Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 18.06.2013, 14.12 Uhr

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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Aus dem Archiv

  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

  • Götz Aly
  • Ilja Braun
  • Pascal Bruckner
  • Daniele Dell'Agli
  • Andre Glucksmann
  • Jürgen Habermas
  • Necla Kelek
  • Navid Kermani
  • Imre Kertesz
  • Georg Klein
  • Ulli Kulke
  • Ekkehard Knörer
  • Matthias Küntzel
  • Thomas Rohde

zum Archiv der Perlentaucher-Autoren

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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

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Hans-Peter Riegel: Beuys

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



Dezember 2007


Das Jahr des Exits

31.12.2007. In der FR sagt der Schriftsteller Aharon Appelfeld: "Die einzige Moral eines Schriftstellers ist ein guter Satz." In der Welt schreibt Zafer Senocak: "Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam." In der Blogbar meint Don Alphonso, dass viele auch der bekannteren Blogger Deutschlands demnächst aufgeben werden. Die Medienlese stellt eine Blütenlese der schönsten dümmsten Zitate über das Internet zusammen. In der taz geißelt Gabriele Goettle das Anti-Roma-Gesetz in Italien. Die SZ begibt sich unter die Dandys von Kinshasa. Die FAZ bedauert. Mehr lesen

Soll ich mich einmischen?

29.12.2007. In der Welt macht Juli Zeh einen großen Satz aus dem Jahr 2007. In der FAZ fragt sich Durs Grünbein, ob er sich einmischen soll in verkehrter Welt. In der taz konstatiert Silvia Bovenschen: Im Vergleich zu heute war 1968 gar nicht mal so schlecht, zumindest theoretisch. Im Tagesspiegel gibt Anselm Kiefer keinen Sinn. In der FR ergibt auch die Lage Pakistans laut Tariq Ali keinen Sinn. Die SZ fordert: Schluss mit der unwürdigen Exhumierung ehemaliger Rockbands. Mehr lesen

Weder dreschen noch mahlen

28.12.2007. Die FAZ wird Martin Walsers kommenden Roman als Vorabdruck bringen. Der Tagesspiegel fragt: War da nicht mal was? Die Welt fragt, warum 2008 das Jahr der Kartoffel ist. Die NZZ fragt: Was wird, wenn die Sagrada Familia einstürzt? Die FAZ fragt: Kann China einen konkurrierenden Universalismus entwickeln? Die taz empfiehlt Rudresh Mahanthappa. Mehr lesen

Abgeschabte Dekadenz

27.12.2007. Lars Gustafsson erklärt in der SZ, warum der Liberalismus in der Klimafrage an seine Grenze kommt. Die NZZ trinkt Wein in der islamischen Welt, der laut Koran übrigens nicht mal den Muslimen verboten ist. Die taz zieht eine Parallele zwischen dem Extremismus muslimischer und dem Rechtsextremismus deutscher Jugendlicher. Die FAZ liest Stefan George. Mehr lesen

Es geht nicht auf nett

24.12.2007. In der Welt will sich Veit Heinichen erst richtig über den erweiterten Schengen-Raum freuen, wenn auch Kroatien dazugehört. Die NZZ zieht die besorgniserregende CO2-Bilanz leerstehender Kirchen. Die taz hat den Untergrundfilmer Klaus Lemke nach neuen Einsichten zum Geschlechterverhältnis gefragt. Außerdem bringt die taz ein Tagesthema zum Verkauf der SZ. Die FAZ besucht den "Delaware Saengerbund", der in den USA original deutsche Weihnacht feiert. Die SZ ist ergriffen von dem Tenor Neil Shicoff als Eleazar in der Zürcher Aufführung von Jacques Fromental Halevys Oper "La Juive". Und außerdem: Frohe Weihnachten! Mehr lesen

