Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 19.06.2013, 14.00 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

Buch: Riegel, Hans-Peter: Beuys

Hans-Peter Riegel: Beuys

Buch: Stevenson, Robert Louis: Die Ebbe

Robert Louis Stevenson: Die Ebbe

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



April 2008


Sie ist wie der Tristan-Akkord

30.04.2008. Wolfgang Wagner tritt ab. FR und SZ raspeln schon mal Süßholz beim designierten Halbschwesterntandem. In der Zeit nimmt Alfred Brendel tränenlos Abschied vom Konzertleben. Die FAZ hätte die Literatur gern ein bisschen wilder. Die taz findet: Undogmatisches Kino ist bieder. Mehr lesen

Der Balkan ist mondän

29.04.2008. In der FR meint der Soziologe Peter Wagner: Die Italiener haben eine korrupte Regierung gewählt, weil sie selbst korrupt sind. Die Blogs antworten auf den Offenen Brief der Musikindustrie. Im Perlentaucher fragt Andre Glucksmann: Warum hat die Linke den Geist von 1968 verraten? Christoph Schlingensiefs Inszenierung von Werner Braunfels' Jeanne-d'Arc-Oper hat die Kritik fasziniert. SZ liegt im Balkanfieber.
Mehr lesen

Hameister und ich im Bett

28.04.2008. Gabriele Goettle befragt in der taz Dorothea Ridder zum Leben mit den Machos von der Kommune 1. Die Welt ist zufrieden mit der Vertragsverlängerung für Simon Rattle. Netzpolitik.org kommentiert die braven Reaktionen der Politik auf den Offenen Brief der Musikindustrie und fragt sich, was Angela Merkel mit dem "Herunterladen von Computern" meint. In der SZ beschreibt der Nahostexperte Bernard Haykel Osama bin Ladens poetische soft power. Mehr lesen

Mit Gewichten beschwert

26.04.2008. Wurde die vor einigen Wochen in Berlin tot aufgefundene russische Künstlerin Anna Mikalchuk doch ermordet, fragt der Berliner Kurier. Die deutsche Nationalkultur ist gut und schön, meint Mely Kiyak in der Welt, die Migranten sind in ihr aber leider unsichtbar. In der NZZ unterhalten sich Ulrich Peltzer und Michael Kümpfmüller über politische Literatur und all das Buchmessengeschwurbel der Feuilletons. SZ und FAZ verbeugen sich vor Preisträgern, erstere vor Anne-Sophie Mutter, letztere vor Alexander Kluge. Mehr lesen

18-mal das hohe C

25.04.2008. In Großanzeigen in den Zeitungen wirft die kulturindustrielle Fraktion ihre liberalen Prinzipien über Bord. Schließlich geht es um ihr geistiges Eigentum. Die Blogs antworten schon: "Hören Sie endlich auf, sich in Ihrer beknackten Opferrolle heimisch zu fühlen." Die taz feiert Alexander Kluge, der zusammen mit Kollegen Karl Marx' "Kapital" verfilmen will. Die NZZ gratuliert Google zum Zehnten und findet es ganz schön unheimlich. Die Welt plädiert für den Komponisten Walter Braunfels, der in Berlin wiederentdeckt wird. Außerdem tötet sie Löwen, zu Recht. Mehr lesen

Die Lüge, das Gift, das Schiefe

24.04.2008. In der FR weist Hans-Christoph Buch auf die Verbrechen des ruandischen Präsidenten Paul Kagame hin, der heute von Bundespräsident Horst Köhler empfangen wird. "Wir waren verrückt", schreibt Paul Auster zu 1968 in der New York Times. Die Welt erinnert an den Skandalkünstler Michelangelo, der für seine Malerei Leichen sezierte. In der NZZ meint Robert Schindel: Der Antisemitismus war in 68 inkludiert, ist den 68ern aber nicht aufgefallen. In der Zeit kommt Dominik Graf ein schrecklicher Verdacht über den deutschen Film. Mehr lesen

