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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons

Die Ls sind am schlimmsten

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

25.07.2013. Aktualisierung: Springer verkauft Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, die Hörzu an die Essener Funke Mediengruppe, meldet Meedia. Die Welt bewundert Brünnhildes Anfangs-Hojotohos auf den geölten Stimmbändern der Catherine Foster. Die Exilkubaner werden auch immer liberaler, notiert die NZZ. Die taz lässt sich anwaltlich versichern, dass die Veröffentlichung von Geheimpapieren nicht das Urheberrecht verletzt. In der Zeit verzweifelt Ingo Schulze angesichts der achselzuckenden Reaktionen deutscher Politiker auf amerikanische Überwachungsprogramme. Die FAZ lernt in einer Paderborner Ausstellung, wie der Loser am Kreuz doch noch im Volk ankam.

Welt, 25.07.2013

Zu spät ist zu spät, meint im Forum Henryk M. Broder, der deshalb auch nichts von dem Versuch des Simon Wiesenthal Centers hält, jetzt noch NS-Kriegsverbrecher aufzuspüren. Und manchmal ist zu spät auch gewollt zu spät: "Nur so ist es zu erklären, dass im April dieses Jahres bekannt wurde, die Zentralstelle [der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen] wolle 'Vorermittlungen gegen 50 frühere Aufseher des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau einleiten'. Wegen Beihilfe zum Mord. Jetzt schon? 2013? Nur 68 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz?"

Im Feuilleton porträtiert Manuel Brug die Bayreuther Brünnhilde Catherine Foster, die ihr Gesangsstudium erst mit 31 Jahren begonnen hatte: "Eine erwachsene Frau mit geölten Stimmbändern, die für die gefürchteten Anfangs-Hojotohos der Brünnhilde auch die Agilität mitbringt ('wenn die vorbei sind, geht alles leicht. Ich singe mich dafür immer mit der Rachearie der Königin der Nacht ein'). Die seit 11 Jahren konsequent mit einer Deutschlehrerin an ihrer Diktion feilt ('die Ls sind am schlimmsten'). So eine suchen alle Agenten und Castingdirektoren. Und allen muss eigentlich auch klar sein: Von der Physiognomie her werden junge, gertenschlanke Frauen, die sich so mancher Regisseur als Wotans Lieblingstochter wünscht, auf Dauer nie gesund singen können."

Hier ist Foster als Isolde zu hören:



Weiteres: Matthias Kamann möchte Klischees über Protestanten auch nicht vom Kollegen Alan Posener hören. Besprochen werden die Ausstellung "Grunewald und Großstadtluft" mit Werken der Berliner Secession im Bröhan Museum, Paolo Sorrentinos Film "La Grande Bellezza", James Mangolds X-Men-Film "Wolverine" und Robert Redfords Politthriller "The Company You Keep".

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Weitere Medien, 25.07.2013

Dem New-York-Times-Reporter James Risen droht Beugehaft, weil er sich weigert, seinen Informanten bei der CIA zu nennen, berichtet Daniel Haufler in der Berliner Zeitung: "Ein Bundesberufungsbericht hat entschieden, dass Reporter ihre vertraulichen Quellen in einem Strafprozess nicht schützen dürfen - obwohl der erste Verfassungszusatz genau dies garantiert und oberste Gerichte bislang fast ausschließlich zugunsten der Presse entschieden haben. Im Prozess gegen den früheren CIA-Agenten Jeffrey Sterling soll der New-York-Times-Reporter James Risen nun preisgeben, ob Sterling ihm Material für sein Enthüllungsbuch über die CIA 'State of War' (2003) geliefert hat."

Stichwörter: CIA, James Risen

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NZZ, 25.07.2013

Die lange als reaktionär verschriene kubanische Exilgemeinde in Miami hat sich mittlerweile erheblich diversifiziert, stellt Marko Martin beim Besuch der als "Little Havanna" berühmten Calle Ocho fest und findet Anzeichen für einen gelasseneren Umgang der Emigranten mit dem Castro-Regime: "In Umfragen finden sich inzwischen sogar Mehrheiten für eine Aufhebung des Wirtschaftsembargos - während die Exilkubaner gleichzeitig mit ihren Geldüberweisungen an Verwandte dafür sorgen, dass die marode Insel nicht völlig kollabiert."

