Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 19.06.2013, 14.00 Uhr

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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

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Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

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Buch: Stevenson, Robert Louis: Die Ebbe

Robert Louis Stevenson: Die Ebbe

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Dezember 2008


Die Endfalle

31.12.2008. In der FR warnt Rolf Hochhuth: Wir sollen Russland nicht einfach auf Weisung der Amerikaner ein Drittel seines Territoriums (auch Ukraine genannt) wegnehmen! In der SZ schildert Stefan Weidner die Erfolge der Hamas vor der Bombardierung durch Israel. In der FAZ nehmen David Grossman und Fania Oz-Salzberger Stellung zum Gaza-Krieg. Die Zeit sondiert Poes poetologische Poesitionen. Und wir wünschen allen Perlentaucher-Lesern einen guten Rutsch! Mehr lesen

Bands werden Protestlieder vortragen

30.12.2008. Die Welt sieht in der Krise eine Chance auf Poprevolte. In der Berliner Zeitung erklärt die erste Konzertmeisterin der Wiener Philharmoniker, Albena Danailova, wie sie dazu wurde. Für die FR besuchte Claudia Schmölders die europäische Internetbibliothek Europeana. Der taz stellt Natalie Zemon Davis Leo Africanus vor. Die französischen Blogs diskutieren über den linken und rechtsradikalen Stand up-Comedian Dieudonne, der einen Holocaustleugner vor 5.000 Zuschauern mit einem Preis für Frechheit auszeichnete.
Mehr lesen

Nicht reisefähig

29.12.2008. Zum Tode Samuel Huntingtons arbeiten sich die weihnachtsmüden Feuilletons nochmal an seinem Begriff des Clash of Civilisation ab: Er analysierte den identitären Diskurs und war selbst Teil davon, meint die taz. Das Religiöse ist nur die Verkleidung des Politischen, meint ausgerechnet die FAZ. Mehr lesen

Die Cadillacs des Verlegers

27.12.2008. Die FR stellt die amerikanische, offensiv multi-ethnisch muslimische "Taqwacore"-Bewegung vor. In der NZZ wendet sich Dubravka Ugresic mit Grausen von nackten Füßen auf einem Cafehaus-Tisch ab. In der Welt erinnert sich Fritz J. Raddatz an einen noblen Emporkömmling. Die Berliner Zeitung freut sich, dass die New York Times den echten Stauffenberg heute etwas komplexer sieht als 1944. In der FAZ stellt Daniel Kehlmann seinen neuen Roman vor. Mehr lesen

Sturmflut ohne Rettungsboote

24.12.2008. In der FR trinkt Cees Nooteboom einen Glühwein auf die Krise. Die Welt sieht Heinrich Breloer als Spielverderber, der die die "Buddenbrooks" aller Buffo-Elemente beraubt. In der SZ spricht sich Adolf Muschg gegen eine Verankerung der deutschen Sprache in der Verfassung aus. In der taz meint Paul Scheffer: Multikulti ist schwieriger als man denkt. Ach ja, und Frohes Fest! Mehr lesen

Lebhafte Beziehungen zum Iran

23.12.2008. Die SZ will keinen Intendanten von der Fraktion Fettlebe, auch nicht Jürgen Flimm, auch nicht an der Berliner Staatsoper. Die FR hat herausgefunden: Jesus ist auch ein Perser. Die Welt fragt nach Josef. Die FAZ hat die Schnauze voll von der Bahn. In der Zeit verteidigt Michael Krüger den Autor Milan Kundera. Mehr lesen

Umarmungen von jäher Wildheit

22.12.2008. Bitter registriert Zafer Senocak in der Welt die Kälte, mit der die Türken auf die Petition einiger Intellektueller zum Völkermord an den Armeniern reagieren. Im Tygodnik Powszechny konstatiert Stefan Chwin: Walesa ist der Preis dafür, dass die Polen keinen Havel haben. Kurz vor Schluss noch ein großes Theaterereignis: Jürgen Goschs Berliner Inszenierung der "Möwe" wird in allen Zeitungen groß und meist begeistert besprochen. Mehr lesen

Der Kostümfilm zum Schloss

20.12.2008. In der FAZ meint Richard Ford: Egal ob Obama Erfolg hat oder nicht: die Rassisten werden es ihm nicht verzeihen. Die NZZ bringt eine vertrackte Statistik zur Tugend des Schlankseins in Japan. Im Spiegel spricht Christoph Schlingensief über seine Krankheit. In der Welt erklärt der Rechtsanwalt und Publizist Klaus Faber, warum er den Begriff der "Islamophobie" absurd findet. Heinrich Breloers "Buddenbrooks"-Verfilmung findet wenig Anklang. Mehr lesen

