeitigen Leiter des Jüdischen Museums in Berlin zum 80. Geburtstag. Wie schon den Kollegen gefällt Thomas E. Schmidt die letzte Ausstellung im Palast der Republik und wie seine Kollegen fordert er einen neuen Ort für Zeitgenössisches in der Hauptstadt.

"Es ist einfacher, die Jordanier oder die Ägypter die Drecksarbeit machen zu lassen." Der ehemalige erste CIA-Terroristenjäger Michael Scheuer beteuert gegenüber Thomas Kleine-Brockhoff auf den Politikseiten, dass es bestimmt keine 100 Menschen waren, die der Geheimdienst im Ausland aufgegriffen hat, um sie dann in Drittländern verhören zu lassen. Die Sonderüberstellung hätten übrigens Demokraten erfunden. "Präsident Clinton, sein Sicherheitsberater Sandy Berger und sein Terrorismusberater Richard Clarke haben die CIA im Herbst 1995 beauftragt, al-Qaida zu zerstören. Wir fragten den Präsidenten: Was sollen wir mit den Leuten machen, die wir festsetzen? Darauf Clinton: Das ist Ihre Sache. Die CIA wandte ein: Wir sind doch keine Gefängniswärter. Uns wurde nochmals gesagt, wir sollten das Problem irgendwie lösen. Also entwickelten wir ein Procedere."

Im Wirtschaftsteil hält Götz Hamann das Angebot der KEK (mehr) an Springer, die Übernahme von ProSiebenSat1 nur nach der Einrichtung eines öffentlichen Fernsehbeirats abzusegnen, für das Werk von Wolfgang Helmes, Leiter der rheinland-pfälzischen Landesmedienanstalt.

Besprechungen widmen sich einer Ausstellung mit Werken des "störrischen" Malers James Ensor in der Frankfurter Schirn, Andreas Dresens "sonnigem" Milieu-Film "Sommer vorm Balkon", und dem neuen Album der Strokes "First Impressions of Earth". Im Aufmacher des Literaturteils preist Karl Schlögel Geert Maks "In Europa", in dem er an wichtige europäische Schauplätze des 20. Jahrhunderts reist (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

FR, 29.12.2005

Die FR hat eine neue Serie heutigen Leitbildern der Stadtplanung gewidmet. In Folge eins untersucht Robert Kaltenbrunner mit einiger Skepsis den Rekurs der Kommunen auf das Leitbild "europäische Stadt": "Haben denn die Kommunen, angesichts ihrer haushälterischen Miseren, überhaupt noch die Kraft, um sich als ausgleichender Moderator unterschiedlicher Interessen zu begreifen - anstatt allein als Zulieferer der Investoren? Und wer oder was entwickelt dann die Stadt? Muss man nicht, wenn man schon den Staat leichtfertig aus seiner Funktion als aktiver Städtebauer entlässt, vor allem überlegen, wie man die übrigen Mitspieler dazu bringt, städtisch denken und handeln zu können? Die Frage, wem die Stadt gehört und wem sie gehorcht ( den Bürgern, der Politik, den Investoren), wird im kommunalpolitischen Diskurs offenbar nicht gestellt." Deshalb scheint das urbanistische Leitbild aus Kaltenbrunners Sicht vor allem eine zeitgenössische Management-Ideologie widerzuspiegeln.

Weitere Artikel: Harry Nutt schreibt die heutige Kolumne Times Mager über die postweihnachtliche Depression angesichts frisch geschenkter, aber nicht ordnungsgemäß funktionierender Geräte. Jan Freitag führt ein langes Interview mit dem Regisseur Dieter Wedel über die Vorzüge des Fernsehens. Auf der Medienseite analysiert Henning Hoff den Niedergang der unabhängigen Berichterstattung in Zeiten des Krieges und hofft auf Rettung durch das Internet

Besprochen werden Woody Allens neuer Film "Match Point" mit Scarlett Johansson, (die für Daniel Kothenschulte gerade dabei ist, "die Monroe unserer Zeit zu werden"), Tony Scotts Film "Domino", Michael Thalheimers Inszenierung von Guiseppe Verdis Oper "Rigoletto" am Theater Basel und eine große Ausstellung mit Meisterwerken von Vater und Sohn Cranach und Werkstatt in den Kunstsammlungen Chemnitz.