Damit er schneller explodiert

22.12.2007. In der FAZ lüftet Raoul Schrott das Geheimnis Homer. Die SZ entschwebt ins antike Rom. Die FR genießt das Befremden über Neo Rauchs Kirchenfenstern. Die Welt weiß, dass nicht Wolf Biermann Florian Havemanns Buch "Havemann" hat verbieten lassen. In der taz geht es für Stefan Niggemeier in Ordnung, nicht nur für Geld und Karriere zu schreiben, sondern weil man was zu sagen hat. Im Tagesspiegel feiert Bora Cosic Slava.
Mehr lesen

Schillerfern erzählt

21.12.2007. Nach Thomas Langhoffs Wiener "Wallenstein"-Inszenierung konstatieren die Feuilletons: Das deutschsprachige Theater hat ein Schiller-Problem. Die NZZ hat sich eine Holocaust-Serie im iranischen Staatsfernsehen angesehen. Die Berliner Zeitung stellt eine Parallele zwischen Murat Ersen und Murat Kurnaz her, die Frank-Walter Steinmeier alt aussehen lässt. Der Blogger Don Alphonso antwortet auf die jüngsten Blogophobien der etablierten Medien. Die taz kommentiert mit Sorge eine Studie zum Islam in Deutschland, die den jungen Muslimen große Distanz zur Demokratie bescheinigt. Die SZ meldet: Handke sieht das genauso, nur genau andersrum. Mehr lesen

Ein hübsches Wort, eine vage Utopie

20.12.2007. In der Welt hält der Schriftsteller Rolf Schneider den von der SPD wieder propagierten Begriff des "demokratischen Sozialismus" für einen Popanz. Im Tagesspiegel bestreitet Muhabbet, den Mord an Theo van Gogh gerechtfertigt zu haben. In der FR plädiert Ernst Piper für den Perlentaucher. Im Perlentaucher greift Necla Kelek in die Debatte zwischen Ayaan Hirsi Ali und Tariq Ramadan ein. Nachtkritik hat schon Thomas Langhoffs "Wallenstein"-Inszenierung besprochen. In Spiegel Online glaubt Sonja Margolina nicht an die Stabilität des Putinismus. In der FAZ sieht Viktor Jerofejew schwarz für Russland. Mehr lesen

Gott ist gefährlich

19.12.2007. Die schwedische Axess-Stiftung dokumentiert eine Diskussion, in der Timothy Garton Ash die auf Ayaan Hirsi Ali gemünzte Formulierung von der "Fundamentalistin der Aufklärung" in aller Form zurückzieht. In der Zeit enthüllt Ulrich Beck kurz vor Weihnachten den totalitären Charakter der Religion. Die FR fragt als Zeitung: Gibt es Gründe das Netz zu fürchten? Für die FAZ bereiste Katharina Narbutovic Weißrussland und fand es fremd und zur Einsamkeit verdammt. Mehr lesen

Gehe nicht fort, kämpfe

18.12.2007. In der Welt antwortet Tariq Ramadan auf Ayaan Hirsi Ali: Nur wer in beiden Welten gehört wird, hat Gewicht. Don Alphonso kommentiert in seiner Blogbar die Meldung, dass Spiegel Online Inhalte von Wikipedia übernehmen will. Die FAZ berichtet über den Pianisten Fazil Say, der die Türkei verlassen will. Außerdem bringen die Feuilletons die Wahrheit über die Managergehälter. Mehr lesen

Ist die Demokratie ein Tanzmausverein?

17.12.2007. In der SZ wendet sich der Philosoph John Gray gegen einen dogmatischen Atheismus. In der Welt erklärt der Althistoriker Martin Jehne, warum die EU kein Imperium ist - wegen Reißzahnlosigkeit. Die NZZ beobachtet bei den Russen eine "Sehnsucht nach Zensur". Die FAZ ist gelassen: Die vielen Kochsendungen können unsere kulinarische Kultur auch nicht mehr kaputtmachen. Mehr lesen

Das ist Qualitätsjournalismus!

