Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.05.2013, 14.33 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



April 2009


Habe Humor und zeige ihn auch

30.04.2009. Abdolkarim Soroush erklärt in seinem Blog, warum Gott für Rumi formlos ist. Die FR staunt über die aberwitzige Konsequenz der Dramaturgie rumänischer Filme. Nerdcore greift eine Meldung von Lawrence Lessig auf: Warner hat die Youtube-Videos des Urheberrechtlers sperren lassen, weil er dort Remixe zeigte. Die FAZ freut sich: Diebe geistigen Eigentums kriegen in Frankreich nicht nur den Internetanschluss gesperrt - sie müssen ihn auch noch weiterzahlen! Mehr lesen

Paar Wochen später stand ich am Fließband

29.04.2009. Jetzt auch mit NZZ: Darin schildert der pakistanische Autor Mohammed Hanif, wie das Leben unter der Scharia im Swat Tal aussieht. In der FR erinnert sich der Kabarettist Johnny Klinke: Eine Stelle bei Opel kann einem ein ganzes Lehrerstudium ersparen. Und Umberto Eco erklärt, warum das Buch unverzichtbar ist. Die FAZ plädiert gegen Open Access. Die SZ warnt vor "Les Untergunther". Mehr lesen

Sie machens hin rips raps

28.04.2009. In der FR äußert sich Martin Luther in der alten Rechtschreibung über Urheberrechtsfragen: "Das die geitzigen Wenste vnd reubische Nachdrücker mit vnser Erbeit vntrewlich vmbgehen!" Die Welt unterstützt den "Heidelberger Appell" gegen Google, aber nicht gegen Open Acess. Im Blog von Eren Güvercin beklagt Ilija Trojanow die Bösartigkeit der Islam-Kritiker. Die NZZ inspiziert die Lage der Roma in Osteuropa. Mehr lesen

Markanter Niveauverfall

27.04.2009. Nach fortwährendem Beschuss der Öffentlichkeit mit Heidelberger Appell und Kinderporno-Sperren fragen sich die Blogs, ob Deutschland überhaupt reif ist fürs Internet. Die FR erinnert daran, wie Golo Mann mit siebzig seine Mutter verließ. Der Tagesspiegel fürchtet nach den annoncierten Abschieden der Dirigenten Ingo Metzmacher und Lothar Zagrosek um die Musikstadt Berlin. Mehr lesen

Tanzböden des Irrsinns

25.04.2009. Im Tagesspiegel erklärt Jonathan Franzen, warum er glaubt, das Günter Grass' Autobiografie "Beim Häuten der Zwiebel" ungerecht behandelt wurde. In der NZZ schreibt der in der Türkei wegen Blasphemie angeklagte Autor Nedim Gürsel einen offenen Brief an seine Regierung. Die FAZ hätte das Internet aus Sorge um die Urheber vielleicht doch lieber weg. Die taz wandert durch die weibliche Literaturlandschaf, die Welt durch das Internet der Jugend. Das Blog Medienlese verabschiedet sich. Mehr lesen

Der das Schlachtfeld aufräumt

24.04.2009. Die SZ fürchtet um das Ende der Berliner Nachtkultur. Die Welt bekämpft die Bekämpfer des DDT. In der NZZ meint der Layouter Javier Errea, dass Zeitungen in zwanzig Jahren auch nicht so anders aussehen werden. Die FAZ begreift nicht, dass sich Architekten gegen den Abriss ihrer Bauten wehren. Mehr lesen

Stormy Weather

23.04.2009. Heute ist der Tag des Buchs. Ein Tag, an dem viele Dichter starben, so der Dichter Ian McMillan im Guardian. Ein Tag, an dem das Buch stirbt, so der Darwin-Biograf Jürgen Neffe in der Zeit, der aber froh ist, denn das Internet ist das Himmelreich des Buchs, das sich aus seinem Körper befreit hat. Auch die FAZ ist froh: Christoph Schlingensief glaubt. Nur die taz sucht das Heil jenseits des Jenseits. Mehr lesen

Ein Theater, das kleckert

22.04.2009. In der FAZ sieht Adriaan van Dis Südafrika am Abgrund und hofft doch auch auf die Zivilgesellschaft. In der Welt sieht es Hans Kollhoff als kapitalistischen Zyklus an, dass die Werke der Konkurrenten demnächst der Spitzhacke zum Opfer fallen. Die SZ lässt das Hamburger Schauspielhaus im Regen stehen. Hannes Stein erklärt in Achgut, warum er anders als die von Robert Spaemann bemühte Edith Stein den Holocaust nicht als Strafe für den Unglauben des jüdischen Volkes ansieht. Mehr lesen

