Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2013, 10.11 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Mai 2011


Sprengstoff in Seidenpapier

31.05.2011. In der taz erkundet Marlene Streeruwitz die Dialektik von Herr und Magd. In der FR zählen Karlheinz Bohrer und Kurt Scheel die drei Gründe auf, warum der Mainstream ihren Merkur in den letzten Jahren nicht so mochte. In der Welt erzählt Henryk Broder, warum er seit dem 11. September 2001 nicht mehr an Deutschland glaubt. Im Tagesspiegel erzählt Aino Laberenz, Christoph Schlingensiefs Witwe, wie das afrikanische Wellness-Zentrum funktionieren sollte, das er für den deutschen Pavillon in Venedig plante. Die NZZ bedauert das Formtief der russischen Kultur. Mehr lesen

Mein Vater hatte 25 Pferde und einen Hirsch

30.05.2011. Die NZZ fragt: War Ingmar Bergman der Sohn seiner Mutter? Die FR ist fassungslos über das Ende der Kunstmesse Art Forum in Berlin. In der taz ist Gabriele-Goettle-Tag: Sie porträtiert einen Schausteller. Wolfgang Michal konstatiert in seinem Blog: Urheber sind wie Parmesan, sie lassen sich gut zerreiben. In der SZ ruft Ralf Bönt in Antwort auf Ursula März in der Zeit: Wer über Frauen schweigen will, soll über Männer reden. Mehr lesen

Umgestürzt zu Füßen des roten Riesenrades

28.05.2011. Der Iran will das ganze Internet abschaffen, zumindest in seinen Landesgrenzen, berichtet das Wall Street Journal, Tunesien nur die Pornografie im Netz. Die FR würdigt den Schneider von Ulm. Sehr böse schimpft Georg Diez in seiner SpOn-Kolumne über die öffentlich-rechtlichen Sender. In der Welt verlangt Karl Schlögel das Unmögliche: Berlin soll sich ernst nehmen. Und diese Wippe sein lassen. Mehr lesen

Massenkompatibel und zeitgemäß

27.05.2011. Im FAZ-Feuilleton nennt Cem Özdemir den FAZ-Feuilletonchef wichtig, klug und längst überfällig. In der Welt fürchtet Philipp Blom um die Errungenschaften der Aufklärung. Müssen uns die Regierungen vor dem Internet schützen, oder muss man nicht eher das Internet vor den Regierungen schützen?, fragt die Wirtschaftswoche mit Jeff Jarvis. Die New York Times meldet: Facebook geht in seiner Übernahme des Internets einen Schritt weiter und wird jetzt auch ein Musikdienst.  Mehr lesen

Der Meese-Hitler scheint okay zu sein

26.05.2011. Im Freitag staunt Dietrich Kuhlbrodt: Warum darf Lars von Trier nicht, was Jonathan Meese darf? In der taz informiert Slavoj Zizek: Die Revolutionäre in Arabien wollen Kapitalismus plus. Die SZ wird beim Abschied Christian Thielemanns aus München melancholisch, aber dieser nicht. Die FAZ rät nach DSK: Mit Frauenquote wär' das nicht passiert. Und gelobt sei Santo Giovanni di Lorenzo: Die Zeit bringt Dutzende Seiten zu religiösen Fragen. Aufmacher: Woran glauben die Sachsen? Mehr lesen

Eine Ecke für den shiny junk

25.05.2011. "Ich bleibe dabei", ruft Bernard-Henri Levy in seinem Blog und besteht auf der Unschuldsvermutung im Fall Dominique Strauss-Kahn. Eine Website für Michael Althen wird eröffnet - mit vielen seiner Texte über Kino. Die taz erzählt vom Zauber des Aufbruchs in Damaskus. Ist der Gesundheitswahn eine Sucht? Die NZZ befürchtet es fast und verteidigt den Alkohol gegen die Reinheitsapostel. Die Molekularküche ist für die Gastronomie, was der Kubismus für die Malerei war, befindet das Smithsonian Magazine. In der SZ warnt der französische Internetaktivist Jeremie Zimmerman vor der gerade in Paris tagenden internationalen Copyrigthmafia. Und die FAZ unterhält sich mit der Biennale-Kuratorin Bice Curiger. Mehr lesen

