Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.05.2013, 14.09 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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Aus dem Archiv

  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
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  • Pascal Bruckner
  • Daniele Dell'Agli
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  • Jürgen Habermas
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Buch: 1948

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Mai 2007


Heute in den Feuilletons

31.05.2007. Im Zeit-Feuilleton - heute von Wolfgang Tillmans kuratiert - warnt Polly Toynbee vor einer Allianz aus Muslimen und christlichen Kirchen. Die Welt stimmt einen Abgesang auf die Arbeit an. Die SZ sieht die Welt von nutzlosen Zäunen durchzogen. Die NZZ plädiert für den Bau der Moschee in Köln. Die taz verspürt angesichts der Ausstellung "Art goes Heiligendamm" ein leichtes Unbehagen. Die FR begutachtet in der Neuen Nationalgalerie französische Originale zu berühmten Postermotiven. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.05.2007. In der Berliner Zeitung stellen Kathrin Passig und Holm Friebe das nächste große Ding im Internet vor. In der FR sieht Carlos Fuentes den Plurikulturalismus der Mestizen als Symbol für die lang ersehnte Moderne in Europa. In Spiegel Online untersucht Gerd Koenen die Wege des linken Populismus in Lateinamerika. Die Welt warnt vor Heckenschützen in Internetforen. Außerdem erklärt Fatih Akin, warum er jetzt nicht gegen den G8-Gipfel protestieren kann. Die taz fragt nach der gesellschaftlichen Relevanz der allerneuesten Kunst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.05.2007. In der FR erinnert György Dalos an Matthias Rust, der vor zwanzig Jahren mit seiner Cessna neben dem Roten Platz landete und das Moskauer Politbüro durcheinanderbrachte. Die FAZ zeigt sich tief beeindruckt von Sasha Waltz' Inszenierung des "Medea-Materials" in Luxemburg. In der New Republic diagnostiziert Paul Berman in einem riesigen Artikel über Tariq Ramadan einen "reactionary turn" in der intellektuellen Szene. Das Festival von Cannes hat die Kritiker in diesem Jahr begeistert - auch mit der Goldenen Palme für Cristian Mungiu zeigt man sich zufrieden. Alle Zeitungen bringen außerdem Nachrufe auf Jörg Immendorff. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.05.2007. In der Welt deckt Benny Morris die wahren Gründe für die enge Bindung der USA zu Israel auf. Die NZZ schildert den irren Kampf ums Überleben in der lateinamerikanischen Literatur. In der SZ schreibt Chris Abana über Los Angeles, eine Stadt, die nur in den Köpfen ihrer Bewohner existiert. Die FR besingt die Helden Hollywoods, die im wirklichen Leben sterben. Die taz plädiert für funke wisdom. Im Tagesspiegel beichtet Thomas Brussig. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.05.2007. Die NZZ empfiehlt den Comicautor Patrice Killoffer, der auch sehr hübsche Schweizer Briefmarken gezeichnet hat. Die taz schildert die uneimlichen Symptome des Colony Collapse Disorder unter den Bienen. Der Tagesspiegel staunt über Sasha Waltz' Medeamaterial in Luxemburg: "Die Seele rast, aber man tanzt Slowmotion." Die FR sucht den deutschen Super-Künstler. Die FAZ beschreibt die chinesische Konzeption der Menschenrechte: Man hat sie nicht, sondern zahlt sie zurück. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.05.2007. Die deutsche Filmkritik ist sich einig: Fatih Akins Film verdient die Goldene Palme - neben all den anderen Filmen, die die Goldene Palme ebenfalls verdienen. In der Zeit greift die Chansonsängerin Ingrid Caven die Fassbinder-Nachlassverwalterin Juliane Lorenz als moralisch ungeeignet für ihren Posten an. Außerdem recherchierte ein gut verkleideter Günter Wallraff für das neue Zeitmagazin über die muz-Arbeitsbedingungen in deutschen Callcentern. Die FAZ konstatiert aus Anlass des Kasus Kapuscinski Überdruss über die Stasiaktenfledderei in Polen. In der FR fürchtet Richard Wagner um die junge rumänische Demokratie. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.05.2007. Die SZ fragt aus Anlass des G8-Gipfels: Welche Kosmetik ist tränengastauglich? Die FAZ geißelt die Heuchelei der Öffentlich-Rechtlichen in ihrer Berichterstattung über Doping im Radsport. Alfred Brendel gratuliert der Pianistin Katja Andy in NZZ und FAZ zum Hundertsten. Welt und FR studieren die Stasi-Akten Ryszard Kapuscinskis.Tagesspiegel und Berliner Zeitung recherchieren zu den Vorgängen um das Haus Suhrkamp. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.05.2007. In der FAZ gibt Neo Rauch Auskunft über sein malerisches Programm. Und sonst dominieren Cannes und die Journalistenschelte: Die taz ärgert sich über die hämische Suhrkamp-Berichterstattung der Kollegen, die SZ geißelt das grausame Seminardeutsch von Popjournalisten, die Welt wirft Herges Tim vor, nie einen Artikel geschrieben zu haben. Und Roman Polanski schickt laut FR sämtliche Journalisten zum Teufel. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.05.2007. Stein spaltet Kritik.Laut FAZ pulst und lebt und bebt der "Wallenstein" in Peter Steins Inszenierung zehn Stunden lang. Die SZ staunt wie viele andere über Klaus Maria Brandauer, der mit öligen Ablauten einen Anarchen und Spieler gibt. Die taz findet den Hochkulturkonsum alles in allem gar nicht so schlimm. Die NZZ beklagt Verfremdungseffekte, die Stimmung drainieren, Atmosphäre verneinen. Die Welt hat an sich nicht vor, sich von etablierten alten Knackern bilden zu lassen. Und die New York Times singt eine Hymne auf grüne deutsche Architektur.
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Heute in den Feuilletons

