Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.05.2013, 14.09 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

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Von Lesern empfohlene Bücher

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Februar 2011


Knicke in der Außenhaut

28.02.2011. Die FR würde gern in Frank Gehrys New Yorker Appartmenthaus wohnen und aus dem Fenster gucken. Der Tagesspiegel bringt eine eindrucksvolle Reportage aus der Stadt Benghasi, deren Bürger versuchen, politische Gefangene zu befreien. Die Welt liest die Dissertation des Dr. Gysi. Gabriele Goettle bringt in der taz eine Reportage über geschädigte Kleinanleger. Braucht man die Frauenquote doch?, fragt die FAZ. Außerdem: ein sehr klares Fernsehinterview zu Guttenberg, Links auf die Oscars und auf John Gallianos antisemitischen Ausfall. Mehr lesen

Halla, das berühmte Sprungpferd

26.02.2011. In der Welt ist Monika Maron fassungslos über Patrick Bahners' Lob der Sittlichkeit. Die FR fragt, ob sich Militär und Demokratie überhaupt in Einklang bringen lassen. In der SZ hat Khalid-al-Khamissi den Schuldigen für die ägyptische Misere ausgemacht. Es handelt sich überraschenderweise um die Amerikaner. Die FAZ bringt eine große Reportage über die Verfolgung von Christen im Irak. Die NZZ stellt zwei innovative Lyrikverlage vor und schildert, wie der tunesische Diktatorenclan Ben Ali die Kunstschätze des Landes plünderte. Mehr lesen

Bürgerliche Karrierebewirtschaftung

25.02.2011. Die FR freut sich, dass die Ägypter mit ihrem Despoten auch eine ganze Reihe anderer Autoritäten abschütteln. Die taz betritt mit der Theatermacherin Shermin Langhoff den neuen deutschen Raum. Die SZ blickt auf eine verheerte akademische Landschaft in Deutschland. In der Welt erklärt Wladyslaw Bartoszewski, warum sich Polen 1944 gegenseitig beraubten. In FR und NZZ diskutieren Theologen das Memorandum Kirche 2011. Im Freitag denkt Konstantin Neven DuMont mit Walter Kohl über den Generationenkonflikt der heute 40- bis 50-Jährigen mit ihren Vätern nach. Mehr lesen

Weg vom Sammeln, hin zum Denken

24.02.2011. Was unterscheidet die Durchhaltekraft eines KT zu Guttenberg noch von der Zähigkeit eines Berlusconi?, fragt die SZ. Die FAZ hörte die Operette "Libyen von morgen". Die Zeit fragt, warum sich die konservativen Politiker Europas zu Viktor Orbans Komplizen machen. Die Welt berichtet von Verwerfungen in der ägyptischen Kulturszene. FR und taz stellen Ali Samadi Ahadis Film "The Green Wave" vor. Mehr lesen

Vergessen durch Löschen

23.02.2011. Was wollen die Libyer? Jedenfalls keine Demokratie, behauptet die Geo-Reporterin Gabriele Riedle in der Berliner Zeitung. Die Marokkaner setzen auf eine konstitutionelle Monarchie, meint die FAZ. In der FR möchte Joachim Radkau den Umweltschutz nicht dem rigiden Denken der Naturwissenschaftler überlassen. Die Welt sieht einen weinenden neuen Stern am New Yorker Kunsthimmel leuchten. Die Plagiatejäger haben ein neues Opfer, meldet BoingBoing: Saif Gaddafi. Mehr lesen

Ich danke Herrn Dr. Guttenberg

22.02.2011. Im Perlentaucher beweist Andre Glucksmann, dass die Tunesier und Ägypter klüger und realistischer sind als alle diplomierten Geopolitiker zusammen. In der FR erzählt Jürgen Todenhöfer, warum es in den vergangenen Tagen Spaß machte, auf dem Tahrir-Platz zu stehen. Die taz berichtet, wie der blinde Anwalt Chen Guangcheng und seine Frau von den chinesischen Behörden schikaniert werden. Eine gewisse Exzentrizität erkennt die Welt im FAZ-Redakteur Patrick Bahners. In der FAZ droht Rechtsprofessor Mathias Rohe, dass er unsere Staatsordnung so lange erklärt, bis sie jeder verstanden hat. FAZ- und SZ-Feuilleton verurteilen heute Karl-Theodor zu Guttenbergs Plagiate aufs Schärfste. Mehr lesen

Die Feigheit vor der Realität

21.02.2011. In der Welt lehnt die ägyptische Frauenrechtlerin Nawal al-Saadawi das Verfassungskomitee ab: Da sitzten nur alte Männer. Die seit Monaten von der Außenwelt abgeschnittene Liu Xia konnte fünf Minuten ins Internet, berichtet die Washington Post. In der NZZ fordert Paul Lendvai die Ungarn auf, endlich die rosarote Brille abzusetzen, wenn sie sich selbst betrachten. Und alle Zeitungen sind sich einig: die Berlinale war schlecht, der Bär für Asghar Farhadis "Nader und Simin" die beste Wahl. Mehr lesen

Warum Schlafanzüge?

