9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 24.06.2017 - Medien

Der deutsche Bundestag hat als erstes nationales Parlament überhaupt die Einsetzung eines UN-Sonderbeauftragten zum Schutz von Journalisten gefordert, meldet Stephan-Andreas Casdorff im Tagesspiegel hocherfreut: "Aber es ist ja auch schlicht wahr, was die Regierungskoalition in ihren Entschließungsantrag hineingeschrieben hat: 'Unabhängiger und kritischer Journalismus ist ein Grundpfeiler jeder demokratischen Gesellschaft.' Und Presse- und Meinungsfreiheit sind seit dem Hambacher Fest 1832 beste journalistische Tradition in Deutschland. Sie wahrzunehmen und zu verteidigen ist Pflicht. Der Kampf gegen zum Teil erhebliche Einschränkungen beginnt vor der Haustür. Schon in der EU steht es nicht zum Besten."

In der FAZ informiert Matthias Rüb, dass in Mexiko offenbar Dutzende Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Gesundheitsexperten mit dem vom israelischen Cyberunternehmen NSO entwickelten Spähprogramm Pegasus überwacht wurden: "Pegasus soll in der Lage sein, nicht nur Telefonie, Textmitteilungen und Mails aufzuzeichnen sowie den Aufenthaltsort des Geräts - und von dessen Nutzer - zu registrieren, sondern auch das Mikrofon und die Kamera des Smartphones zum Aufzeichnen von Tönen und Bildern zu nutzen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 23.06.2017 - Medien

Ausführlich bespricht Caroline Fetscher im Tagesspiegel noch einmal den Film "Auserwählt und ausgegrenzt", macht darauf aufmerksam, dass bestimmte Themen darin angesichts mangelnder Bekanntheit eine Vertiefung verdienen - etwa die Korruption im Gaza-Streifen - und fragt sich, warum Präsentation und Diskussion bei der ARD so peinlich missglückt sind: "Die ganze Causa samt Zagen und Zaudern ist in sich Symptom dafür, wie schwer der Umgang mit dem Thema Antisemitismus noch und wieder fällt - zumal die Basis derzeit so grotesk wie breit ist. Christliche und islamistische, rechte und linke Antisemiten sind sich darin einig, dass 'Israel' ein Unrechtsstaat sei."

Stefan Winterbauer checkt bei Meedia den "Faktencheck", ohne den der WDR vorgestern die Antisemtismus-Doku nicht zeigen wollte. Er entpuppt sich eher als ein Meinungscheck: "Nehmen wir beispielhaft nur mal Punkt 1 aus dem Faktencheck. Der Film beginnt mit der berüchtigten Rede des Palästinenser-Präsidenten Mahmud Abbas vor dem EU-Parlament, in der dieser den uralten antisemtitischen Mythos der jüdischen Brunnenvergifter allen Ernstes aufwärmt. ... Und was meint der WDR-Faktencheck? Es wird da im Ernst 'korrigiert', dass Abbas nicht 'Brunnen' gesagt hat, sondern nur 'Wasser'. Und natürlich hat er Feigenblatt-mäßig auch von einer 'friedlichen Koexistenz' gesprochen. Aber das macht es doch nicht besser, dass er älteste antijüdische Zerrbilder serviert." Auch Frederik Schindler unterzieht den Faktencheck des WDR im Schweizer Blog audiatur-online.ch einem Faktencheck.

Der meinungslastige "Faktencheck" und die vielen Warntafeln vor und in dem Film führen Michael Hanfeld in der FAZ zu eine kategorischen Urteil "Vorgeführt hat sich der Sender selbst: ein Lehrstück in Selbstgerechtigkeit, die ein Markenzeichen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist." Und Jürg Altwegg schreibt, ebenfalls in der FAZ: "Dass sich Arte nicht zu einer eigenen Bearbeitung und Diskussion durchringen konnte, ist eine Bankrotterklärung."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 22.06.2017 - Medien

Die Ausstrahlung des Films "Auserwählt und ausgegrenzt"  geriet gestern zur hochnotpeinlichen Angelegenheit - der WDR schuf sogar eine eigene Internetadresse zum "Faktencheck", um die redaktionelle Prüfung nachzuholen, die man den Filmemachern zuvor offenbar gar nicht konzediert hatte. Selbst Arno Frank von Spiegel online, der nach der Präsentation des Films bei bild.die das übliche Argument seiner Gegner brachte - der Film habe handwerkliche Mängel (unser Resümee) - kann in seiner heutigen Besprechung des Films und der Diskussion (Video in der Mediathek) nur abwinken: "So redlich der Versuch sein mag, eine Dokumentation zu zeigen und sich gleichzeitig von ihr zu distanzieren, so gründlich ging er in die Hose. Zumal die obsessive Akribie, mit der im 'Faktencheck' noch das kleinste Haar in der Suppe gesucht wurde, den Befürwortern des Films in die Hände spielte." Wird man am Ende zugeben müssen, dass es den im Film beschriebenen Antisemitismus tatsächlich gibt?