Ein kleiner Haufen Nazi-Sperrmüll

19.12.2008. Die taz besucht das Rommel-Museum und schreitet über die Rommel-Brücke und wohnt im Rommel-Hotel in Marsa Matruh in Ägypten. In der NZZ erklärt der Musikjournalist Nik Cohn seinen zwangsläufigen Weg zum Gangsta-Rap. In der SZ übt Nadine Gordimer scharfe Kritik am künftigen südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma. Und die FAZ konstatiert: China diskutiert nicht über die Charta 2008, China verhört.
Mehr lesen

Read This, Skip That

18.12.2008. Alle gratulieren dem "genial zuchtlosen" (so Gerhard Stadelmaier in der FAZ) Joachim Kaiser zum Achtzigsten. In der SZ wird das Kränzchen von Martin Walser persönlich geflochten. Die Welt bespricht Til Schweigers neuen Film, und erklärt, warum immer mehr Produzenten immer weniger Kritik wollen. Die NZZ beruhigt: Wer schon reich ist, der hat kaum was zu verlieren. Dem Tagesspiegel geht das Öl aus, nicht aber die geistige Mobilität. Mehr lesen

Wenn wir das weiße Licht löschen

17.12.2008. In der Welt schreibt Sonja Margolina über die wiederkehrende Stalin-Begeisterung in Russland. In der FAZ protestiert Ulf Erdmann Ziegler gegen das Verbot der Glühbirne. Die NZZ feiert das Ilkhom-Theater aus Usbekistan. Die taz blickt sich auf dem Selberschreiber-Portal fanfiction.com um. Die Blogs berichten über den Holtzbrinck-Konzern, der seine Onlineredaktionen verschlankt und bei StudiVZ aufräumt. Das Wall Street Journal fragt: Gibt es bald ein Netz der schnellen Riesen und der langsamen Zwerge? Mehr lesen

Inflation an Rechtsgutachten

16.12.2008. Die NZZ beschreibt die immer stärkeren Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten. In der FR versichert Oliver Sacks: Musik hilft bei Demenz. Die Achse des Guten weiß, warum der Spiegel in seiner Schmidt-Geschichte ohne Schmidt-Zitat auskommen musste. Recht lau sind die Reaktionen auf Tom Cruises Stauffenberg-Film "Operation Walküre"und Heinrich Breloers "Buddenbrooks"-Verfilmung. Mehr lesen

Alle Lustigkeit vermeidend

15.12.2008. Die NZZ stellt den koreanischen Blogger Minerva vor, der die Krise voraussagte und nun die koreanischen Börsianer in Angst und Schrecken versetzt. In der Welt sieht der Politologe Walter Russell Mead Barack Obama als den am wenigsten europäischen US-Präsidenten aller Zeiten. In der Wirtschaftswoche will der Soziologe Gerhard Schulze nicht in die Abgesänge auf den Kapitalismus einstimmen. Die FAZ betrachtet das Projekt eines "Hauses der Europäischen Geschichte" mit Skepsis. Mehr lesen

Proustisches Konzil von Nicäa

13.12.2008. Die Kundera-Affäre? Nichts als Lügen, behauptet Antonin Liehm in der Welt. In der taz geißelt Michael Kleeberg den Snobismus der hiesigen Proustianer. Wo gibt es keine Zeitungskrise? Wo wird die Liebe in tausend Nuancen beschrieben? In Japan, meldet die NZZ. Warum Chinatown, Little India oder Klein-Istanbul Orte der Integration sein können, erklärt Robert Kaltenbrunner in der SZ. In der FAZ dreht sich alles um Charles Darwin. Mehr lesen

Feind aller

12.12.2008. Die NZZ wundert sich: Dafür dass die Amerikaner weltpolitisch doch ziemlich unterwegs sind, haben sie ganz schön wenige Auslandskorrespondenten. Die taz hört schottischen Pop und findet ihn "aufgeladen und bereit". Die FR erkundet Griechenlands Willen zur Gewalt. In der SZ befasst sich der Literaturtheoretiker Daniel Heller-Roazen mit den Piraten. Die Welt informiert über polnische Einwände gegen ein "Haus der europäischen Geschichte". Mehr lesen

