9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 20.01.2017 - Medien

Facebook wird jetzt bei ARD, ZDF und Medien wie dem Spiegel vorstellig, um Faktenchecker zu finden, berichtet Christian Meier in der Welt, der nebenbei über die spezielle Medienethik von Facebook staunt: "Geld soll für diese Dienstleistung allerdings nicht an die Faktenchecker fließen. Dies garantiere die Unabhängigkeit der Prüfer. Diese Begründung klingt zunächst mal gut, entbehrt aber letztlich doch einer Logik. Warum ein Kooperationspartner, der für das börsennotierte Netzwerk (Gewinn allein im dritten Quartal 2016: 2,4 Milliarden Dollar) eine wertvolle Aufgabe verrichtet, nicht bezahlt werden sollte, weil die Unabhängigkeit von Entscheidungen beeinträchtigt sein könnte, ist schwer nachvollziehbar. Eine Entlohnung für einen professionellen Service wäre im Gegenteil genau das - professionell."

Große Empörung herscht über eine Äußerung des AfD-Manns Björn Höcke über das Berliner Holocaust-Mahnmal. Stefan Niggemeier verweist (nicht als erster, in den sozialen Medien wurde schon länger darüber diskutiert), dass Rudolf Augstein im Spiegel 1998 fast identisch, allenfalls noch krasser gegen das Mahnmal gewütet hatte: "Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist." Niggemeier beharrt aber darauf, dass Augstein damals durchaus für diese Sätze kritisiert worden sei. Jakob Augstein verteidigt seinen Vater in seiner jüngsten Spiegel-online-Kolumne: "Für Rudolf Augstein war das 'Schandmal' ein Mahnmal unserer Schande. Für den AfD-Mann Höcke ist es ein schändliches Mahnmal." Geht das wirklich aus diesem Satz hervor?

9punkt - Die Debattenrundschau vom 19.01.2017 - Medien

Die taz eröffnet zusammen mit türkischen Journalisten die taz.gazete, eine türkisch-deutsche Onlineplattform - nicht von ungefähr am zehnten Todestag Hrant Dinks: "Zehn Jahre später steht es leider immer noch denkbar schlecht um die freie Presse in der Türkei. Fast 150 Journalist*innen sitzen derzeit in Haft, kritische Medien stehen unter enormem Druck oder werden direkt ausgeschaltet. Die Meinungshoheit im Land haben die sogenannten Poolmedien, die der Regierung von Präsident Erdoğan nahestehen und auf Regierungslinie berichten."

Zum zehnten Jahrestag der Ermordung des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink schreibt sein Kollege Aydın Engin: "Die Regierung, die mit dem Versprechen an die Macht kam, die Türkei an westeuropäische Standards anzuschließen, kehrt heute Europa den Rücken. Die Türkei entwickelt sich zur Oligarchie wie Saudi-Arabien oder Katar. Die Regierung will uns weismachen, 1.400 Jahre alte religiöse Werte seien im 21. Jahrhundert noch zeitgemäß. Diskussionen darüber sind tabu."

Fake-News sind keine Erfindung des Internets, schreibt Stefan Niggemeier, der jahrelang im Bildblog die Bild-Zeitung checkte, in seinen Uebermedien: "Ich bin gespannt, was passiert, wenn zahlreiche Nutzer dann zu recht eine Bild-Meldung als Falschmeldung markieren. Springer und Facebook sind innigst miteinander verbunden. Im vergangenen Jahr belobhudelte Springer den Facebook-Chef Mark Zuckerberg mit einer großen Preissause. Facebook bezahlt Bild dafür, dass Bild Live-Videos auf Facebook veröffentlicht."