Der ideale Partner der textgenetischen Methode

21.04.2009. In der FR erklären Matthias Spielkamp und Florian Cramer etwa 1.300 Gelehrten und Schriftstellern, warum Open Access ihnen nützt. Wie aus einem gut aussehenden Prinzen ein tyrannisches altes Ekel wurde, erzählt die Welt. Der SZ zu Ehren organisiert man in Kapstadt eine Schießerei. Die FAZ warnt vor nahkampftechnisch ausgebildeten russischen Friseusen. Für Kleingeld gibt's keine zweite Hochzeitsnacht, erfährt die taz von Mary in Hamburg. Mehr lesen

Von allen am gleichsten

20.04.2009. In der NZZ erzählt die russische Lyrikerin Olga Martynova, wie der KGB die orthodoxe Kirche neu erfand. Das Blog Carta zitiert den britischen Medienwissenschaftler Richard Collins, der eine Neuverteilung öffentlich-rechtlicher Gelder vorschlägt - auch zugunsten von Zeitungen und Internetredaktionen. Im Tagesspiegel erinnert sich Elliott Carter an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die SZ hat kein Mitleid mit der Musikindustrie. Mehr lesen

Milchmädchenabrechnung

18.04.2009. In der FAZ rechnet Erich Loest mit der Leipziger Kulturpolitik und ihrer DDR-Verklärung ab. In der NZZ legt George Steiner Milliarden von Kilometern Entfernung zwischen sich und das Werk. In der FR sieht Roberto Saviano die Mafia schon beim fröhlichen Wiederaufbau der vom Erdbeben verwüsteten Gebiete in den Abruzzen. Abgezockt von Elfriede Jelinek fühlt sich die Welt. Und es gibt erste Reaktionen auf die Internetsperren durch deutsche Provider und die Verurteilung der Betreiber von Pirate Bay: Die FAZ jubelt, die SZ wird sehr nachdenklich. Die Blogs fragen, was das Urteil für Google bedeutet. Mehr lesen

Das frische schlagende Herz

17.04.2009. In der Welt setzt sich Walter Laqueur mit Ernst Noltes Buch über den Islamismus auseinander, das allerdings mehr von den Juden als von den Muslimen zu handeln scheint. Slate plädiert für das Prinzip Perlentaucher. Im Tagesspiegel erklärt Volker Grassmuck die Idee einer Kulturflatrate. Und überall pfeifen ergraute Ex-KollegInnen 30-jährigen  hinterher. Mehr lesen

Der gläserne Hörer lässt grüßen

16.04.2009. In der FAZ sehen Peter Nadas und Peter Esterhazy schwarz für Ungarn. Amerikanische Blogs sind fasziniert von deutscher Kondomwerbung. Jungle World fragt sich, was die UNO unter "Diffamierung von Religionen" versteht. In der Zeit erinnert Alice Schwarzer an eine wenig reflektierte Tatsache aus Winnenden: Elf von zwölf Opfern waren weiblich. Welt und SZ besuchen den Bonner Kanzlerbungalow: Ein flaches Gebäude, das tief blicken lässt. Mehr lesen

Wenn Kurse ausschlagen

15.04.2009. Die taz kritisiert die DDR: Das war Liebesterror. Die Welt zeigt am Beispiel des Berliner Schlosses: Nun wird auch noch die Zivilgesellschaft verstaatlicht. Die SZ fragt: Wie ernst ist den Türken die Versöhnung mit den Kurden? Die Berliner Zeitung macht sich Sorgen um den Wissenschaftsjournalismus, die FAZ um einen ganz normalen Banker. Mehr lesen

Der Kunst das Maul gestopft vom Apparat

14.04.2009. In der SZ erklärt Per Olov Enquist sein Engagement gegen das illegale Herunterladen von Hörbüchern. Die FAZ besuchte die Ausgrabungen des Kölner Stadtarchivs und kommt mit deprimierenden Meldungen nach Haus. Die NZZ ist sehr erfreut über den Pritzker-Preis für Peter Zumthor. Alle haben Robert Wilsons Dramatisierung der Shakespeare-Sonette am BE gesehen, die "Shakespeares queere Seite"" zum Vorschein brachte. Mehr lesen

Eine Performance im First Life

11.04.2009. In der Welt erklärt der Ökologe Hansjörg Küster, warum er den Begriff des "Naturschutzes" verabscheut. In der NZZ besorgt sich David Albahari den Grundstock für das Museum einer Liebe. Die SZ besucht das landschaftlich und geopolitisch attraktive Kirgistan. Mehr lesen

Das ist kein Theater

09.04.2009. Die Verfilmung von Marcel Reich-Ranickis Leben findet höfliche Aufnahme. Die taz zürnt dem Zorn. Nachtkritik und SZ schreiben Kritiken der Hauptversammlung von Daimler. Die Zeit erklärt Open Access. Die Blogs bringen Eric Schmidts Rede an die Zeitungen: Google ist die einzige Lösung. Die Zeitungen sehen das laut FTD aber ganz anders. Mehr lesen

