Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.06.2013, 14.12 Uhr

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



September 2006


Heute in den Feuilletons

30.09.2006. Die Buchmesse steht vor der Tür. Und überall schreiben und sprechen indische Autoren. In der Berliner Zeitung erklärt Vikram Chandra, wie sich Verbrechen, Politik und Religion zu einer unheiligen Allianz zusammentaten, die auch Stoff für zweibändige Romane abgibt. Die NZZ bringt eine ganze Beilage mit Betrachtungen zu Malerei, Musik, Bollywood und Literatur. In der SZ weiß der irgendwie ja auch indische Autor V.S. Naipaul, warum Bangladesch so glücklich ist.. In der FR liefert Mahesh Dattani Impressionen aus Deutschland. Außerdem: Die taz interviewt Necla Kelek. In der Welt bespricht Dan Diner die große Geschichte des Holocaust von Saul Friedländer. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.09.2006. Die FAZ weist mit Hilfe zweier Grass-Briefe an Karl Schiller von 1969 und 70 nach, dass der Autor zumindest bei anderen freimütige Geständnisse über die Vergangenheit befürwortete. Die FAZ weist außerdem nach, dass die mittelalterlichen Handschriften des Landes Baden-Württemberg diesem auch gehören. In der SZ preist der Historiker Ulrich Herbert das Gesamtwerk Saul Friedländers über den Holocaust als epochal. Die "Idomeneo"-Affäre beschäftigt die Feuilletons weiter: Die Berliner Zeitung nimmt sich den Berliner Kultursenator Flierl und Innensenator Körting zur Brust, der Tagesspiegel verfährt ebenso mit den Intendantenkollegen von Kirsten Harms.
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Heute in den Feuilletons

