Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.05.2013, 14.09 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
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Von Lesern empfohlene Bücher

Buch: 1948

Yoram Kaniuk: 1948

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Oktober 2012


Und quatsch nicht so viel

31.10.2012. Die Welt lernt von Tom Krell, dass sich Kant mit Soul verträgt. Die NZZ träumt vom kosmopolitischen Thessaloniki, bevor es griechisch wurde. In der FR erklärt Abdolkarim Soroush: Mit Gott darf man streiten - und mit Theologen auch. Die FAZ lässt sich von den HBO-Chefs erklären, wie man gutes Fernsehen macht. In der Zeit erinnert sich Michael Caine an drei Ratschläge von John Wayne. Mehr lesen

Die ganze Welt im Angebot

30.10.2012. Hurrikan in der Bücherbranche: die Medien kommentieren jetzt breit den Zusammenschluss von Random House und Penguin. Ob's für die Autoren gut ist, bezweifeln in der Welt Literaturagenten. Rüdiger Wischenbart rückt im Perlentaucher die Proportionen zurecht: Der neue Gigant ist fünfzehnmal kleiner als Amazon. Die FAZ fragt: Und was ist, wenn die Einsamen in den Städten auf den Gemälden Edward Hoppers glücklich sind? Von Sandy kursieren eine Menge Fotos. Manche davon sind echt. Wir setzen die richtigen Links.  Mehr lesen

Der Mann ist Philosoph

29.10.2012. Alle schreiben Nachrufe auf Hans Werner Henze, der das Neue wollte, aber nicht als Neutöner. Und ab und zu mal einen Stein warf. Und mit besseren Librettistinnen zusammenarbeitete als zum Beispiel Jörg Widmann, der laut Zeitungsberichten arge Mühe hatte, Peter Sloterdijks "verquaste Gedankengänge" in Opernmusik umzusetzen. Gabriele Goettle verbringt für die taz mit einer Kritikerin des Gesundheitssystems etwas mehr als die veranschlagte Zeit. Und rechnen Sie mit dem Guardian. Und mit Sandy natürlich. Mehr lesen

Steh auf, nimm den Koffer und geh!

27.10.2012. Nicht das Christentum, sondern der Säkularismus war einst prägend für Europas Identität, erinnert sich Orhan Pamuk in der SZ. Die verabschiedet sich derweil schon einmal von Präsident Barack Obama. Die FAZ berichtet von den Unterdrückungsmethoden gegen die weißrussische Presse. Die taz erinnert sich an die Entführung der "Landshut" nach Mogadischu vor 35 Jahren und stellt fest: die Opfer gingen mal wieder leer aus. Vor einem allzu klaren Täter-Opfer-Bild warnt die Welt angesichts einer Ausstellung zur "Flucht und Vertreibung der Palästinenser". Und Gawker meldet, dass William Faulkners Rechteverwerter mit einem Prozess der Gefahr vorbeugen wollen, dass der Schriftsteller mit Sony verwechselt wird. Mehr lesen

Die Hintertür der Ironie

26.10.2012. Die NZZ berichtet über erbitterte polnische Debatten um das neue Schlesische Museum in Kattowitz. Richard Herzinger zeigt in seinem Welt-Blog wenig Respekt für die Forderung nach Respekt für die Religionen. Die taz hat bei der Affäre Strepp ein ähnlich ungutes Gefühl von Mediengekungel wie seinerzeit bei der Affäre Wulff. Reuters erzählt, wie sich Wladimir Putin vor ausländischen Journalisten über Pussy Riot echauffierte. In der SZ erklärt Peter Sloterdijk den Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts, was sie eigentlich hätten tun sollen. In der FAZ erzählt Jochen Hieber, wie Peter Handke ihn vor 25 Jahren wirklich schlug. Mehr lesen

