Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 19.06.2013, 11.10 Uhr

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



März 2011


Die Betrachtung fernen Unglücks

31.03.2011. Deutschland wollte in Peking eine Aufklärungsschau präsentieren, aber es wurde eine Biedermeierschau draus, finden SZ und Welt. Die Jungle World vermutet: Deutschland stimmt in der UNO mit China, weil es hauptsächlich dorthin exportiert. Die SZ verabschiedet sich außerdem von der FR, die demnächst in einem Berliner Mantel auftreten wird. In Cicero sagt Hamed Abdel-Samad: "Ich spreche grundsätzlich jeder Religion die Demokratiefähigkeit ab." Film der Woche: Debra Graniks "Winter?s Bone". Mehr lesen

Pin-ups für lüsterne Humanisten

30.03.2011. Die FR steht vor den Bildern des niederländischen Renaissancemalers Jan Gossaert und staunt. Der Tagesspiegel erinnert an die goldenen Zeiten der Buchbranche. In der taz erzählt die Intendantin Karin Beier von der Schwierigkeit, populär zu sein. Der Ruf der Stadt Duisburg lässt sich nicht aufpolieren. Er ist zurecht ruiniert, finden die Ruhrbarone. Wir bringen Bilder und Links zu Eduardo Souto de Moura, der den Pritzker-Preis 2011 erhält. Mehr lesen

Demeter ist für uns die Bibel!

29.03.2011. Es ist zwar keine Flucht, aber der chinesische Künstler Ai Weiwei zieht nach Berlin, meldet die Berliner Zeitung. Amerikanische Medien feiern Werner Herzogs Dokumentarfilm über die Höhlen von Chauvet. In der Welt mokiert sich Andre Glucksmann über Deutschlands Leisetreterei gegenüber Libyen. Außerdem erklärt Martin Walser, warum er als CDU-Wähler ein Grüner ist. In der FR stellt Michael Borgolte fest: Historisch gesehen ist die Behauptung, der Islam gehöre nicht zu Europa, Nonsens. Mehr lesen

Der Weg der Moderne ist richtig

28.03.2011. In der Welt dankt Rafik Schami dem Westen (außer natürlich Deutschland) für das Engagement in Libyen, und der Japanologe Reinhard Zöllner ist fassungslos über die deutsche Reaktion auf die japanische Katastrophe. Spiegel Online fragt: Warum muss man überhaupt noch in eine Bibliothek fahren, um ein Buch zu lesen?  Die FAZ verabschiedet sich von der ungarischen Demokratie. Im Tagesspiegel wendet sich Gerhard Schulze gegen Ulrich Becks Begriff der "Risikogesellschaft". Mehr lesen

Toccata und Tango

26.03.2011. In der Berliner Zeitung fragt Peter Glaser: Wo sind die Roboter in Fukushima? In der Welt erklärt Manfred Schneider, wie der Attentäter die politische Bühne betrat. In der NZZ empfiehlt der Wissenschaftshistoriker Anthony Grafton den Geisteswissenschaftlern, sich in die Grenzgebiete vorzuwagen. Die taz plädiert für mehr Mies van der Rohe in der heutigen Architektur. In der FAZ fordert Herta Müller die sofortige Freilassung Liu Xiaobos aus dem Gefängnis. Die SZ wird von Wolf Wondratschek mit dem Stempel "Bibliothek in die Papiertüte" geadelt. Mehr lesen

Mildtätig beim Bad in der Menge

25.03.2011. In der New York  Times freut sich der Google-Kritiker Robert Darnton über das Scheitern des Google Books Settlement, ohne Googles Traum einer Bibliothek aller Bücher aufgeben zu wollen. Das Blog paidcontent.org ist pessimistischer und verabschiedet sich vorerst von diesem Traum. In der FR meint Ralf Bönt: Die German Angst ist keine Angstlust. Die SZ schildert die Internetstrategie des syrischen Präsidenten Assad. Mehr lesen

Amerikas letzte Ritterin

24.03.2011. Alle sind sehr traurig: Elizabeth Taylor ist tot. Alle sind sehr zufrieden: Google darf das Weltwissen nicht ins Netz stellen. Außerdem: Der Freitag verweist auf eine Selbstrechtfertigung Hartmut von Hentigs in Akzente: Ihm sei es ergangen wie Jesus und Sokrates. Die NZZ erklärt, warum man in Hochhäusern vor Erdbeben sicherer ist als anderswo. In der Welt möchte Julia Kristeva den Arabern mit Philosophie helfen. In der Zeit erklärt Richard Sennett die Kluft zwischen Wissen und Macht. Mehr lesen

