Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 21.05.2013, 14.31 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
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  • Pascal Bruckner
  • Daniele Dell'Agli
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  • Jürgen Habermas
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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



April 2006


Heute in den Feuilletons

29.04.2006. Die Militarisierung der arabischen Welt hat die Frauen erreicht, berichtet der irakische Schriftsteller Najem Wali angesichts lackierter Nägel, die Glock-Pistolen umfassen. Die FAZ freut sich mit Erwin Wagenhofer, dass er in seinem Dokumentarfilm "Feed the World" den unvorsichtigen Nestle-Chef drangekriegt hat. Die NZZ lässt sich von Paul Sacher das lichthelle Wesen Bela Bartoks schildern. Die Welt erklärt sich den Erfolg Sigmund Freuds in Frankreich mit der tierisch ernst klingenden Übersetzung seiner Schriften. In der Berliner Zeitung führt der Popstar Muhabbet vor, wie man ein deutsches Kinderlied arabeskisiert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.04.2006. In der SZ warnt der amerikanische Historiker Daniel Goldhagen vor dem totalitären politischen Islam, der an allen Schauplätzen der Politik in die Offensive gegangen sei. In der Welt erklärt Wolf Biermann, warum ihm beim Deutschlandlied zum Kotzen und zum Fluchen und zum Weinen wird. Die FAZ möchte das Ehegattensplitting durch ein Familiensplitting ersetzen. Dimiter Gotscheffs Inszenierung "Das große Fressen" an der Berliner Volksbühne fällt durch: Die FR verleiht ihm das Etikett "visionärer Bofrost-Totalitarismus", die Welt ist gelangweilt vom nihilistischen Blablabla im Wohlstandstheater. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.04.2006. Die Zeit stellt die neue Klasse des Prekariats vor. In der SZ prophezeit Elfriede Jelinek unser aller Tod in der Unterhaltung. In der taz versucht Burkhard Spinnen aus seiner leidvollen Dauerreserve gegenüber der Fußball-Nationalmannschaft herauszukommen. Die Welt erklärt Polens neue Geschichtspolitik. Der FR graut vor Ursula von der Leyens christlichem Bündnis für Erziehung. Und die FAZ sieht in Paul Greengrass' Film "United 93" das wahre Mahnmal zum 11. September. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.04.2006. In der taz konstatiert Verleger Andreas Fanizadeh eine Renaissance von Scholle und Scholastik in den Feuilletons. In der SZ erklärt der Künstler Olaf Metzel, der gerade in Nürnberg für Aufruhr sorgt, wie man der gegnerischen Abwehr in den Rücken spielt. Die FAZ preist Alonzo Kings Tanztheater "Lines Ballet", das höfischen Stil mit dem Tanz der BaAka zu verbinden versteht. Und die Berliner Zeitung feiert das 500-jährige Jubiläum der Viadrina-Universität. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.04.2006. In der NZZ beschreibt der ukrainische Essayist Mykola Rjabtschuk, wie Tschernobyl für ihn das Ende der Sowjetunion einläutete. Die Welt stellt den ersten 9/11-Blockbuster vor. Die Berliner Zeitung fragt, warum in Deutschland Filmfirmen subventioniert werden. In der taz erzählt Wladimir Kaminer, wofür man in Deutschland wirklich starke Nerven braucht. Die SZ warnt nach dem rassistischen Überfall in Potsdam vor einem Entrüstungsmaximalismus. Die FAZ stellt die "Generazione 1000 Euro" vor. FR, SZ und FAZ bewundern Christoph Nels "Parsifal"-Inszenierung in Frankfurt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.04.2006. Die Woche fängt hart an: Welt und FAZ versuchen zu ergründen, wie islamisch der Mord an der Berlinerin Hatun Sürücü war. Für die taz besucht Gabriele Goettle eine Leipziger Rechtsmedizinerin, die an einer Studie über tödliche Kindesmisshandlung arbeitet. Die NZZ besucht eine Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus in Rumänien. In der SZ schaudert es Navid Kermani vor den unappetitlichen Mitteln, mit denen der Iran auf einen Militärschlag reagieren könnte. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.04.2006. Die Welt liest in den Stasi-Akten Jenny Gröllmanns und hat kaum Zweifel an der Konspiration. In der Welt erzählt Paul Theroux auch eine hochnotpeinliche Episode aus seiner Jugend. In der taz bezeichnet der Architekt Christoph Mäckler die "Frankfurter Welle" als "pissoir royal". Die FR besucht die China-Ausstellung im Haus der Kulturen und stellt fest: Der Fortschritt sitzt im Fleisch. In der NZZ erinnert sich Aharon Appelfeld an Czernowitz, die Stadt seiner Kindheit. In der SZ erinnert sich die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch an Tschernobyl. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.04.2006. In der FAZ appelliert Andrej Dinko, der Chefredakteur der inzwischen verbotenen weißrussischen Zeitung Nascha Niva, an die Solidarität des Auslands. In der taz tanzt das auf sich selbst geworfene Subjekt, welches zugleich mehrere Berufe ausführt. Die SZ lässt auf einer abgelegenen griechischen Kykladeninsel einen Antiken-Schmugglerring auffliegen. Die NZZ begleitet die Briten auf der Suche nach Britishness. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.04.2006. Die Zeit zieht in mehreren Artikeln eine Bilanz der Frauen-Emanzipation. In der Welt kommt es zu einer historischen Begegnung von Staatsballett und freier Szene in Gestalt von Vladimir Malakhov und Sasha Waltz. In der FR fordert die deutsch-iranische Soziologin Farideh Akashe-Böhme einen Reformislam. Die FAZ berichtet über die Aufnahme des Films "Grbavica", der von der Vergewaltigung bosnischer Frauen durch Serben handelt, in Sarajewo und Belgrad. In der SZ sieht der palästinensische Literaturkritiker Hassan Khader den Sieg der Hamas als historische Niederlage. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.04.2006. Die taz erwartet mit Grausen eine Bush-kritische CD von Neil Young. Ein Unbehagen am Kapitalismus beobachtet die NZZ in der polnischen Literatur. In der Welt berichtet Wolf Lepenies von der Grande Guerre zwischen französischen Historikern. Die FR fragt sich, ob Stasi-Vorwürfe veröffentlicht werden sollten, selbst wenn sie wahr sind. Die SZ feiert die erneuerte Innerlichkeit Benedikt XVI. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.04.2006. In der FAZ sieht Viktor Jerofejew die Europäer zu Karnickeln und Zieselmäusen werden. Die SZ stellt einen Film und einen Roman über den 11. September vor. Der Tagesspiegel meldet: Der Freund ist tot. Die Diskussion um den Berliner "Ehrenmord"-Prozess geht weiter. In der Welt fordert Zafer Senocak eine Diskussion über das Frauenbild im Islam unter Muslimen. Die taz stellt einen türkischen Dokumentarfilm über Ehrenmorde vor. Die FAZ verteidigt das deutsche Individualstrafrecht, das nicht einfach eine Mit-Verurteilung der älteren Brüder erlaubte. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.04.2006. In der taz stellt Tim Parks eine britische Frage zum deutschen Bevölkerungsrückgang: Warum nicht hundert Jahre früher? Überhaupt ist es eine besondere taz: Zum 27. Geburtstag der Zeitung schreiben viele Verleger und Schriftsteller. Die Welt könnte sich Günther Jauch als deutschen Berlusconi vorstellen. NZZ und FAZ denken über das italienische Chaos nach. In der SZ fordert Hans Küng eine Modernisierung der katholischen Kirche. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.04.2006. In der FR zeichnet der irakische Autor Najem Wali ein düsteres Bild des Iraks drei Jahre nach Kriegsbeginn. In der FAZ wendet sich Frank Berberich von der Lettre International gegen die Literaturfonds-Subventionen für die Zeitschrift Volltext. Auf die SZ wirkt Bruno Ganz' Gesicht, als habe er sich morgens mit Schmirgelpapier abgetrocknet. Die NZZ verkündet das Ende der Prime Time und den Anbruch von My Time. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.04.2006. In der Zeit fordert Feridun Zaimoglu einen deutsch-türkischen Ruck. In der SZ feiert die Autorin Jana Hensel die Wiederentdeckung der Unterschichten in der jüngsten deutschen Literatur. Die taz analysiert die Medienpolitik des Vatikans. In der FAZ warnt der Jurist Matthias Rohe vor einer Gleichsetzung von arrangierten Ehen und Zwangsehen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.04.2006. In der NZZ ruft Sonja Margolina die Weißrussen und die Ukrainer auf, den Anschluss an Europa aus eigener Kraft zu schaffen. In der FAZ beneidet Iris Hanika die jungen Türkinnen um die koketten Drapierungen ihrer Kopftücher. Die SZ feiert Hans Holbein als brillant und kalt, hochintelligent. Die Welt genießt den köstlichen Revolutionskitsch in Jürgen Kuttners Revue "Lovely Lenin". Die taz lacht mit Moritz von Uslar. Im Tagesspiegel fragt Moritz Rinke: Für was aber stehen Merkel und Klinsmann? In der SZ spricht Jutta Limbach über die Budgetkürzungen in den Goethe-Instituten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.04.2006. Die Kritiken zum "Tristan" an der Berliner Staatsoper sind recht einhellig: Daniel Barenboims musikalische Leistung wird bewundert, der Tenor Peter Seiffert bedichtet, das Bühnenbild der Architekten Herzog & de Meuron bestaunt und die Inszenierung Stefan Bachmanns bedauert. In der NZZ wirft der Autor Najem Wali einen deprimierten Blick auf die Zustände im Irak. Die Berliner Zeitung präsentiert den siegreichen Entwurf Michael Elmgreens und Ingar Dragsets für ein Mahnmal, das an die Verfolgung der Homosexuellen unter Nazis erinnern soll. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.04.2006. Der Hundertste von Samuel Beckett wird von der Welt mit Schriftsteller-Vignetten , der NZZ mit Erinnerungen an die Uraufführung von "Warten auf Godot" und der taz mit Spott auf Stuttgart begangen. In der Welt plädiert Wolfgang Sofsky außerdem für unbegrenzte Meinungsfreiheit. Die FAZ bescheinigt allen Literaturkritikern ein bisschen Leidenschaft. Die FR überbringt die schreckliche Nachricht: "Der französische Intellektuelle ist tot." Die SZ besucht Peter Handke und lässt sich den Ehrgeiz rückwärts erklären. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.04.2006. In der SZ denkt Claudio Magris über das "merkwürdige Kulturklima" nach, das Silvio Berlusconi in Italien schuf. Die NZZ untersucht die kulturpolitischen Vorstellungen der italienischen Regierungs- und Oppositionsparteien. In der Welt analysiert Wolf Lepenies die Franzosen als höfisch-revolutionäre Zwitterwesen. In der Berliner Zeitung erklärt Jürgen Kuttner, warum Lenin so aktuell ist. Und Neukölln entzweit taz und FAZ.
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Heute in den Feuilletons

