Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.05.2013, 14.09 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

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  • Daniele Dell'Agli
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Von Lesern empfohlene Bücher

Buch: 1948

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



September 2011


Der Straßenstaub der Wirklichkeit

30.09.2011. Die Welt erklärt die Zunahme schlechter Schauspieler auf den Theaterbühnen. Die FAZ beendet die Ära der Connaisseure. In der FR versichert Dirigent Henrik Nanasi, dass er es auch krachen lassen kann. Die taz sieht das Ende des Eichborn Verlags näherrücken. Die NZZ erzählt vom Leben und Sterben eines roten Blutkörperchens. Und Open Culture kommt dem surrealistischen Genie auf die Spur. Mehr lesen

Romane wie Reihenhäuser

29.09.2011. In der NZZ wirft der Friedenspreisträger Boualem Sansal Europa vor, seine demokratischen Ideale verraten zu haben. Im Freitag spottet Oskar Röhler über die Prüderie deutscher Erzähler und George Monbiot geißelt die Geschäftspraktiken der Wissenschaftsjournale. In der Zeit erklärt Umberto Eco den Unterschied zwischen Revolution und Verschwörung. Die taz entdeckt Madame Bovary in einer mexikanischen Mietskaserne. Die SZ erkennt: Der aktuelle Radical Chic will nicht provozieren, nur profitieren. Und die Welt errinert an das große Verbrechen von Babi Jar vor siebzig Jahren. Mehr lesen

Härte, Kälte und Gemeinheit

28.09.2011. Der Tagesspiegel trifft den algerischen Friedenspreisträger Boualem Sansal. Die taz vermisst in der großen Ausstellung zu Polen und Deutschland die Putzfrauen und Händler vom Polenmarkt. In der NZZ setzt Island jetzt wieder auf echte Werte. Die FAZ berichtet von Komplikationen bei der Wiedergeburt des Dalai Lama. Und in der FR beschreibt Joseph Vogl die Fähigkeit des Kapitalismus, sich an seinen Krisen zu optimieren. Mehr lesen

Das Aufsetzen der Nadel

27.09.2011. In der FR lehrt Navid Kermani: Nackte Realpolitik ist realpolitisch selbstmörderisch. Mit Blick auf Pakistan kann Christopher Hitchens dies in Slate auf jeden Fall bestätigen. Die NZZ spürt den modernen Wurzeln des amerikanischen Fundamentalismus nach. In der Welt bemisst Catherine Hakim das erotische Kapital von Christine Lagarde. Und die FAZ bewundert die Porträts der amerikanischen Künstlerin Taryn Simon.  Mehr lesen

Alles im eigenen Haus

26.09.2011. Die Welt berichtet von einem chinesischen Traum in 385 Marmorquadern. Die SZ feiert die einigende Kraft des global vernetzten Kulturkonsums. Die FAZ warnt vor Facebooks totalitärer Alltagsdatensammelwut. Gabriele Goettle besucht für die taz einen Fachmann für Organtransplantationen. Und in Slate stellt Peter Aspden klar: Wer kulturell auf sich hält, muss fernsehen. Mehr lesen

Wir werden bankrottgehen

24.09.2011. Die Welt erklärt, was der Papst meint, wenn er von der "Natur des Menschen" spricht. Nichts Gutes! In der taz hofft der griechische Schriftsteller Giannis Makridakis, dass Gutes aus der Krise seines Landes erwächst. Ohne die EU. In der NZZ erklärt der Zürcher Neurochirurg Arnaldo Benini, wie Krankheit zu Präzision zwingen kann. Die SZ fürchtet, dass Santiago de Compostela jenseits der jährlichen Pilgerscharen und trotz eines kaum fertig zu stellenden neuen Kulturzentrums nicht auf einen Bilbao-Effekt zählen kann. Mehr lesen

Es ist keine glückliche Liebe, vorerst nicht

23.09.2011. Die SZ meldet wachsende Verzweiflung bei den Intellektuellen in Ungarn. Die NZZ deutet den Arabischen Frühling als Fortsetzung des antikolonialen Befreiungskampfes. Wie antiisraelisch dieser auch ist, erfährt die FAZ vom algerischen Schriftsteller Boualem Sansal. Die FR erzählt von den Liebesbekundungen deutscher Dichter. Mehr lesen

