Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.05.2013, 14.09 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
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Von Lesern empfohlene Bücher

Buch: Das erstaunliche Ende

Lemony Snicket: Das erstaunliche Ende

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Dezember 2009


Sie hat etwas Sorgenfreies

31.12.2009. In der NZZ erzählt Alfred Brendel die unglaubliche Geschichte der britischen Pianistin Joyce Hatto, die die Musikkritiker zu Narren machte. Das Blog Under the Jacaranda Tree übersetzt Reaktionen chinesischer Intellektueller auf das Urteil gegen Liu Xiaobo. In der FR unterhalten sich Timothy Garton Ash und Evan Williams über Gerüchte, Revolutionen und Technologie. Die taz sieht in die Zukunft und erblickt den Popislam, der gar nicht wehtut. Die Welt rühmt die Kühnheit der Theaterautorin Felicia Zeller. Die SZ erklärt, was die iranischen Frauen aus der Revolution gegen den Schah gelernt haben. Und damit wünscht der Perlentaucher: Guten Rutsch! Mehr lesen

Schweinebraten zum Frühstück

30.12.2009. In der Zeit rappt  Clemens Meyer das Jahr 2009 in den Orkus, Navid Kermani hat eine optimistische Vision für den Iran, und laut Ulrich Beck kommt es 2010 zu sozialen Unruhen (mindestens aber zu Tarifverhandlungen).  In der FR weiß William Forsythe, dass er nichts weiß. In Island soll eine Informationsfreizone eingerichtet werden, meldet die taz. In der Welt erzählt der Jazzbassist Eberhard Weber, warum er mit einem Kaugummi unterm Schuh doch lieber in die Charite ging. Mehr lesen

Ein gewisses Gefühl von Helligkeit

29.12.2009. In der FR erklärt die tschechische Mezzosopranistin Magdalena Kozena den feinen Unterschied zwischen Romantik und Barock. Für die FAZ liest Viktor Jerofejew  einen Roman des hochrangigen Funktionärs Jurjewitsch Surkow. Die linke taz lässt sich von einem Theologen die Grenzen zulässiger Religionskritik ziehen. Mehr lesen

Große Kaliber

28.12.2009. In der NZZ beschreibt Najem Wali den jüngsten Skandal um den arabischen Booker-Preis. In der SZ sieht sich Richard Powers nach Entschlüsselung seines Genoms zum Risikomanagement verpflichtet. Die FAZ fragt sich, warum der Bürgerrechtler Liu Xiaobo so still und heimlich verurteilt wurde. In der taz besucht Gabriele Goettle die Erfurter Tiertafel, und Ma Jian sieht seine Regierung einen gefährlichen Tiger reiten. Mehr lesen

Ich muss jetzt erst einmal schlafen

24.12.2009. Der Prozess gegen Liu Xiaobo dient dem chinesischen Regime dazu, die Grenzen des Dissenses neu festzulegen, meint die New York Times. Die SZ bekräftigt ihre Minderheitenposition gegenüber der Achse des Guten. In der NZZ ruft Fatih Akin: keine Angst vor Freiheit! In der FR erinnert sich Arno Widmann an seine letzte Begegnung mit Rudi Dutschke vor dreißig Jahren. Suhrkamp kommt nach Berlin, weil dort die klugen Leute sind, sagt Ulla Berkewicz in der Berliner Zeitung. Die Welt bringt eine Weihnachtsgeschichte von Sibylle Lewitscharoff. Und damit wünscht auch der Perlentaucher: Frohe Weihnachten! Mehr lesen

Das ist doch eine großartige Geschichte!

23.12.2009. Im Freitag beschwört Alexander Kluge die Entstehung des Netzes aus dem Geist der Quanten. Reuters berichtet, dass der Prozess gegen Liu Xiaobo begonnen hat. Laut CNN wird das Urteil für Freitag erwartet. In der FAZ beschreibt Ernest Wichner den Zustand Rumäniens zwanzig Jahre nach 89 als unberechenbar. Die FR studiert ein Killer-App für das Iphone. Die FAZ bringt außerdem nochmal eine ganze Seite zum Fall Hans Heinrich Eggebrecht. Mehr lesen

Heute gibt es Hundesuppe

22.12.2009. Die Welt verliebt sich in schöne Schweine, keineswegs aber in architektonische Visionen der zugigen Mitte Berlins. In Carta plädiert der Schweizer Blogger Ronnie Grob für mehr direkte Demokratie - in Deutschland. In der Achse des Guten fordert Henryk Broder mehr Geld für ehemalige Zwangsarbeiter. In der SZ kritisiert Dirk von Gehlen den bloß kulturkonservativen Umgang mit dem Internet in Deutschland. Die Zeit baut Christoph Schlingensief einen grünen Hügel für sein Festspielhaus in Burkina Faso. Mehr lesen