15.12.2007. In der FAZ meint Necla Kelek: Muslime sind integrierbar, der Islam ist es nicht. Im kress-report pocht Frank Schirrmacher auf das Monopol des Qualitätsjournalismus: "Wir sagen, was in der Welt passiert ist." Bei Spiegel Online ist Martin Suter stolz auf das Schweizer Parlament, das seinen Stolz wiedergefunden hat. Die NZZ huldigt der spontanen Kreativität von Kevin Speaceys Londoner 24-Stunden-Stücken. Die FR lernt mit Olli Dittrich den blanken Horror zu lieben: Männer im Elektro-Markt. Die Welt sorgt sich um die Journalisten, die Deutungsmacht verlieren und keine Frauen finden. Und die SZ besucht Stella Rimington, die Ex-Chefin des MI5. Mehr lesen

"Noten von Eiche"

14.12.2007. In der Welt hasst die Dramatikerin Malgorzata Sikorska-Miszczuk linke westliche Intellektuelle und liebt Ulrike Meinhof. In der FR konstatiert der Physiker Klaus Michael Meyer-Abich einen bewussten Zynismus der Klimaoptimisten. Die SZ nickt und nennt Beispiele. In der NZZ prophezeit der Literaturwissenschaftler Manfred Schneider die perfekte Orbitalisierung der Selbstbeobachtung. Mehr lesen

"Du machst es wie Maxim Vengerov"

13.12.2007. In der taz erklärt der algerische Schriftsteller Boualem Sansal: Opposition ist Opposition gegenüber allem. Nur in Deutschland trägt die Opposition gern Schutzplanen, beklagt sich Gert Voss in der Zeit. Die NZZ hätte lieber gar keine Opposition. Die FR blickt bekümmert auf die asozialen deutschen Reichen. In der SZ empfiehlt der Pianist Fazil Say den Assistenten von Maxim Vengerov als Kofferträger mit Massagefähigkeiten. Die FAZ bietet der Steinway-Mafia Paroli. Mehr lesen

Beatlessche Ausmaße

12.12.2007. Die NZZ findet Led Zeppelin laut, aber subtil. In der taz erklärt der chinesische Menschenrechtsaktivist Teng Biao, warum Treffen westlicher Politiker mit dem Dalai Lama gut sind. Die SZ erklärt, warum die Idee eines Museums des Zweiten Weltkriegs in Danzig Sprengstoff birgt. Außerdem wird über das Perlentaucher-Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt und die guten Sitten im Netz diskutiert. Mehr lesen

Habituelles Beleidigtsein

11.12.2007. Die NZZ beobachtet die leise Revolution weiblicher und schwuler SchriftstellerInnen in Polen. Stefan Niggemeier fragt in seinem Blog: Wie ist die SZ auf die Schnapsidee mit dem Web 2.0 gekommen? In der Welt schildert die Filmemacherin Irene Langemann, wie auf der Rubljovka in Moskau Putins Eskorte vorbeirauschte. Die FR bemerkt: Die neuen Länder verdauen den real existierenden Nicht-Sozialismus mithilfe gehäufter Faust-Inszenierungen. Die SZ fühlt bei Betrachtung Matthias Grünewalds schwerste Pein. Mehr lesen

Volle Konsequenz der Materialästhetik

10.12.2007. Das Blog Medienlese ist gar nicht einverstanden mit der SZ, die gar nicht einverstanden ist mit all diesen von ihr nicht autorisierten Blogs. Die NZZ fürchtet um den Schmaltz Factor bei Hillary Clinton. Die taz fragt: Ist Coolness die fast hysterische Angst vor der Entgleisung? Die FR und andere Zeitungen ziehen die volle Konsequenz der Materialästhetik Stockhausens. In der Welt sieht Wolf Lepenies das Frankreich-Bashing des Time-Magazins als Dokument eines gegenseitigen Neids. BHL wertet den selben Artikel im Guardian als Ausdruck der amerikanischen Angst vor der eigenen Deklassierung. Mehr lesen

