Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.05.2013, 11.09 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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Aus dem Archiv

  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
  • Ilja Braun
  • Pascal Bruckner
  • Daniele Dell'Agli
  • Andre Glucksmann
  • Jürgen Habermas
  • Necla Kelek
  • Navid Kermani
  • Imre Kertesz
  • Georg Klein
  • Ulli Kulke
  • Ekkehard Knörer
  • Matthias Küntzel
  • Thomas Rohde

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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Oktober 2006


Heute in den Feuilletons

31.10.2006. Die für ihre Rezensionen berühmte taz geißelt Kulturbanausen in den übrigen Feuilletons. Die NZZ misst Größen beim Potenzgerangel Schweizer Architekten. Die Welt denkt über wahrhaftige politische Sprache nach. In der FR beschreibt Artur Becker den deutsch-polnischen Missverstand. Die FAZ protestiert gegen neue Einheitsschulen in Berlin. In der SZ beschreibt Andrzej Stasiuk den schönsten Feiertag in Polen: Allerseelen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.10.2006. Elfriede Jelineks Stück "Ulrike Maria Stuart" löst gemische Gefühle aus. Die FR lobt bohrende Intensität und kritisiert Geschwätzigkeit. Für die NZZ schüttet Regisseur Nicolas Stemann die Jelinek mit dem Bade aus. Laut SZ genießt sie ihre Schändung aber wie nur je eine Märtyrerin. In der FAZ erklärt der Deutschland-Korrespondent von Al Dschasira, Aktham Suliman, warum der deutsche Streit um die Berliner "Idomeneo"-Inszenierung für ihn kein Thema war. In der SZ wäscht der Germanist Peter Strohschneider seinen Kollegen Geisteswissenschaftlern, die sich so über die Exzellenzintitative aufregen, das dramatisch umwölkte Haupt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.10.2006. In der Welt warnt Robert Kagan: Amerika hat den Expansionismus in den Genen. Und Georg M. Oswald erledigt die Memoiren des Altkanzlers Gerhard Schröder mit einem Blick auf Rousseau. In der FR sieht der Philosoph Otfried Höffe den Urheberschutz durch digitale Techniken gefährdet. Die Berliner Zeitung freut sich, wie der Komiker Sacha Baron Cohen die Vorurteile der Amerikaner (wir haben ja keine!) entblößt. In der NZZ erinnert Dan Diner an die Suezkrise. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.10.2006. Jürgen Habermas hat keine Zettel gegessen, auch und gerade keine Zettel aus seiner Hitlerjugendzeit. So das einhellige Urteil unserer Feuilletons nach harter Recherche. Die FAZ nennt die diesbezügliche Cicero-Geschichte "dämlich". Und in der SZ erzählt Hans-Ulrich Wehler wie's wirklich war. Die NZZ findet die Begeisterung für Blogs und Blogger naiv. In der taz erklärt György Dalos, warum weder Rechte noch Linke den Aufstand der Ungarn gegen die Sowjets 1956 für sich reklamieren können. Die FR ist enttäuscht von den Memoiren von Altkanzler Gerhard Schröder. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.10.2006. In der Zeit behauptet Wolf Biermann: Die Deutschen verraten Israel. Die Berliner Zeitung spekuliert über gesundheitsschädliche, aber effiziente Formen der Vergangenheitsbewältigung, die angeblich von Jürgen Habermas eingeführt wurden. In der SZ erklärt Michel Wieviorka, warum die Jugendlichen in den Banlieues keine gemeinsame Erzählung über die Krawalle im letzten Jahr erfunden haben. In der NZZ plädiert Tahar Ben Jelloun für menschenwürdige Lebensbedingungen in Marokko. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.10.2006. In der FR freut sich Frank Castorf nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen Berlin auf eine Wiederkehr der sozialen Schärfe in der Hauptstadt. Die NZZ schildert die Vorzüge des Bahnverkehrs im Aargau. Die SZ bringt einen Auszug aus Peter Nadas' großem Roman "Parallelgeschichten" zum Ungarn-Aufstand. In der Welt schreibt Zsuzsa Bank zum gleichen Thema. Die FAZ stellt fest: Noch nie war die Kulturrevolution in China so tabu. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.10.2006. Die taz konstatiert eine Annäherung von Kunst- und Modekritik bei gleichzeitigem Bedeutungsverlust der Kunstkritik. Die FR erklärt, wie es dem Künstler Stephen Willats gelang, die Zeit anzuhalten und zwar ausgerechnet in Berlin-Gropiusstadt im Jahr 1979. Die FAZ behauptet, dass acht Perkussionisten in Donaueschingen ihre strukturierende Pflicht taten. Die Welt applaudiert Harold Pinters Krapp. In der SZ empfiehlt Joachim Kaiser Takt angesichts von übergewichtigen Operndiven. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.10.2006. Jo! Putin ist ein lupenreiner Demokrat, und dabei bleibt Gerhard Schröder laut Spiegel-Gespräch. Die taz porträtiert die 21-jährige französische Erfolgsautorin Faiza Guene - die Francoise Sagan der Banlieue. In der SZ erklärt Tony Judt den Unterschied zwischen Länder- und Wirtschaftslobbys. Die NZZ ist verbittert: Walter Benjamin, der Antiakademiker, ist längst zum Opfer neuer Akademiker geworden. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.10.2006. György Konrad erinnert sich in der NZZ, wie sie Budapest 1956 zu einer einzigen Wandzeitung machten. Die Welt spekuliert, warum Janos Kadar die russischen Panzer hereingelassen hat. Die FR ruft das arme Berlin zum Spielen auf, während die Berliner Zeitung nicht glauben kann, dass die Hauptstadt 159 Euro pro Kopf für Kultur ausgibt. Die SZ schaut in die prekären Abgründe der Gesellschaft, die taz verwirft das Märchen vom Selfmademan. Die FAZ beschäftigt sich lieber mit tranchierten Augäpfeln und Rebecca Horn. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.10.2006. Die FR hat einen Trost für das akademische Proletariat parat: Prekariat ist noch nicht Unterschicht. In der FAZ kritisiert Niall Ferguson ein neues amerikanisches Gesetz, das Kriegsgefangene zu Rechtlosen macht. Die SZ rügt den Provinzialismus der deutschen Verfassungsrichter, die der Stadt Berlin raten, 60 Milliarden Euro am Kultur- und Bildungsetat einzusparen. Die Welt begibt sich auf die Spuren der ältesten Zivilisation Südamerikas. Die NZZ untersucht die Affäre Tony Judt. In der taz verteidigt der amerikanische Historiker Paul Kennedy seine These vom kommenden Niedergang der USA. Und die Berliner Zeitung protokolliert Robbie Williams' stream of consciousness.
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Heute in den Feuilletons

