Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 19.06.2013, 14.00 Uhr

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Aus dem Archiv

  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
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  • Pascal Bruckner
  • Daniele Dell'Agli
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  • Necla Kelek
  • Navid Kermani
  • Imre Kertesz
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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

Buch: Riegel, Hans-Peter: Beuys

Hans-Peter Riegel: Beuys

Buch: Stevenson, Robert Louis: Die Ebbe

Robert Louis Stevenson: Die Ebbe

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



April 2007


Heute in den Feuilletons

30.04.2007. Suhrkamp ist doch immer für einen kleinen Journalistenstreit gut! Die Stanford-Universität will bei dem Verlag einsteigen, berichtete am Samstag die FAZ. Das Dementi der SZ folgte auf dem Fuße. Nun hält die FAZ dagegen: Zumindest mit dem Gedanken wurde gespielt. Die Welt meint: So oder so - ein solcher Einstieg wäre keine gute Idee. Die NZZ macht sich Sorgen um den wissenschaftlichen Nachwuchs. Welt und FAZ fürchten die schottische Unabhängigkeit. In der SZ erklärt der estnische Künstler Hanno Soans die emotionale Bedeutung des sowjetischen Kriegerdenkmals in Tallinn. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.04.2007. Die FAZ meldet als "Coup", dass sich die Universität Stanford an Suhrkamp beteiligen will. Die SZ kann dies aber schon dementieren. In der FAZ erklärt auch Ezhar Cezairli, Vertreterin der säkularen Muslime bei der Islamkonferenz, warum sie am Koordinierungsrat der Muslime zweifelt. In Spiegel Online antwortet Necla Kelek auf den linken Antifeministen Feridun Zaimoglu. Wolfgang Sofsky rechnet in der NZZ mit der extremen Unziemlichkeit der modernen Prahlhänse ab. Die Welt druckt eine Reportage Hanna Kralls über einen Gefängnisbesuch beim ehemaligen RAF-Terroristen Stefan Wisniewski. Die taz begutachtet die Kunstszene in Syrien. Und alle ehren den verstorbenen Cellisten Mstislaw Rostropowitsch. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.04.2007. Im Tagesspiegel erklärt der irakische Autor Abbas Khider, dass die Kultur der Gewalt im Irak weit zurückreicht. Die NZZ zitiert Geisteswissenschaftler, die Wikipedia nicht zitieren. In der FAZ erklärt die Unternehmensberaterin Anne von Loeben, warum es in deutschen Unternehmen so wenig weibliche Führungskräfte gibt. Die SZ begutachtet schon mal Peter Steins Wallenstein-Inszenierung, in der sich die Schauspieler allenfalls bei unklarer Aussprache entblößen müssen. Die Welt traut sumerischen Steintafeln eher als der Digitalisierung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.04.2007. Die Zeit meint: Was wir zurzeit erleben, ist die Verwandlung der RAF-Geschichte in politische Pornografie. In der NZZ hält Sonja Margolina Rückschau auf die Präsidentschaft Boris Jelzins. Die SZ hält daran fest: Deutsches Theater ist nicht nur Blut, Kot, Sperma. Die FR beobachtet Sympathien von Neonazis für Islamisten.Die FAZ hatte frühzeitig exklusive Informationen über entscheidende Personalien in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, gab sie aber nach Gesprächen mit dem Pförtner nicht preis. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.04.2007. In der Berliner Zeitung attackiert Feridun Zaimoglu die "rechten Feministinnen" Necla Kelek und Seyran Ates. In der FAZ kritisiert Necla Kelek den Islam: "Er kennt keine Individualität, sein Menschenbild ist nicht gerüstet für die Moderne." Die Welt fragt, warum das "Zentrum Erinnerung und Zukunft" in Breslau über die Zeit vor 1945 schweigt. In der SZ bekennt Peter Rühmkorf seinen bis heute andauernden physischen Ekel vor Andreas Baader. In der FR kommentiert Wolfgang Kraushaar eine Ironie der Geschichte: nun stehen nicht mehr nur die RAF-Täter, sondern auch der Staat unter Druck - beide scheinen über die zentrale Frage der Täterschaft zu schweigen. Und alle staunen über das dunkle Kino des David Lynch. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.04.2007. Barry Koskys Berliner Inszenierung der "Iphigenie auf Tauris" findet zurecht auch in Abu Ghraib statt, meint die SZ. Während die Welt bis nach Manaus reiste, um Christoph Schlingensiefs "Holländer-"Inzenierung zu sehen - und doch wieder nur auf Schlingensief stieß. In der Welt erklärt im übrigen Emel Abidin-Algan, wie sie lernte, das Kopftuch abzulegen. Die NZZ sagt den wichtigsten Tag in der schottischen Geschichte seit 300 Jahren an: die Loslösung von England. Die FAZ beobachtet unterdes Fortschritte in der britischen (oder englischen?) Klassengesellschaft. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.04.2007. Russland nervt. Die Berliner Zeitung berichtet über einen polnisch-russischen Geschichtsstreit in der Gedenkstätte Auschwitz. In der FAZ fürchtet Viktor Jerofejew eine kommende russische Theokratie. Und der NZZ schwant, dass sogar der Wirtschaftsboom des Landes auf tönernen Füßen steht. Die taz schätzt Antikapitalismus, nur nicht beim Papst. Die FR ist erschüttert über Murat Kurnaz' Folterberichte. Die Welt deklariert den heutigen Tag des Buchs zum Tag der Ketten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.04.2007. Die Welt besucht den letzten deutschsprachigen Dichter aus der Bukowina und mischt Stalin mit Croissants. In der FAZ erklärt Roger M. Buergel, was die documenta mit der reaktionären Mittelschicht vorhat. Günter Grass erklärt der FR, dass Polen sich schwer tut, aus seiner Opferrolle herauszukommen. Die taz feiert den Dichter mit Rinderzüchterdiplom Wilhelm Bartsch. Die meisten kommentieren Blacksburg, und alle gratulieren dem prototypisch unangepassten Jack Nicholson zum Siebzigsten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.04.2007. In der Welt ist Zafer Senocak entsetzt über die Pogromstimmung in der islamischen Welt, wie sie sich im Mord an drei Bibelverlegern in der Türkei offenbart hat. In der NZZ warnt der algerische Schriftsteller Habib Tengour nach den Bombenattentaten in Algier seine Regierung vor weiteren "Märtyrern", wenn sie den jungen Leuten nicht mehr bietet als Sorge, Angst und Lebensüberdruss. In der taz sieht Mounir Azzaoui den Euro-Islam bereits in den neuen Moscheen verwirklicht. Die FR recherchiert über Tibet und wird von der chinesischen Polizei bespitzelt. Die SZ erkennt in Kalkutta die Sinnhaftigkeit ausländischer Kulturpolitik. Die FAZ kommentiert die jüngsten Gewaltexzesse der Polizei in Russland. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.04.2007. Die NZZ berichtet über die Gründung einer Sushi-Polizei zur Verteidigung der japanischen Küche im Ausland. Die FR staunt über die klassische Strenge des Dramenwerks von Cho Seung-Hui. In der FAZ erklärt der Schriftsteller Mohsin Hamid zum Massaker von Blacksburg: So etwas hat es seit Urzeiten gegeben. Im Standard stellt Garri Kasparow richtig: "Berlusconi und Schröder sind die Leute, die die Idee der Demokratie in den Gehirnen der Russen zerstören." Im Perlentaucher erklärt Bernard-Henri Levy, warum er die Neokons verteidigt, warum er sie aber auch nicht verteidigt und warum er am Begriff des "Islamofaschismus" festhält. Außerdem: Das Klima ändert sich. Warum noch Zähneputzen?, fragt T.C. Boyle in der Zeit. