9punkt - Die Debattenrundschau

In preisgünstigen Kleidungsstücken

Rundblick durch die Feuilletondebatten. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
05.12.2014. Die Berliner Zeitung schaut mit Grauen auf das 400-Millionen-Euro-Desaster der Berliner Statsoper. In den Verlagsblogs Hundertvierzehn und Logbuch denken Kathrin Röggla und Friedrich von Borries über Jaron Lanier nach. Die New Republic fragt: Wo bleibt die Entschädigung für Guantanomo-Opfer wie Murat Kurnaz? Die neuesten Vorgänge beim Spiegel sorgen bei Twitter und in den Medien für Aufregung. Pierre Assouline denkt in seinem Blog über den ungeheuren Erfolg des Rechtspopulisten Eric Zemmour nach.
Efeu - Die Kulturrundschau vom 05.12.2014 finden Sie hier

Kulturpolitik

Manuel Brug klagt in der Welt über "Berliner Wurstigkeit" bei der Sanierung der Berliner Staatsoper und meint: Abreißen und Neubauen wäre billiger gewesen. Und Nikolaus Bernau fragt verärgert in der Berliner Zeitung: Wo wird das fehlende Geld wohl abgezwackt - beim Neubau für die Zentral- und Landesbibliothek vielleicht? In jedem Falle peinlich, denn: "Nur für die in Berlins Staatsbauwesen üblichen Kostensteigerungen bauen andere deutsche Städte ganze Akademien, Bibliotheken, Museen und Theater. Und wie kann die Hauptstadt ihr 400-Millionen-Desaster vor den Konzert- und Opernfreunden in Rostock oder im Ruhrpott rechtfertigen, die zittern, dass ihnen ihre Landesregierungen wegen einiger hunderttausend Euro den Betrieb dicht machen? Vor München oder Hamburg, die ihre Schulden selbst zahlen? Gar nicht."

Weiteres: Jörg Altwegg fragt in der FAZ wie sich die Schweiz nach dem Abkommen mit Deutschland über die Gurlitt-Bilder wohl den eigenen "Fluchtkunstwerken" gegenüber verhalten wird: In Deutschlanfd genügten Indizien, um einen Verkauf zu verhindern, die Schweizer wollten gleich enne kaum zu erbringenden Beweis: "Die Schweizer Regierung lobt den deutschen Standard, den sie im eigenen Land verhinderte." Und Eckhard Fuhr berichtet in der Welt, dass die Weichen für ein Bauhaus-Museum in Dessau nun gestellt seien - im Jubiläumsjahr 2019 soll es stehen.

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