9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 23.02.2018 - Ideen

Wie zu erwarten sieht Didier Eribon im Interview mit Daniel Binswanger von republik.ch die Kritik Mark Lillas am Genderismus der modischen Linken eher kritisch: "Ach ja, Mark Lilla entdeckt heute ganz plötzlich die Tugenden des Klassenkampfes, dabei führt er schon seit Jahrzehnten einen erbitterten Krieg gegen das 68er-Erbe. Er hat eine lange Karriere des konservativen Kampfes gegen alle Emanzipationsbewegungen hinter sich, ob es sich nun um den Feminismus, die Schwulenbewegung, den Antirassismus oder kritische französische Philosophen wie Foucault, Derrida, Deleuze, Bourdieu handelt. Lilla ist ein reaktionärer Ideologe, und er hat gerade großen Erfolg, weil er sagt, was die Leute hören wollen. Leute, die denken, sagen aber Dinge, die man nicht erwartet."
Stichwörter: Didier Eribon, Mark Lilla

9punkt - Die Debattenrundschau vom 22.02.2018 - Ideen

Die Sozialdemokratie ist zerrissen zwischen neuer Unterklasse, alter Mittelklasse, die Angst hat vor der Deklassierung, und der neuen Mittelklasse mit ihrem modischen Multikulti, die auch eine Menge anderer politischer Angebote hat, diagnostiziert der Kultursoziologe Andreas Reckwitz ("Die Gesellschaft der Singularitäten") im Feuilleton-Aufmacher der Zeit: "Teile der Wähler aus der neuen Mittelklasse wandern in die liberale Mitte ab, wo sie unter ihresgleichen bleiben; Teile der Wähler aus der alten Mittelklasse und neuen Unterklasse wandern frustriert nach rechts außen (oder Letztere auch nach links außen). Schlimmstenfalls entfremdet man sich nach beiden Seiten und ist für niemanden mehr die erste Adresse. Das Band zerreißt."

Im NZZ-Gespräch mit René Scheu deutet der amerikanische Politphilosoph Francis Fukuyama islamistischen Radikalismus mit dem griechischen Begriff des "Thymos" - dem Zentrum des Stolzes in der menschlichen Seele, ergründet Gemeinsamkeiten von Nationalisten und Islamisten, plädiert für einen "liberalen Patriotismus", der Menschen unabhängig von Ethnie und Religion als Bürger eines Landes versteht und spricht über den Zusammenhang von linker Identitätspolitik und antiuniversalistischem Kulturrelativismus: "Die marxistische Linke wurde durch eine nietzscheanische Linke ersetzt. Marx glaubte an Fortschritt, Moderne, Rationalität und Wissenschaft, also Werte, die aus der Aufklärung hervorgingen. Nietzsche blies einen Teil derselben weg, denn er war überzeugt, diese Werte seien christlich und ließen sich mit guten Gründen durch neue ersetzen. Nach Gottes Tod ist alles möglich, der Relativismus triumphiert. Dann ist eben nicht mehr die Klassenunterdrückung das Problem, sondern die Unterdrückung durch die westliche Kultur per se. Nun sitzen plötzlich westliche Werte auf der Anklagebank - sie sollen für Kolonialismus, Rassismus und Krieg verantwortlich sein. Fraglos haben westliche avancierte Länder viel Übles angerichtet im 20. Jahrhundert - wer aber so simplizistisch argumentiert, schüttet das Kind mit dem Bade aus."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 21.02.2018 - Ideen

In der NZZ beharrt der notorisch optimistische Steven Pinker darauf, dass die Aufklärung die Welt besser stetig mache, dass zwar nicht die Ungleichheit abgenommen habe, wohl aber Armut, Verbrechen, Sterblichkeit. Und nein, das ist nicht naiv: "Es gibt Aktivisten, die Pessimismus für eine gute Sache halten - er sei ein Antrieb, Missstände aufzudecken, die Wohlstandsgesellschaft aufzurütteln, die Machthaber zur Rechenschaft zu ziehen. Aber nein. Nicht Pessimismus ist gut; Sachlichkeit und Genauigkeit sind es. Sicher müssen wir Leiden und Unrecht wahrnehmen, aber wir müssen uns auch im Klaren darüber sein, auf welche Weise sie gelindert werden können. Undifferenzierter Pessimismus kann in Fatalismus umschlagen und uns zur Überlegung verleiten, warum wir überhaupt Zeit und Geld investieren sollen, wenn die Lage ohnehin hoffnungslos ist. Und er kann zum Radikalismus führen - zu Destruktivität oder zum Glauben an einen charismatischen Tyrannen."
Stichwörter: Steven Pinker, Aufklärung

