Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.05.2013, 14.33 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

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Buch: Stevenson, Robert Louis: Die Ebbe

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Dezember 2005


Heute in den Feuilletons

31.12.2005. Bora Cosic beobachtet in der Berliner Zeitung, wie Deutschland zu seiner eigenen Provinz verkommt. Die taz lässt Lord Ralf Dahrendorf und Paul Nolte über Bürgersinn und die neue Bürgerlichkeit diskutieren. In der Welt fordert Matthias Politycki 2006 mehr Theorie in der Literaturkritik, während Jörg Immendorf 2005 an einen Haufen Zeitungsfetzen erinnert. Der Pianist Alfred Brendel verwahrt sich im NZZ-Interview gegen exzentrische Tastenlöwen. Und die FR sorgt sich um den Kulturraum Kino. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.12.2005. Zehn Jahre nach seinem Tod wird Heiner Müller auf eventuell fortbestehende Lebendigkeit getestet. Die taz meint: Er steckt wohl noch im Fegefeuer, für die Welt überlebt allenfalls Müllers Totenkult. Die Berliner Zeitung beschreibt neue Techniken im Überlebenskampf der Musikindustrie. Die SZ bringt ein fünfseitiges Mozart-Dossier. Und der Fall der Susanne Osthoff treibt auch die Feuilletons um. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.12.2005. In der Zeit erklärt Peter Greenaway, wie die "Nachtwache" Rembrandt ruinierte. In der SZ versucht der Altorientalist Walter Sommerfeld seine Kollegin Susanne Osthoff zu verstehen. Die FAZ besucht das germanistische Institut der Universität Bagdad. In der Berliner Zeitung erklärt Helga M. Novak, wie sie schreiben lernte, als sie häkeln sollte. Woody Allens neuer Film "Match Point" trifft auf die Begeisterung der Kritik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.12.2005. Die SZ trägt die Eigenheimzulage zu Grabe. In der NZZ fürchtet Julian Nida-Rümelin, dass weder Ein- noch Wittgenstein im heutigen Wissenschaftssystem noch eine Chance hätten. In der Welt erklärt Heinrich August Winkler, warum Europa westorientiert und die Türkei (noch?) nicht europäisch ist. Die FR berichtet über über den Wettstreit der Familien Eczasibasi und Sabanci um den inoffiziellen Titel des großzügigsten Kunstsponsors in Istanbul. Und die taz erklärt, warum Max Reinhardt bis heute ein Vorbild sein sollte. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.12.2005. In der taz unterhält sich Gabriele Goettle mit der Kulturhistorikerin Anna Bergmann, die erklärt , warum sie Organentnahmen aus Hirntoten ablehnt. Die FR feiert die Ausstellung "36 * 27 * 10" im Berliner Palast der Republik. In der Welt erklärt Ralf Dahrendorf, warum er die Leugnung des Holocaust nicht unter Strafe stellen wollte. Die FAZ nimmt Steven Spielbergs Film "Munich" gegen Kritik in Schutz. In der SZ beschreibt der irakische Schriftsteller Najem Wali, wie der Iran im geschwächten Irak seine Vorherrschaft durchsetzen will. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.12.2005. Es weihnachtet mit voller Kraft. Weihnachtsgeschichten lesen wir unter anderem von Georg Klein, Alexander Osang, Peter Glaser, Colum McCann. Nur der Tagesspiegel erzählt eine Geschichte der Weihnachtsgeschichten. Außerdem: Die NZZ schildert einen Streit um die Seelen zwangsrekrutierter Koreaner im japanischen Yasukumi-Schrein. Die NZZ bringt eine Beilage über Grenzüberschreitungen, die SZ ein Manifest gegen dieselben.
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Heute in den Feuilletons