Bruchstücke des Paradieses

11.12.2008. Die New York Review of Books publiziert die "Charta 2008", die von 300 chinesischen Intellektuellen unterzeichnet wurde. Die chinesische Polizei ist auch schon fleißig am Verhaften. Die Zeit redet mal Tacheles: Kino ohne Fernsehen ist hierzulande ein aufgeplusterter Subventionsbetrieb. Die NZZ kam in Thailand zu einer Entscheidung. Die SZ mahnt: Der Westen soll die Religionen einbinden. Sonst brechen sie aus. Mehr lesen

Sanft summende Volksgemeinschaft

10.12.2008. In der SZ fragt der indische Historiker Dipesh Chakrabarty, ob sein Land überhaupt fähig ist zu einer professionellen Sicherheitspolitik. In der taz lässt sich Ilija Trojanow von einem Investmentbanker erzählen, was er zu Geld machte: "Kolossale Berge von Hühnerscheiße". Die FAZ fragt nach den Ursachen für die immer häufigeren Massenunruhen in China. Die Berliner Zeitung ist empört über Volker Schlöndorffs Äußerungen zum DDR-Filmerbe. Mehr lesen

Inmitten der Blumen von Nizza

09.12.2008. In der NZZ hat Bora Cosic eine wunderhübsche Passage von Gombrowicz über den jungen Le Clezio gefunden: "Seine Romane atmen einen undurchdringlichen Dämmer äußerster Verzweiflung, während er selber, ein junger Gott in Badeslips..." Na, und so weiter. Wir zitieren auch die Passage aus Le Clezios Rede über das Internet. Auch die Feuilletons beschäftigen sich mit seiner Rede. Und neu: Die ganze SZ ist online - exklusiv beim Perlentaucher! Mehr lesen

Die Grundlage für die Bilanzierungstricks

08.12.2008. In der taz macht der Keynes-Biograf Reinhard Blomert Ronald Reagan und den Neoliberalismus für die Finanzkrise verantwortlich. Im Observer prangert Orlando Figes die russische Razzia  bei Memorial und den Diebstahl von Dokumenten an. In der Welt erinnert Victor Zaslavsky an die 15.000 "lokalen Aktivisten", ohne die das Massaker von Katyn nicht möglich gewesen wäre. Die FR verteidigt die Berliner Tagung "Feindbild Muslim - Feindbild Jude", die nach der Verwandtschaft von Antisemitismus und "Islamophobie" fragt. Mehr lesen

Der Kapitalismus hat so viele Gestalten

06.12.2008. Es ist Samstag. Den deutschen Feuilletons wird ganz feierlich, und sie lesen Geburtstagsmessen. John Milton wird 400. Elliott Carter wird 100. Alle gratulieren Noam Chomsky zum 80.. Und Jorge Semprun gibt zum 85. zwei Interviews in taz und Welt. Er spricht über die Krise und das Böse. In der NZZ erklärt Alexander Kluge, was ihn an Marx eigentlich interessiert. Mehr lesen

Per Kabel ins Kino fließen

05.12.2008. Die NZZ twittert und bloggt iranisch. Die Welt geht ins digitale Kino und blickt Tierversuchsgegnern ins Hirn. Im Tagesspiegel warnt Wolfgang Schivelbusch vor der regressiven Sehnsucht nach dem Staat. In der taz rät Jane Birkin zu schmerzlosen Lifting-Techniken. Aber niemand toppt die journalistische Ethik des FAZ-Feuilletons. Mehr lesen

Altmodische Korrespondenztheorie

04.12.2008. Soll ein Bekenntnis zur deutschen Sprache in die Verfassung aufgenommen werden? Unsinn, findet die SZ. Warum denn nicht, die anderen machen's doch auch, meint die Welt. In der Zeit regt sich Klaus Harpprecht über Peter Sloterdijks "Theorie der Nachkriegszeiten" auf: ein "Schwadroneur in Schwarz-Weiß-Rot". Mehr lesen

Gleichsam natürliches Ziel

03.12.2008. Kiran Nagarkar, Autor von "Gottes kleiner Krieger", macht den westlichen Medien in der SZ den Vorwurf, sie hätten sich in der Berichterstattung über Mumbai nur für die weißen Opfer interessiert. Der Tagesspiegel untersucht das Bild des Terroristen im Bollywood-Kino. Und die Berliner Zeitung findet: Das Internet ist ganz schön wild. Gottseidank gibt es aber die Printpresse. Mehr lesen

