Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.05.2013, 14.09 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Januar 2006


Heute in den Feuilletons

31.01.2006. In der Welt warnt Geert Mak die Deutschen vor dem "holländischen Fieber". Nach dem Comicfestival von Angouleme empfiehlt die NZZ den Zeichner Kotobuki Shiriagari, der in dem Comic-Roman "Yaji-Kita in Deep" zwei schwule und drogensüchtige Samurais auf eine Odyssee durch Japan schickt. Die Berliner Zeitung staunt, wie spitz der Pianist Martin Stadtfeld manche Mozart-Noten nimmt. Die SZ wendet sich entschieden gegen das neue Bürgerlichkeitsgeschwätz, schon wegen des notorischen Mangels an gutem Personal. Ferner stellt sich angesichts verstärkten Schneefalls von neuem die Flachdachfrage: Konservative Zeitungen plädieren fürs Spitzdach. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.01.2006. Die FAZ findet die deutschen Theater theaterblutrünstig. Die FR mochte Roland Schimmelpfennigs Stück "Auf der Greifswalder Straße" dagegen sehr. Für die Welt scheitert Michael Hanekes Hyperrealismus im Pariser "Don Giovanni" an Mozarts Surrealismus. In der SZ schreiben ein israelischer und ein palästinensischer Autor über die neue Lage nach dem Wahlerfolg der Hamas. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Präparatorin Navena Widulin. Außerdem streiten hier Nadeem Elyas, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, und die Frauenrechtlerin Seyran Ates über den baden-württembergischen Fragebogen für einwanderungswillige Muslime. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.01.2006. In der NZZ hält Dirigent Nikolaus Harnoncourt das Mozartjubiläum für einen Skandal und eine Schande. Die FR preist Martin Heckmanns Theater als den besten Espresso in der Latte-macchiato-Soße. In der Welt beschreibt die Schriftstellerin Zeruya Shalev die Macht des Todes in Israel. In der SZ vermisst Alexander Stille demokratisches Muskelgedächtnis in Italien. Die taz bringt ein Interview mit Salman Rushdie. Die FAZ beschreibt, wie türkische Vereine versuchen, Berliner Schüler um ihre Zukunft zu bringen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.01.2006. Joannes Chrisost Wolfgangus Theophilus ist heute allpräsent, auch wenn die FAZ daran erinnert, dass dergleichen Historien Leopold Mozart vor genau 250 Jahren noch auf die Nerven gingen. In der Welt staunt der Komponist und Klarinettist Jörg Widmann über die ausbleibende Durterz in der Bläserserenade KV 388. In der SZ versucht Wolfgang Rihm zu ergründen, warum die im Grunde gleichen Komponisten Vanhal, Cannabich, Kozeluch, Jommelli, Kraus heute vergessen sind. Die NZZ fragt, warum die Südkoreaner den Klonfälscher Hwang Woo Suk so lange verteidgten. Die taz entlarvt Papst Benedikts XVI. Taschenspielertricks. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.01.2006. Die NZZ staunt über deutsche Identitätsdiskurse, die SZ über dänische. In der taz trägt Michael Haneke ein Büßerhemd. Die Zeit bewundert den King of Afrorap, die FAZ den Bauch von Daniel Auteuil und die FR Karl Lagerfelds Lolitas. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.01.2006. Die taz widmet ihre Seite 1 dem Pinocchio-Preis für Silvio Berlusconi - mit einer Laudatio von Dario Fo. Die Welt spricht mit der Mao-Biografin Jung Chang über die Viererbande. Die Zeitungen bestaunen Steven Spielbergs "München"-Film, aber sie bewundern ihn nicht. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.01.2006. Die taz stellt das nächste große Ding vor: Türkisch-deutsche Arabesk-Musik. In der Welt erzählt Andrej Kurkow von seinem ersten Jahr mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko. In der SZ kritisiert der ägyptische Schriftsteller Ahmad al-Aidi die Angst der deutschen Verleger vor oppositionellen Autoren. Und der Figaro zeigt einen interkulturellen Dialog zwischen John Galliano und der katholischen Kirche. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.01.2006. In der NZZ beklagt der Philosoph Otfried Höffe das Fehlen einer europäischen Öffentlichkeit. Die FR staunt über die eindrucksvoll jähen Forte-Attacken der Edita Gruberova als "Norma". In der FAZ findet der kosovarische Schriftsteller Beqe Cufaj recht kritische Worte über Ibrahim Rugova. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.01.2006. Die NZZ staunt über die Mythomanie in der jüngsten amerikanischen Erinnerungliteratur. In der Welt identifiziert Emanuele Ottolenghi einen neuen europäischen Antisemitismus, und Hanns-Joseph Ortheil hört Mozart. In der taz analysiert Hanns Zischler Steven Spielberg. Die Berliner Zeitung rekonstruiert das palästinensische Attentat auf die israelische Olympiamannschaft in München 1972. Spiegel Online interviewt Götz Aly zum neuen Bündnis des Irans mit europäischen Holocaustleugnern. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.01.2006. Im Spiegel ruft Götz Aly die EU zur Organisation einer Gegenveranstaltung zu einer im Iran geplanten Konferenz von Holocaustleugnern auf. In der Welt warnt Mario Vargas Llosa vor umgekehrtem Rassismus in Lateinamerika. Die NZZ hofft auf die Effekte der in Japan eingeführten weiblichen Thronfolge. In der Berliner Zeitung meditiert der Historiker Moshe Zimmermann über das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft im Jahr 1972. In der SZ schildert Ibrahim Al-Hariri, wie die Angst vor Al Sarkawi im Irak zur Obsession wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.01.2006. In der Zeit spricht Michael Haneke über das schlechte Gewissen Frankreichs. Die NZZ schildert das arabische Verhältnis zum Holocaust. Die Welt porträtiert die Jungdramatikerin Anja Hilling. Die FAZ verteidigt Suhrkamp und begibt sich auf die Spur des "Stanislauer Phänomens". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.01.2006. Im Tagesspiegel verteidigt Tony Kushner sein Drehbuch zu Steven Spielbergs umstrittenem "Munich"-Film. Die FAZ schildert Exzesse des katalanischen "Nationalismus". Die FR macht uns mit der "Jesus-hat-uns-alle-lieb-Architektur" vertraut. Laut SZ gefährdet die CDU gerade ihr traditionelles Bild der Normalfamilie. Die Welt stellt die neue Dauerausstellung im Haus der Wannsee-Konferenz vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.01.2006. In der Welt schreibt Niall Ferguson über den kommenden Krieg zwischen Israel und dem Iran. Und Peter Schneider wendet sich keineswegs gegen einen Wissenstest für muslimische Einwanderer, wohl aber gegen einen Gesinnungscheck. In der SZ erzählt Zhang Ziyi, wie sie alle zum Heulen brachte ohne zu weinen. In der taz erklärt Norbert Bolz, wie man zugleich links sein und sich mit Relativismus abfinden kann. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.01.2006. In der NZZ besingt Bahman Nirumand die befreiende Wirkung des Internets im Iran. Außerdem wird der Film "Grounding" über das Ende des Symbols Swissair vorgestellt. Die Welt sagt ade Palast, hallo Stadtschloss. Und der Zoologe Josef H. Reichholf äußert seine Bewunderung für die europäische Bauernschaft, den einzigen Stand, der es schafft, sich fürs Nichtstun bezahlen zu lassen. In der taz verteidigt die Migrationsforscherin Necla Kelek den "Muslim-Test". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.01.2006. Paul Berman staunt in der Welt über den französischen Antiamerikanismus von fast schon nordkoreanischen Ausmaßen. Der Politikwissenschaftler Franz Walter rügt seine Kollegen für ihre Arroganz gegenüber dem Volk. Die NZZ reist ins chinesische Pingfang, um die Greueltaten der japanischen Besatzer zu erleben. Kinder sind Mitläufer, erkennt Irene Dische in der Berliner Zeitung. Die SZ attestiert dem Suhrkamp Verlag heroischen Wahnsinn, die taz seziert das sich selbst reproduzierende System Marcel Reich-Ranicki. Und in der FR hofft Meir Shalev auf das Ende der Generäle in der israelischen Politik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.01.2006. Die FAZ stellt fest, dass die besten Schweizer Bücher derzeit von eingewanderten Autorinnen kommen. In der SZ warnt Timothy Garton Ash vor Chinas leninistischen Kapitalismus. Die NZZ schildert, wie Adam Michnik ins Kreuzfeuer der polnischen Kritik geriet, und surft über arabische Websites. Die Welt erliegt der Sinnlichkeit der chinesischen Stummfilm-Diva Ruan Lingyu. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.01.2006. "Europa hat keine Seele, kein Herz, keine feste Form" verraten Richard Swartz und Rolf Gustavsson in der SZ. Die taz analysiert den neuen intuitiven Schuldaffekt im amerikanischen Politkino. Die FR besingt die kulturhistorische Leistung von Filmpiraten. Leon de Winter pocht in der Welt auf das Recht der Juden, sich als Antisemiten zu beschimpfen. Und in der Zeit stellt Robert Rauschenberg die einzige Kunstkritikerin vor, von der er sich was sagen lässt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.01.2006. Bei Spiegel Online beschreibt Gerd Koenen, wie uns der internationale Terror in die Falle der moralischen Indifferenz geführt hat. Die taz analysiert den Unterschied zwischen Bundesrepublik und Deutschland. Der NZZ fehlten im Kosovo Strom, Jobs und Identität. In der FR erfahren wir, dass die Documenta 2007 irgendwie ein Spannungsfeld zwischen Lokal und Global aufbauen wird. Die FAZ fürchtet angesichts der Honorarforderungen der Übersetzer um das deutsche Verlagswesen. In der Berliner Zeitung erklärt Patrice Chereau, warum er Joseph Conrad verfilmte - wegen seines Satzes: "Wenn ich gewusst hätte, dass Sie mich lieben, wäre ich nie zurückgekehrt." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.01.2006. In der SZ begutachtet der Architekt Eyal Weizman Ariel Sharons Architektur der Ruinen. Hassan Khader dagegen versucht Sharons Masterplan für die Rekonstruktion der Wirklichkeit zu verstehen. In der FAZ erklärt Lars Henrik Gass, was Wissenschaft und Kunst niemals am Kino verstehen werden. Die FR prophezeit japanische Verhältnisse in Deutschland. Und die taz beteuert, dass in Berlin entgegen anderslautender Vermutungen doch Geld verdient wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.01.2006. Abschied von einem Titan: Die Figur Ariel Scharons beschäftigt Tom Segev in der Welt, Natan Sznaider in der NZZ und Moshe Zimmermann in der SZ. In der FR rät Peter Fuchs von der Folter in der Demokratie ab. Die FAZ hört unter Schmerzen das Kulturradio in Berlin. Die taz sieht die Pornografisierung gelassen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.01.2006. In der Welt empfiehlt Daniel Goldhagen den Türken, sich die Deutschen zum Vorbild zu nehmen. In der FAZ kommentieren Amos Oz und David Grossman die Lage in Israel. In der NZZ erklärt Laszlo Földenyi, wie sich die Ungarn erinnern, indem sie vergessen. Die SZ bringt einen Schwerpunkt zum Thema Überwachen und Strafen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.01.2006. Die Welt erzählt, wie Jung Changs Mao-Biografie unter Chinas Dissidenten diskutiert wird. In der FAZ werfen zwei ehemalige Mossad-Agenten Steven Spielbergs "Munich"-Film eklatante Ungenauigkeiten vor. In der taz erklärt der Dokumentarfilmer Wilfried Huismann seine These, dass Fidel Castro den Kennedy-Mord in Auftrag gegeben habe. Die Berliner Zeitung feiert die Heimkehr der verlorenen Tochter Fritzi Haberlandt. Die NZZ freut sich auf den dreihunderttausendsten Isländer.
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Heute in den Feuilletons

