Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.05.2013, 14.33 Uhr

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Presseschauen>Heute in den Feuilletons

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
  • Ilja Braun
  • Pascal Bruckner
  • Daniele Dell'Agli
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  • Jürgen Habermas
  • Necla Kelek
  • Navid Kermani
  • Imre Kertesz
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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Juni 2008


Unsichtbar angezapft

30.06.2008. Klagenfurt ist in Wirklichkeit ein Jammertal. Allzu mittelständisch war die dort verlesene Literatur, meint die Welt. Die Texte fielen nicht weiter auf, sekundiert die FR. So ist eben belangloser Realismus, sagt die NZZ. Nur die FAZ ist recht zufrieden mit den Texten. Die SZ lobt zumindest die Jury. Die Berliner Zeitung meldet die Entlassung des letzten russischen Kurators für moderne Kunst. Mehr lesen

Kein Plätschern mehr

28.06.2008. Die Feuilletons besichtigen Olafur Eliassons Wasserfälle in New York: Hübsche Touristenattraktion, meint die NZZ. Bescheuert, aber wunderbar, schreibt die Welt. In der FR situiert Michael Rutschky Jean Amery in der deutschen Nachkriegsbundesrepublik. In der SZ kritisiert Julie Christie das Starsystem. Die FAZ fordert vom Publikum mehr Interesse für Hirn und Pferdeköpfe. Mehr lesen

Leuchtendes zylindrisches Objekt

27.06.2008. Die Welt porträtiert die israelische Theaterautorin Yael Ronen, die in ihrem neuesten Stück den Nahen Osten und Deutschland gleich mit therapiert. Die Zeit meint: Papier bringt Qualität. Aber keine Honorare, meint der Blogger Matthias Spielkamp. In der NZZ wirbt die Historikerin Ayesha Jalal für einen erweiterten Dschihad-Begriff. In der FAZ spricht Tom Segev über das Erfolgsmodell Israel. Und Jens Reich glaubt nicht, dass Gesine Schwan die Stimmen der Linkspartei kriegt. Ist ohnehin alles Ontotextologie, meint Giwi Margwelaschwili in der FR. Mehr lesen

Hätte das menschliche Ohr einen G-Punkt

26.06.2008. In der FR kritisiert Georges-Arthur Goldschmidt die Herausgeber der "Pleiade": Die Pariser Klassikerbibliothek nimmt Ernst Jünger auf, aber nicht Thomas Mann. Die FAZ schildert eine respektvolle Begegnung zwischen Jürgen Habermas und Tariq Ramadan. Die NZZ ist abgestoßen von reichen Russen, die sich selbst als ihr eigenes Ideal ansehen. Die Zeit mag Streichquartette: Hier gilt's noch der Kunst. Mehr lesen

Die ersten wirklichen Europäer

25.06.2008. Vor dem großen Halbfinale: In der Welt bekennt Zafer Senocak seine gespaltenen - oder doppelten - Loyalitäten. Auch in Frankreich wird über Journalismus im Internetzeitalter debattiert, wie ein Artikel von Pascal Riche in Le Monde zeigt. Die FR schildert eine denkwürdige Begegnung zwischen Tariq Ramadan und Jürgen Habermas. Die FAZ macht sich Sorgen um Olafur Eliasson: je monumentaler seine Werke, desto dekorativer. Mehr lesen

Dieses Ticken der Schöpferschrecksekunde

24.06.2008. Obszön ist Peter Handkes Liebe zu Serbien, meint Jonathan Littell in der FR. "Wo treibt man in diesem Betonmeer eine Ziege auf?", fragen Anhänger des Voodookults in Bahia laut NZZ. Die Welt bringt eine Seite über die Geschichte der Sklaverei in Afrika und den USA. In der SZ streiten Günter Verheugen und Jürgen Habermas über das irische Nein. Alle nehmen Abschied vom großen Theatermann Klaus Michael Grüber. Mehr lesen

Der Mond scheint hell dazu

23.06.2008. Rainald Goetz schließt sein Blog bei Vanity Fair mit Anmerkungen über Walter Kempowski. In der Berliner Zeitung erklärt Julia Kristeva, warum sie sich für weibliche Genies interessiert. Olivier Roy sieht in der FR die Wurzeln der islamistischen Radikalisierung im Westen. In der SZ kommentiert Slavenka Drakulic die Entscheidung der UN, Vergewaltigung als Kriegsverbrechen einzustufen. Mehr lesen

