Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.05.2013, 09.10 Uhr

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Presseschauen>Heute in den Feuilletons

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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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Aus dem Archiv

  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute

Perlentaucher-Autoren

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  • Imre Kertesz
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Am häufigsten kommentierte Bücher

Buch: Herrndorf, Wolfgang: Tschick

Wolfgang Herrndorf: Tschick

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Buch: Lidbeck, Petter: Vinnie macht Ferien

Petter Lidbeck: Vinnie macht Ferien

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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.



April 2011


Diese plötzlichen Einlässe in die Welt der Dinge

30.04.2011. Nicht Romane sind die interessantesten Bücher der Saison, fndet die taz, sondern literarische Reportagen - zum Beispiel Wolfgang Büschers "Hartland". Die Berliner Zeitung lernt vom Primatenforscher Frans de Waal: Irgendwie gibt es das Gute im Menschen (und im Primaten!) doch. Die NZZ liest den Bericht einer polnisch-russischen Historikerkommission zur finsteren Beziehung der beiden Länder im 20. Jahrhundert. In der FAZ empfiehlt der amerikanische Autor Daniel Suarez gegen die Unbilden des digitalen Kapitalismus, Salatköpfe stets an Ort und Stelle zu verzehren. Mehr lesen

Die Nacktheit des anderen

29.04.2011. Die Welt stellt den neuen Stern am Kunsthimmel vor: Cyprien Gaillard. In der Berliner Zeitung rät Hans Küng von der Seligsprechung Johannes Pauls II. ab. Die NZZ geht in die Neuköllner Oper. Die FAZ sorgt sich weiter um die digitale Privatsphäre.  Der FR graust beim Anblick von Ai Weiweis nackten Bäumen in einer Berliner Galerie. Und in der SZ gibt Barbara Gärtner zu: Sie setzt sich nur für Ai Weiwei ein, weil ihr das ein gutes Gefühl macht. Mehr lesen

Ich befinde mich in Gefahr

28.04.2011. In der FR schildert Ai Weiweis Mitarbeiterin Liu Yanping die Umstände, unter denen der Künstler verhaftet wurde. Alle Zeitungen berichten außerdem von der Berliner Diskussion zur Aufklärungsausstellung, auf der Bernd Neumann den Dresdener Museumschef und Ober-Appeaser Martin Roth scharf kritisierte. Der Tagesspiegel erinnert den deutschen Kulturbetrieb daran, dass er öffentlich gefördert wird, damit die Kunst frei ist. Die taz berichtet, wie China Hongkongs Filmindustrie stranguliert. Die FAZ untersucht Vor- und Nachteile einer Kulturwertmarke. Und die Zeit versucht zu verkraften, dass Neukölln jetzt genauso hip sein soll wie Kreuzberg. Mehr lesen

In der Sprache tief genug abgeteuft

27.04.2011. In der taz will Egon Bahr nichts auf die Chinesen kommen lassen. Sie haben doch den Hunger abgeschafft.. Die Welt erzählt, wie im chinesischen Netz gegen das Verschwindenlassen Ai Weiweis protestiert wird. Die NZZ klärt auf: Bio ist nicht Öko. Im Guardian bringt Martin Amis eine Hommage auf Christopher Hitchens. In Slate ruft Hitchens: "Go after Qaddafi!" Mehr lesen

Relevanz! Relevanz!

26.04.2011. Der Chaos Computer Club will alle Probleme der kulturellen Ökonomie mit einem neuen System lösen, der Kulturwertmark. In der NZZ verteidigt die Psychoanalytikerin Elisabeth Roudinesco Freud gegen den Anti-Freud Michel Onfrays. In der FR sieht Markus Beckedahl zur Zeit nicht "das Hammerthema" für seine "Digitale Gesellschaft e.V.". Die SZ kann die Klagen der Burgtheater-Stars über ihren Direktor Matthias Hartmann nicht nachvollziehen. Und Tschernobyl ist überall. Mehr lesen

Mit pfeifendem F

23.04.2011. Die taz empört sich über die Kuratoren der Kunstbiennale von Sharjah, die sich von Einschränkungen der Kunstfreiheit auch noch beflügelt sehen. Die Welt erzählt vom Sturz der Charity-Ikone Greg Mortenson. Die FAZ berichtet von heftigen Gefechten zwischen Frankreichs Intellektuellen um den Krieg in Libyen. In der FR freut sich Jurko Prochasko über die Befreiung der Ukrainer vom Stigma der Ungeschicktkeit. Der SZ wird vor den Bildern Jean Simeon Chardins ganz religiös zumute. Die NZZ empfiehlt dringend, Gamal al-Ghitanis großen Roman 'Seini Barakat" zu lesen. Und damit wünschen wir schöne Ostern! Mehr lesen

