Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.06.2013, 14.12 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

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Hans-Peter Riegel: Beuys

Buch: Stevenson, Robert Louis: Die Ebbe

Robert Louis Stevenson: Die Ebbe

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



April 2010


Doch dann das große K!

30.04.2010. Es ist so weit - das Netz wird privatisiert. Die ersten Opfer heißen Adobe und Google. Denn auf der Website Apple erklärt Steve Jobs höchstpersönlich, warum er auf seinen Geräten niemals mehr das Flash-Programm von Adobe zulassen wird. Und auf CNN erklärt der Blogger Peter Cashmore, warum Google durch den "Like"-Button von Facebook das Netz nicht mehr hierarchisieren kann. Ist aber egal, denn das Internet macht uns sowieso alle blöd, informiert die FAZ. In der NZZ denkt Sibylle Lewitscharoff über Namensgebung in Romanen nach. In der Welt meckert Fritz J. Raddatz über Kollegen.  Mehr lesen

So verzweifelte Düsternis

29.04.2010. Die FAZ greift  Peter Nadas' scharfe Kritik am Berliner Holocaust-Mahnmal auf. Der Freitag begrüßt die Archivierung sämtlicher Tweets in der Library of congress. Die SZ fragt: Wer steckt eigentlich hinter Wikileaks? Und ist das Journalismus? Die Zeit hat einen Text, der eventuell von Helene Hegemann ist. Die taz fragt nach dem richtigen Gebrauch des Begriffs Missbrauch. In Perlentaucher, taz, Tagesspiegel und einigen Blogs hallt außerdem ein lautstarker Abend im Berliner Centrum Judaicum nach. Mehr lesen

Wäre ich ein schlanker Mann

28.04.2010. Für die NZZ liest Richard Wagner Securitate-Akten über Cioran. Die FR fürchtet um die Stadt Hamburg, der durch die Elbphilharmonie das Schicksal Griechenlands zu drohen scheint. In der taz will Michail Chodorkowski seine Hoffnungen in Putin und Medwedjew nicht ganz aufgeben. Die SZ porträtiert den haitianischen Filmemacher  Arnold Antonin, der die Erdbebenkatastrophe in seinem Land dokumentiert hat. Mehr lesen

Niemand schreit hier

27.04.2010. Trotz ihrer ersten Niederlage in der Kruzifix-Frage: Es ist gut, dass Aygül Özkan Ministerin wird, findet die taz. In der FR lernt Micha Brumlik bei Shlomo Sand Neues über die Geschichte der Juden. Die Auflage der amerikanischen Zeitungen ist um 9 Prozent gefallen, meldet die New York Times. Jörg Lau nennt die South Park-Zensur und die dahinterstehende Mentalität in seinem Blog "langsam verachtenswürdig". Mashable fragt: Warum twittert Hugo Chavez? Die SZ stellt Tato Tabordas Musiktheaterprojekt mit den Yanomami-Indianern vor. Mehr lesen

Zauberhafte Anarchie des Netzes

26.04.2010. Heute ist Tag des Geistigen Eigentums. Wir zitieren Zweifel der Wikipedia an der Einschlägigkeit des Begriffs.  Techcrunch fragt: Kann man Facebook noch stoppen? Matthias Küntzel legt auf seinem Blog Ungereimtheiten bei der Neubesetzung der renommierten,  zur Zeit von Wolfgang Benz besetzten Professur für Antisemitismusforschung an der TU Berlin offen. In SZ Online äußert sich Harald Martenstein ein bisschen traurig zur Zukunft des Journalismus. Die FAZ feiert Kristof Schreuf. Mehr lesen