Etwas zum Herumhüpfen

21.12.2009. Die Welt ist entsetzt über die späten Enthüllungen zur Vergangenheit des Musikwissenschaftlers Hans Heinrich Eggebrecht. Die taz hat ein wunderbares Last-Minute-Weihnachtsgeschenk gefunden: Reportagen aus 2.500 Jahren. Aus Anlass des Demjanjuk-Prozesses erinnert der Tagesspiegel an den Aufstand von Sobibor. Ein Gutes hat das Scheitern des Klimagipfels doch, meint die Achse des Guten: Der Sudan bekommt keine Entschädigung für Maßnahmen gegen den Klimawandel. Die FAZ hört Bach. Ach, und Peter Sloterdijk fordert nach Kopenhagen ein konstruktiv diabolisches Denken. Mehr lesen

Fünf Regale voll Lyrik! Dum derra dum!

19.12.2009. In der Welt prangert Juli Zeh unsere selbstgewählte intellektuelle Legasthenie an. Im Tagesspiegel erklärt Stepan Russ-Mohl den Zeitungen: Die Hölle im Netz sind die anderen. Die taz swingt in einem Buchladen in Venice Beach. Die SZ erklärt den Skyscraper Index, an dem sich der Stand einer Wirtschaftskrise ablesen lässt. Die FAZ kritisiert das geringe Interesse der Niederländer für die Massaker in ihren ehemaligen Kolonien. Mehr lesen

Denn Ahnenkult ist der wichtigste Kult

18.12.2009. Ahmadinedschad (oder irgend so einer) hat Twitter gekapert. Techcrunch legt eine Nachtschicht ein und analysiert. Was ist, wenn Google auf die Idee kommt, sein Telefon zu verschenken?, fragt Gizmodo. Ilja Braun erklärt in irights.info, wie und warum die VG Wort im Netz eigentlich nicht so richtig funktioniert, außer für die Verlage. Die SZ lässt sich von einem wächsernen Pesttoten in Neapel über die Gegenwart informieren. Mehr lesen

Mindestens ein Tag im sogenannten Spalier

17.12.2009. Die Zeit erzählt die haarsträubende Geschichte des einstigen Doyens der Musikwissenschaft Hans-Heinrich Eggebrecht - Jahre nach seinem Tod stellt sich heraus, dass er an der Ermordung von 14.000 Juden auf der Krim beteiligt war. In der Welt fordert Peter Sloterdijk eine Homöotechnik. Ars technica deckt die Kungeleien der Regierung Obama mit den Verwerterindustrien auf. In der NZZ ruft Brigitte Kronauer die Natur an. Die FAZ fragt: Wie antisemitisch ist Godard? Mehr lesen

Wenn auch der Böseste nicht verloren ist

16.12.2009. Die SZ bringt eine chinesische Rede Martin Walsers mit einer Hommage auf den Kollegen Mo Yan. Die Welt erklärt Internet-Abstinenz zum Luxusgut. Die Blogs diskutieren über den Vorstoß einiger Springer-Zeitungen, die online nur noch im Bezahlabo zu lesen sind (oder durch die Google-Hintertür).  Die taz bringt ein Dossier zum Thema Vorratsdatenspeicherung. Die Kritiker sind beeindruckt von James Camerons 3D-Spektakel "Avatar". (Aktualisiert) Mehr lesen

Perlt dabei so wunderschön

15.12.2009. Die FR erklärt die Dialektik heutiger Kapitalismuskritik in deutschen Stadttheatern. Man kann Klimaskeptiker sein und trotzdem kein Geld haben, antwortet Novo auf Attacken der FAZ. Im Iran sind zwölf Schwule zum Tode verurteilt worden - aber es entsteht auch eine Schwulenbewegung, melden die Gay City News. In der FAZ schreibt Andreas Maier eine Hommage auf Parastou Forouhar. Mehr lesen

Versonnen, berechnend, zärtlich zugleich

14.12.2009. Die SZ ruft den Fundamentalisten der Aufklärung ins Gewissen: Die Religionsfreiheit war zuerst da. In der Berliner Zeitung konstatiert die Politologin Naika Forouta: 70 Prozent der Musliminnen in Deutschland tragen kein Kopftuch. In der Welt erklärt Monika Maron, warum sie keine Angst vorm Internet hat. FR und FAZ feiern Oliver Reeses Frankfurter "Phädra"-Inszenierung. In der FAZ spricht auch Werner Söllner über seine IM-Zeit. Aufregung im Netz: Google baut ein eigenes Handy. Mehr lesen