9punkt - Die Debattenrundschau vom 19.02.2018 - Ideen

Die "Verdammten dieser Welt" machen keine Revolution mehr, sie emigrieren. Die Osteuropäer, die solche Angst davor haben, sollten das am besten verstehen, meint Ivan Krastev in der NZZ. Die in Polen, Ungarn oder der Slowakei "im Gang befindliche Gegenrevolution begreift sich als Kampf zur Verteidigung der Normalität. Das Paradoxe daran ist, dass die liberale Revolution von 1989 sich selber auch als Revolution verstand, die Normalität schaffen würde. Die Migrationswelle, die in Ostmitteleuropa einen Backlash auslöste, ist in vielerlei Hinsicht der Zwilling der 'samtenen Revolutionen' von 1989. Im Rückblick erkennen wir, dass die damaligen osteuropäischen Revolutionen die ersten Revolutionen waren, in denen Migration wichtig war."

Steven Pinker, der gerade das Buch "Enlightenment Now - The Case for Reason, Science, Humanism, and Progress  veröffentlicht hat, erklärt im Gespräch mit Adam Rubenstein im Weekly Standard, warum Identitätspolitik nicht aufklärerisch ist: "Wenn sie über das Ziel der Bekämpfung von Diskriminierung und Unterdrückung hinausschießt, ist sie ein Feind der Vernunft und aufklärerischer Werte, und das betrifft ironischerweise auch die Suche nach Gerechtigkeit für unterdrückte Gruppen. Vor allem anderen beruht Vernunft auf der Annahme einer objektiven Realität und universeller logischer Standards. Wie Tschechow sagte, gibt es keine nationalen Multiplkationstabellen und es gibt auch keine für ethnische oder LGBT-Gruppen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 16.02.2018 - Ideen

Ist Geschlecht nur eine Glaubensfrage? In der NZZ resümiert die feministische Journalistin Joanna Williams die Geschlechterdebatte der letzten siebzig Jahre, beginnend bei Simone de Beauvoir über Judith Butler bis hin zu jüngsten neurophysiologischen Untersuchungen: Die "Unterscheidung zwischen Gehirn und Denken ist ein Kernpunkt. Menschen lassen sich ebenso wenig auf ihr Gehirn wie auf ihre Genitalien reduzieren. Unser Bewusstsein, unsere Fähigkeit, im Einklang mit unserer biologischen Prägung oder auch gegen sie zu handeln, statt uns einfach von ihr regieren zu lassen - das ist es, was den Menschen vom Tier unterscheidet."
Stichwörter: Geschlechterdebatte

9punkt - Die Debattenrundschau vom 15.02.2018 - Ideen

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen diagnostiziert in seinem neuesten Buch - übrigens in Anspielung auf Thomas Manns "Zauberberg" - "Die große Gereiztheit". Fluidum der großen Gereiztheit heutiger Ausprägung ist für ihn das Internet. Im Gespräch mit Claudia Schwartz von der NZZ exempliziert er seine These aber mit einem Ereignis in der Sphäre der alten Medien: "Es gibt natürlich den skandalisierenden Übereifer, das Hochjazzen minimaler Grenzüberschreitungen. Wir haben das gesehen bei Christian Wulff. Da kümmerten sich tatsächlich drei deutsche Journalisten der Financial Times um die Frage, ob Christian Wulff im Gymnasium seine Mitschüler mit After-Eight-Schokolade bestochen haben könnte, um Schülersprecher zu werden." Pörksen plädiert am Ende für eine Art medienpädagogischen Arbeit der Gesellschaft an sich selbst: "Wir müssen Diskursformen trainieren."

Der amerikanische Linguist und Kognitionswissenschaftler Steven Pinker hält im SZ-Interview Intellektuelle und Journalisten ebenfalls nicht für unschuldig an der gegenwärtigen Krisenstimmung. Außerdem diagnostiziert er in Zeiten des Populismus von links und rechts eine Wiederkehr der Romantik und insbesondere der Politik der Authentizität und erklärt, weshalb wir umso mehr auf die Aufklärung angewiesen sind: "Eines der Ideale der Romantik ist, dass Menschen von Natur aus tugendhaft sind. Und dass ihre Tugendhaftigkeit von einem starken, charismatischen Führer verkörpert werden sollte und man deswegen die Mechanismen der Demokratie abbauen muss. Die populistische Rechte dämonisiert diese gerne als Verwaltungsstaat, als 'tiefen Staat'. Aber der demokratische Staat ist eine Erfindung der Aufklärung, um die Defizite des Menschen auszugleichen, eine Gegenmaßnahme gegen die Authentizität."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 13.02.2018 - Ideen

