Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.05.2013, 14.09 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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Aus dem Archiv

  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
  • Ilja Braun
  • Pascal Bruckner
  • Daniele Dell'Agli
  • Andre Glucksmann
  • Jürgen Habermas
  • Necla Kelek
  • Navid Kermani
  • Imre Kertesz
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  • Ulli Kulke
  • Ekkehard Knörer
  • Matthias Küntzel
  • Thomas Rohde

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Von Lesern empfohlene Bücher

Buch: Das erstaunliche Ende

Lemony Snicket: Das erstaunliche Ende

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Juni 2006


Heute in den Feuilletons

30.06.2006. Ein nicht ganz frischer Fisch inspiriert die FAZ zu Meditationen über Vanitasmotive in der jüngsten Kunst. In der taz wagt Diedrich Diederichsen eine grundsätzliche Infragestellung des Film-Projektor-Projektion-Dark-Room-Zusammenhangs sowie seiner gesellschaftlichen Rolle. Die SZ berichtet über Kritik an der Gates-Stiftung, wüsste aber auch nichts Besseres mit seinem Geld anzufangen. Und Juli Zeh entlarvt im SZ-Magazin am Beispiel Angela Merkels die Tricks postfeministischer Frauen. In der FR kritisiert Julian Nida-Rümelin die Föderalismusreform. Die Welt hegt in Bezug auf die europäische Kritik an Google Book Search einen Neidverdacht. Im Tagesspiegel beerdigt Charles Taylor den Dr. Goebbels. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.06.2006. In der Zeit erklärt Christian Thielemann den dunklen deutschen Klang: Tjaaa-tjaaa-tjaaa-tjaa-tjaa-tjaa-tjaaa (statt Tjaaa-tjaaa-tjaaa-japp-ta-ta-taa). Der Tagesspiegel stellt die Frage, ob Bill Gates den Hunger in der Welt abschaffen könnte, und Andreas Eschbach meint, er könnte die Welt zumindest verbessern. In der SZ erklärt der iranische Journalist und Soziologe Akbar Ganji, warum das Erdöl der größte Verhinderer von Demokratie ist. Die SZ macht auch einen Vorschlag zur Reform der Berliner Opern, bei der allerdings einer der Chöre verschwinden würde. In der taz kommt Mayo Thompson von der Band The Red Krayola zu der Einsicht: "Amerika ist nur ein anderes Wort für zufällige Karrieren."
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Heute in den Feuilletons

28.06.2006. Die SZ fragt mit Nike Wagner: Braucht Bayreuth wirklich Subventionen? Die NZZ wünscht der Lesekultur in Südafrika alles Gute. Die Welt berichtet, dass die Niederlande eine jüdische Kunstsammlung im Wert von einer Milliarde Euro restituieren müssen. In der FR gratuliert Ulla Unseld-Berkewicz dem Theatermann und -autor Ivan Nagel zum 75. Die Berliner Zeitung beklagt den filmgeschichtlichen Analphabetismus der deutschen Jugend, die FAZ die Unterjüngtheit Deutschlands an und für sich.
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Heute in den Feuilletons