Im Deutschen weniger süffig

25.10.2012. Die NZZ würdigt das Bodybuilding als Bildhauerei am eigenen Leibe. Auf critic.de erfährt man Ungutes über den Zustand der Filmkritik im Internet. Die FAZ erblickt in den Bildwelten der DDR ein willkommenes Korrektiv zum "Kult um die Abstraktion" im Westen. Die SZ fühlt sich im "Homeland" nicht ganz wohl. In der Zeit versuchen Ulrich Beck und Daniel Cohn-Bendit nochmal zu erklären, was sie mit Europa meinen. Außerdem: die schönen Augen und die schöne Badehose von Franz Kafka. Mehr lesen

Die Eule der Lady Gaga

24.10.2012. Die NZZ fragt: Will der SWR seine Orchester fusionieren? Oder liquidieren? In der Welt spricht Dani Karavan über seinen Entwurf des Mahnmals für die ermordeten Sinti und Roma in Berlin. Laut futurebooks.net will Amazon auch weiterhin nicht erklären, wann es Kindle-Kontos sperrt und warum. Laut FAZ hält Detlev Bucks Verfilmung der "Vermessung der Welt" dem Original nicht stand. Der New Yorker zitiert aus Sartres Blog: "An angry crow mocked me this morning. I couldn't finish my croissant, and fled the café in despair." Mehr lesen

Was soll das, Freddy?

23.10.2012. Die SZ freut sich über wiederaufgefundene Aufnahmen amerikanischer Weill-Songs. Die taz findet es seltsam, dass sich das Weimarer Theater von der szenischen Lesung der Breivik-Gerichtsrede distanzierte. Die FAZ berichtet, dass El Pais ein Drittel der Redaktion entlässt - obwohl die Zeitung Gewinne schreibt. Der Guardian geht in Saudi Arabien heimlich ins Kino. In der Welt fragt Peter Singer: Warum werden Länder wegen Rassen-, aber nicht wegen Frauendiskriminierung sanktioniert? Und die Public Domain Review verliebt sich ins Volapük. Außerdem: Amazon schließt laut einem  Blog willkürlich Kindle-Kontos. Mehr lesen

Die Tonerde von Virginia

22.10.2012. Die Welt feiert die von Ai Weiwei verantwortete Ausgabe des New Statesman. Heise.de verfolgte einen Vortrag Lawrence Lessigs, der auf einem Kongress der Grünen ein neues Urheberrecht forderte. Die NZZ rehabilitiert die DDR-Kunst. Die taz staunt über die amerikanische Pornoindustrie, die im Namen der freien Rede das Recht erstreiten will, auf Kondome zu verzichten. Außerdem führen wir per Video in die Schönheiten der Jagwa Music ein. Mehr lesen

Ob das wirklich die Wahrheit ist

20.10.2012. Die NZZ lotet die Untiefen des autobiografischen Romans aus. Telepolis fragt: Ist die Filmkritikerbranche eine Klassengesellschaft? Sollen sie doch moderne Kunst in seine Gemäldegalerie hängen, meint Christoph Sattler in der Welt: Aber achten Sie auf die Sockel! Die taz nimmt Liao Yiwu beim Wort. Die FR wandelt durch Bildwelten der DDR. Und auch die Leiden des Johnny Lydon haben ein Ende. Mehr lesen

Sprühend vor Klangfarbenwachheit

19.10.2012. Der Spiegel meldet: Frankreich will Links besteuern, die Google auf Zeitungen setzt. Aber nun will Google keine Links mehr setzen. Netzpolitik hat neulich eine Studie zur Bestechlichkeit von Abgeordneten veröffentlicht. Nun soll das Blog sie zensieren - aus urheberrechtlichen Gründen! Die taz prangert den Prozess gegen den türkischen Pianisten Fazil Say an, der angeblich den Propheten beleidigte. Die NZZ fragt: Ist es ein Problem, dass einer der Nobelpreis-Juroren zugleich der Übersetzer Mo Yans war? Und Mathias Döpfner verkündet: Welt Online wird zahlbar. Und alle trauern um Wolfgang Menge. Mehr lesen