05.01.2006. Die Zeit bringt einen Schwerpunkt über den Kind-Gott-Engel-Mensch und Witz-Ernst-Sonnen-Nacht-Künstler Mozart. Die FAZ macht sich Sorgen um Europa nach dem Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine. Die Welt hofft, dass Angela Merkel uns aus der von Gerhard Schröder verursachten Schopenhauerschen Willenlosigkeit herausholt. Und in der SZ spricht Daniel Barenboim über sein israelisch-palästinensisches Orchester. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.01.2006. Die NZZ will die Kultur Asiens in unseren Bildungshorizont aufnehmen. In der FR fordert Heinz Bude ein Engagement der Linken für die Mitte der Gesellschaft. Die FAZ analysiert den Umbruch in der deutschen Fernsehlandschaft. Im Tagesspiegel kommentieren die ukrainischen Autoren Oksana Sabuschko und Mykola Riabtschuk den Streit zwischen der Ukraine und Russland. Die Welt porträtiert den Choreografen Marco Goecke. Und Andreas Dresens Film "Sommer vorm Balkon" stößt nicht nur in der Berliner Zeitung auf Begeisterung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.01.2006. In der SZ kritisiert Wolfgang Benz, die Konzeption für das geplante Berliner Zentrum gegen Vertreibungen. Die taz kritisiert die französischen Geschichtsgesetze, die ein bestimmtes Bild von der Kolonialgeschichte oder vom Holocaust dekretieren wollen. In der Welt geißelt John Le Carre die Mitverantwortung des Westens für die Entstehung des Islamismus. Die FAZ fragt sich, welche Auswirkungen der Streit zwischen Russland under Ukraine für die EU haben wird. Die NZZ stellt neue Museumsbauten von Ieoh Ming Pei vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.01.2006. Die FR stellt ein virtuelles Museum über den sowjetischen Gulag vor. In der Welt beschreibt Hans Josef Ortheil das "Wunder" von Mozarts Musik. Die SZ bringt einen Abgesang auf den Palast der Republik. Und wir wünschen ein Frohes Neues Jahr!
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Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Hyper, Hyper