Außerdem: Internetkritiker Evgeny Morozov greift zum Thema Fake News in der SZ etwas weiter aus als Niggemeier: "Lösen lässt sich das Problem der Fake News nur, indem man die Grundlagen des digitalen Kapitalismus überdenkt." Hier der Link zum Originalartikel im Guardian. Davon inspiriert denkt in der Berliner Zeitung auch Adrian Lobe über Fake News nach: "Der Ökonom Will Davies konstatieret nüchtern in der Financial Times, dass wir mitten im Übergang von einer Gesellschaft der Fakten zu einer Gesellschaft der Daten stecken. In dieser tumultuösen Transitionsphase herrsche Verwirrung über den exakten Status von Wissen und Zahlen im öffentlichen Leben, was das Gefühl verstärke, dass die Wahrheit selbst vernachlässigt werde."
Der Ökonom Will Davies konstatieret nüchtern in der Financial Times, dass wir mitten im Übergang von einer Gesellschaft der Fakten zu einer Gesellschaft der Daten stecken. In dieser tumultuösen Transitionsphase herrsche Verwirrung über den exakten Status von Wissen und Zahlen im öffentlichen Leben, was das Gefühl verstärke, dass die Wahrheit selbst vernachlässigt werde. - Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/25564774 ©2017

9punkt - Die Debattenrundschau vom 18.01.2017 - Medien

Einen offenen Brief des US Press Corps (also der Journalisten, die im Weißen Haus akkreditiert sind) veröffentlicht die Columbia Journalism Review. Er lässt zum Glück an Deutlichkeit nichts wünschen übrig. Trump habe zwar in gewisser Hinsicht das Recht, Journalisten Zugang zu verwehren, schreiben sie. Aber "wir sind auch sehr gut darin, alternative Wege zu finden, um an Information zu gelangen. Einige der besten Reportagen während des Wahlkampfs kamen von Medien, die von ihren Versammlungen ausgeschlossen waren. Reportern zu sagen, dass sie keinen Zugang bekommen, ist nicht das, was sie am liebsten hören, aber es ist eine Herausforderung, die uns auch beflügelt."

(Via turi2) Der pv digest hat Zahlen zu den Bezahlangeboten der Zeitungen im Internet: "Die deutsche Publikumspresse erzielt mit ihren Paid Content-Angeboten einen jährlichen Umsatz von 276 Millionen Euro. Das ist das Ergebnis unserer jüngsten Markteinschätzung. In der Januar-Ausgabe des vergangenen Jahres schätzte pv digest das Niveau der Paid Content Umsätze noch auf 242 Millionen Euro. Damit wäre der Umsatz mit bezahlten Digitalprodukten binnen zwölf Monaten um 14 Prozent gestiegen." Zum Vergleich: Der Bund der Zeitungsverleger beziffert den Umsatz deutscher Tageszeitungen auf 7,8 Millarden Euro - hier als pdf-Dokument.

Der Datenjournalist Lorenz Matzat liest bei Medium.com das grundsatzpapier (hier als pdf-Dokument) der "Reporterfabrik", einer Journalistenschule, die sich an Bürger wendet und die von dem ehemaligen Spiegel-Reporter Cordt Schnibben mit betrieben wird - und er ist nicht zufrieden: "Geradezu aberwitzig wird es, wenn im ersten Halbsatz auf den Pressekodex (Sorgfaltspflicht und so weiter) verwiesen wird, um im folgenden Nebensatz ein Bild von 'Hundertausenden Hobby-Journalisten' zu zeichnen, die desinformieren und verunglimpfen würden - ohne Quellenangabe für diese vage Zahlenangabe. Hier entsteht bei mir der Eindruck, dass sich der Dünkel von 'Qualitätsjournalisten' Bahn bricht: Eine gefühlte Wahrheit, frei von konkreter Faktenbasis, imaginiert die Existenz einer riesigen Horde von eigentlich verachteten Hobby(=Bürger)-Journalisten."