19.05.2007. Die NZZ schreitet mit der Gemächlichkeit einer schwangeren Nonne voran, die zur Beichte geht. Die FAZ findet: Türkische Musik tut nur exotisch, und Anna Netrebko tut nur expressiv. Die Berliner Walter-Kempowski-Ausstellung beeindruckt taz und FR. Die SZ trifft die saudische Schriftstellerin Rajaa Alsanea, deren Roman "Girls aus Riad" das traurige Leben der Girls von Riad offenbart. In der Welt denkt Azer Nafisi, Autorin des Buchs "Lolita lesen in Teheran", über eine Demokratisierung der Religion im Iran nach.
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Heute in den Feuilletons

18.05.2007. Die ersten Depeschen aus Cannes widmen sich Wong Kar-Wais "Blueberry Nights", die bei der taz in Kunsthandwerksverdacht geraten. Auch FAZ und Welt sind mild enttäuscht. Nur die SZ jubiliert. Weitere Geschichten: Die Bundeskunsthalle gerät wegen ihres Haushaltsgebarens in die Kritik, berichten SZ und FAZ. In der taz gibt Alfred Grosser seine Einschätzung zu Nicolas Sarkozy: "Nun, er ist nicht Thatcher." Im Kölner Stadtanzeiger ruft Ralph Giordano dazu auf, den Bau der Kölner Großmoschee zu stoppen. Die Welt bereitet uns auf den Stein-Wallenstein vor, der morgen Premiere hat. Und die NZZ schildert die Probleme der Welt online mit dem Web 2.0. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.05.2007. In der SZ protestiert Jürgen Habermas gegen die Verkaufspläne der bisherigen Gesellschafter genau dieser Zeitung und fordert staatliche Förderung für die unabhängige Meinungsbildung in den Zeitungen. In der Stockholmer Zeitung Expressen äußert sich Ayaan Hirsi Ali über die von Perlentaucher und signandsight.com entfachte Multikulturalismus-Debatte.Die Zeit hat nachgezählt: 68 war eigentlich 67. Die Welt sieht mit Unbehagen den Einfluss der russischen Orthodoxie im Westen wachsen. In der taz protestiert Ilija Trojanow gegen die Ausbeutung Afrikas durch westliche Popstars. In der FAZ wird nachgewiesen: Ich war es nicht gewesen, sondern mein Gehirn hat mich diese Zeilen schreiben lassen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.05.2007. Die SZ warnt Kunstsammler vor dubiosen Fonds, die vom Boom profitieren wollen, und feiert das neu normierte versale Eszett. Die Welt ist von Don DeLillos 9/11-Roman "Falling Man" enttäuscht, gerade weil er niemanden enttäuschen will. Die taz zeigt Verständnis für einen BBC-Journalisten, der wie eine Tomate explodiert. Die FAZ besucht die traumatisierte Stadt Algier, deren Kunstszene anfängt, sich mit den blutigen neunziger Jahren auseinanderzusetzen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.05.2007. Die taz freut sich auf kommende Zeitkristalle bei der Documenta. Die SZ findet die Autonomen so sentimental. Die FR fürchtet die Herrschaft des Marktes über die französische Kultur. Die NZZ hat keine Angst vor China. Im Tagesspiegel konstatiert Peter Stein zum Ärger Klaus-Maria Brandauers: Junge Menschen sind zwar nicht interessant, aber sie sehen gut aus.
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Heute in den Feuilletons

