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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Zum Grillen: Erwünscht?

Echte Versager in Alan Carters  "Prime Cut". Und Mukoma wa Ngugi über Nairobi. Mord und Ratschlag von Thekla Dannenberg

Tradition der zerteilten Körper

Wie ein Flugzeugabsturz zum Bild wird: Nachdenken über die Bildsprache von Katastrophen. Von Ulf Erdmann Ziegler

Der Tempel im Innern unseres Hörens

Schrieb das meistgeliebte irische Gedicht: Seamus Heaney. Die Tagtigall von Marie Luise Knott

BÜCHERSCHAU DES TAGES

Schön Trübsal blasend

30.03.2015. Ein bisschen struppig, aber mutig und provokant findet die SZ Laurie Pennys feministische Essays "Unsagbare Dinge" über Sex, Lügen und die Revolution. Mit Klaus Harpprechts Erinnerungen "Schräges Licht"  lernt sie die heiter-eskapistischen Seiten der fünfziger Jahre kennen. Die FAZ vergnügt sich mit Annette Pehnts und Jutta Bauers "Bärbeiß" und geht mit Paul Biegele und "Virgilius Tulle auf Tortenjagd". mehr lesen

MEDIENTICKER

Erzählen & kein Ende

30.03.2015. Viele Verlierer: Die 50 umsatzstärksten Zeitschriften - Zuckerbergs Medienoffensive - Wie Falschmeldungen im Netz entstehen und wie man dafür sorgen kann, dass sie weniger werden, weiß Jan Tißler - Menschen &Landschaften: Wim Wenders im Gespräch - Was, wenn es keine Orte mehr gibt? Peter Handkes heiter-melancholisches Weltendrama + Glückwünsche: Eric Clapton zum 70. &  Uwe Timm zum 75. mehr lesen
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EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Denkscharfe Realismuspranke

30.03.2015. Große Oper in Salzburg mit Ruggero Leoncavallos "Pagliacci" und Pietro Mascagnis "Cavalleria Rusticana". Jonas Kauffmann singt beide Hauptrollen und Philipp Stölzl teilt das Bühnenbild sechsfach. Welt und Tagesspiegel sind hingerissen, während FAZ und Standard besorgt die Stirn kraus ziehen. An Dmitri Tcherniakovs Inszenierung des "Parsifal" in Berlin gefiel vor allem Daniel Barenboims musikalische Leitung. Zeit online ist bestrickt von VAN, einem neuen Tablet-Magazin für klassische Musik. Die FAZ feiert bei den Männerschauen in Paris die Rückkehr des Pfaus. Nur das E-Paper der SZ war heute leider nicht erreichbar. mehr lesen

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU

Teil jener Meute

30.03.2015. In der NZZ weist Necla Kelek darauf hin, dass das Kopftuch zu keiner Zeit und nirgendwo ein Zeichen von Emanzipation oder Freiheit gewesen ist. Nach der Germanwings-Katastrophe gibt es Diskussionen über den Umgang mit der Diagnose Depression und über die Berichterstattung in den Medien. Die Zeit warnt vor den Tücken des Predictive Policing. In der Washington Post wendet sich Tim Cook gegen Gesetze amerikanischer Bundestaaten, die sexuelle Diskriminierung mit religiöser Begründung wieder zulassen wollen. mehr lesen

MALUMA UND TAKETE

Tradition der zerteilten Körper

27.03.2015. Wie ein Flugzeugabsturz zum Bild wird, und warum ein "schlechtes Bild" durch ein "gutes Bild" überschrieben wird. Nachdenken über die Bildsprache von Katastrophen. Von Ulf Erdmann Ziegler. mehr lesen

IM KINO

Zaghaft funkelndes Begehren

25.03.2015. Entschlossen drauflos lärmen dürfen drei Punkerinnen in Lukas Moodyssons schöner Teenager-Hommage "Wir sind die Besten!". Gianfranco Rosi beobachtet in seinem mit einem goldenen Löwen preisgekrönten Film "Sacro GRA" schräge Vögel an der Autostrada del Grande Raccordo Anulare. Von Rajko Burchardt, Patrick Holzapfel. mehr lesen

MORD UND RATSCHLAG

Zum Grillen: Erwünscht?