28.09.2006. Die NZZ beklagt anlässlich der Absetzung des "Idomeneo" den lokalpolitischen Dilettantismus im Berliner Milieu. Der Tagesspiegel fragt, warum Thomas Flierl die Opernintendantin zwei Wochen im Regen stehen ließ. Die FR sieht die Grundfesten des bürgerlich-westlichen Selbstverständnisses in Gefahr. Die taz zeigt sich überrascht von der plötzlichen Liebe der CDU zur Freiheit der Kunst. Im Spiegel ärgert sich Feridun Zaimoglu über Aufklärungsspießer. In der Zeit beklagt Navid Kermani die intellektuelle Auszehrung des Islam. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.09.2006. Idomeneo je oh je! Die Blätter sind voll und noch mutiger als damals, als sie die Mohammed-Karikaturen lieber nicht publizierten. In der SZ sagt Hans Neuenfels: "Wenn die Schere im Kopf schon bei diffusester Faktenlage von selbst zuschnappt, kann das ungeheure Auswirkungen haben für die Kunst". Die FAZ fordert, dass die Deutsche Oper Hans Neuenfels' abgesetzte "Idomeneo"-Inszenierung nun täglich bringt - mit anschließenden Diskussionen. Die Berliner Zeitung spottet über "die deutsche Kultur", die "für ihren staatlich bezahlten Mut weltbekannt" ist. Im Tagesspiegel unterrichtet der Berliner Innensenator Ehrhart Körting über das Wesen des Glaubens. Im Spiegel klagt Henryk Broder über Verletzung seiner nicht-religiösen Gefühle als säkularer Jude: Wo war bei Neuenfels der abgeschlagene Kopf des Moses? Auch die New York Times wurde schon auf die Peinlichkeit aufmerksam. In der Zeit online ärgert sich Klaus Harpprecht über die seiner Ansicht nach recht billige Kritik an Kirsten Harms. Die FR aber findet: Zumindest Harms, die Intendantin der Deutschen Oper, war nicht kopflos. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.09.2006. Die Berliner Zeitung berichtet über die Absetzung von Hans Neuenfels' "Idomeneo"-Inszenierung in Berlin wegen Köpfung des Propheten Mohammed. Das deutsche Theater hat sich hiermit keinen Gefallen getan, meint die Welt. Die NZZ überlebte den Steirischen Herbst. Die SZ stellt Lars von Triers neueste Erfindung vor, die "Automavision". Die taz fordert mehr Investigation im Kulturjournalismus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.09.2006. Michael Thalheimers Inszenierung der "Orestie" am Deutschen Theater stellt einen Bühnenblutrekord auf - und stößt auf zwiespältige Reaktionen. Die FAZ wandelt über die Popkomm und stellt fest: Der Pop überlebt nur dank "Long Tail". Die NZZ berichtet über scharfe theologische Kontroversen in Ägypten. Die taz beklagt die missliche Lage der Muslime in den USA. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.09.2006. Die Regensburger Papstrede ist unerschöpflich! In der Berliner Zeitung erklärt der Religionswissenschaftler Rolf Schieder, dass die Kritik am Protestantismus viel radikaler war als die Kritik am Islam. In der Welt ruft Anne Applebaum die westlichen Institutionen der Rechten, der Linken, der Mitte auf, die Redefreiheit des Papstes zu verteidigen. Das Böse wurde beim Deutschen Historikertag mit dem Namen Herr K. belegt, berichtet die taz. Die FR wagt sich in eine Sinnsucherfanganlage. In der NZZ beschreibt Bahman Nirumand die "freiwillige" Selbstkritik des iranischen Philosophen Ramin Jahanbegloo. Die SZ stellt das Projekt Berlin Townhouses vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.09.2006. In der NZZ verteidigt V.S. Naipaul die Errungenschaften des Empires. Die taz will sich mit dem Pop-Islam verbünden. Der Tagesspiegel zweifelt an der Möglichkeit des Dialogs zwischen arabischen und westlichen Intellektuellen. In der SZ will der ungarische Autor Peter Zilahy die Budapester Unruhen nicht recht ernst nehmen. In der FAZ klagt Walter Kempowski über die Verkennung seines Werks durch den Literaturbetrieb und auch über Günter Grass. In der Berliner Zeitung verneigt sich Kurt Flasch vor der Unfehlbarkeit des Papstes, um dann der Fehlbarkeit des Professor Ratzinger nachzuspüren. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.09.2006. Die Zeit lässt Elke Heidenreich und Christian Thielemann wissen: Es gibt kein Zurück in eine heile Opernwelt. In der FAZ fordert die Historikerin Fania Oz-Salzberger Europa zur Diskussion mit Israel auf. Und Michael Jürgs schreibt über die kommende Heimsuchung unserer Gesellschaft durch die Alzheimer-Krankheit. In der SZ bezweifelt der Islamwissenschaftler Thomas Hildebrandt die theologische Kundigkeit des Papstes. In der NZZ erklärt der polnische Jazztrompeter Tomasz Stanko, warum er nicht so einfach fröhlich sein will. SZ und taz und György Konrad im Tagesspiegel verteidigen den ehrlichen Lügner Ferenc Gyurcsany. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.09.2006. Abdelwahab Meddeb warnt in der taz vor dem diffusen Islamismus. In der FR markiert György Dalos die Unterschiede zwischen den ungarischen Unruhen 1956 und 2006. Frank Schirrmacher macht in der FAZ den Männerüberschuss in Mecklenburg-Vorpommern für den Erfolg der NPD verantwortlich. Der Schriftsteller Shashi Tharoor erklärt in der SZ, warum das Englische viel indischer ist als jeder indische Dialekt. Die NZZ staunt über Khushwant Singhs interreligiöse Problemlösung bei Orgasmusschwierigkeiten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.09.2006. Die FAZ rät der Berliner Opernstiftung zur Selbsteinsparung. Die SZ hält nichts von Historikern, die die Ereignisse des Falls von Konstantinopel nicht einmal kurz hererzählen können. Der Welt erzählt der finnische Elektronikmusiker Jimi Tenor, dass seine Bearbeitungen klassischer Musik nicht immer gut ankommen. Die taz möchte die Naturwissenschaften doch noch mal einer Kritik unterziehen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.09.2006. Die Auseinandersetzung um die Regensburger Papstrede treibt die Feuilletons noch einmal um. Anders als Johannes Paul II. sucht Benedikt XVI. das Streitgespräch, meint die SZ. Die FR verteidigt die unveräußerlichen Freiheitsrechte des Papstes. Die FAZ verurteilt den "erpresserischen Diskurs, bei dem über jedem falschen Wort eine Bombe hängt". Außerdem: In der taz findet Daniel Cohn-Bendit, dass die Pariser Zeitung Liberation ihren Charme längst verloren hat, und Vikram Chandra spricht über seinen Roman "Sacred Games". Und die Welt kann beim besten Willen nicht sagen, warum in Frankfurt und Berlin Schillers "Jungfrau von Orleans" aufgeführt wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.09.2006. Die Regensburger Rede des Papstes erhitzt die Gemüter. Die FAZ pocht auf Meinungsfreiheit und kritisiert imperialistischen Züge des Islams. Die FR erinnert daran, dass der Papst kein Muslim ist. Die taz glaubt, der Papst habe durchaus die Überlegenheit des christlichen Glaubens beansprucht. Die NZZ hofft inständig auf eine friedliche Diskussion. Imre Kertesz erklärt der SZ, dass der Roman an sich ein Trick ist, und nicht das Leben. Und für die Welt bestimmt der Journalist Vir Sanghvi den Zeitpunkt, an dem Indien optimistisch wurde. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.09.2006. Die NZZ prangert den anhaltenden Mao-Kult an sowie China-Touristen, die sich noch immer mit Massenmörder-Devotionalien eindecken. Außerdem wünscht sie sich eine Professionalisierung der Blogo-Sphäre. Die Welt berichtet, dass Michel Houellebecq seine Biografie ein wenig frisiert hat. Die FAZ erkundet die dialektische Zurechnungsfähigkeit von Nationaldichtern. Und in der SZ erklärt Herfried Münkler: das Schreiben am Computer macht geschwätzig. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.09.2006. Die Zeit stellt fest, dass im interaktiven Internet keine Schwarmintelligenz wirkt, sondern Herdenmentalität: Der Prozess ist reine Dynamik. In der Berliner Zeitung entlarvt Khalid Al-Maaly die Doppelzüngigkeit arabischer Intellektueller. Passend dazu berichtet die NZZ von einer peinlichen Solidaritätsadresse ebendieser an Günter Grass. Die SZ konstatiert ein neues Behagen am nautisch-militaristischen Jargon. Die FAZ schwärmt von Tom Tykwers atemberaubender "Parfüm-Verfilmung", und in der taz erinnert der Regisseur: "Das Buch riecht auch nicht." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.09.2006. Alle Zeitungen bringen Nachrufe auf Joachim Fest. Allen voran die FAZ, in der Frank Schirrmacher seinen Vorgänger als Innenarchitekt der offenen Gesellschaft würdigt. Die SZ bewundert Fests Respekt vor der geistigen Freiheit anderer. Und die taz hält ihn für den einflussreichsten konservativen Intellektuellen der Republik. Der vor zehn Jahren ermordete Rapper Tupac Shakur ist laut Welt eher ein Machiavelli des Rassen- und Klassenkampfs. Die NZZ registriert mit Missfallen, dass sich Manhattan nur noch Reiche leisten können. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.09.2006. Mit Martin Pollack reist die SZ durch Sarmatien zwischen Schwarzem Meer und Ostsee, Don und Weichsel. Die Welt sieht in Tom Tykwers "Parfum"-Verfilmung Nasenhärchen in Großaufnahme zittern und riecht doch nichts. Die NZZ zieht in Sachen Mozart Harnoncourts zwei Halbe den üblichen vier Vierteln vor. Die FAZ enthüllt den literarischen Trick des Papstes. Und FAZ wie Spiegel online melden, dass Joachim Fest tot ist.
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Heute in den Feuilletons

