In der
FAZ wüsste Michael Hanfeld gern, wie das
ZDF nicht bemerken konnte, dass es in einem Beitrag über die Abschiebungen der amerikanischen ICE-Behörde
KI-
generierte Bilder nutzte. Klar, Fehler passieren. Andererseits fiele so ein Fehler "vielleicht nicht derart ins Gewicht, hätten wir nicht gesehen, wie die
ZDF-Nachrichten (die
ARD auch) den Abriss der '
Brandmauer' gegen die AfD durch die
Grünen im EU- Parlament ignorierten oder Dunja Hayali und der Korrespondent Elmar Theveßen nach dem Mord an dem MAGA-Aktivisten
Charlie Kirk mit Schnellurteilen kamen, die nicht trugen. Oder denken wir an die Pirouetten, die das
ZDF drehte, nachdem herausgekommen war, dass der von der israelischen Armee getötete Mitarbeiter einer palästinensischen Produktionsfirma, die der Sender seit Jahren beschäftigte, dem
bewaffneten Arm der Hamas angehört... Mit derlei Gebaren schafft sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk selbst ab und liefert nicht nur der AfD, die die Anstalten rasieren will, Munition." Gern weisen wir in diesem Kontext auch nochmal auf Daniel Rotsteins
Perlentaucher-
Artikel über die öffentlich-rechtlichen (aber nicht nur diese) Medien und Israel hin.
Hier ist der
ZDF-Beitrag mit dem gefälschten Video. Angefangen hatte alles in den so
schlecht beleumundeten sozialen Medien.
In der
SZ versteht Stefan Niggemeier die zögerliche Aufklärung des
ZDF nicht. Aufgearbeitet werden müsse dieser Vorgang nun schon. Und: "Das Ergebnis dieser Aufarbeitung gehört auch
in die Öffentlichkeit. Sie hat ein Recht auf Erklärungen - auch was den katastrophalen Umgang mit den Fehlern im Nachhinein angeht. Und auf Besserung. Anders als die rechten Kritiker suggerieren, genießt der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland nämlich immer noch ein
sehr hohes Vertrauen. Fälle wie dieser sind aber geeignet, es zu zerstören."
Ijoma Mangold trifft für die
Zeit Max Mannhart, den 23-jährigen Gründer der rechten Plattform
Apollo News, zum Mittagessen im Berliner Restaurant Borchardt. Aber
wie rechts ist er, möchte Mangold wissen. Zwei journalistische Coups kann
Apollo News schon aufweisen: die Recherche zu den Ludwig-Erhard-Gipfeln der Weimer Media Group und die Enthüllung der KI-generierten und alten Bilder, die das "heute-journal" benutzt hat, um ICE-Einsätze in den USA zu illustrieren. Gegründet hat Mannhart
Apollo News 2018 mit Mitschülern in Kreuzberg als "eine Art digitale Schülerzeitung", so Mangold, dem der junge Journalist nicht unsympathisch ist. "Was erwidere er, wollen wir wissen, wenn Leute ihn
als Nazi bezeichnen? Der Vorwurf sei absurd, sagt Mannhart: 'Der Nationalsozialismus ist ja gerade eine
Abwendung vom Westen, er ist die Abkehr vom Abendland, vom Liberalismus und von der bürgerlichen Gesellschaft - von allem, woran ich glaube. Er ist kollektivistisch und totalitär.' ... Und wie hält er es mit der
AfD? Er sei kein Anhänger der Partei, sagt Mannhart, schon weil ihn deren
verharmlosende Haltung zu Putin schockiere: 'Aber ich bin auch gegen diese ganze Dämonisierungs- und Ausgrenzungspolitik. Und ich verstehe jeden, der AfD wählt, weil er spürt, dass die Wirtschaft seit Jahren abschmiert.'"