Das Geräusch zerschmetterter Möbel

21.04.2011. Die Deutschen sollten nicht nur ihr Verhältnis zum Islam überdenken, meint Hamed Abdel-Samad im Freitag: "Es ist nicht einzusehen, warum der Staat für die christlichen Kirchen Steuern eintreibt." In der NZZ spricht ein syrischer Dissident: "Das syrische Volk ist eins." Die FR schildert die gefährliche Arbeit der Journalisten in Libyen. Die taz berichtet über die Furcht chinesischer Künstler, dass es zu einer Intellektuellenjagd wie zuletzt unter Mao kommen könnte. In der FAZ plädiert Salman Rushdie für Ai Weiwei.  Mehr lesen

In der Sauce des Allgemeinen

20.04.2011. Die FR war nochmal in der Pekinger Aufklärungsausstellung, die nach Auskunft einer Dame vom Informationsstand aber gar keine richtige Ausstellung ist, "sondern ein kommerzielles Projekt, für das die Deutschen bei uns einen Raum gemietet haben". In der Welt warnt Ian Buruma vor der Verflechtung von Wirtschaft und Bürokratie in Japan. Die FAZ berichtet über den von Tayyip Erdogan persönlich angeordneten Abriss des Mahnmals für die ermordeten Armenier in der türkischen Stadt Kars. Mehr lesen

Hippiehall, Haschischhall, Geisterhall

19.04.2011. In der Welt protestert der chinesische Autor Ma Jian gegen die Inhaftierung Ai Weiweis. Die Berliner Zeitung liest chinesische Propagandaäußerungen zu Ai Weiwei. Die FR beklagt den Konkurs des Philadelphia Orchestras. Und Neues von den Öffentlich-Rechtlichen: ARD und ZDF werden die Hochzeit des Prinzen William parallel übertragen, und die GEZ wird noch fetter. Mehr lesen

Das dämonische Ächzen von Natur und Mensch

18.04.2011. Die FR hat den neuen Film von Nanni Moretti gesehen, der den Papst einer Psychoanalyse unterzieht. Die taz plädiert für den Abbruch der Aufklärungsausstellung in Peking. In der FAZ fürchtet der evangelische Pfarrer Jochen Teuffel, dass Deutschland über der Islam-Debatte noch laizistisch werden könnte. Alle feiern den "Wozzeck" unter Barenboim und Breth in Berlin. Mehr lesen

1905 meldete sich eine Stimme

16.04.2011. In der NZZ erklärt Barbara Vinken, warum das "o" in "Madame Bovary" kurz ausgesprochen werden muss. Im Zeit-Dossier zum Thema "Was Journalisten anrichten" hätte es auch Geschichten aus der Zeit zu erzählen gegeben, meint das Blog Meedia. In der Welt erklärt Elisabeth Badinter, warum sie ein Burka-Verbot befürwortet. Die SZ wünscht sich politischen Pop aus Deutschland (während wir selbst sehr gern darauf verzichten!) Und die FAZ teilt mit: Nicht Wassily Kandinsky hat abstrake Malerei erfunden, sondern die schwedische Malerin Hilma af Klint. Mehr lesen

Diese irgendwie esoterischen Kulturschnipsel

15.04.2011. Güner Yasemin Balci  liest in der Welt mit Erstaunen das "Manifest der Vielen", in dem man sich im Namen des Islams über die Pressefreiheit beschwert. Und nochmal Zensur: Facebook mag den Ursprung der Welt nicht sehen. Die SZ zitiert Herta Müller, die nach Lektüre von Securitate-Akten froh ist, dass Oskar Pastior nur "leere Informationen" lieferte. Mehr lesen

Nur Zypressen säumten diesen Weg

14.04.2011. Ai Weiwei und die deutsche Kulturpolitik treiben die Zeitungen weiter um. Im Freitag schlägt der Dresdner Museumschef Martin Roth knallhart auf den Tisch: Falls Ai Weiwei keinen fairen Prozess bekommt, soll man sich für ihn einsetzen. Die Welt hat die Ausstellung an einem normalen Besuchertag besucht, fand aber kaum Besucher. In der SZ klammert sich Tilman Spengler dennoch an die Flaschenpost. Außerdem: Heise.de berichtet über eine neue Allianz von Rechteverwertern. Und Dietmar Dath fährt für die FAZ nach Japan. Und warum eine Babywippe als Einheitsdenkmal? Mehr lesen