Nun ist der nicht abgschlossene letzte Band von Michel Foucaults "Geschichte der Sexualität", "Les aveux de la chair", doch noch erschienen. Helmut Mayer liest für die FAZ die französische Ausgabe: "Möglich geworden ist diese Edition, die genauso wie die Bände der Pléiade von Frédéric Gros verantwortet wird, durch einen Generationenwechsel bei den familiären Rechteinhabern. Der Neffe Foucaults, selbst Philosoph, hielt nicht mehr an der strikten Auslegung des testamentarischen Wunsches fest, sondern fand es wie die verlegerischen Sachwalter einleuchtend, den ausstehenden Band der 'Histoire' vorzulegen."
Stichwörter: Michel Foucault

9punkt - Die Debattenrundschau vom 12.02.2018 - Ideen

Wohin man auch guckt in Deutschland: Zukunft sehen die Politiker heute nicht mehr. Alle Wahlversprechungen richten sich auf die Erhaltung des Status quo, meint Hans Ulrich Gumbrecht in der NZZ. "Umgeben von der blockierten Zukunft und der geradezu aggressiv präsenten Vergangenheit ist die einst nicht wahrnehmbare kurze Gegenwart des historischen Weltbilds in einen Prozess der Ausdehnung eingetreten. Es gibt eine neue, nicht selten von ökologischem Denken angestoßene Tendenz, Vergangenheit und Zukunft in maximalen Spannen zu denken, etwa als Anthropozän zwischen dem Erscheinen des Homo sapiens und seinem vorweggenommenen Verschwinden von der Oberfläche des Planeten. Zugleich und trotz einer alle Vergangenheiten in den Schatten stellenden Vielzahl einschneidender Veränderungen in unserem Alltag fällt es uns seit der Implosion des Staatssozialismus um 1989 eigenartig schwer, die Gegenwart in Schwellen oder Übergängen zwischen einem Vorher und Nachher zu erleben."

Carolin Wiedemann porträtiert in der FAS den kanadischen Psychologen Jordan Peterson, der zu Ruhm gelangte, nachdem er in einem Youtube-Video erklärte, warum er sich der genderisierten Sprechweise verweigert. Es folgte ein Channel Four-Interview, in dem er sich von der Interviewerin nict aufs Glatteis führen ließ: "Für die Kommentatoren, die ihn feierten, offenbart sich in diesem Interview jedoch etwas anderes: Der Mann aus der Wissenschaft argumentiert logisch, während eine radikale Feministin ihn grundlos als Sexisten anprangert. Dass diese Dame auch noch eine Talkshow moderieren darf, bestätigt in den Augen von Petersons Anhängern genau das, was Peterson in seinen Youtube-Videos beschwört: eine postmoderne Invasion, die unsere westliche Zivilisation bedrohe, mit ihren Sprechverboten etwa."

Mit Ironie ist Wladimir Putin nicht beizukommen, lernt Julian Hans (SZ) in einer Putin-Ausstellung im hippen Moskauer Design-Zentrum Artplay. Sie verschleiere nur den Unterschied zwischen Kult und Kritik: "Die Ironie ist längst Teil der Propaganda. Das Muster trifft nicht nur auf die Person des Präsidenten zu, es gilt auch in den Staatsmedien und beim Militär. Immer geht es um ein Spiel damit, was eigentlich gemeint und was wahr ist. Den Spezialkommandos der russischen Armee, die im Februar 2014 als 'örtliche Selbstverteidigungskräfte' getarnt die Krim besetzten, werden in zynischem Stolz 'höfliche Leute' genannt - Völkerrechtsbruch mit Humor. Dass der Westen ernst macht mit Sanktionen - die verstehen echt keinen Spaß und verderben allen die Laune! Ironie ist gespielte Grenzüberschreitung, und konkrete Grenzüberschreitungen lassen sich so hervorragend verharmlosen."

Außerdem: In der NZZ schreibt Roman Bucheli eine kleine Geschichte unseres Wunsches nach Unsterblichkeit. Und Julia Encke unterhät sich in der FAZ mit dem Kulturwissenschaftler Helmut Lethen über sein neues Buch "Die Staatsräte", das ein fiktives Gespräch zwischen Carl Schmitt, Wilhelm Furtwängler, Gustaf Gründgens und Ferdinand Sauerbruch inszeniert.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 08.02.2018 - Ideen

