9punkt - Die Debattenrundschau
Das Momentum im Spiel
Kommentierter Rundblick durch die Feuilletondebatten. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
10.06.2025. Getroffen von ukrainischen Drohnenangriffen auf Flugzeuge, antwortet Russland mit Drohnenangriffen auf die ukrainische Bevölkerung - Meduza bringt einige Bilder. Die Überfahrt eines Gaza-Soli-Segelboots löste sich in der Übergabe eines Sandwichs auf - die Aktivistinnen werden nach Europa zurückgeschickt, berichten die Medien. Der neue Kulturminister Wolfram Weimer wendet sich gegen einen Kulturkampf von links und rechts, aber er verkennt dabei, dass der Kulturkampf von links gut ist, antwortet ihm der Grünen-Abgeordnete Sven Lehmann in der SZ.
Efeu - Die Kulturrundschau
vom
10.06.2025
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Europa
Es war der größte russische Drohnenangriff auf Charkiw seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Das russische Exilmedium Meduza veröffentlicht Bilder von der letzten Nacht. "Mindestens fünf Menschen wurden getötet und mehr als vierzig verletzt, darunter ein Baby und ein Teenager. Die Angriffe, bei denen Wohnhäuser, Privathäuser, Geschäfte und eine Kindermusikschule beschädigt wurden, erfolgten weniger als eine Woche nach der Kiewer Operation Spiderweb, bei der Luftstützpunkte in Russland angegriffen wurden."
Hier ein paar Bilder in einem Post des Korrespondenten Yaroslav Trofimov:
Der Historiker Felix Ackermann kommt in einem sehr interessanten Hintergrundartikel für das FAZ-Feuilleton auf den polnischen Präsidentschaftswahlkampf zurück. Der liberale Rafal Trzaskowski hat sich seine Niederlage zum Teil selbst zuzuschreiben, so Ackermann, denn er selbst kommt aus besten bildungsbürgerlichen Kreisen und hat mit den Angriffen auf die einfache Herkunft des später siegreichen Karol Nawrocki eine Solidarisierung unter den Wählern ausgelöst. Als Historiker war Nawrocki durchaus ein seriöser Autor und Spezialist für die Geschichte der Solidarnosc, so Ackermann, bevor er ins Nationalistische abdriftete. "Die politische Karriere von Karol Nawrocki zeigt, wie die polnische Rechte systematisch die Praktiken der MAGA-Bewegung aus den Vereinigten Staaten importiert. Nawrocki ist nicht der polnische Trump, sondern eine Danziger Variante des US-Vizepräsidenten J.D. Vance. Das unterstrich er, als er am Wahlabend einen Psalm aus dem Alten Testament zitierte. Was beide verbindet, ist der soziale Aufstieg, die im Namen von Jesus Christus vorangetriebene Radikalisierung und der politische Erfolg. Wie in den Vereinigten Staaten haben die Versuche des Beschämens durch den politischen Gegner auch in Polen das Narrativ der jüngsten polnischen Geschichte als Kampf zwischen Gut und Böse gestärkt."
Bundesbildungsministerin Karin Prien ist die erste deutsche Politikerin mit jüdischen Wurzeln seit langer Zeit, schreibt Thomas Jansen in der FAZ. Vor ihr galt das für den Sozialdemokraten Gerhard Jahn, der von 1969 bis 1974 unter Willy Brandt das Justizministerium leitete - seine Mutter war in Auschwitz ermordet worden. Jüdische Politiker sind nach dem Zweiten Weltkrieg rar in der Bundesrepublik: "In der Weimarer Republik hatten von 1795 Abgeordneten zwischen 1919 und 1933 noch etwas mehr als vierzig jüdische Wurzeln. Nach verbreiteter Zählung gab es bisher außer Jahn, der von 1957 bis 1990 dem Bundestag angehörte, nur drei Bundestagsabgeordnete jüdischer Herkunft, von denen sich zwei zur jüdischen Religion bekannten: Jakob Altmaier (1949 bis 1963) und Jeanette Wolff (1952 bis 1961). Der Abgeordnete Peter Blachstein (1949 bis 1968) hatte ebenfalls jüdische Wurzeln, wandte sich aber im Erwachsenenalter vom Judentum ab. Alle drei gehörten der SPD-Fraktion an. Altmaier spielte eine maßgebliche Rolle für das Zustandekommen des Luxemburger Wiedergutmachungsabkommen mit Israel von 1952."