Auch Wolfgang Michal schreibt in einem Blog sehr skeptisch: "Geht es der geplanten 'Reporterfabrik' also um Bildung oder um Erziehung? Geht es um die Verteidigung der Demokratie oder um die Verteidigung des alten Mediensystems? Im 19-köpfigen Kuratorium der Akademie sitzen exakt jene Vertreter, die schon jetzt jede Journalistenpreis-Jury und jedes Podium veredeln, um dort - nebenbei - die vierte Gewalt gegen die fünfte abzugrenzen: Chefredakteure, Verlagsleiter, Medien-Professoren und die übliche Web-Prominenz (diesmal nicht Sascha Lobo, sondern Richard Gutjahr)." Dennoch ringt sich Michal am Ende ein Lob für die "großartige Zukunftsidee" ab.
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9punkt - Die Debattenrundschau vom 17.01.2017 - Medien

Skeptisch berichtet Christian Meier in der Welt über die Meldung, dass Correctiv.org für Facebook Fake News überprüfen wird - hier gehe es auch um das Verhältnis der Medien zu dem sozialen Netzwerk: "'Medien sollten sich an dieser Initiative von Facebook nicht beteiligen', rät der Journalistikprofessor Volker Lilienthal gegenüber der Welt. Die Aufgabe des Journalismus sei die Berichterstattung für die Öffentlichkeit, 'nicht das Säuberungsgeschäft für Facebook'. Das Internetunternehmen müsse das Problem grassierender Falschinformationen selbst in den Griff bekommen. Lilienthal, der an der Universität Hamburg lehrt und früher selbst Journalist war, warnt Medien davor, Etiketten wie Fake News zu verteilen."

Auch Jürgen Kaube betrachtet die Meldung in der FAZ mit Skepsis und macht im übrigen auf die Tatsache aufmerksam, dass früher auch schon gelogen wurde: "Es sei, so heißt es, gezielte Desinformation aus dem Internet der Grund dafür, dass merkwürdige Politiker immer mehr Zulauf bekommen. Mit der Tatsache, dass es beispielsweise bei Silvio Berlusconi und den Kaczynsky-Brüdern einst nicht an Facebook-Unterstützung lag, ist diese Erklärung zwar nicht abgeglichen." Ebenfalls in der FAZ kritisiert Nina Rehfeld Buzzfeed und CNN  die die unverifizierten Meldungen über Trumps russische Verwicklungen verbreitet haben (siehe dazu auch Matt Taibbis Kommentar im Rolling Stone.)
Stichwörter: Correctiv, Facebook, Fake News

9punkt - Die Debattenrundschau vom 16.01.2017 - Medien

Das gemeinnützige Rechercheteam Correctiv.org übernimmt für Facebook Factcheckerfunktionen, berichtet  Fabian Reinbold bei Spiegel online: "Die Kooperation mit Facebook soll so funktionieren: Bestimmte Beiträge, die von Nutzern als Falschmeldung gemeldet werden und sich stark verbreiten, werden vom Correctiv-Team überprüft. Gelangen die Factchecker zu dem Schluss, dass eine Fake News vorliegt, wird diese zwar nicht gelöscht, aber mit zwei Warnhinweisen versehen: dass die Geschichte von unabhängiger Seite angezweifelt werde und mit einem Link auf einen Text, der dem verfälschenden Beitrag die Fakten gegenüberstellen solle." Im amerikanischen Buzzfeed berichten Alberto Nardelli und Craig Silverman unterdessen über eine besondere Häufung von Fake News, die Angela Merkel denunzieren sollen.

Auf SZ online erklärt der Corrective-Geschäftsführer David Schraven im Interview, wie er das Fact-Checking mit seinen 25 Mitarbeitern bewältigen will: "Wir arbeiten mit dem Melde-Button auf Facebook. Wenn das bei einer Nachricht eine relevante Schwelle erreicht, dann werden wir uns das ansehen und entscheiden: Können wir das überprüfen oder können wir das nicht überprüfen."