Ein Wort wie Plündern

23.03.2011. Das Google Book Settlement ist geplatzt - Begründung: Google hätte ein Monopol bekommen. Der Buchreport sammelt erste Reaktionen. Die NZZ bringt einen Hintergrund zu arabischen Rappern, die dazu beitrugen, Diktatoren zu stürzen - leider nicht immer im Namen sympathischerer Ideen. In der FAZ geht die Debatte um den Libyen-Einsatz weiter, den Peter Schneider in der Berliner Zeitung verteidigt. Das Blog Pusztaranger beobachtet die rechtsextremen Bürgerwehren in Ungarn, die zum Antirassismustag mit Hitlergruß gegen Sinti und Roma hetzen. Die Regierung bleibt bisher stumm. Mehr lesen

Eva Braun, blackfaced

22.03.2011. Im pakistanischen Fernsehen macht Veena Malik Panik. Die Welt wundert sich: Das Otto-Suhr-Institut der FU Berlin bezweifelt Götz Alys Kompetenz für 1968. Zum ersten Mal wird Japan bemitleidet, schreibt Paul Theroux in Newsweek. In Liberation spricht Swetlana Alexijewitsch über Tschernobyl und Fukushima. In der FAZ erklärt der Jurist Reinhard Merkel, warum es juristisch korrekter wäre, Libyens Bevölkerung mit Gaddafi allein zu lassen. In der SZ schreibt Antonio Tabucchi: Italien wird 150. Und hat eine antiitalienische Regierung. Mehr lesen

Lernen Sie Japanisch!

21.03.2011. In der FR reagiert der Philosoph Kenichi Mishima recht ungehalten auf einige Japan-Klischees der Feuilletons. Der Tagesspiegel deutet die German Angst als narzisstische Angstlust. Die NZZ lernte in Singapur: Eine trockene Haltung zur Kunst ist in den Tropen nicht möglich. Die SZ staunt: Deutsche Zeitungen florieren dank ihrer Fantasielosigkeit. Die FAZ ist sich uneins über Bernard-Henri Levy. Mehr lesen

Dioxin in den Eiern

19.03.2011. Die NZZ sieht zu, wie Bruno Ganz von innen heraus explodiert. Im Spiegel fragt Monika Maron, warum die Erben der Aufklärung so abgeklärt sind. In der Welt muss Michael Kleeberg lange suchen, aber dann findet er doch noch einen guten französischen Roman. Die Berliner Zeitung verteidigt die German Angst. Haben Ebooks in Deutschlald so wenig Erfolg, weil sie soviele Nachteile haben? Laut SZ und Welt solidarisieren sich in Abu Dhabi Künstler mit Arbeitern gegen das Guggenheim Museum. Mehr lesen

Mitsamt Kammerorchester und Herrenchor

18.03.2011. Die Welt begrüßt den Leipziger Buchpreis für das junge Genie Clemens J. Setz. Bei der NZZ kann man sich in die Neue Sachlichkeit verlieben. Die Berliner Zeitung kniet nieder vor der Kameliendame und vor Sophie Rois, vor allem aber vor der einen als der anderen. FAZ und SZ setzen sich weiter mit der japanischen Katastrophe auseinander. Die New York Times führt ihr neues Bezahlmodell fürs Internet ein. Zum Glück hat es aber Gucklöcher, konstatieren die Blogs. Mehr lesen

Das Zentrum eines jeden Machtkampfes

17.03.2011. Das historische Elend des deutschen Liberalismus heißt Friedrich Naumann, denn der war eher ein Vordenker der Nazis, schreibt Götz Aly in der FR. Die NZZ bewundert die "komplex drapierten Stoff-Elemente" Yohji Yamamotos. Der Perlentaucher dokumentiert einen Aufruf französischer Intellektueller zur Sperrung des libyschen Luftraums. Für die taz kehrt Annett Gröschner in ihre schrumpfende Heimatstadt Schönebeck/Elbe zurück. Die Welt sagt das Ende von "Wakon Yosai" an. Mehr lesen