Hier ein paar Bilder in einem Post des Korrespondenten Yaroslav Trofimov:
European leaders last month issued an ultimatum to Russia: ceasefire or draconian sanctions. Russia in response ramped up missile and drone attacks on civilian targets across Ukraine. Threats, when empty, unfortunately only encourage aggression. Kyiv this morning ⬇️ pic.twitter.com/ZY6AnshoBp
- Yaroslav Trofimov (@yarotrof) June 10, 2025
Der Historiker Felix Ackermann kommt in einem sehr interessanten Hintergrundartikel für das FAZ-Feuilleton auf den polnischen Präsidentschaftswahlkampf zurück. Der liberale Rafal Trzaskowski hat sich seine Niederlage zum Teil selbst zuzuschreiben, so Ackermann, denn er selbst kommt aus besten bildungsbürgerlichen Kreisen und hat mit den Angriffen auf die einfache Herkunft des später siegreichen Karol Nawrocki eine Solidarisierung unter den Wählern ausgelöst. Als Historiker war Nawrocki durchaus ein seriöser Autor und Spezialist für die Geschichte der Solidarnosc, so Ackermann, bevor er ins Nationalistische abdriftete. "Die politische Karriere von Karol Nawrocki zeigt, wie die polnische Rechte systematisch die Praktiken der MAGA-Bewegung aus den Vereinigten Staaten importiert. Nawrocki ist nicht der polnische Trump, sondern eine Danziger Variante des US-Vizepräsidenten J.D. Vance. Das unterstrich er, als er am Wahlabend einen Psalm aus dem Alten Testament zitierte. Was beide verbindet, ist der soziale Aufstieg, die im Namen von Jesus Christus vorangetriebene Radikalisierung und der politische Erfolg. Wie in den Vereinigten Staaten haben die Versuche des Beschämens durch den politischen Gegner auch in Polen das Narrativ der jüngsten polnischen Geschichte als Kampf zwischen Gut und Böse gestärkt."
Bundesbildungsministerin Karin Prien ist die erste deutsche Politikerin mit jüdischen Wurzeln seit langer Zeit, schreibt Thomas Jansen in der FAZ. Vor ihr galt das für den Sozialdemokraten Gerhard Jahn, der von 1969 bis 1974 unter Willy Brandt das Justizministerium leitete - seine Mutter war in Auschwitz ermordet worden. Jüdische Politiker sind nach dem Zweiten Weltkrieg rar in der Bundesrepublik: "In der Weimarer Republik hatten von 1795 Abgeordneten zwischen 1919 und 1933 noch etwas mehr als vierzig jüdische Wurzeln. Nach verbreiteter Zählung gab es bisher außer Jahn, der von 1957 bis 1990 dem Bundestag angehörte, nur drei Bundestagsabgeordnete jüdischer Herkunft, von denen sich zwei zur jüdischen Religion bekannten: Jakob Altmaier (1949 bis 1963) und Jeanette Wolff (1952 bis 1961). Der Abgeordnete Peter Blachstein (1949 bis 1968) hatte ebenfalls jüdische Wurzeln, wandte sich aber im Erwachsenenalter vom Judentum ab. Alle drei gehörten der SPD-Fraktion an. Altmaier spielte eine maßgebliche Rolle für das Zustandekommen des Luxemburger Wiedergutmachungsabkommen mit Israel von 1952."
Politik
Atemlos verfolgten die Menschen in den sozialen Medien die Reise einiger "propalästinensischer" Aktivisten auf einem dieselbetriebenen Segelschiff, die einige Kilo Mehl nach Gaza bringen wollten und dabei viele Interviews gaben und Selfies mit Aperol im Sonnenuntergang machten. Das Schiff wurde von der israelischen Armee vor Gaza aufgebracht. Die Aktivisten werden wohl noch heute per Flugzeug in ihre Heimat zurückgeschickt, meldet heute morgen unter anderem Le Monde: "Die zwölf pro-palästinensischen Aktivisten auf dem Schiff - darunter die Schwedin Greta Thunberg und die Europaabgeordnete Rima Hassan von der Partei 'La France insoumise' (LFI) - wurden zur Repatriierung zum Flughafen Tel Aviv gebracht, teilte das israelische Außenministerium am Dienstag, dem 10. Juni, mit. Zuvor hatte es bekannt gegeben, dass sie sich medizinischen Untersuchungen unterzogen hatten, 'um sicherzustellen, dass sie bei guter Gesundheit sind'."
Dieses Bild des israelischen Außenministeriums zeigt, wie die Aktivistinnen mit israelischen Sandwiches versorgt werden.