In Sueddeutsche.de bringen David Denk und Katharina Riehl zugleich die überraschende Meldung, dass der prominente Spiegel-Reporter Cordt Schnibben zu correctiv.org geht, um eine  Online-Journalistenschule zu gründen. Mehr dazu bei Meedia und bei Correctiv.org (hier).

Aber vielleicht ist es schon zu spät, Fake News überhaupt noch checken zu wollen? "Herkunft, Authentizität und Wahrheitsgehalt beleidigender oder unsachgemäßer Äußerungen sind im Netz kaum oder gar nicht überprüfbar. Verantwortung kann nicht zugewiesen werden", behauptet der offenbar von keiner Kenntnis tangierte Medienrechtler Rolf Schwartmann im Aufmacher des FAZ-Feuilletons. "Das bewährte Korsett unserer Demokratie, die Repräsentation und die sie sichernden Institutionen, werden durch den Machtanspruch eines ungezügelten Volkswillens geschwächt." Will er die Demokratie um der Demokratie willen einschränken?

Auf Zeit online warnt Martin Burckart: "Verschanzt man sich hier hinter den Symbolen der Macht, sucht man die hässliche Realität unter einem Schwall von Leer- und Beruhigungsformeln zu ersticken: der Staatsmann, zur Gouvernante geschrumpft."

Die Medien rüsten sich für die Trump-Ära (von der sie ein kleines bisschen auch profitieren). Nur einige Schlaglichter: Washington Post und New York Times suchen investigative Reporter, meldet sueddeutsche.de. Die Kolumnisten Margaret Sullivan warnt in der Washington Post vor kommenden Lügen des Präsidenten. BuzzFeed will Trumps weltweite Unternehmungen kartieren und ruft Leser zu Hilfe auf. Und der Esquire fürchtet, dass Trump Journalisten aus dem Weißen Haus ausschließen wird.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 14.01.2017 - Medien

Der Islamische Staat hat ein neues Magazin gegründet, Rumiyah, das gleich in sieben Sprachen herauskommt, berichtet Joseph Croitoru in der NZZ. Morde an christlichen Geistlichen werden besonders empfohlen, aber auch Todesfahrten mit Lastwagen. Technisch sind die Terroristen damit wieder ganz weit vorn: "Immer wieder werden jetzt ihre Todesfahrer auf ihrem Weg zum Anschlagsziel nicht nur von weitem, sondern auch aus der Luft gefilmt - mithilfe von Drohnen, die islamistische Terroristen mittlerweile in mehreren Ländern einsetzen. Das Video aus der Luft, wie das neue Genre in der Sprachregelung des IS heißt, nutzt den filmischen Effekt der Vogelperspektive, um umfassende Kontrolle und Allmacht zu suggerieren."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 12.01.2017 - Medien

Alles ist jetzt "Fake News", ächzt Markus Reuter in Netzpolitik - selbst Trump verwendet diesen Begriff, um sich gegen die Presse zu wehren: "Insgesamt ist in den letzten Wochen eine starke Begriffsvermischung zu beobachten. Da werden (russisches) Hacking, Social Bots, Fake News, Targeting und Troll-Armeen in einen Topf geworfen und gut durchgerührt. Dabei ist es eigentlich enorm wichtig, die unterschiedlichen Phänomene auch gesondert zu betrachten und voneinander zu trennen. Dies ist insbesondere bei der Bekämpfung dieser Missstände wichtig, weil einige der jüngst vorgeschlagenen Maßnahmen die Presse- und Meinungsfreiheit bedrohen."

Um gegen Fake News vorzugehen, startet Facebook ein "Facebook Journalism Project", meldet unterdessen Zeit Online.