19.02.2011. In der Welt will Cora Stephan angesichts unseres politischen Personals nur noch eins: aus der Postdemokratie auswandern. In der taz erklärt die Historikerin Hanan Hammad: der Scharia-Paragraf in der ägyptischen Verfassung muss weg. Im Tagesspiegel erzählt Regisseur Andres Veiel, wie er die Liebesszenen in seinem RAF-Film inszenierte. Die SZ informiert uns, was auf das Plagiieren in Dissertationen steht: einjährige Haftstrafe oder Geldstrafe. In der FAZ fragt Thilo Sarrazin, warum Patrick Bahners es nötig hat, die Islamkritiker so herabsetzend zu behandeln. Mehr lesen

Lauter Figuren aus dem 19. Jahrhundert

18.02.2011. In der FR spricht Navid Kermani über die "Zärtlichkeit der Massen" in Tunesien und Ägypten. In der Welt fordert die Theaterkritikerin Klara Obermüller eine Entschuldigung von und zu Guttenberg, der in seiner Diss als seine Meinung vertrat, was in Wahrheit ihre Meinung war. Die "Panikmacher" des FAZ-Feuilletonchefs Patrick Bahners sind ein Meisterwerk der (in diesem Fall ausnahmsweise nicht fundamentalistischen) Aufklärung, ruft der SZ-Feuilletonchef Thomas Steinfeld. Die NZZ zählt die Verluste im altägyptischen Museum von Kairo. Mehr lesen

Wie es unser Prophet Mohammed gepredigt hat

17.02.2011. Ganz tot ist das Ballett fünfzig Jahre nach John Cranko zwar nicht, aber so richtig lebendig auch nicht mehr, meint die Welt. In der taz und der FAZ bekennen Architekten der ägyptischen Demokratie ihre Liebe zur Scharia. Für die SZ liest Stefan Weidner Khaled Al-Khamissis Roman "Im Taxi". Die Zeit bekämpft zusammen mit ihrem Kollegen Patrick Bahners die Islamkritik von rechts, von links und aus der Mitte. Mehr lesen

Das offizielle Lesevergnügen

16.02.2011. Na bitte, Islam und westliche Werte sind doch vereinbar!, ruft Ulrich Beck in der FR. Aber nur wenn es ein westlicher Wert ist, Israel zu hassen, so scheint es nach dem Interview mit dem ägyptischen Autor Khaled al-Khamissi in der SZ. Die Welt wirft dem FAZ-Korrespondenten Jürg Altwegg Antisemitismus vor. Die FAZ wirft Ayaan Hirsi Ali, Henryk Broder und Necla Kelek Krieg bis zum "vollständigen Sieg" gegen die Muslime vor. FAZ und SZ wollen mit einer Klageandrohung verhindern, dass sie zitiert werden, berichtet Spiegel online. So schöne krasse Zitate! Mehr lesen

Und unten schreiten Tuba und Pauken

15.02.2011. Scharfe Kritik an Michail Chodorkowski bringt die SZ in der Beilage "Russland heute". Ist aber nur eine Anzeige, auch wenn's nicht so aussieht, berichtet die NZZ. Matthias Spielkamp verfolgt in seinem Blog die windungsreiche Karriere des Begriffs "Qualitätsjournalismus". Die FR geht bewusst in die Knie vor Re Soupault. In der FAZ fragt Necla Kelek: Wie kulturrelativistisch darf eine Justizministerin sein? Mehr lesen

Und doch ohne große Worte

14.02.2011. Viel Berlinale: Die Welt fühlt sich durch Wim Wenders' 3D-Hommage an Pina Bausch wohlig in die alte BRD versetzt. Die taz fand Michail Chodorkowski in Cyril Tuschis Film unerwartet heiter. Die SZ zieht eine zwiespältige Bilanz der Ära Dieter Dorn am Bayerischen Staatsschauspiel. Die FAZ beobachtet die Sympathie der Chinesen für die Ägypter.  Mehr lesen