Greta Thunberg hätte sich besser aussuchen sollen, mit wem sie da nach Gaza segelt, aber der Versuch mehr Aufmerksamkeit auf Gaza zu lenken, war richtig, konstatiert Susan Neiman im SZ-Interview mit Sonja Zekri. Die Philosophin stellt ferner fest, dass sich aktuell in der deutschen Öffentlichkeit die öffentliche Meinung in Bezug auf die israelische Regierung und ihr Vorgehen in Gaza dreht, daran müsse sich auch die deutsche Politik - Stichwort Waffenlieferung - anpassen. "Gehen wir für einen Moment davon aus, dass den Deutschen die Palästinenser egal sind, dass sie die Juden mehr als alle anderen schützen möchten, dann hilft es uns trotzdem nicht. Aus gebildeten Kreisen in Deutschland höre ich gerade oft: Die Juden haben zu viel Einfluss, das zeigt die deutsche Israelpolitik. Viele haben die Sorge, dass die einseitige Parteinahme der deutschen Politik über kurz oder lange auf uns zurückschlagen wird. Inzwischen kritisiert eine große Mehrzahl der deutschen Bürger diese Politik. Wenn die Politiker diese Stimmen ignorieren, was sagt das über die Demokratie?"
Erstmals seit sechzig Jahren hat mit Donald Trump ein amerikanischer Präsident die Nationalgarde gegen den Willen eines Bundesstaats eingesetzt, um Proteste niederzuschlagen, in diesem Fall in Los Angeles, wo Bürger gegen Trumps brutale Abschiebungspolitik protestieren. "Dass die Situation in Los Angeles in den vergangenen drei Tagen überkochte, hat vor allem damit zu tun, dass die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Südkalifornien äußerst hoch ist", erläutert Hansjürgen Mai in der taz. "In Los Angeles können mehr als 45 Prozent aller Einwohner ihre Wurzeln in Lateinamerika zurückverfolgen. Vor dem Hintergrund dieser Statistik spielt Angst eine Rolle: Könnte man selbst in eine Razzien geraten und fälschlicherweise abgeschoben werden? Was ist mit Familienmitgliedern oder Nachbarn?"
Weiteres: Im NZZ-Interview mit Rico Bandle spricht sich die Politologin Ayaan Hirsi Ali für eine sehr restriktive Migrationspolitik aus und konstatiert: "Der Islam, oder besser gesagt der Islamismus, ist mit der Demokratie und der europäischen Lebensweise nicht vereinbar."
Dieses Bild des israelischen Außenministeriums zeigt, wie die Aktivistinnen mit israelischen Sandwiches versorgt werden.
Die Reise der Aktivisten wurde von der "Freedom Flotilla International Coalition" organisiert, die bereits in den vergangenen Jahren versuchte, Schiffe nach Gaza zu schicken. Der in London lebende Palästinenser Zaher Birawi gilt laut Charles Hymas und Tom McArdle im Daily Telegraph als maßgeblicher Organisator der Reise Thunbergs und Hassans. Er soll der Hamas nahestehen: "In einer Rede vor dem Unterhaus im Oktober 2023 nutzte Christian Wakeford, Labour-Abgeordneter für Bury South, seine parlamentarische Immunität, um den 63-jährigen Herrn Birawi als Hamas-Aktivisten zu bezeichnen, der in Barnet im Norden Londons lebt. 'Er ist als Treuhänder einer in Großbritannien registrierten Wohltätigkeitsorganisation namens Education Aid for Palestinians gelistet, und öffentlich zugängliche Videos zeigen ihn als Gastgeber einer Veranstaltung mit dem Titel 'Understanding Hamas', die 2019 in London stattfand', erklärte Wakeford den Abgeordneten." Ein Bild aus dem Jahr 2012, das den Telegraph-Artikel illustriert, zeigt ihn zusammen mit dem Hamas-Führer Ismael Haniyeh.Greta Thunberg is currently on her way to Israel, safe and in good spirits. pic.twitter.com/pjWSr0lOsE
- Israel Foreign Ministry (@IsraelMFA) June 9, 2025
Greta Thunberg hätte sich besser aussuchen sollen, mit wem sie da nach Gaza segelt, aber der Versuch mehr Aufmerksamkeit auf Gaza zu lenken, war richtig, konstatiert Susan Neiman im SZ-Interview mit Sonja Zekri. Die Philosophin stellt ferner fest, dass sich aktuell in der deutschen Öffentlichkeit die öffentliche Meinung in Bezug auf die israelische Regierung und ihr Vorgehen in Gaza dreht, daran müsse sich auch die deutsche Politik - Stichwort Waffenlieferung - anpassen. "Gehen wir für einen Moment davon aus, dass den Deutschen die Palästinenser egal sind, dass sie die Juden mehr als alle anderen schützen möchten, dann hilft es uns trotzdem nicht. Aus gebildeten Kreisen in Deutschland höre ich gerade oft: Die Juden haben zu viel Einfluss, das zeigt die deutsche Israelpolitik. Viele haben die Sorge, dass die einseitige Parteinahme der deutschen Politik über kurz oder lange auf uns zurückschlagen wird. Inzwischen kritisiert eine große Mehrzahl der deutschen Bürger diese Politik. Wenn die Politiker diese Stimmen ignorieren, was sagt das über die Demokratie?"