Du bist nicht die einzige Crackhure im Laden

22.09.2011. In der FR  intoniert Baby Dee ihre Lieblingsliturgien. In der Zeit kann  Daniel Richter mit den Inneneinrichtungstendenzen der Malerei gut leben. In der Jüdischen Allgemeinen warnt Gary Shteyngart: Für das moderne Nomadentum braucht es Humor. Im Freitag erinnert Lukas Bärfuss die Ökonomen an das zweite Gesetz der Thermodynamik. Die Welt stößt auf verzerrte Geschichtsbilder in deutschen Schulbüchern. Und die FAZ berichtet vom Tod des Bloggers, Carta-Gründers und Perlentaucher-Autors Robin Meyer Lucht. Mehr lesen

Seit er Babst worn is

21.09.2011. Die Welt erkennt in den Piraten die Partei der Nochnichtbesserverdienenden. Die taz fürchtet sich vor dem neuen islamistischen Machtkartell in der Türkei. Vor dem Papstbesuch geißelt die FR Benedikt für seinen unseligen Vorgänger Pius XII. In der NZZ erinnert Timothy Snyder an die multikulturellen Heere, die bei Wien auf beiden Seiten gekämpft haben. Und in der FAZ beklagt Martin Mosebach die Opfer der Gruppe 47. Mehr lesen

Das könnte ihnen auch gefallen

20.09.2011. In der Welt plädiert Zygmunt Bauman für die Anerkennung des palästinensischen Staates. Die FAZ grübelt, wie die Berliner Piraten jetzt die Server ihrer Wähler werden können. In der NZZ warnt Miriam Meckel: Die Algorithmen von Amazon und Google können tödlich sein. In der taz graust es Kurt Scheel vor Legoland-Denken, Luis Sepulveda spricht über die Studentenproteste in Chile. Die SZ feiert Josef Bierbichlers saftigen Debütroman "Mittelreich". Und in der arte-Mediathek kann man das Philip-Roth-Porträt sehen. Mehr lesen

Herzlos, sinnlos und ohne Trost

19.09.2011. Die SZ stürzt mit Schostakowitsch in Zürich in eine grelle Depression - und ist begeistert. Welt und taz begrüßen Leander Haußmanns Rückkehr ans Theater. In der FR gibt Rafik Schami nicht mehr viel auf Syriens Despoten Bashar al-Assad. Die FAZ hält fest, dass Erwin Rommel ein Günstling und Emporkömmling der Nazis, kein Mann des Widerstands war. Und die NZZ trauert um die bröckelnde Schönheit Rügens.  Mehr lesen

Tuttlingen, ach was: Bopfingen

17.09.2011. In der Welt prangert György Dalos Ungarns Hasskultur an. Oskar Roehler spottet in derselben Zeitung über die Provinzialität der Gruppe 47. Die FAZ bereitet uns auf die Zukunft vor, in der Fortschritt nicht mehr individueller Erkenntnis entspringt. Außerdem fragt sie: Wenn die Tagesschau-App unzulässig ist, warum sollte die ARD dann damit Geld verdienen müssen? Die NZZ sichtet bunte Hühner auf der Kunstbiennale von Lyon. Und die taz geht vor Crazy Bitch in a Cave in die Knie. Mehr lesen

Milieuschutz, Bestandschutz, Mieterschutz, Quartierschutz

16.09.2011. Was ist mit Google Plus? Die Statistiken weisen nach unten, meldet TechCrunch, während Slate Mark Zuckerbergs Kopiertalente preist. In The Daily Beast klagt Benny Morris: Israel geht's schlecht - und wer profitiert? Berlin! Laut turi2 muss Gruner und Jahr seine freien Journalisten frei lassen. Die Welt betrachtet die Zürcher Hochhausausstellung und hat keine guten Nachrichten aus New York. Die NZZ schildert den vom chinesischen Regime veranstalteten Erinnerungskult um die japanische Besatzung. Und FR/Berliner Zeitung murren: Die linken Parteien in Berlin sind die Avantgarde des Stillstands. Mehr lesen

Wasser, Haselnussöl und Salz

15.09.2011. In der New York Review of Books verrät George Soros, was geschehen muss, damit der Euro eine Zukunft hat. Techcrunch bringt empörte Stimmen über die Entlassung des Chefs von... Techcrunch. Der Freitag berichtet über geheimnisvolle Zwangshandlungen in der Gattung der Kulturjournalisten. Die FAZ bringt eine Hymne auf Alice Schwarzer und einen deprimierten Artikel Gil Yarons über die Lage Israels. Die linke Zeit findet: Berlin ist bürgerlich geworden. Und wo ist Michel Houellebecq? Mehr lesen