Sprachlich elegante Reduktion

18.10.2012. Die taz Online veröffentlicht einen Aufruf der bekanntesten deutschen Filmkritiker gegen den Deutschen Filmpreis, so wie er jetzt ist. Die Jüdische Allgemeine beschwert sich: Günter Grass bringt den literarischen Antisemitismus in Verruf - da gab's schon originellere Nobelpreisträger. David Cole wehrt sich im NYRBlog gegen Malise Ruthvens Forderung, Beleidigungen des Propheten Mohammed zu verbieten. In der Zeit erklärt Roberto Saviano, warum die Mafia für nichts tötet. Und die SZ mahnt: Museumsbesucher sind die eigentlichen Opfer der grassierenden Kunstraube. Mehr lesen

Das ist Lyrik, das ist Kunst

17.10.2012. Die Welt feiert einen Film über die polnische Punkband Paktofonika. In der taz hat Hans Ulrich Gumbrecht Überlebensprobleme. Die NZZ fragt: "Wo lässt sich schöner von der Antike träumen als in Tunesien?" Für Spiegel Online fährt Sascha Lobo mit Big Brother in London Auto. In Meedia bedankt sich Zeit Online-Chef Wolfgang Blau bei den deutschen Onlinejournalisten, aber nicht bei den deutschen Medienkapitänen, und geht ab zum Guardian. Und natürlich: Dagens Nyheter besingt eine magische halbe Stunde. Mehr lesen

Zahnlos, dafür aber schulterfrei

16.10.2012. In der SZ erzählt der kasachische Theaterregisseur Bolat Atabajew, wie ihm klar wurde, dass er auf die Weltbühne musste. Ähnliches hat laut Welt der Fantasy-Autor Christian Alexander Schreiber vor, der aber zunächst am Eingang der Frankfurter Buchmesse zu scheitern drohte. Die FR berichtet, dass Günter Grass auch im Alter von 85 Jahren an seinen Dummheiten festhält. Die FAZ empfindet dank einer Brüsseler Inszenierung neue Empathie für Lulu. SZ und FAZ befassen sich mit den Plagiatsvorwürfen gegen Annette Schavan. Mehr lesen

Dieses Imperium muss auseinanderbrechen

15.10.2012. Die Buchmesse klingt nach. FAZ und taz sind ergriffen von Liao Yiwus Friedenspreisrede. Liao Yiwu hat das Allerheiligste des chinesischen Regimes angegriffen, beobachtet die Welt. Christoph Kappes erzählt den Medienfischen, was er und Sascha Lobo mit ihrem E-Book-Verlag vorhaben. Das Ebook boomt dank erotischer Literatur, und diese Literatur wird von Frauen gekauft, konstatiert AFP. Der Tagesspiegel liest ein Buch über Beschneidung und stellt fest, dass hier auch Menschenrechtsargumente nicht zählen. Mehr lesen

Walser? Ein Psychopath!

13.10.2012. Die Welt erlebte, wie sich der neue Literaturnobelpreisträger Mo Yan bei seinem ersten Auftritt in China mit dem inhaftierten Liu Xiaobo solidarisierte. Außerdem lernt sie in Hans Werner Richters Tagebüchern, warum die Bundesrepublik vielleicht ein politisch-wirtschaftliches, aber kein literarisch-ästhetisches Erfolgsmodell wurde. In der NZZ huldigt Laszlo Földenyi dem Heiligen Sebastian und Peter Nadas. Die SZ taucht in die vertonte Comicwelt von Kiss. Und die FAZ gönnt den Griechen nicht einmal das Preisgeld für den Nobelpreis. Mehr lesen

Die wildesten Anekdoten

12.10.2012. Die Jungle World geißelt die humorlosen Feuilletonreaktionen auf Rainald Goetz' Roman "Johann Holtrop". In der NZZ sieht der Harvard-Kunsthistoriker Jeffrey F. Hamburger mit dem geplanten Umzug der Berliner Gemäldegalerie auf die Museumsinsel imperiale Ansprüche aufleuchten. Und alle denken darüber nach, was der Literaturnobelpreis für Mo Yan bedeutet. Kritik kommt von Ai Weiwei, wie die Welt berichtet. Die deutschen Rezensenten sehen Mo Yan dagegen eher als gewitzten Literaten, der die Zensur mit Gewalt, Komik und Obszönität unterläuft. Mehr lesen