Erstmals seit sechzig Jahren hat mit Donald Trump ein amerikanischer Präsident die Nationalgarde gegen den Willen eines Bundesstaats eingesetzt, um Proteste niederzuschlagen, in diesem Fall in Los Angeles, wo Bürger gegen Trumps brutale Abschiebungspolitik protestieren. "Dass die Situation in Los Angeles in den vergangenen drei Tagen überkochte, hat vor allem damit zu tun, dass die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Südkalifornien äußerst hoch ist", erläutert Hansjürgen Mai in der taz. "In Los Angeles können mehr als 45 Prozent aller Einwohner ihre Wurzeln in Lateinamerika zurückverfolgen. Vor dem Hintergrund dieser Statistik spielt Angst eine Rolle: Könnte man selbst in eine Razzien geraten und fälschlicherweise abgeschoben werden? Was ist mit Familienmitgliedern oder Nachbarn?"
Weiteres: Im NZZ-Interview mit Rico Bandle spricht sich die Politologin Ayaan Hirsi Ali für eine sehr restriktive Migrationspolitik aus und konstatiert: "Der Islam, oder besser gesagt der Islamismus, ist mit der Demokratie und der europäischen Lebensweise nicht vereinbar."
Kulturpolitik
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer kündigte neulich in einem Gastbeitrag für die SZ an, dass er die deutsche Kulturszene vor einer Politisierung von Links und Rechts schützen wolle (unser Resümee). "Willkommen in der Welt der Hufeisen!", ruft ihm der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann ebenfalls in der SZ entgegen. "Kunst ist ein Trainingsfeld für Ambiguität", erläutert er. Diese aber vermutet er nur links: "Gerade die Widersprüchlichkeit macht sie politisch. Und darin liegt ihre Kraft. (...) Was Wolfram Weimer als 'linken Kulturkampf' beschreibt, ist oft nichts anderes als ein Diskurs im demokratischen Raum um Anerkennung und Teilhabe. Der Kulturkampf von rechts hingegen zielt auf Kontrolle, Einschränkung, Ausgrenzung. Genau hier müssen wir widersprechen - als Gesellschaft und als Parlamentarierinnen und Parlamentarier. Die Aufgabe des Bundestags ist es, die Kunst- und Meinungsfreiheit zu schützen, dafür das notwendige Fundament auszubauen und ihre Vielfalt zu sichern."
Ideen
Der Rechtstheoretiker Uwe Volkmann versucht sich in der FAZ mit den Begriffen "Identität" und "Repräsentation" einen Reim auf populistische Regimes und besonders natürlich den Trumpismus zu machen. Die Begriffe stehen für ein Ideal "direkter" Verbundenheit von Volk und Führung, wie es Rousseau verschwebte, und dem heute als maßgeblich angesehenen vermittelten Modell von demokratischer Macht. Auf jeden Fall haben wir es mit einer Rache zu tun: "Untere Bevölkerungsschichten finden sich mit dem, was sie politisch für richtig halten, in der offiziellen Politik nicht vertreten, sodass sie oft schon gar nicht mehr zur Wahl gehen. Diese Defizite werden nun aufgebrochen, die Karten im politischen Betrieb neu gemischt. Formal geschieht dies in den bisherigen repräsentativen Formen. Die zuvor Ausgeschlossenen organisieren sich in Parteien, die von den anderen populistisch oder extremistisch genannt werden."
Gesellschaft
Alle, die das fünfeinhalbstündige Tennismatch von Carlos Alcaraz und Jannik Sinner in Roland-Garros gesehen haben, sind sich einig: Es war eines der großartigesten Spiele in der Geschichte dieses Sports, und überdies waren die Spieler äußerst fair und konzedierten einander strittige Punkte. Matthias Alexander singt in der FAZ auch eine kleine Hymne auf einen bekannte Figur am Rande: "Wie sich die Kommentatoren Matthias Stach und Boris Becker entspannt die Bälle zuspielten, kontrastierte auf das Schönste mit dem Geschehen auf dem Platz. Die Übertragung des Spiels auf Eurosport geriet zu einem fünfeinhalbstündigen Glanzstück des Sportfernsehens. Die beiden informierten über taktische Feinheiten in einer auch für den Laien verständlichen Sprache. Sie ließen aussagekräftige Statistiken zum richtigen Zeitpunkt einblenden. Sie zeigten ein feines Gespür für jene Augenblicke, in denen sich das Momentum im Spiel wieder einmal verschob."
Hier nur ein kleiner Ballwechsel:
Hier nur ein kleiner Ballwechsel:
Carlos Alcaraz with an OUTRAGEOUS drop shot against Jannik Sinner at Roland Garros.
- The Tennis Letter (@TheTennisLetter) June 8, 2025
The best drop shot in tennis.
The control it took to pull this off…
Just ridiculous. 🤯🤯🤯🤯
pic.twitter.com/2mmOdRBfwj
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