Diese Kultur, so wie wir sie jetzt haben

24.05.2011. Ja, Bob Dylan wird heute siebzig. Es könnte sein, dass ein unsichtbarer Energiestrahl seinen Weg bahnte, meint die Welt. Neunetz fragt nach einer Recherche Stefan Niggemeiers: Wenn die Verleger außer Tickerverschnitten gar keine Inhalte online stellen, wofür wollen sie dann Leistungsschutzrechte? In den Wilden Lesern freut sich Bolano-Übersetzer Heinrich von Berenberg über den Hype um "2666". Die FR kritisiert sehr scharf Tilman Jens' Verteidigung der Odenwaldschule. In der FAZ feiert John Banville den Irland-Besuch der Queen. Mehr lesen

Das musste im Fernsehen dann gepixelt werden

23.05.2011. Die FR staunt am Beispiel Lady Gagas: So solide können die Absätze von Stilettos sein. Die NZZ erzählt, wie der Schriftsteller Javier Sicilia in Mexiko die "Selbstverteidigung der Zivilgesellschaft" gegen die Mafia organisiert. An der Überraschung des Westens über die arabischen Revolten sind sein Orientalismus und seine Fixierung auf den Islam schuld, meint die SZ. Carta spottet über das Netzwerk Recherche. Das Blog Netzwertig fürchtet die Rückeroberung des Netzes durch die Kräfte der Beharrung. Allgemein recht zufrieden ist man mit dem Festival von Cannes. Mehr lesen

Schauspielen ist nicht verboten

21.05.2011. In der FAZ beklagt V.S. Naipaul den Verfall der Fiktion in Roman und Film. Die NZZ befürchtet mit dem Fall Domininique Strauss-Kahn die moralische Talibanisierung Europas. Die Welt empört sich über die Herablassung, mit der die Literaturkritik den Büchnerpreis für F.C. Delius kommentierte.  SZ und taz berichten aus Cannes von den mutigen Werken der mit Berufsverboten belegten iranischen Regisseure Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof. Die FR rätselt über Sitten und Gebräuche der Kelten. Mehr lesen

Integrationspflichtvergessenheit

20.05.2011. Ein Leben zwischenzuspeichern, verbraucht erstaunlich wenig Speicherkapazität, erzählt Peter Glaser in der NZZ. Stefan Niggemeier hat die 376 täglichen Artikel von stern.de durchgezählt, fand aber nur neun, die tatsächlich von stern.de sind. In seinem stern.de-Blog erklärt Hans-Martin Tillack, warum das Netzwerk Recherche einen Fehler machte, als es Carsten Maschmeyer einlud. Die Totalverbannung Lars von Triers aus Cannes löst mittelbetroffene Kommentare aus. Mehr lesen

Morgenländische Erotik

19.05.2011. Die Büchner-Preisentscheidung für F.C. Delius stößt auf geteilte Reaktionen. FAZ und SZ schätzen den Autor, aber nicht den Preis für den Autor. Aber die Welt ist sehr zufrieden. Gawker zitiert die bizarren Nazibekenntnisse Lars von Triers. Die Freischreiber dokumentieren, wie sich die Medien im Zeitalter des Leistungsschutzes die Rechte der Autoren vorstellen. Der Freitag staunt: Auch die Grünen haben ihre Wagenknecht, sie heißt Reinhard Loske. In der Zeit entwickelt Klaus Harpprecht schlüpfrige Fantasien zum Fall DSK. Mehr lesen