27.06.2006. In der SZ entwickelt Herfried Münkler eine Psychologie des Terrorismus und seiner Bekämpfung. Die taz sucht nach Migration im Theater und findet sie bei Feridun Zaimoglu. In der FAZ bekennt Patrick Modiano seine Liebe zur Stadt Berlin, die er allerdings noch nie besucht hat. In der FR genießt Georg Klein beim Singen der Nationalhymne das Gefühl, ein kommender Toter zu sein. In der Welt wendet Thomas Brussig sein Augenmerk für eine Sekunde vom Fußball ab und staunt: Verdammt, eine Gesundheitsreform, die sich gewaschen hat! Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.06.2006. Kathrin Passig heißt die Autorin der Stunde. Alle Kritiker des Wettlesens von Klagenfurt mussten bei dem Vortrag ihrer Erzählung "Sie befinden sich hier" herzlich lachen. Die taz weist durch ein ganzseitiges Foto auf der Titelseite diskret darauf hin, dass Passig eine Kolumnenautorin der Wahrheitsseite ist. Die übrigen Texte des Wettlesens stießen nicht auf die gleiche Begeisterung. Die Welt verspürte den Eishauch der Abgeklärtheit. Die FAZ findet: "Aufregend sieht anders aus." Die Welt bringt außerdem ein Interview mit Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, der nicht an die Intelligenz der Masse glaubt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.06.2006. Die taz versucht auf vier Seiten, die Macht des "Medienmachermenschen" Frank Schirrmacher zu verstehen. Die FAZ kommentiert den Abgang des Medienmachermenschen Sabine Christiansen. Die Welt spricht mit Ernst Nolte über Faschismus, Bolschewismus und Islamismus. Die SZ gibt Einblicke ins Paradies der Raubkopierer, das schwedische Pirate Bay. Der Tagesspiegel reist ins Padua des Nordens, nach Zamosc. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.06.2006. Die SZ fragt sich, wie ein Internet mit 100 Gigabits aussehen könnte. Und die NZZ fragt, was Zeitungen damit verdienen können. Laut Jürgen Habermas, der im Tagesspiegel zitiert wird, taugt das Netz aber nur, wenn es sich mit etablierten Medien auseinandersetzt. Die Welt wundert sich über Rekordumsätze auf dem Kunstmarkt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.06.2006. Das neue Pariser Museum für die Arts premiers ist für die SZ schlicht eine Weltsensation. Die Welt vernimmt ebendort den Ruf der Wildnis. Die Zeit hat den Beweis: Das einzige, was Feridun Zaimoglu abgeschrieben hat, sind die Tonbänder, auf denen seine Mutter ihre Geschichte erzählt. Die FAZ berichtet über neue Initiativen der Länder zu einer Fusion der Kulturstiftungen der Länder und des Bundes. In der taz freut sich sogar Gregor Gysi über den neuen Patriotismus. Alle erinnern an Billy Wilder, der heute hundert Jahre alt geworden wäre. Zum Beispiel Volker Schlöndorff im Tagesspiegel. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.06.2006. Aus Anlass des Klagenfurter Wettlesens meditiert Clemens Meyer in der taz über den Sinn von Literaturpreisen: "Ich brauche das Klagenfurt-Geld, und zwar jeden Pfennig." Die Welt feiert das neue Stück von Tom Stoppard. In der Berliner Zeitung fragt sich Michael Schindhelm, wie er in der Berliner Opernstiftung 220 Stellen streichen soll. Die SZ lobt die Berliner Pläne fürs Mauergedenken. Die FAZ meint, die Freiheit von den Herrinnen der öffentlichen Meinung kann berauschend sein. Und Marlene Streeruwitz. Sieht die Wahrheit. Über Handke. Andersgelb. In der FR. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.06.2006. In der SZ spricht der marokkanische Autor Mahi Binebine über die unheimliche und anhaltende Anziehungskraft Europas auf afrikanische Bootsflüchtlinge. Die taz entwickelt anhand möglicher Rauchverbote eine Dialektik moralischer Standards. Die FR hat den grassierenden Patriotismus schon satt. In der FAZ kritisiert Daniel Kehlmann die Gruppe 47 und stellt sich  in die würdige Tradition Goethes und Schillers. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.06.2006. In der Welt erzählt Ralf König, warum es ihn juckte, einen Comic über einen Mufti zu zeichnen, der sich in einen schwulen Lover verliebt. In der SZ erklärt Thomas Brussig, warum der neue Patriotismus ein guter Patriotismus ist. Die taz berichtet über drastischen Hörerschwund bei Jugendradios und die Rettung im Internet. In der FAZ ruft die Geisteswissenschaflerin Mirjam Schaub die gesamte Kollegenschaft zum Streik auf. Im Standard diagnostiziert Andre Glucksmann die Somalisierung der Weltgesellschaft. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.06.2006. Die NZZ nimmt in einem ausführlichen Gespräch Peter Handke in die Zange, der aber immer noch keinen Zusammenhang zwischen Milosevic und dem Massaker von Srebrenica sehen will. In der Berliner Zeitung beneidet der Schriftsteller Laszlo Darvasi den Fußball um seine klaren Gewinner. Die taz feiert Frank Schulz' neuen Roman "Das Ouzo-Orakel" mit echten Menschen. Die FAZ beklagt die erbärmliche Jugendliteratur zur Jugendgewalt. FR und Welt tummeln sich auf der Art Basel. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.06.2006. In der FAZ bekennt Dunja Melcic ihre Angst vor einer Rückkehr zur nationalistischen Ära Milosevic in Serbien. In der Welt geißelt Klaus Maria Brandauer den Unsinn des Regietheaters. Die NZZ will nicht recht an die Verheißungen des Bürgerjournalismus glauben. Die taz weiß, was dubstep ist. Die SZ bringt eine Übersetzung von Jaron Laniers Essay "Digital Maoism". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.06.2006. In der Berliner Zeitung erklärt Professor Rosa von Praunheim, warum er seine Studenten so gern ins Gefängnis steckt. Die Welt erinnert an den Berliner Mäzen James Simon. Die NZZ kann Busta Rhymes zwar immer noch nicht leiden, findet seine neue CD aber großartig. Die taz meldet: Bei Liberation rollt ein historischer Kopf, nämlich der von Serge July. Die anderen Zeitungen feiern Fronleichnam. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.06.2006. In der Zeit will Günter Grass Peter Handke keinen Geniebonus gewähren. Dort fragt auch die Architektin Zaha Hadid: "Müssen Häuser auf der Erde stehen?" In der WeltAngriff beschreibt Wojciech Kuczok die polnische Liebe zum misslungenen Angriff. Die SZ begrüßt den Richtigmacher Matthias Hartmann als neuen Intendanten der Wiener Burg. Die NZZ sorgt sich um die ästhetische Erziehung deutscher Schüler. Die taz berichtet vom üblen Schicksal des Bauern Fu Xiancai, der es wagte, den Drei-Schluchten-Staudamm zu kritisieren. Und die FR schwört auf Justine Electra. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.06.2006. Peter Sloterdijk vermisst in der taz linke Zornbankhäuser. Die SZ bewundert kickende Roboter beim Robocup. In der FAZ protestiert Monika Maron gegen die Herablassung, mit der die Schriftstellerin Emine Özdamar von den deutschen Feuilletons behandelt wird. Alle trauern um György Ligeti. Am schönsten die SZ. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.06.2006. Die taz zitiert Ludwig Harig: "O abgetropfter Ball! O eingeschlenztes Leder! / Der fußerzeugten Kunst begleicht und opfert jeder / Tribut und Obulus im hirnverzückten Schrei." In der SZ erklärt Zafer Senocak, warum das hier mit der Integration nicht klappt: Die Deutschen erwarten von dem anderen die Aufgabe seiner Herkunftsmerkmale. Die FAZ schildert einen Fall, bei dem es dennoch klappte. Die FR freut sich über eine Godard-Ausstellung in Paris. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.06.2006. Die FAZ löst das Rätsel der Parallelen zwischen zwei Romanen von Feridun Zaimoglu und Emine Sevgi Özdamar. Die taz stellt die Debatte um diese Romane in den Kontext der Migrantenliteratur. Die Welt wundert sich, dass die Feuilletons beim Streit um den Heine-Preis für Peter Handke nie über die Sache selbst reden. Die SZ porträtiert den Chronisten der Studentenrevolte Gerd Koenen. Außerdem erklärt sie, was es mit dem Bürgerjournalismus auf sich hat. In der NZZ erklärt Bahman Nirumand den Erfolg des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad. Die taz schildert, wie Ahmadinedschad den Antisemitismus im Iran verbreitet.
Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.06.2006. Peter Handke hat auf den Heine-Preis nun verzichtet. Die SZ zieht eine bittere Bilanz der Affäre, die FAZ eine nicht ganz so bittere. Die NZZ lässt sich auf dem Pariser Marche Aligre über die Vorteile bestimmter Apfelsorten aufklären. Die FR wendet sich gegen eine Neudefiniton des Nationalgefühls. In der taz erklärt Green Gartside, warum er Christopher Norris lieber liest, statt mit ihm in einem sozialistischen Chor klassische Musik zu singen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.06.2006. Die Zeit verteidigt Peter Handke im Print und kritisiert ihn exklusiv online. Die Presse erklärt die Funktion der Österreicher in der deutschen Literatur. In der NZZ wundert sich Ian Buruma über das anhaltende Faible vor allem linker Intellektueller für Despoten und Autokraten. Die SZ erzählt, dass der Mossad sich erst auf Drängen Fritz Bauers und Simon Wiesenthals auf die Suche nach Adolf Eichmanns machte. Der FAZ fröstelt im Literaturmuseum der Moderne. Die Welt findet, dass der Alltag in der Darstellung der DDR-Vergangenheit sehr wohl eine Rolle spielt. In der taz seufzt Richard Schröder angesichts all unserer Vergangenheitsbewältigung: "Auf was Fröhliches kommt in Deutschland niemand." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.06.2006. Die SZ begutachtet "Moorhexen, selbstgenäht" beim Leipziger Wave-Gothic-Treffen. In der Welt wehrt sich Matthias Matussek gegen den Vorwurf, Nationalist zu sein. Die FAZ betrachtet als Vorhut der Badelatschentouristen die Picasso-Ausstellung in Madrid. Und Handke ist immer noch nicht vorbei: Die FR hält die Handkespaltung für unüberwindbar. In der SZ erinnert Julian Nida-Rümelin daran, dass der Heine-Preis nur von Politikern vergeben werden darf. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.06.2006. Die FAZ begeht das 20. Jubiläum des Historikerstreits und veröffentlicht einen Brief Golo Manns zu der Angelegenheit. Die taz plädiert für Handke und warnt vor eigenartig gekleideten isralischen Spionen. Die SZ durchschreitet "diesen Raum, dieses Glas, dieses Licht" des neuen Literaturmuseums in Marbach. Die NZZ hält locker mit der Bibliothek des Privatmanns Werner Oechslin dagegen - 50.000 Bände in einem Gebäude von Mario Botta. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.06.2006. Im Tagesspiegel fordert Bora Cosic Gerechtigkeit für Serbien, statt für Handke. In der Berliner Zeitung erklärt der Antiwerbungsaktivist Kalle Lasn, was "Mental Environmentalism" ist. In der Welt singt Thomas Brussig ein Loblied auf den letzten Rumpelfüßler des deutschen Fußballs: Gerald Asamoah. Die taz fragt: Warum verdrängte Freud die Sexualität der Aale? Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.06.2006. Noch ist die Schlacht um Peter Handke nicht zu Ende. Frank Schirrmacher will Literaturpreise und -kritiker in der FAZ vor der Politik bewahren. Sigrid Löffler und Jean-Pierre Lefebvre treten in der SZ aus der Heine-Jury aus. Die Welt versucht zu schlichten, die taz betont, dass Handke nicht für alle Serben spricht. Nur die NZZ zeigt sich unberührt und solidarisiert sich nicht mit Handke, sondern den Roma von Istanbul. Die SZ macht außerdem einen Ausflug nach Kinshasa, die Hauptstadt des Kongo. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.06.2006. Handke und kein Ende. In der SZ sieht der Dichter selbst keinen Unterschied zwischen serbischen und muslimischen Verbrechen im Bosnienkrieg. In der FAZ springt Botho Strauß ihm bei und fordert generellen Freispruch für Genies. In der FR warnt Handke-Verlegerin Ulla Berkewicz-Unseld vor einem drohenden Bankrott unserer Kultur, sollte Handke den Heine-Preis nicht bekommen. Außerdem: Götz Aly fordert in der Zeit eine Prise Nolte bei der Einordnung des Nationalsozialismus. In der taz untersuchen Zafer Zenocak und Ilija Trojanow den Stand der Integration in Deutschland. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Hyper, Hyper

