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Esther Kinsky

12 Artikel

Es tobte 1 Schatten am Fenster vorüber

Tagtigall 14.12.2018 […] Freiheit Der Titel des jüngsten Gedichtbands von Esther Kinsky "kö novény kökény" klingt fremd; fast möchte man meinen: ein Vogellaut. Schließlich gibt es viele Vögel in diesem Band. Der pirol der pirol auch der nun endlich zwischen den schüttern akazienwipfeln da wirft er die triller weit von sich und holt sie zurück in sein goldgefieder ein trugwechsellied der soliloquist mit seinem wehruf w […] dornig am wegsaum und gleislängs ungehöriges verswort zum widerborstenen splitter-im-aug Wie das dornige Gestrüpp die Früchte, so schützen die Konsonanten hier die Vokale. Die Natur schreibt mit. Esther Kinsky, kö növény kökény, mit Birnholzschnitten von Christian Thanhäuser, Edition Thanhäuser, 2018, 60 Seiten, 20 €. Kindheit Robert Macfarlane stammt aus Großbritannien. Ein Vertreter des Nature Writing […] Von Marie Luise Knott

Esther Kinsky: Am Fluss

Vorgeblättert 31.07.2014 […] Osten Londons verfolgt Esther Kinsky die sich überlagernden Spuren persönlicher Geschichte und urbaner Historie dieser Flusslandschaft und nutzt die Wildnis des Marschlands als Freiraum für Erinnerung und Reflexion. Der River Lea wird zur Grenzmarkierung und zugleich zu einem Wegweiser: Erfahrung und Wahrnehmung finden an ihm eine Schranke und ein Ziel. Zur Autorin: Esther Kinsky, geb. 1956 in Engelskirchen […] der auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2011 stand, und den Essay "Fremdsprechen", in dem Esther Kinsky das Verhältnis von Texten und ihren Übersetzungen reflektiert. Zudem erschienen im Herbst 2013 ihr dritter Gedichtband, "Naturschutzgebiet", sowie, herausgegeben und übersetzt von Esther Kinsky, "Lob der Wildnis" von Henry D. Thoreau. Leseprobe […] Esther Kinsky: Am Fluss Roman Matthes & Seitz, Berlin 2014 387 Seiten, gebunden, € 22,90 Erscheint am 24. August 2014 Hier zur Leseprobe Bestellen bei buecher.de Mehr Informationen bei Matthes & Seitz Klappentext: Alte Fabriken, ärmliche Häuser, aber auch unverhoffte Streifen von Wildnis: eine Landschaft an der Grenze zwischen Stadt und Land, bevölkert von aus ihren Ordnungen gefallenen Menschen […]

Hörnerschwung

Tagtigall 12.07.2014 […] nicht mehr weiß ist und es nie wieder sein wird." Nicht weiß, nicht schwarz - ein Drittes eben. *** Zum Weiterlesen: - Friederike Mayröcker, études, Suhrkamp 2014. - Esther Kinsky, fremd sprechen, Matthes & Seitz 2013. - Esther Kinsky, naturschutzgebiet. Gedichte und Bilder, Matthes & Seitz 2014. - Bodo Hell, Omnibus. Texte von und Beiträge zu Bodo Hell, Literaturverlag Droschl 2014. - Urs Mannhart […] zu lassen, sondern einander zuzuführen. Dieses Jahr lasen die Schweizerin Katharina Faber, der Südafrikaner Charl-Pierre Naudé, der Wahl-Römer Durs Grünbein und die in Berlin ansässigen Dichter Esther Kinsky und Ernest Wichner. Urweider selbst widmete jedem als Kommentar ein Gedicht aus eigener Produktion und so bekam man eine Idee vom Wandern der Bilder durch Jahrhunderte, Kulturen und Kontinente hinweg […] koloniale Verwerfungen zwischen Südafrika und Antwerpen in den Blick rückte; es ging um Hände, Leichen von Befreiungskämpfern und um Schädel mit pockennarbigen Einschusslöchern. Dagegen setzte Esther Kinskys Vortrag auf die Wiederbenennung der Welt und ließ allerlei Archaisches, Verwildertes und Gefährdetes wuchern. Oh lieber schwarzer lieber gottvergess wend ab das übel unverhofft das vöglein fiederlos […] Von Marie Luise Knott