Ich bin ein Hannelörchen

24.04.2010. Die 200. South-Park-Episode ist jetzt auch für das deutsche Publikum gesperrt. Die FAZ hat ein Statement von MTV eingeholt. Jörg Lau hat zur Gruppe Revolution Muslim recherchiert und fragt bestürzt: Wegen der albernen Drohposts dieser Freaks wird zensiert? Jon Stewart singt dazu: Bleep Bleep Bleep. In der taz erklärt die Autorin Olga Lewicka: Polentum ist eine Religion. In der FR diskutieren Christa Ritter und Arno Widmann über Sex zwischen Schülern und Lehrern. In der Welt fürchtet Michael Krüger den Zusammenbruch der kritischen Öffentlichkeit durch das Internet. Die NZZ porträtiert den Künstler Hitonari Tsuji. Die SZ lernt aus Großbritannien: Auch im Fernsehen kann man vernünftig debattieren. Mehr lesen

Pino zieht an seiner Zigarette

23.04.2010. Die Welt möchte die Southpark-Folge mit Mohammed im Bärenkostüm (Abbildungsverbot eingehalten!) sehen. Aber sie wurde nach Einspruch religiös Empfindlicher (die das Schicksal Theo van Goghs beschworen) zensiert. Die NZZ berichtet über die Schweizer Dialektik der Dialekte. Die Welt besucht eine Stadtbücherei. FAZ und SZ denken über die katholische Kirche nach. Mehr lesen

Ein Zeichen von Feudalmacht

22.04.2010. Die taz klärt auf: Nicht nur in der katholischen Kirche, auch in der alternativen Szene und bei manchem taz-Autor war Sex mit Knaben echt beliebt. Da schlug das Pendel zu weit aus, meint Christian Ströbele dazu heute.  Die Zeitschrift Cicero ist unter Michael Naumann auf dem Weg nach Vorwärts, meldet The European. Die NZZ spricht mit Arseni Roginski von Memorial über Katyn. Die FAZ findet den Dalai Lama nicht. Sie hat aber auch bei Google.cn gesucht. Die SZ bringt einen Essay von Olga Tokarczuk über das "neurotische Theater eines katholischen Nationalismus" in Polen. Die Zeit mischt sich ins Netz ein. Mehr lesen

Groteske Sakralisierung

21.04.2010. In der NZZ erklärt der Islam-Experte Olivier Roy, warum er den Begriff der Islamophobie für abwegig hält. Die Welt bringt einen Aufruf nun doch noch angeknipster Künstler und Designer zum Erhalt der Glühbirne. Die FR weiß, warum der Tod deutscher Soldaten in Afghanistan weniger Empathie auslöst als der Tod Robert Enkes. Google führt jetzt eine Liste mit Zensuranfragen von Regierungen. Deutschland steht auf einem ehrenvollen zweiten Platz. In der FAZ schreiben Andrzej Stasiuk und Viktor Jerofejew über das Flugzeugunglück von Smolensk und seine Folgen. Mehr lesen

Verblüffendes Freispiel der Themen

20.04.2010. Irights.info stellt das Online-Spiel Cat Protect vor, mit dem der Börsenverein Kinder für das Urheberrecht sensibilieren möchte (und wer es bricht "wird für alle Ewigkeit als abschreckendes Beispiel gefangen sein"). The Big Picture bringt very big pictures des Eyjafjallajökull. In der FAZ verteidigt Werner Spies den allenthalben groß präsentierten Maler Neo Rauch gegen Neider und Zweifler. Die SZ sieht ihn vor allem als sehr deutschen Künstler. Mehr lesen

Kein Gluck-Glück

19.04.2010. Gizmodo bringt eine Weltkarte des Dreifrontenkrieges zwischen Google, Apple und Microsoft. Die westlichen Werte sind nicht westlich, erklärt Kenan Malik in seinem Blog. In der FAZ und in der Welt wird's wolkig. In der NZZ empfiehlt der Pädagoge Allan Guggenbühl: Lasst Kinder chatten. Die Zeit stellt einige Artikel aus ihrer Islamdebatte online. Mehr lesen