Morgens um 11 ein Straub-Film

23.04.2008. Spiegel Online glaubt anders als Kulturstaatsminister Bernd Neumann an die Lesekompetenz der heutigen Jugend. In der taz erklärt die Elitenforscherin Julia Friedrichs: Hoch kommt in Deutschland nur, wer schon oben anfängt. Im Tagesspiegel fragen Christian Petzold und Robert Thalheim: Warum gehen die Deutschen nicht mehr ins Kunstkino? Die Welt berichtet über die Shakespeare-Krawalle in New York (20 Tote). Die FAZ findet einen Befürworter für Gregor Schneiders Projekt des öffentlichen Sterbens: den Jesuitenpater Friedhelm Mennekes. Mehr lesen

In der Anlage demokratisch

22.04.2008. Die Welt investiert Energie in das Sparhaus und stellt fest: Es spart gar nicht. Die taz würdigt die Theaterkritik 2.0 in Gestalt der Nachtkritik. Die NZZ findet: Das Theater von Zittau überstrahlt die sächsische Provinz. Die SZ feiert den Bürgerjournalismus (zumindest den amerikanischen). Die Berliner Zeitung beobachtet den Propagandakrieg um Tibet im Internet. Die FAZ fragt: Warum sind die Franzosen bei Lovis Corinth so scheu? Mehr lesen

Sterben live, die Auflösung der Kunst

21.04.2008. Jetzt, wo Eva & Katharina durch sind, könnte Wolfgang Wagner doch wirklich abtreten, drängt die SZ. In der NZZ meint Amitav Ghosh: Harvard ist ja okay, aber versuch' mal, in Delhi angenommen zu werden. In der Welt erklärt Benjamin Barber: Zuviel Kapitalismus verdirbt die Demokratie. Ebenfalls in der Welt erklärt Gregor Schneider, wie er sterben will, "in einem von mir ausgewählten Raum, in einem privaten Bereich des Museums". Erstmal will er aber jemand anders öffentlich sterben lassen und wird dabei ohne die Approbation der FAZ auskommen müssen. Die FR geht mit Dietmar Dath in den Widerstand. Mehr lesen

Die 30-jährigen Blonden

19.04.2008. In der NZZ erinnern Richard Wagner und Wlodzimierz Borodziej an 1968 in Rumänien und Polen. In der Welt kritisiert Amos Oz das Israelbild deutscher Medien. In der FR zieht Jürgen Boos von der Frankfurter Buchmesse eine Grenze für den Gastauftritt Chinas im nächsten Jahr. Die SZ zieht beim Tod als Live-Erfahrung eine Grenze in der Kunst. Für die taz spiegelt sich im neuen Feminismus der Egoismus der Mittelschicht. Die FAZ erklärt, warum es für Kulturstaatsminister Neumann gut ist, dass Katharina und Eva Wagner künftig Bayreuth leiten werden. Mehr lesen

Im Koma befindliche Kulturszene

18.04.2008. Die NZZ erzählt, wie die amerikanische Presse sich aus dem Klammergriff des Internets befreien will. Dummyblog, weiß jetzt schon, wer den Nannen-Preis für Fotografie gewinnt: der Stifter. Die Welt feiert die Tierbilder Jean-Baptiste Oudrys. In der FAZ sagt Cecile Wajsbrot eine neue Französische Revolution an. Die taz interviewt die italienische Satirikerin Sabina Guzzanti zu Berlusconi III. Mehr lesen

Wie ein fünfzehnarmiger Dirigent

17.04.2008. Die NZZ schildert, wie Berlusconi die Wahlen gewann, indem er das Fernsehen vermied. Der Freitag dokumentiert einen Aufruf von Memorial zur Gründung eines internationalen Forums für Vergangenheitsbewältigung. In der FR erklärt Harold Bloom, warum in Amerika nicht einmal die Katholiken katholisch sind. Die FAZ trauert um das Stefan-George-Weihe-Organ Castrum Peregrini, die SZ um die Kommunisten in Italien. Gawker kürt das Photoshop-Desaster des Monats.
Mehr lesen

England gehört jetzt mir, Baby!