Michael Hanfeld erinnert im faz.net daran, dass der WDR bei anderen Dokumentationen weit liberaler verfuhr, etwa "als er vor einigen Wochen einen von seiner Machart her um einiges fragwürdigeren Film über den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders zeigte" (unser Resümee). "In diesem Film, den der WDR erst nach Kritik von außen in einigen Punkten veränderte und das auch nicht unbedingt transparent, wurde Wilders mehr oder weniger als Repräsentant einer jüdischen Weltverschwörung dargestellt." Matthias Drobinski bespricht Doku und Diskussion für sueddeutsche.de. Bei den Salonkolumnisten schreibt Richard Volkmann.

Sehr scharf kritisiert Michael Wuliger in seiner Kolumne für die Jüdische Allgemeine antiisraelische Tendenzen der öffentlich-rechtlichen Sender - trotz und gerade wegen der Nachricht, dass die ARD doch die proisraelische Doku "Auserwählt und ausgegrenzt" sendete: "Die Verantwortlichen des Westdeutschen Rundfunks (WDR) haben nicht aus Einsicht gehandelt, sondern taktisch. Sie wollten die Kuh vom Eis holen, bevor ihr peinliches Rumgeeiere den Ruf von ARD und WDR noch mehr beschädigt hätte, als er ohnehin schon ist. Der Widerwille gegen die Dokumentation war noch der Presseerklärung des Sender deutlich anzumerken: Fünfmal ist in dem kurzen Text von 'Mängeln' der Dokumentation die Rede, als wollte man den Autoren noch deutlich eins reinwürgen."

Erstmals sind auch französische Stimmen zu dem Film zu hören, die das linkskatholische Magazin Télérama (das zu Le Monde gehört) gesammelt hat. Drei Historiker reißen die Doku in Stücke, etwa der Zeithistoriker Johann Chapoutot: "Die Gesamtthese des Films ist von unerträglicher intellektueller und moralischer Grobheit: ein erster Holocaust wurde von den Deutschen begangen, die seit Golgatha von Antisemitismus vergiftet sind (die zu kurze Sequenz über das Christentum hätte ausgebaut werden dürfen), und ein zweiter steht bei den Arabern/Muslimen an, die den Hass auf die Juden mit der Muttermilch aufgesogen haben. Dieselben Ursachen, dieselben Wirkungen, und unsere tapferen deutschen Dokumentarfilmer berufen sich auf ihre ganze angeborene Schuld und nachfolgende Verantwortung, um eine Welt aufzuklären, die taub und stumm ist."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 21.06.2017 - Medien

Nach einigem Hin und Her (unsere Resümees) läuft die Antisemitismus-Doku "Auserwählt und ausgegrenzt" von Joachim Schröder und Sophie Hafner heute Abend um 22.15 Uhr in der ARD. Arte hat sich der Ausstrahlung angeschlossen. Nach dem Film soll bei "Maischberger" diskutiert werden - Schröder fürchtet im FAZ-Interview mit Michael Hanfeld ein "Schautribunal" gegen seinen Film: "Seit sechs Monaten sprechen weder der WDR noch Arte mit uns. Stattdessen verbreitet sich der WDR seit zwei Wochen über angebliche Mängel des Films. Einen Fünfzehn-Fragen-Katalog des WDR zum Film mussten wir vergangene Woche binnen drei Tagen beantworten. Auch das blieb unbeantwortet. Ich überlege, den Katalog mit unseren Antworten offenzulegen. Wir haben nichts zu verbergen."

Die Sendung "Maischberger" hat inzwischen die Gästeliste der Diskussion bekanntgegeben, die erst um 23.45 Uhr startet. Eingeladen sind  Michael Wolffsohn, Historiker, Norbert Blüm, CDU-Politiker,  Ahmad Mansour, Psychologe,  Gemma Pörzgen, Journalistin, Rolf Verleger, ehemaliges Mitglied  des "Zentralrats der Juden in Deutschland" und Jörg Schönenborn, WDR-Fernsehdirektor. Die Filmemacher dürfen sich offenbar nicht äußern - und obwohl Arte wohl auch die Diskussion sendet, wird der französische Aspekt in der Gästeliste überhaupt nicht widergespiegelt - übrigens beginnt die Ausstrahlung des Films bei Arte zeitversetzt erst um 23 Uhr.