Das Andauern des kommenden Abschwungs

08.04.2009. Der Kapitalismus geht unter - und kein Mucks von links, nörgelt die FAZ. "Kapital" lesen bringt's jedenfalls nicht, meint Mathias Greffrath in der Berliner Zeitung, es kömmt darauf an, die Erde bewohnbar zu machen. In der FR versuchen unterdes drei Star-Ökonomen eine Billiarde in neuen Derivaten unter Kontrolle zu bringen. In der SZ erklärt Ai Weiwei, warum er nach den Kindern aus den Tofu-Schulen sucht. In der NZZ bewältigen Deutsche und Schweizer 4000 Meter Empörung. Mehr lesen

Allein, ungefickt

07.04.2009. In der FR meint der Literaturwissenschaftler Uwe Jochum: Der Zwang zu Open Access verstößt gegen die Verfassung. In der Welt schreibt der Soziologe Gerhard Schulze: Gier hilft nicht weiter, auch nicht als Begriff. Die SZ staunt: Wie fragil der Begriff des Originals geworden ist! Und in Daily Beast erklärt Rupert Everett, warum der Vanity Fair- Chef so kompetent wirkt. Mehr lesen

Erschreckende Neunmalklugheit

06.04.2009. In der NZZ fragt Necla Kelek: Wann wird die Türkei erwachsen? In der FR spricht die britische Psychoanalytikerin Susie Orbach über Körperkult und Körperhass. Die SZ zieht ein enttäuschtes Resümee der Bloggerkonferenz re:publica. Stefan Herheims Berliner "Lohengrin"-Inszenierung wird mal gefeiert, mal verrissen. Mehr lesen

Auf einer einsamen Erfolgsinsel

04.04.2009. Im Titel-Magazin geißelt Wolfram Schütte die Knebelverträge der FAZ. In der SZ stellt John Mellencamp klar, dass das Elend der Musikindustrie nicht mit dem Internet begann, sondern mit dem Börsengang. In der FR untersucht Wolfgang Kraushaar die Krise der Globalisierungskritik. In der NZZ denkt Jan Philipp Reemtsma über Gewalt und Sinn nach. Die taz rechnet mit der Linken ab. Und alle bewundern das leichte Spiel von Botho Strauß - außer der Welt. Mehr lesen

Zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt

03.04.2009. Die NZZ ist nicht zufrieden mit einer Studie über den DuMont-Verlag in der Nazizeit. Peter Glaser erklärte auf der re:publica, in was für einer digitalen Welt er leben will. In der taz verweist Bahman Nirumand auf eine noch offene Rechnung des Irans aus dem Jahr 642. In der FR sucht Cees Nooteboom den Schatten. Die Welt feiert die Unzernuschelbarkeit alter Dylan-Songs. Und die Freischreiber präsentieren einen Vertrag, in dem die FAZ ihren Urhebern ein Nutzungsrecht gewährt. Mehr lesen

Nicht bloß tapp, tapp, tapp

02.04.2009. Die Zeit verteidigt das Urheberrecht gegen das Copyright. Die NZZ lauscht dem Wiener Akzent der jetzt allerdings japanischen Klavierfirma Bösendorfer. Alle Feuilletons berichten über den Streit zwischen Youtube und der Gema. Auch zwischen FAZ-Verlag und Perlentaucher gab es einen Streit um Rechte, berichtet die Berliner Zeitung. In der FAZ hält der Londoner Bürgermeister Boris Johnson am Kapitalismus fest. Mehr lesen

Die Vorstellung, dass Sie mein Flaschenhals sind

01.04.2009. In der taz schildert Ilija Trojanow den düsteren Einfluss der Mafia in Bulgarien. Die FR meditiert über die Muskelwerdung des Fleisches bei Caravaggio. Alle Zeitungen gratulieren Milan Kundera zum Achtzigsten, nur die Welt geht dabei nochmal näher auf die Kundera-Affäre ein. Die FAZ schreibt dem Perlentaucher einen Brief. Wir zitieren. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Die Welt, in der das Böse einbricht

21.05.2013. Nach Berlin hatte Claude Lanzmann auch in Cannes einen großen Auftritt: allerdings mit einem neuen Film, in dem er - mit Material, das er in den Siebzigern drehte - den Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein porträtiert und die Frage nach der Rolle der Judenräte stellt. Außerdem zeigen die Coen-Brüder den traurigsten (und lustigsten) Loser seit langem und Alex van Warmerdam den Horror als Normalität. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Das Wiedererlernen von sinnverhaftetem Tun

21.05.2013. Nach der Lektüre von Adam Johnsons Roman "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" ist Nordkorea für die NZZ erst recht eine Farce mit sieben Siegeln. Die FAZ begibt sich mit dem russischen Regisseur Alexander Sokurow auf "japanische Reise". Was Virginia Woolf wirklich fühlte, erfährt die SZ aus ihren im Band "Augenblicke des Daseins" gesammelten autobiografischen Skizzen. Außerdem empfiehlt sie Norbert Mappes-Niedieks ausgewogene Studie über "Arme Roma, böse Zigeuner". Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

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