Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.05.2013, 14.09 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Mai 2006


Heute in den Feuilletons

31.05.2006. Peter Handke bekommt den Heinrich-Heine-Preis nun doch nicht. Aber die Debatte geht weiter. Die taz beklagt die immergleichen Reflexe auf Handke. Die SZ ist zornig: "So geht das nicht." Die Welt findet die Entscheidung der Düsseldorfer Stadträte vernünftig. In der NZZ schildert der Dichter Charles Simic sein schlimmstes Trauma: die Niederlage Jugoslawiens gegen Brasilien in der Fußball-Weltmeisterschaft 1950. Die Welt annonciert: "Das Jahrhundert der Anglos ist zu Ende." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.05.2006. Die SZ findet: Das Deutsche Historische Museum ist jetzt auch Geschichte. Die FAZ lauscht versonnen und doch enttäuscht einem süß-hysterischen Hahnenschrei an der Komischen Oper Berlin. In der FAZ antwortet Peter Handke kurz und knapp auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Die Welt verteidigt Peter Handkes Engagement für Serbien. In der Berliner Zeitung trägt die Redaktion ihren Konflikt mit der neuen Chefredaktion auf der Titelseite aus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.05.2006. Die SZ liest den "Schäfer-Bericht" als Dokument eines ins Extrem getriebenen Beamtenwahns. Ebenfalls in der SZ antwortet der Historiker Michael Brenner auf die Israel-Kritik seines Kollegen Tony Judt. Der Streit um den Heine-Preis für Peter Handke hält die Kulturwelt weiter in Atem. Das Festival von Cannes hinterlässt eher laue Resümees. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.05.2006. Die Verleihung des Heine-Preises an Peter Handke kommt nicht gut an. Die SZ will Heine in Schutz nehmen, die FR versteht die Solidaritätsbekundungen für Handke nicht und die FAZ findet das alles unerhört. Mit dem Filmfestival von Cannes ist auch niemand so recht zufrieden. Die taz fürchtet gar, Cannes könnte zu einer zweiten Berlinale werden. Andrzej Stasiuk erklärt den mit dem Polnischen ringenden Papst in der FAZ zum ersten deutschen Sympathieträger des Landes. In der NZZ verraten Schriftsteller ihre Erweckungserlebnisse mit Robert Walser. Und die Welt widerspricht dem Bild vom schwulenfeindlichen Wilhelminismus. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.05.2006. Die SZ bringt die Eröffnungsrede, die Meinhard von Gerkan zur Eröffnung des neuen Lehrter Bahnhofs leider nicht halten durfte. Die FAZ recycelt die Eröffnungsrede Orhan Pamuks zum New Yorker Pen-Festival im April. Sofia Coppolas in Cannes gezeigter Film über Marie Antoinette erfreut als Porträt einer Unbekümmerten, die sich solange keinen Kopf macht, bis er ab ist.
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Heute in den Feuilletons

24.05.2006. Günter Grass kritisierte in seiner in der Zeit dokumentierten Rede zur Eröffnung des Pen-Kongresses Amerika und Stadelmaier. Die FAZ vermisste in Grass' Rede Kritik an anderen Despoten. Die Welt zitiert lieber Horst Köhler zum gleichen Anlass: "Noch jedes Herrscherlob eines Diktators ist von einem Dichter verfasst worden." Die FAZ macht sich jetzt auch Sorgen über das Altern der Inder, Chinesen und Russen. Die SZ will nicht an die Gerüchte um die Berliner Philharmoniker glauben und kritisiert Welt und FAZ, die sie aufbrachten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.05.2006. In der FAZ erzählt Hans Magnus Enzensberger das Leben des Dichters Iwan Heilbut. In der Welt erklärt Thomas Ostermeier, warum es seit Ibsen und Strindberg nichts Neues unter der Sonne gegeben hat. In der SZ spricht Jon Fosse über Ibsen. Der FR graut vor der karnevalistisch anmutenden Tribalisierung der Gesellschaft. Die taz stellt den Pianisten Vijay Iyer vor, der mühelos Jazz mit Philosophie und Politik  verbindet.
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Heute in den Feuilletons