Zu verdammt sauber

11.10.2012. Die Welt besichtigt in Paris staunend die unangepasste Kunstsammlung Michael Werners. Der Tagesspiegel porträtiert die 14-jährige afghanische Schülerin Malala Yousafzai, der Taliban eine Kugel in den Kopf schossen, weil sie zur Schule gehen wollte. Die taz spaziert durch ein wiederbelebtes Belgrad. Die Zeit möchte eigentlich keine von Anders Breivik inspirierten Theaterstücke sehen. In der SZ macht sich Oliver Stone nichts aus perfekten skandinavischen Mädchen. Die FAZ wirft ihm prompt männerbündlerische Ausgekochtheit vor. Mehr lesen

Moderner Weltverkehr

10.10.2012. Auch die Intellektuellen in Ägypten interessieren sich nicht für die Rechte der Frauen, erklärt in der NZZ die Autorin Salwa Bakr. Kafka wollte keinen Sex mit Frauen, behauptet in der FR Saul Friedländer. In der SZ warnt der Jurist Stefan Huster vor dem Betroffenheitskitsch in politischen Debatten. Alle freuen sich über den Buchpreis für Ursula Krechel. Nur die SZ hätte sich etwas mehr ästhetischen Furor gewünscht. Mehr lesen

Material und Moral

09.10.2012. Ursula Krechel erhält für ihre Vergangenheitsbewältigung "Das Landgericht" den Deutschen Buchpreis. Die FR freut sich. Die FAZ noch mehr. Die Welt nicht ganz so. Die taz bleibt neutral. Der Merkur eröffnet ein Blog. Die NZZ erliegt dem Charme des sanft vor sich hinrostenden West-Berlin und seiner verwitternden Wahrzeichen. In der FAZ sind sich Kultur- und Wirtschaftsteil über die Freuden der Digitalisierung im Buchgewerbe uneins. Die SZ huldigt den Vasen Carlo Scarpas. Außerdem Bilder von Bäumen und Straßenkreuzungen, Paris und James Deen. Mehr lesen

Wahnsinnig toll gezeichnet

08.10.2012. In der Welt erfahren wir, wie Peter Zadek seinen Freund Christoph Schlingensief vom Krebs befreien wollte. In der FAZ beteuert der Schriftsteller Laurent Binet, dass François Hollande gar nicht mal so langweilig sei. In der SZ feiert Willibald Sauerländer die Karlsruher Camille Corot-Ausstellung. Die taz fragt: Wie kann man die "Begegnung" mit einem Land inszenieren, das ausländische NGOs als Spione behandelt. Die NZZ nimmt Russlands "heroische Geschichtsschreibung" unter die Lupe. Mehr lesen

Favelas der unteren Mittelschicht

06.10.2012. In der NZZ erklärt der neuseeländische Autor Alan Duff, warum der schönste Geistesblitz manchmal nichts wert ist. Die taz experimentiert mit dem E-Book und lobt die Widerstandskraft des Taschenbuchs. In der Welt planiert Ulf Poschardt schon mal Berlins Schrebergärten. FR und SZ sind entsetzt über die Ausstellung "Russen und Deutsche": weich gespülte Geschichtsversion, kritisiert die SZ. Die FR plädiert gleich fürs Einmotten. NZZ und FAZ erscheinen heute mit Literaturbeilage. Mehr lesen

Der Sieg des kapitalistischen Spaßes

05.10.2012. Einen höchst deprimierten Zustandsbericht über die deutsche Literaturkritik veröffentlicht buchreport.de: Freie Journalisten können das Genre allenfalls noch als Hobby betreiben. In der FAZ rät Salman Rushdie von Respekt vor Religionen ab. Die NZZ berichtet aus Malmö, wo der sozialdemokratische Bürgermeister nach Ausschreitungen gegen Juden sagte, er dulde weder Antisemitismus noch Zionismus.  Außerdem feiern die Feuilletons goldene Hochzeit mit den Beatles und James Bond. Mehr lesen

