Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.05.2013, 14.09 Uhr

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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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Aus dem Archiv

  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
  • Ilja Braun
  • Pascal Bruckner
  • Daniele Dell'Agli
  • Andre Glucksmann
  • Jürgen Habermas
  • Necla Kelek
  • Navid Kermani
  • Imre Kertesz
  • Georg Klein
  • Ulli Kulke
  • Ekkehard Knörer
  • Matthias Küntzel
  • Thomas Rohde

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Von Lesern empfohlene Bücher

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Februar 2006


Heute in den Feuilletons

28.02.2006. Der Tagesspiegel sieht einen "Orest" der tausend Diskurse. In der Welt erklärt der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban, wie China Saudiarabien hilft, vom Westen unabhängig zu werden. Die taz porträtiert drei Hippiemädchen aus den Sechzigern, die wieder en vogue sind. Die NZZ feiert Peter Konwitschnys geniale "Holländer"-Inszenierung. In der FAZ ärgert sich Hubert de Givenchy über Mode und Models von heute. Die SZ überfällt beim Gespräch mit Richard Sennett anfallsartige Zuneigung für den Soziologen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.02.2006. In der Welt fragt Viktor Jerofejew: Wann hört der russische Winter endlich auf? In der taz lässt sich Gabriele Goettle die Kunst der Patientenabformung erklären. Die NZZ spottet über die deutsche Angst vor Überfremdung. Lars-Ole Walburgs Münchner Inszenierung des "Kirschgartens" laboriert nach übereinstimmender Meinung der Korrespondenten an ihrer Überdeutlichkeit.  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.02.2006. Die Welt staunt, wie Günter Grass vom einstigen Opfer sittenstrenger Normalbürger zu ihrem Verteidiger werden konnte. In der NZZ erinnert Drago Jancar an die Massaker, die Titos Partisanen nach Kriegsende in Slowenien verübten. In der SZ beklagt Karen Greenberg die amerikanische Politik der Folter. In der FAZ liefert Rechtschreibreform-Gegner Theodor Ickler eine Chronik "fortlaufenden Schwachsinns". Die Berliner Zeitung blättert durch das virtuelle Poesiealbum Myspace.com. Und die FR bewundert die Schauspielerin Astrid Meyerfeldt in goldglitzernden Stilettos. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.02.2006. In der FAZ wirft Necla Kelek ihren Kritikern vor, den Islam zu verharmlosen. Die Welt geht einigen Spuren des "Da Vinci Codes" nach, findet aber keinen Gral, sondern überteuerte Totenmessen. Die NZZ fürchtet 50 Jahre nach Chruschtschows Rede vom 20. Parteitag eine Rückkehr des Stalinismus. In der Berliner Zeitung verlangt Yoko Ono eine Entschuldigung von Dänemark. In der SZ erklärt der Schriftsteller Richard Swartz, warum Serbien seine Kriegsverbrecher nicht ausliefert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.02.2006. In der SZ wendet sich Peter Esterhazy gegen die Prosaschriftstellerinnenintoleranz der Ungarn. Die Zeit würdigt die Kunst des neunschwänzigen Verrisses. In der FAZ wehrt sich Yasemin Karakasoglu gegen die Angriffe von Alice Schwarzer. Im Tagesspiegel ruft Peter Schneider den Islam zur Öffnung auf. Die taz feiert Wisit Sasanatiengs Eastern-Melodram "Tears of the Black Tiger". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.02.2006. Das "Tal der Wölfe" und Gerhard Stadelmaier treiben die Feuilletons weiter um. Ersteren hält die taz für einen antisemitischen Hetzstreifen, die FR als Beispiel für straffreien schlechten Geschmack. In der Welt verteidigt Hellmuth Karasek den FAZ-Kritiker, die SZ tadelt salomonisch beide Seiten. In der SZ fordert auch Jim Rakete für den deutschen Film mehr riskante Stoffe. Die NZZ erklärt ein französisches Grundprinzip: "Je schmaler die Einsicht, umso pompöser der Stil".  