16.04.2008. In der Berliner Zeitung erklärt der Countertenor Philippe Jaroussky, warum er sich beim Anblick einer Bach-Partitur völlig kastriert fühlt. In der Welt beobachtet Benjamin von Stuckrad-Barre Claus Peymann und Roger Willemsen beim radikal kleingeschriebenen Denken. Die NZZ besucht die Frauensektionen in saudiarabischen Literaturvereinen. Die FR träumt vom Skelett einer Prostituierten. In der taz findet Hanif Kureishi Deutschland nicht dunkel genug. Die SZ sieht in Charlotte Roches Roman "Feuchtgebiete" einen Protest gegen die Heidi-Klum-Welt. Mehr lesen

Laut vernehmlich eingeschlafen

15.04.2008. In der SZ gibt Antje Vollmer die Antwort auf die Tibetfrage. In der taz kommentiert Marco Travaglio Berlusconis dritten Sieg: Er hat den Italienern mit seinem Fernsehen das Gehirn gewaschen. Der Tagesspiegel antwortet auf die Frage, ob es einen neuen Feminismus gibt mit Ja und Nein. Die Blogs streiten über ein Video von Robin Meyer-Lucht, der der Tagesschau vorwirft, in eigener Sache manipulativ berichtet zu haben. In der Welt erinnert Heinrich August Winkler an Richard Löwenthal. Die NZZ meint: Mit der Berliner Volksbühne geht's bergab. Die FAZ feiert Louise Bourgeois. Mehr lesen

Schauen, wo wir mitmachen

14.04.2008. Die NZZ sieht die Basler Architekten Herzog & de Meuron mit ihrem Olympiastadion zu Handlangern des chinesischen Regimes werden. In der taz warnt Verfassungsrichter Wolfgang Hoffmann-Riem vor Gefahren für die Pressefreiheit, die weniger vom Staat als aus der Wirtschaft kommen. In der FR erklärt der ukrainische Germanist Jurko Prochasko, warum die Ukraine in die EU gehört. In der SZ sieht Charles Simic schwarz für Serbien. In der FAZ und der Welt bayreuthet es sehr. Mehr lesen

Hinten im Emmental

12.04.2008. In der Berliner Zeitung attestiert Tilman Spengler der chinesischen Regierung wilhelminische Züge. Für eine stabilere Weltwirtschaft empfiehlt die NZZ die globale Installierung kleiner Westentaschen-Napoleons nach schweizerischem Vorbild. In der Welt berichtet Raji Abdullah über die missliche Lage der Künstler in Bagdad. Benjam Barber verdammt den Konsumismus in der taz. Und die FAZ besucht Deutschlands Alphablogger und findet zu ihrer Erleichterung keine Konkurrenten vor. Mehr lesen

Systemkritik? Mann, geh Adorno lesen

11.04.2008. Die Welt ist bestürzt über Charlotte Roches "Feuchtgebiete": eine kalkulierte Provokation! Ein Kommando Tita von Hardenberg hat die TV-Sendung Polylux mit einem Fake aufs Glatteis geführt und dankt für die "problemlose Umsetzung unseres Themenvorschlags". Im Tagesspiegel denkt der 68er Klaus Hartung über 68 nach: ein Trip. Die taz fragt: Brauchen wir heute einen Dutschke? Die SZ joggt mit Ipod. Das ist eben der Unterschied zwischen Berlin und München. Mehr lesen

Und Ignoranz daneben steht wie ein Elefant

10.04.2008. Machtgier wird zur Pest, schreibt Chenjerai Hove in der NZZ über Robert Mugabe. In der FR bezweifelt Sherko Fatah den Sinn der Forderung, dass Immigrantenkinder zuerst Deutsch lernen sollen. Im Tagesspiegel bekennt Goethe-Institutschef Klaus-Dieter Lehmann seine Sensibilität für Tibet. In der SZ klagt Najem Wali über das miserable Kulturleben im Irak. In der FAZ erklärt Florian Henckel von Donnersmarck, warum er zwar Wagner in Baden-Baden nicht macht, es aber trotzdem besser gemacht hätte als die ungepflegten Chaos-Regisseure, die das in Bayreuth machen. Mehr lesen