Aus der Distanz der Verklärung, der Entrückung

13.04.2011. In der FAZ spricht Luc Tuymans über seinen Freund Ai Weiwei und die schwierige Arbeit in China. In der FR konstatiert  Opernregisseur Stefan Herheim, dass Kunst nicht demokratisch funktionieren kann. Diedrich Diederichsen schildert in der SZ ein prägendes Musikerlebnis: Und er verdankt es James Blake. Die NZZ ist von Stockhausen hin- und hergerissen: Sein "Sonntag" ist überragend, aber auch befremdlich. Mehr lesen

Künstler sind kluge Affen: Sie wollen spielen

12.04.2011. In der FAZ fragt Durs Grünbein nur: Wo ist Ai Weiwei? Und die Documenta-Kuratoren Roger M. Buergel und Ruth Noack greifen die Pekinger Ausstellung über "Aufklärung" scharf an. In der Berliner Zeitung erklärt der Dresdner Museumsmann Martin Roth, wie er durch seinen Einsatz für Ai Weiwei bei chinesischen Behörden Betroffenheit auslöst. Die NZZ hat jetzt so langsam genug vom Aufbau Ost: Das Geleckte und das Gelackte nehmen zu sehr zu. Und die SZ staunt, wie Stockhausen aus Polyphonie Licht macht. Mehr lesen

These boots are made for walking

11.04.2011. Die Empörung über den Dresdner Museumschef Martin Roth und weitere deutsche Kulturmandarine schwillt an - auch unter Museumskollegen: Der Schweizer Kurator Hans-Ulrich Obrist bedauert in der Welt, dass sich die Organisatoren der Aufklärungsausstellung nicht mit Ai Weiwei solidarisieren. Sein Kollege Raimund Stecker vom Lehmbruck-Museum bezeichnet Roths Ausstellung als "Dekoration der Macht". Auch Herta Müller fragt, warum die deutsche Kulturpolitik beim chinesischen Regime "um Anerkennung winselt". Die SZ besuchte einen "Gesprächssalon" zur Ausstellung in Peking, in der die deutschen Kulturfunktionäre Ai Weiweis Namen nicht einmal in den Mund nahmen. Die NZZ beobachtet: Im Ausstellungskatalog wird der Kommunismus als Krönung der Aufklärung verkauft. Der Tagesspiegel fordert eine Entschuldigung von Martin Roth. Die Verleihung der Lolas hat in den Feuilletons kollektives Gähnen ausgelöst. Mehr lesen

Für den deutschen Otto

09.04.2011. In der Welt verteidigt Robert Menasse die EU gegen ihre Kritiker: Nicht Brüssel sei das Problem, sondern Berlin! In der taz warnt die Philosophin Agnes Heller vor der neuen ungarischen Verfassung, die keine republikanische mehr sein will, sondern eine christliche. In der SZ setzt der Belgier Pierre Mertens auf den Humor seiner Landsleute. Die NZZ fragt, wie vulgär Ciorans Menschenverachtung war. Die Organistoren der Aufklärungsausstellung in Peking geben in der FAZ kund, dass sie wenn dann bitte in der Talkshow kritisiert werden möchten. Die taz findet den Dresdner Museumsdirektor Martin Roth und seine Äußerungen über Ai Weiwei gemeingefährlich. Mehr lesen

Der in der Küche half

08.04.2011. Achtung! Der Dresdner Museumschef Martin Roth, Organisator einer Ausstellung über "Aufklärung" in Peking klärt in der Sächsischen Zeitung auf: Um Ai Weiwei muss man sich kaum Sorgen machen, um die Produtkion des Phaeton sehr wohl. In der FAZ schildert die ehemalige türkische Richterin Emile Ülker Tahan die immer stärkeren Islamisierungstendenzen in ihrem Land. In der SZ erklärt Andras Schiff, warum er in seiner Heimat Ungarn nicht mehr auftreten wird. Der Tagesspiegel begleitet eine Grünen-Delegation zu Oberst Gaddafi. Mehr lesen