Bei denen gibt es kein moralisches Zwielicht

18.05.2011. Der Tagesspiegel staunt über das "unvergleichliche Traumateam" Veit und Thomas Harlan Im Blog der New York Review of Books fragt Yasmine El Rashidi: "Warum brennen die Kirchen in Ägypten?" In Carta macht Manfred Bissinger einen Vorschlag zur Rettung des Journalimus im digitalen Zeitalter: mehr Geld verlangen. In der FAZ antwortet der Migrationsforscher Klaus J. Bade auf eine Attacke Necla Keleks. Der SZ graut vor Unternehmen und Kulturbetrieb, die nicht mal Lippenbekenntnisse für Ai Weiwei zustande bringen.In The Daily Beast plädiert Bernard-Henri Levy gegen eine Vorverurteilung Dominique Strauss-Kahns. Mehr lesen

Mutierende Mikroben, explodierende Sonnen

17.05.2011. Die NZZ fährt begeistert Rolltreppe im neuen Antwerpener Museum aan de Stroom von Neutelings & Riedijk. In der taz erklärt die chinesische Schriftstellerin Zhang Yihe: Wenn wir Ai Weiwei verteidigen, verteidigen wir auch uns. Die SZ lernt: Der Dirigent Fritz Busch wurde nicht von NS-Parteibonzen vertrieben, sondern von den lieben Künstlerkollegen. In Cannes sind FAZ und SZ ergriffen von Terrence Malicks "Tree of Life", FR und Welt gähnen, die taz musste draußen bleiben. Mehr lesen

Eine Art VG Snippet

16.05.2011. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat im Dradio erstmals ihre Pläne für ein Leistungsschutzrecht bekanntgegeben, meldet Carta. Wer zitiert, soll zahlen. Meedia bringt einen Überblick über die Zeitungskrise in Deutschland: Bergab ging's für fast alle, am wenigsten noch für die Überregionalen. Aus Cannes wird  über den Film des Iraners Mohammad Rasoulof "Be omid e didar" berichtet. Und die Berliner Philharmoniker sagen zum schönen Städtchen Salzburg leise Servus. Mehr lesen

Das war eine Zeit ohne Kaiser

14.05.2011. Die taz war dabei, als Claus Peymann seinen Kollegen Herbert Fritsch anpöbelte. Es ging um Theater. "Im Kern totalitär": Die Welt ist über den Diskurs der Nachhaltigkeit nachhaltig verstimmt. Carta fragt, wie man im Netz noch über die Artikel anderer sprechen soll, wenn Zeitungskonzerne Zitate mit Rechnungen belegen?  SpOn-Kolumnist Georg Diez ist sehr sauer über die öffentlich-rechtlichen Anstalten. Die FR ist ergriffen von Christoph Marthalers subpolarem Abend in Wien. Die FR erzählt auch, wie Facebook Google anschwärzen wollte. In der FAZ schreibt Bei Ling über die wilden amerikanischen Jahre Ai Weiweis. Mehr lesen

Die Dinge vor, auf und hinter der Leinwand

13.05.2011. Die NZZ porträtiert Kämpfer gegen Korruption in Russland und Indien - und Countrymusiker aus Brasilien. Die taz erzählt, wie schwer es Journalisten in Syrien haben. In den Blogs und Zeitungen wird nach dem Eklat um den Kisch-Preis  weiter über die Frage der Wahrhaftigkeit im Journalismus nachgedacht. In der FR schreibt Georg Klein über den Aufstieg seines Heimatclubs FC Augsburg  in die erste Liga. Die Feuilletons trauern um den Filmkritiker Michael Althen, der im Alter von nur 48 Jahren gestorben ist. Mehr lesen

Beliebtes Jagdrevier der Attributzler

12.05.2011. Ein Hauch von Kurkonzert: Die taz besuchte einen Kulturabend der Grünen: Die Zeit versichert: Niedere Instinkte liegen ihr fern. Der Freitag beugt sich  über Unsitten des deutschen Journalismus wie szenische Einstiege und Eigenwerbung im Nachrichtenteil. In Cannes lief der neue Woody Allen, in dem neben Carla Bruni auch Hemingway und die Fitzgeralds auftreten. Die FAZ ist außer Atem: Jeder Besucher muss die Leonardo-Ausstellung der Londoner National Gallery in mindestens 30 Minuten durchschritten haben.  Mehr lesen

