Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 19.06.2013, 14.00 Uhr

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

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Hans-Peter Riegel: Beuys

Buch: Stevenson, Robert Louis: Die Ebbe

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Januar 2009


Wiederentdeckt, reanimiert, musealisiert

31.01.2009. Der Islam war im Iran nie so verpönt wie heute, erklärt der deutsch-iranische Schriftsteller Said in der FR. Im Guardian sieht Ian McEwan das Ende des Goldenen Zeitalters der amerikanischen Literatur gekommen. In der taz fürchtet der Journalist Kadri Gürsel eine geistige Abkopplung der Türkei vom Westen. Die Welt bilanziert das vergangene Krimijahr. FAZ und NZZ begehen den 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mehr lesen

Ein Arbeitsloser mit dem Namen Park Dae Seung

30.01.2009. Gegen einen Artikel von Richard J. Evans attestiert Karl-Heinz Bohrer in der SZ den Hitler-Attentätern eine "Höhe des sittlichen, charakterlichen und kulturellen Formats", die heutigen Politikern abgehe. Die FR bringt eine bisher unveröffentlichte Erzählung Mark Twains, in der dieser ein Gesetz über das Funktionieren von Öffentlichkeit formuliert. Die Welt beschreibt die wachsende Macht privater Opernagenturen. Die NZZ weiß, wer Minerva ist. Mehr lesen

Unendlich unbefriedigendes Leben

29.01.2009. Haut doch endlich ab!, ruft eine der wenigen verbleibenden Kulturinstitutionen Frankfurts der anderen zu (nämlich das Feuilleton der FR dem Hause Suhrkamp). Außerdem in der FR: Burkhard Spinnen über John Updike. Die Zeit staunt: Barack Obama hat es so weit gebracht, dass die Grünen der CDU Antiamerikanismus vorwerfen. Crooked Timber diskutiert über den Science-Fiction-Autor Charles Stross, und zwar mit Paul Krugman und anderen Koryphäen. Mehr lesen

So viel so gut

28.01.2009. In Open Democracy und der Nowaja Gazeta sieht Juri Afanasjew das Ende Russlands. Die NZZ erzählt, wie Fred Vargas einen fatalen Fehler machte und durch ein Telefonat ihren wegen Mordes in Italien gesuchten Freund Cesare Battisti fast ausliefern half. Die SZ beklagt die Automusealisierung der deutschen Autoindustrie. Die Welt findet, dass das Englische als Wissenschaftsprache auch Vorteile hat. Alle schreiben zum Tod von John Updike. Mehr lesen

Manipulierte Depeschen

27.01.2009. Die NZZ liest neue japanische Romane von "extremer Frustration und Traurigkeit". Nicht Wilhelm II. war der eigentliche Kriegstreiber, sondern Moltke, sagt Wilhelms Biograf John C. G. Röhl in der Welt. Die taz empfiehlt die Palästina-Thriller des Briten Matt Beynon Rees. In der SZ klagt Assaf Gavron über Selbstgerechtigkeit und wachsende Intoleranz in Israel. Mehr lesen

Die Onkels des deutschen Literaturbetriebs

26.01.2009. In der taz fordert die Autorin Jagoda Marinic: Autoren und -innen: emanzipiert euch von den Verlegern (aber auch -innen?) Die FR schildert, wie ein Interview mit Claude Lanzmann fast nicht zustande kam. In der NZZ rechnet Ernst-Wilhelm Händler mit den ökonomischen Kontrollillusionen der Unternehmerschaft ab. Die FAZ fordert akkurate Rekonstruktionen nicht mehr existierender Gebäude. Mehr lesen

Guten Tag, wie geht es mir?

24.01.2009. In der Berliner Zeitung erklärt Claude Lanzmann, warum er nicht "Warum" fragt. Die FR greift beherzt ins fallende Messer. Die taz hat das geeignete Lokal für Suhrkamp in Berlin gefunden: das Schloss. Die FAZ bringt einen Artikel von Bernard-Henri Levy zum Gaza-Krieg. In der Welt freut sich der Leiter des Radio Vatikan: Der Papst spricht jetzt den Segen Youbi et Tubi.
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Ideologischer Totalschaden

23.01.2009. Die Welt weiß es positiv: In Berlin sind schon die Makler unterwegs, um geeignete Lokale für den Suhrkamp Verlag zu finden. Die SZ schließt daraus auf ökonomische Probleme des Hauses. In der taz geißelt der Psychoanalytiker Martin Altmeyer den Antisemitismus von links. In der FAZ tröstet die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel die Zeitungsjournalisten: Nie wird das Netz so schön schreiben wie sie. Oh, und kennen Sie schon den australischen Obama?
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Die süße Realität dieser Stunde