Mit dem 68er-Jubiläum kommt auch Adorno zurück, stöhnt Tilman Krause in der Welt. Dabei war er nie weg, wie Krause mit Blick auf unser "Zeitalter der politisch korrekten Sprachgebote und  -verbote" feststellt, war er doch der erste Publizist, der die Beurteilung eines Kunstwerks nach moralpolitischen Kriterien in die Welt brachte: "Was nach dem Holocaust, als man nach den Ursachen für den ungeheuren Zivilisationsbruch suchte, vorübergehend für eine sinnvolle Vorgehensweise gehalten werden konnte, hat sich seitdem verselbstständigt und ist im schlimmsten Fall heute zur puren politischen Gesinnungsschnüffelei degeneriert. Warum? Was machte Adornos Methode so populär, dass sie auch dort noch angewendet wird, wo der Zusammenhang mit dem Urheber niemandem mehr bewusst ist? Die Antwort ist schnell gegeben: Populär und praktikabel macht sie, dass sie so einfach geht!"

"Kunst muss frei sein", fordert auch Hermann Parzinger, wie Nicola Kuhn den Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz über den Umgang der Museen mit Bildern, die unter Sexismus-Verdacht stehen, im Tagesspiegel zitiert: "Museen sind Orte freien und kritischen Denkens. Gerade wir Deutsche haben mit Zensur in der Kunst viel zu schreckliche Erfahrungen gemacht, als dass wir hier leichtfertig einem äußerst fragwürdigen Trend folgen sollten. Was wäre dann noch der Unterschied zu Ländern, in denen zum Beispiel keine Bilder mit Nackten gezeigt werden dürfen, und die wir dafür gerne hart kritisieren?"

9punkt - Die Debattenrundschau vom 07.02.2018 - Ideen

Perlentaucher Thierry Chervel erklärt in einem Artikel für die Welt, warum der Begriff der Kultur so zwiespältig ist und warum Kultur in Demokratien vor Zensur zu schützen ist - auch vor der allerneuesten Zensur im Namen von #MeToo, der Religion oder der Verletzlichkeit gesellschaftlicher Gruppen: "Erst Demokratien entwickelten jene Sphäre der Kultur als Spiel, als Raum der Zwanglosigkeit, der Selbstreflexion und der Möglichkeit von Sinn ohne Transzendenz. Sie ermöglichte es, all die Totems vergangener Kulturen mit ihren zornigen Götterfratzen, eben als solche zu erkennen, schützenswerte Zeugnisse von Kulturen, die man studieren und bewundern kann, ohne sie fürchten zu müssen. Möglich wurde das in demokratischen Ländern, weil man sich ein Stück weit auch aus der eigenen Kultur löste, die Zwangszusammenhänge der Dörfer, Familien und Religion verließ, sein Bündel schnürte, sich emanzipierte."

In Polen, Ungarn, Wien und den USA (ein bisschen auch in der CSU) rufen Politiker derzeit die konservative Revolution aus. Was sie damit meinen, wissen sie oft selbst nicht, meint Ivo Mijnssen in der NZZ, außer, dass sie an der Macht bleiben wollen: "Die nostalgischen Revolutionäre planen keinen Weltenbrand und keine Bürgerkriege. Vielmehr handeln sie in den entscheidenden Fragen oft erstaunlich pragmatisch. Sie sind trotz aller anderslautenden Rhetorik nicht bereit, die Kosten einer Abwendung von der globalisierten Welt zu tragen. Welcher Politiker will denn schon verantwortlich gemacht werden für eine mutwillig herbeigeführte Wirtschaftskrise oder einen erheblichen Wohlstandsverlust der Bevölkerung? Beim Kampf um die Macht sind die modernen Revolutionäre hingegen bereit, die Grenzen der Demokratie und des Rechtsstaats zumindest zu strapazieren."

Revolution? Das ist nur noch ein Hohlwort, meint der Schriftsteller Norbert Niemann auf Zeit online. Es dient heute vor allem der Erzeugung eines vagen Gefühls: "Der Verfall politischer Begriffe zu populistischen Parolen ist symptomatisch für unsere desaströse Politikkultur. Er ist Teil einer Systemkrise, der wenn schon nicht mit Revolution, so doch wenigstens mit einer Kampfansage der kritischen Intelligenz begegnet werden sollte. Denn die Übertragung von Werbestrategien in die Politik führt nicht allein zu einer ständig wachsenden Emotionalisierung der großen gesellschaftlichen Streitfragen. Sie höhlt die politischen Inhalte selbst aus, sodass inzwischen offenkundig nicht einmal so manche politisch Handelnden noch wissen, was die da politisch eigentlich genau tun (wie ein prominentes amerikanisches Beispiel zurzeit beinahe täglich belegt). Und sie führt, insofern sie Affekte anstachelt, zwangsläufig zu einer Radikalisierung beim Austragen politischer Konflikte."
Stichwörter: Kultur, Revolution, #metoo
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