TAZ, 29.12.2005

"Mein Gott, ist das nun eine Upper-Class-Satire oder eine Klischee-Sammlung?" fragt sich Dietrich Kuhlbrodt nach Sichtung von Woody Allens neuem Film "Match Point". "Nein, dazu war es zu gut gemacht, im Match-Tempo des Kommen-wir-jetzt-zügig-zur-Sache, und dann hatte ich sie gelernt, die Upper-Class-Codes, die dir Tür und Tor öffnen. Ich sagte es schon: ein Lehrstück. Aufsteiger Chris also freundet sich mit dem gewissenfreien Oberschicht-Sohn Tom an. Ein Tennis-Coach wird grad gebraucht (Glück!). Seine Schwester will geehelicht werden (Glück!). Der Vater wird Aufsteiger-Fan (Glück!). Chris legt sich außerdem eine Geliebte zu (Scarlett Johansson), die eigentlich die Verlobte seines Schwagers Tom ist. (Kommen Sie mit? Wir sind unversehens in einem Familienroman des vorvorigen Jahrhunderts.) Die Johansson ist die einzige Nichtengländerin unter den Schauspielern, immerhin emigriert sie grade laut Drehbuch aus den USA. Also, was nun?"

Weitere Artikel: Gerrit Bartels beschließt das Literaturjahr 2005. Auf der Tagesthemenseite porträtiert Waltraud Schwab die letzte Frau Heiner Müllers, die Fotografin Brigitte Maria Mayer (mehr hier).

In der zweiten taz erklärt Tarik Ahmia, dass Google vor allem wegen des weltgrößten und gut geführten Computernetzwerks aus über 100 000 eigenen Servern erfolgreich ist. Dort ist jede Seite gespeichert, die die Suchbots im Netz gefunden haben. "Googles Steuersoftware sei in der Lage, Computernetze nahezu jeder Größe vollautomatisch zu verwalten, die Rechenlast zu verteilen und auch Fehler wie den Ausfall einzelner Rechner selbständig zu managen, berichten Google-Insider. Diese Software ist der Schlüssel, um in einer Welt der sich exponentiell vermehrenden Information diese mit unbegrenzt leistungsfähigen Computersystemen zu verarbeiten. Sie ist wohl auch der wahre Grund, wieso Google so viel Furcht in der Branche verbreitet." Die Hardware wird dagegen sehr einfach gehalten. "Das Rückgrat des Suchriesen ist ein Netz aus abertausenden Billig-PCs, die dazu noch von einem Betriebssystem gesteuert werden, das nichts kostet: Linux. Google goes Aldi."

Eine einsame Besprechung gilt der DVD-Edition von Vincent Gallos Film "The Brown Bunny".

Schließlich Tom.
Anzeige

NZZ, 29.12.2005

Roman Hollenstein stellt das von Fernando Menis gebaute Kongress- und Kulturzentrum Magma Arte y Congresos (Bild) in der Touristenstadt Playa de las Americas auf Teneriffa vor: "Die zwölf mit lokalem Chasnera-Stein versetzten und mit Hammerschlägen grob behauenen Betonfelsen, in denen die Büros und die dienenden Funktionen untergebracht sind, umschreiben zusammen mit dem aus einer Stahlkonstruktion gebildeten und mit Faserzementplatten verkleideten Dach ein funktionales Haus, das von der Spannung zwischen morphologischer Schwere und bautechnischer Leichtigkeit lebt. Die klassisch gedachte, jedoch extravagant umgesetzte Konstruktion wurde von Menis an einem Modell erarbeitet. Dabei formte er die tragenden Betonfelsen, zwischen denen sich Fensterbänder spannen, in Plastilin und das gefaltete, von Lichtspalten durchfurchte Dach in Sand und Schaumstoff aus und ließ die komplexen Ergebnisse anschließend am Computer in realisierbare Pläne umsetzen."