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.02.2006. In der FAZ beschreibt Kerstin Holm, wie Wladimir Putin in Russland muslimische Empfindlichkeiten exekutiert. In der SZ fragt Regisseur Nicolas Stemann, wer in der Stadelmaier-Affäre eigentlich der freie Künstler ist und wer der Fundamentalist. In der Welt datiert Niall Ferguson die große Zeitenwende von 1989 auf 1979 um. Die NZZ wandelt durch die neue Kunststadt Mailand. Die FR lobt Martin Kusejs Totentanz der Verlorenen. Die taz probiert Couscous mit Blutwurst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.02.2006. Die Stadelmaier-Tragödie hält die Feuilletons weiter in Atem. Die FR ist nicht einverstanden mit der Darstellung der FAZ, deren Kritiker am Donnerstag vom Schauspieler Thomas Lawinky angepöbelt worden war, und bezichtigt die Oberbürgermeisterin Petra Roth der Willfährigkeit gegenüber der FAZ. Die FAZ äußert sich zufrieden über den Rausschmiss des Schauspielers. Die SZ gibt Stadelmaier Gelegenheit zu nochmaliger Darstellung des Angriffs. In der Berliner Zeitung erklärt Regisseur Sebastian Hartmann: "Mich hat von denen keiner angerufen." Den Berlinale-Berichterstattern fehlten im Wettbewerb die großen Autorenfilmer. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.02.2006. Im größten Frankfurter Theaterskandal des 21. Jahrhunderts wurde der Kritiker Gerhard Stadelmaier von dem Schauspieler Thomas Lawinky bedroht und beleidigt. Gerhard Stadelmaier berichtet in der FAZ. In der FAZ wird auch die empörte Reaktion der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth dokumentiert. Laut einem Bericht der SZ wurde der Schauspieler einvernehmlich gefeuert, die Intendantin Elisabeth Schweeger hat sich entschuldigt, Gerhard Stadelmaier wolle dennoch Strafanzeige stellen. Sonst ist eigentlich nichts passiert. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.02.2006. Die Welt fragt: Und was ist, wenn der Karikaturenstreit die Antwort verbitterter Extremisten auf die gelungene Integration vieler Muslime in Europa ist? Die NZZ stellt das christliche britische Online-Magazin Ship of Fools vor, das sich auf religiöse Witze spezialisiert hat. In der FAZ begutachtet Hannelore Schlaffer neue Frauenmagazine für die Frau um 40. In der FR verteidigt Migrationsforscher Mark Terkessides seinen Aufruf gegen Necla Kelek. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.02.2006. Die FAZ sieht den türkischen Film "Das Tal der Wölfe" als statement zum clash of civilisations. In der Zeit zeigt sich Robert Menasse verwundert über die Angela-Merkel-Bewunderer. In der NZZ erklärt Jiri Grusa, was Europa und der Rest der Welt von Tschechien lernen können: dass Gott Nuancen hat. In der Welt outet der Theologe Friedrich Wilhelm Graf den Islamismus als Phänomen der Weltwirtschaft. Viel bewundert wird die scheue Intensität der Laien in Valeska Grisebachs Berlinale-Beitrag "Sehnsucht". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.02.2006. In der Welt stellt der Soziologe Wolfgang Sofsky die Diagnose: "Die Masse der Frommen will schächten und verbrennen." Die FAZ schlägt neuartige Brüche mit der politischen Korrektheit vor. Die FR begeht den 150. Geburtstag von Heinrich Heine. Michael Winterbottoms Berlinale-Beitrag "The Road to Guantanomo" erntet Jubel und Ablehnung. Der Tagesspiegel veröffentlicht eine Solidaritätsadresse von Karikaturisten für seinen Zeichner Klaus Stuttmann.
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Heute in den Feuilletons