22.01.2009. Die Zeit bringt Grass' visionäres Tagebuch aus dem Jahr 1990: gegen die Einheit (Kohl), für die Einigung (Cool). In der FR erliegen Michael Rutschky und Durs Grünbein der Anmut beziehungsweise Erhabenheit Obamas. In der Welt meint David Grossman: Gegen die Hamas hilft nur eins: reden. Die SZ ist froh: Die Krise ist eine Chance für Architekten. In Spiked schreibt Frank Furedi über den neuen Antisemitismus in Europa. Mehr lesen

Sie wollen Sex, und sie sind wütend

21.01.2009. "So, pick yourself up, dust yourself off, start all over again": Barack Obama ist nun endlich Präsident und kann anfangen zu arbeiten. In den hiesigen Kinos läuft Bryan Singers Stauffenberg-Film "Operation Walküre" an: Die Welt hält ihn zeitgeschichtlich für ein Fiasko, die FAZ für den spannendsten Thriller der letzten Zeit. Für die taz ist Ilija Trojanow nach Darfur gereist und hat festgestellt: Es ist ja gar kein Völkermord, es ist nur Überlebenskampf. Mehr lesen

Die Zerstreuung des Ichs im Netz

20.01.2009. Die Feuilletons fiebern Barack Obama Amtseinführung entgegen. In der FAZ brütet Charles Simic über der Frage, wie man ein Gedicht zu diesem Anlass schreibt. Die FR möchte gleich George Bush vor Gericht stellen. Im Tagesspiegel stellt der Historiker Peter Steinbach zum Stauffenberg-Film klar: "Ein Antreibender, viele Angetriebene - dies hat nichts mit der Realität des Umsturzversuches vom Sommer 1944 zu tun." Die SZ vergibt dagegen 100 Punkte an Tom Cruise und an sich selbst.
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Özür diliyoruz

19.01.2009. Die SZ staunt über die Türkei, wo es möglich wird, über den Völkermord an den Armeniern zu sprechen. In der FR fragt der Schweizer Schriftsteller Martin R. Dean nochmals dringlich: Ist Barack Obama denn überhaupt schwarz genug? Die taz macht sich Sorgen über Obamas Evangelikalität. Im Guardian staunt Naomi Wolf über die Macht von Youtube. Die FAZ freut sich: "Operation Walküre" feiert 64 Jahre nach ihrer Erfindung doch noch Erfolge. Außerdem: Zwei Drittel der deutschen Alphablogger bloggen jetzt in der FAZ. Mehr lesen

Hochmoralischer Bombenleger

17.01.2009. Die Welt betrachtet mit dem Weichtierkundler Edgar Allan Poe eine Schnecke. Im Tagesspiegel ärgert sich der linke israelische Popsänger Aviv Geffen, dass die Hamas ihn dumm aussehen lässt. In der taz will Ex-Weatherman Bill Ayers Barack Obama nicht ins Paradies folgen. In der NZZ erzählt Charles Simic von seinem unbedingten Wunsch, Amerikaner zu werden. Die FAZ lässt sich erklären, warum es ohne Holocaust keinen 20. Juli gegeben hätte. So schmalspurig war Stauffenberg auch wieder nicht, meint die Berliner Zeitung. Die SZ trocknet den Angstschweiß auf der Stirn aller Putin-Nachbarn. Mehr lesen

Meister in Sambo

16.01.2009. Wie hell strahlt Daniel Kehlmanns "Ruhm"? Die Feuilletons sind uneins, aber alle pünktlich zur Stelle. Die Welt vernimmt amerikanische Rufe nach etwas ganz Unerhörtem: einem Kulturminister unter Obama. Im Rheinischen Merkur traut Noam Chomsky dem neuen Präsidenten aber gar nicht über den Weg. Im Freitag schildert György Dalos den kalten Bürgerkrieg zwischen Rechts und Links in Ungarn. Mehr lesen

Vertrackte Hausaufgabe

15.01.2009. In der Berliner Zeitung fragt Norbert Bolz: Gibt es ein Fernsehen jenseits der Wonnen des Trivialen? Und antwortet mit Nein. Die FAZ genoss höheren literarischen Klatsch in den Tagebuchaufzeichnungen Susan Sontags. Die FR ist ganz verzückt über die Installation einer Inaugurationspoetin für Barack Obama. Mehr lesen