24.03.2015. Alan Carter schickt in "Prime Cut" einen echten Versager und eine traumatisierte Polizistin an Australiens Südpazifik-Küste, um den Kampf gegen die Haie in internationalen Minenkonzernen aufzunehmen. Durch dichte Marihuana-Schwaden zeichnen sich in Mukoma wa Ngugis "Black Star Nairobi" die Umrisse einer Weltverschwörung ab.
Von Thekla Dannenberg. mehr lesen

MAGAZINRUNDSCHAU

In der peripheren Pfütze

24.03.2015. Al Ahram stellt erste Pläne für die neue Hauptstadt Ägyptens vor. Im Guardian ahnt David Graeber, warum wir immer noch arbeiten müssen: Um die verdammten Hippies unter Kontrolle zu halten. In Ceska pozice erklärt der der tschechische Philosoph Václav Bělohradský, warum man mit Populisten reden muss. Im Espresso stellt Roberto Saviano den salvadorianischen Autor Oscar Martinez vor. Der Rolling Stone schickt eine Reportage aus dem Irak, Longreads fährt durch Spitzbergen und Guernica erzählt vom Leben einer berufstätigen Frau in Teheran. mehr lesen

TAGTIGALL

Der Tempel im Innern unseres Hörens

23.03.2015. Niemand feiert seine Dichter so wie die Iren. Als vor einigen Monaten ein Fernsehsender das meistgeliebte irische Gedicht des 20. Jahrhunderts suchte, fiel die Wahl aus Tausenden von Zusendungen auf Seamus Heaneys Erinnerung an das Kartoffelschälen mit seiner Mutter. (Bild: Wikipedia/Simon Garbutt) Von Marie Luise Knott. mehr lesen

IM ENTENTEICH: REDAKTIONSBLOG

Außerhalb des Blumenbeets

17.03.2015. Das Welterweiternde, Weltverändernde des Gedichts, wie es immer heißt, vielleicht hat es der Giersch gefressen - oder warum geht der Leipziger Buchpreis an Jan Wagner? Von Sascha Josuweit. mehr lesen

ESSAY

Ich denke hier an einen Walzer

11.03.2015. Freiheitskämpfer wie Kreisky leben überall auf der Welt verstreut, zu verschiedensten Zeiten an verschiedensten Orten und gehören unterschiedlichsten Ethnien, Nationen, Hautfarben und Religionen an. Männer und Frauen, die der Geist der Freiheit eint. Sie kämpften gegen das Böse, gingen ins Gefängnis oder ins Exil, manche kamen dabei auch um, und sie sind nicht sehr zahlreich, doch sie gehen in das Gedächtnis der Menschheit ein. Dankesrede zur Verleihung des Kreisky-Preises Von Najem Wali. mehr lesen

VIRTUALIENMARKT

Kinder ihrer Zeit

06.03.2015. Der EuGH hat entschieden: ein Buch ist nur dann ein Buch, wenn es auf einem physischen Träger geliefert wird. Damit entfällt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Ebooks, die in Europa teuer bleiben. Das freut weder Autoren noch Verlage noch Kunden, nur die Betreiber von Webseiten zum illegalen Download. Von Rüdiger Wischenbart. mehr lesen

VORGEBLÄTTERT

Valerie Fritsch: Winters Garten

04.03.2015. Nach Jahren in der Stadt zieht der Vogelzüchter Anton Winter mit seiner Familie in die Gartenkolonie, in der er aufwuchs: Eine heilige Kinderzeit, in einem großen, todesvernarrten Haus, in dem Anton Winter so sehr zu Hause war und nichts anderes lernte, als ein großer Mensch zu werden und am Ende so klein zu sein wie alle anderen und keine Angst davor zu haben. Lesen Sie hier einen Auszug aus Valerie Fritschs Roman "Winters Garten". mehr lesen

MALUMA UND TAKETE

Ganz und gar Anti-Ödipus

27.02.2015. Man könnte das Bild der Sexualität, das Will McBride mit seinem fotografischen Korn betörend im Detail gezeichnet hat, als progressiv-protestantisch bezeichnen: offen, kreatürlich, sauber, hell. Erinnerungen an einen Fotografen, der die Bundesrepublik der frühen Siebziger prägte. Von Ulf Erdmann Ziegler. mehr lesen