Dezidiert linke Konferenz

17.04.2010. Die NZZ beobachtet eine Renaissance des Jiddischen. Die FR sieht nur Pseudozusammenhänge im Werk Neo Rauchs. Die taz rühmt das Tollkühne an Alain Resnais. Die SZ lauscht Enteignungsfantasien auf der re:publica. Die FAZ betrachtet das Grauen in Form einer anonymen Hacker-Truppen auf der Webseite 4chan. Mehr lesen

Er hat's verpatzt

16.04.2010. In der Welt fegt Michael Wolffsohn den vom Papst angerichteten interreligiösen Scherbenhaufen zusammen. The Big Picture bringt erhabene Anblicke von Der großen Wolke. In der NZZ schreibt György Konrad über Ungarn nach den Wahlen. Nachtkritik bringt eine Rede des zum Theaterfan konvertierten Filmkritikers Michael Althen. Die SZ hat mit Blick auf den Papst irgendwie Verständnis von Gentlemans Beschreibung der Homophobie in Jamaika als kultureller Praxis. Mehr lesen

In Köln stürzen nicht nur Archive ein

15.04.2010. Alle Zeitungen sind auf der re:publica. Die Welt interviewt Jeff Jarvis, der nichts gegen die Datensammelwut bei Google und Facebook hat. Auch die FR berichtet ausführlich. In der SZ staunt Pawel Huelle über die postmortale Apotheose Lech Kaczynskis in Polen. In der Zeit spricht Peter Nadas über den Erfolg der Rechtsextremen in Ungarn, der auch vom Westen verschuldet sei. In der FAZ hält David Gelernter an der technologischen Überlegenheit des Papierbuchs fest. Mehr lesen

Selbst Fassbinder lobte dich

14.04.2010. In der taz erklärt der Grünen-Politiker Volker Beck, warum er bestimmte Reggae-Musiker lieber nicht nach Deutschland lassen würde. Wisch und weg: Die FAZ entsorgt die deutsche Blogosphäre. In Qantara erklärt Antisemitismusforscher Wolfgang Benz, warum er am Begriff der Islamophobie festhält. Der Kölner Stadtanzeiger erblickt im Votum für das Kölner Schauspielhaus ein Hoffnungszeichen fürs ramponierte Städtchen. Unter anderem in der FR schreibt Rosa von Praunheim einen Liebesbrief an Werner Schroeter.  Mehr lesen

Die Antwort kam postwendend

13.04.2010. Der Papst soll in Großbritannien wegen Duldung und Vertuschung von Pädophilie verklagt werden. Die Süddeutsche eilt ihm mit wehenden Soutanen zur Hilfe. Die FAZ muss wegen des eingesetzten Spitzenanwalts ganz schön schlucken. Christopher Hitchens bleibt in Slate dabei: Der Papst gehört verklagt! Dito Paolo Flores d'Arcais im Tagesspiegel. Die taz porträtiert die türkische Autorin Pinar Selek, die die Rolle der Armee in der Zurichtung des türkischen Mannes beschreibt. Netzwertig findet die Medien-Apps auf dem Ipad fantasielos.  Mehr lesen

Menschen auf dem Weg nach oben

12.04.2010. In der Welt macht der Reggae-Sänger Gentleman noch einmal klar: Schwulenfeindlichkeit in Jamaika soll man akzeptieren, das ist Kultur. Nach 15 Jahren Internet stellt die SZ klar: Fernsehen und Umweltingenieure sind nach wie vor wichtiger. In der FAZ erklärt erklärt der Verlagsmanager Georg Rieppel, warum Verlage keine Buchhandlungen gründen werden.Die NZZ feiert die Fußballstadien von Südafrika. Netzpolitik veröffentlicht eine Petition zu den Acta-Verhandlungen. Mehr lesen