19.10.2006. Die taz empfiehlt das Modelabel für die Unterschicht, die auf sich hält: Picaldi. In der FAZ feiert Neil MacGregor, Leiter des British Museum, das neue Bode-Museum als europäischen Skulpturengarten. In der FR plädiert Georg Klein für eine kenntliche Mary Shelley. Die NZZ ergründet das Wesen der Kunst Diddys: Geschäftsmann! Peng! Die Zeit verhält sich mittels eines verglasten Lastwagens in Sofia dekonstruktivistisch zur Welt. Stefan Krohmers Film "Sommer 04" inspiriert die Kritiker von FR und SZ zu Hymnen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.10.2006. Taz und FAZ sind sich einig: Der Begriff der Unterschicht trifft, weil er zutrifft. Heinz Bude in der SZ sieht es ähnlich. Und die FR schlägt angesichts der Probleme der Politiker mit dem Begriff vor, den Begriff des Politikers in "Mensch mit Wahrnehmungsproblemen" umzumünzen. Außerdem sagt Herfried Münkler im Tagesspiegel angesichts wahnsinniger Regimes im Besitz des Apokalypseinstruments ein neues atomares Wettrüsten voraus. Und in der Welt streiten Berliner Architekten über die Frage, wo's gemütlich ist. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.10.2006. Gabor Steingart erklärt den Weltkrieg der Ökonomien nun auch in der FAZ. In der Welt plädiert Ulf Poschardt gegen schwaches Denken. Die Welt porträtiert außerdem den jüdischen Satiriker und Cowboy Kinky Friedman, der Gouverneur von Texas werden will. In der SZ nimmt Kurt Flasch nochmals die Regensburger Rede des Papstes auseinander. Der Tagesspiegel erklärt, was es mit Kai Hensel auf sich hat. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.10.2006. Die kulturjournalistischen Sonntagsdienste haben sich kein Bein ausgerissen. Immerhin: In der taz erklärt Kurt Wagner, der Sänger der Band Lambchop, warum der Süden der USA ein absolut poetisches Land ist. In der SZ meint Abbas Beydoun, dass die Uno-Truppen im Libanon nicht Israel verteidigen sollten. Die Welt feiert die Wiedereröffnung des Bodemuseums in Berlin. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.10.2006. Hannah Arendt wäre heute hundert geworden und veranlasst die Feuilletons zu den üblichen Würdigungen. Heraus fallen die Berliner Zeitung, die Hannah Arendts Sexappeal verfällt, und die taz, die dorthin geht, wo über Arendt noch gestritten wird - nach Israel. Die taz bringt außerdem eine Pornobeilage, die ganz ohne Pornos auskommt. Die NZZ beobachtet saure bis gehässige Reaktionen auf den Nobelpreis für Orhan Pamuk in der Türkei, und Hans Magnus Enzensberger erinnert sich an seinen Förderer Alfred Andersch. Die SZ besucht Orhan Pamuk in Istanbul.
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Heute in den Feuilletons