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.04.2007. In der Welt sieht der Islamwissenschaftler Bernard Lewis die "dritte Angriffswelle" des Islams auf Europa zurollen. In der NZZ freut sich Georg Klein mit Friedrich Dürrenmatt auf die postnukleare Zukunft des Schweizer Armeemessers. Die Berliner Zeitung staunt über die simulierte Demokratie in Russland. Die FR kann den Schrecken des Begriffs Amok auch nicht erklären. In der taz beruhigt der Evolutionsbiologe Josef Reichholf: Vor 120.000 Jahren gab es auch schon Nilpferde am Rhein. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.04.2007. In der FAZ kritisiert die junge Autorin Dorota Maslowska die bigotte Abtreibungspolitik in Polen. Außerdem erklärt Elfriede Jelinek, wie man etwas im Internet veröffentlicht und dabei ganz privat bleibt. In der SZ greift Margriet de Moor in die Multikulturalismus-Debatte und annonciert, dass die Reform des Islams von Europa ausgehen wird. Außerdem fordert der türkische Premier Erdogan Meinungsfreiheit für Orhan Pamuk in Frankreich. Im Tagesspiegel schreibt der ukrainische Autor Andrej Kurkow: "An Russland denkt in letzter Zeit niemand mehr", nicht einmal die ostukrainischen Oligarchen. In der FR schreibt Sonja Margolina über die Ausschreitungen der Polizei bei den Moskauer Demonstrationen. In der taz kritisiert Zafer Senocak nicht nur Günther Oettinger, sondern gleich auch seine Schriftstellerkollegen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.04.2007. Wer die Muslime integrieren will, sollte nicht allzusehr auf den Werten der Aufklärung beharren, meint Ian Buruma in der Welt: "Durch die dogmatische Verteidigung der Werte der Aufklärung werden es die Europäer sein, die genau diese Werte aushöhlen." Die taz fürchtet um den urbanen Charme des boomenden New York. Der Spiegel fürchtet um die möglicherweise nicht so schillernde Zukunft der New York Times in ihrem schillernden neuen Hochhaus von Renzo Piano. In der NZZ meditiert Sibylle Tönnies über das "Problem der humanitären Intervention". Die FAZ kritisiert Günter Oettinger. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.04.2007. In der Welt berichtet der Schriftsteller Guy Helminger von einer Reise nach Teheran und der Verzweiflung der Bürger dieser Stadt. Ähnliche Eindrücke empfing die deutsche Künstlerin Antje Majewski in Damaskus und verarbeitet sie in der FAZ. In der NZZ stellt Adolf Muschg der Flachheit der Welt nach Thomas L. Friedman die unauslotbare Tiefe Europas entgegen. Die taz wird achtundzwanzig und fordert ein Ende des rassistischen Mitleids mit Knut. Die FR wird mit Jörg Heiser lachend klüger. In der Berliner Zeitung erzählt Sabine Reichel von einem gescheiterten Selbstversuch: Leben in Friedrichshain. Alle staunen über Ratzingers Jesus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.04.2007. Was wären die deutschen Zeitungen ohne die französischen Intellektuellen? In der taz glaubt Bernard-Henri Levy nicht, dass die islamistischen Terrorgruppen locker lassen werden. Der Tagesspiegel entlarvt Andre Glucksmann in knallharter Recherche als Renegaten, der einfach unter umgekehrten Vorzeichen weiter wütet. Die FR vermisst die Intellektuellen im französischen Wahlkampf trotzdem irgendwie. In der Berliner Zeitung warnt der ukrainische Autor Mykola Rjabtschuk vor eine Verharmlosung der Auseinandersetzung zwischen Blau und Orange in seinem Land.Und in einem Artikel für Project Syndicate bestreitet Francis Fukuyama, dass es einen universellen Wunsch gibt, in einer liberalen Gesellschaft zu leben.
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Heute in den Feuilletons

