Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 19.06.2013, 11.17 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
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  • Daniele Dell'Agli
  • Andre Glucksmann
  • Jürgen Habermas
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  • Navid Kermani
  • Imre Kertesz
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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Januar 2005


Heute in den Feuilletons

31.01.2005. Im Perlentaucher warnt Andre Glucksmann vor Wladimir Putin, der sich angesichts der ukrainischen Demokratiebewegung mal wieder als unverbesserlicher Tschekist erwies. In der Welt beklagt der Berliner Baustadtrat den mangelnden Respekt der Stadt Schanghai vor der Berliner Traufhöhe. Die NZZ fragt anlässlich der RAF-Ausstellung, warum sich die Kunst mehr für Täter als für Opfer interessiert. In der taz findet der Berliner Drei-Opern-Chef Michael Schindhelm eine seiner drei Opern ziemlich verstaubt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.01.2005. In der Welt protestiert Vaclav Havel gegen einen Erlass der EU, der festlegt, dass keine Dissdenten mehr in die Botschaften in Havanna eingeladen werden dürfen. In der Welt schreibt Ayaan Hirsi Ali, dass auch die Männer Opfer der Frauenunterdrückung im Islam sind. In der Welt verteidigt Michael Ignatieff die Außenpolitik der USA. In der NZZ meditiert György Konrad über Auschwitz. Die RAF-Ausstellung in den Berliner Kunst-Werken stößt allgemein auf Zustimmung. Gleiches gilt für die Uraufführung von Botho Strauß' neuem Stück in München. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.01.2005. In der Netzeitung spricht Fritz J. Raddatz über Anna Seghers, Bertolt Brecht und andere Gebrochene. In der taz beklagt Astrid Proll die Kriminaliserung der RAF durch die Polizei. In der FR erzählt der Verleger Ibrahim A Kasim Al-Rajab, wie im Irak Bücher produziert werden. Die NZZ hofft auf Medienkritik durchs Internet. Die Berliner Zeitung erinnert an das herzliche Einvernehmen zwischen RAF und SED. Die SZ wünscht der Musikbranche mehr Lundvalls. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.01.2005. Vor sechzig Jahren wurde Auschwitz befreit. Micha Brumlik sieht in der taz mit dem heutigen Datum eine Epochenschwelle überschritten: Auschwitz ist Vergangenheit. Imre Kertesz sieht Auschwitz im Tagesspiegel als "zentralen negativen Mythos".  Götz Aly hält in der FR den 9. November für den besseren Gedenktag, denn warum sollten ausgerechnet die Deutschen der Befreiung von Auschwitz gedenken? Die FAZ annonciert eine Quellenedition zum Holocaust. In der SZ beschreibt Sybille Steinbacher Auschwitz als deutsche Stadt. In der Welt behauptet Ulrich Herbert, die Studentenbewegung hätte die Auseinandersetzung mit dem Holocaust behindert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.01.2005. Schiere ästhetische Ideologie wittert die taz bei Jean-Pierre Jeunets Film "Mathilde - Eine große Liebe". Die FR beklagt die Peter-Pan-Mentalität ihrer fortpflanzungsfähigen Mitmenschen. Die Welt fragt: Wer sichert jetzt Münchens Ruf als Kapitale des Wahnsinns? Die FAZ plädiert für die Rückkehr der Mütter an den Herd. Die SZ lernt von Helmut Dietl: Venus ist sehr intelligent, halt nur nicht im Kopf. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.01.2005. In der FAZ hat Günter Grass für Aufbauverleger Bernd F. Lunkewitz das Ende der Solidarität erfolgreicher Urheber mit den weniger erfolgreichen eingeläutet. In der NZZ warnt der Historiker Georg Kreis vor einer Beschränkung des historischen Wissens auf die Jahre 39 bis 45. In der FR erklärt der Medientheoretiker Manfred Schneider die Versicherer zu den Metaphysikern unserer Tage. Die SZ untersucht die Bedeutung der Neocons. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.01.2005. Die RAF-Ausstellung in den Berliner Kunst-Werken wirft ihre Schatten voraus. In der taz versucht Felix Ensslin zu ermessen, wie weit die Zumtung gehen darf. In der SZ erklärt Jörg Immendorff, dass ihm die RAFler damals wie "ausgeflippte Kleinbürger" erschienen. Und sonst: In der Welt stellt der Politologe Herfried Münkler das Versagen der NGOs beim Tsunami fest. Die FAZ am Sonntag traf Cy Twombly. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.01.2005. In der ganz vorzüglichen NZZ überlegt Andrzej Stasiuk, wie sich im Ersten Weltkrieg Schweijk als Ordonnanz von Ernst Jünger gemacht hätte. Und Francois Zabbal fragt sich, warum kein muslimischer Denker in Europa eine Reform des Islam anregt. Die taz interviewt Harald Welzer und Aleida Assmann zum Gedenken an Auschwitz. In der Welt polemisiert Ilja Trojanow gegen das Indienbild von Günter Grass. Die FR liebäugelt mit Thomas Oberender als Intendant für das Deutsche Theater. Die SZ diagnostiziert die Rückkehr des Geschlechterkampfs. Die FAZ staunt über Carsten Nicolais Wunderkammer in der Frankfurter Schirn. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.01.2005. Die New York Times hat den ersten wirklich guten Film in diesem Jahr gesehen: Fatih Akins "Gegen die Wand". Die FAZ findet die Fassade des Neubaus der Akademie der Künste vornehm, aber fahl. Auch die Welt ist nicht gerade begeistert. Die taz interviewt den Künstler Carsten Nicolai. Die FR protestiert gegen Pläne Manfred Stolpes, den Berliner Schlossplatz kommerziell bebauen zu lassen. Die SZ hält sich an Lacan: Noch besser als Musik ist, wenn es still ist. Das gilt besonders für Adam Green.
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Heute in den Feuilletons