Kompasslos auf kurze Sicht

07.04.2011. La Quadrature du Net fürchtet eine Verschärfung der Gesetze im Sinne der Verwerter von Urheberrechten. BoingBoing staunt: die neue Urheberrechtsbeauftragte der EU ist eine Lobbyistin der Musikindustrie. In der SZ kritisiert Jürgen Habermas die Politik und fordert eine europäische Ziviligesellschaft. Und in der Zeit fordert der Dresdner Museumsdirektor und Mitorganisator einer Pekinger Ausstellung über "Aufklärung", Martin Roth die Medien frech auf, ihn mit Ai Weiwei in Ruhe zu lassen: "Es gibt Hunderte Künstler wie ihn." Mehr lesen

Und applaudierten Herrn Lü

06.04.2011. Von Ai Weiwei fehlt nach wie vor jede Spur. Die FAZ sucht nach Gründen für die neueste Repressionswelle in China. Der Perlentaucher fragt: Wie nahe standen sich  Globalisierugskritiker Jean Ziegler und Oberst Gaddafi? In der NZZ versichert die Berliner Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, dass sie eine neue Baukultur einführen will. Die Zeitungen sind entsetzt über den Mord an Juliano Mer Khamis. Die taz ist nach Dschenin gefahren und spricht mit Freunden und Feinden des jüdisch-palästinensischen Theatermachers. Mehr lesen

Gäbe es zehn

05.04.2011. Die Welt bringt ein Interview mit der Philosophin Bettina Stangneth, die das Bild von Adolf Eichmann als banalem Bürokraten in Frage stellt. Die taz berichtet über geradezu hysterische Reaktionen auf Joseph Lelyvelds Gandhi-Biografie "Great Soul", die fragt, ob Gandhi ein Verhältnis mit einem Deutschen hatte. Der FAZ scheint die deutsche Aufklärungs-Goodwill-Aktion in Peking anlässlich der Verhaftung Ai Weiweis noch schaler. Die SZ bringt ein Interview mit Ai Weiwei, das vor der Verhaftung geführt wurde: Er bekennt darin seine Angst vor dem Regime. Mehr lesen

Und sei es der fernste Spitzenton

04.04.2011. Ai Weiwei ist am Flughafen von Peking festgenommen worden. Seitdem fehlt jeder Kontakt -  die FAZ liest Twitter. "Die Katastrophe ist da", sagt die pakistanische Autorin Sara Suleri Goodyear nach den extremistischen Morden in Pakistan. Der Islam hat nichts mit Genitalverstümmelung zu tun, sondern wendet sich mit aller Schärfe (wenn auch ohne Erfolg) dagegen, versichert die FAZ. In der Welt reagiert Moshe Zimmermann auf eine von dem Historiker Johannes Hürter und dem Spiegel aufgeworfene Kritik an der Studie über das Auswärtige Amt. In der taz spricht Rafik Schami über die Revolte in Syrien. Außerdem: Hymnen auf Anna Netrebko. Mehr lesen

Rasiermesserscharfe Seelenchirurgie

02.04.2011. In der FR erklärt Alfred Neven DuMont, wie er die "Qualität wie gewohnt" trotz der Entlassung Dutzender Redakteure erhalten will. Und Parag Khanna bekennt: "Ich bin für Tyrannenmord". Die Welt feiert ihren 65. Geburtstag. Und Fritz J. Raddatz kollabiert bei der Lektüre von Ciorans frühen Schriften. Die NZZ liest syrische Gefängnisliteratur und entwickelt einen islamischen Begriff der Menschenrechte.Die SZ verteidigt Jean Ziegler und plaudert mit Cat Stevens. Mehr lesen

Ein Teil dieser Summe

01.04.2011. In der NZZ mag Andrzej Stasiuk nicht mehr an den Westen glauben, auch nicht, wenn er in Libyen interveniert. In der taz wirft Ulrich Beck der Politik vor, uns nicht vorm Unvorstellbaren bewahrt zu haben. Auf Carta wird über die Öffentlich-Rechtlichen diskutiert: Sollen Gebühren auch an andere Medien gehen, oder soll das Programm noch ausgeweitet werden, um sinkendes Interesse zu kompensieren? Der Menschenrechtsexperte Jean Ziegler muss sich nach verschiedenen Berichten gegen den Vorwurf der Nähe zu Gaddafi verteidigen. SZ und FAZ kommen nochmal, etwas milder als gestern, auf die umstrittene Aufklärungsausstellung in Peking zurück. Mehr lesen