Wieder und wieder die gleichen Fehler

16.03.2011. Die SZ besucht Kenzaburo Oe. Er arbeitet an einem Roman, der sich an Dantes "Inferno" anlehnt. Die Zeit bringt neben einem Chor der Kassandras auch ein Interview mit Catherine Deneuve. In der NZZ sagt Ian Morris den Untergang des Westens an, sofern der Osten ncht zuerst untergeht. Die FAZ schildert die chinesische Reaktion auf die japanische Katastrophe. Und die taz hat den japanischen Atom-Techniker gefunden, der alles erklären könnte - aber keiner interessiert sich für ihn. Mehr lesen

Die Niederlage und die Geringschätzung dieser Niederlage

15.03.2011. In der Berliner Zeitung erklärt der Autor Ralf Bönt, warum es ihm nie so wehtat, Recht gehabt zu haben. Die FAZ erklärt Monika Maron zur Advokatin der Leitkultur. Im Weser-Kurier erklärt der Historiker Julius Schoeps, was ihn so daran stört, wenn die Bremer PDS zum Boykott israelischer Waren aufruft.  In der SZ erklärt der serbische Autor Sreten Ugricic, was er von der Literatur seines Landes, das Gast in Leipzig ist, erwartet. Mehr lesen

Menetekel plus Kleingeschriebenes

14.03.2011. In der Welt appelliert Alexander Kluge an das kassandrische Vermögen in allen von uns. In der SZ sagt Ulrich Beck, dass er es ja immer schon gesagt hat. taz und NZZ berichten aus dem Literaturland Serbien. Die FR ist höchst beeindruckt von Michael Thalheimers Frankfurter Inszenierung der "Maria Stuart". Botho Strauß' neues Stück "Das blinde Geschehn" findet dagegen eine recht gemischte Aufnahme. Mehr lesen

Die Trennung von Körper und - ja was?

12.03.2011. Angesichts der Katastrophe in Japan kommt uns die Feuilletonrundschau ziemlich unwichtig vor. Hier ist sie dennoch: In der taz berichtet Ulrich Enzensberger von einer Vortragsreise nach Venezuela. In der Berliner Zeitung freut sich Salman Rushdie über den Aufbruch in Ägypten. In der NZZ erzählt John le Carre die Wahrheit über den Kapitalmarkt. Mehr lesen

Stein auf Stein sanft gestreichelt

11.03.2011. In der FR erzählt Najem Wali von einem Traumhaus in Bagdad. In Slate schreibt David Simon, Autor der Serie "The Wire": Für "Snoop" gilt die Unschuldsvermutung. In der New Republic fragt Nicole Krauss: Was wird im Zeitalter des Ebooks aus Buchläden? Die NZZ hält außerirdisches Leben für möglich. Die FAZ liest Jan T. Gross' Buch "Goldene Ernte".  Und die Welt fragt: Wer ist beliebt bei Links und Rechts? Äh, ... ach ja, das war Gaddafi. Mehr lesen

Ich habe sechsmal das Scheusal erfunden

10.03.2011. Der Freitag liest Thomas Harlans Buch "Veit" als rasende Chronik der Gefühle. Auch die Filmzeitschrift Cargo liest das Buch und plädiert dringend für Harlans "differenziertes und diffiziles Werk". In der taz versichert der Verleger Christoph Links: Sein Verlag ist kein Parteiverlag. Die SZ bringt eine Hymne auf den Geigen-Virtuosen Frank Peter Zimmermann. In der Jungle World geißelt der Philosoph Sandor Radnoti die "antiliberale Demokratie" in Ungarn. In der FAZ wettert Ilija Trojanow gegen die Verheerungen der Islamkritik. Die Zeit muss in einem Dossier feststellen: Der Islamismus ist doch nicht nur das Hirngespinst seiner Kritiker. Mehr lesen

Abgebrüht, koboldartig abwegig

09.03.2011. Die NZZ porträtiert die iranische Frauenrechtlerin Mansoureh Shojaee, die zur Zeit in Deutschland lebt. In der Welt erzählt Hubert Burda, wie er einmal dasselbe tat wie Andy Warhol. Die FAZ liest ägyptische Gehimdienstakten. Irights.info leakt ein Papier der Deutschen Industrie- ud Handelskammer, das sich gegen Leistungsschutzrechte ausspricht. Die SZ geht ins Konzert von stock11. Und Patrick Bahners fordert in dem Blog Grenzgängerbeatz noch einmal: Vergesst das mit dem Islam, das hat sich Necla Kelek nur eingebildet. Mehr lesen