23.12.2005. In der SZ verteidigt Renate Künast Multikulti als Tatsache. Die Berliner Zeitung annonciert den unumgänglichen Trend zum Visual Kei. In der taz schließt Jan Philipp Reemtsma jede Legalisierung von Folter kategorisch aus. Die NZZ hängt österreichischen Gedanken des Jahres 2005 nach. Und laut FR leben wir (zumindest aber die Systemtheorie) unter den noch gar nicht recht begriffenen, hier aber erstmals beschriebenen Bedingungen einer polykontexturalen Heterarchie. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.12.2005. In der Welt sprechen Pawel Huelle über die polnische Vergangenheitsbewältigung und Christoph Schlingensief über die Bayreuther "Parsifal"-Bewältigung, und Hans Christoph Buch schreibt über den Linksruck in Lateinamerika. Die taz macht sich Sorgen über die französischen Zeitungen. Die FAZ bringt Durchhalteparolen von Robert Musil zu Weihnachten 1916 und einen Streifzug Mario Vargas Llosas durch Berlin. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.12.2005. In der Zeit erklärt Benjamin Korn, warum aus Frankreich sogar die Köche auswandern. Die NZZ berichtet über einen von Voltaire ausgelösten Eklat in Genf. In der SZ erklärt Paul Theroux, warum er der Liebe Bonos und Bill Gates' zu Afrika misstraut. Die Welt zweifelt leise am Sinn der Akademien. In der FAZ fordert Prinz Asfa-Wossen Asserate den Westen auf, die Unterstützung für das herrschende äthiopische Regime von dessen Demokratisierung abhängig zu machen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.12.2005. Es gibt jüdisch-orthodoxe Rapper, erfährt die FR. Die dürfen aber nicht Stage-Diven. Die taz schaut sich Pixar-Trickfilme im MoMA an. Fällt die ehemalige AEG-Fernmeldekabelfabrik von Ernst Ziesel, fällt ganz Berlin- Öberschöneweide, warnt die SZ. Während die Welt grübelt, welche Berechtigung Kultur überhaupt noch hat, stellt die NZZ simbabwische Schriftstellerinnen vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.12.2005. Andrea Breths "Minna von Barnhelm"-Inszenierung in Wien wird ungnädig aufgenommen. Christoph Marthalers "Fruchtfliege" in Berlin kam besser an. In der FAZ macht Jared Diamond ("Kollaps") der Menschheit Hoffnung aufs Überleben. Laut NZZ ist der Pakt des Vergessens in Spanien immer noch nicht gebrochen. Die Welt staunt über den britischen Umgang mit der neuesten Architektur ("Demolition").
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Heute in den Feuilletons