Nichtrealist zu sein

02.12.2008. In der Welt beschreibt der Asienexperte Hermann Kulke die konfliktuelle Komplizenschaft zwischen Islamisten und Hindunationalisten in Indien. Die SZ hat sich in ein Märchenschloss in Dubai zum deutsch-arabischen Kulturdialog einladen lassen. Außerdem erzählt sie die Geschichte der Juden in Indien. In der FR erklärt Herfried Münkler die Weltlage. Hinzu kommt die Lage in Ost-Sibirien. Mehr lesen

Schokoladentorten

01.12.2008. Aravind Adiga schreibt in der FAZ über die Attentate von Bombay, die er als Angriff auf die Buntheit, Toleranz und Offenheit der Stadt sieht. In der Berliner Morgenpost erzählt der Berliner Galerist Andreas Osarek, wie er die Terrornacht im Taj Mahal erlebte.  Für die FR analysiert Hans Christoph Buch die Lage im Kongo. Und alle Feuilletons haben sich bei Elfriede Jelineks Spektakel über das Massaker von Rechnitz in München recht gut unterhalten. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Ganz neue Schrecknisse

11.06.2013. In Antoine Fuquas "Olympus Has Fallen" tritt Gerald Butler gegen Nordkorea an; wir drücken gerne die Daumen. Peter Stricklands "Berberian Sound Studio" dienen das Exploitationkino und sein Sound-Design als Folie für einen abgründigen Horrorfilm.
Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Gesamtkunstwerk mit ausfransenden Rändern

19.06.2013. Mit ihrer Studie über die Welteis-Theorie ist Christina Wessely eine Auseinandersetzung mit der Entstehung von Wissen und der Macht der Sprache gelungen, meint die NZZ. Die SZ lässt sich von Manuele Fiors psychoanalytischem Sci-Fi-Comic "Die Übertragung" verzaubern. In den Prosagedichten von Michael Donhauser hört die FAZ konzentrierte Sprachmusik. Und die taz freut sich über ein unverkrampftes Aufklärungsbuch von Antje Helms und Jan von Holleben. Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Das Konzept eines Gottes

11.06.2013. Jawohl, es ging am Taksim auch um Alkohol und zwar zurecht, meint Atlantic. In Eurozine bezweifelt Timothy Snyder, dass Antisemitismus der Grund für den Holocaust war. GQ erzählt die Geschichte von Kim Jong-ils Sushi-Meister. Elet es Irodolam ahnt, warum wütende Antikommunisten in Ungarn an der Aufarbeitung des Kommunismus nur mäßig interessiert sind. The Believer lässt den Comic-Hexenmeister Alan Moore zu Wort kommen. Mehr lesen

Die Reichen und die Diebe

04.06.2013. Manchmal sind sogar Zeitungen dafür, das Urheberrecht zu vereinfachen, lernt der Economist. Nur die Medien glauben, die Aufständischen hätten den Bürgerkrieg in Syrien schon gewonnen, meint die London Review of Books. In Osteuropa überlegt Olga Radetzkaja, warum der nationalbolschewistische Autor Zakhar Prilepin im deutschen Literaturbetrieb so wohlige Schauer auslöst. In Nepszabadsag sieht Laszlo Vegel eine Befriedung der serbischen Nationalisten aufschimmern. In Le Monde sieht Boualem Sansal schwarz für Algerien. Die Financial Times sieht gar nicht schwarz für Somalia. Die New York Review of Books möchte keine Kreuzfahrt nach Venedig machen, danke. Mehr lesen

Orgien der Untreue

28.05.2013. Im New Yorker spielt David Sedaris Gästezimmer-Gambit. In El Pais Semanal hat Javier Cercas andere Sorgen als die Monarchie. Der Rolling Stone besucht Daft Punk. Verehrung für den ältesten Sohn kann tödlich sein, stellt die NYRB mit Blick auf Mutter und Vater Tsarnaev fest. In National Geographic träumt Phyllis Batumbil vom traditionellen Aboriginesleben, aber mit Webseite. MicroMega findet in Italien keinen Arzt für eine Abtreibung. Der Economist verschlüsselt jetzt auf Photonenbasis. Wieviel sexuelle Lust darf eine Frau haben, bevor die Gesellschaft zerspringt, fragt die NYT. Mehr lesen

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

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