Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 24.05.2013, 14.04 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

Buch: Stevenson, Robert Louis: Die Ebbe

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



August 2007


Heute in den Feuilletons

31.08.2007. Die FR bringt ein großes Interview von Andre Müller mit Peter Handke. Die FAZ lässt sich von Craig Venter in die Zukunft des gentechnisch veränderten Menschen einweisen. In Polityka spricht Richard von Weizsäcker mit Adam Krzeminski über den deutschen Widerstand und die deutsch-polnische Nachkriegsgeschichte. Im Tagesspiegel freut sich Bushido auf seine Villa in Lichterfelde West. Die SZ zieht eine recht zufriedene Bilanz der Salzburger Festspiele. In der NZZ beklagt Richard Wagner die anhaltende Wirkung kommunistischer Geschichtsmanipulationen in Osteuropa. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.08.2007. In der FAZ erklärt Necla Kelek, warum der Ehrenmord an Hatun Sürücü mehr als ein Mord war. Im Tagesspiegel macht Petros Markaris die griechische Regierung für das Ausmaß der Waldbrände verantwortlich. Die Zeit mag nicht in die neuesten Georgianischen Choräle einstimmen. Die taz empfiehlt trotz einiger Kritikpunkte den Besuch des neuen Sklavereimuseums in Liverpool. In der SZ ist sich Joachim Kaiser uneins über Simon Rattle. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.08.2007. Die Welt erklärt, warum Bollywood-Megastar Aishwarya Rai zuerst mit einem Baum verheiratet wurde, bevor sie dann den Sohn des Bollywood-Supermegastars Amitabh Bachran heiraten durfte. In der taz erklärt der philippinische Filmemacher Lav Diaz, warum seine Filme 540 Minuten lang sind. Der neue Politiker zeigt gern seine Muckis, beobachtet die SZ. Die NZZ interessiert sich nicht für Muckis, sondern für Gesetze, die das Anzünden von Wäldern unprofitabel machen. In Spiegel online staunt Henryk M. Broder über den Realitätsverlust der Deutschen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.08.2007. Die SZ erklärt, was Wald am Mittelmeer ist (oder war). Der Tagesspiegel fühlt sich mit dem jungen deutschen Kino einsam. Die FR berichtet über das Filmfestival von Sarajewo. Die NZZ begibt sich auf zivilgesellschaftliche "Karawane" in Marokko. Die taz bringt die neuesten Einträge aus der nicht sehr beschäftigten schwedischen Zensurbehörde: "Prüfnummer 144531: 'The Bourne Ultimatum', Schnitte: 0; Prüfnummer 144532: 'Stardust', Schnitte: 0"  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.08.2007. In der taz beruhigt uns die Bienenforscherin Elke Genersch in der neuesten Reportage von Gabriele Goettle: Wir sterben ohne Bienen nicht aus. Dem Tagesspiegel schwant für die Zukunft des Verhältnisses von Fernsehen und Kino nichts Gutes. Und wir erfahren, dass Simon Rattle uns Trolle nach wie vor gerne hat. In der NZZ schildert der Historiker Stefan Meller die anhaltenden Schwierigkeiten der Polen mit den Deutschen. Der FR ist die digitale Boheme nicht richtig links genug, die SZ ist sich uneins und bringt gleich zwei Artikel über die neuen Kreativen und ihren Arbeitsbegriff. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.08.2007. In der FAZ singt Werner Spies eine Hymne auf Gerhard Richters Farbexplosion im Kölner Dom. In der NZZ feiert Cees Nooteboom den Maler Joachim Patinir, dem in Prado eine große Ausstellung gewidmet ist. In der Welt hält Daniel Kehlmann mit Martin Amis fassungslos Rückschau auf den dunklen Wahn des Stalinismus und der von ihm verzückten Intellektuellen. In der taz schimpft der amerikanische Soziologe Todd Gitlin ebenfalls auf Intellektuellenkollegen: zu liberal, zu schüchtern, zu verkrampft. Die SZ und die FAZ lesen Yasmina Rezas Buch über Nicolas Sarkozys Wahlkampf. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.08.2007. Die NZZ feiert den 25. Geburtstag der Audio-CD. In der FAZ erklärt Jürgen Flimm zum Ende der Salzburger Saison, was ihn am Musikbetrieb stört. Die Welt ist ein bisschen genervt über allzu absehbare Besetzungen im deutschen Film. Die taz sucht einen niedrigschwelligen Eingang in den Balkanpop. In der SZ erklärt der türkische Liedermacher, Regisseur, Romancier und Ex-Politiker Zülfü Livaneli, was ihm Angst macht am Islam.  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.08.2007. In der NZZ feiert der Bio-Wissenschaftler Gottfried Schatz uns Lichtesser und schwach funzelnden Sonnenkinder. Die Zeit erinnert daran, wie die USA im Jahr 2003 Moral über Recht setzten - und sich die Nase an der irakischen Realität blutig stießen. Die FR mahnt unsere sozialversicherte Künstlerschaft mit Giorgio Vasari: "Ein Künstler lebt für die Kunst. Wo er es nicht tut, lässt er nach in seiner Kunst." Die FAZ vermisst in den britischen Sklavereimuseen ein Kapital über die Kollaboration der Afrikaner. Die SZ feiert Gerhard Richters kühle Lichtmysterien für den Kölner Dom. Die Berliner Zeitung erinnert an die Verhaftung  Rudolf Bahros vor dreißig Jahren. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.08.2007. Für die taz besuchte Kathrin Röggla Georgien und fand Kuriosität und Kalamität. Die FAZ analysiert die sozialpolitischen Tricks der Rechtsextremen in den neuen Ländern. Die NZZ besucht das Las Vegas Asiens. Die Berliner Zeitung informiert über den neuesten Stand bei den Verhandlungen um den Verkauf der Süddeutschen Zeitung. Die SZ kritisiert die SPD, die in der Kultur nur den gesellschaftpolitischen Effekt suche. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.08.2007. Die SZ lauscht der Poesie der Heuschrecken. Die taz zeichnet nach, wie aus Türken Moslems wurden. Die FR annonciert eine Rückkehr der Helden. Die Welt möchte nicht an eine fortschreitende Entwicklung der Sprache glauben. Die FAZ staunt über das effiziente Qualitäts- und Kostenmanagement der RAF. Und die NZZ fragt, was uns an den Nordpol treibt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.08.2007. Die taz warnt vor der Umwandlung der Türkei in eine schlechte Kopie des Osmanischen Reiches. Die NZZ schildert, wie die Kaczynskis den Nationaldarwinismus in die polnische Politik zurückbrachten. Die SZ bewundert das neue Medienarchiv in Hilversum, dessen Fassade 374 TV-Standbilder aus der niederländischen Fernsehgeschichte zieren. Die FR begutachtet einen plattenbaugrauen Verein nörgelnder Verlierer. Und die Welt war zugegen, als Katharina Wagner eine intellektuelle Salbung erhielt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.08.2007. Die SZ huldigt dem Kollegen Lawrence Wright, der sich mit seinen glänzenden Reportagen im New Yorker als führender Islamismus-Experte etabliert hat. Die FR lugt mit Balthus in Köln unter Mädchenröcke. In der NZZ verteidigt Ralf Dahrendorf die Freiheit gegen die Sicherheitspolitiker. Hans-Ulrich Gumbrecht freut sich in der Welt über die Welle neuer Übersetzungen alter Klassiker. Und die FAZ schickt den Maler Daniel Richter auf die Straße. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.08.2007. Die FR porträtiert die Lyrikerin Ann Cotten, Autorin des Manifests "Literatur dient nicht zur Unterhaltung". Der Freitag bringt Hintergründe über die Inhaftierung des Bollywood-Stars Sanjay Dutt. Die taz analysiert die italienische Sehnucht nach Garibaldi als Symptom. Die Welt ist tief erschüttert über ein Spektakel der Rotterdamer Theatergruppe "Hotel Modern", die einen Tag in Auschwitz als Puppenspiel nachstellt. Die SZ unterstützt den islamischen Reformer Benjamin Idriz. Ebendort befehlen die Neuronen in seinem Hirn dem Wissenschaftstheoretiker Franz Wuketits die Leugnung des freien Willens. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.08.2007. In der Zeit schreibt Fritz J. Raddatz zum fünfzigsten Jahrestag seines Versagens in der DDR. Auch Uwe Tellkamp kann in der FAZ die Zukunft der DDR-Vergangenheit in der Literatur nicht voraussagen. Die SZ porträtiert den Architekten Jürgen Mayer, dessen Bauten ein unerklärliches Hungergefühl auslösen. Im Tagesspiegel fragt sich Thomas Brussig, was die "Kindergartentante in Gestalt des Feuilletons" tun muss, um Debatten auszulösen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.08.2007. In der NZZ fordert Reinhard Jirgl juristische Konsequenzen aus dem wiedergefundenen Schießbefehl. Die FAZ fragt: Interessieren sich Autoren aus der Ex-DDR eigentlich noch für die Ex-DDR? Die Welt berichtet über die Proteste alter erfolgloser Herren über die weibliche Schwedenkrimiflut. Die taz findet: Ein Roman kann ein Sachbuch nicht plagiieren, und darum ist auch "Tannöd" kein Plagiat. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.08.2007. In der SZ schreibt Ingo Schulze über den Schießbefehl in der NVA. Der NZZ wird bei den Skulpturen von Richard Serra ganz leicht ums Herz. Die taz fragt: Ist die Demografie eine "Wissenschaft der Angst"? In der Welt plädiert Martin Mosebach für den Wiederaufbau zerstörter Bürgerhäuser in Frankfurt. Die FAZ berichtet über die Zwangsumsiedlung der arabischen Minderheit im Iran.
Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.08.2007. Die SZ spricht mit dem russischen Kunstsammler Pjotr Awen über die explodierenden Kunstmärkte. Die FAZ findet den Entwurf für die Kölner Moschee altbacken. Die NZZ findet, dass Heiner Müllers "Quartett" prima nach Salzburg passt. Und die FR greift Berichte des Kölner Stadtanzeigers  auf, nach denen die Zeitungen gut verdienen, wenn sie nur die Verdienste des Bundeswirtschaftministeriums angemessen ins Licht stellen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.08.2007. Die Welt bringt ein Gespräch mit Woody Allen über Ingmar Bergman: "Er vertraute mir seine Albträume an." Die NZZ bereitet uns auf das Festival von Luzern vor, wo nach langer Zeit mal wieder Boulez' "Marteau sans maitre" geschwungen wird. Außerdem druckt sie Peter Esterhazys Rede zur Eröffnung des Festivals. In der FAZ kommt Florian Henckel von Donnersmarck auf Ulrich Mühes quälenden Streit mit seiner Ex-Frau Jenny Gröllmann um deren Verhältnis zur Stasi zurück. Die taz besucht das Jahrestreffen des Chaos Computer Clubs. Die Berliner Zeitung findet Risse im Beton normal.
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Heute in den Feuilletons

