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Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Essay

Beschneidungsdebatte

Ein Linkdossier zur Beschneidungsdebatte.
Als im Mai 2012 das Kölner Landgericht die Beschneidung eines vierjährigen Jungen als Körperverletzung wertete (mehr über den Fall in der Süddeutschen und hier das Urteil), brach in den deutschen Medien eine heftige Debatte los. In Konflikt stehen hier die Religionsfreiheit der Eltern und das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit. Wir verlinken hier auf einige der wichtigsten Debattenbeiträge.


Artikel im Perlentaucher:

Wider die postmoderne Religionspolitik
17.07.2012. Begründen grüne Spitzenpolitiker und JuristInnen jetzt ihre Positionen zu Religion, Familie und  Minderheiten mit wortwörtlichen Zitaten aus heiligen Büchern? Von Eva Quistorp

Kontaminiertes Terrain
08.08.2012. Die Debatte um Beschneidung ist scheinheilig und mobilisiert uralte antisemitische Klischees - gerade bei den Linken. Anmerkung zu einer Welle des Abscheus. Von Matthias Küntzel

Die Dialektik der Gegenaufklärung
09.08.2012. Die Kritiker der Aufklärung würden die Debatte über Beschneidung gern unterdrücken. Aber Angstmachen gilt nicht. Eine Antwort auf Matthias Küntzel. Von Thierry Chervel

Religiöses Ersatzwissen
10.08.2012. Nicht die Frommen, sondern die Rationalen zeigen Demut vor der Schöpfung. Und in der Debatte um Beschneidung sind sie es, die sich mit Gegenargumenten auseinander setzen. Von Ralf Bönt


Artikel in anderen Medien:

Hier die Seite mit allen Links zum Thema Beschneidung in der Süddeutschen. Mit Beiträgen unter anderem des Publizisten Navid Kermani (hier), der die Beschneidungskritiker des "Vulgärrationalismus" beschuldigte, des Psychoanalytikers Wolfgang Schmidbauer (hier), der Beschneidung bei Kindern als schwere Körperverletzung ablehnt, und des Autors Doron Rabinovici (hier), der ein Verbot der Beschneidung von Kindern ablehnt, weil es als Signal an Muslime und Juden verstanden werden könnte, sie seien in Deutschland nicht erwünscht.

In der taz sprachen sich im Interview der Kinderarzt Matthias Franz (hier) und der Grünen-Abgeordnete Memet Kilic (hier) gegen die Beschneidung von Kindern aus. Najem Wali erinnert sich an seine eigene - höchst unerfreuliche - Beschneidung.

Auch Pirat und Schwulenaktivist Ali Utlu beschreibt in der Siegessäule seine Beschneidung als traumatisch.

In der FAZ muss man sich die Artikel zur Beschneidungsdebatte hier zusammensuchen. Hingewiesen sei vor allem auf den Artikel des israelischen Mediziners und Publizisten Gil Yaron, der erzählt, dass auch in Israel die Beschneidung nicht mehr unumstritten ist. Ein Artikel des Psychologen Matthias Franz, den man online in der FAZ nicht lesen darf, ist in leicht abgewandelter Form hier erschienen. Franz erörtert die Frage aus mediziniert und psychologischer Sicht.

In der Frankfurter Rundschau behauptet Navid Kermani im Interview, mit dem Beschneidungsurteil werde jüdisches Leben in Deutschland wieder kriminalisiert. Links zu weiteren Artikeln zum Thema Beschneidung finden sich am Ende des Interviews: So wirbt etwa der Theologe Thomas Lentes um Verständnis für die Beschneidung. Der Grünen-Politiker Omid Nouripour plädiert für mehr Aufklärung. Und die Grünen Volker Beck und Renate Künast fordern in einem "Zwischenruf" die Straflosigkeit der Beschneidung.

In der Zeit kritisierte der Philosoph Robert Spaemann das Kölner Urteil als beispiellosen Angriff auf die Identität religiöser Familien. Der Strafrechtler Rolf Dieter Herzberg widerspricht und plädiert dafür, die Betroffenen als Mündige selbst entscheiden zu lassen. Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck erklärt im Interview, warum er sich im Bundestag für das Recht von Eltern einsetzt, ihre Söhne beschneiden zu lassen.

In der Welt findet man die Artikel zur Beschneidung hier, darunter einen Artikel von Necla Kelek, die die Beschneidung von Jungen als archaische Sitte und Unterdrückungsinstrument wertet, oder von Hannes Stein, der große Aufklärer als Judenhasser porträtiert.

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Archiv: Essay

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05.01.2015. Seine Soziologie blickte auf etwas, das vorher wohl übersehen worden war: die Ambivalenz. Schicksal und Willen. Zwang und Entkommen. Eine persönliche Erinnerung an Ulrich Beck
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