12.05.2007. In der Welt erklärt Theodore Dalrymple, warum Nicolas Sarkozy genau der Richtige ist, um die Freiheit in die französischen Townships zu bringen. Ebenfalls in der Welt beschreibt Adam Michnik, wie in Polen der Geist der Freiheit vom Geist der Rache bekämpft wird. Die FAZ plädiert für mehr Kulturrelativismus. Die NZZ berichtet von der Lage irakischer Künstler und Intellektueller, die nicht einmal mehr im Exil sicher sind. Die FR entdeckt eine Oase der Leidenschaft im Literaturbetrieb. Und die taz freut sich, dass es im Theater von Jan Bosse noch oben und unten gibt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.05.2007. In der SZ konstatiert Boris Groys im Streit um die sowjetischen Denkmäler eine Ethnisierung des Kommunismus. Außerdem erklärt Najem Wali, wie in syrischen Gefängnissen mit dem deutschen Stuhl gefoltert wird. In der taz wartet Klaus Theweleit auf eine iranische Pocahontas. Die Welt betrachtet die neue Avantgarde der Traditionalisten in der Architektur. In der FAZ schreibt Amos Oz über die palästinensischen Flüchtlinge. Und in der NZZ schreibt Ibrahim al-Koni über den Fluch des Erdöls - das Blut unserer Mutter. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.05.2007. In der Welt fordert Ayaan Hirsi Ali den Westen auf, notfalls mit Hilfe der Armee die Türkei vor der Islamisierung zu retten. In der Zeit erklärt Elif Shafak, dass sie ihre Demokratie lieber selber retten will. Im Tagesspiegel erinnert Andres Veiel an die zehn Millionen heimlichen RAF-Sympathisanten. Die FAZ besucht die letzten Aufrechten des russischen Journalismus. Die FR fragt, warum die Freiheit eigentlich nicht zur Leitkultur der CDU gehört. In der NZZ schreibt Richard Wagner über den Streit um die sowjetischen Denkmäler in Osteuropa. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.05.2007. Die FAZ erwartet von der kommenden Documenta Subtiles. Die taz liefert sich der Wucht der rumänischen Theaterszene aus. Die SZ tanzt den Independance cha-cha. Die NZZ lässt sich von einem Riesenschädel aus Küchenutensilien anstarren. In der Berliner Zeitung gibt Peter Stein Auskunft über sein inszenatorisches Ethos.
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Heute in den Feuilletons