Du bist schon wieder in der Zeitung

14.09.2011. Kann Crowdsourcing auch die Erzählweisen fiktionaler Geschichten verändern?, fragt Mashable. Die taz macht sich Gedanken über die Zukunft des Theaters. Die NZZ verliebt sich in den morbiden Charme Palermos. In der SZ meint der FDP-Politiker Helmut Schäfer, dass man sich nicht mit Vorwänden wie einem Friedensvertrag mit Israel von der Gründung eines Palästinenserstaates abhalten lassen soll. Und Ferran Adria erklärt, warum er sein Restaurant El Bulli aufgab: Der Erfolg wurde einfach unerträglich. Mehr lesen

Deutsche Wertarbeit

13.09.2011. Die NZZ betrachtet besorgt unser Krankheitsbild, das Axel Honneth vorgelegt hat. In der FAZ beklagt Frank Rieger die deutsche Sicherheitsmanie. Die taz kratzt sich den Kopf vor einem RAF-Roman-Rhizom. Die SZ gähnt. Nur ein Iraner freut sich: Die Grüne Bewegung lebt, ruft Dawud Gholamasad in der FR. Mehr lesen

Schmerzenskult

12.09.2011. Die NZZ untersucht die Rolle von Blogs in China. Und Wilhelm Genazino nimmt sich Zeit und denkt nach über Langeweile. Die Welt staunt über Roger Willemsens tiefe Einsichten zum 11. September. Laut Buchreport plant Amazon eine Flatrate für E-Books. Die Kritiker sind zufrieden mit dem Filmjahrgang in Venedig, aber sie fragen auch: Was wird aus dem Festival? Und Spiegel Online fragt mit Günther Jauch, ob die Amerikaner den 11. September überhaupt verstehen können. Mehr lesen

Das war zum Lachen

10.09.2011. Die NZZ porträtiert zwei wenig bekannte Künstler: den französischen Dichter Valery Larbaud und den italienischen Komponisten Giacinto Scelsi. Die FR sieht in Sibylle Lewitscharoffs neuem Roman "Blumenberg" Löwe neben Rebhuhn liegen. Die SZ bewundert in Venedig einen "Faust" in russischem Rhythmus. Die FAZ schwebt und fliegt mit Anne-Sophie Mutter durch Wolfgang Rihms "Lichtes Spiel". In der Welt erklärt Tom Segev, warum er sich immer noch über Günter Grass ärgert. Mehr lesen

Zeit der Angst

09.09.2011. Fast alle Feuilletons bringen Texte zum 11. September. In der Welt beklagen  Paul Theroux und Mark Lilla, dass sich die Amerikaner seitdem aus ihrer Depression nicht lösen konnten. Marcia Pally freut sich im Tagesspiegel, dass es auch Evangelikale gibt, die sich gegen Islamophopbie wenden. Die FAZ besucht Ground Zero. In der SZ bespricht Hanns Zischler Corinna Belz' Filmporträt über Gerhard Richter. Boingboing erzählt die Geschichte des Erfinders von Ebook und Project Gutenberg, Michael Stern Hart, der im Alter von 64 Jahren gestorben ist. Mehr lesen

Ich sehe den Autor, ich sehe die Überschrift

08.09.2011. taz und Welt (und eigentlich auch alle anderen) erliegen dem traurigen Charme  Aki Kaurismäkis. Der Tagesspiegel hat den Venedig-Sieger schon gekürt. Der Freitag bringt eine Sonderausgabe zum 11. September: Hamed Abdel-Samad beleuchtet darin die Rolle der Medien im Arabischen Frühling. Michael Arrington twittert: "My life feels very strange to me." Und die Zeit beklagt 1. den Kapitalismus, 2. den Totalitarismus der Mittelklasse, 3. das Ende der Kindheit und 4. alles bloß Materielle für nur 4 Euro an führenden Bahnhofskiosken. Mehr lesen

Abgedämpfter denn je

07.09.2011. Al Qaida hat verloren - und zwar in Tripolis, meint Bernard-Henri Levy in La regle du jeu. Urheberrechte werden in Brüssel weiter verschärft, Schutzfristen auf Musik sollen auf siebzig Jahre ausgedehnt werden, und niemand merkt's, außer irights.info. Wo bleibt die Trennung von Staat und Kirche in der Madonnenausstellung von Dresden?, fragt die FR.  Egal, seufzt die FAZ im Farbenrausch. im Tagesspiegel spricht Tahar Ben Jelloun über den arabischen Frühling. Mehr lesen

Wohliges Babyhautgefühl

06.09.2011. Christopher Hitchens rät in Slate gegen allzu viel Differenzierung im Falle Al Qaidas. In der FR erteilt Björk musikpädagogische Ratschläge: Nimm ein Sharpsichord und fang an. Die Welt hat herausgefunden: Die beiden gerade in Dresden ausgestellten Raffael-Madonnen waren nie ein Paar. Die Schuldenkrise konfrontiert uns unausweichlich mit unserem Niedergang, meint die SZ. Die NZZ guckt südkoreanische Fernsehserien. Mehr lesen

