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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Bärig, aber sensibel

Im Kino: John Michael McDonaghs Priesterdrama "Calvary" und Tim Storys "Think Like a Man Too".

Raum für ein paar härtere Fragen

Nicht das Virus, sondern fehlende Ärzte sind das Problem bei Ebola, meint die LRB. Die Magschau

Anne Carson: Anthro- pologie des Wassers

Erkundungen über Leben, Liebe und die Verschie- denheit von Männern und Frauen. Leseprobe

BÜCHERSCHAU DES TAGES

Das gebaute Mittelmaß

25.10.2014. Die Welt liest in George Dysons Buch "Turings Kathedrale" nach, wie Mathematik und Militär gemeinsam in Princeton die Digitalisierung ausheckten. Bittere Erkenntnisse über die Intelligenzen von Primaten entnimmt sie Bettina Suleimans Roman "Auswilderung". Die NZZ lässt sich ein bisschen Antiimperialismus in Yasushi Inoues Roman "Die sieben Rosen von Tokyo" gern gefallen. Großes Lob spendet sie auch Andrej Kurkows für "Jimi Hendrix live in Lemberg". Und die taz freut sich über Liza Codys Roman "Lady Bag". mehr lesen

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Der Bursche macht keine Tricks

25.10.2014. Im Standard staunt Luc Dardenne über den neuen italienischen Stil seines Regiebruders Jean-Pierre. Außerdem huldigt der Standard mit Martin Schnur Velázquez. Etwas entgeistert reagieren die Kritiker auf Stefan Nüblings Berliner Hebbel-Inszenierung "Der Untergang der Nibelungen". Die Berliner Zeitung wirft dem Regisseur vor, ein Verhältnis zur Geschichte zu haben "wie der Metzger zur Leberwurst". Die Welt erkennt: Gehry is so over! Allgemeines Aufatmen über das endgültige Ende des Streits um Suhrkamp. mehr lesen

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9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU

Der Bote mit den explosiven Exklusivinformationen

25.10.2014. Mit der Digitalen Agenda will die Bundesregierung die Anonymität im Netz abschaffen, stellt die FAZ fest. Ello und die Schweiz haben hingegen den Standortvorteil von Anonymität und Datenschutz erkannt. Wo im Mittelalter Judenpogrome stattfanden, kaufen die Menschen heute weniger Aktien, berichtet die Welt. In der taz gewährt Vamik Volkan Einblick in die Psychologie von Selbstmordattentätern. Und Frank Golczewski rät der Ukraine, die russischen Propagandalügen nicht auch noch zu bestätigen.  mehr lesen

MEDIENTICKER

Radiotopia

24.10.2014. Aktualisiert: Das volle Ausmaß der Print-Krise: 89 Prozent der Zeitschriften verloren Auflage - Doppelstrategie: Springer schickt Welt in den Google-Kampf -  Crowdfunding: Die Crowd, die nicht misstraut - Partizipativer Journalismus: "Moderatoren statt Meinungsdiktatoren sein", meint Mathias Müller von Blumencron - Büchnerpreisträger: Interview mit Jürgen Becker - Rechtsstreit: Suhrkamp kann zur AG werden - Rimbaud vom Cwmdonkin Drive. Auf den Spuren von Dylan Thomas + Storytelling: Das goldene Radio-Zeitalter steht noch bevor. Von Rüdiger Dingemann. mehr lesen

IM KINO

Bärig, aber sensibel

22.10.2014. Ein Sturm im katholischen Wasserglas entfacht John Michael McDonaghs "Calvary". In Tim Storys "Think Like a Man Too" zappelt Kevin Hart gegen ein rigoros gebändigtes Drehbuch an. Von Lukas Foerster, Nikolaus Perneczky. mehr lesen

MAGAZINRUNDSCHAU

Raum für ein paar härtere Fragen

20.10.2014. Nicht das Virus, sondern das katastrophale Gesundheitswesen in Liberia ist schuld an Ebola, schreibt Harvard-Experte Paul Farmer in der LRB. Micromega verortet Papst Franziskus zwischen Sein und Schein. Vice betreibt die Archäologie des Northern Soul. In Quietus verlangt Teju Cole mehr Gehör für Nigeria. Télérama schüttet die Gräben zwischen den Generationen zu. Wenn Hector Abad mit nur einer einzigen Website auf eine einsame Insel surfen dürfte, dann wäre das die Wikipedia, erklärt er in El Espectador. mehr lesen

VORGEBLÄTTERT

Anne Carson: Anthropologie des Wassers

20.10.2014. Erkundungsreisen über das Leben, die Liebe, die Verschiedenheit von Männern und Frauen und die Kunst, im Wetterleuchten Karten zu studieren. Lesen Sie hier einen Auszug aus Anne Carsons "Anthropologie des Wassers". mehr lesen