22.05.2006. In der NZZ beschreibt Gilles Kepel die Strategien von Al Qaida, um eine Hegemonie in der islamischen Welt zu erreichen. Die SZ begrüßt zum Abschluss des Theatertreffens die Rückkehr des dokumentarischen Theaters. Die Welt macht auf den heute beginnenden Kongress des PEN Clubs in Berlin aufmerksam und fordert eine Diskussion über Polen. Die Welt schildert auch die Tücken des Urheberrechts in Zeiten der Digitalisierung. In der taz fragt Zafer Senocak: Gibt es einen Schutz des Staates vor dem Islam? In der FAZ am Sonntag spricht Geert Mak über die Ausbürgerung Ayaan Hirsi Alis. Die New York Times fragt: Welches sind die 100 besten amerikanischen Romane der letzten 25 Jahre?
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Heute in den Feuilletons

20.05.2006. Abdelkader Benali bedauert in der FAZ den Weggang des islamischen Don Quichotte Ayaan Hirsi Ali aus den Niederlanden. In der Welt zeigt sich Faraj Sarkohi ratlos angesichts der mit modernen Waffen ausgerüsteten iranischen Sphinx Ahmadinedschad. In der SZ sieht Tony Judt Israel am Scheideweg. In seltener Einmütigkeit loben FR und FAZ die Frankfurter Fotoschau "Humanism in China". Und alle haben am politisch-sozialen Cannes bisher wenig auszusetzen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.05.2006. Sollen Kunstwerke wie die Nofretete in ihre Ursprungsländer zurückkehren? Die SZ meint ja. Und nein. Die NZZ drückt den renitenten Filmemachern des Iran die Daumen. Außerdem erklärt der heute achtzigjährige Peter Zadek, warum er kein Filmregisseur ist. Die taz kritisiert die Novellierung des Urheberrechts, die manche Bibliotheksdienstleistung gefährdet. In der Welt annonciert Niall Ferguson eine Rückkehr des Kalten Kriegs in Form vieler kleiner kalter Kriege. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.05.2006. Die Welt lauscht dem durchdringenden Schweigen Chinas zum 40. Jahrestag der Kulturrevolution. Währenddessen besucht die Zeit einige Protagonisten der virtuellen Meinungsfreiheit in China. Die NZZ staunt über die Niederländer, die entdecken müssen, dass es seinerzeit eine Kollaboration mit den Nazis gab. Das Festival von Cannes begann mit einer Enttäuschung: Ron Howards Verfilmung des "Da Vinci Codes" ist nach Meinung der meisten Kritiker ein Flop. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.05.2006. Die angekündigte Emigration Ayaan Hirsi Alis in die USA sorgt allenthalben für Aufregung. Die taz ist sich nicht ganz einig, was sie über die Islamkritikerin denken soll: Ist sie eine nützliche Idiotin weißer Männer? Oder selbstbewusste Nervensäge? Die FAZ hat sie schon mal in Ayaan Hirsi Magan umbenannt. Die SZ schweigt. Die FR macht sich Sorgen über EU-Richtlinien, die den britischen Orgelbau gefährden. Der Bericht der Sabrow-Kommission zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit sorgt in FAZ und Welt weiterhin für Debatten. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.05.2006. In der Welt spricht der Regisseur Ousmane Sembene über Beschneidung von Frauen in Afrika, die für ihn nichts mit Religion zu tun hat. Die FR dokumentiert den umstrittenen Expertenbericht zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Der Historiker Ulrich Herbert lobt diesen Bericht im Tagesspiegel und plädiert auch für eine Dokumentation des Alltags der DDR. Die NZZ macht sich Gedanken über eine neue Nationalhymne für Südkorea. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.05.2006. Die Büchner-Preis-Entscheidung für Oskar Pastior wird im Namen des Autors begrüßt und in Namen des Preises kritisiert. In der Welt kennen Ayaan Hirsi Ali und Leon de Winter die Antwort auf Bin Laden: Hybridautos. Die NZZ identifiziert Mexiko-Stadt als die wichtigste Kunststadt Zentralamerikas. Die Welt am Sonntag besuchte die Protagonisten des vorletzten Hypes: die Jungen Wilden.
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Heute in den Feuilletons