Zum Samtglanz getrocknet

11.05.2011. Die Filmkritik hat sich in Cannes eingerichtet und blickt weitgehend freudig den heute eröffnenden Filmfestspielen entgegen: Gezeigt werden auch zwei mutig an die Croisette geschickte Filme der beiden iranischen Regisseure Jafar Panahi und Mohammed Rasoulof. In der SZ beobachtet der Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe eine antikapitalistische Revolution in Europa. In der FR empfiehlt Joachim Radkau die Weisheit des Mittelwegs. Die FAZ präsentiert das chinesische Fräuleinwunder Gao Can. Und die Welt beobachtet ehrfurchtsvoll die Digitalisierung Paul Klees. Weiter für Diskussion sorgt der Henri-Nannen-Preis: Wurde Rene Pfister in der falschen Kategorie nicht ausgezeichnet? Mehr lesen

In der Avantgarde-Garage des Bauhaus-Papstes

10.05.2011. Ärger in der Branche: Dem Spiegel-Journalisten Rene Pfister wurde nachträglich der Henri-Nannen-Preis aberkannt. Die Mehrheit der Jury kritisierte den szenischen Einstieg seines Seehofer-Porträts, der den Eindruck erwecke, er sei aus eigener Anschauung geschrieben. Das Hamburger Abendblatt weiß die Details. Der Spiegel ist sauer. Die FR freut sich in ihrer ersten Cannes-Kolumne auf den neuen Film von Terrence Malick. Das Blog Puszta Ranger dokumentiert eine Diskussion der ungarischen Regierungsparteien über Imre Kertesz. Die SZ kritisiert den "Heritage at Risk"-Report des internationalen Denkmalschutzrates Icomos. Mehr lesen

Sei es im Kühlschrank oder im Kopf

09.05.2011. Der Welt schwindelt: Die Berliner Philharmoniker feiern mit Christian Thielemann und Richard Strauss den fünften Jahrestag des Anschlusses der Stadt Wien. In der FAZ beklagt Necla Kelek eine Einseitigkeit der Migrationsforschung in Deutschland und ihrer Funktionäre. Was würden wir sagen, wenn die Irakis George W. Bush umgebracht und seine Leiche im Atlantik versenkt hätten?, fragt Noam Chomsky in Guernica. Bin Laden war sowieso schon tot, gibt Gilles Kepel in der New York Times zu bedenken. In der taz diskutieren Juli Zeh und der oberste Volkszähler Gert G. Wagner über die Volkszählung. Mehr lesen

Im Unwägbaren des Jetzt

07.05.2011. In der Welt fragt Burkhard Spinnen: Was wird im Zeitalter des Ebooks aus dem Cover? Einmal nicht kritisch ist Islamkritikerkritiker Patrick Bahners gegenüber der Jungen Welt. In der taz erklärt der geoutete und dann geoutsourcte Kirchenlehrer David Berger, wie Religion am besten funktioniert: Lügen, Wissen, Schweigen. Die NZZ beobachtet eine "geradezu gespenstische" Renaissance des Chores im deutschen Theater. Mashable zeigt, wie sich die Nachricht vom Tod Osama bin Ladens zuerst auf Twitter verbreitete. Mehr lesen

Mit Kindergeschrei beim Wippen

06.05.2011. Jeremy Bernstein erinnert im Blog der NYRB an James Abbott, der Abbottabad nach sich selbst benannte und dann eines der schlechtesten Gedichte englischer Sprache dazu verfasste. Gawker rät ab von SaferHouse, der Wikileaks-Konkurrenz von Rupert Murdoch. Die Welt erklärt, warum die FAZ Osama Usama schreibt. Und: die niederländische Künstlerin Nadia Plesner darf jetzt hungernde Kinder mit Louis-Vuitton-Taschen malen. Mehr lesen