Weiteres: Die Installationen des litauischen Künstlers Zilvinas Kempinas sind "anziehend und ungreifbar, Zauberbühnen und Vexierbilder", berichtet Maria Becker fasziniert von der Ausstellung "Slow Motion" im Basler Museum Tinguely (hier zu sehen seine Installation "Parallels".) Gabriele Detterer besucht den Architekten Gianni Pettena.

Besprochen werden die Filme "Rebelle" von Kim Nguyen und "La grande bellezza" von Paolo Sorrentino sowie Bücher, darunter der Band "Ich bin Henker" mit Liebesgeschichten von Rajesh Parameswaran (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Andrea Köhler fand es am 19. Juli keineswegs "ganz okay, dass die große Le Corbusier-Ausstellung im Moma seine Zeit als Berater des Vichy-Regimes nicht thematisiert", wie wir im Teaser zu ihrem Artikel geschrieben hatten, sondern sie hat den Umstand im Gegenteil kritisiert. Wir bedauern das Missverständnis und die daraus resultierende leicht boshafte Formulierung! D.Red.

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Twitterfeed der Verlage

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TAZ, 25.07.2013

Das Verteidigungsministerium verklagt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung auf Verletzung des Urheberrechts, weil diese geheime Bundeswehr-Papiere aus Afghanistan ins Netz gestellt hatte. Der Rechtsanwalt Markus Kompa, der Blogger und Whistleblower berät, bescheinigt der Klage im Gespräch mit Jens Twiehaus jedoch keine belastbare Rechtsgrundlage: "Weil das Urheberrecht nicht die Aufgabe hat, Dinge geheimzuhalten. Es soll auch nicht Informationen dem öffentlichen Wissen entziehen. Sondern es soll wirtschaftliche und ideelle Interessen schützen. Aber diese Papiere sind nicht zum Geldverdienen geschrieben worden, sondern um die Mitglieder des Bundestags zu unterrichten."

Außerdem: Michael Brake verreißt das neue Magazin Tweed, das eigentlich hervorragend in unsere Zeit passe, weil es "den akuten Neokonservatismus des Manufactum-Biedermeiers" bediene. Toby Ashraf unterhielt sich auf dem Filmfestival von Odessa mit dem Filmregisseur Roger Corman über Gegenkultur und unabhängiges Filmemachen.

Besprochen werden die Ausstellung "Punk: Chaos to Couture" im New Yorker Metropolitan Museum, Robert Redfords Film "The Company You Keep - Die Akte Grant" über Geschichte der militanten Gegenkultur und die DVD von "Leben und Sterben des Colonel Blimp" von Michael Powell und Emeric Pressburger aus dem Jahr 1943.

Und Tom.

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Aus den Blogs, 25.07.2013

Aktuell (um 9.50 h): "Springer verkauft Abendblatt, Morgenpost, Hörzu und weitere Magazine an Funke-Gruppe", meldet Meedia.

Im Interview mit Meedia erklärt Zeit Online-Chef Jochen Wegner, warum er an die Zahlbarkeit von Onlinejournalismus glaubt. Auch die immer noch bestehende arge Gehaltsdifferenz zwischen Online und Print will er vermindern helfen: "Zeit Online ist noch nicht profitabel. Wir versuchen aber gerade, die Honorare und Pauschalen langsam zu erhöhen. Wir wollen angesichts unseres Erfolgs zwar merklich, aber vorsichtig investieren. Ich will niemals in die Situation geraten, Stellen streichen zu müssen, nur weil der Markt kurz hustet."