08.05.2007. Seine Bücher ziehen vorüber wie Wolken, meint die SZ in einem Artikel über Thomas Pynchon, dem alle brav zum Siebzigsten gratulieren. Auch der Maler Daniel Richter meditiert in der Welt über das flüchtige Wesen der Kunst. Und die NZZ besucht eine dieser Flüchtigkeit geweihte Disco des holländischen Architektenbüros MVRDV. Die FR tanzt den RAF-Calypso. Und schließlich ein bisschen Information: Die Welt nennt ein paar kulturpolitische Ziele Nicolas Sarkozys. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.05.2007. In der Berliner Zeitung fragt sich Elfriede Jelinek, warum sie Ulrich Matthes so gerne sprechen hört. Liegt es am engen Augenstand? Die FR bewundert einen lüsternen Zwerg von Daniel Richter, der noch nach Farbe riecht. Die NZZ informiert über die Musiktradition Hawaiis. Der FAZ ist die chinesische Harmonie unheimlich. Für die taz besucht Gabriele Goettle eine Tätowiererin, die einem Kunden auch den Schwanz verzierte. Zu seiner Zufriedenheit: "Er guckte seinen Schwanz völlig verliebt an und sein Schwanz guckte ihn an. Ich hätte ein Gesicht drauf machen sollen!" Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.05.2007. Einfach krass! In der taz fordert Jan Delay die Jugend auf, die RAF zu reflektieren und zu merken: "Damals gab es Menschen, die haben tausendmal mehr Haltung an den Tag gelegt als heute irgendjemand." Die NZZ sieht das Institut du monde arabe in Paris bis heute als Fehlschlag. Und Hans-Jörg Rheinberger erklärt, wie das Neue in die Wissenschaft kommt, wenn man gar nicht weiß, was man nicht weiß. Die SZ zeigt sich tief beeindruckt von Alex Gibneys Film "Taxi to the Dark Side", der Guantanamo anprangert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.05.2007. Die NZZ stellt die bekanntesten islamischen Fernsehprediger vor. In der taz will die sebstbewusste fromme Muslima Ayten Kilicarslan kein Mitleid für ihr Kopftuch. In der FAZ schildert der iranische Autor Amir Hassan Cheheltan die Gleichschaltung des Erziehungswesens im Iran. Spiegel online empfiehlt Alex Gibneys Dokumentarfilm "Taxi to the Dark Side" über einen afghanischen Taxifahrer, der in Guantanamo zu Tode gefoltert wurde. Die SZ hörte Orhan Pamuk einen Satz von 155 Zeilen lesen. Die FR versucht, sich ein Bild von Debbie Tucker Green zu machen. In der Welt erklärt Andre Glucksmann, warum ihm Haudrauf Sarko lieber ist als Madonna Sego. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.05.2007. In der Zeit bringt der Historiker Tony Judt  dem Kerneuropäer Jacques Chirac eine letzte Huldigung dar. Laut FAZ stolpern die Ungarn über Gunter Demnigs "Stolpersteine". In der Welt erinnert sich Wim Wenders an das Berlin vor zwanzig Jahren, dem er im "Himmel über Berlin" ein Denkmal setzte. Die SZ verteidigt den avantgardistischen Komponisten Brian Ferneyhough gegen die Ungebildeten unter seinen Nichtkennern. Dieter Bohlen verstopft die FR. Die NZZ fragt: Was wird nach der Abschaffung der Buchpreisbindung in der Schweiz? Spiegel Online zeigt an digg.com sehr schön, wie das Web 2.0 seine Erfinder frisst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.05.2007. In der FAZ begrüßt Orhan Pamuk die säkularen Demonstrationen in der Türkei. In einem seiner zahlreichen Interviews, diesmal in der FR, schwärmt Feridun Zaimoglu von der konservativen Ethno-Avantgarde der Neo-Musliminnen. In der Welt stellt Arnold Schwarzenegger ein hundertprozentiges Elektroauto vor, das sogar seinen wasserstoffgetriebenen Hummer in den Schatten stellt. Die taz suchte bei der Berliner "Manon"-Premiere mit Anna Netrebko vergeblich nach einem Neobürgertum. Die Premiere selbst löst bei den Kritikern eher missmutige Reaktionen aus. Hat die Klassik jetzt endgültig vorm Pop kapituliert?, fragt etwa die SZ. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Hyper, Hyper

15.05.2013. Großraumdissenkino statt Mittelstufenliteraturverfilmung bietet Baz Luhrmanns "Der große Gatsby". Ulrich Seidls Trilogieabschluss "Paradies: Hoffnung" gönnt uns das Nichteintreten des Allerschlimmsten. Und das ist auch mal schön. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Drogenverseuchte Faulenzer-Boheme

18.05.2013. Die FAZ weiß gar nicht, was sie zuerst empfehlen soll: Ned Beaumans genialischen Roman um einen Autor, der an Brecht und den Frauen scheitert. Oder Olga Martynovas traumhaft-grotesken Familienroman "Mörikes Schlüsselbein"? Oder das vorzügliche "Jahrbuch der Lyrik 2013"? Und dann gäb's da noch "Was Flauschiges" für die Kleinen. Die FR liest Bücher zum Wagner-Jahr. Die taz lernt bedenkenswertes über den Zustand der Sozialdemokratie. Und die SZ versinkt selig in den Briefen Samuel Becketts.
Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

Kratzen und singen

02.01.2013. Im Espresso erzählt Roberto Saviano, warum die Einwohner von Scampia keine Haustürschlüssel mehr haben. Vanity Fair beobachtet John Belushi im Bienenkostüm. Outlook India untersucht die "Vergewaltigungskultur" in Indien. Le Monde lauscht der Musik der tibetischen dranyen dunglen. Der Economist feiert Comics im Netz. In Wired erklärt Internet-Unternehmer Tim O'Reilly sein Credo. In The New Republic stellt Anne Applebaum neue und alte Bücher über Polens Geschichte im 20. Jahrhundert vor. Mehr lesen

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