20.01.2005. In der NZZ untersucht Richard Wagner die neue Obszönität in der rumänischen Literatur. In der FR spricht der irakische Schriftsteller Jabbar Yassin Hussin über die anstehenden Wahlen. In der Zeit erklärt Paolo Flores d'Arcais, wie George Bush die amerikanische Demokratie in den Untergang treibt. In der Welt protestiert Gerhard Besier gegen die Geschichtspolitik von Sachsens neuen Nationaldemokraten. In der SZ bildet Felix Ensslin einen politischen Konsens zur Geschichte der RAF. Und die FAZ sieht das vollkommene Menschsein in der französischen Grammatik entfaltet. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.01.2005. Für die NZZ besucht Navid Kermani die Dissidenten unter den iranischen Ayatollahs. Die FR fürchtet eine Musealisierung von Paris aufgrund der exorbitanten Wohnungspreise. Die taz sieht die Männermode auf dem Weg zum Gebrauchten (gigantische Fusseln an neuen Pullovern!) Die FAZ sieht in Bush den Mann der Zukunft. Die Welt schickt Simon Rattle zu seinem Fünfzigsten einen kritischen Geburtstagsgruß. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.01.2005. Die FAZ dokumentiert eine Rede von Urheber Günter Grass, der sich heftig gegen die Verwerter wehrt. In der FAZ wendet sich Marcel-Reich-Ranicki gegen Knesset-Abgeordnete, die Horst Köhler nicht auf deutsch reden hören wollen. Die FAZ fragt, ob man Mozarts c-moll-Messe einfach so eigenhändig komplettieren darf, und antwortet: ja. Die taz outet Sophie Dannenberg. Die FR fragt, ob es in Russland überhaupt eine Wende gab. Die SZ dokumentiert einen Brief des Ex-Yukos-Chefs Michail Chodorkowski. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.01.2005. In der Welt polemisiert die Dramaturgin Beate Heine von der Berliner Schaubühne gegen die gesammelte deutsche Theaterkritik. Die NZZ flaniert durch die Plattenbausiedlungen der schrumpfenden Musterstadt Halle. In der FR beschreibt Natan Sznaider den Nahen Osten als Paradies der Zyniker. Die FAZ berichtet über eine Reideologisierung der KP in China. Die SZ entlarvt ominöse Mitarbeiter beim geplanten Zentrum gegen Vertreibungen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.01.2005. In der taz erklärt Götz Aly den Holocaust als größten Massenraubmord der modernen Geschichte. In der Welt hält Ian Buruma eine islamische Demokratie im Irak für möglich. In der FR analysiert Richard Wagner das deutsche System der Privilegien und Pfründe. Die Berliner Zeitung verzweifelt am Deutschen Theater. Der Tagesspiegel sieht schon in der Berliner Schaubühne die neue Pilgerstätte des saturierten Bürgertums. In der FAZ preisen Tocotronic den produktiven Lebensüberdruss. Die NZZ beschreibt einen neuen Fall chinesischer Herschaftsansprüche. Und in der SZ fordert Timothy Garton Ash kategorisch: Kränkung für alle. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.01.2005. In der FAZ bekennt Michael Crichton, dass ihn die Katastrophenszenarien der Medien immer kälter lassen. In der Welt erklärt Wong Kar-wai, warum er Fassbinder lieber mag als Wenders. In der SZ klagt Richard Chaim Schneider, dass den Juden in diesem Jahr des Gedenkens die Statistenrolle zugewiesen wurde.  Die NZZ meldet, dass sie ihre 225 Jahrgänge digitalisieren will.
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Heute in den Feuilletons