Erschütternd schütter

09.04.2008. Die FAZ weiß, wie es in der Kommune 1 wirklich zuging. Die Berliner Zeitung erklärt, wie sie die Stasi-Verstrickungen der Redaktion aufklären will. Die SZ bringt eine Seite über Simbabwe. Die NZZ fragt, warum Putins Duma den Holodomor nicht als Genozid anerkennen will. Die FR fürchtet das Ende der Zeitung. Mehr lesen

Suchtcharakter

08.04.2008. In der FR fordert Beppe Grillo die Abschaffung des Journalisten-Ordens. In der Welt verspricht Buchmessenchef Juergen Boos hoch und heilig, dass neben China auch Tibet auf der nächsten Buchmesse präsent sein wird. Die FAZ freut sich über Kunstwerke von Frauen im Stockholmer Moderna Museet. In der SZ erklärt Volkmar Sigusch: Nicht jede schmutzige kleine Perversion braucht einen Arzt. Mehr lesen

Schön, dass er wieder da ist

07.04.2008. Die FR dokumentiert einen Text der chinesischen Menschenrechtler Hu Jia und Teng Biao über Menschenrechtsverletzungen in Vorbereitung der kommenden Olympiade. Die FAZ resümiert den Bloggerkongress re:publika und bezweifelt, dass Blogger je die Zeit für einen Essay finden werden. Und dann Theater: Die FAZ fand Zadek gut und Thalheimer schlecht, Welt und SZ sehen's umgekehrt. Die NZZ fand beide schlecht. Mehr lesen

Primat des schönen Klangs

05.04.2008. In der taz erklärt Ralf Dahrendorf: 1968 war ein Schlusspunkt. Was ist schweizerisch, fragt die NZZ: Und Sibylle Berg antwortet: die "größtmögliche Abwesenheit von Angst". Der Tagesspiegel kritsiert Alexander Solschenizyn, der den Holodomor nicht als Genozid anerkennen will. Die FAZ sucht nach verschwundenen Akten zur RAF. Alle gedenken Herbert von Karajans, aber nicht allen fällt viel ein. Mehr lesen

Menschen wie Brian

04.04.2008. Die NZZ staunt: Bertelsmann investiert jetzt nicht mehr in Medien, sondern in die Verwaltung der Stadt Würzburg. Die Blogger überlegen ernstlich, ob sie nicht kellnern sollten. Die taz ist böse: Die alten Rechten waren gegen alle Minderheiten, die neuen Rechten sind nur noch gegen die Muslime. In der Achse des Guten findet ein anonymer Professor: Geert Wilders hat recht. Die SZ erklärt, warum die Mazedonier etwas gegen "Skopianiten" haben. Der FAZ ist klar: Klimakollaps ist jetzt. Die Welt ist empört über Putins Duma, die den Holodomor nicht als Genozid bezeichnen will. Mehr lesen

Leck-mich-am-Arsch-Tag

03.04.2008. Für die NZZ recherchiert Navid Kermani in Köln-Eigelstein über die Mitte unserer Gesellschaft. Die SZ gedenkt Karajans. Die FAZ an die Adresse der Tibeter: Gewalt ist keine Lösung! "Mann Mann Mann": Die Berliner Zeitung hat einen neuen Online-Auftritt. Die FR stellt fest: Im 17. Jahrhundert war auch in Japan Barock. Die taz ist traurig: Amerikas Westen ist allen Sinns beraubt. Diese Landschaft hat nichts Versöhnliches. Sie verspricht keinen Trost. Sie hat keine Kraft mehr. Mehr lesen

Mit Karacho in den Tod

02.04.2008. Im Standard rufen Andre Glucksmann und Bernard Henri Levy zu ein bisschen weniger Rücksicht auf Russland auf. Die Blogs diskutieren mal wieder über die Frage, ob Internet, Qualität und Journalismus zusammenpassen. NZZ und FAZ versuchen zu erklären, warum Bernd F. Lunkewitz den Aufbauverlag mindestens dreimal kaufen musste, bevor er ihn besaß. In der SZ annonciert Paolo Flores d'Arcais mindestens zwölf Jahre Berlusconi. Spiegel Online macht sich Sorgen um das deutsche Kino. Mehr lesen