Ein von ungezählten Menschen geteiltes Glück

12.02.2011. Die SZ beobachtet glückstrunkene Ägypter auf dem Tahrir-Platz: "Nach all dem Tränengas, den Gummigeschossen und den Wasserwerfern haben wir es geschafft!'" Allerdings fragt sie auch, wann denn der Kinderfaschismus im Prenzlauer Berg überwunden wird. Die FR bringt Jafar Panahis Offenen Brief an die Berlinale. Im taz-Interview spricht Regisseur Andres Veiel über seinen heute gezeigten Film "Wer, wenn nicht wir", über die RAF und den Treibsatz der Geschichte. Außerdem werden die Neokonservativen rehabilitiert.  In der Welt weist Paul Lendvai darauf hin, dass in Ungarn vor allem die jungen Akademiker antisemitisch sind. Die NZZ besucht das Newark des Philipp Roth. Mehr lesen

Vielsprachiger Megaaustausch

11.02.2011. Die taz ist heute grün statt rot. Und Alexander Kluge rät zu einem konstruktiven Akt der Solidarität für Jafar Panahi. In der Welt schreibt Andrzej Stasiuk über finstere polnische Reaktionen auf Jan Gross' Buch über Antisemitismus im Nachkriegspolen.  Im Blog der New York Review of Books erzählt Yasmine El Rashidi, wie sie Mubaraks Rede und die Reaktion der Ägypter erlebte. Mehrere Feuilletons lesen Daniel Domscheit-Bergs Abrechnung Julian Assange. Mehr lesen

Ich lehne den Tod strikt ab

10.02.2011. In der FAZ erklärt die israelische Schriftstellerin Hadara Lazar, warum ihr Land angesichts der ägyptischen Unruhen zwischen Sympathie ud Furcht schwankt. In der taz sieht Bahman Nirumand keine Parallele zwischen Iran 79 und Ägypten 11. Die Zeit bringt zwei ägyptische Autoren, einen patriotischen und einen armeefreundlichen. Außerdem freut sie sich auf die Berlinale, wo mit Schönheit und Konsequenz die schwermütigsten Themen transzendiert werden.  Mehr lesen

Nur die Arroganz ist geblieben

09.02.2011. In der Welt wirft Boualem Sansal einen eher pessimistischen Blick auf die Unruhen in Ägypten. Die FR berichtet über den Prozess gegen die Autorin Pinar Selek in Istanbul. Die FAZ interviewt  Mohammed Waheed, den Vizepräsidenten der ersten muslimischen Demokratie auf den Malediven. Außerdem attackiert die FAZ die antitotalitären französischen Intellektuellen. Die SZ ist angewidert vom Auftritt der Sportmoderatorin Monica Lierhaus bei der "Goldenen Kamera".  Und wir fragen uns: Wie überzeugend ist Meryl Streep als Maggie Thatcher? Mehr lesen

Kein Terminkalender-Reflex-Geseier

08.02.2011. Es ist vor allem eine Revolte der arabischen Jugend, sagt Boualem Sansal im taz-Interview. In der FR fordert Tariq Ramadan Demokratie in Ägypten. Die NZZ beobachtet nicht ohne Amüsement die Windungen staatsfrommer arabischer Medien. Für die FAZ berichtet der Schriftsteller Michael Roes aus dem Jemen. Zu Ehren von Thomas Bernhard bringt die Welt ein Dramolett Benjamin von Stuckrad-Barres Netzwertig fragt, was zwei große Qualitätszeitungen ernstlich gegen den News-Aggregator commentarist.de haben könnten.Und Monika Maron wendet sich in ihrer Lessingrede gegen den Begriff des "Fundamentalismus der Aufklärung". Mehr lesen

Dimettiti!

07.02.2011. Die SZ fragt: Wer hat Cyril Tuschis Film über Michail Chodorkowskij geklaut, der in fünf Tagen auf der Berlinale laufen soll? Alle sind begeistert von der tiefernsten und hochkomischen Szenencollage "Zwischenfälle" am Burgtheater und feiern Andrea Breth und ihre Schauspieler. Die taz fordert zusammen mit vielen anderen Medien die Freilassung der iranischen Filmemacher Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof. Die NZZ erklärt den Unterschied zwischen den ägyptischen Muslimbrüdern und ihrem Ableger im Gaza-Streifen, der Hamas. Und zwei Meldungen aus den Blogs: Rivva verabschiedet sich. Aol kauft die Huffington Post. Mehr lesen

Diesmal nicht mit der Flex

05.02.2011. In der FR stellt der ägyptische Schriftsteller Khaled Alkhamissi klar: Diese Revolution ist der ägyptischen Jugend zu verdanken und niemandem sonst. Die NZZ erkundet den Stand der Keramikkunst in Japan. Die FAZ bringt eine Beilage zur Berlinale und porträtiert den iranischen Regisseur Mohammed Rasoulof, der wie Jafar Panahi im Gefängnis sitzt. Die taz fragt: Wird Nicole Krauss verrissen, weil sie so schön, begabt und berühmt ist? Elfriede Jelineks "Winterreise" in Hamburg findet vereinzelte Befürworter.  Mehr lesen