13.01.2005. In der Zeit veröffentlicht Amitav Ghosh eine Reportage über die Nikobaren-Inseln nach dem Tsunami. Die FAZ bringt einen seherischen Text über das demografische Problem, den der schwedische Autor Carl-Henning Wijkmark schon in den Siebzigern schrieb. Die SZ findet die NZZ zwar schrullig, aber auch schweizermesserscharf. In der NZZ fordert der Schriftsteller Abdelkader Benali die Marokkaner in den Niederlanden auf, ihr Gesicht zu zeigen. Die Berliner Zeitung stellt junge deutsche Literaturverlage vor. 
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Heute in den Feuilletons

12.01.2005. Die FAZ genießt mit Wong Kar-wai das Glück des zweiten Mals, als wäre es das erste Mal. Die FR meint dagegen: Die Figuren Wong Kar-wais essen aus Konservenbüchsen. In der taz spricht der kubanische Dissident Raul Rivero über seine Hoffnung auf Demokratisierung. Die SZ reist nach Baku, das sich eine Kuwaitisierung erhofft. Und in der NZZ schreibt der srilankesische Autor Romesh Gunesekera über seine Heimat nach dem Krieg und der Katastrophe. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.01.2005. In der FAZ wirft der Germanist Helmuth Kiesel dem Lyriker Michael Lentz und seinen Thesen zur Lyrik mangelnde Zukunftsfreude vor. Die SZ erinnert die Wirtschaft daran, dass sie von der Kultur lebt. In der Berliner Zeitung bringt sich der Schauspieler Christian Grashof als Intendant für das Deutsche Theater ins Spiel. Die taz versucht zu verstehen, was Schiller hat, was andere Klassiker nicht haben. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.01.2005. Die FAZ beneidet die Chinesen: Dort gilt unsere Musik noch etwas. In der NZZ gesteht Hans-Ulrich Gumbrecht: Der Totalitätsanspruch des Raums in Japan gibt ihm zu denken. In der FR identifiziert der Philosophieprofessor Gernot Böhme den Tsunami als alles verschlingende Weiblichkeit. Die SZ ist erleichtert: Andrzej Stasiuk taugt auch als Theaterautor etwas. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.01.2005. In der NZZ erinnert Martin Walser an seinen Appenzeller Bruno, und Brigitte Kronauer findet es perfide, wie der Marder dem Kaninchen vortanzt. Die FAZ zweifelt an der Relevanz Corks als Kulturhauptstadt des Jahres 2005. In der Welt fragt Hussain Al-Mozany, ob man den Propheten schmähen darf. Und die FR konstatiert aus Anlass von Jennifer Lopez' historischem Hintern: Der Geschmack beim Thema weiblicher Idealmaße hat sich geändert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.01.2005. In der SZ beobachtet Navid Kermani Frauen in iranischen Cafes. Im Tagesspiegel bringt sich ein Überraschungskandidat für die Intendanz des Deutschen Theaters ins Spiel: Bernd Wilms, Intendant am Deutschen Theater. Die NZZ bewältigt polnische Vergangenheit. Die FAZ lässt ihre Kinder betreuen. Die Berliner Zeitung feiert den Neoformalismus. Die FR blickt mit Adam Green lange ins Leere. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.01.2005. In der FAZ sieht Mario Vargas-Llosa den Romanhelden Don Quijote als Vorreiter des Liberalismus. In der Welt sieht der Publizist Carlos Alberto Montaner den Diktator Augusto Pinochet als Vorreiter des Liberalismus. In der taz empfiehlt sich der Regisseur Christoph Schlingensief als Vorreiter des Deutschen Theaters, denn "Theater heute ist doch ein Witz". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.01.2005. In der Zeit schillert der 200 Jahre tote Schiller besonders aktuell. In der FAZ schildert Hussain Al-Mozany, wie die arabischen Regimes die Wahlen im Irak torpedieren. Die NZZ eröffnet eine Reihe über Europa und den Islam mit einem Interview des deutschen Autors Zafer Senocak. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.01.2005. Die FAZ dokumentiert, was Forscher glauben, auch wenn sie es nicht beweisen können, zum Beispiel, dass Babys nach Schönheit selektiert wurden und wir darum alle weiß sind (bis auf die Afrikaner natürlich). Die SZ setzt sich streng mit unserer Wahrnehmung der Tsunami-Katastrophe auseinander, an der unsere Regierung glücklicherweise nicht schuld ist. Die NZZ meldet, dass Basel in den letzten 550 Jahren stetem Wandel unterworfen war. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.01.2005. In der FAZ lanciert Michael Lentz zehn Thesen zur Lage der deutschen Poesie. Diagnose: Sie ist zu brav, aber eine bessere gibt es nicht. Die Welt veröffentlicht einen Aufruf von Bill Gates und Bono zur Verbesserung der Welt noch in diesem Jahr. Die NZZ unterwandert die Eiserne Mauer zwischen Indien und Pakistan. Die SZ bringt vier Seiten zu Einstein. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Ganz neue Schrecknisse