Außerdem: Benedikt Frank versucht in der SZ, den Plänen für eine detusche Breitbart-Ausgabe auf die Spur zu kommen.
Stichwörter: Fake News

9punkt - Die Debattenrundschau vom 11.01.2017 - Medien

Britische Zeitungen wehren sich gegen ein neues Pressegesetz, das nach dem Phone-Hacking-Skandal aufgelegt wurde und vor der Realisierung steht, berichtet Jane Martinson im Guardian: "Section 40 ist bereits formuliert, aber nicht verabschiedet und könnte Publikationen verpflichten, die Kosten von Bürgern zu tragen, die sie verklagen, sogar wenn sie gewinnen - es sei denn, sie unterwerfen sich einem staatlich kontrollierten Regulierer. Kein größerer Verleger will solch einen Regulierer, der eine Konsultation mit staatlichen Stellen erfordern würde." Hier auch ein recht dezidierter Kommentar des Guardian zum Thema.

Außerdem: In der SZ erzählt Eva Steinlein in ihrem Nachruf auf Clare Hollingworth die unwahrscheinliche Lebensgeschichte der britischen Journalistin, die als erste den deutschen Überfall auf Polen meldete und die jetzt im Alter von 105 Jahren gestorben ist. In Großbritannien ist ein Streit über die BBC-Satire "The Real Housewives of ISIS" ausgebrochen, berichtet Marion Löhndorf in der NZZ.
Stichwörter: Britische Presse

9punkt - Die Debattenrundschau vom 10.01.2017 - Medien

Mal vergleicht die taz, mal nicht. Die Kölner Polizeiaktion bezeichnete sie als "Selektion" und "Sonderbehandlung" (unser Resümee). Aber Jerusalem ist nicht Berlin, meint taz-Autorin Susanne Knaul mit Blick auf die beiden Lastwagenattentate der letzten Tage: "Während der eine wahllos Zivilisten mordete, um sich dann auf die Flucht zu begeben, zielte der andere auf Soldaten und nahm in Kauf, selbst sterben zu müssen... Während Amri seinen Anschlag plante, handelte (der palästinensische Attentäter) Al Kunbar offenbar spontan und unter dem Einfluss eines gesellschaftspolitischen Umfeldes, für das Terror in Teilen nicht nur legitim, sondern ehrenhaft ist - weil es gilt, die Besatzung und damit einhergehende Ungerechtigkeit zu bekämpfen."

In der taz wird der Vorwurf, man habe die Begriffe "Selektion" und "Sonderbehandlung" bewusst eingestreut, jetzt doch auch im Print aufgegriffen. Ulrich Gutmair erläutert: "'Sonderbehandlung' wurde dem Korrespondenten von einer Redakteurin in seinen Kommentar hineinredigiert. Ihr war die historische Bedeutung des Begriffs nicht bekannt. Sie ist nicht allein. 'Sonderbehandlung' sollte harmlos klingen, die Täter nutzten den Tarnbegriff vor allem intern. Seine Bedeutung im NS-Kontext kennen viele nicht, das Wort wird ständig benutzt. Über 400.000 Treffer listet Google. Die Welt etwa titelte unlängst: 'Sonderbehandlung für Ribéry empört den BVB'."
Stichwörter: Terrorismus

9punkt - Die Debattenrundschau vom 09.01.2017 - Medien

Cathrin Kahlweit berichtet für die Süddeutsche über den neuesten Stand in der Gleichschaltung ungarischer Medien. Die Redakteure der mir nichts dir nichts geschlossenen oppositionellen Zeitung Népszabadság suchen inzwischen neue Stellen. Und auch die ungarische Regionalpresse wird immer mehr in der Holding eines Vertrauten von Premier Viktor Orban gebündelt. "An Weihnachten wurde die neue Linie jedenfalls schon mal demonstriert: Zwölf Ausgaben erschienen, zentral redigiert, mit demselben Interview von Premier Viktor Orbán. Nur: Ein Scherzbold hatte in der Regionalausgabe Fejér Megyei Hírlap einige Sätze dazugedichtet. Demnach pries Orbán seine Regierung dafür, das Volk oft nach seiner Meinung zu fragen, 'auch wenn die uns gar nicht interessiert'."
Stichwörter: Ungarn
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