14.02.2006. Der Tagesspiegel bringt ein Interview mit dem Karikaturisten Klaus Stuttmann, der durch eine Zeichnung der iranischen Fußballmannschaft den Zorn der Iraner auf sich zog. Der gestrige Botho-Strauß-Essay aus dem Spiegel versetzt die Feuilletons in Wallung. Die Reaktionen reichen von Anerkennung bis hin zur Diagnose von Stammtischressentiments. Ebenfalls umstritten: Matthias Glasners deutscher Wettbewerbsfilm "Der freie Wille" bei der Berlinale. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.02.2006. Im Spiegel dankt Botho Strauß den Islamisten für das Ende der Beliebigkeit. In der FAZ erläutert Frank Schirrmacher Strauß' Begriff der "Vorbereitungsgesellschaft". In der SZ begreift Antje Vollmer die Krise des Hollywood-Kinos als Chance für den deutschen Film. Außerdem meldet die SZ die Rückkehr des Franz-Xaver Kroetz. Oskar Roehlers Verfilmung der "Elementarteilchen" dominiert die Berlinale-Berichterstattung. Manche sind begeistert, andere enttäuscht. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.02.2006. In der Debatte um Necla Kelek öffnen sich neue Fronten. Die taz bezichtigt sie, deutsche Ressentiments zu bedienen, während Alice Schwarzer in der FAZ mit Keleks Kritikern abrechnet. Die NZZ führt in die moderne arabische Literatur ein. In der Welt wirft Elif Shafak beiden Seiten im Karikaturenstreit Hassreden vor. Moshe Zimmermann hat dagegen in der SZ schon alles kommen sehen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.02.2006. In der Welt spricht Günter Grass dem Westen ein Recht auf das Recht auf Meinungsäußerung ab. In der NZZ sieht der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban im Karikaturenstreit vor allem eine Machtdemonstration der Islamisten. In der FAZ empfiehlt der katholisch-evangelische Theologe Klaus Berger eine virtuelle Eingemeindung der Muslime. Die taz freut sich über die Rückkehr des Braunbärs in die Alpen. Und die SZ hat herausgefunden: Wenn es beim Flachdach ein Problem gibt, dann ist es eine Neigung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.02.2006. In der FAZ wundert sich Daniel Kehlmann, dass man mit Satire Freunde gewinnen kann. Außerdem weist die FAZ nach, dass keiner der Migrationsforscher, die Necla Kelek kritisieren, je selbst zum Thema der türkischen Zwangsheiraten geforscht hat. Die Welt bringt eine Hommage Claudio Magris' auf Turin. Die NZZ bewegt sich zu den Klängen des Coupe-Decale im Stil des drogbacite (alles mit accent aigu, der von der Perlentaucher Technik zensiert wird!) Zu Beginn der Berlinale wird der deutsche Film in mehreren Zeitungen als Kulturgut, Wirtschaftsfaktor und Arbeitsplatzbeschaffer gewürdigt. Auch über neue Karikaturen zum Karikaturenstreit wird berichtet. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.02.2006. Die dänischen Karikaturen sind nach wie vor Thema Nummer 1. In der SZ analysiert Navid Kermani die Genese des Streits. In der taz gesteht Harald Schmidt, dass er sich Witze über den Islam nicht trauen würde. Und Bahman Nirumand berichtet über gemäßigte Stimmen im Iran. Die Welt fragt nach den Motiven des Aufrufs gegen Necla Kelek. In der FAZ jubelt Werner Spies über eine Bonnard-Retrospektive in Paris. Im Tagesspiegel spricht Klaus Theweleit über das meist erwartete Meisterwerk der Berlinale, Terence Malicks Film "The New World", den er als "kolonialistischen Soft-Porno" erlebte. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.02.2006. In der SZ beschreibt Gustav Seibt den Kulturkampf im Zeitalter der mobilen Kommunikation. In der taz ruft der gefürchtete Anwalt Jony Eisenberg: Schluss mit der frechen Vereinnahmung des öffentlichen Raums durch die Religiösen. Die NZZ berichtet, dass sich Nagib Machfus der religiösen Zensur unterwirft. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.02.2006. Im Karikaturenstreit melden sich viele beschwichtigende Stimmen zu Wort. Die NZZ fragt, welche Freiheit verlieren wir, wenn wir auf unsere Freiheit verzichten? In der taz rät der Islamwissenschaftler Michael Kiefer: "einfach schweigen." Nur Sonia Mikich ruft: "Ich bin beleidigt." In der Welt will Tariq Ramadan Vernunft und Religion in Einklang bringen. Weiteres: In der SZ versetzt uns Orhan Pamuk in Hüzün. Und George Taboris "Godot"-Inszenierung findet widersprüchliche Aufnahme. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.02.2006. In Spiegel Online fordert der Schriftsteller Ibn Warraq vom Westen: Entschuldigt euch nicht! In der Berliner Zeitung fordert Richard Wagner eine Entschuldigung vom iranischen Staatspräsident Ahmadinedschad. In der SZ erklärt Georg Klein die islamistischen Konvulsionen der Frömmigkeit als hoffnungslose Abwehrreaktion gegen den großartig-verführerischen Kult des Konsums. Die FAZ stellt klar: Toleranz darf nur erwarten, wer selbst tolerant ist. Die Welt erklärt, warum die ungarische Filmbranche so sanft zu Istvan Szabo ist. Überall werden Lars Brandts Erinnerungen an Vater Willy besprochen.
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Heute in den Feuilletons