Die Klänge sterben jedes Mal anders

05.05.2011. Die taz unterhält sich mit Irena Grudzinska-Gross und Jan Tomasz Gross über das Verhalten der Polen im Holocaust. In der FR mag Germanist Manfred Schneider den Krieg gegen den Terrorismus nur als Krieg der Bilder sehen. Die SZ-Redakteure möchten, dass die Zeitung keine Artikel mehr kostenlos online stellt. Die Zeit staunt sehr: Otto Sander wird siebzig. In der Jungle World spricht Pierre Boulez über seine Methode. Und die FAZ fragt: Warum soll man die Pekinger Aufklärungsaustellung schließen? Es geht ja sowieso keiner hin. Mehr lesen

Negatives ethisches Vorzeichen

04.05.2011. SZ und FAZ sind sich einig: Man soll sich über den Tod Osama bin Ladens nicht freuen. Christopher Hitchens in Slate kann sein stilles Vergnügen in Slate dennoch nicht verhehlen: Er war gar kein Guerillero, sondern der verwöhnte Klient eines Schurkenstaats. Und er hat lange genug gelebt, um erfahren zu müssen, dass die Araber sein Phantom in ihrer Demokratiebewegung abgeschüttelt haben, notiert Thomas Friedman in der NY Times. Das ist doch ein Grund zur Freude, meint auch Jörg Lau in seinem Blog. In der FR reagieren die Autoren des Buchs "Das Amt" auf drastische Kritik aus dem Münchner Institut für Zeitgeschichte. Mehr lesen

Osama bin Laden died on Walpurgisnacht

03.05.2011. "We caught him while he was at home in bed", ruft Anne Applebaum in Slate. Salman Rushdie stellt in The Daily Beast Fragen nach der Rolle Pakistans. Für Bernard-Henri Levy in La regle du jeu ist die Aktion gegen bin Laden auch ein Erfolg des Afghanistan-Kriegs. Spiegel Online klagt: Das war "Gerechtigkeit auf Amerikanisch!" War dies eines Rechtsstaats würdig?, fragt auch Henryk Broder in der Welt. In der taz plädiert Claus Leggewie für Mitbeteiligung von Bürgern, außer vielleicht bei Windrädern. Mehr lesen

Sogenannte Mörderhirsche

02.05.2011. In der NZZ schreibt György Dalos über das Problem der ungarischen Regierung mit der nicht zu steuernden Außenwahrnehmung.  Die FAZ porträtiert den bekanntesten türkischen Popstar Tarkan. In der SZ staunt Horst Bredekamp über die verschlungenen Wege der sexuellen Auslese. Für die taz besucht Gabriele Goettle einen Fachmann für Wohnungauflösungen. Wir sammeln erste Links zum Tod Osama bin Ladens. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Jungskino

22.05.2013. Calin Peter Netzers Berlinalegewinner "Mutter und Sohn" verwandelt die Neue Rumänische Welle in ein Nationaltheater, in dem schon wieder nur Ödipus gespielt wird. In Justin Lins "Fast & Furious 6" gilt es, den Bau einer hochdestruktiven "Techno-Bombe" zu verhindern. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Wirtschaftlich sattelfeste Künstler

24.05.2013. Zum Anlass von Egon Friedells 75. Todestag empfiehlt die SZ seine noch immer äußerst lesenswerte "Kulturgeschichte der Neuzeit". Außerdem verfolgt sie die langjährige Freundschaft zwischen Tom Waits und Anton Corbijn im prächtigen Bildband "Waits / Corbijn". Die FAZ liest gebannt Linus Reichlins Roman "Das Leuchten in der Ferne" und informiert sich vor dem morgigen Champions-League-Finale bei Nils Havemann über die "Geschichte der Fußballbundesliga". Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

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