Obamabananabonanza

21.06.2008. Der Klimawandel macht uns alle zu Indern, bemerkt der Filmkritiker Sukhdev Sandhu in der SZ. Die FAZ bemerkt, dass die Chinesen langsam beginnen, China zu mögen. Nicht Obama wurde diskriminiert, sondern Clinton, moniert die taz. Alles ist in Aufruhr, erfährt die NZZ von einer Schriftstellerin aus Simbabwe. Und in der Berliner Zeitung bereut Otto Waalkes die WG mit Lindenberg und Westernhagen. Mehr lesen

Wir machen den Garten

20.06.2008. Die taz stellt uns den Bhangramuffin des Apache Indian vor. Die NZZ beschreibt die Obama-freundliche HipHop-Szene. In der Welt identifiziert ein französischer Gymnasiallehrer Godot. Anlässlich des Weltflüchtlingstages wirbt die SZ für Illegal - zumindest im Theater. Die FAZ will in der Lindenoper lieber die Architektur hören als die Kunst. Mehr lesen

Amig@s

19.06.2008. Die Berliner Zeitung berichtet, dass die russische Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zum Mord an Anna Politkowskaja nun aber endgültig als abgeschlossen erachtet. Die FR notiert "sanfte Ekstase" in Berlin über ein noch zu realisierendes architektonisches Meisterwerk im Bahnhofsviertel. In der NZZ rät Daniel Pipes zu alternativen Formen des Islam. In der FAZ äußert John Banville seine Bitterkeit über das irische "Nein". In der Zeit rät der Verleger Christoph Links: Das kapitalistische Verlagswesen soll sich mal ein Beispiel an der Zentralbücherei für Blinde nehmen. Mit Cyd Charisse-Video! Mehr lesen

Die Härte und Kälte des Alten

18.06.2008. Wild und dunkel ist Josef Winklers Kärnten. Die FR überschreitet mit dem designierten Büchnerpreisträger die Grenze zum Animalischen. Teile der Welt lehnen dies aus sittlich-ästhetischen Erwägungen ab. Wenigstens spreizt Winkler nicht den kleinen Finger ab wie Mosebach, meint dagegen der Tagesspiegel. Die FAZ findet Winkler zwar unzeitgemäß, aber darum noch längst nicht groß. Die taz porträtiert die amerikanische Essayistin Joan Didion. Mehr lesen

Wir flogen Business Class

17.06.2008. In der SZ lobt Jürgen Habermas die Iren für ihr Nein und fordert Referenden in ganz Europa. Außerdem ist die Zeitung unzufrieden: Die Städte werden hübscher, aber niemand kann sich mehr leisten, in ihnen zu wohnen. Die Welt unternimmt einen Rundgang durch europäische Opernhäuser und empfiehlt Umbau. Auch die taz war mit Daniel Barenboim in Buenos Aires. Und sie sagt auch, wer's bezahlt hat. Die FAZ informiert über die IM-Tätigkeit Lech Walesas in den siebziger Jahren. Mehr lesen

Sei Perser!

16.06.2008. Die Feuilletons beschäftigen sich weiter mit dem Abbau von Aufbau. Sie kommentieren ein Spiegel-Interview des Aufbau-Verlegers Lunkewitz, der sich gegen Kritik verteidigt. Die SZ bringt außerdem einen gepfefferten und ganzseitigen Aufsatz des Verlegers. Die taz bringt einen irlandkritischen Artikel. Der Tagesspiegel zur Staatsoperndebatte: Avantgarde, ja bitte! In der FAZ beklagt A.L. Kennedy den Niedergang der britischen Kultur wegen der Marktwirtschaft. Mehr lesen

Texturelle Umorganisation

14.06.2008. In der FAZ wendet sich Monika Maron gegen einen Pakt von PDS und SPD, und sei er für Gesine Schwan. In der NZZ spielt Peter Sloterdijk Fußball mit der größten aller denkbaren Kugeln und sie mit ihm. In der Achse des Guten fragt Richard Wagner: Warum entziehen sich die Iren ihre eigene Geschäftsgrundlage? Spiegel Online lanciert eine Debatte über den Klimawandel und den angeblich zu suchenden Einklang mit der Natur Mehr lesen