ESSAY

Aufruhr im Zwischenreich - Teil 4

17.10.2014. Gegen das antisuizidale "Dammbruch"-Argument: Wenn der Staat die Pflicht hätte, die Bürger zu ihrem eigenen Wohl vor sich selbst zu schützen, dann müsste man auch Rauchen, Motorradfahren und Currywürste verbieten. Von Daniele Dell'Agli. mehr lesen

IM ENTENTEICH

Scheitern in zunehmendem Umfang

15.10.2014. Trotz ihres Milliarden-Budgets kommen die Öffentlich-Rechtlichen nicht an die Jugend heran. Ein Grund mehr zu expandieren! Mit unverschämten Argumenten setzen sie die Politiker unter Druck. Von Thierry Chervel. mehr lesen

MAGAZINRUNDSCHAU

Wie mit weißer Tinte geschrieben

14.10.2014. Drei amerikanische Medien sehen schwarz in Afrika: Die Newsweek überprüft George Clooneys Engagement für den Südsudan. Der New Yorker schildert die von Frankreich gerade so gestoppte Selbstzerfleischung der Zentralafrikanischen Republik. In der New Republic bezweifelt Martha Nussbaum den Sinn westlichen Engagements. Ungarische Magazine beschreiben, wie Intellektuelle sich vom Regime glattschleifen lassen. Im New Statesman unterhält sich Grayson Perry mit Martin Amis. Télérama widmet sich der krisenhaften Beziehung von Truffaut und Godard. mehr lesen

ESSAY

Aufruhr im Zwischenreich - Teil 3

13.10.2014. Man kann nicht permanent die Persönlichkeitsrechte des Individuums als höchste Errungenschaft des Rechtsstaates feiern und ihm dann die Bestimmung der Art und Weise, wie er sein Leben beenden will, vorenthalten. Von Daniele Dell'Agli. mehr lesen

IM ENTENTEICH

Die Phase des Aufräumens

12.10.2014. Am Ende gab es eine Standing Ovation für Friedenspreisträger Jaron Lanier und eine kleine musikalische Zugabe. Vor dem Internet hat der Börsenverein die Totalkritik am Internet gewürdigt. mehr lesen

VORGEBLÄTTERT

Szilard Borbely: Die Mittellosen

02.10.2014. In den siebziger Jahren, in einem kleinen Dorf in Ungarn, wächst ein elfjähriger Junge auf. Die Familie ist sehr arm, doch das sind auch andere. Warum wird gerade sie im Dorf stigmatisiert? Und woher hatte der Großvater 1944 ein Fahrrad? In der Selbstbeobachtung des Außenseiters wächst dem Jungen ein unerhörter Scharfblick zu. Lesen Sie hier einen Auszug aus Szilárd Borbélys Roman "Die Mittellosen". mehr lesen

ESSAY

Aufruhr im Zwischenreich - Teil 2

01.10.2014. Die Frage, wie wir leben sollen, um sterben zu können, stellt sich neu mit der längeren Lebenserwartung. Für eine neue Ethik des Sterbens jenseits des Bündnisses zwischen einer reaktionären Religion, einer progressiven Apparatemedizin und einer untätigen Politik. Von Daniele Dell'Agli. mehr lesen

ESSAY

Aufruhr im Zwischenreich - Teil 1

26.09.2014. Im Schatten weltpolitischer Aktualität schleicht eine Debatte durchs Parlament, die unsere Gesellschaft im Innersten betrifft: Sie handelt von Sterbehilfe und Suizid. Plädoyer für eine Befreiung dieses Themas aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten, Teil 1: Reset und In wessen Namen? Von Daniele Dell'Agli. mehr lesen

VORGEBLÄTTERT

Diego Marani: Neue finnische Grammatik

22.09.2014. Triest 1943. Ein verwundeter Soldat, hat Gedächtnis und Sprache verloren. Da in seine Jacke ein finnischer Name eingestickt ist, vermutet der Arzt Doktor Friari, dass es sich um einen Finnen handelt. Er bringt ihm mühsam etwas Finnisch bei und schickt ihn schließlich nach Helsinki. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Romam "Neue finnische Grammatik" von Diego Marani. mehr lesen

VORGEBLÄTTERT

Hans Keilson: Tagebuch 1944

03.09.2014. Im März 1944 beginnt der Arzt und Schriftsteller Hans Keilson ein Tagebuch im holländischen Exil, mit gefälschtem Pass und teilweise im Versteck. Er schildert die Erfahrung des Untertauchens und berichtet von der Entfremdung gegenüber Frau und Kind, einer heimlichen Liebe, von Gedichten und Lektüre. Lesen Sie hier einen Auszug von April bis Oktober aus "Tagebuch 1944". mehr lesen

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BÜCHERBRIEF

Flucht nach innen

06.10.2014. Eduardo Halfon erweist sich als der Woody Allen Guatemalas. Nino Harataschwili führt durch hundert Jahre georgischer Geschichte. Scholastique Mukasonga erinnert an den Völkermord in Ruanda. Brendan Simms erzählt Europa als Beziehungsgeschichte zwischen Nachbarn. Ulrich Raulff blickt auf die Intellektuellenszene der siebziger Jahre zurück. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Oktober. mehr lesen