11.09.2006. Das Echo auf das Filmfestival von Venedig ist geteilt: Die taz hat so viele tolle Filme wie seit langem nicht gesehen. Die FAZ fragt sich, wer eigentlich keinen Löwen bekommen hat. Die SZ hat Hinweise, dass der Anfang vom Ende der Welt vielleicht schon im letzten Herbst eingeläutet wurde. In der Welt meldet Niall Ferguson aus dem Jahr 2031, dass dank der Nanotechnolgie der Krieg gegen den Terror gewonnen wurde. Die FR inspiziert die widerstandsfähigen Knautschzonen der neuen Hochhausgeneration. Und die NZZ inspiziert Googles digitale Bibliothek. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.09.2006. Thema Nummer eins ist der 11. September. Im zwölfseitigen Dossier der taz zum Jahrestag beklagt T.C. Boyle: "Die amerikanische Gesellschaft wird nur noch von Angst geleitet." In der NZZ glaubt Mark Lilla, der Terroranschlag habe die USA nicht aufgeweckt, sondern in einen Tiefschlaf versetzt. Und in der FR gerät Marlene Streeruwitz in die Depression der Sprachlosigkeit. Außerdem beschreibt der chinesische Nobelpreisträger Gao Xingjian in der Welt, wie Mao die Menschen zu Wölfen machte. Die SZ hat in Venedig eine sehr sinnliche und lehrreiche Architekturbiennale genossen. Die FAZ bewundert das schmutzige Genie Caravaggio. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.09.2006. In der SZ bedauert Tony Judt Amerika für den Kollaps seiner liberalen Intelligenz. In der FAZ bedauert Thomas L. Friedman Europa für seine Unfähigkeit, Leute schnell feuern zu können. Die NZZ erklärt, wie Hoteljournalismus im Irak funktioniert. Die taz beschreibt die Härten der Karriere-Konsolidierung im Pop-Geschäft. Und die Welt feiert einen gigantischen Werbeclip für Richard Strauss' "Rosenkavalier". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.09.2006. Daniel Barenboim rät Israel in der Zeit, nicht alles auf die Karte Amerika zu setzen. Ayaan Hirsi Ali rät Europa im Tagesspiegel, die muslimischen Frauen nicht links liegen zu lassen. In der SZ vermisst Najem Wali in den arabischen Medien eine Beschäftigung mit den fundamentalistischen Wahhabiten. Die FR ist mit den westlichen Erklärungsansätzen nach dem 11. September noch nicht zufrieden. Für die Welt riecht Patrick Süskinds Zurückgezogenheit nach Selbstvermarktung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.09.2006. Die SZ verabschiedet sich mit Joachim Fests gutbürgerlichen Erinnerungen "Ich nicht" von zwei Generationen moralischen Kaspar Hausers in Deutschland. In der FR hält Marcel Reich-Ranicki das politische Engagement von Schriftstellern für wirkungslos bis schädlich. Der Dresdner Museumsdirektor Martin Roth plädiert in der Welt für einen Fonds zum Rückkauf restituierter Kunstwerke. Die NZZ warnt Venedig vor dem neuen Roma-Cinema-Festival. Und die FAZ kratzt am Image des boomenden Indiens. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.09.2006. In der taz kritisiert Klaus Modick die Häme, Machtimpulse und Verunglimpfungskritik der Feuilletons. In der SZ pocht Oliver Stone darauf, dass sein 9/11-Film "WTC" unpolitisch ist, was ihm Slavoj Zizek jedoch nicht durchgehen lassen will. Die FAZ berichtet über das Walten der chinesischen Internet-Polizei. Die Welt begutachtet die neo-putinistische Architektur in Moskau. Die Berliner Zeitung beschreibt, wie heikel historische Themen für türkische Autoren sind. Und die NZZ schwärmt von John Banvilles Roman "Die See". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.09.2006. Die Welt porträtiert die Berliner Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates, die nach einem weiteren Überfall resigniert ihre Kanzlei schließt. Außerdem hat sie schon Jonathan Franzens morgen erscheinenden Erinnerungen an seine ereignislose Jugend in Missouri gelesen. In der SZ preisen die Architekten Almut Ernst und Armand Grüntuch die deutsche Großstadt. Die taz erkennt in Bazon Brock einen Papa Schlumpf-Laokoon. Die FR ist begeistert von Robert Wilsons Schönberg-Inszenierung "Erwartung", die NZZ eher entgeistert von Thomas Ostermeiers "Sommernachtstraum". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.09.2006. Die Welt stellt erfreut fest, dass der 11. September die Wirklichkeit in die Literatur zurückgebracht hat. In der Berliner Zeitung schlägt Adriano Sofri Israel vor, auf seine Atomwaffen zu verzichten. Die NZZ inspiziert das Gegenwartstheater und fürchtet, dass Interventionen von Theatergruppen im Libanon sinnlos wären. Die SZ fühlt sich in Paul Verhoevens Film über das von Nazis besetzte Holland wie in einem B-Katastrophenrettungsmovie der Siebziger. Die taz spielt Adventures mit George Bush zitierenden Army-Sergeants. Yasmina Rezas Beziehungsstück "Im Schlitten Arthur Schopenhauers" kommt nicht gut weg. Die Reza ist halt nicht Albee und schon gar nicht Strindberg, erklärt die FAZ. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.09.2006. Das Welt-Feuilleton hat als einziges mitbekommen, dass der gestrige Tag ein geisteshistorisch einschneidendes Datum war: Google Book Search stellte Tausende Klassiker online. In der SZ kritisiert Pawel Huelle polnische Politiker, die aus dem Fall Grass Kapital schlagen wollen. Die FAZ bringt ein Interview über den kommenden Roman von Wolf Haas, ein Interview. Die taz nimmt Luftwurzeln und Orchideen zu Hilfe, um die Schönheit von Apichatpong Weerasethakuls venezianischem Wettbewerbsbeitrag "Sang Sattawat" zu beschreiben.
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Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Ganz neue Schrecknisse