Wer behauptet, dass der Hahn singt

10.04.2010. "Ich möchte so gern diesen Hang hinunterbrausen": In der FR spricht die 87-jährige Autorin Ilse Helbich sehr beeindurckend übers Altern. In der NZZ macht sich der Politologe Helmut König Gedanken über die Tränen der Erinnerung. Außerdem weint der Linkskatholik Otto Kallscheuer nach fünf Jahren Benedikt die Tränen der Vergegenwärtigung. Auch um das amerikanische Imperium steht es nicht gut, meint Niall Ferguson in der Welt. In der SZ erzählt Monika Maron, wie sie lernte, dass die Römer unmusikalisch waren. Mehr lesen

Heute glücklich ohne Bedauern

09.04.2010. Die NZZ ist mit den Verzagten, und zwar sowohl Japanern als auch Verlagen. Die FAZ lupft dem Fundamentalismus der Aufklärung den Schleier. In der taz fordert Michael Brumlik den Antisemitismusforscher Wolfgang Benz auf, sich zu seinem Nazidoktorvater zu äußern. Die SZ liest Romane über Landärzte und rät Studierenden von entsprechenden Angeboten ab. Laut Mediabistro wurden mit dem Ipad schon mehr als 600.000 Ebooks heruntergeladen. In der Welt betet Mathias Döpfner zu Steve Jobs. Mehr lesen

Gemeinschaftliche Werke

08.04.2010. Im Freitag schreibt Volkmar Sigusch: Ein Mensch, der pädophile Neigungen hat, kann so wenig dafür, wie der, der erwachsene Frauen begehrt. In der taz macht der Reggae-Sänger Gentleman klar: Entweder man respektiert die Schwulen oder die jamaikanische Kultur. Die taz macht auch auf eine fatale Dialektik von Wikileaks aufmerksam. In der FAZ erklärt Thomas Hettche, warum er auf keinen Fall bloggen will. Mehr lesen

Nicht nur die bösen Googles

07.04.2010. Ändert Russland seine Geschichtspolitik? Jedenfalls wird Wladimir Putin heute bei den Gedenfeiern in Katyn dabei sein. Anne Applebaum in Slate und Gerhard Gnauck in der Welt spekulieren über seine Motive. Immateriblog rät: Bevor man sich ein Ipad kauft, sollte man sich einige Wochen Zeit nehmen und die AGB für Itunes studieren. Die NZZ porträtiert den chinesischen Starblogger und Bestseller-Autor Han Han. Die FAZ fragt: Warum wendet sich eine Ministerin eigentlich mit einem offenen Brief an Facebook? Mehr lesen

Chiacchiericcio

06.04.2010. Boingboing hat im Ipad eine neue Schreibung für das Wort S****a entdeckt. Auch die FAZ blättert im Ipad und macht sich Hoffnungen auf eine Zukunft der alten Medien im neuen. In der Welt erklärt der Germanist Karl-Heinz Göttert, warum die deutsche Sprache durch das Englische weit weniger gefährdet ist als seinerzeit durch das Französische. Die NZZ positioniert sich im wilden Schweizer Streit über die Frage, ob es richtig ist, Max Frischs "Entwürfe zu einem dritten Tagebuch" zu veröffentlichen, für Peter von Matt und gegen Adolf Muschg. Mehr lesen

Gott sei gerühmt für das Getüpfelte

03.04.2010. In der Welt bereitet uns Laszlo F. Földenyi auf einen Schock vor: bei den ungarischen Wahlen in einer Woche könnten Rechtsextreme und Populisten achtzig Prozent bekommen. In der taz erklärt der Schriftsteller Petros Markaris, den Griechen könnte es viel besser gehen, würden sie nicht so viele Rüstungsgüter von den Deutschen kaufen. Die FR ist glücklich über die Pirahas. Die NZZ rühmt die ekstatische Daseinsfeier der Schönheit in den Gedichten von Gerard Manley Hopkins. In BoingBoing erklärt Cory Doctorow, warum er niemals ein Ipad kaufen wird. Mehr lesen