Ich sag so gerne du zu dir

13.06.2008. In der Berliner Zeitung äußert sich der DDR-Germanist Dieter Schlenstedt empört über die Reaktion der Westmedien auf die Enthüllungen über Erwin Strittmatter. Außerdem schreibt Jenny Erpenbeck einen Nachruf auf ihre eigene Mutter, die Übersetzerin Doris Kilias. Die taz beschreibt, wie die ARD mit "Julia, Wege zum Glück" im Internet ihren Volksbildungsauftrag erfüllt. In der Welt plädiert Daniel Barenboim für einen modernen Staatsopernsaal. In der NZZ erzählt Patti Smith, wie ihr Hillary Clinton das Herz brach. Keine feuchten Augen bei der Beerdigung des Kursbuchs. Mehr lesen

Die Liebe, immer wieder, immer noch

12.06.2008. Die NZZ legt eine neue Serie zum Islamismus auf: ein Ex-Islamist fragt, wo die Märtyrer des Pluralismus sind. Die FR lernt denken mit Josef Ackermann: Die CSR ist Teil der DNA der DB. Richard Wagner nimmt in der Achse des Guten Abschied vom Kursbuch. Die FAZ beklagt die Abwicklung der letzten Reste der DDR-Architektur. Mehr lesen

Hirngerechtes Lernen

11.06.2008. In der Welt sieht Rolf Schneider die Enthüllungen über die SS-Mitgliedschaft Erwin Strittmatters als weiteren Beweis für die Verlogenheit des Antifaschismus in der DDR. Karl Corino äußert in der FR dagegen Verständnis für Strittmatter. Die SZ staunt: In New York darf die mittlere Architektengeneration nochmal Revolution machen. In der FAZ erfahren wir von Gesine Schwan: "Dissens ist kein Unfall der Demokratie." Mehr lesen

Selbstironischer Ich-Umkreiser

10.06.2008. Die taz hat herausgefunden: Judy Garland war im "Zauberer von Oz" auf Speed. Alle trauern um Peter Rühmkorf. Matthias Politycki nennt ihn auf spiegel.de "herrlich hallodrihaft". Die SZ sucht das Politische im Dichter. Für Reich-Ranicki war Rühmkorf ein Dichter der Gasse und der Masse. Die NZZ erinnert an den Zürcher Literaturstreit vor langer langer Zeit. Mehr lesen

Wetlands

09.06.2008. In der Times plädiert Bob Dylan für Barack Obama. Und durch die New York Times dringt Charlotte Roches "cri de coeur" bis in die Vereinigten Staaten. Die FR findet den von der Türkei finanzierten Frankfurter Lehrstuhl für islamische Religion höchst problematisch. Die FAZ outet den SS-Verschweigefall Ost: Erwin Strittmatter. Die SZ hat herausgefunden: Pop zitiert heute unironisch. Die taz forscht in Hongkong nach dem Schicksal des Cantopop. Mehr lesen

Herz und Stimme zittern mit

07.06.2008. In der NZZ findet der in Peking bauende Architekt Jacques Herzog, dass man China die Demokratie nicht aufzwingen dürfe. In der FR will der Schriftsteller Ma Jian trotzdem nicht das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens vergessen. In der Welt erzählt Ruth Westheimer, wie sie Scharfschützin der Haganah wurde. Die SZ erklärt, wie man aufmerksamkeitsökonomisch den großen Reibach macht. Die taz beklagt die Metaphernautomatisierung Walter Benjamins. Und in der FAZ porträtiert Sarah Khan einen kommenden Fußballstar. Mehr lesen

Zwei gleichermaßen abgestorbene Kulturen

06.06.2008. In der FAZ prangert der sudanesische Übersetzer Daoud Hari die Gleichgültigkeit der Welt und die Komplizenschaft der Chinesen bei den Morden in Darfur an. Die Welt recherchiert: Die Fernsehanstalten geben ihre Enttäuschung über allzu knappe Gebühren als Gagensenkung an Schauspieler weiter. Die Berliner Zeitung beschreibt konfliktuelle Komplizenschaft bei Springer. Luc Bondys Wiener "Zofen"-Inszenierung sorgt für schärfste Kritikerprosa. Die SZ staunt: Dubai hat den höchsten Eiffelturm der Welt. Mehr lesen