Dezeen stellt eine Reihe von Schuhen vor, die von Architekten entworfen wurden. Und einige sehen wirklich sehr gut aus: Zum Beispiel dieser kurze Stiefel mit Gummisohle und Lederoberteil von Jean Nouvel (um die 350 Euro). Es gibt ihn in verschiedenen - auch bunten - Farben. Ärgerlich ist allerdings die Behauptung des Designers, die Seriennummer, die in jeden Stiefel gestanzt ist, sei ein Ausdruck der "Personalisierung" jeden Schuhs. So blöd waren Kunden noch nie. Daneben ein Mojito Schuh von Julian Hakes (um die 175 Pfund), Zaha Hadids Nova Schuh (um die 1.500 Euro) und der Moebius Schuh (um die 180 Euro) von Rem D. Koolhaas (hier auch ein Interview mit ihm über seine Schuhfirma United Nude).

Stichwörter: Dezeen

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SZ, 25.07.2013

Vor dem 14. Bayreuther "Ring" fragt sich Reinhard J. Brembeck, warum eigentlich auf Chéreaus Inszenierung in den 70ern (ein Ausschnitt) keine wirklich überzeugende Aufführung mehr folgte. Seine Antwort: Die Ratlosigkeit angesichts des Welterklärungsanspruchs des Stoffs, an dem Chéreaus Nachfolger Zweifel anmelden. Doch "wenn der 'Ring' nicht als Welterklärungsstück angeboten werden kann, dann ist er nichts. [...] wenn der übergeordnete Gedanke der Welterklärung einem Regisseur suspekt vorkommt - und zwangsläufig muss er das in dieser relativistischen Zeit so sein -, dann zerbricht er in einzelne kleine 'Ring'-Stücke, die kein Mime dieser Welt jemals wieder flicken kann."

Weitere Artikel: Ob Münchens umgekippter Buddha oder Jonathan Meeses empor gereckter Arm: Wenn derzeit wieder über die Freiheit der Kunst gestritten wird, schadet dies der Kunst, meint Catrin Lorch, "weil es flaue Werke sind, die für den großen Tabubruch einstehen müssen". Andrian Kreye sucht Gründe für die englische Übersetzung von Nada Al-Ahdals derzeit im Netz kursierenden Protest gegen ihre drohende Zwangsverheiratung und wähnt, da das Video über die 11-jährige Jemenitin von dem amerikanischen Middle East Media Research Institute (Memri) publiziert wurde, propagandistische Interessen.

Hier spricht Nada Al-Ahdal selbst:



Besprochen werden die Ausstellung "Glam" in der Kunsthalle Frankfurt, Paolo Sorrentinos neuer Film "La Grande Bellezza", Holly Hunters neuer Film "Jackie" und Bücher, darunter Lynn Sherrs "Swim" (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).

Stichwörter: Catrin Lorch

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FAZ, 25.07.2013

Ziemlich beeindruckt wandelt Dirk Schümer durch die große Paderborner Ausstellung "Credo", die sich dem langen historischen Prozess der Christianisierung des heidnischen Europas und den synkretistischen Phänomen der Religionsverschmelzungen widmet. Warum es einige Jahrhunderte brauchte, bis das "christliche Abendland" geschaffen war, hat er dabei auch in Erfahrung gebracht: "Der Nahost-Kult musste erst unter und nach Konstantin triumphieren und dann schrittweise vor den Barbaren kapitulieren, bis der tragische Verliereraspekt dieser merkwürdigen Himmelfahrtsreligion im Volk angenommen wurde. Ein Loser am Kreuz machte lange Zeit keinen Stich gegen Jupiter und Co. und wurde deshalb anfangs diskret gegen einen jugendlichen Muskelphilosophen ausgetauscht."

Außerdem: Armin Thurnher macht sich in einem Vorabdruck aus seinem kommenden Buch Gedanken über Wesen, Geschichte und Begriffsverfall der Würde. Und Mark Siemons schwitzt und ächzt in Peking, wo sich die Bevölkerung bei Smog und Hitze am liebsten in den klimatisierten Räumen eines skandinavischen Möbelhauses tummelt.

Besprochen werden Daniel Barenboims in der Londoner Royal Albert Hall dirigierter "Ring", der es bei hervorragender Akustik im Saal brodeln lässt, eine Ausstellung der Videokünstlerin Fiona Tan im Museum für Gegenwartskunst in Siegen, Boris Kunz' Film "Drei Stunden", der Dokumentarfilm "Springsteen and I" und Bücher, darunter Sloan Wilsons Roman "Der Mann im grauen Flanell" (mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr).


