Ausgerechnet in der
Glamour erklärt Barack Obama in einem wahren Manifest,
warum er Feminist ist: "Ich arbeite natürlich weiter an eine guten Politik - von gleichem Lohn für gleiche Arbeit bis zum
Schutz der reproduktiven Rechte -, doch es gibt Veränderungen, die haben nichts mit der Verabschiedung neuer Gesetze zu tun. Die eigentlich wichtigsten Veränderungen sind auch die schwersten und die betreffen uns selbst... Michelle und ich haben unsere Töchter dazu erzogen, ihre Stimme zu erheben, wenn sie doppelte Maßstäbe erleben oder sich aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts ungerecht behandelt fühlen oder wenn sie bemerken, dass es jemand anderen widerfährt. Vorbilder, die sich hohe Ziele setzen, sind für sie wichtig. Und es wichtig für sie, dass ihr Vater Feminist ist, denn
jetzt erwarten sie das von allen Männern."
Clint Eastwoods Sympathieerklärung für
Donald Trump, die er im Magazin
Esquire abgegeben hat, sollte man erst lesen, wenn man einen starken Kaffee getrunken hat: "Er liegt nicht so falsch, denn eigentlich sind wir alle abgegessen von der politischen Korrektheit, dem Einschleimen. Wir erleben gerade eine richtige
Einschleim-Generation, eine echte Weicheier-Generation. Alle laufen
auf rohen Eiern. Heute werden Leute beschuldigt, Rassisten zu sein und so'n Zeug. Früher hat man das nicht getan."
Kai Strittmatter lässt in der
SZ keinen Zweifel daran, dass der in einem Schauprozess verurteilte Anwalt
Zhou Shifeng Opfer eines Rachefeldzugs geworden ist. Nur Stunden nachdem er die
Zeit-Mitarbeiterin Zhang Miao aus dem Gefängnis freibekommen hatte, wurde er zusammen mit 300 weiteren Anwälten im Juli 2015 verhaftet: "Vier Wochen vor seiner Verhaftung sagte er der SZ: 'Es ist ein Witz. Die KP spricht von der 'Herrschaft der Gesetze', und sie meint damit:
Ich nehme meine Gesetze und beherrsche dich damit. Das ist keine gute Zeit, um Anwalt zu sein, oder? 'Im Gegenteil', sagte Zhou. 'Dies ist eine Zeit,
die großartige Anwälte gebiert. Anwälte, die Mut, Weisheit und Gewissen brauchen. Kein spannenderer Ort für Anwälte im Moment als China.'"
Moralisch und juristisch skandalös findet Patrick Bahners
in der
FAZ das Urteil des Oberlandesgericht Naumburg, mit dem der NPD-Funktionär Hans Püschel freigesprochen wurde, der den
Holocaust als Märchen abtut. Das Gericht habe sich schon dummstellen müssen, um darin weder Leugnung noch Verharmlosung zu sehen.