Mitschnacker

01.04.2010. In der NZZ fragt Cora Stephan: Schaffen Apple und Amazon die Verlage ab? Und was heißt das für die Autoren? In der FR klagt die kubanische Bloggerin Yoani Sanchez den Postkonzern DHL an, bei der Zensur im Lande mitzuwirken. Außerdem stellt die FR einige Fakten zu Helene Hegemann richtig. Frederic Fillou fragt in seinem Blog: Gibt es noch britische oder französische Zeitungen, die nicht in die Hände von russischen Oligarchen übergehen? In der FAZ reitet der Theologe Friedrich Wilhelm Graf eine Attacke gegen den Filz in den Kirchen. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Ganz neue Schrecknisse

11.06.2013. In Antoine Fuquas "Olympus Has Fallen" tritt Gerald Butler gegen Nordkorea an; wir drücken gerne die Daumen. Peter Stricklands "Berberian Sound Studio" dienen das Exploitationkino und sein Sound-Design als Folie für einen abgründigen Horrorfilm.
Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

An der Nullgrenze aller moralischen Vorstellungen

18.06.2013. Tränen vergossen hat die NZZ über Julia Kissinas Roman "Frühling auf dem Mond", vor Glück und vor Trauer. Außerdem stellt sie fest, dass E.L. Doctorow auch die kleine Form meisterhaft beherrscht. Die SZ rät dringend zu Jürgen Grässlins "Schwarzbuch Waffenhandel". Die taz lernt von der Literaturwissenschaftlerin Eva Eßlinger: Wir leben in einer Dienstbotenromanze. Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Das Konzept eines Gottes

11.06.2013. Jawohl, es ging am Taksim auch um Alkohol und zwar zurecht, meint Atlantic. In Eurozine bezweifelt Timothy Snyder, dass Antisemitismus der Grund für den Holocaust war. GQ erzählt die Geschichte von Kim Jong-ils Sushi-Meister. Elet es Irodolam ahnt, warum wütende Antikommunisten in Ungarn an der Aufarbeitung des Kommunismus nur mäßig interessiert sind. The Believer lässt den Comic-Hexenmeister Alan Moore zu Wort kommen. Mehr lesen

Die Reichen und die Diebe

04.06.2013. Manchmal sind sogar Zeitungen dafür, das Urheberrecht zu vereinfachen, lernt der Economist. Nur die Medien glauben, die Aufständischen hätten den Bürgerkrieg in Syrien schon gewonnen, meint die London Review of Books. In Osteuropa überlegt Olga Radetzkaja, warum der nationalbolschewistische Autor Zakhar Prilepin im deutschen Literaturbetrieb so wohlige Schauer auslöst. In Nepszabadsag sieht Laszlo Vegel eine Befriedung der serbischen Nationalisten aufschimmern. In Le Monde sieht Boualem Sansal schwarz für Algerien. Die Financial Times sieht gar nicht schwarz für Somalia. Die New York Review of Books möchte keine Kreuzfahrt nach Venedig machen, danke. Mehr lesen

Orgien der Untreue

28.05.2013. Im New Yorker spielt David Sedaris Gästezimmer-Gambit. In El Pais Semanal hat Javier Cercas andere Sorgen als die Monarchie. Der Rolling Stone besucht Daft Punk. Verehrung für den ältesten Sohn kann tödlich sein, stellt die NYRB mit Blick auf Mutter und Vater Tsarnaev fest. In National Geographic träumt Phyllis Batumbil vom traditionellen Aboriginesleben, aber mit Webseite. MicroMega findet in Italien keinen Arzt für eine Abtreibung. Der Economist verschlüsselt jetzt auf Photonenbasis. Wieviel sexuelle Lust darf eine Frau haben, bevor die Gesellschaft zerspringt, fragt die NYT. Mehr lesen

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

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