14.10.2006. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.10.2006. Orhan Pamuk überall! Die SZ bringt (auch online) das letzte Kapitel aus seinem demnächst erscheinenden "Istanbul"-Buch. Er ist der Autor, der "dem Westen den Osten und dem Osten den Westen" erklären kann, sagt Pamuk-Verleger Michael Krüger ebenfalls in der SZ. Die FR sieht im Nobelpreis für Pamuk ein Plädoyer für eine europafreundliche Türkei. Die NZZ erklärt, warum Pamuk nicht malt. Und im Tagesspiegel erzählt der Komponist Tayfun Erdem, warum Pamuk nicht liest, aber liebt. Für Frank Schirrmacher in der FAZ ist Pamuk der Westen. Auch die taz gratuliert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.10.2006. Im Tagesspiegel erklärt der Philosoph Michail Ryklin die Botschaft des Mordes an Anna Politkowskaja. In der FAZ fordert die tschetschenische Journalistin Mainat Abdullajewa den Westen auf, nicht jedes Mal verschämt wegzuschauen, wenn in Russland Journalisten ermordet werden. In der Zeit sieht Mike Davis nach dem Fall der Berliner Mauer viele neue Mauern wachsen. NZZ und taz porträtieren Booker-Preisträgerin Kiran Desai. Die FR beobachtet, wie Intellektuelle den Zerfall des Intellektuellen beobachten. Für die SZ hat Günter Grass mit seiner Einstweiligen Verfügung gegen die FAZ nur einen Pyrrhussieg errungen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.10.2006. In der taz widerspricht der Historiker Saul Friedländer seinem Kollegen Götz Aly: Hauptziel des Holocaust sei nicht die Auspressung, sondern die Vernichtung der Juden gewesen. Die Welt berichtet über das erste Filmfestival, das Antrittsgelder für anreisende Hollywoodstars bezahlt - es eröffnet am Freitag in Rom. Der Tagesspiegel erklärt, was Blixa Bargeld unter einem Divinationssystem versteht. Die FAZ liest Wladimir Sorokins gerade in Russland erschienenen Roman "Der Tag des Opritschniks", eine finstere Satire über die Moskauer Staatselite. Die NZZ beobachtet einen mangelnden Zusammenhalt unter den Muslimen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.10.2006. Wir bitten um Pardon für den Ausfall unserer Seite - ein übler Absturz unseres Providers hat uns komplett aus dem Netz geworfen. Mit Verspätung also die Feuilletons vom Tage: Nach dem Mord an Anna Politkowskaja erklärt Anne Applebaum in der Welt die russische Tradition, mit wenigen Morden das ganze Land in Schrecken zu versetzen. Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht Imre Kertesz über das tödliche Paradox, Freude beim Schreiben zu empfinden.Die taz beerdigt nach einem Besuch der Art Beijing den chinesischen Trend des zynischen Realismus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.10.2006. Happy Birthday, Mister President! Der Mord an der kritischen Journalistin Anna Politkowskaja just zu Putins Geburtstag wirkt, als habe ein Vasall ihm den Kopf des Erzfeinds serviert, meint die FAZ. Außerdem schreibt die FAZ über die seltsame Rolle Michail Gorbatschows in Politkowskajas Zeitung Nowaja Gaseta. Die SZ und Welt regen an, dass Angela Merkel bei Wladimir Putins morgigem Besuch in Deutschland ein wenig über Demokratie plaudert. Mit Politkowskaja ist das moralische Russland endgültig gestorben, schreibt die taz. Der Standard findet, dass Österreich jetzt Energie-Autarkie anstreben sollte. In den vergangenen Jahren ist Russland zum dritttödlichsten Land für Journalisten geworden, meldet die Moscow Times.
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Heute in den Feuilletons