13.05.2006. Die SZ liest 16 Millionen chinesische Blogs. Die NZZ erinnert an den größten Kinoskandal in der Franco-Ära - ausgelöst von Luis Bunuels "Viridiana". Die Welt spricht Klartext über die Entkoppelung sexueller Aktivitäten von allem Seelischen bei den Schwulen. Die Berliner Zeitung kommentiert schon die Verleihung der deutschen Filmpreise gestern Abend. Spiegel Online rechnet ab mit den Neocons. Die FAZ erzählt, wie die EU mit Hilfe von Journalisten ihr Image aufbessert. In der taz dankt William Forsythe der Frankfurter Business-Community für die Rettung seines Tanztheaters.
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Heute in den Feuilletons

12.05.2006. Die FAZ erinnert an einen revolutionären Akt der Kunstgeschichte, der ein Selbstakt war. Die SZ findet den umstrittenen Expertenbericht zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit eigentlich ganz passabel, die taz auch. Die Welt berichtet über eine explosionsartige Verbreitung von Kaczynski-Witzen in Polen. In der Berliner Zeitung schreibt der weißrussische Autor Artur Klinau über das Land der Angst.
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Heute in den Feuilletons

11.05.2006. Die FAZ erfreut sich am durchnässten Gewand der Arsinoe. Auch die SZ berichtet über die Ausstellung "Ägyptens versunkene Schätze" in Berlin und über eine Fatwa gegen die freizügigen antiken Statuen. Die Zeit macht auf den Fall des iranischen Philosophen Ramin Jahanbegloo aufmerksam, der vom Regime des Landes ins Gefängnis gesteckt wurde. Die NZZ berichtet über die Einführung von Windows XP in Kisuaheli. Die FR feiert Jean Nouvels Entwurf für das Pariser Museum der außereuropäischen Künste und Zivilisationen. Die Welt kritisiert Simon Rattles Programmpolitik für die Berliner Philharmoniker: Wohlfühlen ohne Wehtun. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.05.2006. Die NZZ ist entsetzt über den Zustand der italienischen Literaturkritik. Die SZ lässt kein gutes Haar an Luciano Canforas Geschichte der Demokratie. Die Welt weiß schon jetzt: 2006 ist ein Traumjahr des deutschen Films. Die FAZ porträtiert den tschechischen Regisseur Miroslav Bambusek, der die Vertreibung der Deutschen thematisiert, und kritisiert die französischen Intellektuellen 100 Jahre nach Dreyfus. Die taz lobt Michael Elmgreens Entwurf des Denkmals für die homosexuellen Opfer des Nazis als männlich intim. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.05.2006. In der Welt plädiert der Historiker Norman Stone für die Aufnahme der Türkei in die EU, in der FAZ plädiert Alain Finkielkraut dagegen. Die NZZ berichtet über die Zerstörung von Baudenkmälern in Moskau. Die SZ beschreibt den Stand des "Dead Eye Problems" in der Animationstechnik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.05.2006. In der FAZ kommt Walter Laqueur auf die Auseinandersetzung zwischen Bernard Lewis und Edward Said zurück - und sieht Lewis als Sieger. In der Welt meint der Springer-Vorstand Mathias Döpfner zur Zukunft der Zeitungen: Das Internet ändert weniger als wir denken. Und Hubertus Knabe wehrt sich gegen einen "Akzentwechsel" in der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit. Der Berliner Zeitung fehlt noch ein Mahnmal in Berlin: das für die sowjetischen Kriegsgefangenen. In der SZ unternimmt Matthias Politycki einen lyrischen Spaziergang durch das italienische Städtchen Arpino. Die taz staunt über die Erfolge der südkoreanischen Popkultur. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.05.2006. "Freud ist tot. Es lebt", verkündet die taz und auch alle anderen Zeitungen begehen ausgiebig seinen 150. Geburtstag. Die FAZ kolportiert, dass sich ein Mordkommando nach Dänemark aufgemacht hat, um die Mohammed-Karikaturisten zu töten. SZ und NZZ befassen sich mit den neuesten Debatten um Peter Handke und seinen Serbien-Feldzug. Der NZZ graut es außerdem vor der Kulturpolitik der Hamas, die zuallererst den Bauchtanz verbieten will. In der FR tritt Klaus Staeck den Kampf gegen die geistige und ästhetische Verrohung des Landes an. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.05.2006. Goethe zieht sich zurück, das Konfuzius-Institut kommt. Allerdings mit einem recht schmalen Etat, wie die Welt berichtet. Dass das katholische Radio Maryia Hörerspenden nicht in die Danziger Werft investiert, sondern lieber an der polnischen Börse verspielt, weiß die NZZ. Die taz lauscht John Cages e und e' in Halberstadt. Im Tagesspiegel findet Jürgen Gosch die sieben blutig-nackten Männer seiner "Macbeth"-Version nur natürlich. Caspar David Friedrich als Erneuerer lernt die SZ in einer epochalen Ausstellung in Essen kennen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.05.2006. In der Zeit fragt sich Peter Schneider, warum eigentlich keine Einwanderer in der deutschen Literatur auftauchen. Die Welt erwartet vom Berliner Theatertreffen Stöße unter Hirn-und Herzhaut. Die FAZ hat sich in Teheran ein aufregendes Fuballspiel angesehen: Die Kreuzberger Frauenmannschaft Al Dersimspor gegen die iranische Nationalauswahl. Die taz setzt gegen die transzendentale Obdachlosigkeit auf Arbeit. Und die FR begrüßt eine astreine Multikulti-Idee. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.05.2006. In der taz fordert Zafer Senocak einen freiheitlichen Patriotismus und Nulltoleranz gegenüber Ansprüchen der Ehre. Jean Baudrillard sieht in der SZ überall französische Melodramen, bei Mächtigen wie Revoltierenden. Die FR erblickt im neuen Frankfurter Portikus kompromisslos inaktuelle Eleganz. Und die FAZ feiert Renzo Pianos lakonisch gläsernes Wunder in New York. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.05.2006. Alle Zeitungen kommentieren natürlich Klaus Staecks Wahl zum neuen Präsidenten der Berliner Akademie der Künste: Die SZ hält dies für eine sehr deutsche Entscheidung, die Welt findet sie zeitgemäß. Die taz berichtet vom wachsenden Antisemitismus in der Türkei. Auf dem Genfer Salon du livre hat die NZZ Spielzeug, Schmuck und Kristalle gefunden, aber kaum Bücher. Die FR lobt das neue Programm von Gerhardt Polt und den Biermösl Blosn als völlig sinnlos und völlig wahnsinnig. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Hyper, Hyper