11.06.2013. In Antoine Fuquas "Olympus Has Fallen" tritt Gerald Butler gegen Nordkorea an; wir drücken gerne die Daumen. Peter Stricklands "Berberian Sound Studio" dienen das Exploitationkino und sein Sound-Design als Folie für einen abgründigen Horrorfilm.
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Archiv: Bücherschauen

An der Nullgrenze aller moralischen Vorstellungen

18.06.2013. Tränen vergossen hat die NZZ über Julia Kissinas Roman "Frühling auf dem Mond", vor Glück und vor Trauer. Außerdem stellt sie fest, dass E.L. Doctorow auch die kleine Form meisterhaft beherrscht. Die SZ rät dringend zu Jürgen Grässlins "Schwarzbuch Waffenhandel". Die taz lernt von der Literaturwissenschaftlerin Eva Eßlinger: Wir leben in einer Dienstbotenromanze. Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Das Konzept eines Gottes

11.06.2013. Jawohl, es ging am Taksim auch um Alkohol und zwar zurecht, meint Atlantic. In Eurozine bezweifelt Timothy Snyder, dass Antisemitismus der Grund für den Holocaust war. GQ erzählt die Geschichte von Kim Jong-ils Sushi-Meister. Elet es Irodolam ahnt, warum wütende Antikommunisten in Ungarn an der Aufarbeitung des Kommunismus nur mäßig interessiert sind. The Believer lässt den Comic-Hexenmeister Alan Moore zu Wort kommen. Mehr lesen

Die Reichen und die Diebe

04.06.2013. Manchmal sind sogar Zeitungen dafür, das Urheberrecht zu vereinfachen, lernt der Economist. Nur die Medien glauben, die Aufständischen hätten den Bürgerkrieg in Syrien schon gewonnen, meint die London Review of Books. In Osteuropa überlegt Olga Radetzkaja, warum der nationalbolschewistische Autor Zakhar Prilepin im deutschen Literaturbetrieb so wohlige Schauer auslöst. In Nepszabadsag sieht Laszlo Vegel eine Befriedung der serbischen Nationalisten aufschimmern. In Le Monde sieht Boualem Sansal schwarz für Algerien. Die Financial Times sieht gar nicht schwarz für Somalia. Die New York Review of Books möchte keine Kreuzfahrt nach Venedig machen, danke. Mehr lesen

Orgien der Untreue

28.05.2013. Im New Yorker spielt David Sedaris Gästezimmer-Gambit. In El Pais Semanal hat Javier Cercas andere Sorgen als die Monarchie. Der Rolling Stone besucht Daft Punk. Verehrung für den ältesten Sohn kann tödlich sein, stellt die NYRB mit Blick auf Mutter und Vater Tsarnaev fest. In National Geographic träumt Phyllis Batumbil vom traditionellen Aboriginesleben, aber mit Webseite. MicroMega findet in Italien keinen Arzt für eine Abtreibung. Der Economist verschlüsselt jetzt auf Photonenbasis. Wieviel sexuelle Lust darf eine Frau haben, bevor die Gesellschaft zerspringt, fragt die NYT. Mehr lesen

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

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