15.05.2013. Großraumdissenkino statt Mittelstufenliteraturverfilmung bietet Baz Luhrmanns "Der große Gatsby". Ulrich Seidls Trilogieabschluss "Paradies: Hoffnung" gönnt uns das Nichteintreten des Allerschlimmsten. Und das ist auch mal schön. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Drogenverseuchte Faulenzer-Boheme

18.05.2013. Die FAZ weiß gar nicht, was sie zuerst empfehlen soll: Ned Beaumans genialischen Roman um einen Autor, der an Brecht und den Frauen scheitert. Oder Olga Martynovas traumhaft-grotesken Familienroman "Mörikes Schlüsselbein"? Oder das vorzügliche "Jahrbuch der Lyrik 2013"? Und dann gäb's da noch "Was Flauschiges" für die Kleinen. Die FR liest Bücher zum Wagner-Jahr. Die taz lernt bedenkenswertes über den Zustand der Sozialdemokratie. Und die SZ versinkt selig in den Briefen Samuel Becketts.
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Archiv: Magazinrundschau

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

Kratzen und singen

02.01.2013. Im Espresso erzählt Roberto Saviano, warum die Einwohner von Scampia keine Haustürschlüssel mehr haben. Vanity Fair beobachtet John Belushi im Bienenkostüm. Outlook India untersucht die "Vergewaltigungskultur" in Indien. Le Monde lauscht der Musik der tibetischen dranyen dunglen. Der Economist feiert Comics im Netz. In Wired erklärt Internet-Unternehmer Tim O'Reilly sein Credo. In The New Republic stellt Anne Applebaum neue und alte Bücher über Polens Geschichte im 20. Jahrhundert vor. Mehr lesen

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