600 Kilogramm Nutella

05.06.2008. Viele finden die Friedenspreisentscheidung für Anselm Kiefer mutig. Nur die taz ist doppelt skeptisch. Und die FR befremdet. Die SZ besucht einen Friedhof für gekillte Youtube-Videos. Im Freitag sagt Jakob Augstein, was er mit dem Freitag machen will. In der Zeit sagt Rem Kohlhaas sinngemäß etwa so: "Wenn mich die Chinesen so klasse bezahlen, dann ist das doch die Schuld der kritischen Medien." Mehr lesen

Riesige Filtztiere behindern das Durchkommen

04.06.2008. Die Welt hat in einer Ausstellung über ein Massaker vor 7.100 Jahren festgestellt: Die edlen Wilden waren zwar wild, aber nicht edel. In der FAZ erinnert sich Marcel Reich-Reinicki an die drückende Atmosphäre in der Bundesrepublik vor 50 Jahren. Die FR meint: Kunstpreise sinken nicht, solange die Globalisierung steigt. Die Berliner Zeitung klagt über Schwabenhass. In der taz stellt Bahman Nirumand den iranischen Philosophen Abdolkarim Soroush vor, der die Autorschaft des Korans in Frage stellt.  Mehr lesen

Ein salziger Strom von Epitheta

03.06.2008. Ein Gernegroß: Die Welt geht sehr hart mit Aufbau-Verleger Bernd Lunkewitz ins Gericht. Auch Richard Wagner schickt ihm im Tagesspiegel keine Freundlichkeiten hinterher: "Er ist als Mäzen auf der Flucht und als Gläubiger im Anmarsch." Über die Ukraine denkt Wagner ebenfalls nicht so gut und macht es in der NZZ bekannt. Alle würdigen, wie Yves Saint Laurent die "Geheimnisse der männlichen Uniform in das frivole Reich der Seiden" zog. Huffington Post und Gawker wissen, wen Bill Clinton 'sleazy', 'dishonest', 'slimy' und einen 'scumbag" nannte und warum und mit wem er verheiratet ist. Mehr lesen

Er hat das ästhetische Territorium verlassen

02.06.2008. In Spiegel Online schreibt Matthias Matussek einen wutschnaubenden Offenen Brief an Alice Schwarzer. Die Welt warnt vor schwerwiegenden kulturellen Missverständnissen bei der Kontaktaufnahme mit unbekannten Völkern. Die FR findet: Pina Bausch geht weit zurück, aber geht sie auch zu weit? In der NZZ spricht der australische Philosoph Peter Singer über Kindstötung. Die FAZ findet die neue Kölner Moschee nach außen offener als nach innen. Die New York Times bringt bereits einen ausführlichen Nachruf auf Yves Saint Laurent. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Die Welt, in der das Böse einbricht

21.05.2013. Nach Berlin hatte Claude Lanzmann auch in Cannes einen großen Auftritt: allerdings mit einem neuen Film, in dem er - mit Material, das er in den Siebzigern drehte - den Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein porträtiert und die Frage nach der Rolle der Judenräte stellt. Außerdem zeigen die Coen-Brüder den traurigsten (und lustigsten) Loser seit langem und Alex van Warmerdam den Horror als Normalität. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Das Wiedererlernen von sinnverhaftetem Tun

21.05.2013. Nach der Lektüre von Adam Johnsons Roman "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" ist Nordkorea für die NZZ erst recht eine Farce mit sieben Siegeln. Die FAZ begibt sich mit dem russischen Regisseur Alexander Sokurow auf "japanische Reise". Was Virginia Woolf wirklich fühlte, erfährt die SZ aus ihren im Band "Augenblicke des Daseins" gesammelten autobiografischen Skizzen. Außerdem empfiehlt sie Norbert Mappes-Niedieks ausgewogene Studie über "Arme Roma, böse Zigeuner". Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

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