Tränen schießen ihr in die Augen

08.03.2011. Die taz hat zum hundertsten Frauentag exakt hundert Frauen gefragt, was sie sich denn wünschen würden, wenn sie dürften. In der SZ kritisiert Widney Brown von Amnesty International, dass die Frauen in Ägypten zu wenig am Demokratisierungsprozess beteiligt werden. Die FR sieht uns auf dem Weg zum Berlusconismus-Guttenbergismus. Außerdem kritisiert sie die recht unprofessionelle Kriegsberichterstattung deutscher Medien. In der NZZ erklärt Justin Smith, wie er Atlantic Monthlyonline neu erfand - und sanierte. Die FAZ erinnert an eugenisch begründeten Kindsraub im Spanien Francos. Mehr lesen

Das Recht auf Notizen, Zitate und Druck

07.03.2011. In der FR  bringt der Historiker Philipp Blom eine überraschende Idee ins Spiel: Wie wär's mit einer Trennung von Staat und Religion? Im Tagesspiegel vermisst Peter Schneider den Sadomaso-Aspekt in Andres Veiels Film über Gudrun Ensslin und Andreas Baader. Die Berliner Zeitung schildert das Generationenproblem in Tunesien. In der NZZ fragt Mark Lilla: Wie wahrscheinlich ist Demokratie in arabischen Ländern? Und die SZ stellt die Frage: Wie oft dürfen Bibliotheken ein Ebook "ausleihen", bevor sie eine neue Lizenz erwerben müssen? Mehr lesen

Auster, Auster, Auster

05.03.2011. In der FAZ ruft David Gelernter nach einer Software-Kritik, die Computerprogramme nach ästhetischen Qualitäten beurteilt. Die SZ resümiert eine Mother-Jones-Recherche, die enthüllte, wie Gaddafi mit viel Geld Intellektuelle wie Joseph Nye und Benjamin Barber für seine Zwecke mobilisierte. Und KiWi-Verleger Helge Machow erklärt, warum das Ebook in Deutschland nicht so erfolgreich sein wird wie in den USA. Die Welt wendet sich gegen die nützlichen Idioten des politischen Islams. Mehr lesen

Ein malariaverheertes Sumpfkaff

04.03.2011. In der FR hält die Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer Demokratie in Ägypten für möglich, mit der Scharia und gegen die Scharia. In der SZ hält der Islamwissenschaftler Bernard Haykel Demokratie in Ägypten ebenfalls für möglich. Die Türkei sei das Vorbild. In Algerien sei die Stimmung dagegen seltsam zurückgenommen, berichtet die FAZ. Der Casus Guttenberg wird weiter bewältigt: Zeit und Spiegel halten fest, dass es nicht die Funktionäre, sondern die kleinen Doktoranden waren, die die Ehre der Wissenschaft wiederherstellten. Mehr lesen

Im verschneiten Humboldthain das graue Bunkermassiv

03.03.2011. Der in diesem Fall ausnahmsweise ungläubigen Zeit erklärt der palästinensische Philosoph Sari Nusseibeh, warum ihm der Islam zuweilen gewaltig auf die Nerven geht. Die Welt gibt am Beispiel Herbert Marcuses Einblick in die Dialektik des Kalten Krieges. In der NZZ spricht Olivier Roy über Frankreichs traurige Rolle bei den arabischen Aufständen. Meedia teilt die aktuellen Zahlen des Springer Verlags mit - eine halbe Milliarde Euro Gewinn. Und darauf ein Leistungsschutzrecht! Mehr lesen

Wir befinden uns in einer Explosion, ihr Ficker

02.03.2011. Einen Einbruch der Wirklichkeit in Fiktion erlebt die FR mit dem Dramatiker Wolfram Lotz. In der Welt schreibt Necla Kelek dem türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan eine Rede. In der NZZ schildert Fakhri Saleh die Vertreibung der Intellektuellen aus Libyen. Die taz hält den Doktortitel für überschätzt: Doktoranden sind gemeinhin rechthaberisch und kleinlich. Die Universität Bayreuth hat keinen Fehler gemacht, behauptet in der SZ der Bayreuther Juraprofessor Diethelm Klippel. Das summa cum laude erwähnt er nicht. Mehr lesen

