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Marie-Luise Scherer

5 Artikel

Das Erhabene und das Schöne

Essay 12.07.2013 […] Gehör, die irgendwann vielleicht ganze Welten assoziieren können. Hans Ruprecht, der Leiter des Literaturfestivals Leukerbad, der dieses Jahr wieder eine Schar großartiger Autoren, darunter auch Marie Luise Scherer, Salman Rushdie, Katja Lange-Müller, Robert Schindel und Jonathan Safran Foer zu Lesungen und Gespräch versammelte, lud aus gegebenem Anlass auch zwei Autoren-Verleger zum Gespräch: Den Noch […] Versuch über das Licht, Aus dem Englischen von Ian Galbraith, München 2012. - Antjie Krog: skinned. selected poems, New York 2013. - Joachim Sartorius: Hotel des Étrangers. Gedichte, Köln 2008. - Marie Luise Scherer: Die Bestie von Paris und andere Geschichten, Berlin 2012. - David van Reybrouck: Kongo, Aus dem Flämischen von Waltraud Hüsmert, Berlin 2012. - Jo Lendle: Was wir Liebe nennen, Frankfurt 2013 […] Von Marie Luise Knott

Marie-Luise Scherer: Der Akkordeonspieler

Essay 16.03.2004 […] Alice Grün, die sich im Teufelsbruch die Hörner abläuft. Marie-Luise Scherer ist, mit einem Wort, die Historikerin des ungeheuren Alltags. Zur Autorin: Geboren 1938 in Saarbrücken, war Marie-Luise Scherer über zwanzig Jahre lang Autorin beim Spiegel, der sich ihre Langsamkeit erlaubte und die meisten ihrer Geschichten druckte. Marie-Luise Scherer wurde 1994 mit dem Börne-Preis ausgezeichnet. Veröff […] Marie-Luise Scherer: "Der Akkordeonspieler". Wahre Geschichten aus vier Jahrzehnten Die Andere Bibliothek/Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2004 Gebunden, 405 Seiten, im Schuber, 27,50 Euro kurze Leseprobe Klappentext: Marie-Luise Scherer wohnt unweit der alten Zonengrenze in einem Dorf an der Elbe und schreibt. Sie schreibt wenig. Sie verlangt von jedem ihrer Sätze, daß er wie ein […] ein Handschuh sitzt. Ein solcher Anspruch macht aber viel Arbeit, und er ist im Journalismus nicht üblich. Marie-Luise Scherers Geschichten gehören zum Kernbestand der deutschen Literatur der letzten Jahrzehnte. Leise, aber mit gespannten Sehnen, kommen in ihren Texten die Katastrophen daher, so, daß man als Leser erstaunt, und lacht, und erschrickt. "Die Hundegrenz" ist wahrscheinlich der definitive […]

Nur eine kam durch: Marie-Luise Scherer

Essay 16.03.2004 […] Verehrte Gäste, liebe, hoch verehrte Marie-Luise Scherer, die unter Ihnen, die die Arbeiten von Marie-Luise Scherer schon kennen, bitte ich ihr Gähnen zu unterdrücken. Ich werde Ihnen nichts Neues sagen. Frau Scherer bitte ich weg zu hören, denn ich denke, jetzt ist der Augenblick, in dem etwas ausgesprochen werden muss, was jeder Leser, jede Leserin Marie-Luise Scherers weiß, was in den Rezensionen aber […] verkroch. Niemand, der diese Geschichte gelesen hat, kann durch die Waldemarstrasse gehen, ohne an sie zu denken und ohne wieder jenen Schauder zu spüren, den Marie-Luise Scherer uns bei der ersten Lektüre verschaffte. Marie-Luise Scherers Erzählungen setzen uns aus. Sie streifen uns die Schutzhaut - oder doch ein Gutteil davon - ab, die uns abschottet gegen die Wirklichkeit. Wir sind, so belehrte […] en Kenntnisse der meisten Leser deutlich überfordernde Genauigkeit den Pressejargon. Marie-Luise Scherer nimmt diesen Ball auf und jetzt dient dieser Anfangssatz jedem erfahrenen Teilnehmer am Schriftverkehr als ein Warnzeichen: Du betrittst eine Erzählung. Ich habe dieses Warnzeichen, solange Marie-Luise Scherer im Spiegel veröffentlichte, stets als eine Verheißung gelesen und wurde nie enttäuscht […] Von Arno Widmann