Sensationell angewidert

01.04.2008. In der Berliner Zeitung herrscht Aufruhr über die jüngsten Stasi-Enthüllungen über zwei Redakteure. Die NZZ staunt wie gestern schon die FAZ über die Qualität der Pariser "Wozzeck" unter Christoph Marthaler und Sylvain Cambreling. In der Welt kritisiert Wolf Lepenies das Pariser Musee des arts premiers und fordert Konsequenzen für Berlin. Und Michail Gorbatschow verteidigt Gabriele Krone-Schmalz. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Ganz neue Schrecknisse

11.06.2013. In Antoine Fuquas "Olympus Has Fallen" tritt Gerald Butler gegen Nordkorea an; wir drücken gerne die Daumen. Peter Stricklands "Berberian Sound Studio" dienen das Exploitationkino und sein Sound-Design als Folie für einen abgründigen Horrorfilm.
Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Gesamtkunstwerk mit ausfransenden Rändern

19.06.2013. Mit ihrer Studie über die Welteis-Theorie ist Christina Wessely eine Auseinandersetzung mit der Entstehung von Wissen und der Macht der Sprache gelungen, meint die NZZ. Die SZ lässt sich von Manuele Fiors psychoanalytischem Sci-Fi-Comic "Die Übertragung" verzaubern. In den Prosagedichten von Michael Donhauser hört die FAZ konzentrierte Sprachmusik. Und die taz freut sich über ein unverkrampftes Aufklärungsbuch von Antje Helms und Jan von Holleben. Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Das Konzept eines Gottes

11.06.2013. Jawohl, es ging am Taksim auch um Alkohol und zwar zurecht, meint Atlantic. In Eurozine bezweifelt Timothy Snyder, dass Antisemitismus der Grund für den Holocaust war. GQ erzählt die Geschichte von Kim Jong-ils Sushi-Meister. Elet es Irodolam ahnt, warum wütende Antikommunisten in Ungarn an der Aufarbeitung des Kommunismus nur mäßig interessiert sind. The Believer lässt den Comic-Hexenmeister Alan Moore zu Wort kommen. Mehr lesen

Die Reichen und die Diebe

04.06.2013. Manchmal sind sogar Zeitungen dafür, das Urheberrecht zu vereinfachen, lernt der Economist. Nur die Medien glauben, die Aufständischen hätten den Bürgerkrieg in Syrien schon gewonnen, meint die London Review of Books. In Osteuropa überlegt Olga Radetzkaja, warum der nationalbolschewistische Autor Zakhar Prilepin im deutschen Literaturbetrieb so wohlige Schauer auslöst. In Nepszabadsag sieht Laszlo Vegel eine Befriedung der serbischen Nationalisten aufschimmern. In Le Monde sieht Boualem Sansal schwarz für Algerien. Die Financial Times sieht gar nicht schwarz für Somalia. Die New York Review of Books möchte keine Kreuzfahrt nach Venedig machen, danke. Mehr lesen

Orgien der Untreue

28.05.2013. Im New Yorker spielt David Sedaris Gästezimmer-Gambit. In El Pais Semanal hat Javier Cercas andere Sorgen als die Monarchie. Der Rolling Stone besucht Daft Punk. Verehrung für den ältesten Sohn kann tödlich sein, stellt die NYRB mit Blick auf Mutter und Vater Tsarnaev fest. In National Geographic träumt Phyllis Batumbil vom traditionellen Aboriginesleben, aber mit Webseite. MicroMega findet in Italien keinen Arzt für eine Abtreibung. Der Economist verschlüsselt jetzt auf Photonenbasis. Wieviel sexuelle Lust darf eine Frau haben, bevor die Gesellschaft zerspringt, fragt die NYT. Mehr lesen

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

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