Sinnlose Gründe

05.09.2011. Laut Spiegel Online entschuldigt sich Tom Segev bei Günter Grass für eine falsche Zahl in seinem Haaretz-Interview, die auch Segev nicht erkannte und korrigierte. In Slate fragt Anne Applebaum zehn Jahre nach dem 11. September: War der Aufstieg Chinas und Russlands der Preis für den Krieg gegen den Terror? In der Welt wehrt sich der britische Kolumnist Charles Moore gegen die Umarmung Frank Schirrmachers. Die SZ bringt einen Vortrag Elias Khourys, der die Rolle der Islamisten in den demokratisierten Ländern Arabiens nicht so dramatisch sieht. Mehr lesen

Die Zeit der wiederholten Einmaligkeit

03.09.2011. In der NZZ erklärt Oleg Jurjew, warum die Blockade Leningrads nur in der Sprache der Leningrader Avantgarde beschrieben werden konnte. Die taz lernt in Montreal, dass nichts so elitär ist wie die Ökostadt. In der Welt liest Ralph Giordano Arno Lustigers Buch über den "Rettungswiderstand" in den von den Nazis besetzten Ländern. In der SZ bekundet Khaled al-Khamissi seine Freude darüber, dass die Ägypter nun endlich gegen Israel protestieren. Die Jerusalem Post meldet, dass Deutschland die Durban 3-Konferenz boykottiert. Die FAZ berichtet über Todesdrohungen gegen französische Journalisten, die in der Affäre Bettencourt recherchierten. Mehr lesen

Grenzgenial

02.09.2011. Die Welt erklärt Günter Grass: Deutsche Kriegsgefangene wurden in der Sowjetunion nicht liquidiert. In der taz prophezeit "The Wire"-Autor David Simon: Ein Aufstand naht. Die NZZ analysiert Damenhandtaschen. Netzpolitik hält fest, dass nicht Wikileaks, sondern Journalisten vom Guardian und Freitag das Passwort für die unredigierten Depeschen öffentlich gemacht haben. Die FAZ verabschiedet sich vom deutschen Alleinrichtigmachungsanspruch. Mehr lesen

Na logo! Da kiekste! Ick sach dir!

01.09.2011. Der Freitag beobachtet die Dreharbeiten zu David Cronenbergs Film über Freud, Jung und Spielrein im Wiener Cafe Sperl. Die Sparlampe lügt und ihre Propagandisten auch, stellt die taz fest. Brillant findet die FAZ Ai Weiweis Analyse von Peking als "Stadt der Gewalt". In der SZ kritisiert der Historiker Peter Jahn Günter Grass, der in Haaretz behauptet hat, sechs Millionen deutsche Kriegsgefangene seien von den Sowjets liquidiert worden. Die Zeit sieht unsere Demokratie abgeschafft. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Hyper, Hyper

15.05.2013. Großraumdissenkino statt Mittelstufenliteraturverfilmung bietet Baz Luhrmanns "Der große Gatsby". Ulrich Seidls Trilogieabschluss "Paradies: Hoffnung" gönnt uns das Nichteintreten des Allerschlimmsten. Und das ist auch mal schön. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Drogenverseuchte Faulenzer-Boheme

18.05.2013. Die FAZ weiß gar nicht, was sie zuerst empfehlen soll: Ned Beaumans genialischen Roman um einen Autor, der an Brecht und den Frauen scheitert. Oder Olga Martynovas traumhaft-grotesken Familienroman "Mörikes Schlüsselbein"? Oder das vorzügliche "Jahrbuch der Lyrik 2013"? Und dann gäb's da noch "Was Flauschiges" für die Kleinen. Die FR liest Bücher zum Wagner-Jahr. Die taz lernt bedenkenswertes über den Zustand der Sozialdemokratie. Und die SZ versinkt selig in den Briefen Samuel Becketts.
Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

Kratzen und singen

02.01.2013. Im Espresso erzählt Roberto Saviano, warum die Einwohner von Scampia keine Haustürschlüssel mehr haben. Vanity Fair beobachtet John Belushi im Bienenkostüm. Outlook India untersucht die "Vergewaltigungskultur" in Indien. Le Monde lauscht der Musik der tibetischen dranyen dunglen. Der Economist feiert Comics im Netz. In Wired erklärt Internet-Unternehmer Tim O'Reilly sein Credo. In The New Republic stellt Anne Applebaum neue und alte Bücher über Polens Geschichte im 20. Jahrhundert vor. Mehr lesen

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