Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 24.05.2013, 14.04 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



November 2002


Heute in den Feuilletons

30.11.2002. Der Großscheich der Al Azhar-Universität Kairo, Dr. Mohamed Said Tantawi, erklärt in der FAZ, warum Terroristen keine Märtyrer sind, der palästinensische Terror aber gerechtfertigt ist. Die FR sieht eine Renaissance der Sowjetzeichen in Russland. Die taz sprach mit der Edith Piaf der Neurophysiologie: dem Biologen Humberto Maturana. In der SZ hofft Slavenka Drakulic, dass der kroatische General a.D. Janko Bobteko nach Den Haag ausgeliefert wird. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.11.2002. Die SZ stellt den Bewerber für das Amt des nächsten irakischen Staatspräsidenten vor: General Najib al-Salhi. Herfried Münkler überlegt in der FR, ob die USA mit einem Krieg gegen den Irak vielleicht nur die notorische Entwicklungsblockade der muslimischen Welt beseitigen wollen. Mit und in der FAZ hofft der Physiker Wolfgang M. Heckl auf eine Diskussion über die Nanotechnologie. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.11.2002. In der Zeit lobt der Dramatiker Tony Kushner die deutsche Antikriegspolitik. In der SZ lobt der Historiker Harold James Heinrich Brüning als durch und durch ehrlichen Mann. In der taz bietet die Familie Ensslin der deutschen Forschung ihre Gehirne an. Die NZZ beobachtet, wie in deutschen Feuilletons die Systemtheorie geopfert wird. Die FAZ geißelt Roland Kochs Sparpläne für die Kultur in Hessen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.11.2002. Geradezu hysterisch findet Hans Mommsen in der SZ die Behauptung, die Krise der deutschen Demokratie nehme Weimarer Ausmaße an. Die NZZ widmet sich dem Streit um die nouveaux reacs in Frankreich. In der FR beschreibt Georg Klein den Kanon als "Tod zu Lebzeiten". Die taz probiert unglaublichen Sex. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.11.2002. Die FAZ weiß, warum Wolfgang Schüssel in den nächsten vier Jahren keine Zigarren rauchen wird. Die SZ beschreibt österreichische Intellektuelle, die sich nach den Wahlen total alien-mäßig fühlen. Die NZZ schildert das Dilemma des politischen Theaters in Afrika. Die FR sucht nach Gegenfinanzierung für die geplante politische Revolte der "Fettsäcke". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.11.2002. Die FAZ beklagt die Plünderung der Rentenkassen. Die FR beklagt das avancierte Nörgeln der Regierungskritiker. Die SZ fragt sich, warum gerade das juste milieu der alten Bundesrepublik "1989" wiederaufführen will. Die NZZ beklagt die abnehmende Bedeutung der Geisteswissenschaften. In der taz widmet sich Gabriele Goettle der Hebammenkunst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.11.2002. In der FAZ prophezeit uns Michael Crichton eine fantastische Zukunft dank Nanotechnologie. In der FR fordert Kulturstaatsministerin Christina Weiss gefälligst mehr Respekt vor der Kunst. Die taz rechnet vor, wieviele Rinder, Hühner, Schweine und Schafe für einen einzigen Menschen sterben müssen: 649. Die NZZ hat Schriftsteller ins Museum geschickt. Und die SZ sucht Frankreichs linke Intellektuelle. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.11.2002. In der SZ erklärt der römische Philosoph Paolo Flores D?Arcais, warum Berlusconi kein Rechter ist. Die FR fragt, ob die Niederlande ein Apartheidsstaat werden. In der taz untersucht Claus Leggewie den Wertekonflikt innerhalb des Westens. In der FAZ erzählt Günter Gaus, wie Rudolf Augstein die FDP erobern wollte. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.11.2002. Arnulf Baring und die FAZ wollen das herrschende System stürzen, behauptet die taz. Die FR ist unzufrieden mit den Dreißigjährigen, die alle wollen nur eins wollen: Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Die SZ findet Gerhard Schröder als fahnenschwingenden Gewerkschafter irgendwie petrifiziert. Die Zeit stellt das amerikafreundlichste Volk der Welt vor: die Iraner. Die FAZ untersucht die deutsche Hilfe für Afghanistan. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.11.2002. Die FAZ erklärt, warum die Schließung eines Opernhauses Berlin nicht retten wird. In der taz erklärt Javier Cercas den Unterschied zwischen deutscher und spanischer Vergangenheitsbewältigung. Die NZZ beschreibt das Wiedererwachen sephardischer Traditionen in Thessaloniki. In der FR sieht der Historiker Klaus Naumann die Beziehung zwischen Zivilgesellschaft und Militär auf dem Nullpunkt. Die SZ denkt über Generationengerechtigkeit nach. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.11.2002. "Bürger, auf die Barrikaden!" ruft Arnulf Baring in der FAZ. Bürger, hütet euch vor einer "entfesselten Sprache der Krise"! ruft Erich Hörl in der SZ. In der NZZ warnt Sonja Margolina vor einem gewaltigen Rechtsruck in Russland. Die taz berichtet über die grassierende Napoleonitis in Frankreich. Die FR untersucht die Sollbruchstellen in jedem Mann. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.11.2002. FAZ, SZ und NZZ liefern heute Berichte über die Freuden deutscher Akademiker: ein Ernst-Jünger-Symposium, Judith Butlers Adorno-Vorlesung, eine Tagung über die "Kampfvokabel" Barbar. Außerdem: Die NZZ begutachtet die Narben der Thatcher- und Blair-Jahre am Körper britischer Museen. Die taz berichtet über den Skandal um die antisemitische ägytische Seifenoper "Faris belaa Gawaad". Und in der FR erklärt Rocko Schamoni sich für "maximal frei". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.11.2002. Die SZ sucht in Frankfurt einen Verleger mit Profil und findet in Hamburg einen "Putin in der Brandstwiete". Für die FR ist nach dem Tod von Augstein und Unseld sowieso alles vorbei. Die taz fragt, warum die Deutschen in Afghanistan so beliebt sind. In der NZZ kritisiert der liberale Ayatollah Montazeri das Todesurteil gegen den Universitätsprofessor Hashem Aghajari. Und die wankende FAZ reißt auch noch Institutionen wie die Kirche und Harald Schmidt in den Abgrund. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.11.2002. Die SZ fragt, ob Saddam ein "Wahnsinniger ohne Bezug zur Realität" ist. Die FR rechnet mit den österreichischen Wendephilosophen ab. Die taz kennt die neue französische Chanson-Szene. Die NZZ erinnert an Diego Giacometti, Albertos kleinen Bruder. Und die FAZ setzt ihre Serie fort: "Was diese Regierung uns antut". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.11.2002. Die Zeit hat ein großes neues Ding in New York entdeckt: Antifolk. Die FAZ verzweifelt am österreichischen Wahlkampf: alles nur Sport und Spiel im Legoland. Die NZZ denkt über Ulrike Meinhofs Gehirn nach. Die FR sucht nach dem Sinn rot-grüner Regierungsbeschlüsse. Die SZ beschreibt die wohltuende Auswirkung der öffentlichen Mittelknappheit für die deutsche Physik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.11.2002. Die FAZ stellt den Genomforscher und Systembiologen Leroy Hood vor, der den Kyoto-Preis verliehen bekam. Die taz widmet sich der Pressefreiheit in Russland. In der FR unterscheidet Harald Müller zwischen folgenden Journalisten-Archetypen: Wachhund, Schoßhund und Kampfhund. Die SZ beklagt die deutsche Litanei vom Untergang. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.11.2002. Die FAZ erzählt, wie Andre Glucksmann den russischen Präsidenten Putin von seiner antiterroristischen Wolke herunterholen möchte. In der FR schildert Mircea Dinescu einige seltsame Verirrungen der rumänischen Revolution. Die NZZ berichtet über einen Streit um die Salamanca-Papiere in Spanien. Die taz lobt die britische Gegenwartskunst. Für die SZ ist das Theater bald mausetot, wenn es sich noch enger mit dem Film einlässt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.11.2002. In der taz entpuppt sich der amerikanische Philosoph Jedediah Purdy als perfekter Sohn. Die FAZ bemerkt eine Neigung der amerikanischen Demokraten zum Filibustern. Die NZZ weiß, warum Indianer in den USA wieder so beliebt sind. In der SZ wettert Günter Gaus gegen die Demokratisierung der Außenpolitik, weil sie die politische Schamlosigkeit fördere. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.11.2002. In der FAZ plädiert Hans Magnus Enzensberger für Bücher a la carte. Die FR entdeckt einen Generationenkonflikt. In der taz diagnostiziert Kurt Vonnegut die Kriegsleidenschaft der Amerikaner als Sucht. Die NZZ hört das Eis zwischen Japan und Südkorea brechen. In der SZ bewundert Ulrich Beck die Globalisierung der Globalisierungsgegner. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.11.2002. Die Zeitungen würdigen heute ausführlich den gestern verstorbenen Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein, die "Rache des Intellektuellen an der Macht", wie die FAZ schreibt. Weiteres: die taz weiß von einer Internetsparte, die schwarze Zahlen schreibt. In der FR wirft Navid Kermani den europäischen Intellektuellen Islamfeindlichkeit vor. Die SZ hat sich auf eine Reise durch das jüdische Deutschland begeben. Die FAZ kennt das dickste Schwein in China. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.11.2002. In der Zeit erklärt der Wirtschaftswissenschaftler Paul Krugman die zunehmenden Einkommensunterschiede in den USA für kontraproduktiv. Die taz untersucht den neuen französischen Film und findet - Arbeit. Die SZ plädiert gegen Hans-Ulrich Wehler für die Versöhnung von Islam und Verfassungsstaat. Ebenso die FR. Die FAZ findet Italien viel schlimmer als die Türkei. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.11.2002. In der SZ erklärt Haruki Murakami, warum es für einen Japaner ganz leicht ist, in die "andere Welt" zu gehen. In der FAZ zeichnet Orhan Pamuk ein düsteres Bild von der Türkei. In der taz erklärt Michael Hardt seine Vorstellung vom Empire. Die NZZ hat Ye Tingfang, den chinesischen Übersetzer Dürrenmatts in Peking besucht. Die FR widmet sich den strategischen Partnerschaften von Kulturministerin Christina Weiss. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.11.2002. Die Türkei darf nicht in die EU, fordert Hans-Ulrich Wehler in der FAZ. Die NZZ untersucht die Konsumlust junger Japanerinnen. In der FR erklärt die Soziologin Arlie Russell Hochschild, warum Bush Angst vor den Wahlen hat. Die SZ bewundert den musikalischen Regiefuror Peter Konwitschnys. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.11.2002. Die Zeitungen berichten von der Beisetzung Siegfried Unselds in Frankfurt. Der schönste Bericht steht in der Berliner Zeitung. Auch wenn man sich in Washington über die Deutschen ärgert, sind sie noch lange nicht wichtig, meint Wolf Lepenies in der SZ. Die FR feiert die Helden des Alltags in der EU. Die NZZ porträtiert zwei in Israel lebende Schriftsteller: Sayed Kashua und Alona Kimhi. Die taz geißelt Faulheit und Ignoranz westlicher Korrespondenten in der Dritten Welt. Die FAZ erzählt, wie Spanien sich an die Verbrechen der Franco-Ära erinnert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.11.2002. In der SZ beklagt Martin Walser den Tod Siegfried Unselds, in der FAZ schreibt Louis Begley noch einen Nachruf. In der taz erinnert sich Peter-Jürgen Boock an die RAF. Die NZZ denkt über Sexualität im Iran und im Westen nach. Die FR fragt: Kann Kino töten? Und die FAZ findet im neuen russischen Pressegesetz die alten Gummiparagrafen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.11.2002. In der FR sucht der Philosoph Sadiq Al-Azm nach Gründen für den islamischen Terrorismus. Die taz porträtiert Präsidenten der Bir-Zeit-Universität, den deutschen Baumeister von Bagdad und den irakischen Zahnarzt, der Günter Grass ins Arabische übersetzt hat. Die NZZ erklärt, warum der Norden mehr liest als der Süden. Die FAZ gibt eine Einführung in chinesische Lyrik. Die SZ feiert heute Allerheiligen. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Jungskino

22.05.2013. Calin Peter Netzers Berlinalegewinner "Mutter und Sohn" verwandelt die Neue Rumänische Welle in ein Nationaltheater, in dem schon wieder nur Ödipus gespielt wird. In Justin Lins "Fast & Furious 6" gilt es, den Bau einer hochdestruktiven "Techno-Bombe" zu verhindern. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Der Untergang des Abendlands sieht anders aus

23.05.2013. Ganz köstlich amüsiert (wenn auch natürlich unter ihrem Niveau) hat sich die Zeit mit Dan Browns "Inferno". Hans-Peter Riegels große Beuys-Biografie lehnt sie hingegen als tendenziös ab. Die NZZ ist angetan von "Wortgesang", einem Band des syrischen Dichters Adonis mit Essays zur arabischen Poetik. Die FAZ betrachtet die gesammelten Werke des amerikanischen Fotografen Gordon Parks und besucht mit Lothar Graf zu Dohna "Die Dohnas und ihre Häuser". Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

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