Stichwörter: Dokumentarfilm

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Zeit, 25.07.2013

In der Zeit Online mögen ja noch alle Artikel gratis zu lesen sein, in der Print-Zeit aber nicht, zumindest nicht am Erscheinungstag. Hier immerhin ein Inhaltsverzeichnis als pdf-Dokument.

Der Schriftsteller Ingo Schulze streitet mit Wolfgang Kubicki über die richtige Reaktion auf den NSA-Skandal und den angemessenen Umgang mit Edward Snowden. Ingo Schulze hätte gern ein paar Antworten, die er nicht bekommt und schlägt in seiner Verzweiflung vor: "Wir könnten einen Spaziergang der Hunderttausend zum Kanzleramt organisieren. Im März 1989 hat auch keiner gedacht, dass wir ein Jahr später freie Wahlen haben werden."

In einem anderen Artikel macht Thomas Fischermann den Vorschlag: "Deutschland, das auch auf anderen Gebieten Alleingänge nicht scheut, sollte sich zur weltweiten Hochburg der Kryptotechniken erklären. Es sollte sie fördern, zertifizieren und ihren Einsatz vorantreiben."

Im Feuilleton unterhalten sich Thomas Groß und Thomas Winkler mit der Rapperin Sookee und dem Rapper Megaloh über die Ästhetik und Ethik des Rap. Sookee über Bushido: "Der mediale Raum, der sogenannten Rüpelrappern eingeräumt wird, damit sich die Mehrheitsgesellschaft voyeuristisch an solchen Liedern aufgeilen kann, sollte lieber coolen Leuten eröffnet werden. Mir zum Beispiel!"

Okay, hier ist sie:



Weitere Artikel: Kilian Trotier und Maximilian Probst warnen in einem ganzseitigen Artikel eindringlich vor dem Monopolstreben von Amazon, das für Verlage und Buchhändler in Europa "sehr bald tödlich enden" könnte: Da die EU nichts dagegen unternehmen will, setzen die beiden auf ein Kartellverfahren gegen Amazon in Deutschland. Sarah Schaschek und Nina Pauer erörtern Für und Wider der Homo-Ehe. "Es wird Zeit, dass jemand Historikern und Politologen die Lufthoheit über Wagner streitig macht", fordert Wolfram Goertz, der in den Büchern zum Wagner-Jahr die Auseinandersetzung mit der Musik vermisst. Außerdem berichtet Goertz beglückt von den Bregenzer Festspielen, wo er Mozarts "Zauberflöte" und einer späten Uraufführung der Oper "Der Kaufmann von Venedig" des polnischen Klaviergenies André Tchaikowskys (1935-1982) beiwohnt. Wer Frankreichs größtes Privatmuseum in Laduz besucht, begibt sich "in einen faszinierenden Gedächtnisspeicher, in eine Phänomenologie und Ethnologie des ruralen Alltags", schreibt eine hellauf begeisterte Katja Nicodemus.

Besprochen werden die Filme "La grande bellezza" von Paolo Sorrentino und "Die Akte Grant" von Robert Redford ("das Spätwerk eines Mannes, der nicht anders kann, als für seine Werte einzustehen", meint Katja Nicodemus) sowie Bücher, darunter Hans Pleschinskis Thomas-Mann-Roman "Königsallee" (mehr in unserer Bücherschau heute um 14 Uhr).

In der Zeit im Osten geht es um die Schriftstellerin Brigitte Reimann (1933-1973), die am vergangenen Sonntag 80 geworden wäre, und ihren leidenschaftlichen Briefwechsel mit Siegfried Pitschmann (1930-2002), ebenfalls Schriftsteller. Dazu gibt es Interviews mit Martina Gedeck, die Reimann 2004 in einem Biopic spielte, mit dem Autor Landolf Scherzer, der mit Pitschmann befreundet war, und mit der Pfarrerin Marie-Elisabeth Lüdde, die ihn zu Grabe trug.

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Archiv: Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

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