06.04.2006. In der Zeit erzählt der Cellist Mstislaw Rostropowitsch, wie Solist und Dirigent gleichzeitig aufs Podium kommen. Dem Philosophen Arno Münster fehlt eine politische Dialogkultur in Frankreich. Für die FR ist die Klage über den Kindermangel Ausdruck einer tautologischen Panik deutscher Mittelschichtler. Die SZ dagegen glaubt: Den Frauen geht's einfach viel zu gut! In der FAZ beklagt der iranische Schriftsteller Amir Hassan Cheheltan bitter die unfreundliche Haltung des Westens gegenüber den islamischen Gesellschaften. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.04.2006. Die taz stellt Siebtklässler einer ganz normalen Hauptschule vor. Die Welt steht ergriffen vor einem Jesus mit rotgeweinten Augen. Die FR beneidet Italien um sein Copyright auf das organisierte Verbrechen. Was will das Goethe-Institut, fragt die SZ. In der FAZ berichtet der weißrussische Journalist Andrej Dynko von den interessanten Bekanntschaften, die er im Knast gemacht hat.
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Heute in den Feuilletons

04.04.2006. Die FAZ bringt eine scharfe Polemik Andrzej Stasiuks gegen das Desinteresse der Westeuropäer an den Ereignissen von Minsk. In der Berliner Zeitung exhumiert Max Gallo den französischen Patriotismus. Kritikerkritiken erreichen heute außerdem ein kritisches Stadium: Die FAZ weist nach, dass die Kritiker anderer Zeitungen den Unterschied zwischen Jamben und Trochäen nicht kennen. Die FR greift die Literaturgeschichten des FAZ-Kollegen Volker Weidermann als "Schriftstellerlebensgeschichtskitsch" an. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.04.2006. Die SZ staunt über die unglaubliche Mischung aus dezenter Bräune und klugen Statements bei George Clooney. In der FAZ verteidigt sich die Literaturkritik gegen die Kritik der Literaturkritik. Berliner Zeitung und FR empfehlen: Gehen Sie nach Neukölln, trinken Sie einen Latte Macchiato im Körnerparkcafe und genießen Sie die Gentrification. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.04.2006. In der Welt denkt Andrej Kurkow über das Verhältnis zwischen der Ukraine und Europa nach, und Zeruya Shalev analysiert die Wahlen in Israel. Die Berliner Zeitung staunt über das Projekt eines riesigen neuen Theaterhauses in Berlin. Die taz bringt  Peter Rühmkorfs Erinnerung an seine Zeit mit Klaus Röhl und Ulrike Meinhof.  Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Die Welt, in der das Böse einbricht

21.05.2013. Nach Berlin hatte Claude Lanzmann auch in Cannes einen großen Auftritt: allerdings mit einem neuen Film, in dem er - mit Material, das er in den Siebzigern drehte - den Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein porträtiert und die Frage nach der Rolle der Judenräte stellt. Außerdem zeigen die Coen-Brüder den traurigsten (und lustigsten) Loser seit langem und Alex van Warmerdam den Horror als Normalität. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Das Wiedererlernen von sinnverhaftetem Tun

21.05.2013. Nach der Lektüre von Adam Johnsons Roman "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" ist Nordkorea für die NZZ erst recht eine Farce mit sieben Siegeln. Die FAZ begibt sich mit dem russischen Regisseur Alexander Sokurow auf "japanische Reise". Was Virginia Woolfe wirklich fühlte, erfährt die SZ aus ihren im Band "Augenblicke des Daseins" gesammelten autobiografischen Skizzen. Außerdem empfiehlt sie Norbert Mappes-Niedieks ausgewogene Studie über "Arme Roma, böse Zigeuner". Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

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