Weitere Artikel: Andrea Köhler berichtet über Kritik, die Spielbergs Film "Munich" in den USA auslöste. Adam Olschewski erzählt, wie das Akkordeon zum ersten Instrument des Pop wurde: weil es allen Schichten Zugang zur Musik erlaubte

Besprochen werden Musikvideos von Anton Corbijn, Jonathan Glazer, Mark Romanek und Stephane Sednaoui, die jetzt auf DVD herausgekommen sind, das neue Strokes-Album "First Impressions of Earth" und Bücher, darunter ein Band von Wolf-Dieter Lemke über die populäre Sicht des Orients im Fin de Siecle, "Staging The Orient", der Gedichtband "Rumbalotte" von Bert Papenfuss und Carl Jonas Love Almqvists Roman "Das Geschmeide der Königin" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).
Stichwörter: Anton Corbijn, Musik, Pop, USA

FAZ, 29.12.2005

Birgit Svensson besucht das germanistische Institut der Universität Bagdad, das nach Plünderungen und Kriegszerstörungen mühsam seinen Betrieb wieder aufnimmt, und macht nebenbei auf ein bisher kaum wahrgenommenes Thema aufmerksam: Die intellektuelle Elite des Irak lebt besonders gefährlich: "Fast einhundert Professoren und Dozenten sind in den vergangenen zwei Jahren in Bagdad ermordet worden. Ärzten, Lehrern und Rechtsanwälten erging es nicht anders. Es scheint, als solle die irakische Intelligenz ausgerottet werden."

Weitere Artikel: Feuilletonmarxist Dietmar Dath wendet sich gegen Ideen Horst Köhlers, Arbeitnehmer an den Unternehmen, in denen sie arbeiten, zu beteiligen. Dirk Schümer mokiert sich über das rapide vergreisende Personal der italienischen Linken. G.P. fürchtet in einer Leitglosse über die europäische Satellitentechnik Galileo, dass wir zu Sklaven der Technik werden. In der Reihe "Wir vom politischen Archiv" stellt Peter Grupp Dokumente zur Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs vor, die einst von Karl Kautsky zusammengestellt worden waren. Oliver Tolmein resümiert niederländische Diskussionen über Sterbehilfe bei Kindern und Jugendlichen. Matthias Grünzig besucht die sanierte Reformsiedlung Ziegenhainer Tal in Jena.

Auf der Kinoseite werden "Augenblicke 2005" rekapituliert. Und Verena Lueken erinnert sich trotz schlechter Zuschauerzahlen gern an dieses Filmjahr. Auf der Medienseite lässt Nina Rehfeld besonders bizarre Meldungen des auch in dieser Zeitung sanft ersterbenden Jahrs Revue passieren.

Für die letzte Seite besucht Katja Gelinsky einige der immer größeren amerikanischen Megakirchen, wo sich Sonntagsmorgens um acht Zehntausende zum ekstatischen Gospelsingen einfinden. Gina Thomas berichtet über britische Ideen, außer Hitler auch noch zwei oder drei andere Themen im Geschichtsunterricht vorkommen zu lassen. Und Kerstin Holm erinnert an Gerhardt Friedrich Müller, den Begründer der russischen Ethnografie, der in diesen Tagen 300 Jahre alt würde.

Besprochen werden Woody Allens Film "Match Point" (sein bester Film seit langem, meint Michael Althen), eine Doppelausstellung über die Geschichte der Portätfotografie in Berlin, die Ausstellung "Night Sites" im Kunstverein Hannover und eine Ausstellung mit Don-Quijote-Illustrationen aus 400 Jahren in Hamburg.

Berliner Zeitung, 29.12.2005

"Wer die Melancholie nicht in sich hat und sie nicht erlebt hat, der weiß nur die Hälfte", erklärt die Dichterin Helga M. Novak im Interview. Ihren Prosastil hat sie in einem Schweizer Irrenhaus gefunden: "Ich habe in diesem Irrenhaus meine Methode gefunden, Prosa nicht episch fortlaufend zu erzählen, sondern Prosa - Emotionen und Reaktionen, Explosionen auch Implosionen - in Stücken, wie Filmbilder, aneinander zu setzen. Das habe ich in diesem Irrenhaus ausprobiert, weil ich nicht schreiben durfte, ich sollte unbedingt häkeln. Das war in meinem Fall besonders schön, weil ich als Kind Heimarbeit gemacht habe, nämlich Häkeln, da kamen sie ja nun an die Richtige. Außerdem hatte ich wegen der Tabletten solche Kopfschmerzen, dass ich tatsächlich keine längeren Sätze oder fortlaufende Berichte schreiben konnte. Und da hab ich diese Methode für mich entdeckt und gedacht, Mensch geht ja."