Von Tätern, Opfern und Nichttätern

12.12.2009. Die FR fragt sich, ob es in Rumänien eigentlich je eine Revolution gegeben hat. In der Welt erklärt der Philosoph Robert Spaemann, wie undemokratisch Demokratie sein kann. Die taz reist mit Popjournalisten nach Palästina. Zeit online diskutiert lebhaft übers Filesharing. In der NYRB ruft Michael Massing zu Google rüber: Gebt was zurück! Im Tagesspiegel glaubt Gerhardt Csejka nicht, dass Werner Söllner mit seinen Berichten an die Securitate jemandem geschadet hat. In den Blogs fragt Richard Wagner, was Eva Demski mit ihrer despektierlichen Bemerkung über deutsch-rumänische Emigranten gemeint hat. Die NZZ fürchtet den Niedergang deutscher Museen. Die FAZ stellt eine Buchreihe über "Werte der deutschen Heimat" vor. In der SZ erklärt Tony Judt die jüdische Identität für eine Fiktion. Mehr lesen

Ja, was denn?

11.12.2009. In der SZ prangert Navid Kermani die westliche Spielart des Fundamentalismus an, die sich zum Beispiel im Schweizer Minarettverbot äußert. In der FAZ wendet sich Necla Kelek gegen einen Zeit-Artikel Gerhard Schröders, der mehr Toleranz für den Islam forderte. Die FAZ muss auch feststellen, dass viele Klimaskeptiker Trotzkisten waren. Die FR berichtet über das immer noch ziemlich aktive Gespenst der Securitate. Spiked Online prangert eine Klimaschutzinitiative an, die kleine Afrikaner verhüten will.   Mehr lesen

Lügen wie aus früheren Zeiten

10.12.2009. Im Freitag äußert sich Claude Lanzmann bestürzt über das Desinteresse  an antisemitischen Ausschreitungen gegen seinen Film "Warum Israel". Im Tagesspiegel spricht sich der ehemalige DLR-Intendant Ernst Elitz für eine Haushaltsgebühr statt GEZ aus. In der Zeit befasst sich Jürgen Habermas mit Michael Tomasellos "Ursprüngen der menschlichen Kommunikation". In der FR wird Nicholson Baker vor lauter Google ganz blümerant. FAZ und SZ berichten von einer Diskussion rumäniendeutscher Autoren über die Securitate - einer outete sich als Spitzel. Mehr lesen

Die Kassenhäuschen von ARD und ZDF

09.12.2009. SZ und FR erzählen die Geschichte der iranischen Künstlerin Parastou Forouhar, die im Iran festgenommen wurde, weil sie an ihre ermordeten Eltern erinnern wollte. In der taz erklärt Herta Müller, was Literatur in der Unterdrückung bedeuten kann. Laut Ars technica wird die kanadische Musikindustrie verklagt - weil sie es mit den Urheberrechten nicht so genau nahm. In der FR fordert Heinrich August Winkler ein neues Verständnis von Gerechtigkeit bei der SPD. Eine Berliner Diskussion zum Minarettverbot stößt überall auf Kritik. Mehr lesen

Ihre Hoheit, Madame la Banque

08.12.2009. In der Welt empfiehlt Wolf Lepenies gegen die Krise einen guten Balzac. Marek Janowski soll das neue Berliner Superorchester leiten, aber er will gar nicht, meldet der Tagesspiegel. Die Blogs reiten auf der Google Wave mit Echtzeitsuche ins All. Die Berliner Zeitung berichtet: Bertelsmann wird jetzt Buchhändler. In der taz reicht Südkorea Nordkorea die Medikamente. FR und FAZ bringen Herta Müllers Nobelvorlesung: "Hast du ein Taschentuch, fragte die Mutter jeden Morgen am Haustor..." Mehr lesen

I love my new boobs

07.12.2009. In der Kulturpolitik werden die Messer gewetzt, fürchtet Christina Weiss in der Welt anlässlich der geplanten Abschaffung des Deutschen Symphonieorchesters. Auch die SZ ist empört. Carta meldet: Wer einen Computer, aber keinen Fernseher hat, wird künftig die volle GEZ-Gebühr bezahlen müssen. Die FR porträtiert das größte Medienunternehmen der USA: Comcast. Im Christian Science Monitor kommentiert Ayaan Hirsi Ali das Schweizer Minarettverbot. Mehr lesen