07.10.2006. Die taz erinnert die Kollegen daran, dass der Islamismus in Deutschland kein feuilletonistisches Großereignis ist, sondern konkret. Außerdem erklärt Christian Semler, warum der Maoismus für bourgeoise Revoluzzer so attraktiv war. Die FR beobachtet auf der Buchmesse, wie sich Chuzpe und comme il faut sehr elegant verbinden lassen. Die Welt beschreibt, wie christliche Fundamentalisten in den USA nach Kinderseelen fischen. In der SZ prophezeit Heinz Bude eine Invasion der Gehhilfen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.10.2006. In der FAZ schreibt Michael Lentz zum Tod von Oskar Pastior über die befreiende Wirkung des Nichtverstehens. Die NZZ wirft ein herzhaftes "kurva orszag" nach Ungarn. Die SZ klagt über den Vormarsch der Einkaufscenter in die Innenstadt. Auf dem Empfang des Suhrkamp-Verlags in Frankfurt kommt der taz plötzlich die Zentralperspektive in der Literaturszene abhanden. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.10.2006. Die Zeit stellt den American Streber vor. Die NZZ steht staunend vor dem gräulichen Chamois-Ton, in dem Olafur Eliasson die Räume für den Blauen Reiter gestrichen hat. Die taz hat sich in Frankfurt von Frank-Walter Steinmeier erklären lassen, dass Kultur ein Mittel der Ausgrenzung sein kann. Im Tagesspiegel knipst Feridun Zaimoglu das Licht der Aufklärung aus. Die SZ sieht in Spanien reihenweise Mohammed-Köpfe explodieren. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.10.2006. Die taz hofft, dass sich auch ein paar Bischöfe den "Idomeneo" in Berlin ansehen. Die NZZ berichtet über eine Frankfurter Diskussion zur digitalen Zukunft der Buchbranche. In der FR beschreibt Kiran Desai Indien als rasenden Mischmasch. Die Berliner Zeitung hält nichts von weiblichen Formen der Deeskalierung. In der FAZ stellt sich Ayaan Hirsi Ali die Reformation des Islam vor. Die SZ kritisiert die Literaturkritik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.10.2006. Die Berliner Zeitung beobachtet die digitale Revolution auf dem Büchermarkt. Die taz schildert anlässlich des Buchmessenschwerpunkts das komplizierte Verhältnis zwischen dem Englischen und den Regionalsprachen in der indischen Literatur. Außerdem besucht sie die umfassende Ausstellung über deutsche Juden in der Emigration. Die NZZ führt uns durch die brodelnde Kunstszene Schanghais. Der Tagesspiegel war dabei, als der Nobelpreis für Reportageliteratur verliehen wurde. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Die Welt, in der das Böse einbricht

21.05.2013. Nach Berlin hatte Claude Lanzmann auch in Cannes einen großen Auftritt: allerdings mit einem neuen Film, in dem er - mit Material, das er in den Siebzigern drehte - den Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein porträtiert und die Frage nach der Rolle der Judenräte stellt. Außerdem zeigen die Coen-Brüder den traurigsten (und lustigsten) Loser seit langem und Alex van Warmerdam den Horror als Normalität. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Das Wiedererlernen von sinnverhaftetem Tun

21.05.2013. Nach der Lektüre von Adam Johnsons Roman "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" ist Nordkorea für die NZZ erst recht eine Farce mit sieben Siegeln. Die FAZ begibt sich mit dem russischen Regisseur Alexander Sokurow auf "japanische Reise". Was Virginia Woolf wirklich fühlte, erfährt die SZ aus ihren im Band "Augenblicke des Daseins" gesammelten autobiografischen Skizzen. Außerdem empfiehlt sie Norbert Mappes-Niedieks ausgewogene Studie über "Arme Roma, böse Zigeuner". Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

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