Sabotage, Verschwörung, Häme, Denunziation

08.12.2007. Die SZ würdigt Karlheinz Stockhausen als Romantiker im eigentlichen Sinne des Wortes. Außerdem ärgert sie sich im Namen der Qualität über das Netz. Die NZZ besucht das weltweit erste und einzige Mahnmal für 68. In der Welt macht sich Niall Ferguson Gedanken über die Hochkonjunktur des Gedenkens. In der taz gibt Tariq Ramadan beruhigende Antworten auf islamkritische Fragen. Mehr lesen

Den roten Hebel umgreift sie

07.12.2007. In der SZ erklärt Andras Schiff, wann und warum er Bösendorfer spielt. Die FR begrüßt einen bedeutenden Moment in der Geschichte der Musikübertragung: Die Freischaltung des Katalogs der Deutschen Grammophon im Internet. Die NZZ feiert die europäischen Medien Economist, International Herald Tribune, Perlentaucher und Eurotopics. In der FAZ erklärt der Psychiater Karl Kreutzberg, warum Mütter, die morden, morden. In der Welt erzählen die Gebrüder Reding, wie ihnen die Deutsche Bahn einmal das Leben rettete. Mehr lesen

CO2 in der Ehe

06.12.2007. In der taz erklärt Seyran Ates, warum sie keinen Artenschutz für Minderheiten will. Auch Amartya Sen setzt sich in einer von der Zeit dokumentierten Rede mit dem Thema Multikulti auseinander. Die NZZ besucht Avantgardetheater im Libanon. Die Welt besiegelt das Ende der CD jetzt auch in der Klassik. Die SZ befasst sich mit einem schwerwiegenden Thema: CO2 in der Ehe. In der FAZ rät Donata Elschenbroich: Singen Singen Singen! Und viele fragen: Wie geht's weiter beim Spiegel? Mehr lesen

Moralisch unglaubwürdig

05.12.2007. Die taz dokumentiert einen offenen Brief einer Reihe prominenter europäischer und afrikanischer Autoren an die Staatschefs des bevorstehenden EU-Afrika-Gipfel: "Wir staunen über so viel politische Feigheit." In der FR meint Robert Kaltenbrunner: Die Architektur der Stadt ist eine Bewirtschaftung der Zeit. Der Tagesspiegel fragt: Ist Martin Amis ein Rassist? Die taz schildert die unwürdige Odyssee, zu der Taslima Nasrin in Indien gezwungen wird. Das Deutschlandradio ist nicht hundertprozentig zufrieden mit dem Buch zur Perlentaucher-Debatte über Islam in Europa. Mehr lesen

Unterhaltungsschock!

04.12.2007. Die SZ stellt klar: Kunstkritiker sind keine Grenzschützer. Die FR sucht in den Texten deutscher Rapper mit Migrationshintergrund vergeblich nach Verständigungsbotschaften. Die taz staunt: In Großbritannien gibt's Historiker, die erzählen können. Im Tagesspiegel spricht der rumänische Regisseur Cristian Mungiu über einen großen Schock nach 1989: den Unterhaltungsschock. Und im Titel-Magazin wirft Wolfram Schütte einen bewundernden Blick auf Frank Schirrmacher, der als einziger deutscher Journalist einen Walkürenritt auf einem Bambi hinlegen kann.
Mehr lesen

Lass, o Welt, o lass mich sein!