Krimsekt und Tee

14.01.2009. In der NZZ klagt der palästinensische Lyriker Salman Masalha: "Ein grundlegendes Problem arabisch-islamischer Gesellschaften ist die fehlende Tradition der Gewissensprüfung." Die Welt online bringt Durs Grünbeins spöttisches Abschiedslied auf den Palast der Republik. Die FAZ liest die Erinnerungen Dominique Fernandez' an seinen Vater, den Kollaborateur Ramon. Alle Zeitungen (inklusive der Berliner) begrüßen die Übernahme des Berliner Verlags durch DuMont Schauberg. Mehr lesen

Koninklijk

13.01.2009. Die Welt hat nachgerechnet: Den internationalen Museen gehen durch die Lehman-Pleite 39 Millionen Dollar im Jahr verloren. Und Gawker lästert: Yves Saint Laurents Kunstsammlung wurde neulich auf 780 Millionen Dollar geschätzt - und jetzt nur noch auf 380 Millionen. In der FAZ schickt Amir Hassan Cheheltan Neuigkeiten aus dem gläubigen Iran. Mehr lesen

Komplex, emotional und verständlich

12.01.2009. In der taz entschuldigt sich der türkische Publizist Sahin Alpay bei den Armeniern, auch wenn sie seinerzeit mit westlichen Kräften im Bündnis standen. Im Guardian fordert die Altermondialistin Naomi Klein: Kauft nicht bei Israelis! In der FAZ fordert Aravind Adiga westliche Unterstützung für Indien gegen den von Pakistan zugelassenen Terrorismus. In der SZ plädiert die Philosphin Martha Nussbaum für eine multikulturelle Gesellschaft. Mehr lesen

Schwatzschwatz, meistens ernst, selten witzig

10.01.2009. In der SZ erinnert sich Sibylle Lewitscharoff an ihre Zeit bei der Gruppe Spartacus Bolschewiki-Leninisten. Die NZZ hat in Detroit in die vielen Gesichter des Nichts gesehen. In der taz beklagt der Schriftsteller Nir Baram das Versagen der Linken in Israel. Und die FAZ erkennt in der chinesischen Markenpiraterie die Intelligenz des Volkes. In Poynter rechnet Rick Edmonds vor, warum die New York Times im Mai bestimmt nicht pleite ist. Mehr lesen

Das Scheitern der Patrone

09.01.2009. "Horror! Horror!" ruft Abdelwahab Meddeb mit Blick auf den Gazakrieg in der FR - und er spart nicht mit Kritik an beiden Seiten. In der Jungle World fragt Cord Riechelmann nach Parallelen zwischen dem Darwinismus und der Ideologie des Laissez-faire-Kapitalismus. Amerikanische Blogs entwerfen Szenarien für die Zeit nach der Pleite der New York Times. Auch die NZZ diskutiert über die Zukunft des Journalismus. In der SZ schreibt Burkhard Spinnen über den Freitod des Milliardärs Adolf Merckle.
Mehr lesen

Immer nur Abendessen für drei Leute

08.01.2009. In der NZZ erklärt Dan Diner, warum sich der Clinch zwischen Israel und den Palästinensern auch diesmal nicht lösen lässt. In der Zeit erklärt Francis Fukuyama, warum er trotz allem an die Macht Amerikas glaubt. In der taz erzählt Christian Petzold, warum er die Schauspieler in Autoszenen wirklich fahren lässt. Die SZ porträtiert den britischen Autor Matt Beynon Rees, der versucht, die Lage im Gaza-Streifen in seinen Krimis widerzuspiegeln. Mehr lesen

Humility is endless

07.01.2009. In der SZ erklärt Regisseur Christian Petzold den Unterschied zwischen Filmen aus Berlin und Filmen aus München. Im Tagesspiegel erklärt Daniel Barenboim über seine Arbeit mit dem West-Eastern Divan Orchestra: Wir spielen weiter. Die Welt bringt eine Reportage über den Unternehmer Adolf Merckle, der sich vor einen Zug geworfen hat. Alle sind traurig: Unser Wedgwood ist zerbrochen. Und in der SZ schreibt Durs Grünbein zum Tod von Inger Christensen. Mehr lesen

Federleichte Kosmologie

06.01.2009. Rhythmisch organisiert, beginnen die Wörter zu sprechen: Alle Zeitungen trauern um Inger Christensen. Die FAZ liest mit Begeisterung die Garcia-Marquez-Biografie des britischen Autors Gerald Martin. Im Perlentaucher schreibt Kenan Malik: 20 Jahre danach hat die Linke die Fatwa längst verinnerlicht. Mehr lesen

Nur noch vierzig Kilometer

05.01.2009. In der FR protestieren zwei israelische Autoren, Gideon Levy und Yossi Sarid, gegen die Besetzung des Gaza-Streifens. Die FAZ schildert die Zusammenarbeit zwischen Iran, Hamas und Hisbollah. Im Tagesspiegel spricht Christian Petzold über die Sehnsuchtsorte von Brandenburg.
Mehr lesen

Morgen, Jungs. Wie ist das Wasser?