Alles ist Licht

05.12.2009. Die Berliner Zeitungen arbeiten sich an einer traurigen Sensation ab: Das Deutsche Symphonieorchester soll unter dem Dach des Rundfunksinfonieorchesters eingeschmolzen werden. Die taz badete in Licht - und zwar ausgerechnet in Wolfsburg. Die Welt ist froh über ein Urteil, das die Leser elektronischer Bücher in Bibliotheken zwingt, weiterhin handschriftlich zu exzerpieren. In der FR bekennt der FR-Verleger Neven Dumont, dass ihm Google nicht behagt. Die SZ geht d'accord mit Wired: Dem Internet ein Friedensnobelpreis. Mehr lesen

Wohlwollender Blick auf ein Desaster

04.12.2009. Cory Doctorow erklärt im Harvard Business Manager, wie er Geld verdient, indem er seine Bücher kostenlos ins Netz stellt. Die Welt annonciert den nächsten Bestseller: Rolf Bauerdicks Roman "Wie die Madonna auf den Mond kam". Microsoft wird Zeitungen keine Inhalte abkaufen, um Google auszustechen, meldet die Financial Times. Die FR lotet den stärksten Ausdruck von Freiheit aus. Im  Blog Mobylives erfahren wir, dass Roberto Bolano ein Lichtenberg-Verehrer war. Und Google hat jetzt ein Wörterbuch. Mehr lesen

Vom Text des Korans besessen

03.12.2009. Das Stadtschloss kann gebaut werden. Die Welt ist froh, denn der Entwurf ist gut. Arianna Huffington attackiert in einer langen Rede Rupert Murdoch. Wie macht man aus Buchstabensuppe eine Deutsche Digitale Bibliothek?, fragt die SZ. In der NZZ fragt Hamed Abdel-Samad, warum der Islam nicht zur Moderne findet. Die Zeit rettet die Welt, wird aber ganz grün dabei. Mehr lesen

Die Subjektivitäten selbst werden subsumiert

02.12.2009. Laut Tagesspiegel fordert Bernd Neumann ein amerikanisches Gesetz gegen Google Books. In der Welt kritisiert Tariq Ramadan das Schweizer Minarettverbot, aber auch das schüchterne Auftreten der Schweizer Muslime. Die FAZ bringt eine Liebeserklärung an Peter Doherty, auch wenn er über das Deutschlandlied nicht richtig informiert war. Und die SZ scheint versuchten Mord an Juden schon viel weniger befremdlich zu finden, wenn er surrealistisch gemeint ist. Mehr lesen

Wie sonst nur noch in Transnistrien

01.12.2009. Die NZZ sieht das Schweizer Minarett-Verbot auch als Blamage für den Journalismus. Im Tagesspiegel schreibt der Historiker Hamed Abdel-Samad: "Die Muslime sind zu empfindlich." In der FAZ erklärt Jürg Altwegg, warum er sich bei der Abstimmung enthielt. In der taz wirft Beate Klarsfeld den Deutschen mangelnde Aufarbeitung ihrer Geschichte vor.  In der FR erklärt Toni Negri, was an der Demokratie faschistisch ist. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Hyper, Hyper

15.05.2013. Großraumdissenkino statt Mittelstufenliteraturverfilmung bietet Baz Luhrmanns "Der große Gatsby". Ulrich Seidls Trilogieabschluss "Paradies: Hoffnung" gönnt uns das Nichteintreten des Allerschlimmsten. Und das ist auch mal schön. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Drogenverseuchte Faulenzer-Boheme

18.05.2013. Die FAZ weiß gar nicht, was sie zuerst empfehlen soll: Ned Beaumans genialischen Roman um einen Autor, der an Brecht und den Frauen scheitert. Oder Olga Martynovas traumhaft-grotesken Familienroman "Mörikes Schlüsselbein"? Oder das vorzügliche "Jahrbuch der Lyrik 2013"? Und dann gäb's da noch "Was Flauschiges" für die Kleinen. Die FR liest Bücher zum Wagner-Jahr. Die taz lernt bedenkenswertes über den Zustand der Sozialdemokratie. Und die SZ versinkt selig in den Briefen Samuel Becketts.
Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

Kratzen und singen

02.01.2013. Im Espresso erzählt Roberto Saviano, warum die Einwohner von Scampia keine Haustürschlüssel mehr haben. Vanity Fair beobachtet John Belushi im Bienenkostüm. Outlook India untersucht die "Vergewaltigungskultur" in Indien. Le Monde lauscht der Musik der tibetischen dranyen dunglen. Der Economist feiert Comics im Netz. In Wired erklärt Internet-Unternehmer Tim O'Reilly sein Credo. In The New Republic stellt Anne Applebaum neue und alte Bücher über Polens Geschichte im 20. Jahrhundert vor. Mehr lesen

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