Unselbständig aber glücklich

04.10.2012. Yasmina Rézas neues Stück "Ihre Version des Spiels" nimmt das Ritual der Dichterlesung aufs Korn. Die Kritiker sind begeistert. Weniger begeistert ist dagegen Thomas Hettche von den Kritikern, die sich mit den Autoren nicht mehr solidarisieren, klagt er in der Zeit. Wie gut passt die Shortlist des Buchpreises zum eigentlich lesenden Publikum, den Damen über sechzig?, fragt der Freitag. Die SZ arbeitet sich mal wieder an der Aufklärung ab. Und Slate hat alle Experten gefragt: Aber keiner fand im Kandidatenduell Obama besser als Romney. Mehr lesen

Verwildertes Freund-Feind-Denken

02.10.2012. In der taz beschwört Daniel Cohn-Bendit die Perspektive eines Europas mit viel weniger Deutschland. In der NZZ fragt sich der Historiker Christoph Jahr, warum Eric Hobsbawm sein Leben lang dem Glauben an den Kommunismus treu blieb. Wir verlinken auf die Prêt-à-porter-Schauen in Paris: Endlich Puschen mit Absätzen! In Zeit online wendet sich der Jurist Reinhard Merkel gegen den "kläglichen" Gesetzesentwurf zur Beschneidung. Die FAZ verteidigt die Aura eines hinter seinem Buch verschwindenden Autors gegen die Digitalisierung. Mehr lesen

Gott ist der einzige Universalhistoriker

01.10.2012. In der taz verortet Joachim Unseld die Zukunft des Buchs irgendwo zwischen Manufactum und Amazon. Die NZZ trinkt keinen Cappuccino in Triest. In der FR wendet sich Jörg Fischer gegen die Idee der Globalgeschichte. In der SZ fordert Marcel Beyer mehr Fantasie von deutschem Aufklärungspersonal. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Hyper, Hyper

15.05.2013. Großraumdissenkino statt Mittelstufenliteraturverfilmung bietet Baz Luhrmanns "Der große Gatsby". Ulrich Seidls Trilogieabschluss "Paradies: Hoffnung" gönnt uns das Nichteintreten des Allerschlimmsten. Und das ist auch mal schön. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Drogenverseuchte Faulenzer-Boheme

18.05.2013. Die FAZ weiß gar nicht, was sie zuerst empfehlen soll: Ned Beaumans genialischen Roman um einen Autor, der an Brecht und den Frauen scheitert. Oder Olga Martynovas traumhaft-grotesken Familienroman "Mörikes Schlüsselbein"? Oder das vorzügliche "Jahrbuch der Lyrik 2013"? Und dann gäb's da noch "Was Flauschiges" für die Kleinen. Die FR liest Bücher zum Wagner-Jahr. Die taz lernt bedenkenswertes über den Zustand der Sozialdemokratie. Und die SZ versinkt selig in den Briefen Samuel Becketts.
Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

Kratzen und singen

02.01.2013. Im Espresso erzählt Roberto Saviano, warum die Einwohner von Scampia keine Haustürschlüssel mehr haben. Vanity Fair beobachtet John Belushi im Bienenkostüm. Outlook India untersucht die "Vergewaltigungskultur" in Indien. Le Monde lauscht der Musik der tibetischen dranyen dunglen. Der Economist feiert Comics im Netz. In Wired erklärt Internet-Unternehmer Tim O'Reilly sein Credo. In The New Republic stellt Anne Applebaum neue und alte Bücher über Polens Geschichte im 20. Jahrhundert vor. Mehr lesen

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In Spanien herrscht seit der Jahrtausendwende ein Erinnerungsboom, der politisiert und polarisiert. … mehr lesen
Buch: Die Vermessung der WeltDaniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
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