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Martin Buber

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Die Matrix und ihre Feinde

Essay 17.06.2013 […] Immer deutlicher hingegen zeichnet sich das kulturgeschichtlich einzigartige Verhängnis der dualistischen Entweder-Oder-Logik in ihrer christlichen Ausführung als apokalyptischer Kampf zwischen Gut und Böse.[16] Für die große Bühne der offiziellen Weltgeschichte gilt Peter Sloterdijks Fazit, dass "erst seit dem Auftritt des Bösen in der christlichen Theologie sich von einer gemeinsamen Geschichte von Religion und Terror sprechen lässt."[17] Martin Buber erläutert denselben Vorgang als Dynamisierung des Glaubensbegriffs vom eher abwartend-passiven Modus des Judentums zum aktiv-beschleunigenden des Christentums.[18] Und zwar ausgerechnet anhand der gefährlichsten Losung der Bewusstseinsgeschichte: "Alles ist dem Glaubenden möglich" (Mk 9,23, Mt 17,21). […] Von Daniele Dell'Agli