Archiv: Heute in den Feuilletons

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Archiv: Kino, TV

Die Welt, in der das Böse einbricht

21.05.2013. Nach Berlin hatte Claude Lanzmann auch in Cannes einen großen Auftritt: allerdings mit einem neuen Film, in dem er - mit Material, das er in den Siebzigern drehte - den Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein porträtiert und die Frage nach der Rolle der Judenräte stellt. Außerdem zeigen die Coen-Brüder den traurigsten (und lustigsten) Loser seit langem und Alex van Warmerdam den Horror als Normalität. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Das Wiedererlernen von sinnverhaftetem Tun

21.05.2013. Nach der Lektüre von Adam Johnsons Roman "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" ist Nordkorea für die NZZ erst recht eine Farce mit sieben Siegeln. Die FAZ begibt sich mit dem russischen Regisseur Alexander Sokurow auf "japanische Reise". Was Virginia Woolf wirklich fühlte, erfährt die SZ aus ihren im Band "Augenblicke des Daseins" gesammelten autobiografischen Skizzen. Außerdem empfiehlt sie Norbert Mappes-Niedieks ausgewogene Studie über "Arme Roma, böse Zigeuner". Mehr lesen

Archiv: Magazinrundschau

Affenspiel des Teufels

21.05.2013. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Stürme von Judasküssen

07.05.2013. In der London Review of Books zeichnet Ian Sinclair ein aasiges Bild von der Beerdigung Margaret Thatchers. Das New York Magazine erklärt, wie für ein balloon toy von Jeff Koons der Preis von 30 Millionen Dollar gesetzt wird. In Frankreich möchte der Regisseur Michel Hazanavicius die Internetprovider für die Filmfinanzierung anzapfen. In Amerika möchte Susan Crawford die Telekoms gründlich renovieren, um endlich überall schnelles und günstiges Internet zu haben. Der Antisemitismus vergiftet alles in Ungarn, ruft in Nepszabadsag der Politiker Béla Markó. Drogenkonsum wird erst durch Informationsmangel richtig gefährlich, lernt der Guardian.  Mehr lesen

Übermaß an Liebe

30.04.2013. n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod. Mehr lesen

#surreal

23.04.2013. Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte. Mehr lesen

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013. Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner. Mehr lesen

Amoralische Landschaften

09.04.2013. In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte. Mehr lesen

Erst Geld macht Medien

02.04.2013. In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen. Mehr lesen

Das ist reines Zocken

25.03.2013. Le Monde fragt, wer ist der Guru von Beppe Grillo und präsentiert Gianroberto Casaleggio als leicht unheimliche New-Age-Figur. Espresso bringt ein apokalyptisches Video Casaleggios. The Atlantic erzählt, warum der jordanische König nicht so demokratisch sein kann wie er möchte. Elet es Irodalom stellt ein Buch über "Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion" vor. La vie des idees erzählt, wie man in Frankreich den Tod laizisiert hat. Im Guardian erklärt Taiye Selasi, warum sie die Frage "Wo kommst du her?" kaum beantworten kann. Fast Company lernt von Kickstarter, warum Mädchen mit Lithografieprojekten immer zu bevorzugen sind. Wired möchte nicht Verleger sein. Mehr lesen

Am Ende als Helden gefeiert

19.03.2013. Vanity Fair erzählt, wie London zum sicheren Hafen der Oligarchen und Superreichen wurde. The Nation stößt bei jungen Griechen auf eine regelrechte Aufbruchsstimmung. The New Statesman fürchtet dagegen das wohlhabende und sichere Deutschland. Die LRB blickt auf die verfahrene Situation in Ägypten. In der New York Times graut Martin Caparros vor dem heiligen Geist, der nun noch kräftiger durch Argentinien wehen wird. Letras Libres hofft auf die heilsame Wirkung legalen Marihuanas in den USA. Der New Yorker stellt die meistgehasste Frau Australiens vor. Und Telerama wiegt sich zu den samtenen Klängen des kapverdischen Morna. Mehr lesen