17.12.2005. Von allen kommentiert wird der Rücktritt von Adolf Muschg als Präsident der Akademie der Künste. In der Welt erklärt Sonja Margolina Versuche für gescheitert, in Russland Demokratie zu fördern. Und Mario Vargas Llosa erzählt die bewegte Geschichte der Pariser Kirche Saint-Sulpice. Die FAZ macht die Politik für den Skandal um den südkoreanischen Klonforscher Woo-suk Hwang mitverantwortlich. Die NZZ entdeckt die neuen losgelösten österreichischen Erzähler. Und die SZ attestiert der Türkei ein wachsendes Image-Problem. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.12.2005. Ein Paukenschlag riss die Berliner Akademie der Künste aus sanftem Winterschlaf. Ihr Präsident Adolf Muschg erklärte seinen Rücktritt. Die Berliner Zeitung schildert die Hintergründe. Die SZ sieht in dem Rücktritt eine Chance. Weitere Themen sind die französische Debatte über die Kolonialgeschichte und die ersten Willensbekundungen Bernd Neumanns. Und außerdem verteidigt Bernd Heisig in der Welt die Unfreiheit der Kunst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.12.2005. Eine Tag vor seinem Prozess wiederholt Orhan Pamuk in der Presse und in der FAZ seine Aussagen zum Völkermord an den Armeniern und kritisiert die zwei Haltungen der nichtwestlichen Bourgeoisie. In der Zeit fordert der Promi-Anwalt Alan Dershowitz die Legalisierung der Folter. Die NZZ widmet sich der Melancholie im französischen Rap. Die taz warnt vor einem neuen bösen Frühling des Antisemitismus. In der Welt fürchtet der Schriftsteller und Architekt Kanan Makiya die Tyrannei der Mehrheit im Irak. Die SZ feiert die Rückkehr der Scandaleuse Beaute auf die Cover internationaler Modemagazine. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.12.2005. Die SZ erklärt, wie der Kunstraub im Irak den Terror finanziert, und Andrzej Stasiuk erzählt eine kleine Geschichte der albanischen Stromversorgung. In der Welt erzählt Kenzaburo Oe, wie er einmal Mao Zedong begegnete. Die NZZ erzählt die Geschichte der "chin-il-pa", der Fraktion der koreanischen Bevölkerung, die einst mit Japan kollaborierte. Die FR beobachtet den Kampf der Opfer in Frankreich. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.12.2005. In der SZ fragt die kroatische Autorin Slavenka Drakulic: "War der Preis für die Staatsgründung Kroatiens die geplante und systematische Ausrottung der serbischen Minderheit?" Die FAZ porträtiert den zweitbesten Freund von Gerhard Schröder. Die FR findet King Kong groß und die weiße Frau etwas klein. In der Welt fordert Norbert Lammert eine Expansion der Leitkultur nach ganz Europa.  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.12.2005. In der Berliner Zeitung springt Alexa Hennig von Lange mit einer Hoffnung des Pop runter. Runter ins eisige Meer. Die SZ besucht das längste Hochhaus Europas. In der NZZ plädiert Karl-Markus Gauß für Manes Sperber. Die FAZ hörte, wie die Berliner Philharmoniker Simone Young auflaufen ließen. In der Welt streitet Rainer Moritz fürs Populäre in den Verlagsprogrammen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.12.2005. Harold Pinter sorgt immer noch für Streit. Die NZZ wünscht sich mal wieder einen literarischen Literaturnobelpreis, und keinen politischen. Selbst die FR beschwert sich über "unheilvolle linke Rhetorik" der Sechziger- und Siebzigerjahre. Die Welt bringt eine Übersetzung des mindestens ebenso umstrittenen Haaretz-Interviews mit Alain Finkielkraut. Die SZ warnt vor Silvio Berlusconis Geschichtspolitik. In der taz äußert sich Gerhard Henschel moralisch empört über die Bild-Zeitung. Die FAZ feiert Gidon Kremers Neuaufnahme von Bachs Partiten und Sonaten für Violine. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.12.2005. Harold Pinter haut auf den Putz und sorgt für Stimmung und Verstimmung. Erstaunen auch über den "Idomeneo" in Mailand, welcher monatelange bürgerkriegsähnliche Querelen an der Scala zu einem glücklichen Abschluss brachte. Die FAZ kritisiert Gregor Schneiders Idee, einen schwarzen Kubus vor dem Hamburger Bahnhof aufzubauen. In der NZZ wittert Natan Sznaider eine politische Morgendämmerung in Israel. In der Welt bringt Peter Schneider seine kritische Reportage über Multikulti in Berlin zu Ende. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.12.2005. Die Zeit hat das Stück der Stunde in ganz Europa gesehen: Euripides' "Die Bakchen". Die FR freut sich über die Wiedervereinigung der Fugees. Die taz findet den modernen Konservatismus so dumm wie den alten. Die Welt begrüßt die Lübecker "Zusammenrottung" von Schriftstellern, die FAZ reagiert primär. Die SZ erinnert daran, dass erst mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil die katholische Parallelgesellschaft abgeschafft wurde. Und Harold Pinter richtet sich in einer Videobotschaft an die USA. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.12.2005. In der SZ erklärt Tony Judt, warum die USA ein "Dritte-Welt-Land" sei und warum in Europa die politische Klasse versagt. Die Welt fragt, warum Gregor Schneider seinen schwarzen Kubus nicht vorm Hamburger Bahnhof in Berlin aufstellen soll: Aus Angst vor dem Terror? Die taz feiert die Pariser Dada-Ausstellung als mehrsprachige Enzyklopädie einer der radikalsten Avantgardebewegungen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.12.2005. In der Welt erklärt Kanan Makiya, wie Deutschland dem Irak helfen könnte - mit einer Gauck-Behörde. Die NZZ fiebert der Saisoneröffnung an der krisengeschüttelten Scala entgegen. Die taz fürchtet, dass die Renaissance des Bürgertums in Extremismus ausarten könnte. Der Tagesspiegel findet: Selbst der brutalste Rap ist nichts gegen die Marseillaise. Für die FAZ besucht Viktor Jerofejew das Fiese Haus von Norilsk. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.12.2005. In der NZZ beschreibt der irakische Lyriker und Verleger Khalid al-Maaly seine Eindrücke vom Prozess gegen Saddam Hussein. Außerdem bringt die NZZ einen Schwerpunkt über die Krise der Tageszeitungen. Die Welt sieht die deutsche Wikipedia von Kommunisten und Werbegurus unterwandert. Die SZ spekuliert über die arg verzweifelte Natursehnsucht des Olafur Eliasson. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.12.2005. Der Tagesspiegel bezeugt, dass New York Max Raabe und seinem Palastorchester zu Füßen liegt. Wie palästinensische Künstler die israelische Mauer verschwinden lassen, weiß die taz. Die FAZ sieht Frankreichs Intellektuelle konservativ werden. Die NZZ unterhält sich mit der Theaterschauspielerin Jutta Lampe über die Allmachtsansprüche der Regisseure. Die SZ rümpft die Nase über die erbärmliche politische Kultur in Spanien. Und alle rezensieren Jürgen Goschs Zürcher Inszenierung von Tschechows "Kirschgarten" in Grund und Boden. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.12.2005. Die NZZ schämt sich für das neue Schweizer Kabinett von Gerhard Schröder. Die taz staunt über die Dichtkunst Xavier Naidoos. In der SZ begrüßt Andrew Wylie die digitale Bibliothek von Google. Die FAZ will ein Zentrum gegen Vertreibungen mit europäischer Dimension. In der Welt erklärt der Exorzist des Vatikans, warum Gott das Böse schuf. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.12.2005. In der Zeit spricht Günter Grass über seinen Plan, eine neue Gruppe 47 oder so etwas Ähnliches zu gründen, sofern sich keiner als Genie aufführt. Der NZZ graust es vor Dmitri Nabokovs Drohung, eine testamentarische Verfügung seines Vaters Vladimir Nabokov wahrzumachen und das Romanfragement "Tool" zu vernichten. Die Welt hört Angela Merkels Regierungserklärung auf kulturpolitische Schwingungen ab. Alle gratulieren Woody Allen zum Siebzigsten, am besten Dani Levy im Tagesspiegel, nur in der taz gratuliert Diedrich Diederichsen Jean-Luc Godard zum Fünfundsiebzigsten. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Die Welt, in der das Böse einbricht

21.05.2013. Nach Berlin hatte Claude Lanzmann auch in Cannes einen großen Auftritt: allerdings mit einem neuen Film, in dem er - mit Material, das er in den Siebzigern drehte - den Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein porträtiert und die Frage nach der Rolle der Judenräte stellt. Außerdem zeigen die Coen-Brüder den traurigsten (und lustigsten) Loser seit langem und Alex van Warmerdam den Horror als Normalität. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Das Wiedererlernen von sinnverhaftetem Tun

21.05.2013. Nach der Lektüre von Adam Johnsons Roman "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" ist Nordkorea für die NZZ erst recht eine Farce mit sieben Siegeln. Die FAZ begibt sich mit dem russischen Regisseur Alexander Sokurow auf "japanische Reise". Was Virginia Woolf wirklich fühlte, erfährt die SZ aus ihren im Band "Augenblicke des Daseins" gesammelten autobiografischen Skizzen. Außerdem empfiehlt sie Norbert Mappes-Niedieks ausgewogene Studie über "Arme Roma, böse Zigeuner". Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

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