15.05.2013. Großraumdissenkino statt Mittelstufenliteraturverfilmung bietet Baz Luhrmanns "Der große Gatsby". Ulrich Seidls Trilogieabschluss "Paradies: Hoffnung" gönnt uns das Nichteintreten des Allerschlimmsten. Und das ist auch mal schön. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Drogenverseuchte Faulenzer-Boheme

18.05.2013. Die FAZ weiß gar nicht, was sie zuerst empfehlen soll: Ned Beaumans genialischen Roman um einen Autor, der an Brecht und den Frauen scheitert. Oder Olga Martynovas traumhaft-grotesken Familienroman "Mörikes Schlüsselbein"? Oder das vorzügliche "Jahrbuch der Lyrik 2013"? Und dann gäb's da noch "Was Flauschiges" für die Kleinen. Die FR liest Bücher zum Wagner-Jahr. Die taz lernt bedenkenswertes über den Zustand der Sozialdemokratie. Und die SZ versinkt selig in den Briefen Samuel Becketts.
Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

Kratzen und singen

02.01.2013. Im Espresso erzählt Roberto Saviano, warum die Einwohner von Scampia keine Haustürschlüssel mehr haben. Vanity Fair beobachtet John Belushi im Bienenkostüm. Outlook India untersucht die "Vergewaltigungskultur" in Indien. Le Monde lauscht der Musik der tibetischen dranyen dunglen. Der Economist feiert Comics im Netz. In Wired erklärt Internet-Unternehmer Tim O'Reilly sein Credo. In The New Republic stellt Anne Applebaum neue und alte Bücher über Polens Geschichte im 20. Jahrhundert vor. Mehr lesen

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