Dass sich Arte jetzt doch der Ausstrahlung des Films anschließt, berichtete unter anderem Télérama. Arte-Chef Alain le Diberder, der in dem Artikel zitiert wird, sei keine andere Wahl geblieben. Aber er bleibt bei seinem Vorwurf gegen den Film und weist zugleich die Kritik der Zensur zurück: "Es handelt sich nur um Standfestigkeit: Wenn das Werk, das uns geliefert wird und selbst wenn es von Arte produziert und finanziert wurde, nicht der Bestellung entspricht, dann senden wir es nicht. Auch und besonders dann, wenn wir das Gefühl haben, dass man uns die Hände binden wollte, indem man uns vor vollendete Tatsachen stellt."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 20.06.2017 - Medien

Christian Bartels ging im gestrigen Altpapier nochmal auf den deutsch-französischen Aspekt der Debatte um die Antisemitismus-Doku "Auserwählt und Ausgegrenzt" ein, die zwar jetzt in der ARD aber nicht bei Arte zu sehen sein wird: "Die weiterhin vorherrschende Interpretation der 'Auserwählt und ausgegrenzt'-Affäre geht ja dahin, dass die französische Arte-Seite den Film verhindern wollte und es dem WDR bloß keiner Mühe wert war, sich dagegen zu stellen. Und in Frankreich scheint der Film weiterhin nicht gezeigt zu werden."

In der NZZ findet Ulrich Schmid den Film zwar ein Ärgernis, doch tue die ARD "recht daran, den Film doch noch öffentlich zu machen. Die Zuschauer können sich nun ihr eigenes Urteil bilden".

9punkt - Die Debattenrundschau vom 19.06.2017 - Medien

Der Film "Auserwählt und ausgegrenzt", der nun doch in der ARD gezeigt wird (unser Resümee), hat den modernen Antisemitismus alles in allem gut umrissen, schreibt Ulrich Gutmair in der taz, der allerdings auch Einschränkungen macht: "Wenn man nach Gaza reist, sollte man fairerweise auch den anderen Teil der Geschichte erwähnen: Natürlich gibt es auch in Israel Interessen, die es wünschenswert erscheinen lassen, dass alles so bleibt, wie es ist. Darauf hinzuweisen, haben die Autoren leider verzichtet. Sie hätten zumindest erklären müssen: Es gibt nicht nur Gaza, sondern auch das Westjordanland. Es gibt gute Gründe, ein Ende der israelischen Besatzung zu fordern. Das Phänomen des Antisemitismus aber wird nicht mit der Besatzung verschwinden, weil es mit ihr ursächlich nichts zu tun hat."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 17.06.2017 - Medien

Nun wird die Antisemitismus-Doku "Auserwählt und ausgegrenzt" doch bei den Öffentlichen-Rechtlichen gezeigt - am Mittwoch, den 21.  um 22.15 Uhr in der ARD. Anschließend soll bei Sandra Maischberger diskutiert werden, berichtet unter anderem der Tagesspiegel. Der WDR bleibt aber laut einer Presseerklärung bei der Kritik an handwerklichen Mängeln des Films: "So enthält der Film Tatsachenbehauptungen, für die es nach jetzigem Kenntnisstand des WDR keine ausreichenden Belege gibt. Auch sind Betroffene mit den im Film gegen sie erhobenen Vorwürfen nicht konfrontiert worden. Das aber gehört zu den Standards der journalistischen Arbeit. Darüber hinaus sind offenbar Persönlichkeitsrechte verletzt worden."

Der Ringier-Chef Marc Walder erklärt im Interview mit Rainer Stadler von der NZZ, wie die polnische Regierung Druck auf ausländische Medienkonzerne macht, die polnische Zeitungen besitzen: "Staatsnahe Unternehmen placieren ihre Inserate nicht mehr in unseren Medien. Das kostet uns schnell Millionen Euro." Und weiter "Ich schließe kategorisch aus - und dies gilt auch für Axel Springer -,  dass wir uns in Polen von unseren Zeitungen, Zeitschriften oder  Internetportalen trennen wollen, weder von einzelnen noch von allen. Wir wollen auch in Polen wachsen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 16.06.2017 - Medien

Gerade vor dem Hintergrund des Mordfalls Sarah Halimi (unsere Resümees) hätte Arte den Film "Auserwählt und Ausgegrenzt" zeigen sollen, meint Thierry Chervel im Perlentaucher: "Arte hat hier eine Riesenchance verspielt: Der Film zeigt antisemitische Umtriebe in Frankreich und in Deutschland. Arte hätte den Film zeigen und danach eine Debatte unter deutschen und französischen Intellektuellen lancieren können, warum nicht mit Götz Aly, Bernard-Henri Lévy und als Gegenposition der Korrespondentin Gemma Pörzgen, die den Film im Deutschlandfunk unter anderem mit dem Argument kritisierte, dass er die Besatzung nicht zeigt. Wozu haben wir eigentlich einen deutsch-französischen Sender?"