Die Notwendigkeit von Kulturradikalismus

04.02.2011. In den Zeitungen viele pessimistische Blicke auf die Unruhen in Ägypten. Michael Wolffsohn fürchtet im Tagesspiegel, dass es in Ägypen wie im Iran oder im Gaza-Streifen laufen wird. Gunnar Heinsohn sagt das "große Töten" in der FAZ erst noch an. Die New York Times und der Boston Globe bringen große Bilder. Die NZZ sucht nach den Ursachen der aktuellen Kreiskymanie in Österreich. Mehr lesen

Ein Mumienkopf bricht eben leicht ab

03.02.2011. Hamed Abdel-Samad meint in der Jungle World: Die Muslimbrüder habe mit den Protesten in Ägypten nichts zu tun. Die FAZ geißelt die unfähige Ägypten-Berichterstattung von ARD und ZDF. Im Guardian fürchtet Timothy Garton Ash: Der richtige Vergleich könnte nicht Europa 89, sondern Iran 79 sein. Die FR macht sich Sorgen um ägyptische Kunstschätze. Techcrunch studiert die Antwort der NY Times auf Rupert Murdochs Ipad-Zeitung The Daily. Die taz fragt, warum die Schwulenbewegung bis in die Neunziger zum Thema sexueller Missbrauch geschwiegen hat. Mehr lesen

Mit der Waffe des Künstlers

02.02.2011. In der taz feiert der Politologe Amr Hamzawy das neue Ägypten. In der FR erklärt Moshe Arens, warum Israel am besten mit Diktaturen kann. Die Welt beobachtet 2000 Heavy-Metal-Fans beim Nachmittagsbier am Pool. In der SZ erklärt Walter Burkert, warum Jesus kein Vegetarier war. Die FAZ stellt arabische Rapper vor. Mehr lesen

Das bunte Geflüster

01.02.2011. Eine Nachricht an die Demonstranten in Ägypten: Dank Google kann man jetzt auch telefonisch twittern. Die Berliner Zeitung recherchiert über das Elend des Kulturprekariats und den relativen Wohlstand seiner Verwalter. Die New Republic ärgert sich über die im Netz und den Medien gefeierte Detroiter Desaster-Ästhetik. In der FR warnt der Nahostexperte Daniel Gerlach davor, die islamistische Gefahr zum "Argument für alles" zu machen. Das Medienblog DWDl.de wundert sich sehr doch sehr über die aktuelle Schwerpunktsetzung der Öffentlich-Rechtlichen. Die NY Times thematisiert den klaffenden Gender Gap bei der Wikipedia. Die SZ unternimmt einen Streifzug durch die Opernlandschaft der neuen Länder. Sie ist blühend! Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Hyper, Hyper

15.05.2013. Großraumdissenkino statt Mittelstufenliteraturverfilmung bietet Baz Luhrmanns "Der große Gatsby". Ulrich Seidls Trilogieabschluss "Paradies: Hoffnung" gönnt uns das Nichteintreten des Allerschlimmsten. Und das ist auch mal schön. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Drogenverseuchte Faulenzer-Boheme

18.05.2013. Die FAZ weiß gar nicht, was sie zuerst empfehlen soll: Ned Beaumans genialischen Roman um einen Autor, der an Brecht und den Frauen scheitert. Oder Olga Martynovas traumhaft-grotesken Familienroman "Mörikes Schlüsselbein"? Oder das vorzügliche "Jahrbuch der Lyrik 2013"? Und dann gäb's da noch "Was Flauschiges" für die Kleinen. Die FR liest Bücher zum Wagner-Jahr. Die taz lernt bedenkenswertes über den Zustand der Sozialdemokratie. Und die SZ versinkt selig in den Briefen Samuel Becketts.
Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

Kratzen und singen

02.01.2013. Im Espresso erzählt Roberto Saviano, warum die Einwohner von Scampia keine Haustürschlüssel mehr haben. Vanity Fair beobachtet John Belushi im Bienenkostüm. Outlook India untersucht die "Vergewaltigungskultur" in Indien. Le Monde lauscht der Musik der tibetischen dranyen dunglen. Der Economist feiert Comics im Netz. In Wired erklärt Internet-Unternehmer Tim O'Reilly sein Credo. In The New Republic stellt Anne Applebaum neue und alte Bücher über Polens Geschichte im 20. Jahrhundert vor. Mehr lesen

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Buch: Aufruhr der AusgebildetenWolfgang Kraushaar: Aufruhr der Ausgebildeten
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