Zu neuem Funde

12.03.2013. Die NYT erzählt, wie Amazon und Apple auf dem Weg zur Weltherrschaft einen Markt für gebrauchte digitale Güter aufbauen. Elet es Irodalom gefallen die frischen jungen Gesichter, die die italienischen Wahlen in die Politik gespült haben. Je langweiliger Politik ist, desto besser, meint Javier Cercas in der Monde diplo. In The New Republic erinnert sich Paul Berman an die prächtig gepanzerten Backen von Hugo Chavez. Der New Yorker freut sich über seinen Überbiss. Port Magazine porträtiert den ugandischen Kaffeeproduzenten Andrew Rugasira als guten Kapitalisten. Buzzfeed porträtiert die mexikanische Lehrerin Elsa Hernandez Gonzalez als wahre Speerspitze im Kampf gegen Drogen. N+1 porträtiert den Filmemacher Michael Haneke als Sadomodernen. Mehr lesen

Er tänzelte mit Grazie

05.03.2013. Der Rolling Stone schildert die Selbstverständlichkeit, mit der in der US-Army vergewaltigt wird. In Accents beschreibt Jean Jourdheuil die Musik in Heiner Müllers Füßen. Men's Journal begleitet einen Ex-Medienmogul und einen Evangelikalenführer zum Treffen mit einem Kannibalen in Liberia. Der Spectator versteht nicht, warum Britten Mahler Elgar vorzog. In Bloomberg besteht Evernote-Gründer Rob Walker darauf, dass sein Dienst antisozial ist. Rue 89 beobachtet den Neo-Luddismus. Die NYRB sucht Islamisten in Mali.  Mehr lesen

Harvey explodierte

26.02.2013. In The Brooklyn Rail erzählt der Animationsfilmer Ralph Bakshi, warum er Glück hatte, arm aufzuwachsen. Die NYT erklärt, warum wir Zucker, Salz und Fett nicht widerstehen können. Genau darum muss der Staat uns vor uns selbst schützen, lernt die NYRB. Und The Atlantic sammelt schon mal die Daten, die beweisen, wie sehr wir beim Essen gesündigt haben. Im New Statesman singt Jeannette Winterson ein Loblied auf den kreativen androgynen Geist. Im Guardian erzählt Aleksandar Hemon, warum er als Erwachsener seine ästhetischen Prinzipien revidieren musste. Und in El Pais erklärt Sergio Alvarez, warum der magische Realismus nicht mehr zeitgemäß ist. Mehr lesen

Bringt mir die Kosmologen!

19.02.2013. In La vie des idées erklärt Timothy Snyder den Historikerstreit für erledigt. In The New Republic fragt Ian McEwan, warum er sich für irgendeinen Henry interessieren soll. Die Global Mail beschreibt die grauenvollen Hexenjagden in Papua-Neuguinea. In Syrien macht jeder seinen eigenen Aufstand, seufzt die LRB. Gibt's diesmal auch Frauen, fragt Wired angesichts der geplanten neuen Star-Wars-Folgen. Bloomberg warnt vor chinesischen Hackern. Im Espresso geißelt Roberto Saviano die italienischen Konservativen. In der NYT lassen junge Republikaner aus ähnlichen Gründen die Köpfe hängen. Mehr lesen

Forensische Romanze

12.02.2013. In Newsweek liest Simon Schama aus den Knochen Richards III. Die Financial Times besucht die Amazon-Sklaven im britischen Städtchen Rugeley. Im New York Magazine erzählt Oscar de la Renta, wie der Schuldeneintreiber von Tennesse Willliams über ihn herfiel. In Salon schreibt Adam Michnik an Michail Chodorkowski. The Nation feiert den Avantgardisten Wiktor Schklowski. In Slate.fr holt uns Michel Serres in die Zukunft zurück. Und in n+1 singt Valery Nugatov ein Liebeslied an die zeitgenössische Kunst. Mehr lesen

Boomzeit für die Unzufriedenheitsindustrie

05.02.2013. In der NYRB bewundert Lorrie Moore das Shakespearesche Format der Agenten in "Homeland". In der LRB lernt Stephen Smith über Mali: Wenn nichts mehr hilft, bleibt nur noch "Schlag den Maulwurf". Der Sozialismus ist eine bürgerliche Idee, erklärt der Historiker Jacques Julliard in nonfiction. In Elet es Irodalom möchte Miklós Tamás Gáspár die Hochschulen revolutionieren. Der Economist feiert das neue skandinavische Supermodel. In Eurozine warnt Ivan Krastev vor dem transparenten Staat. Der National Geographic reist durch ein reformwilliges Libyen. Mehr lesen

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013. National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen. Mehr lesen

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013. Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind. Mehr lesen

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013. Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten. Mehr lesen

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013. Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen. Mehr lesen

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