03.12.2007. Bei den europäischen Filmpreisen wurden zwar die richtigen Filme ausgezeichnet, aber niemand kam zur Preisverleihung, klagen die Zeitungen. Im Tagesspiegel wirft Wolfgang Templin Florian Havemann erneuten Vatermord vor. Brandeins macht sich Sorgen um die Printpresse: Magazine machen nur noch fünf Prozent der Mediennutzung aus, bekommen aber 20 Prozent der Werbung. Die NZZ besucht neue Berliner Moscheen. Mehr lesen

"Der Schläger lässt nicht locker"

01.12.2007. In der Berliner Zeitung ärgert sich Stefan Rosinski, Chef der Berliner Opernstiftung, über eine kulturimperialistischen Geste der Kanzlerin. In der NZZ schreiben Schriftsteller über ihre Bibliotheken. In der SZ sieht die Politologin Margarete Mommsen kaum noch einen Unterschied zwischen dem Putinismus und dem einstigen Sowjetstaat. In der Welt stellt sich E.L. Doctorow vor, er wäre Abraham Lincoln begegnet. Die FR berichtet über eine Performance im öffentlichen Raum, die beweist, dass nicht immer niemand eingreift, wenn ein Weißer einen Schwarzen schlägt. Außerdem würde die FR die neue Enzyklika des Papstes nicht drucken. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Ganz neue Schrecknisse

11.06.2013. In Antoine Fuquas "Olympus Has Fallen" tritt Gerald Butler gegen Nordkorea an; wir drücken gerne die Daumen. Peter Stricklands "Berberian Sound Studio" dienen das Exploitationkino und sein Sound-Design als Folie für einen abgründigen Horrorfilm.
Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

An der Nullgrenze aller moralischen Vorstellungen

18.06.2013. Tränen vergossen hat die NZZ über Julia Kissinas Roman "Frühling auf dem Mond", vor Glück und vor Trauer. Außerdem stellt sie fest, dass E.L. Doctorow auch die kleine Form meisterhaft beherrscht. Die SZ rät dringend zu Jürgen Grässlins "Schwarzbuch Waffenhandel". Die taz lernt von der Literaturwissenschaftlerin Eva Eßlinger: Wir leben in einer Dienstbotenromanze. Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Köstliches Tabu

18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen

Das Konzept eines Gottes

11.06.2013. Jawohl, es ging am Taksim auch um Alkohol und zwar zurecht, meint Atlantic. In Eurozine bezweifelt Timothy Snyder, dass Antisemitismus der Grund für den Holocaust war. GQ erzählt die Geschichte von Kim Jong-ils Sushi-Meister. Elet es Irodolam ahnt, warum wütende Antikommunisten in Ungarn an der Aufarbeitung des Kommunismus nur mäßig interessiert sind. The Believer lässt den Comic-Hexenmeister Alan Moore zu Wort kommen. Mehr lesen

Die Reichen und die Diebe

04.06.2013. Manchmal sind sogar Zeitungen dafür, das Urheberrecht zu vereinfachen, lernt der Economist. Nur die Medien glauben, die Aufständischen hätten den Bürgerkrieg in Syrien schon gewonnen, meint die London Review of Books. In Osteuropa überlegt Olga Radetzkaja, warum der nationalbolschewistische Autor Zakhar Prilepin im deutschen Literaturbetrieb so wohlige Schauer auslöst. In Nepszabadsag sieht Laszlo Vegel eine Befriedung der serbischen Nationalisten aufschimmern. In Le Monde sieht Boualem Sansal schwarz für Algerien. Die Financial Times sieht gar nicht schwarz für Somalia. Die New York Review of Books möchte keine Kreuzfahrt nach Venedig machen, danke. Mehr lesen

Orgien der Untreue

28.05.2013. Im New Yorker spielt David Sedaris Gästezimmer-Gambit. In El Pais Semanal hat Javier Cercas andere Sorgen als die Monarchie. Der Rolling Stone besucht Daft Punk. Verehrung für den ältesten Sohn kann tödlich sein, stellt die NYRB mit Blick auf Mutter und Vater Tsarnaev fest. In National Geographic träumt Phyllis Batumbil vom traditionellen Aboriginesleben, aber mit Webseite. MicroMega findet in Italien keinen Arzt für eine Abtreibung. Der Economist verschlüsselt jetzt auf Photonenbasis. Wieviel sexuelle Lust darf eine Frau haben, bevor die Gesellschaft zerspringt, fragt die NYT. Mehr lesen

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

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