12.04.2007. Laut Zeit beginnt die Revolution bei der nächsten Documenta: Die Kunst ist wieder wer. Die Welt porträtiert den Pianisten, Dichter und Bodybuilder Tzimon Barto. Die taz schlendert über die Buchmesse von Abu Dhabi. In der SZ erklärt Reto M. Hilty vom Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, wie sich wissenschaftliche Verlage Copyrights für Veröffentlichungen öffentlicher Forschungsinstitute einräumen lassen und sie dann wieder an diese verkaufen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.04.2007. Trist ist die Steiermark! Der Standard berichtet über, zitiert aber nicht aus Elfriede Jelineks neuem Roman "Neid", dessen erstes Kapitel auf der Homepage der Nobelpreisträgerin nachzulesen ist. Die Berliner Zeitung interviewt A.L. Kennedy, die ebenfalls recht drastische Ansichten über ihr Heimatland kundtut. Endlos rieselt die Milch aus nährenden Brüsten in der NZZ, die nochmal Emile Zolas Roman "Fruchtbarkeit" gegen die sinkende französische Geburtenrate liest. Die taz spielt die J'accuse-Haltung gegen die Jakuzzi-Attitüde aus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.04.2007. In der Welt bezeichnet die ukrainische Autorin Oksana Sabuschko die Demonstrationen der Blauen in Kiew als "Simulakrum dritter Ordnung". In der SZ versichert Juri Andruchowytsch: Auch wenn die orangene Revolution ihre Mehrheit im Parlament verloren hat, so besteht sie im Volke fort. Im Standard beklagt Andre Glucksmann die arg rustikalen Züge der französischen Politik. In der Berliner Zeitung erklärt Wolf Biermann, warum ihm das Wort rot-rot im Munde wehtut wie ein Zahnschmerz. Die NZZ kritisiert Zygmunt Baumans schüchterne Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.04.2007. In der taz erinnert sich Michael Buback an seinen Vater Siegfried Buback, der vor dreißig Jahren von der RAF ermordet wurde: "Die Opfer waren auch Helden". Die Welt beißt in der Ausstellung "Schmerz" auf die Zähne. Für die NZZ betreten Kurt Flasch, Bora Cosic, Etgar Keret und andere Gegenwelten. Der SZ wird bei Robert Mugabe unheimlich. Die FAZ arbeitet sich Stück für Stück, Körperteil für Körperteil an den von Dietrich Buxtehude vertonten Membra Jesu Nostri patientis sanctissima aufwärts. Die FR bringt zu Ostern eine Geschichte von David Foster Wallace, und für die Berliner Zeitung hat Alexander Osang eine Ostergeschichte geschrieben. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.04.2007. In der FAZ meint der Paläoklimatologe Augusto Mangini, dass die Klimaerwärmung weder einzigartig noch menschengemacht sei. Die "kleine Eiszeit" war viel schlimmer, meint auch der Evolutionsbiologe Josef Reichholf in der Welt. Die SZ lauscht der Synthese von Gedachtem und Gedichtetem bei Hannah Arendt. Die taz warnt vor der Angstlust vor dem gefährlichen Muslim. Die FR meldet zu Karfreitag: "Ob es jemals einen historischen Jesus gab, wissen wir definitiv nicht." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.04.2007. Die Zeit will den französischen Präsidenten beseitigen. Die taz gibt einen Überblick über den aktuellen Stand im Dokumentartheater. Die NZZ befasst sich mit der Geschichte des RAF-Terrorismus und stellt fest, dass die Klage über die Täterfixierung auch für Opfer und Täter selbst zutrifft. Die Welt freut sich über den von Apple und EMI geübten Verzicht auf den Kopierschutz bei Musikstücken. Die SZ sucht nach einer fairen Ost-Erinnerung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.04.2007. In der FR beschreibt der iranische Reformer und Philosoph Abdolkarim Soroush die vernunftwidrigen Tücken von Revolutionen. Die Welt sieht das Niveau der seriösen Medien bezüglich Günter Grass auf neue Tiefstände sinken. In der SZ schildert der israelische Historiker Moshe Zimmerman das schwierige Verhältnis zwischen Polen und Israelis. In der Berliner Zeitung bewundert Hussain Al-Mozany den Zentralrat der Ex-Muslime für seinen Mut. Die NZZ lässt alte Veilchen wieder blühen - zum Beispiel im Gesicht von Gabriel Garcia Marquez, verpasst von Mario Vargas Llosa. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.04.2007. In der NZZ fragt Abdelwahab Meddeb: Warum sollte Europa das Kopftuch akzeptieren, wenn es gegen seine Werte verstößt? Ebenfalls in der NZZ hält Richard Wagner ein Plädoyer für den rumänischen Autor Vintila Horia. Im Standard warnt Slavoj Zizek vor einer Normalisierung von Folter im Westen. In der taz wendet sich Diedrich Diederichsen sowohl gegen Museumsinseleingangsgebäudeneubauentwurfsstürmer als auch gegen die Mainstream-Hipster unter ihren Verächtern. Die SZ ergötzt sich nochmals am bürgerlich-höfischen Konnubium im klassischen Weimar. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Ganz neue Schrecknisse