Überreife Früchte, Moder und Benzin

01.03.2011. In der Welt sondiert Bernard-Henri Levy die politischen Kräfteverhältnisse in Ägypten. Levys Blog La regle du jeu meldet, dass die iranischen Oppositionsführer Mir Mussawi und Mehdi Karubi ins Gefängnis gesteckt wurden. Für die NZZ hat Marko Martin das Museo militar in San Salvador besucht und sich gegruselt. In Spiegel Online bekennt sich Richard Dawkins als Romantiker des Darwinismus. Die SZ ist ganz einverstanden mit Judith Butlers Kritik an der kulturzionistischen Vereinnahmung Kafkas, aber nicht mit ihrer Kritik am Literaturarchiv Marbach, das ebenfalls scharf ist auf den verbleibenden Nachlass des Autors. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Ganz neue Schrecknisse

11.06.2013. In Antoine Fuquas "Olympus Has Fallen" tritt Gerald Butler gegen Nordkorea an; wir drücken gerne die Daumen. Peter Stricklands "Berberian Sound Studio" dienen das Exploitationkino und sein Sound-Design als Folie für einen abgründigen Horrorfilm.
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Archiv: Bücherschauen

An der Nullgrenze aller moralischen Vorstellungen

18.06.2013. Tränen vergossen hat die NZZ über Julia Kissinas Roman "Frühling auf dem Mond", vor Glück und vor Trauer. Außerdem stellt sie fest, dass E.L. Doctorow auch die kleine Form meisterhaft beherrscht. Die SZ rät dringend zu Jürgen Grässlins "Schwarzbuch Waffenhandel". Die taz lernt von der Literaturwissenschaftlerin Eva Eßlinger: Wir leben in einer Dienstbotenromanze. Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Das Konzept eines Gottes

11.06.2013. Jawohl, es ging am Taksim auch um Alkohol und zwar zurecht, meint Atlantic. In Eurozine bezweifelt Timothy Snyder, dass Antisemitismus der Grund für den Holocaust war. GQ erzählt die Geschichte von Kim Jong-ils Sushi-Meister. Elet es Irodolam ahnt, warum wütende Antikommunisten in Ungarn an der Aufarbeitung des Kommunismus nur mäßig interessiert sind. The Believer lässt den Comic-Hexenmeister Alan Moore zu Wort kommen. Mehr lesen

Die Reichen und die Diebe

04.06.2013. Manchmal sind sogar Zeitungen dafür, das Urheberrecht zu vereinfachen, lernt der Economist. Nur die Medien glauben, die Aufständischen hätten den Bürgerkrieg in Syrien schon gewonnen, meint die London Review of Books. In Osteuropa überlegt Olga Radetzkaja, warum der nationalbolschewistische Autor Zakhar Prilepin im deutschen Literaturbetrieb so wohlige Schauer auslöst. In Nepszabadsag sieht Laszlo Vegel eine Befriedung der serbischen Nationalisten aufschimmern. In Le Monde sieht Boualem Sansal schwarz für Algerien. Die Financial Times sieht gar nicht schwarz für Somalia. Die New York Review of Books möchte keine Kreuzfahrt nach Venedig machen, danke. Mehr lesen

Orgien der Untreue

28.05.2013. Im New Yorker spielt David Sedaris Gästezimmer-Gambit. In El Pais Semanal hat Javier Cercas andere Sorgen als die Monarchie. Der Rolling Stone besucht Daft Punk. Verehrung für den ältesten Sohn kann tödlich sein, stellt die NYRB mit Blick auf Mutter und Vater Tsarnaev fest. In National Geographic träumt Phyllis Batumbil vom traditionellen Aboriginesleben, aber mit Webseite. MicroMega findet in Italien keinen Arzt für eine Abtreibung. Der Economist verschlüsselt jetzt auf Photonenbasis. Wieviel sexuelle Lust darf eine Frau haben, bevor die Gesellschaft zerspringt, fragt die NYT. Mehr lesen

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

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