10.08.2007. Die NZZ fragt, ob nun auch bei der New York Times die Besitzerfamilie verdrängt wird. Die FAZ berichtet, dass das putinistische Regime in Russland nun auch wieder zum Mittel der Zwangspsychiatrisierung greift. Die FR bringt eine Weihnachtserzählung des kenianischen Autors Uwem Akpan. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.08.2007. Die SZ ist an das Drehbuch zu Tom Cruises Stauffenberg-Film "Valkyrie" gekommen und erkennt das wahre Potenzial dieses historischen Thrillers. In der NZZ beschreibt der Islamwissenschafter Christian Meier das große Problem der islamischen Gesellschaften mit Aids. In der Welt erklärt der auf Russisch schreibende ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow, warum er sich nicht mehr in den Sprachenkrieg des Landes einmischt. Im Tagesspiegel empfiehlt Garri Kasparow: Wer Putin verstehen will, soll Puzo lesen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.08.2007. In der taz erklärt der Historiker Ulrich Herbert, wie Raul Hilberg unser Bild vom Holocaust verändert hat. Die FR wundert sich über die deutsche Schönfärberei der Lage im Irak. Die Welt beschreibt die feudalen Ambitionen der Stiftung Weimarer Klassik. In der NZZ beschreibt Georg Klein die Leiblichkeit noch der schönsten Neuronenblitze. Die SZ berichtet über den polnischen Streit um die angeblich wertezersetzenden Werke von Witold Gombrowicz. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.08.2007. Die Trauerprozession geht weiter. Im Tagesspiegel erinnert Raul Hilbergs Lektor Walter Pehle an die Zeiten, als es unfein war, aus dem Standardwerk des Historikers über die Vernichtung der Juden zu zitieren. Die Berliner Zeitung erinnert an das Verhältnis Hilbergs zu Claude Lanzmann. Für die FR ist Hilbergs knapper, trockener Stil das Gegenteil von Empfindungslosigkeit. FAZ und SZ würdigen Hilbergs unerbittliche Präzision. Außerdem plädiert der Historiker Peter Steinbach im Tagesspiegel für einen erweiterten Begriff des Widerstands. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.08.2007. Die taz weiht uns in das Genre der Stalag-Groschenromanen in Israel ein. Die NZZ macht sich Sorgen um die Ashanti-Tempel in Ghana. Die FAZ besucht das Ahmed-Baba-Institut in Timbuktu, wo eine Bibliothek für die kostbaren Handschriften der Stadt entsteht. Die SZ entdeckt demagogische Züge in den neuen Klagen über Homophobie. Die Welt online geißelt das deutsche Schweigen zur Hinrichtung von Schwulen im Iran. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.08.2007. Die Welt erklärt Nicolas Sarkozy aus dem Geist des Bonapartismus und dem Prinzip der permanenten Verführung. In der Frankfurter Rundschau erklärt der todkranke Walter Kempowski, dass ihn der Literaturbetrieb vergiftet hat. In der NZZ fordert Dubravka Ugresic ein Denkmal für den polnischen Klempner. In der SZ erlebt Martin Mosebach den Waldbrand von Hydra. Die Berliner Zeitung porträtiert den wahnhaften Erfinder Karl Hans Janke. Und die FAZ verrät, dass Peking nicht schnell und schick ist, sondern langsam und formlos. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.08.2007. In der NZZ wendet sich der Medienforscher Lutz Hachmeister gegen einen neobourgeoisen "Neo-Journalismus" um Frank Schirrmacher und Co., dem es nur noch um travail, famille, patrie gehe. Die FAZ bringt eine Stefan-George-Biografie als Feuilletonroman, der die unterschiedlichsten Charaktere in einen elektrischen Kreislauf zwingt. Die Welt enthüllt: die Kapitolinische Wölfin ist jünger als der Braunschweiger Löwe. Die SZ bringt ein Porträt des russischen Nationalbolschewiken Eduard Limonov. Die taz entlarvt die vermeintlichen Tabubrüche deutscher Gangsta-Rapper als Reproduktion reaktionärer Bilder über das vermeintliche Migranten-Ghetto. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.08.2007. Die Welt begrüßt eine neue Generation von Theaterregisseuren. Die taz liefert eine ausführliche Ethnologie jamaikanischer Reggae-Typen. Die FR sehnt sich zurück nach dem nervenden ergreifenden Ernst der Bergmans und Antonionis. In der FAZ verabschiedet sich Wim Wenders in lyrischer Form von Antonioni. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.08.2007. Die FAZ erinnert daran, wie Monica Vitti und Alain Delon am Ende von Michelangelo Antonionis Film "L'Eclisse" zum Rendez-Vous nicht erscheinen - und damit das Weltkino revolutionieren. Das Titel-Magazin wirft mit Antonioni einen Blick auf unsere transzendenzlose Obdachlosigkeit. Die taz sprengt mit Antonioni die Warenform. Die Welt ruft uns nach dem doppelten Tod Bergmans und Antonionis zu: "Trauer ist angebracht, jedoch keine Verzweiflung." Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Jungskino

22.05.2013. Calin Peter Netzers Berlinalegewinner "Mutter und Sohn" verwandelt die Neue Rumänische Welle in ein Nationaltheater, in dem schon wieder nur Ödipus gespielt wird. In Justin Lins "Fast & Furious 6" gilt es, den Bau einer hochdestruktiven "Techno-Bombe" zu verhindern. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Der Untergang des Abendlands sieht anders aus

23.05.2013. Ganz köstlich amüsiert (wenn auch natürlich unter ihrem Niveau) hat sich die Zeit mit Dan Browns "Inferno". Hans-Peter Riegels große Beuys-Biografie lehnt sie hingegen als tendenziös ab. Die NZZ ist angetan von "Wortgesang", einem Band des syrischen Dichters Adonis mit Essays zur arabischen Poetik. Die FAZ betrachtet die gesammelten Werke des amerikanischen Fotografen Gordon Parks und besucht mit Lothar Graf zu Dohna "Die Dohnas und ihre Häuser". Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

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