11.06.2013. In Antoine Fuquas "Olympus Has Fallen" tritt Gerald Butler gegen Nordkorea an; wir drücken gerne die Daumen. Peter Stricklands "Berberian Sound Studio" dienen das Exploitationkino und sein Sound-Design als Folie für einen abgründigen Horrorfilm.
Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Gesamtkunstwerk mit ausfransenden Rändern

19.06.2013. Mit ihrer Studie über die Welteis-Theorie ist Christina Wessely eine Auseinandersetzung mit der Entstehung von Wissen und der Macht der Sprache gelungen, meint die NZZ. Die SZ lässt sich von Manuele Fiors psychoanalytischem Sci-Fi-Comic "Die Übertragung" verzaubern. In den Prosagedichten von Michael Donhauser hört die FAZ konzentrierte Sprachmusik. Und die taz freut sich über ein unverkrampftes Aufklärungsbuch von Antje Helms und Jan von Holleben. Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Das Konzept eines Gottes

11.06.2013. Jawohl, es ging am Taksim auch um Alkohol und zwar zurecht, meint Atlantic. In Eurozine bezweifelt Timothy Snyder, dass Antisemitismus der Grund für den Holocaust war. GQ erzählt die Geschichte von Kim Jong-ils Sushi-Meister. Elet es Irodolam ahnt, warum wütende Antikommunisten in Ungarn an der Aufarbeitung des Kommunismus nur mäßig interessiert sind. The Believer lässt den Comic-Hexenmeister Alan Moore zu Wort kommen. Mehr lesen

Die Reichen und die Diebe

04.06.2013. Manchmal sind sogar Zeitungen dafür, das Urheberrecht zu vereinfachen, lernt der Economist. Nur die Medien glauben, die Aufständischen hätten den Bürgerkrieg in Syrien schon gewonnen, meint die London Review of Books. In Osteuropa überlegt Olga Radetzkaja, warum der nationalbolschewistische Autor Zakhar Prilepin im deutschen Literaturbetrieb so wohlige Schauer auslöst. In Nepszabadsag sieht Laszlo Vegel eine Befriedung der serbischen Nationalisten aufschimmern. In Le Monde sieht Boualem Sansal schwarz für Algerien. Die Financial Times sieht gar nicht schwarz für Somalia. Die New York Review of Books möchte keine Kreuzfahrt nach Venedig machen, danke. Mehr lesen

Orgien der Untreue

28.05.2013. Im New Yorker spielt David Sedaris Gästezimmer-Gambit. In El Pais Semanal hat Javier Cercas andere Sorgen als die Monarchie. Der Rolling Stone besucht Daft Punk. Verehrung für den ältesten Sohn kann tödlich sein, stellt die NYRB mit Blick auf Mutter und Vater Tsarnaev fest. In National Geographic träumt Phyllis Batumbil vom traditionellen Aboriginesleben, aber mit Webseite. MicroMega findet in Italien keinen Arzt für eine Abtreibung. Der Economist verschlüsselt jetzt auf Photonenbasis. Wieviel sexuelle Lust darf eine Frau haben, bevor die Gesellschaft zerspringt, fragt die NYT. Mehr lesen

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

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