9punkt - Die Debattenrundschau vom 15.06.2017 - Medien

Ahmad Mansour, der ursprünglich bei der Antisemitismus-Dokumentation Film "Auserwählt und ausgegrenzt" mitmachen sollte (und dann aus privaten Gründen absagen musste)  vermutet im Gespräch mit Ayala Goldmann von der Jüdischen Allgemeinen politische Hintergründe hinter der Absage an den Film durch Arte und WDR: "Es ist nicht das erste Mal, dass es Schwierigkeiten gibt, wenn wir Islamismus und Antisemitismus im Fernsehen zeigen wollen. Dann kommen immer die Relativierer und Verharmloser und sagen, das sollte man nicht zeigen, weil es ein gefundenes Fressen für die Rechten sei, und weil es den gesellschaftlichen Frieden gefährde. Aber man muss über Probleme berichten, das ist Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks."

Nicht jeder in den öffentlich-rechtlichen Anstalten findet gut, dass nun jeder jenen Film sehen durfte, den die öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht senden wollten, zum Beispiel Anja Reschke von der NDR-Mediensendung "Zapp":


Spätestens als auch die Jüdische Gemeinde sich für die Ausstrahlung der ursprünglich für Arte gedrehten Antisemitismus-Doku "Auserwählt und ausgegrenzt" einsetzte, schreibt Richard Volkmann bei den Salonkolumnisten, hätte irgendjemandem bei den Sendern "diesseits oder jenseits des Rheins auffallen müssen, dass eine derart wichtige Debatte sich nicht einfach würde aussitzen lassen und man sich darüberhinaus durch eine fortgesetzte, schwindelerregend schlecht begründete Verweigerungshaltung in der Öffentlichkeit dem Verdacht aussetzte, den Film aus politischen Gründen zurückzuhalten. Ob dies der Wahrheit entsprach oder nicht, war dabei irrelevant, zur Rufschädigung genügte es völlig, dass die Annahme glaubhaft im Raum stand (und noch immer steht)."

Auf Zeit online findet Mirna Funk den Film "propagandistisch und manipulativ", auch wenn er in vielem Recht habe: "Er lässt dem Zuschauer keinen Raum, sich ein Bild von Antisemitismus zu machen. Er will die Deutschen belehren. Er will ihnen sagen, Leute, wenn es um Israel und das Leid der Palästinenser geht, dann habt ihr völlig einen an der Waffel. Das ist das Ziel des Films. Und ohne Frage hat der Deutsche einen an der Waffel, wenn diese Themen diskutiert werden. ... Aber man kann in einem Film zu Antisemitismus in Europa nicht ununterbrochen den Vorwurf der Besatzung delegitimieren, indem man keinen einzigen Israeli zu Wort kommen lässt, der diese für beide Seiten furchtbare Situation anspricht, sondern lediglich rechtsorientierte Stimmen. Eine Situation, die im Übrigen von einem Großteil der Israelis auch als furchtbarer Zustand wahrgenommen wird."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 14.06.2017 - Medien

Das Interesse war groß: 200.000 Menschen sollen laut turi2 Sophie Hafners und Joachim Schröders Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf die Juden in Europa" bei Bild.de angesehen haben. Dennoch meint Arno Frank bei Spiegel online, es sei kein Skandal, dass Arte den Film nicht gebracht habe, denn er habe gravierende handwerkliche Mängel: "So tadellos manche Aspekte recherchiert sind, so leichtfertig werden andere Aspekte abgehandelt. So hat Joachim Schroeder die NGOs vermutlich zurecht angeklagt, sie zu seinen Vorwürfen aber keine Stellung beziehen lassen. Er habe nicht erwartet, 'dass diese Organisationen mir etwas Originelles dazu sagen können'. Wenn das kein handwerklicher Fehler ist, gibt es kein Handwerk."

Im Interview mit der Zeit wehrt sich Filmemacher Joachim Schröder gegen den Vorwurf, die Dokumentation sei nicht ausgewogen: "Wie kann man einen Film über europäischen Anti­semi­tis­mus machen, der nicht vom Verstand, von der Haltung und vom Herzen her pro­jüdisch ist? Wenn das ein Problem darstellt in diesem Land, ist das tatsächlich riesengroß."

Rechtlich vorgehen will Arte gegen die Veröffentlichung des Films nicht, wie aus einer Pressemitteilung des Senders hervorgeht, der zugleich begrüßt, dass  das Publikum den Film, den es ihm vorenthalten hat, nun sehen durfte: "Arte hat zur Kenntnis genommen, dass Bild.de die Dokumentation 'Auserwählt und Ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa' in eigener Verantwortung online gestellt hat. Auch wenn diese Vorgehensweise befremdlich ist, hat Arte keinen Einwand, dass die Öffentlichkeit sich ein eigenes Urteil über den Film bilden kann."
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