11.06.2013. In Antoine Fuquas "Olympus Has Fallen" tritt Gerald Butler gegen Nordkorea an; wir drücken gerne die Daumen. Peter Stricklands "Berberian Sound Studio" dienen das Exploitationkino und sein Sound-Design als Folie für einen abgründigen Horrorfilm.
Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

An der Nullgrenze aller moralischen Vorstellungen

18.06.2013. Tränen vergossen hat die NZZ über Julia Kissinas Roman "Frühling auf dem Mond", vor Glück und vor Trauer. Außerdem stellt sie fest, dass E.L. Doctorow auch die kleine Form meisterhaft beherrscht. Die SZ rät dringend zu Jürgen Grässlins "Schwarzbuch Waffenhandel". Die taz lernt von der Literaturwissenschaftlerin Eva Eßlinger: Wir leben in einer Dienstbotenromanze. Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Das Konzept eines Gottes

11.06.2013. Jawohl, es ging am Taksim auch um Alkohol und zwar zurecht, meint Atlantic. In Eurozine bezweifelt Timothy Snyder, dass Antisemitismus der Grund für den Holocaust war. GQ erzählt die Geschichte von Kim Jong-ils Sushi-Meister. Elet es Irodolam ahnt, warum wütende Antikommunisten in Ungarn an der Aufarbeitung des Kommunismus nur mäßig interessiert sind. The Believer lässt den Comic-Hexenmeister Alan Moore zu Wort kommen. Mehr lesen

Die Reichen und die Diebe

04.06.2013. Manchmal sind sogar Zeitungen dafür, das Urheberrecht zu vereinfachen, lernt der Economist. Nur die Medien glauben, die Aufständischen hätten den Bürgerkrieg in Syrien schon gewonnen, meint die London Review of Books. In Osteuropa überlegt Olga Radetzkaja, warum der nationalbolschewistische Autor Zakhar Prilepin im deutschen Literaturbetrieb so wohlige Schauer auslöst. In Nepszabadsag sieht Laszlo Vegel eine Befriedung der serbischen Nationalisten aufschimmern. In Le Monde sieht Boualem Sansal schwarz für Algerien. Die Financial Times sieht gar nicht schwarz für Somalia. Die New York Review of Books möchte keine Kreuzfahrt nach Venedig machen, danke. Mehr lesen

Orgien der Untreue

28.05.2013. Im New Yorker spielt David Sedaris Gästezimmer-Gambit. In El Pais Semanal hat Javier Cercas andere Sorgen als die Monarchie. Der Rolling Stone besucht Daft Punk. Verehrung für den ältesten Sohn kann tödlich sein, stellt die NYRB mit Blick auf Mutter und Vater Tsarnaev fest. In National Geographic träumt Phyllis Batumbil vom traditionellen Aboriginesleben, aber mit Webseite. MicroMega findet in Italien keinen Arzt für eine Abtreibung. Der Economist verschlüsselt jetzt auf Photonenbasis. Wieviel sexuelle Lust darf eine Frau haben, bevor die Gesellschaft zerspringt, fragt die NYT. Mehr lesen

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

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