Welt, 29.12.2005

Katja Ridderbusch unterhält sich mit Michael Nentwich vom Goethe-Institut Atlanta über die Schwierigkeit der Vermittlung deutscher Kultur in den Südstaaten der USA. Ulrich Baron schreibt einen Nachruf auf die Eigenheimzulage. Josef Engels gratuliert dem Jazzmusiker Wolfgang Dauner zum Siebzigsten.

Besprochen werden Tony Scotts Film "Domino", die Ausstellung "Rembrandts Mutter" in Leiden, der Film "Ein Haus in Irland" nach Maeve Binchys Roman (mehr hier) und Woody Allens neuer Film "Match Point" (mehr hier).

Auf der Forumsseite dokumentiert die Welt ein Papier der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), die eine Fusion von Springer und Pro 7 Sat 1 nur dann in Betracht ziehen will, wenn Springer in den Sendern auf unternehmerischen Einfluss verzichtet. Und auf der Magazinseite stellt sich Catherine Deneuve, deren Drehtagebücher gerade veröffentlicht werden, den respektvollen Interviewfragen des Drehbuchautors Pascal Bonitzer.

SZ, 29.12.2005

Der Marburger Altorientalist Walter Sommerfeld will in einem Interview mit Sonja Zekri den Entschluss Susanne Osthoffs, in den Irak zurückzukehren, nicht kritisieren: "Sie kennt das Risiko, und sie war nie leichtfertig." Auch ihre Erfolge im Irak will Sommerfeld nicht klein reden lassen: "Seit den frühen Neunzigern, seit den Zeiten des Embargos, haben sich Hilfsorganisationen ihre Sprach- und Ortskenntnisse zunutze gemacht. Und abgesehen von der humanitären Arbeit: Was sie für die Archäologie geleistet hat, kann man gar nicht hoch genug schätzen. Dass es heute ein Bewusstsein für Raubgrabungen gibt, ist auch und vor allem ihr Verdienst. Sie hat eine Weltöffentlichkeit hergestellt für den Schutz jahrtausendealter Hochkulturen. Das Unesco-Team hat sich die Raubgrabungen aus der Luft angesehen, sie hat Fernsehteams dorthin gebracht und es geschafft, dass es überhaupt Bilder gibt. Am spektakulärsten war ein Bericht in der New York Times aus Isin vor zwei Jahren. Die Aufnahmen sind bis heute fast die einzigen Bilder von Raubgrabungen. Dass Großbritannien und die Schweiz die Unesco-Konvention zum Schutz von Kulturgut ratifiziert haben, hängt damit zusammen."

Kopfschüttelnd meldet Klaus Birnstiel aus London, dass Bob Geldof nun von den britischen Konservativen als Armuts-Berater unter Vertrag genommen wurde: "Die Macht dekoriert sich gerne mit den Musen. Politik und Pop gehen immer neue Symbiosen ein."

Weitere Artikel: Franziska Augstein bedauert es wortreich, dass Angela Merkel "das ordentliche Alltagsdeutsch, das sie früher sprach, ... gegen ein bejammernswertes Kauderwelsch eingetauscht" hat. Rückblickend auf das Jahr der Katastrophen denkt Christopher Schmidt über die Grenzen des Mitgefühls und der globalisierten Moral nach. Christian Nürnberger entwickelt den Vorschlag der Bundesregierung weiter, bei der nächsten Ernte Arbeitslose als Erntehelfer abzukommandieren. Alexander Menden hat Scarlett Johansson, Star von Woody Allens neuem Film "Match Point" interviewt.

Besprochen werden Tony Scotts Film "Domino", Peter Mullans Film "Orphans" und Bücher, darunter Friedrich Wilhelm Murnaus "Südseebilder", die der Filmhistoriker Enno Patalas herausgegeben hat (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).