03.01.2009. In der Berliner Zeitung läuft Dimiter Gotscheff mit Heiner Müller gegen einen Baum. In Spiegel online nimmt Harald Welzer die Zukunft in Schutz vor heutigen Krisenbewältigern. Die FR begibt sich in den Morast der Schlacht im Teutoburger Wald. Barack Obama ist alles, nur keine unbefleckte politische Jungfrau, meint Leon de Winter in der Welt. In der NZZ erzählt Olga Martynova von den Veränderungen in St. Petersburg. Die taz steht heute auf Rumms. Die SZ würdigt Johannes Mario Simmel.
Mehr lesen

Die innere Schönheit: nichts zu wollen

02.01.2009. In der SZ beklagt Diedrich Diederichsen den Strukturwandel der Gegenöffentlichkeit durch das Internet. In der FR erklären ein palästinensischer und ein israelischer Autor, warum der jüngste Krieg im Gaza-Streifen gerecht beziehungsweise ungerecht ist. Die Welt macht sich Sorgen: 2009 scheint die annoncierte Krise nicht recht eintreten zu wollen, aber das historische Jahr 1989 sah ja auch keiner kommen. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Ganz neue Schrecknisse

11.06.2013. In Antoine Fuquas "Olympus Has Fallen" tritt Gerald Butler gegen Nordkorea an; wir drücken gerne die Daumen. Peter Stricklands "Berberian Sound Studio" dienen das Exploitationkino und sein Sound-Design als Folie für einen abgründigen Horrorfilm.
Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Gesamtkunstwerk mit ausfransenden Rändern

19.06.2013. Mit ihrer Studie über die Welteis-Theorie ist Christina Wessely eine Auseinandersetzung mit der Entstehung von Wissen und der Macht der Sprache gelungen, meint die NZZ. Die SZ lässt sich von Manuele Fiors psychoanalytischem Sci-Fi-Comic "Die Übertragung" verzaubern. In den Prosagedichten von Michael Donhauser hört die FAZ konzentrierte Sprachmusik. Und die taz freut sich über ein unverkrampftes Aufklärungsbuch von Antje Helms und Jan von Holleben. Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Das Konzept eines Gottes

11.06.2013. Jawohl, es ging am Taksim auch um Alkohol und zwar zurecht, meint Atlantic. In Eurozine bezweifelt Timothy Snyder, dass Antisemitismus der Grund für den Holocaust war. GQ erzählt die Geschichte von Kim Jong-ils Sushi-Meister. Elet es Irodolam ahnt, warum wütende Antikommunisten in Ungarn an der Aufarbeitung des Kommunismus nur mäßig interessiert sind. The Believer lässt den Comic-Hexenmeister Alan Moore zu Wort kommen. Mehr lesen

Die Reichen und die Diebe

04.06.2013. Manchmal sind sogar Zeitungen dafür, das Urheberrecht zu vereinfachen, lernt der Economist. Nur die Medien glauben, die Aufständischen hätten den Bürgerkrieg in Syrien schon gewonnen, meint die London Review of Books. In Osteuropa überlegt Olga Radetzkaja, warum der nationalbolschewistische Autor Zakhar Prilepin im deutschen Literaturbetrieb so wohlige Schauer auslöst. In Nepszabadsag sieht Laszlo Vegel eine Befriedung der serbischen Nationalisten aufschimmern. In Le Monde sieht Boualem Sansal schwarz für Algerien. Die Financial Times sieht gar nicht schwarz für Somalia. Die New York Review of Books möchte keine Kreuzfahrt nach Venedig machen, danke. Mehr lesen

Orgien der Untreue

28.05.2013. Im New Yorker spielt David Sedaris Gästezimmer-Gambit. In El Pais Semanal hat Javier Cercas andere Sorgen als die Monarchie. Der Rolling Stone besucht Daft Punk. Verehrung für den ältesten Sohn kann tödlich sein, stellt die NYRB mit Blick auf Mutter und Vater Tsarnaev fest. In National Geographic träumt Phyllis Batumbil vom traditionellen Aboriginesleben, aber mit Webseite. MicroMega findet in Italien keinen Arzt für eine Abtreibung. Der Economist verschlüsselt jetzt auf Photonenbasis. Wieviel sexuelle Lust darf eine Frau haben, bevor die Gesellschaft zerspringt, fragt die NYT. Mehr lesen

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

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