15.05.2013. Großraumdissenkino statt Mittelstufenliteraturverfilmung bietet Baz Luhrmanns "Der große Gatsby". Ulrich Seidls Trilogieabschluss "Paradies: Hoffnung" gönnt uns das Nichteintreten des Allerschlimmsten. Und das ist auch mal schön. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Drogenverseuchte Faulenzer-Boheme

18.05.2013. Die FAZ weiß gar nicht, was sie zuerst empfehlen soll: Ned Beaumans genialischen Roman um einen Autor, der an Brecht und den Frauen scheitert. Oder Olga Martynovas traumhaft-grotesken Familienroman "Mörikes Schlüsselbein"? Oder das vorzügliche "Jahrbuch der Lyrik 2013"? Und dann gäb's da noch "Was Flauschiges" für die Kleinen. Die FR liest Bücher zum Wagner-Jahr. Die taz lernt bedenkenswertes über den Zustand der Sozialdemokratie. Und die SZ versinkt selig in den Briefen Samuel Becketts.
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Archiv: Magazinrundschau

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

Kratzen und singen

02.01.2013. Im Espresso erzählt Roberto Saviano, warum die Einwohner von Scampia keine Haustürschlüssel mehr haben. Vanity Fair beobachtet John Belushi im Bienenkostüm. Outlook India untersucht die "Vergewaltigungskultur" in Indien. Le Monde lauscht der Musik der tibetischen dranyen dunglen. Der Economist feiert Comics im Netz. In Wired erklärt Internet-Unternehmer Tim O'Reilly sein Credo. In The New Republic stellt Anne Applebaum neue und alte Bücher über Polens Geschichte im 20. Jahrhundert vor. Mehr lesen

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Buch: Aufruhr der AusgebildetenWolfgang Kraushaar: Aufruhr der Ausgebildeten
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