Nur ein Stück der Pranke

Tagtigall 19.12.2013 […] Verlag, Berlin 2013, 170 Seiten, 19,90 Euro. ... und wogen von Mut zu Mut Die Dichtung von Esther Kinsky ist karg, ihr Sujet ist die Natur. Ihre Verse "wogen von Mut zu Mut" - ein "hütetier für die unzahme schar von ferne gerufener worte", wie es in einem früheren Band hieß. In diesem Herbst hat Esther Kinsky in "Naturschutzgebiet" Fotografie und Verse zusammengebunden. Naturschutzgebiete sind Areale […] nah / An herz und schultern sitzt und nichts / zu zwitschern weiss als dieses lied / der neige ach gottvergess / erblüh dann ist / der sommer nicht mehr lang /" Es ist der Klang, der hier dank Esther Kinskys Kunst so vieles vermag - er beschwört das Unglück, geht hinein in Angst und Trauer. Im Schutzraum des Gedichtes siedelt Kinsky vom Aussterben bedrohte Bezeichnungen wie "Gottvergess" (die Schw […] verwahrlosung". In allen Versen hallt das Wissen um die Bedrohtheit des Daseins. Dichtung die kürzeste und dichteste Form der Sprache, versenkt sich ins Eigene, um das Allgemeinste zu sagen. Esther Kinsky, Naturschutzgebiet, Gedichte und Fotografien, Berlin, Matthes & Seitz, 2013 Fragen "was wird aus uns / wohin gehen wir / wer wird uns richten / uns erleichtert fallen lassen / uns befreien von […] Von Marie Luise Knott

Bücher der Saison: Briefe, Tagebücher, Essays

Bücher der Saison 12.04.2013 […] "kokett, heiter und gelehrig" ließ sie sich gern über die Initiationsqualität des Zungenküssens oder die frühe Monopolisierung des Kusses durch die Kirche aufklären. Hingewiesen sei auch noch auf Esther Kinsky Band "Fremdsprechen" der charmant und gedankenreich die Fallstricke des Übersetzens umkreist, so Burkhard Müller in der SZ. Reportagen Richard McGregor hat viele Jahre in China als Korrespondent […]

Schule des Erzählens

Bücherbrief 07.02.2011 […] 2010, unseren Notizen zu den Literaturbeilagen vom Herbst 2010, der Krimikolumne "Mord und Ratschlag" und den Leseproben in Vorgeblättert. Literatur Esther Kinsky Banatsko Roman Matthes und Seitz 2011, 246 Seiten, 19,90 Euro 2004 zog Esther Kinsky nach Battonya, einer kleinen ungarischen Stadt im Banat, fast an der Grenze zu Rumänien. Eine Handlung zum Nacherzählen gibt es nicht. Kinsky erzählt […] "Man riecht, schmeckt, hört, sieht dieses Land", notiert die Rezensentin. So denkt auch Ursula Rütten, die im ORF die "poetische Prosa" und das Einfühlungsvermögen Kinskys hervorhebt. Ihr hat Esther Kinsky die Suche nach der richtigen Form so beschrieben: "Nicht dass ich die bewusst gesucht habe, aber diese unglaubliche Langsamkeit, dieses Schwebende, das erschien mir damals so, ja tatsächlich, unwirklich […]

Olga Tokarczuk: Unrast

Vorgeblättert 05.03.2009 […] Olga Tokarczuk: Unrast Aus dem Polnischen von Esther Kinsky Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2009 Gebunden, 464 Seiten, ? 24,90 Erscheint am 11. März 2009 Zur Leseprobe Bestellen bei buecher.de Mehr Informationen bei Schöffling & Co. Klappentext: Eine Frau und ihr kleiner Sohn verschwinden auf mysteriöse Weise während des Urlaubs; eine orthodoxe Sekte will durch ständige Bewegung dem Teufel […] und "Spiel auf vielen Trommeln" sowie "Annain in den Katakomben". Für "Unrast" wurde Olga Tokarczuk 2008 mit dem Nike-Literaturpreis ausgezeichnet. (Foto: Liesbeth Kuipers) Zur Übersetzerin: Esther Kinsky arbeitet seit 1988 als literarische Übersetzerin aus dem Polnischen, Russischen und Englischen. Sie lebt in Battonya, Ungarn und in Berlin. In diesem Frühjahr erschien ihr Roman "Sommerfrische" […]

Esther Kinsky: Sommerfrische

Vorgeblättert 10.02.2009 […] ag des Ewiggleichen. Esther Kinsky führt den Leser auf eine Reise, die ihn verändert zurücklässt. Ihre zarte und weiche Sprache wird zum Auge und zur Haut des Lesers, der die drückende Hitze, die Trägheit des Dorfs zu sehen und zu fühlen glaubt. Das Fremde hat im Rhythmus der Jahreszeiten keine Chance, es wird von der nächsten Flut hinweggeschwemmt. Zur Autorin: Esther Kinsky, geboren 1956, hat Slawistik […] Esther Kinsky: Sommerfrische Roman Matthes & Seitz, Berlin 2009 Gebnden, 128 Seiten, Euro 16,80 Erscheint am 13. Februar 2009 Zur Leseprobe Bestellen bei buecher.de Mehr Informationen bei Matthes & Seitz Klappentext: Üdölö, eine ungarische Feriensiedlung am Fluss, wird alljährlich zum Zufluchtsort vor der unerträglichen Hitze und einsetzendenTrockenheit. Üdölö ist der Ort der Sehnsucht, der […]