ESSAY

Die vertauschten Opfer

23.02.2015. Der Begriff der Islamophobie verfolgt drei Ziele: Er erklärt Kritik an Religion zu Rassismus. Er will die Diskriminierung von Muslimen dem Antisemitismus gleichstellen. Und er pocht auf einen Status der Singularität, den er dem Holocaust neidet. Von Pascal Bruckner. mehr lesen

ESSAY

Radikale Auslöschung

19.02.2015. Die von Olivier Roy gezogene Parallele zwischen RAF-Terrorismus und "Islamischem Staat" führt in die Irre. Die Mörder aus Paris und Kopenhagen, aber auch aus Nigeria und Syrien folgen einer totalitären Liquidierungslogik, die den Begriff des exterministischen Terrorismus angemessen erscheinen lässt. Eine Begriffsklärung. Von Wolfgang Kraushaar. mehr lesen

ESSAY

Wer was wozu gehört

16.02.2015. Die Frage ist nicht, ob der Islam zu Deutschland gehört, sondern welcher. Und die andere Frage ist, welcher Islam mit dem Islamismus nichts zu tun hat. Anmerkungen zu einer absurden Debatte. Von Daniele Dell'Agli. mehr lesen
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BÜCHERBRIEF

Zweimal falsch abgebogen

09.03.2015. Edouard Louis führt uns in das schwulenfeindliche Milieu des Lumpenproletariats der Picardie. Robert Kisch erzählt die Geschichte seines Abstiegs vom Journalisten zum Möbelverkäufer. Ian Buruma beschreibt die Welt am Wendepunkt 1945. Dies alles und mehr in den besten Büchern des März. mehr lesen

VORGEBLÄTTERT

Leseproben aus dem Frühjahr 2015:

Götz Aly: Volk ohne Mitte

13.02.2015. Götz Aly porträtiert in einem Essay aus seinem neuen Buch "Volk ohne Mitte", den wir hier gekürzt vorblättern, den Ökonomen Wilhelm Röpke, der in seinen Schriften einen ungeheuren prognostischen Scharfsinn bewies. Leseprobe

Marcel Ophüls: Meines Vaters Sohn

28.01.2015. Der Filmemacher Marcel Ophüls hat wie kein anderer den Mythos des französischen Widerstands gegen die deutschen Besatzer angekratzt. Lesen Sie hier einen Auszug aus seinen Erinnerungen über die Dreharbeiten zu Ophüls Dokumentarfilm "Le Chagrin et la pitié" (1969), der die französische Kollaboration mit den Nazis zum Thema hatte, über die französischen Reaktionen auf den Film und über die Dreharbeiten zu dem Dokumentarfilm "Veillées d'armes" (1994), der Kriegsberichterstatter in Jugoslawien begleitete. Leseprobe

Julie Mazzieri: Grabrede auf einen Idioten

26.01.2015. Der Idiot stört. Der Idiot wird beseitigt. Einfach so, in einen Brunnen geworfen. Doch als man wider Erwarten seinen Leichnam findet, braucht das Dorf einen Mörder. Leseprobe

Lydia Tschukowskaja: Untertauchen

22.01.2015 Im Winter 1949 fährt Nina Sergejewna einige Wochen in ein Sanatorium für Künstler auf dem Land. Hier will sie - zurückgezogen und für sich - schreiben. Und hier trifft sie den Schriftsteller Biblin, der im gleichen Arbeitslager saß wie ihr Mann. Leseprobe

BuchLink

In Kooperation mit den Verlagen ( Info ) : Hier können Verlage Leseprobenlinks zu Büchern präsentieren, die gerade besprochen wurden.

Cover: Ernst Jünger. Kriegstagebuch 1914-1918. Klett-Cotta Verlag, 2010.Ernst Jünger: Kriegstagebuch 1914-1918
Ernst Jüngers Frontbericht "In Stahlgewittern" ist neben Erich Maria Remarques Roman "Im Westen nichts Neues" das berühmteste deutschsprachige Buch über den Ersten Weltkrieg. Die "Stahlgewitter" sind jedoch kein…

Cover: Bernardo Carvalho. In Sao Paulo geht die Sonne unter - Roman. Luchterhand Literaturverlag, 2009.Bernardo Carvalho: In Sao Paulo geht die Sonne unter
Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Karin von Schweder-Schreiner. Immer wieder besucht ein arbeitsloser Werbetexter ein japanisches Restaurant in seiner Heimatstadt Sao Paulo. Eines späten, melancholischen Abends fragt ihn…

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