03.02.2006. Necla Kelek in allen Feuilletons. Gestern nahmen sechzig Migrationsforscher ihren Mut zusammen, um sie in der Zeit zu kritisieren. Heute antwortet Kelek in taz, Welt und SZ mit einer Kritik an den Migrationsforschern. Auch die FAZ steht Kelek in dem Streit bei. Im Karikaturenstreit dominieren mutige Aufrufe zu einer zurückhaltenden Veröffentlichungspolitik. Nur der Muslim Ali S. verteidigt im Tagesspiegel den Abdruck der Karikaturen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.02.2006. Der dänische Karikaturenstreit beschäftigt die Zeitungen weiter. Die FR schildert Dänemark als ausländerfeindlich. Die NZZ berichtet über den Vorschlag, zur Versöhnung in Kopenhagen eine schöne Moschee zu bauen. Die FAZ fordert möglichst viele Medien auf, die Karikaturen zu veröffentlichen. Außerdem quält die Zeit Peter Handke mit einem Interview. Und in der SZ fragt sich Gustav Seibt, wozu die Berliner Akademie der Künste eigentlich noch gut ist.
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Heute in den Feuilletons

01.02.2006. Die Welt bringt als einzige deutsche Zeitung die Mohammed-Karikaturen, die Dänemark an den Rand einer außenpolitischen Krise brachten. In der Welt erklärt Simon Rattle, welche Musik ihm Angst macht. In der Welt erklärt Robert Menasse, was ein gutes Kochbuch ist. In der Welt erklärt der ungarische Publizist Paul Lendvai, dass Istvan Szabo keineswegs der einzige prominente Stasi-Spitzel des Landes war. Die NZZ schildert eine perfide Variante des Skulpturendiebstahls: Eine Henry-Moore-Skulptur bringt als Altmetall 5000 Pfund. Die SZ stöhnt über den Fluch des Rohstoffreichtums. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Hyper, Hyper

15.05.2013. Großraumdissenkino statt Mittelstufenliteraturverfilmung bietet Baz Luhrmanns "Der große Gatsby". Ulrich Seidls Trilogieabschluss "Paradies: Hoffnung" gönnt uns das Nichteintreten des Allerschlimmsten. Und das ist auch mal schön. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Drogenverseuchte Faulenzer-Boheme

18.05.2013. Die FAZ weiß gar nicht, was sie zuerst empfehlen soll: Ned Beaumans genialischen Roman um einen Autor, der an Brecht und den Frauen scheitert. Oder Olga Martynovas traumhaft-grotesken Familienroman "Mörikes Schlüsselbein"? Oder das vorzügliche "Jahrbuch der Lyrik 2013"? Und dann gäb's da noch "Was Flauschiges" für die Kleinen. Die FR liest Bücher zum Wagner-Jahr. Die taz lernt bedenkenswertes über den Zustand der Sozialdemokratie. Und die SZ versinkt selig in den Briefen Samuel Becketts.
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Archiv: Magazinrundschau

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

Kratzen und singen

02.01.2013. Im Espresso erzählt Roberto Saviano, warum die Einwohner von Scampia keine Haustürschlüssel mehr haben. Vanity Fair beobachtet John Belushi im Bienenkostüm. Outlook India untersucht die "Vergewaltigungskultur" in Indien. Le Monde lauscht der Musik der tibetischen dranyen dunglen. Der Economist feiert Comics im Netz. In Wired erklärt Internet-Unternehmer Tim O'Reilly sein Credo. In The New Republic stellt Anne Applebaum neue und alte Bücher über Polens Geschichte im 20. Jahrhundert vor. Mehr lesen

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