VORGEBLÄTTERT

Leseproben aus dem Sommer:

Lutz Seiler: Kruso

11.08.2014. Edgar Bendler strandet im Juni 1989 auf der Insel Hiddensee. Er wird Abwäscher im Klausner, wo er Alexander Krusowitsch - Kruso - kennenlernt und in die Rituale der Saisonarbeiter eingeweiht wird. Geheimer Motor dieser Gemeinschaft ist Krusos Utopie, die verspricht, jeden Schiffbrüchigen des Landes (und des Lebens) in drei Nächten zu den Wurzeln der Freiheit zu führen. Leseprobe

Jürgen Neffe: Mehr als wir sind

11.08.2014. Was wäre, wenn wir nicht mehr schlafen müssten? Anfang des 21. Jahrhunderts entdeckt der Chemielaborant Janush Coppki eine Wachdroge, die sich bald über die ganze Welt verbreitet. Jahrzehnte später stößt ein Biograf auf die Geschichte des unbekannten Coppki... Leseprobe

Bora Cosic: Lange Schatten in Berlin

25.08.2014. In seinem Buch "Lange Schatten in Berlin" streift Bora Ćosić durch die Großstadt und deutet die Zeichen der bürgerlichen Kultur Europas. Dabei setzt er in einer Art philosophischer Ausgrabung seine Exilheimat als Inbegriff des 20. Jahrhunderts neu zusammen. Leseprobe

Gabriele Weingartner: Die Hunde im Souterrain

18.08.2014. Die Geschichte von Felice und Ulrich, ein junges ambitioniertes Paar, das in den siebziger Jahren in Amerika lebt und forscht. Dann jedoch geschieht etwas, was Ulrich verändert, und er setzt seinem Leben ein Ende. Felice versucht schließlich nach Jahren das Geheimnis zu lüften. Leseprobe

Rainer Pöppinghege: Tiere im Ersten Weltkrieg

11.08.2014. Der Historiker Rainer Pöppinghege schildert, wie im Ersten Weltkrieg massenhaft Tiere rekrutiert und eingesetzt wurden. Millionen Brieftauben, Pferde, Hunde, Kamele und Ochsen waren für Kommunikation und Transport unverzichtbar, obwohl dieser Krieg schon industrialisiert war. Leseprobe

Fadhil al-Azzawi: Der Letzte der Engel

07.08.2014. Der irakische Schriftsteller Fadhil al-Azzawi erzählt Geschichten aus dem Irak der fünfziger Jahre, die wie Grimm'sche Märchen anmuten. In Kirkuk lebt sein Held Hamid Nylon, der sich schließlich als Revolutionär betätigt. Leseprobe

Alastair Brotchie: Alfred Jarry

04.08.2014. Alfred Jarry (1873-1907) war der Schöpfer des Père Ubu, jener legendären Figur, die er in wechselnden Rollen in heute noch gespielten Theaterstücken hat auftreten lassen. Um seine Person ranken sich wilde Geschichten und Anekdoten, die Alastair Brotchie in seiner Biografie zusammengetragen hat, zugleich eine Chronik des französischen Fin de Siècle. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Alfred Jarry. Ein pataphysisches Leben". Leseprobe

Esther Kinsky: Am Fluss

31.07.2014. Esther Kinsky erzählt von Spaziergängen an Flusslandschaften, an der Grenze zwischen Stadt und Land, Menschen und Wildnis. Sie nutzt diese Terrains vagues als Freiraum für Erinnerung und Reflexion. Leseprobe

Weitere Leseproben

BuchLink

In Kooperation mit den Verlagen ( Info ) : Hier können Verlage Leseprobenlinks zu Büchern präsentieren, die gerade besprochen wurden.

Cover: Heinrich Detering: Thomas Manns amerikanische Religion
Heinrich Deterings Buch entdeckt und erforscht einen weißen Fleck auf der Landkarte von Thomas Manns Leben und Werk. Sein Buch erzählt die Geschichte von Thomas Manns bislang unbekannter Beziehung zur Unitarischen Kirche in Kalifornien - eine Geschichte, die vom Verhältnis zwischen Politik und Religion handelt, vom öffentlichen Engagement und von ...

Cover: Ralf Ahrens , Norbert Frei , Jörg Osterloh: Flick
Kein Name verkörpert das Drama der deutschen Wirtschaft im 20. Jahrhundert klarer als der Name Flick. Zweimal folgte dem beispiellosen Aufstieg der politische und moralische Bankrott. Unter vier politischen Systemen, vom späten Kaiserreich über die Weimarer Republik und das Dritte Reich bis in die Bundesrepublik, war Flick erfolgreich- ...

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